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Herr

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Herr

Bd. 3, Sp. 550
Herr hEr, im Geb. der Schärfung -E:-, –ē·ə.-, Pl. -rə(n), Demin. -rχə, –kə [Bitb hē·ă.r; NBerg -ē·ă.-, –E:-, –ī·ă.-; Wermelsk -e·i.-; Rip u. SNfrk bis ca. 1880 als ältere Form -ī:-, –ī·ə.- (noch Selfk, Mörs), aber von -E:- fast völlig verdrängt; Siegld -a-] m.: 1. der Hehrere. a.α. Gott, Christus; use H. on Gott (s. Herrgott); Gott der H.; de H. do boven; use H. em Himmel; der Engel des H. (Gebet; s. Engel) Rip, Allg.; onse liewe H. Klevld; H., du wetts (weisst), wat ech sage well! scherzh. Ersatz für das Tischgebet MGladb. RA.: Der H. ös mine Leitsmon (Geleitsmann), deə mich de reide (rechten) Weəg wise konn usf. aus einem Kindergebet Viersen. Wo der H. en Kirch hät, do hät der Düvel en Kapell (Wirtshaus) Köln-Stdt. H., siehe dein Volk an, es sind lutter (lauter) Zigeuner! Elbf. Völ Kinder sin Segen van den H.; mar sej halden ow de Noppen van de Kleər (Kleidern) Klev. De es dem H. en de Schlat (Salat) gelope er ist gestorben MGladb-Rheind. He left wie Gott der H. a Frankrech Bitb, Allg. Gott der H. lött uns woll sinken, awer he lött uns nich verdrinken Ess. He wor su voll (bezecht), dat e Gott on den H.ən net mih kannt Sieg. Op de Welt, do woər et net, Gott der H., de hott et net; der H. goəf et sinne Kneit (Knecht) on der Kn. goəf et sinne H. die Taufe MGladb. Onse liewen H. rakt, war hej nit spreckt Gott reicht mit seinem rächenden Arme dahin, wo er nicht spricht, wo man seine Sprache nicht vernehmen will Klev. Wen onse liewen H. strofe well, den gef hei en moj (schönes) Frommess (Fraumensch) Mörs-Rheinbg. Et es gut, dat onse lieven H. en hoch Hüs hät, anders schlüge se öm alle Dag de Glas in Geld-Leuth. Onse liewen H. scheckt Kält na Kleər (Kleidern) sucht niemanden über Vermögen heim Klev. Onse liewen H. het völ Spöllüt (Spielleute) on Musekanten (allerhand Kostgängers) Mörs, Klevld. Den liewen H. lote siehn; et lief Herke wise (zeigen) ein Kind am Kopfe in die Höhe heben Klev. Bi Drenke ond Ete mott me de liewen H. nit vergete Mörs-Xanten. De lött os lieve H. enen gujen Mann sin der Gleichgültige Geld, Klevld. Sej duhn, as wenn sej onse liewen H. bej de Tehn (Zehen) halde Geld. Dij kann onse liewen H. met öhre Ärms wäll gripe sie hat lange Arme Rees. He meckt en Gesecht, as wenn e onse liewen H. de Regen afbeje (-beten) woll Mörs-Xanten. Hen sütt (sieht) üt als onse liewen H. van den Ärmekerkhoff Geld. Gej könnt öm wis (weise) make, dat onse liewen H. op de Pärebom (Birnbaum) (Kerssenbom) wont (sett) Klevld. Was hej mar glöckig bej onse liewen H.! Klev. S. auch die Zs. (bei lieb) Lievenherresbettstrohj scharfer Mauerpfeffer, sedum acre; Onsliewherlämmke Marienkäfer Klevld; Levenierke am Kruzifix Heinsb-Tüddern. — Bes. in Ausrufen u. Flüchen. Dat gäf der H.! Bitb, Allg.; o H. om (im) Himmel Koch, Allg.; o du mein H. on Gott! Allg.; o H., o H., o H. van Ker! Koch-Laub; Hölp H.! Waldbr; H. noch tu! Mörs; och Gott, och G., och H., hei (hätte) ich märr (nur) ene Pier (Wurm) un öhr Lucie ene Jann, dänn hei ver allebej ene Mann! zu dem, der oft die Wendung ‘hätte ich’ braucht Heinsb-Höngen. — Mit andern hl. Namen verb.; H.jē: (Jesus), ach H.je(sess) [auch hasəs, –e-, –ø-, –-]! Rip, Allg.; H.jē:mĭnē: (, < Jesus Domine)! SNfrk, Allg.; H.jērəs! Goar-Wiebelsh; H.jēkəs! Emmerich; H., Marjesses (Maria Jesus)! Sieg-OCassel (s. Jesus); H., waules, Gott, w. (walte es)! Mettm; Herus, wales! Berg (bei Montanus) [Achherrjesses kreische jammern; herrjehre singe schelten; der H.hirje rufen sich erbrechen Saarbr; et H.jessesknächelche die empfindliche Stelle am Ellenbogen Simm-Ravengiersbg] [in diesen Ausrufen erscheint H. auch als hę·r., ha·r. (nicht nur Siegld)]. — β. ons H. die letzte Wegzehrung, die hl. Kommunion Klevld; den H. WEif; dor kömmt ons H. wenn ein Kranker versehen wird Klevld; den H. krin die Sterbesakramente empfangen; en as met dem H. versiehn uSaar, WEif; der hat de H. er ist versehen worden Aden-Liers. RA.: Et es ene guje, säj Hänn, duw se öm de liewe H. liete (liessen) siehn; äwel en half Ort (⅛ l Schnaps) es beter Geld-Schravelen. — b. Fürst, Standesperson, noch in RA.: Et es en Fäss-chen wohl gebonnen, et es känes Bennersch Hand dran kommen, on dach drenken H.ən on Ferschten draus (das Ei) Neuw. Der Huhner Neid, der H.ən Streit un Goddes Barmherzigkeit, die dauern an al Iwigkeit Trier-Schleidw. Dat es dem H. gelivvert unwiederbringlich verloren Köln. — En H. van Adliger; de H. van Habenichts Allg.; wer war das? Antw.: De H. van Ungefähr Koch-Urschmitt. Den H. van Haag dräht (trägt) de beste Kleir all Dag! schone deine Sonntagskleider Kref-Fischeln. De H.ən von Geyen, Gott mag se erfreuen; es waren ihrer ächt (8), se hatten nur enen Knecht; wenn die Rüben gut geraten, so hatten sie zu sieden u. zu braten Nrhn (o. O.). Im Fastnachtszug zu Bitb-Kyllbg kommt zuletzt den H. von Schowen (mat em dreischeppigen Hut un e langen, ale Rock un e gruss helze Peif an der Maul). — c. Mitglied irgendeiner Obrigkeit; de H. van der Regierong (Landrotsamp, vam Rothus, van der Stadt (vam Platz Köln), vam Gerich) Rip, Allg. RA.: Wej wellen et mar darbej late (lassen), wor et de H.ə van Klev bej laten die H. von der Regierung des ehemaligen Herzogtumes Kleve Rees. Ech breng üch för de H.ə vors Gericht; de küt för de H.ə vor Gericht; tösche (zwischen) de H.ə lofen mit den Advokaten zu tun haben Rip. Reət (Recht) es R.; Onreət es R.; on wie de H.ən et mache, dat es R. Bergh-Hüchelhv. Wann de H.ə vum Rothus kumme, sin se am klögste Köln-Stdt. — Der Vorsteher der Junggesellenburschenschaft, bestimmt in der Martinsnacht beim Martinsfeuer, indem der vorigjährige H. einem seiner Mitgesellen eine mit einem Haken versehene Plümm (Quaste) unauffällig an den Rockschoss heftete (veralt.) MGladb-Neuwerk; an der Spitze der Junggesellen jeder Honschaft steht en H., der am Sint Steffensdag von dem H. des verflossenen Jahres gemakt wird MGladb-Viersen. — d. Dienstherr, Vorgesetzter, Machthaber, Denst-, Hoff-, Hush.; de H. van der Fabrik (van der Hött) Eigentümer von der F. Rip, Allg. H. on Mester sen (werden); H. em Hus sen; de H. vam Hus (vam ganze); enem H. sen (werden); sengen H. fenden; enen H. han; H. üver sech sen Rip, Allg. RA.: Ek si en H. wie en Hohn; wat ek befehl, mott ek selwer dohn Elbf-Dönbg. Der H. van en all es der Prinz em Stall der Stier Jül-Röding. Wer H. es, deht, wat e wellt Monsch, Malm, Prüm. Wie eich jong wor, wore die Alde H.; jetz sen ich alt, do sen de Jonge H. Wend-Leitzw. H. kann jeder domme Jong spiele, ävvel Mester net Kemp-Boish. De spellt sich gere als H. üver angere op Kemp-Boish, Allg. Dau sollscht dein H.ə krein (geseihn)! es wird dich noch einer bändigen Merz; du kömmps dinnem H.ən heim! du wirst die Folgen deines Tuns noch spüren Sol. Et get ke ormer Mensch, as wer ke H.ən hot Daun-Tettschd. De läft (läuft) erem, als wenn e kene H.ə hätt Kobl-Bend, Allg. Den Neid fresst sein egenen H. Bitb, Allg. Ech sen menge ege H. kann tun u. lassen, was ich will Rip, Allg. Sech H. mache sich die Herrschaft anmassen; wenn die Dienstherrschaft aus dem Hause ist, mät das Gesinde sich H. LRip, — ist es lan (allein) H. Hunsr; de mecht sich ger iwerall H. beansprucht alles für sich Merz-Saarhölzb. Me konn nit twiə H.ən teglik bediene Nfrk, Allg.; nömmes kann twei H.ən dienen Elbf, Allg. Met nem H. steht et gott, de et, wat hei befehlt, selwers düht Ruhr. Neu H.ə, neu Affäre (Sinne, Befehle) SNfrk, — neu Regier Aach, — nei Hecken (Schliessgatter an der Weide) MülhRuhr; andere H.ən, andere Manieren Mörs-Neuk; niə H.ə hangt niə Hecken (Heckes) (Schlaggatter) Ess, Klevld. Streng H.ə rechte (regieren) net lang bes. auch in einem strengen Winter als Trostwort gebraucht Rip, Allg.; neue Beseme kehre schärp, neu H.ə rechte streng Kemp-SHubert. — Im bes. α. im Verhältnis zum Gesinde, Gesellen udgl.; das Gesinde nennt ihn use H. Allg. RA.: We nit Knech sin kann, kann och nit H. sin Köln; wen H. spiele well, muss fer't erscht mol Kn. gespielt hon Bitb-Wiersd. Je blinger (blinder) der H., je heller der Kn. Köln-Stdt. Wann der H. ärm un der Kn. rich wed, duge se allebeids nicks Köln, MGladb, Erk. Et es besser ne klenge H. äs ne grusse Kn. Monsch, Aach, Köln. Wat den H. aflet (-legt), kregt de Kn. Mörs-Xanten. Dem H. sin Wort gelt mih as dat vam Kn. uWupp. No fofzig Johr deht der H. der Kutscher fahre wechselndes Glück Grevbr-Wickr. Wenn et op der H. rent (regnet), da dröppt et op der Kn. (Deiner Kref-Osterath) LRip, SNfrk. H., scheiss dir en Diener! mach du die Arbeit selber Trier-Mehring. Gure H., treie D. Bernk-Bruchw. Wie den H., esu den D. Bitb; wie der H., su der Kneit Sol. Wie der H., su et Gescherr Rip, Allg., — so et Gefähr Erk-Doveren. H. as H.! ich habe zu befehlen Bitb, Allg.; H. as H., a Max as M.! Bitb-NWeis, — Jung, hal de Säu (Schweng) im! der Befehl des H. ist unbedingt zu befolgen May, Eif, Birkf-Idar, — Knecht, loss de Sei eraus! Bernk-Merschd, — Vatter, gih, halt de Sei im, sot de Jung Daun-Tettschd. — β. Hausherr, der Vorsteher der Familie, us H. sogar im Munde der Frau genannt; es de H. do? der Vater zu Hause Rip, Allg.; dat ös der H. van et Werk Kemp-Boish, — der H. em (vam) Hus (van et ganze) Allg. RA.: Wen es H. em Haus? Antw.: Wen et Salz stellt Prüm-Mürlenb. Ech well doch wesse, wer H. em Hus es! Rip, Allg. Haut (heute) seun ech allen (allein) H. allein zu Hause Koch-Weiler. Wann de Katze fort sen, da sen de Meis H. Bitb. De Mann es H. em Hus, äwwer de Frau es de Kruan drop Elbf. Ik sin H. im Hus, sag Mannes (Hermann), do soat he ounerm Dischen MülhRuhr. Du bös H. van den Hühnern (am Hohnderlouch, em Hohnerhäus-che, im Hihnerstall, om Mes), wenn de Hahn net do es Rhfrk, Mosfrk, Rip. Jeder Hahn es H. op dem Hoff Sieg-Birk. Hellblo äs bairisch, grin scheissen de Gäns, un mir sin H. up em Hof Antw. auf ‘ich bin H.’ Saarbg-Soest. Der H. kickt de Fenster herus die Ferse schaut durchs Strumpfloch Aach-Verlautenheide. Bei er Herd Kanner (Kinder) as de Voder H., bei em eletzige Kann as de Voder Knecht Trier-Mehring. Süch (sieh) ens do, der H. em Hemb un de Frau em Nachtsjack! Ausruf der Verwunderung Köln; o H. em Hemb, de Frau ös nackeg! Rheinb-Meckenh, — de Kenner han necks an ze dohn! Altk-Wissen. — γ. auch eine Sache hat ihren H. ihren Besitzer, Verwalter Allg. RA.: Geld well enen kargen H. han Sol, Grevbr; Geld on Got welle ene knüvrige H. han Bergh. Dat schingk (scheint), als of et kene H. hött es scheint keinem zu gehören Jül, Allg. He git der Frau den H. üver et Geld das Verfügungsrecht Sieg-Ägid. He es (net mih) H. üver seng Geld (Ben, Zeit udgl.) Rip, Allg.; den lo geft net H. iwer den Dreck Merz-Bergen; der wiərd doch iwer dei Ärwet elo H. gen Merz-Saarhölzb; he get der Orbicht (Arbeit) net H.; he get senger net H. ist ihm nicht gewachsen WMosfrk. Dann ös mer net mih H. lans de Dürre (Türen) Sieg-Ittenb. — δ. von Sachen, Umständen, um das Ausschlaggebende, die Richtschnur, das Bestimmende zu bezeichnen Saarbr, Ottw, Birkf, Siegld; gut gess on getronk, das es de H.; Proberen es der H.; wolle Duch (Tuch) es H.; en trockner März es der H. Saarbr, Allg. (s. o.); det Gehannsmart en Stadt Sege es da doch det Harr Vergnege das vorzüglichste Vergnügen.O H., wenn Ker (Moselkern) net wär, dann wär Miede (Müden) un Borgen allan (allein) mih H. Koch-Moselkern. — e. katholischer Geistlicher, auf dem Lande Allg. in der Diözese Trier [im Hunsr meist Herche, aber fast ausgestorben]; die Bezeichnung reicht aber auch in die Erzdiözese Köln hinein, u. zwar Malm, Schleid, Monsch, MüEif, Eup, Aach-Stdt, Heinsb-Waldenr, uWupp 1870 [sonst hier Gestlicher, geslicher H., H. Broder der Bruder geistl. Standes; Pastur, Kaplon, Vikarjes]; Klevld Herohme; Selfk Hernunk (-onkel); (of) H. studieren; esen H.; de jongen H. Kaplan; den alden H. Pastor (aber auch als Pastur u. Kaplon unterschieden); mer kreien en neien H.; mer hon en dichtigen H.; den H. hullen (kreien) den Priester holen zum Schwerkranken; der H. hot et gesot gesagt; dann kann aller Widerspruch von andern nicht gelten. RA.: Er hat en Bauch wej so'n armer H. Saarl-Berus. Schuster, bei de Lesten; H., beim Brevier! Prüm-Ihren. Spitz (Hund), komm, de H. stichelt! (in der Predigt) Neuw. Den H. sent (segnet) sich fir't escht (zuerst) Mosfrk. Den H. predigt ken zweimol an (in) ener Mass (Messe) gesagt, wenn man eine Antwort wiederholen soll Bitb, Mosfrk. Den H. hat Schuhn enner de Leckt (Leute) geworf; wem se passen, den zehjt (zieht) se an! wem das Gesagte gilt, der wird es auf sich beziehen Prüm-Ihren. Der Engel des H., da sprangen de H.ən am Galopp iwer de Gromperezopp Nachahmung des Gebetes Bitb-NWeis, — bei de Mettes-zopp (Mittagssuppe) Trier-Schleidw. Et as kän Dorf esu klan, wo en H. an e Schullehr dran sön, do hun der och winnigstens zwing (2) Streit Bitb-Seimerich. An (in) em Dorf as ömmer dem H. sein Hond an dem Schullehr seng Hohner et frechst Volk ebd. Ech hauen dech, dat du des H. nüdeg hes! Malm-Montenau. Dau worsch dem H. on de Griewen! hast das Gesicht voll Ausschlag Mosfrk. Wannste kein H. Ihm (keinen Pastor zum Oheim) host, dau loss de Fanger von de Gessen (Ziegen)! von Unternehmungen, die Geld benötigen Prüm-Ringhuschd. Wenn et op der H. reənt (regnet), da dröppt et op der Köster Aach, Trier. Wenn mer un enen H. stisst (stösst), dau juckeln se al bis Rum wenn man einen Geistlichen beleidigt, hat man mit allen zu tun Trier-Schleidw; wenn mer enem H. am Rock zibbelt, bampelt et bas no Rom Prüm-Burb. Et as noch ken Hauderer (Fuhrmann) mat drei H.ən begrowen gen er kommt selten zu Wohlstand Mosfrk. Von Millersch Sai (Schweinen) on H.ə Käch (Köchin), do bleift mer weg Prüm-Ringhuschd. Winnih (wann) os den H. am starksten? Am Karfreidig; dann heft hen user Herrgott mot ener Hand op Prüm-Ihren. Wen os on der Kirch am frechsten? En Flieg; die scheisst dem H. op de Nas Prüm. O H. em Läpp (Hemdzipfel), on de Kauch (Köchin) nakig! Ausruf der Verwunderung Prüm-NHersd. — Et H.ənhaus Pfarrhaus Allg.; Zären (ze Heren); hean as an (in) Z. Bitb, Wittl, Prüm; en H.ə Neuw; an des H.ən Malm. RA.: Et es nach gut gangen, Zärenhaus es met verbrant. Eich on dau on Zärensau, Milersch Beier (Eber) on änt (eins) vun Treier (Trier) on änt vu Metz, dat sen oser sechs (u. a. Var.) Merz-Losh, Mosfrk. — f. Grossvater, u. zwar hE:rχə(n) von Merz, Simm, Goar an über uSaar, Mos, Eif bis Ahr, Westerw [-ę- in Kobl, Aden, Neuw hier u. da; hE:rχ Merz hier u. da, Saarbg; hī:r Ahrw-Sinzig Westum, Neuw-Dattenbg HeimbWeis Notschd; hE:r Aden-Kempenich, Wittl-Spangdahlem; hī:rχə NWWesterw, Sieg, Rheinb-Flamersh Schönau, Dür [das Wort ist völlig veralt.; dafür Grossvatter u. früher Bestevadder (s. d.)]; s. Fräuchen = Grossmutter. RA.: E verspillt noch Herchesgut Trier-Mehring; Herchesstuhl Lehnsessel alter Leute Allg. Ich hätt ger en Äche (Eichen) fir mei Frächen (Grossmutter) o sechs Pennik fir mein H.! Heischelied beim Eierheischen am Ostersonntag Merz. — g. der Vornehme, sozial u. kulturell Höherstehende, für das Volk bes. kennbar durch bessere Kleidung, Nahrung, Geldausgaben u. hochdeutsche Sprechweise, im Gegens. zu kleinen Leuten [im Geb. von H. 1 d fast nur mit Attrib.]; ne feine H.; grusse (decke) H.ə angesehene, reiche H.; wie en H. gekled sen (leven udgl.); den H. markieren; möt de H.ə kalle (sprechen) können sich gut benehmen können; us Dorp hät och H.ə, der Pastur on der Lihrer (u. a. Beamte) Rip, Allg.; H. Ühm reicher Bauer Sieg-ODollend. RA.: Hen es sou stolz wie'n groussen H., un hat blouss en Bedelsack Saarbg-NLeuken. Et es kaən gresser (beser) Schwert, als wann en Beadeler zoum H. wird Merz, Mosfrk; et get scharwer Scher, as aus em Lomp wer en H. Koch-Ernst; et get kein gröwer Dier op Erden as Buren, de to H.ən werden Ess. En Bauer kann nit H. un B. in änem sin; äner van den zwenen (2) muss frecken Saarl-Berus. De Bur mem Plog es of glöcklicher wie ene H. mem Kragen Sieg-Eitorf. Et es ihərder (eher) en Bauer zom H. ze schlahn as wie en H. zom B. Goar-Dommershsn. H.: Bure van et Land sonder Verstand, wat kost de Botter? Bur: H.ə üt de Stadt, leckt mej et Gatt, drij Stüwer! Geld-Schravelen. Wenn de Bauern net arweten, können de H.ən net kachen (kochen) Neuw-GrMaischd (s. weitere Belege bei Bauer). Jonge H.ən, olde Beddelers Emmerich. De H.ə machen alles der Bauer hat nichts zu sagen Goar-Gondershsn. De H.ə fahre met de Pere (Pferden), de Ochse f. met de Ochse Bernk-Bruchw. We sech schammt (blickt blödet) wie en Hond (der nie Zurückhaltung kennt), de left wie en H. Prüm, Schleid; wer frech es wie ... Köln-Stdt; der es staatser (schöner gekleidet) wie der H.ə Hongk (Hund) Aach-Alsd; den hät e Boch (Bauch) wie en ärmen H. er ist sehr mager Saarbg-Greimerath. Hung (Hunde) un H.ə mache kein Dör hinger sich zo Köln, Mörs-Rheinbg. De gruss H.ən hon lang Uhren (Ohren) sie erfahren alles; grote H.ə hant lang Ärme viele Macht u. grossen Einfluss SNfrk; grote H.ən dragen grote Bocksen Geld-Nieukerk; grusse (huh) H.ə lossen op sech warde Sieg, MGladb, Saarbr; grute H.ən hant grute Affären Sol, Aach; die grusse H.ə beissen sich net Kobl-Bend, Prüm-Ihren; grussə H.ən on klen Wonder moss me en Ihre hale Dür-Gürzenich; grosse H.ən es schlech borge; grosse H.ən un schöne Fraue ka mer denen, äver nit traue Köln-Stdt; huəhch H.ə wik (weiche) ut der Weəg; kenne se dech net, da kölle (hintergehen) se dech net Heinsb; bei grosse H.ə ka mer sich wärmen, ävver och verbrenne Köln-Stdt; met de grussen H.ən es net got Kiərschen esse; se schmissen enen met de Sten Rip, Nfrk, Eif. Ne H. von Kölle sen neue Kleider anhaben, bei Kindern Dür. Mer ment, der H.ə stecken em (ihm) em Kreiz er will sich nicht bücken Wend-Remmesw. De well der H. makere on hat ken Bocks, die sing es Rip; de fule H. makiere faulenzen Kobl-Lützel. All wellen se H. spille, keiner der Sack drage Köln-Stdt. Net jeder es geboəre, för H. ze spiele Geilk-Beggend. Dat welle H.ə sen! vornehme Leute, benehmen sich aber nicht so Rip, Allg. Wann mer sich unger de H.ə mengk, dann hät mer kei Pläsier Köln. H.ə Dreck stenk net Schleid-Hellenth. Er hot Mest of de H.ə er ist über etwas zornig Birkf-Idar. Hätt ech, wör on wöll ech, dat sen drei ärme H.ə Rheinb, Verbr. Hopp, h., op den Drapp, morgen es et Sonndag; dann komen de H.ə möt de wite Feəre (Federn); dann komen de Fraue möt de bongkte Maue (Ärmeln); dann kömmt den Ackerschmann, hät si Perdschen eiter (achter) dran; hopp, h., den Berg erop Kref, Nfrk, — dann kummen all de H.ən, menen, wat se wöəren usf. OBerg; so reiden de Bauern met ihren Sackauhren (-uhren); so reiden die Jeffercher met ihren Pandeffelcher; so reiden die Hercher met ihren Zigärcher Trier-Gilzem. All die Hercher solle leve, wann se uns en Offer geve im Heischelied Köln. Es komme drei H.ə aus Sickse-Sackse, wo de kromme Hexe wachse ein Knabensp. Ottw-Neunk. — Höhergestellte redet der Bauer mit H. an (dann meist hę·r. mit Kürze des Vokals; H. Dinges zu einem Unbekannten), bes. seine Beamte; unter sich ist die Anrede mit H. ungebräuchlich; wird ein früherer Dorfgenosse, der in der Stadt zur Stellung gelangt, mit H. angeredet, so erwidert dieser, um seine ideelle Zusammengehörigkeit mit den Leuten seiner Heimat zu kennzeichnen: ech han de H. dehem gelosse; loss den H. weg! Die Anrede H. zu den meist aus der Fremde stammenden Beamten des Dorfes ist so fest, dass H. nicht nur in der Anrede gebraucht wird (Dag, H. Pastur), sondern auch ohne diese, z. B. do küt use H. Pastur; wat hät dir der H. Lihrer gesat? Rip, Allg. — Jongen H. Anrede für unbekannte Jünglinge Allg. — No, ühr H.ə, wie geht et dann (wat mache mer); goden Dag, dir H.ə (ihr H.ə)! gemütliche Anrede an Bekannte, an den Stammtisch. — Ne, mengen leven H., dat git et net! zutraulich, aber auch ironisch abwehrend Rip, Allg. — Mein alder H. Vater, in städischen Schülerkreisen. — No, men H.ən, su en H.ən wie se, men H.ən, dat sen eintlech gar ken H.ən, men H.ən! Prüm-Winterspelt. — 2. übertr. a. Hiərche Stutzer Sieg-ODollend. — b. grosse Libelle, Wasserjungfer, libellula grandis Aach-Stdt. — c. auə (alter) H. alter Schirm ebd.d. do es de H. dren Wurmstich im Obst Jül-Spiel. — e. Härche scherzh. Kothaufen Koch-Poltersd.
20182 Zeichen · 588 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–14. Jh.
    Altnordisch
    herrst. M. (a)

    Köbler An. Wörterbuch

    herr , st. M. (a) nhd. Heer, Menge, Volk ÜG.: lat. exercitus, hostis Hw.: s. herað, herja, hernaðr, hersir; vgl. got. ha…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    herrsw. M.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    herr , sw. M. Vw.: s. hērre

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Hêrr

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Hêrr , des -en, zusammen gezogen Herrn, plur. die -en, so wohl ein jeder, welcher einem andern zu befehlen hat, in B…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Herr

    Goethe-Wörterbuch

    Herr Häufig (u verschieden) abgekürzt (vgl Leitbemerkung D ), vereinzelt Kleinschr (zB T1,118,1 ); Sg-Deklination öfter …

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Herr

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Herr (althochd. hêriro, hêrero, hêrro ), die schon im 9. Jahrh. an Stelle des ältern fro substantivisch gebrauchte Kompa…

  6. modern
    Dialekt
    Herr

    Elsässisches Wb. · +7 Parallelbelege

    Herr [Hêr S.; Hèr Liebsd. Henfli. O. U.; Hær Wh. ; Pl. –ə] m. 1. Herr, Befehlender. Ich bin H. im Hus Z. ‘Dr häär fo d a…

  7. Sprichwörter
    Herr

    Wander (Sprichwörter)

    Herr 1. Ain Herr, der zu lugen lust hat, dess diener seind alle gottloss. – Agricola II, 221. 2. Alle sind Herren, wer i…

  8. Spezial
    Herr

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Herr m. (-n,-en) 1 (vor Namen und Titeln, auch «siur » ) signur (-s) m. 2 (Anrede für ältere Leute: « berba » + Vorname)…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit herr

1.696 Bildungen · 1.170 Erstglied · 519 Zweitglied · 7 Ableitungen

herr‑ als Erstglied (30 von 1.170)

Herrgott

SHW

Herr-gott Band 3, Spalte 335-336

Herrad von Landsberg

Meyers

Herrad von Landsberg , Äbtissin zu Hohenburg im Elsaß, gest. 25. Juli 1195, verfaßte u. d. T. » Hortus deliciarum « (»Garten des Vergnügens«…

herräken

MeckWB

herr·aeken

herräken herrechnen, aufzählen: 'WOerde edder Nahmen herreken' Laur. Schg. 4, 669.

herrämmeln

RhWB

her-rämmeln : Obst, bes. Nüsse mit Knütteln herabwerfen Rip.

Her=raffen

Campe

herr·affen

Her=raffen , v. trs . Herragen , v. ntr . mit haben. Herranken , v. ntr . mit haben u. rec . s. Her . Davon das Herraffen  Die Herraffung 

herragen

DWB

herr·agen

herragen , verb. : ein arm ragt her, der dich ergreifen wird.

Herrand v. Wildonie

DWBQVZ

--- die poetischen erzählungen ... und die kleinen innerösterreichischen minnesinger. hg. v. K. F. Kummer. Wien 1880 . ---

herrangieren

PfWB

herra·n·gieren

her-rangieren schw. : = herrichten 1, heʳranschiere [SOPf (Nachlaß Heeger )]; vgl. rangieren . Bad. II 639 herrangschieren. —

Herrannes

Wander

herra·n·nes

Herrannes Herrannes, der gemeine Pöfel. – Zeytbuch, CVIII b . Soll wahrscheinlich: Herr omnes heissen; ich habe Franck, Zeytbuch, nicht hier…

herrappeln

RhWB

her·rappeln

her-rappeln : α. unter rappelndem Geräusche herabfallen. — β. ein Gebet h., schnell herleiern Mos, Eif, Rip.

herrarium

MLW

herrarium v. aerarius. Pörnbacher

herrasen

DWB

herr·asen

herrasen , verb. : ich sehe in dem fernen norden einen wirbel von dem schneegebirge herfahren, er sauset in diese stille, bläst sie zum wüth…

Her=rasseln

Campe

herr·asseln

△ Her=rasseln , v. ntr . u. intrs . mit sein , rasselnd, mit Gerassel sich nähern, herkommen. Das Herrasseln .

Her=rauchen

Campe

her·rauchen

Her=rauchen , v. ntr . mit haben. Herräuchern , v. trs . Herräumen , v. trs . s. Her. Das Herrauchen  Die Herräucherung, Herräumung .

Herrauffahrtstag

PfWB

herrauffahrt·stag

Herrauffahrts-tag m. : ' der Himmelfahrtstag ', Herruffahʳtsdag (häˈrufāʳdsdāg) [IB-Wolfh HB-Breitft (1930 bei Alten)]. a. 1565: in der woch…

herraupen

MeckWB

her·raupen

herraupen -o- herrufen: Se kamen mi as herropen Bri. 4, 14.

Herrbauer

RhWB

herr·bauer

Herr-bauer hErbūr Klevld, Geld , Mörs m.: grösserer Gutsbesitzer.

herrchen

DWB

herr·chen

herrchen , n. diminutiv von herr, nach verschiedenen seiten der bedeutung I ( sp. 1125—1131) entwickelt. vgl. auch herrlein . 1 1) herrchen,…

Herrchensgut

RhWB

herrchen·s·gut

Herrchens-gut Bitb , Trier n.: kleines Herrengut; G. des Grossvaters, in der RA.: De Jung verseift H.

Herre(n)spǟtler

Idiotikon

Herre(n)spǟtler Band 10, Spalte 598 Herre(n)spǟtler (Nachtr.) 10,598

herre

FWB

1. ›Herrscher, Machthaber, Befehlshaber, Gebieter‹; im allgemeinen Sinne.; 2. als Bezeichnung für den christlichen Gott in seinen drei Natur…

herr als Zweitglied (30 von 519)

Bauherr

RDWB1

Bauherr m застройщик, владелец стройки, владелец строительства

Dienstherr

RDWB1

Dienstherr m сюзерен, патрон

Schirmherr

RDWB1

Schirmherr m (kein Bezug zu "зонтик" oder "ширма") покровитель, патрон, меценат (обычно в области искусства)

Aalherr

DRW

aal·herr

Aalherr aufsichtführender Ratmann über den städtischen Aalfang am Hüxterdamm 1465 Lübecker Kämmerei-Einnahmerolle HansGBl. 1903 S. 63

Abchurherr

Idiotikon

Abchurherr Band 2, Spalte 1534 Abchurherr 2,1534

Abkurherr

DRW

Abkurherr, Abkurungsherr 'die nach der Abkurungordnung Streitigkeiten über das Einkommen des Vorfahren und Nachfolgers auf einer Pfarrpfründ…

Abkurungsherr

Idiotikon

Abkurungsherr Band 2, Spalte 1534 Abkurungsherr 2,1534

Abzugsherr

DRW

abzug·s·herr

Abzugsherr Ratsmitglieder, die mit der Erhebung des Abzugsgeldes von dem auszuführenden Gut beauftragt sind 1692 SchweizId. II 1549 Faksimil…

Achtherr

DRW

acht·herr

Achtherr Mitglied des Achterrates unser hern die achthern die an die stette pflegen zu gehen 1452 Michelsen,Erfurt 24 Faksimile die achthern…

Adelherr

DRW

adel·herr

Adelherr adeliger Herr nune wil ih neheinen erben zuo thir mêre wan then athelherren ther thurh suntâre geboren wart um 1172 PfaffeKonrad V.…

Afterlehnshèrr

Adelung

after·lehnsherr

Der Afterlehnshèrr , des -en, plur. die -en, derjenige, der ein empfangenes Lehen weiter verleihet, im Gegensatze des Oberlehnsherren; Domin…

Afterschirmhèrr

Adelung

afterschirm·herr

Der Afterschirmhèrr , des -en, plur. die -en, ein solcher untergeordneter Schirmherr, besonders geistlicher Güter; Afterschutzherr, Aftervog…

ahnherr

DWB

ahn·herr

ahnherr , m. avus. Rihel Liv. 7 ; anghheirre weisth. 2, 713. 715; dasz die tichtern oder enkeln ihren gestorbenen anherren oder anfrauen mit…

Akziseherr

DRW

akzise·herr

Akziseherr Ratsherr über das Akzisewesen 1584 Riga/Stieda-Mettig 85 Faksimile 1695 HambBrauO. 4 Beukemann,HambMäklerR. 439

alleinherr

DWB

allein·herr

alleinherr , m. monarch. so schon in dem verzeichnus fremder gebräuchlicher und in teutsche sprach eingeschlichener üblicher wörter, wie sel…

Allmendherr

DRW

Allmendherr Aufseher auf der Allmende 1604 Schmoller,StraßbTucherZft. 235 Faksimile

Almosenherr

DRW

almosen·herr

Almosenherr (städtischer) Almosenverteiler, Armenpfleger almeßher 1614 SiebbMunC. 85 Faksimile ob statt vier weisen- und allmosenherren jetz…

Alpherr

DRW

alp·herr

Alpherr I wie Alpmeister 1788 ÖW. VI 363 Faksimile Unger,SteirWsch. 16 Faksimile II Alpaufseher? 17. Jh. Tirol/ÖW. II 31 Faksimile

Altarherr

DRW

altar·herr

Altarherr Priester eines Altars vgl. Altardiener, Altarist, Altärler, Altarleute, Altarmann, Altarpriester 16. Jh. Jelinek 13 um 1800 Schill…

altherr

DWB

alt·herr

altherr , m. in Nördlingen name der rathsherrn. mhd. altherre, alter hochangesehner mann, selbst von gott gebraucht.

Amtsherr

DRW

amts·herr

Amtsherr allgemein: der Inhaber eines Amtes, im besonderen: vgl. veramtherren I Vorgesetzter daz die undirdane amptlude von irin obirstin am…

Angelherr

DRW

angel·herr

Angelherr Aufseher der Ratsfischereien 1460 MittAnhalt 10 (1907) 387

Anhêrr

Adelung

Der Anhêrr , S. Adelung Ahnherr .

Ableitungen von herr (7 von 7)

beherren

DWB

beherren , domino subdere, beherret, domino subditus: wo du mich, wie ich dich in meinem gewissen, da ich allein im himmel beherret bin ( nu…

gehêrren

Lexer

ge-hêrren swv. mit einem herrn versehen Mel. 6634 ; gehêrret part. s. hêrren;

herre

DWB

herre , f. herrschaft. in Schwaben: in der herre haben, unter seiner botmäszigkeit haben. Schmid 274 .

unherrlich

DWB

unherrlich , adj. adv. , gth. v. herrlich 10. mhd. unhêrlîche: Xylander Plut. 342 a . veraltet. —

urherr

DWB

urherr ( Adam ) Jean Paul 19, 133 H.; Baggesen 4, 71 . (ur- C 4 b, c). —

urherrlich

DWB

urherrlich (ur- C 4 a) H. Stieglitz selbstbiographie 142 ; A. Schebest leben 116 . —

verherren

DWB

verherren , verb. einen herren einsetzen, reflexiv, sich verherren, sich einem herren unterwerfen: und sich auch da binnen inn keine wegk zu…