Phänomen auch Phe- (zB GWBB8,203,18
), Phae- GWBLA II 10A,44
u (Kleinschr) GWBLA II 3,7
. Etwa 1100 von insgesamt gut 1200 Belegen in 1bβ. - Der reichhaltige Gebrauch von ‘Phänomen’ steht mit Goethes pantheistischem Grundgedanken der Einheit u Autonomie der Natur in engem Zshg. Die Alleinheit realisiert sich im Goetheschen Verständnis in einer universellen wechselseitigen Spiegelung der Naturphänomene, zugleich - seiner Überzeugung der Untrennbarkeit von ‘Kern’ u ‘Schale’ gemäß - im Gespiegeltsein der Erscheinungen in sich selbst. Als grundlegendes Prinzip begreift Goethe das ‘Urphänomen’, auch in dem Sinne eines Werdens der natürlichen Erscheinungsvielfalt in abwandelnder Reproduktion der entsprechenden Elementarformen (vgl s v Urphänomen). Goethes Verständnis vom Wesenhaften der Dinge bleibt, indem er somit von einer bestimmten „Schichtung” der Erscheinungen ausgeht, an die Welt des Empirisch-Phänomenalen gebunden. Erkenntnis hat sich seiner Auffassung nach am Sinnlich-Faßbaren, keineswegs jedoch an etwas Dahinter- od Fernliegendem zu orientieren. Bei seiner starken Betonung der Rolle des Menschlich-Sensuellen ist ihm bewußt, daß Subjekteigenes notwendig in die wissenschaftlichen Aussagen über die Gegenstände einfließt. Dennoch ziele theoretische Objekterkenntnis durchaus auf das Verständnis des ‘reinen Phänomens’, der Erscheinung als solcher, visiere sie als einen letztlich nie zu erreichenden Idealfall über bestimmte Erkenntnisstufen (‘empirisches Phänomen’, ‘wissenschaftliches Phänomen’) an. Im Gesamtzshg der Erscheinungen begreift Goethe die Ebene der Urphänomene als unüberschreitbare Erkenntnisgrenze; wobei es ihm nicht nur darum geht, die Vielfalt der Phänomene auf entsprechende elementare Prinzipien zurückzuführen, sondern - wie er es bes im Falle seiner Pflanzenmetamorphose u Farbenlehre tat - sie dann daraus herzuleiten.1) (zum Zshg s insbes Pkt 1bβ) 1
sich den Sinnen zeigende, konkreten Gesetzmäßigkeiten folgende, unter bestimmten Bedingungen stabil bleibende bzw sich wiederholende (reale) Erscheinung a
definitorisch Phänomen, eine Erscheinung, die einen spezifischen Charakter hat und unter gewissen Bedingungen sich gleich ist GWBLA I 3,364,21u23 Fl Plp b
mBez auf natürliche bzw naturwiss relevante (objektive) Erscheinungen α
im (vorwiegend) empirischen Zshg; vereinzelt mit der Konnotation des Absonderlichen, Unerklärlichen [
in Rom] Es ist Neumond..Über der Erde schwebt ein Duft des Tags über, den ich nur aus den Gemählden und Zeichnungen des Claude [
Lorrain] kannte, das Phenomen [P. GWB30,275,23 ItR] in der Natur aber nie gesehn hatte GWBB8,203,18 ChStein 19.2.87 P.|Wenn zu der Regenwand|Phöbus sich gattet,|Gleich steht ein Bogenrand|Farbig beschattet.|Im Nebel gleichen Kreis|Seh' ich gezogen,|Zwar ist der Bogen weiß,|Doch Himmelsbogen GWB6,17 Div Phänomen Titel 18,138,23 Unterhaltungen Antonelli [
Zit s v Phänomenon 1]
uö(selten) im Bild od bildhaften Ausdruck ließe sich an einer Auswahl solcher Gedichte [
Balladen] die ganze Poetik gar wohl vortragen, weil hier die Elemente noch nicht getrennt, sondern wie in einem lebendigen Ur-Ei zusammen sind, das nur bebrütet werden darf, um als herrlichstes P. auf Goldflügeln in die Lüfte zu steigen GWB41
1,224,10 ÜbBallade 7,164,26 DivNot β
im naturwiss Zshg; in Hinsicht auf eine naturgegebene od experimentell erzeugte Erscheinung; mehrf mit Attribuierungen wie ‘chromatisch’, ‘magnetisch’, ‘elektrisch’, ‘geologisch’, ‘atmosphärisch’ ua, auch mit der Qualifizierung ‘eminent’ [
in Neapel notiert] Was ich mir immer sagte, ist eingetroffen: daß ich so manche P-e der Natur..erst in diesem Lande verstehen und entwickeln lerne. Ich fasse von allen Seiten zusammen und bringe viel zurück GWB31,57,2 ItR hat man sich durch die Erfahrung überzeugt, daß das Licht und Schatten bei dem mindesten Hinzutritt einer Trübe des Mittels sogleich Farbe hervorbringen muß, so sieht man ein, wie dieses alles zusammen hängt und wie schnell die chromatischen P-e hervorgebracht werden können und müssen GWBN5
2,364,34 Fl Plp Glaube an die Verwandtschaft magnetischer und elektrischer P-e GWBN11,301,26 NatwissEntwicklungsgang Dieses P. [
der Lichtbrechung] nennen wir objectiv, weil Ursache und Wirkung außer dem Auge vorgehn GWBN5
2,46,22 Fl Plp die Morphologie als eine besondere Wissenschaft..die P-e zusammenstellt GWBN6,299,3 PhysiolPfl N9,266,3 VerschBekenntn N13,484 MeteorolTgb 1823 N11,171,27 PhysikalWirkungen N1,178,25 FlD 432
uö häufig im Ausdruck wesentlicher weltanschaulicher bzw erkenntnistheoretischer Aspekte: in Hinsicht auf den strukturellen Zshg, die Einheit der Erscheinungen Da alles in der Natur, besonders aber die allgemeinern Kräfte und Elemente in einer ewigen Wirkung und Gegenwirkung sind, so kann man von einem jeden P-e sagen, daß es mit unzähligen andern in Verbindung stehe, wie wir von einem freischwebenden leuchtenden Puncte sagen, daß er seine Strahlen nach allen Seiten aussende.. GWBN11,32,17 VersVermittlObjSubj Das nahe P. hängt..mit dem fernen nur in dem Sinne zusammen, daß sich alles auf wenige große Gesetze bezieht die sich überall manifestiren GWBN11,127,4 MuR(557) haben wir sorgfältig die Mittel aufzusuchen, wodurch die Natur in großer Nähe bey einander widersprechende P-e hervorzubringen weiß, so wie wir oft sehr harmonische P-e in anscheinender großer Entfernung von einander mit Verwunderung bemerken GWBN5
2,329,24u25 Fl Plp [
betr Goethes ‘Farbenlehre’] die Absicht..geht kürzlich dahin, die chromatischen Erscheinungen in Verbindung mit allen übrigen physischen P-en zu betrachten, sie besonders mit dem was uns der Magnet, der Turmalin gelehrt, was Elektricität, Galvanismus, chemischer Prozeß uns offenbart, in eine Reihe zu stellen, und so..eine vollkommnere Einheit des physischen Wissens vorzubereiten. Es soll gezeigt werden, daß bei den Farben, wie bei den übrigen genannten Naturerscheinungen..eine Polarität statt habe GWBN4,387,21 Fl AnzÜbers N5
2,20,18 Fl Plp
uö (auch) hinsichtlich einer adäquaten, folgerichtigen theoretischen Herangehensweise; einmal ‘sich treu an das P. halten’, auch in der steigernden Reihung ‘empirisches, wissenschaftliches, reines (konstantes) P.’, ferner ‘einfaches, zusammengesetztes P.’ die Sinne selbst schon sind die eigentlichen Experimentierer, Prüfer und Bewährer der P-e, indem die P-e das was sie sind nur für die respektiven Sinne sind GWBGespr(He2,456) Riemer 28.6.09 Nothwendigkeit, alle Vorstellungsarten zusammen zu nehmen, keinesweges die Dinge und ihr Wesen zu ergründen, sondern von dem P-e nur einigermaßen Rechenschaft zu geben und dasjenige, was man erkannt und gesehen hat, andern mitzutheilen GWBN6,288,12 PhysiolPfl Das was wir in der Erfahrung gewahr werden, sind meistens nur Fälle, welche sich..unter allgemeine empirische
[] Rubriken bringen lassen. Diese subordiniren sich abermals unter wissenschaftliche Rubriken, welche weiter hinaufdeuten..Von nun an fügt sich alles nach und nach unter höhere Regeln und Gesetze, die sich aber nicht durch Worte und Hypothesen dem Verstande, sondern gleichfalls durch P-e dem Anschauen offenbaren. Wir nennen sie Urphänomene, weil nichts in der Erscheinung über ihnen liegt, sie aber dagegen völlig geeignet sind, daß man stufenweise, wie wir vorhin hinaufgestiegen, von ihnen herab bis zu dem gemeinsten Falle der täglichen Erfahrung niedersteigen kann GWBN1,72,17 FlD 175 Vom Philosophen glauben wir Dank zu verdienen, daß wir gesucht die P-e bis zu ihren Urquellen zu verfolgen, bis dorthin, wo sie bloß erscheinen und sind, und wo sich nichts weiter an ihnen erklären läßt. Ferner wird ihm willkommen sein, daß wir die Erscheinungen in eine leicht übersehbare Ordnung gestellt GWBN1,XXXVI,22 FlD Einl Der Naturforscher..ist in einzelnen Fällen aufmerksam nicht allein wie die P-e erscheinen, sondern auch wie sie erscheinen sollten. Es gibt..viele empirische Brüche, die man wegwerfen muß um ein reines constantes P. zu erhalten; allein sobald ich mir das erlaube, so stelle ich schon eine Art von Ideal auf..da der Beobachter nie das reine P. mit Augen sieht, sondern vieles von seiner Geistesstimmung..und tausend andern Umständen abhängt; so ist ein Meer auszutrinken, wenn man sich an Individualität des P-s halten und diese beobachten, messen..will..Wenn ich die Constanz und Consequenz der P-e, bis auf einen gewissen Grad, erfahren habe, so ziehe ich daraus ein empirisches Gesetz und schreibe es den künftigen Erscheinungen vor..Dieses wäre also..derjenige Punct, wo der menschliche Geist sich den Gegenständen in ihrer Allgemeinheit am meisten nähern..kann. Was wir also von unserer Arbeit vorzuweisen hätten wäre: 1. Das empirische P., das jeder Mensch in der Natur gewahr wird, und das nachher 2. zum wissenschaftlichen P. durch Versuche erhoben wird..3. Das reine P. steht..zuletzt als Resultat aller Erfahrungen und Versuche da..Um es darzustellen bestimmt der menschliche Geist das empirisch Wankende, schließt das Zufällige aus..Hier wäre, wenn der Mensch sich zu bescheiden wüßte, vielleicht das letzte Ziel unserer Kräfte.. GWBN11,38,8u12u20 u 39,5u10 u 40,3u6u11 ErfahrgWissensch 1798 N11,43,18u19u20u28 u 44,1 BeobachtgDenken N4,388,20 Fl AnzÜbers N5
1,430,25 u 431,2 PhysikalPreisaufg N5
2,234,6u11u16 Fl Plp N11,106,8 MuR(1230)
uö im Hinblick auf eine problematische bzw falsche Methodik; auch in Gegenüberstellung zu einem richtigen theoretischen Verfahren; einmal ‘das P. beseitigen’ alles Factische schon Theorie..Man suche nur nichts hinter den P-en; sie selbst sind die Lehre GWBN11,131,10 MuR(575) Es ist ein großer Fehler dessen man sich bey der Naturforschung schuldig macht, wenn wir hoffen, ein complicirtes P. [
wie den Regenbogen] als solches erklären zu können, da schon viel dazu gehört, dasselbe auf seine ersten Elemente zurückzubringen; es aber durch alle verwickelten Fälle mit eben der Klarheit durchführen zu wollen, ist ein vergebenes Bestreben. Wir müssen einsehen lernen daß wir dasjenige, was wir im Einfachsten geschaut und erkannt, im Zusammengesetzten supponiren und glauben müssen.. GWBB49,250,3 Boisserée 25.2.32 hier liegt der..von ihm [
Newton] begangene Hauptfehler, daß er das P. in seine einfachen Elemente nicht zerlegt hat; welches doch bis auf einen gewissen Grad leicht gewesen wäre, da ihm die Erscheinungen, aus denen sein Spectrum zusammengesetzt wird, selbst nicht unbekannt waren GWBN4,123,24 FlH VI es ist nun einmal in mir idiosynkratisch daß ich nicht leiden kann wenn man die Erklärung (Ableitung) eines P-s in die Weite und Ferne schiebt. Gott und die Natur haben uns Organe für die Gegenwart, für das Nächste gegeben..Dieses ist..das Grundböse daß wenn man von einer Seite das P. durch scheinbare Erklärung beseitigt hat, daß uns von allen andern Seiten die Schwierigkeiten gleich Hydraköpfen bedrohlich angrinzen GWBB39,288 Sternberg 14.12.24 K 3,101 EntoptFarb 3
uö γ
speziell im Zshg der Farbenlehre für eine vom menschlichen Auge selbst hervorgebrachte subjektive optische Erscheinung wenn bei jenen [
den physiol Farben] vorzüglich das Auge wirksam war, und wir die P-e derselben nur in uns, nicht aber außer uns darzustellen vermochten GWBN1,58,3 FlD 137 das Auge schaue..in der Diagonale über die eine Wand, so daß es die ihm entgegenstehende jenseitige innre Wand-Fläche vollkommen, nichts aber vom [
Gefäß-]Boden sehen könne. Man gieße Wasser in das Gefäß und das Auge wird nun einen Theil des Bodens gleichfalls erblicken..der Boden scheint uns heraufgehohen, daher wir das subjective P. mit dem Namen der Hebung bezeichnen GWBN1,78,18 FlD 188 N1,18,12 FlD 42 LA II 3,7 M8 BeitrOpt Plp
uö 2
mehr abstrahierend: Gegebenheit, Faktum a
in (Pkt 1 einbegreifender) philos-allg Betrachtung Das Wahre, mit dem Göttlichen identisch, läßt sich niemals von uns direct erkennen, wir schauen es nur im Abglanz, im Beispiel, Symbol..wir werden es gewahr als unbegreifliches Leben und können dem Wunsch nicht entsagen, es dennoch zu begreifen. Dieses gilt von allen P-en der faßlichen Welt GWBN12,74,11 Witterungslehre 1825 Theorien sind gewöhnlich Übereilungen eines ungeduldigen Verstandes, der die P-e gern los sein möchte und an ihrer Stelle deßwegen Bilder, Begriffe, ja oft nur Worte einschiebt GWBN11,146,12 MuR(428)
uö(selten) b
mBez auf ein sittlich-moralisches Verhalten, auch auf die Konstituenten von Kultur; einmal ‘etw als ein P. betrachten’ [
betr das Verschenken von Buchexemplaren durch den Autor] Da tritt nun das radicale Böse..hervor, als Neid und Widerwille gegen frohe, eine Herzensangelegenheit vertrauende Personen. Mehrere Schriftsteller die ich befragte waren mit diesem P. der unsittlichen Welt auch nicht unbekannt GWBN6,144,18 MetamPfl Nachtr Er [
Wilhelm] gab..Frau Melina seine Verwunderung über die starke Neigung des Kindes [
Mignon] zu dem Gelde zu erkennen. Ich kann Ihnen dieses P. erklären, sagte sie [
Mignon spart Geld, um sich von der Theatertruppe freikaufen zu können] GWB51,220,7 ThS III 5 Ein jeder Mensch sieht die fertige und geregelte, gebildete, vollkommene Welt doch nur als ein Element an, woraus er sich eine besondere ihm angemessene Welt zu erschaffen bemüht ist..Wer sich von dieser Grundwahrheit recht durchdrungen fühlte, würde mit niemanden streiten, sondern nur die Vorstellungsart eines andern wie seine eigene als ein P. betrachten GWBN11,135,23 MuR(594) Preisfrage..Man könnte verlangen [
:] Eine gedrängte, lichtvolle Darstellung des Bestehenden im Menschen, mit Entwicklung der P-e der Cultur aus demselben. Man betrachte sie nun als ein Ganzes der Gegenwart oder der Succession oder als beydes zugleich GWBB15,197,15 Schiller 11.3.01 Beim Nachdenken über's Beharrende im Menschen,
[] worauf sich die P-e der Cultur beziehen ließen, habe ich bis jetzt nur vier Grundzustände gefunden: des Genießens|des Strebens|der Resignation|der Gewohnheit GWBB15,203,13 Schiller 25.3.01 GWBB27,170,7 Boisserée 27.9.16
uö(selten) c
mBez auf ein intellektuelles od ein seelisches Vermögen wenn ein schmucker Landknabe [
Dietrich in Karlsbad]..daher lief, große Bündel von Kräutern und Blumen vorweisend, sie alle mit Namen, griechischen, lateinischen, barbarischen Ursprungs, bezeichnend; ein P., das..vielen Antheil erregte GWBN6,107,4 BotanStudien [1831] wenn Sie, bey näherer Bekanntschaft, eine Art Dunckelheit und Zaudern bey mir entdecken werden, über die ich nicht Herr werden kann, wenn ich mich ihrer gleich sehr deutlich bewußt bin. Doch dergleichen P-e finden sich mehr in unsrer Natur GWBB10,185,4 Schiller 27.8.94
uö(selten) d
mBez auf eine künstlerische od wiss Hervorbringung, auch auf eine kunsttheoretische Auffassung; einmal von einem sich durch einen literarischen Text ziehenden Motiv; auch iron für eine (in Goethes Sicht) irrige wiss Darstellung [
zu Schillers ‘Die Kraniche des Ibykus’] Meo voto würden die Kraniche schon von dem wandernden Ibykus erblickt, sich, als Reisenden, verglich' er mit den reisenden Vögeln..rief' alsdann unter den Händen der Mörder die schon bekannten Kraniche..als Zeugen
an..Sie sehen..daß es mir darum zu thun ist aus diesen Kranichen ein langes und breites P. zu machen GWBB12,262,17 Schiller 23.8.97 [betr wohl
die von Schelling u Steffens hg ‘Zs für speculative Physik’] erhalten Sie die neusten philosophischen P-e, die, von Südosten her, das nordwestliche Deutschland bedrohen GWBB15,260,14 Sartorius 10.10.01 K B21,296,26 Reinhard 14.5.10 3
ungewöhnlicher, überragender Mensch; auch ‘physisches, moralisches P.’ erschien bey mir gestern ein merkwürdiges P. Ein Vater brachte seine flügelspielende Tochter [
Clara Wieck] zu mir, welche..neuere Pariser Compositionen vortrug GWBB49,105,22 Zelter 5.10.31 Lessing! Lessing!..Er ist ein P. von Geist, und im Grunde sind diese Erscheinungen in Teutschland selten GWBB1,205,16 Oeser 14.2.69 51,102,28 ThS II 1
uö(selten) Phänomenon 1
zu ‘Phänomen’ 1bα; mit der Konnotation des Absonderlichen, Unerklärlichen so oft sie [
die Sängerin Antonelli] zu Hause war, ließ sich der Ton [
ein geisterhafter Schrei] hören..Er [
der Tenor] hatte von diesem seltsamen P. [Phänomen GWB18,138,23] reden hören und zweifelte..an einem solchen Wunder GWB18,421 Unterhaltungen Antonelli Var 2
zu ‘Phänomen’ 2d; in der Fügung ‘etw als ein P. ansehen’ bei Akzentuierung des In-sich-Begründeten, aber auch des Temporären u evtl zugl bei leicht iron Anspielung auf den Kantschen Begriff des Phänomenons [
über Kants kritische Philosophie] Wir sehen diese Philosophie als ein P. an, dem man auch seine Zeit lassen muß, weil alles seine Zeit hat GWBGespr(He1,558) JGGruber undat 3
zu ‘Phänomen’ 3 Sie haben einen unerwarteten Besuch von Lavatern gehabt, fast wäre ich in Versuchung gerathen die Frau Gemahlin mit einem Briefe anzugehen und mir nun ihre Gedancken über dieses P. zu erbitten GWBB30,23,1 Diede 8.8.82
→ GWB
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Feuer- GWB
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Kolorit- GWB
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Meer- Metall- GWB
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Original- GWB
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Refraktions- GWB
Teich- GWB
Ur- GWB
Wolken- GWB
Zwillings- zu ‘Phänomenon’ → Em- Syn zu 1
Bild Erschein Erscheinung Gegenstand Gestalt zu 2 Faktum Tatsache 1) zu dem Goetheschen Kernwort s GHb34.2,844-847 (s v Phänomen); dort auch weiterführende Literaturangaben Michael SchilarM.S.