Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
phänomen n.
phänomen , n. im 18. jahrh. entlehnt aus franz. phénomène, m. vom lat. phaenomenon, griech. φαινόμενον , zunächst eine luft-, eine naturerscheinung, dann ( nach der lehre der skeptiker ) überhaupt etwas den sinnen erscheinendes, im engeren sinne eine neue, merkwürdige erscheinung: welch langsam phänomen durchstreicht des aethers wogen, dort wo Saturn gebeut? ist es? es ists, das jahr, das reuend uns entflogen, es steigt zur ewigkeit. Lessing 1, 96 ; weil hier ( in einer auswahl guter gedichte ) die elemente ( der poetik ) noch nicht getrennt, sondern, wie in einem ur-ei, zusammen sind, das nur…