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Vater

mhd. bis spez. · 21 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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22 in 21 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Vater

Bd. 9, Sp. 90
Vater die MA. unterscheidet wie bei Mutter, je nach Anwendung, zwei lautl. Entwicklungen des Wortes, u. zwar α. die lautgerechte für den groben, verächtl. Gebrauch u. in RA. u. Zs., β. die durch nhd. Vater bestimmte für den ehrenvollen Gebrauch, u. zwar Rhfrk α. fārə(r), –ād-, doch sehr selten noch angewandt; β. fadər, Pl. -rə [u. fat- Ottw-Theley; in Wend, Saarbr, wo babə gilt, bedeutet f. »Grossvater«]; Mosfrk α. fdər WMosfrk [-ūə-, –- Saar; -ād- Prüm] verächtl. u. von Tieren; OMosfrk -ād- [-r- Zell-Briedel]; Westerw fārər, fālər. β. WMosfrk, Altk pap, sonst fadər, Pl. -rə [daneben fat- Prüm, fędər Trier-OEmmel, Koch-Hambuch]; Siegld α. fārər; β. fadər, babə; Rip α. fā:dər [daneben älter fā:r Monsch, Aach, Jül, Dür, Bergh, Köln, u. fā:, Dat. fā:rə Eusk, Rheinb, Bo, Köln, Bergh, Dür, Aach, Jül]; β. fatər u. -ad- (dies aber schon verächtl.); Berg α. fādər, –ā:- [Sol, uWupp fā:r]; β. fatər, –ad-; Eup, SNfrk α. fā:r, v- [-ād- Kref]; β. fādər, v- [-at- Kref, Kemp; Selfk daneben ]; Klevld α. fāər (selten) [fā:r MülhRuhr]; β. fādər, –at- [in Klev auch fat, –ā-]; Pl. Rhfrk, Mosfrk -dərə, -dərn, Demin. selten fadərχə(n), sonst Pl., Demin. selten, doch Pl. fętər Lemp; fādərs, auch -E- Klevld, Demin. fętərkə Kemp m.: 1.a. der Vater im allg. α. die mdl. Formen (α) nur verächtl., grob, dafür sehr verächtl. auch der Al (Alte); sein Voder wor schonne en Lomp, un sei Mouder hot neist gedogt WMosfrk (β. Papp), Allg.; menge Var hät mich verdreische (verprügelt) Rip, Allg.; s. weiter bei Mutter. — β. in der Form β in ehrender Anwendung [wo fatər gilt, hat die danebenstehende Form fadər gegenüber -ā:d- weniger verächtl. Bed.]; V. (ohne u. mit Artikel) hät et su gesat; V. sieleg (selig) wenn er verstorben ist; dat ös mengen rechten V. (nicht Stefv.); use V. nennt die Hausfrau den Familienvater; früher nannten ihn so auch die Dienstboten; dat Könd hät kene V. ist unehelich, — kene V. on ken Motter mieh keine Eltern mehr; dat es en Broder van mengem V. der Oheim väterlicherseits Rip, Allg., — an den V. Gummb; der Schwieger-, Stief- (hier meist Form α), Grossv. (Beste-, Alt-), s. d. W. — γ. RA.: Dat ös doch denge V. net! solche Eigenschaften, wie du sie zeigst, hat dein V. doch nicht Sieg. He ös sengem V. wie us dem Gesech geschnidde so gleicht er ihm Rip, Allg.; dat es der V. usgekotz Rip, — sei gesputzder V. Saarbr, — si V. wie ene Droht Dür; of du de Jong sühs udder de V. Sol; do sen ich de V. en (henne) on de V. aus (vore) Saarbr-Sulzb. Ene brave Jong, de op sin V. art (artet) SNfrk; he geit op sin V. Mörs. Ich kenn em, äls of ich si V. wür Aach-Stdt. We der V., su der Sonn Köln-Stdt. Wie de V., so de Biwchen (Bübchen), wie de Acker so de Riwchen (Rübchen) Bernk, Koch. Bie et Werrer (Wetter) es, seiht mer am Wend, bie der V. es, s. mer am Kend; of der Här got orrer schlecht, s. mer an de Mod (Magd) on s. mer am Knecht Neuw-GrMaischd. Besser en helzernen (gefühllosen) V. wie en Steifmodder Merz-Nunk. Eine V. kann besser zehn Kinder ernähre als z. K. eine V. Köln-Stdt, Heinsb. En V. güt den Kengern am mesten met, wenn se sek nich öm en te kömmern bruken Gummb-Berghsn. Ene flitege V. mackt ful Fraulü; ene fule V. tröckt fosche (frische, emsige) Fänte Heinsb. Dei V. wor Glaser zu dem, der im Lichte steht Saarbr, Zell-Trarb. Dir (ihr) Kanner, bet (betet), de V. schreift de Numen (Namen)! Trier-Mehring, — bett öch, V. hät de Kerz (Sterbekerze) en de Häng! freut euch, dass ihr bald erbt MGladb, Erk, — V. es ant Supe (Steəhle)! Heinsb-Breberen. Vare dörfe sech op der Oeve sette haben überall den Vortritt Erk-Keyenbg. Sei V. as op em Kirschtebom ersoff(en) vom unehelichen Kinde Bitb, Prüm, WDaun, — op em Nossbom Bitb, Schleid, — op em Prommebom Rip, — of em Birebom erdrunk Birkf, — is vom Kirschebom gefall Saar, WEif, — em Häckels versopen Elbf, — hun se op en K. funn Saarbg-Perl. Krisch (weine) net, Lefche, de V. köt wedder! Rheinb-Queckenbg. Einem Kinde weise, wieviel Geld sein V. hat, es am Kopf in die Höhe heben Nahe. Dei V. is int Weinfass gekroch scherzh. zu einem Kinde, dessen V. beim Weine sitzt Simm-Horn. Honnert (100), de V. setzt om Abtritt on donnert scherzh. Reim Mosfrk. He kann net Var derva werde das kann er nicht zwingen, nicht fertig bringen Aach. Bei er Herd voll Kanner (Kinder) as de V. Här, bei em eläzige Kann as de V. Knecht Trier-Mehring. — Vadersch Broder Oheim väterlicherseits; V.sch Kend, Jong, Mädchen Lieblingskind usf.; V.sch Haus, Sach väterl. Vermögen; va V.sch Sidden väterlicherseits Rip, Allg. Singes V.sch Koh Broder es en Oss (Ochse) er ist ein dummer Kerl Wippf. Singes V.sch Schöppestill un singer Moder Bessemstill sin en einem Bösch jungk gewes seine Eltern stammen aus gleichen Verhältnissen Köln-Stdt. — Dat es V. si Kengk Lieblingskind MGladb, Allg. Do kennste äver mengem V. senge Jong noch net da täuschst du dich in mir, ich bringe es doch fertig Bergh, Rip, Nfrk. He wäss si V. üəver der Kopp der V. hat keine Macht mehr über ihn SNfrk, Allg. Jong, doə moss di Var geng Kengder mache liehre! den Alten musst du keine Vorschriften machen wollen Eup-Raeren. De deht singem V. sing Schohn an der kann schon alles, was der V. tut; de hät s. V. seng Papiere funge dass. Sieg-ODollend. Seim V. sei Geld weise ein Kind am Kopf in die Höhe heben Rhfrk, Wittl, Bernk, Zell, Daun. A.: Wer bist du? B.: Meim V. sein Suhn Saarl, — sei Bub Kreuzn, — senge Jong EuscklVernich. — Dat Kind hät ene luse (schlauen) V. es ist klug Köln. Mer muss singe Kinder nen ale V. verwahre sorgen, dass man ein hohes Lebensalter erreicht ebd. Frog mi V., of ich ne Spetzbof wör! antwortet man einem, der einem ein Geheimnis entlocken will Malm-Bütgenb Nidrum. Fonge (gefunden), sät de Jong, duə fongk si Var an de Galg Kemp, NBerg. — De kömmt bei si V. beim rechten Mann aus Geld-Nieukerk. Dau beas beim V.! wer beim Klickersp. keinen Kl. trifft u. seine Kl. liegen lassen muss; er muss sich dut schlohn losse Koch-Kaisersesch. Wej koste (könnten) wie Brüers (Brüder) metēn lewe, sagg de Jong tege sinne V., märr gej wellt jo nit Mörs-Rheinbg. — V. u. Mutter. Eich hon grad so gut V. un M. gesat mir kommt gerade so viel zu wie meinen Geschwistern Simm-Horn. Riche V., r. M. gevve r. Kinder Köln-Stdt. Ne Gruss an de M., neit dat de V. wat dovan hürt! so spielt man, Augen zwinkernd, auf ein Verhältnis an Kref. We Var on Mur net well hüre, mot et Koffell (Kalbfell) h. muss die Peitsche spüren Heinsb-Wassenbg. En Haund (Hand), die V. un M. schleiht, wäss hernacher ut dem Graf herut MülhRuhr. Dat send ärm Kenger, die kene V. on ke M. mih hant SNfrk, Allg. Häbbe de Kender de V. verlore, h. se vil v., h. se de M. v., h. se alles v. Geld. M., sett den V. op den Desch, de Zaldote kommen! scherzh. von einem kleinen Manne Elbf. A.: Dau hos jo ka V. B.: Mih wie dau! Trier. Twee Junges tagge (zanken) sich es nett, wen de grötste V. hätt; do fung den einen en te sägge: Mi V. üs groat es de Hegge; den aunere f. an te quike: Mi V. kann noch dröwer kike Mülh-Ruhr. A.: Jong, marr J., wat häs du gedon? B.: Wat dann? A.: Häs V. on M. ent Bett lote ston Mörs-Schwafh. A.: Va wöm bes du? B.: Va mi V. en mi M. Aach. De ös domm van sin M. gekommen, on si V. hät öm necks dorbeigelehrt Mörs-Repelen (s. weiter bei Mutter). — In Kinderreimen. Mei V. es e grower Bauer, wenn en kennt, da kackt en sauer Mosfrk. Nu hät dat Kengkt genen V. meh, nu kriet et ok gen Stütchen meh! Gummb-Berghsn. Kind: V., Moder, ek häbb Honger. Wor? Dor (auf den Mund weisend)! Klev, Allg. V., M., Besemstel, minne Blagen frette so völl, jeden Dag en halwet Brot, nehm den Knöppel un schloh se dot! Dinsl-Gahlen. Kling, klang, Klöckelche, wat deəs du e minge Garde? Du plöcks mich all ming Blömmchere af en deəs mich gruəsse Schade; M. krischt, V. schleət, gangk mer glich geschwend no heəm! Aach-Stdt. Wenn de V. met de M. no de Kirmes geiht, heia, süsa Klev (s. weiter bei Mutter). — Im Kindersp. Vaddersches o Moddersches spillen Mosfrk, Allg.; mer welle gen (gegen) de V. gehn! Nachlaufesp. Rheinb-Meckenh; V. küt allein erus Köln-Stdt, Aach-Stdt; V., V., Bessemstell Wippf-Thier; V. fif (5) Rees-Loikum. — Im Rätsel. Twiən (2) V.ə on tw. Süəhn ginge op de Jag, se schoəte drei Hase on jedder kriəg er ene; we ging dat tou? Et woər ene Jong, si V. on si Bestevadder (Gross-) MGladb. Ene kromme V. on en hohl Moder on drei schnacke (gerade) Döchter? Kessel mit drei Beinen Sieg, NBerg, SNfrk, Geld, Bitb. — δ. bestimmte Väter; der V. Grausam ein Mann, der seine Untergebenen streng behandelt, den sie »auf dem Strich haben«, weil er Pünktlichkeit u. Ordnung verlangt Gummb, Sieg-Fussh; de setzt (es, kömmt) bei V. Philipp ins Gefängnis, bes. militärischer Arrest Verbr., — bei de V. Welter Rheinb, — bei V. Kühn Monsch (u. so wechseln die Namen, je nach dem Namen des Gefängniswärters). — b. Grossvater (babə »Vater«) Birkf, Wend, Saarbr. — c. Anrede an ältere Männer aus dem Volke (die keine »Herren« sind), bes. wenn man ihre Namen nicht kennt (Form β) Allg.; fE:tšə altes Männchen Neuw-Datzeroth HeimbWeis. — d. der vā:r van de Jonge der Vorsitzende des Junggesellenvereins SNfrk. — e. vā:r verächtl. Tölpel Kemp-Amern-SAnton; ne lange Var lang aufgeschossener Mensch Kemp-Vinkr; Balkenv. Hurenwirt Verbr.; Köln-Stdt Parkevar.f. fātər nur im relig. Sinne u. in dieser nhd. Lautung; Gott V., Sohn un heilicher Geist (em Namen des V.s usf., viel in Besprechungsformeln) Allg.; früher schnitt man eine Kartoffel über Kreuz in Stücke u. sprach dabei: de V., de Sohn, de hellege Gest; dann vergrub man die Stücke unter die Dachtraufe od. an einem versteckten Ort, wohin man abends beten gehen musste; waren die Stücke verfault, sollten die Warzen verschwunden sein Klev.; ähnlich mit Knoten eines Getreidehalmes Sieg-Hangelar; min Gott un V.! Ausr. der Verwunderung od. des Erschreckens OBerg, Allg. RA.: Üərsch (erst) em Namen des V.s vom Selbstsüchtigen, wenn er sich zunächst gut versorgt Kemp. — Et V.onser bedde Rip, Allg. Scherzh. Umdeutungsen V. o., der Lefel as net onser! Trier-Mehring, — die gross Schossel as o., die klane as use Leiden (Leuten), die kann ich gor net leiden! Trier-Tarforst, — de Koh es unser, et Ferken es fett, ech han mech lang genog gebett! Dür-Birkesd, — Zopp ös onser, et Flasch (Fleisch) ös mein, de Knoche sein dein Trier-Stdt, — die gej sid, sett den Tellder niet so wit; sett öm, dat ek dor ok bei kann, nett so gut as onse Jann! Klev, — wet gej niet, wor Moses sett; M. s. int Kellderlok, hatt noch gor gen Supp gekokt ebd., Monsch, Trier-Schleidw, — der du bis van dem Hemmel bes an de Kes, v. der Kes bes an dat Schaf (Schrank), Motter, schneck (schneide) mer en Rämmel (dicke Schnitte) af, schmer mer düchtig Botter drop, dann komme mer och de Trapp erop! Sieg-Seelschd, — van hei bis an de Kest, van de K. bis an et Bruətschap, sinter Klos ös ene Schmachtlapp! Kemp-Dülken, — gangk va hei bes a je Kes, g. v. hei bes a je Schaf, Modder, gef mich en Appeltart, Vadder, et hat mich got geschmat! Aach, — mei Modder fihrt Mest, mei V. klippt (klopft) Stän, eich on us Mrei (Maria) sein allän derhäm! Trier-Heizenbg, Merz-Erbring; V. unser Scheppenstiel, die alden Weiwer fresse viel usf. Wend, Ottw, Saarbr, Trier, — Knochen, bedden mer de ganze Wochen, on wenn der leven Sonndag kütt, han mer nöcks ze kochen! Sieg-Seelschd, Trier, — de ganze Woch, sunndes fänken se un (an), mondes denken se nit mih drun (dran) Trier-Schleidw. V.o., dibbedipp; d. ös David, D. ös Nettekett, N. ös Jöddegebett, J. ös Mauschel, M. ös Kauschel, K. ös amen! so beten angebl. die Juden Rheinb-Meckenh. RA.: Vill Kenner, vill V. o. Kobl, Allg.; je mih Könder, je m. V. o., ävver och je mih Schnidde Brut Rip, Nfrk; völ K. ärme nit, et geft wahl v. Botteramme, marr ok v. V. u. Geld-Kevelaer. Et kennt him wie et V. o. so fliessend, etwa die Rede, die Strafpredigt, das Auswendiglernen Prüm-Ihren. Deich han eich so dick (hasse dich) als wie der Plätschhennerich et V. o. Wend-Marping. Gangk met en de Kerch bedde, dann vergiss de och et V. u. net! Ahrw-Sinzig. De ene bett et V. u., u. de andere denkt, du Luder von Bettlern Malm-Manderf. We tesame passe wöllt, de mott et selwe V. u. t. beden können zweierlei Glauben in der Ehe ist nicht gut Ess. Van alles steht drop, säij de Jong, du soll hej et V. o. van achtere no vöre beje was nicht alles verlangt wird! Emmerich. De es su düərn (mager), dem kammer et V. o. durch de Backe blose Rip, Sol, Düss, MGladb, Kref-Fischeln, — dorch de Ribbe bl. Simm-Rheinböllen. En V. o. lang, ke V. o. lang (nicht) so lange dauernd wie ein V. u. Rip, Allg.; denk dran, drej V. o. mott en Ei lang koke in de Pott Emmerich. Da's so secher wie (et) Amen ant V. o. Kemp, Heinsb, Mörs. — De V.u.-kaste scherzh. Kopf; ich hawe dir ane vir de V., dat dir de Glawe (Glaube) wackelt! Goar-NGondershsn; et V.u.-knöchelche das sog. Elektrisierknöchelchen am Ellenbogen Ahrw-Neuenahr, Eusk-Kommern, Dür-Bergst; et V.o.lächelchen; et es em jet ent V. komme in die Luftröhre Mosfrk, Simm-Schlierschd, Rip in Malm, Ahrw, Eusk, Köln, uWupp u. in Düss-Stdt; de V.u.-klöppel scherzh. Stab des Vorbeters der katholischen Bruderschaften Köln-Stdt; et V.u.-werk Transportschnecke in der Mühle Saarbg-Weiten. — g. männl. Tier (Form α) WMosfrk, wo für 1 a nur Papp gilt. — 2. übertr. Vatter vör dem Sohn Lerchensporn, Corydalis (da die Blüten eher kommen als die Blätter) Gummb-Berghsn.
13462 Zeichen · 422 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    VATERs. anom.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    VATER s. anom. vater. gr. πατήρ , lat. pater , goth. fadar , ahd. vatar ; zu einem verlorenen stv. vate, vuot ernähre, w…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    vāterm.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    -vāter , m. , s. blîvāter.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Vater

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Vater , des -s, plur. die Väter, Diminut. das Väterchen, Oberd. Väterlein, ein Wesen männlichen Geschlechtes, welche…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Vater

    Goethe-Wörterbuch

    Vater [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Vater

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Vater , Joh. Severin, prot. Theolog u. Orientalist, geb. 1771 zu Altenburg, gest. 1826 als Professor der Theologie u. mo…

  6. modern
    Dialekt
    Vater

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Vater [Fàtər allg., nur Fâtər K. bis Z. ; Pl. Fatər; Demin. Fatərlə Ruf. Obhergh. ] m. Vater, der leibliche Vater, syn. …

  7. Sprichwörter
    Vater

    Wander (Sprichwörter)

    Vater 1. Am Vater erkennt man den Sohn, an der Mutter die Tochter. 2. Am Vater kennt man gemeiniglich die Kinder. – Petr…

  8. Spezial
    Vater

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Vater- родной , п

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit vater

448 Bildungen · 319 Erstglied · 122 Zweitglied · 7 Ableitungen

vater‑ als Erstglied (30 von 319)

Vaterhaus

SHW

Vater-haus Band 2, Spalte 377-378

Vaterherz

SHW

Vater-herz Band 2, Spalte 377-378

Vaterkind

SHW

Vater-kind Band 2, Spalte 377-378

Vaterland

SHW

Vater-land Band 2, Spalte 377-378

Vaterrecht

SHW

Vater-recht Band 2, Spalte 377-378

Vaterseite

SHW

Vater-seite Band 2, Spalte 379-380

vaterseits

SHW

vater-seits Band 2, Spalte 379-380

Vaterstadt

SHW

Vater-stadt Band 2, Spalte 379-380

Vaterunser

SHW

Vater-unser Band 2, Spalte 379-380

vaterähnlich

DWB

vater·aehnlich

vaterähnlich , adj. dem vater gleichend: die erste hat unter allen weibern, welche Hercules erkannt, den vaterähnlichsten sohn geboren. Göth…

Vaterähre

RhWB

vater·aehre

Vater-ähre fadərE:r MülhRuhr-Saarn f.: Getreidehalm mit zwei Ähren.

vateramt

DWB

vater·amt

vateramt , n. stellung und gewalt eines vaters gegenüber den kindern und dem hause: dennoch bin ich dein vater, und du mein sohn und solt mi…

vaterane

AWB

vater·ane

vaterane mhd. sw. m. fad s -ane: nom. sg. Gl 5,39,2 ( Glasgow S. 2. 17, 13. Jh. ). Urgroßvater: proavus.

vaterangst

DWB

vater·angst

vaterangst , f. besorgnis vor bestrafung seitens des vaters: botz tausend, wir reden von bösen weibern und dort kommt herr Esau. wenn er uns…

vateransehen

DWB

vater·ansehen

vateransehen , n. hochschätzung, die man dem vater zollt: hier wurzelte also alles so tief, religion, vateransehen, despotismus. Herder (182…

vaterapfel

DWB

vater·apfel

vaterapfel , m. , ' ein mittelgroszer, runder, gelber, an der sonnenseite rother calvilapfel '. Weber allg. termin. öcon. lexicon 2, 610 ; v…

vaterarm

DWB

vater·arm

vaterarm , m. , ' der arm eines vaters, sofern er ihn gebraucht zu äuszerungen und beweisen väterlicher liebe '. Campe 5, 255 .

vaterauge

DWB

vater·auge

vaterauge , n. 1 1) auge des vaters: o du entkommst mir nicht, sagte der liebliche knabe immer zärtlicher und dem vater so treu ins auge bli…

vaterbeschwerung

DWB

vater·beschwerung

vaterbeschwerung , f. unannehmlichkeit, die man als vater zu erdulden hat; scherzhaft gebildetes wort im gegensatze zu mutterbeschwerung, s.…

vaterbild

DWB

vater·bild

vaterbild , n. abbild, ebenbild des vaters: für Hilarien freilich blieb die ähnlichkeit des jugendlichen vaterbildes mit der frischen lebens…

vater als Zweitglied (30 von 122)

ältervater

DWB

aelter·vater

ältervater , m. proavus: sein glorwürdiger ältervater. Wieland 6, 28 ; Philipp der zweite zwang ihren ältervater von dem thron zu steigen. S…

Ahnelvater

DRW

Ahnelvater Großvater Unger,SteirWsch. 14 Faksimile

Ahnvater

Campe

ahn·vater

† Der Ahnvater , des — s, Mz. die — väter, O. D. für Großvater.

altervater

KöblerMhd

alter·vater

altervater , st. M. nhd. Großvater ÜG.: lat. tritavus Gl Hw.: s. eltervater; vgl. mnl. oudervader, mnd. ōldervāder Q.: Gl, Herb (1190-1200),…

altervater, eltervater

MWB

altervater, eltervater stM. (nur md. belegt, meist mit der umgelauteten Form) ‘Großvater’ zv Troyge was ein kvnic rich, / min alder fater La…

Altgroßvater

DRW

Altgroßvater Urahn Diefenb.-Wülcker 49 Faksimile

altvater

DWB

alt·vater

altvater , avus, patriarcha, häufig von alten geistlichen, dann von allen andern altehrwürdigen leuten gebraucht. also hat ein altvater in d…

Arme(n)vater

Idiotikon

Arme(n)vater Band 1, Spalte 1127 Arme(n)vater 1,1127

Auszugsvater

DRW

auszug·s·vater

Auszugsvater Leibzucht-Verpflichteter wenn der auszugsvater sich mit dem auszugsmanne nicht vertragen kann 1800 Hommel,TFlav. 75

beichtvater

DWB

beicht·vater

beichtvater , m. ob eeleut, die sich ungeschicklichen mit einander hielten, anders weder sie solten, auch beide einem beichtvatter mügen bei…

Bestevater

Wander

beste·vater

Bestevater Miyn sealge Bestevâr 1 nahm de gansse Welt op de Schiuwkar 2 un schäuw se ner Mügge int dem Aese. ( Büren. ) – Für Iserlohn vgl. …

Bichtvater

Wander

bicht·vater

Bichtvater Bichtvater (s. Beichtvater). Du bist mîn Bichtvater nig. – Dähnert, 40 a . Ich habe nicht nöthig, dir darüber Mittheilung zu mach…

bienenvater

DWB

bienen·vater

bienenvater , m. apiarius: nicht als eintragende arbeitsbiene, sondern als zeidelnder bienenvater. J. Paul Tit. 1, 61 .

bîhtvater

MWB

bîhtvater stM. ‘Beichtvater’ di lûte sprâchen, si truge ein kint bî bruder Kunrâte irme bîchtevatere HvFritzlHl 244,29 MWB 1 796,19; Bearbei…

Bīchtvater

Idiotikon

Bīchtvater Band 1, Spalte 1130 Bīchtvater 1,1130

Bīe(n)vater

Idiotikon

Bīe(n)vater Band 1, Spalte 1130 Bīe(n)vater 1,1130

bīhtvater

KöblerMhd

bīhtvater , st. M. nhd. Beichtvater Hw.: vgl. mnl. biechtvader, mnd. bichtvāder Q.: Chr, DW2 (1317), HvFritzlHl, Narr, NP, WeistGr E.: s. bī…

Chilche(n)vater

Idiotikon

Chilche(n)vater Band 1, Spalte 1130 Chilche(n)vater 1,1130

Chindsvater

Idiotikon

Chindsvater Band 1, Spalte 1130 Chindsvater 1,1130

Ableitungen von vater (7 von 7)

gevater

MWB

gevater swMF. ‘Verwandter, Freund, Gevatter/-in’ (oft als Anrede): ez warn zwene zimberman, / den an ir chunste niht zeran, / si wærn harte …

gevatere

Lexer

ge-vatere , ge-vater swmf. BMZ stf. Wolfd. 254,2 : geistl. mitvater, gevatter, gevatterin Berth. Reinh. (178. 492). Mai , Renn. Priesterl. 6…

gevateren

Lexer

ge-vateren swv. refl. sich gevater nennen, als g. behandeln; bildl. unsamfte si sich gefaderten ( im kampfe ) Kirchb. 679,9 ;

gevaterlich

Lexer

ge-vater-lich adj. wie es gevattern ziemt Elis. 2367. Ga. 2. 183,306. geväterlich Strick. 6, 25 ;

unvater

DWB

unvater , m. , unväterlich fühlender vater: der liebe kleine junge kroch im finstern ... zu seinen füszen. 'was da für ein hund?' rief der u…

unvaterlich

BMZ

unvaterlich adj. unväterlich. dîn unväterlîchiu drô Barl. 212,40 Pf.

urvater

DWB

urvater , m. , urgroszvater, stammvater, vorfahr. seit dem 16. jh. schriftsprachlich vorkommend. vgl. ururur-, ururvater . obwohl erzvater (…

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APA
Cotta, M. (2026). „vater". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/vater/rhwb?formid=V00029
MLA
Cotta, Marcel. „vater". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/vater/rhwb?formid=V00029. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „vater". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/vater/rhwb?formid=V00029.
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