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Ei

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Ei

Bd. 2, Sp. 27
Ei Rhfrk n. des Soon u. westl. Simm-Gemünden Gehlw Schlierschd ai; östl. u. südl. davon mit Dehnung, u. zwar westl. Kreuzn-Monzing Langenth āi; Kreuzn-Pferdsf Weiler Ei; dann östl. davon ēi bis einschl. Kreuzn-Münchwald Spall Allenf, ausschl. Bockenau OStreit (Sobernh āi); östl. davon i; dann wieder im Saargebiet Ei, āi [Saarl-Diefflen ę·i.]; Mosfrk āi; doch Merz, Saarbg, STrier, WBitb u. innerh. May-Boos. Aden-Kempenich, Ahrw-Waldrf, Neuw-Ariend Hönning Burgbrohl, May-Nickenich Kürrenbg Bermel E; Rip, SNfrk [westl Geilk-Stahe Birgden Schierwaldenr Sg eə, westl. Heinsb-Laffeld Aphv Kempen ęə], Berg ęi; Klevld ai; Pl -ər [vielfach mit Gleitlaut ęijər; Klevld aiər, aber Dinsl aiər]; Demin. -χə(n), –kə; doch NWWesterw bis Sieg-Ägid ęχə n.: 1. wie nhd. a. das Hühnerei. Teile des E. Et Wisse (Weisst) vam E.; et Gele vam E. (Dodder); das E.Häutchen die Fläm, et Lis-che; die E.schale de Schal (mit Ablaut), Hal, Kock, Schöt, Schürsch; die ganz leere E.schale der Dopp; das spitze Ende des E. Kopp, Kipp, Küpp, Kuppen, Krone, Tipp, Titsch, Spetz, et spetze End (den sp.ə Tomp) van et E.; das stumpfe Ende Arsch, Boll, Dutz, Futt, Hehlt, Hif, Hümm, Pu, Puff, Setz, Stuck, Stump, et stompe End (den st.ən Tomp) van et E., et stuppe End, de warme Sit (Seite); die Längsseite Huddel, Quuddel, Roddel, Rundherum, Schadder, Scharmattel; Windei Wend-, Fell-, Flam-, Häutches-, Flies-, Lengsen-, Schales-, Scholchesei (s. d. W.) — RA.: E. u. Huhn. Jed klen E. get dem Hohn en Dagsres (Tagreise) grad esu got wie et decke Sieg-Bellinghsn. Dat E. wellt kloker sen wie et H. Bergh-Hüchelhv, Mörs, Ruhr. E löf dem E. no on lit et H. flege sinnlose Wirtschaft Malm. Monsch. Schleid; den gripp et E. on löt de Henn fliegen Mörs; de zänk sech öm et E. un lit et H. laufe Köln. E git en E. für eng H. Aach-Merkst. Besser hück (heute) en E. als morgen en H. Köln. E klaf em H. e E. us em Arsch, wat e sebbe Johr noch net rif es MüEif; de bobbelt em H. e E. drei Dag ze fröh erus so süss schwätzt er Rheinb-Lüftelbg; den kann ow et E. üt de Kont froge Emmerich. De kann enem alles vam H. gonnen, äver nemmen net et E. Prüm-Ihren. De E.ər sönd düər, de H.ər gont bärves Eup, Rip. — E. u. Hahn. De Hahn legt kromm E.ər Rip, Allg., — E.ər met kromm Höck Rees. Wel der H. kein E.ər well lege, doröm deiht et et Hohn Köln. Dem seine H. legt E.ər er ist ein Aufschneider MüMaif. De möt legge (leiden), dat sengen H. E.ər leden (legte) Bergh-Hüchelhv. Wenn ose H. E.ər leggt, dann kriege wer e Peərd Heinsb-Myhl; wenn der H. e E. let, sallst du et Küchelche han Dür. Von wege der Hühner, dat de Hahn kein E.ər let Köln. Gedold, sät de H., on woll en E. lege MGladb. Wer et E. vam H. sit, moss sterve Dür-Nideggen. — E. u. Küken. Ongewesste (ungewisse) E.ər geve o. Küche Jül-Tetz. Ens sind et E.ər on ens Küke faule Ausrede Nfrk, Köln; wat sall et noch geve, E.ər of Kükes? Geld-Leuth. Quälges (Quälgeist), du häs bald E.ər, bald K.əs bei Kindern, die bald dies, bald jenes wollen Kemp SPeter. Dau bischt jo erscht aus dem E. gekroch ein Grünschnabel Rhfrk, Allg.; he es jo noch komm us dem E. Gummb-Nümbrecht; de kann net us de E.ər komme der Faulpelz Dür-Birkesd. — Das Huhn legt E. Woröm legen de H ər de E.ər? Om dat se se nit falle lote könne Geld-Kevelaer; wenn dat H. de E.ər net legen däht, dann zerbröche se Sieg-Hove. Et as all got un sching, awer H.ər leien E.ər es gilt nicht nur Worte, sondern auch Taten Bitb-Dahlem. Et H.ərkackeln bat nit, se motten E.ər legen NBerg; et hät sich wahl gekockelt, äwer de H.ər mosse de E.ər lege Dür; do nötz kein Kackele, do hesch et E.ər lege Neuw-Unkel; de H.ər, de am mihtste kackele, lege nit immer de beste E.ər Köln, — legen de E.ər net Mos. Verbr; H.ər, de vell kackele, leien wennig E.ər Sieg-Sieglar; die Hinkel, wo's grösst Gekräsch (Gekreische) machen, lege die wenigste E.ər Wend. Al (alte) H.ər kockele gern, se lege ken E.ər Eusk, May. We E.ər han well, mott et kackele liden Nfrk. Kackel mar, de Henne mott de E.ər legen! Geld-Walbeck. Et gackert (duddert lo erom) wie en H., wat en E. gelegt hot Trier. Dat es en H., wat noch gackert, awer kan E.ər mih legt ein verliebtes, altes Mädchen, das später keine Kinder bekommen kann ebd. Kockele, k., kack, de Hond, de hat en E. gelat Kinderspr. Monsch-Witzerath. Das Gackern wird gedeutet: t'as net viel, t'as net viel, t'as awer en E. Bitb; gacketegack, es dat E. gelagt Kobl-Rübenach. Jung H.ər legen de E.ər, al Köh geven de Melch Rip, Allg. De löf eröm wie en H., dat seng E. net lege kann Rip, Allg.; de gackst wie en H., dat en E. quer stechen hot Wittl-Bausend. E micht (Augen) wie en H., dat E.ər let Saar, May. We de H.ər hät, für E.ər ze lege, on de Mäd (Magd), ze spenne, de küt net weck (weit) Dür-Golzh. De wis (weisen) Hennen verstoppen ör E.ər et ersch Mörs; dat wise H. leggt ok noch en E. in de Nettelen un verbrennt sich den Hinnersten Ess, Verbr.; e klok H. let och alt ens en E. en de Bröhnessele Rip; auch de hat de E.ər en de Nettele gelag Ruhr; en alt (gesched, klok) H. leg och alt ens en E. never et Nös Rip, Allg.; lus (kluge) H.ər verlegen och alt ens de E.ər Köln; e lous H. legt net alle E.ər en e Neis Aach. Mer han et gehot (gehütet), as we mer en H. het, dat et E. welt fortdrohn Wittl-Binsf. Schwarze H.ər legen de deckste E.ər Köln. Haut ze Dag sin de E.ər gescheider as de Hinkel, die se gelagt hon Simm-Laub. Dem sei H. leə zweimol de Dag E.ər un gen noch die Kaffeemilch ebd. Kömmer (sorg dech) net öm ongelegte E.ər! Allg.; sorg net för ongelegte E.ər; dat git ongewösse Küche! Sieg-NDollend, Köln, Düss-Erkr. Dem iənen legen ok de Hasen E.ər, dem angere net emol de H.ər NBerg. Ech wönsch, ech wör en H., dann leg ech morgens en E. on wör nommedags frei! Sieg-Thomasbg, Verbr. — E.ər lege eine Tur beim Schnappsteinsp. Verbr. Es et E. gelagt? Ruf beim Verstecksp. Kobl-Rübenach. — Minnetwege lott de Katte E.ər legge on de H.ər Müs fange! Mörs-Veen. — E E. mecht gross Geschrei wenn ein H. sein E. beim Nachbar legt, so gibt es Zank und Streit Mos. De hät de Verstangk (de Gedanke), wo de H.ər de E.ər (han) Jül-Linnich, Bo-Wesseling. — Bei einigen dieser RA. Subj. auch ein Mensch, z. B. de left erum, mer ment, er hätt e E. im Arsch Hunsr, Allg., — wie wonn er e E. hinne stecke hätt Saarbr. Deə hot en E. miəh e jen Fott bildet sich etwas ein Aach. E kann weder gaksen noch E.ər leən taugt zu nichts Trier-Mehring. Den hot och seng best E.ər gelocht ist über die besten Jahre hinaus Bitb, Prüm, Malm. Er ment, er här e dick E. gelet er hätte etwas Grosses getan May-Monreal. Et es mer, ich kennt en E. len ich bin guter Laune Merz-Zwalb. Nen Dag so schön, öm E.ər te legge Kref. De hät en E. on wess net, war en et lege sall damit warnt man die Gesellschaft vor einem, der übel gelaunt ist Schleid-Reifferschd, Saarbr, Kobl-Kaltenengers. Dau häscht dein E. fir haut gelöt du hast einen dummen Streich gemacht Merz-Schweml. He well sek en E. bi em em Korf leien sich einschmeicheln, sich durch Geschenke einen günstig stimmen Elbf, — en et Nest Wippf, Ess, — en et Korn Grevbr-Wevelinghv, — en et Körfche ebd. Du häs got kackele, wann ande Lück (Leute) de E ər lege! zu dem, der mit anderer Leute Arbeit prahlt MülhRh. — Das E. u. seine Verwendung. En E. verderbt iwerall neist ein E. hebt den Wert der Speisen Simm. Dat ös esu gefährlich wie dat E.ər schiəlen Altk-NFischb. Met dech höbb ek noch en Eiken de schällen Mörs, Allg. Dem moss mer ken weche E.ər schälle mit ihm nicht zart umgehen; streng Rip. De schellt drei Dag an enem E. Prüm; mer kann den ganzen Dag an em E. schiəlen Merz, Bitb, Bernk, — dann es et ält nach nommen en E. Prüm-Mürlenb, Daun-Tettschd, Trier. Der moss äver weche E.ər schälle sich bei der Arbeit sehr in acht nehmen; sich im Umgang mit einer höheren Person gut benehmen Aden-Liers. Mer ment, se wäre aus enem E. gepellt sie gleichen sich Birkf. Alles proper wie us dem E. geschällt Köln. Dat kouch sich wie en E., z. B. altes Fleisch, wie länger wie härter Sieg-ODollend. Dat E. is gelert; mer kann et (das Zugtier) anspanne wenn die Dressur zu Ende ist Simm-Laub. Ne Dronk op de Schlat schad dem Dokter en Dukat, ne Dr. op en E. notz em zwei Dür Winden; en E. of de Salat spart dem Dokter en Dukat, on en Glas Wein dabei spart em irer zwei Trier-Ehrang. Zwei E.ər en de Pann schlage backen Allg. E.ər en et Döppen, Speck en de Pann un Botter en de P., dat es gut för den Ackerschmann Waldbr-Eckenhg. Ein E. un ein Pannekouken sein gut Freund zusammen sein Ess. Öm en E. blift den Kuk nit ongebacken eines einzelnen wegen gibt man seinen Plan nicht auf Nfrk; me mutt üm en E. keinen Pannekuke verderwen MülhRuhr, Sol. Ek halt mehr van Olikrabbe (in Öl gebackene Mehlkuchen) as van Mettworst met E.ər in de Pann ich ziehe den Karfreitag der Fastnacht vor; das Ende der strengen Fastenzeit ist mir lieber als die bevorstehende Rees. E.ər on Speck, dat es mi Leəve; Salz on Bruət es minge Duət Aach-Warden. We ken Sp. on E.ər mag. den drif seng Säu no Hemmerschbach so läuten die Glocken von Hemmersb. Was haben wir gekocht? Antw.: Sp. un E.ər un gar ke Flesch MülhRh-Holweide. Dau hos e Gescheck we e Fresch (Frosch) zom E.ər bachen Trier-Thomm. Back mech ens en E., wenn ek dot bön! abschläg. Antw. Mörs-Neuk; gebackene E.ər! Wend-Pfeffelb, Simm-Unzenbg, Bitb-Ehlenz. E.ər backe einen Stein über eine Wasserfläche hüpfen lassen Saarbr-Luisenth Rockershsn Burb. Em de E.ər backe das Gesäss verhauen; du krischt de E.ər gebackt Wend, Saarbr, Saarl, Merz, Saarbg. — Eigenschaft des E. En rüh (s. d. W.) E. Allg., auch en grön E. im Gegensatz zum (hart, weich) gekochte E. Waldbr-Holpe, Düss-Kaiserswerth. De muss mer anpacke (behandeln), wie e reh E. Hunsr, Allg.; den well opgepasst sin as en roh E. Mörs-Xanten; met einem ömgonn äs mem ruhen E. Sol; he wahrt sech wie en ruh E. Sol; e Kranke muss sech on Acht hole wie e rəih E. Prüm-Ihren. Schnudelig E. halbgar gekocht Trier. En ofgeblose E. Windei Boppard. En brihzig (brühzig) E. bebrütet Mosfrk; en beworve E. LRip; en besete (besessen) E. Nfrk. Dat sind ful E.ər on garsche Botter! nichtssagende Entschuldigungen Geld-Leuth. Mosste wedde di f. E. drenschlohn (drenkloppe)! zu jmd., der unaufgefordert in einer Sache mitredet Dür-Geich, Aden-Liers; e muss üverall si f. E. drenmenge Köln; loss di f. E. drus! kümmere dich nicht drum Schleid-Hellenth. Ei f. E. verdirjt den ganze Brei Sol, Allg. Op f.ə Eier bröjen (brüten) faulenzen Rees. Me fong (fand) em op f. E.ər auf Unredlichkeit Heinsb. Op den werfe se f. E.ər sie verleumden ihn, schimpfen auf ihn Sieg-Ägid. Do mott me met ömgohn wie met en f. E. Mörs. En f. E. enhan verdorbenen Magen mit übelriechendem Aufstossen MüEif, Gummb. — F. E. ein Kindersp. α. Sausp., wobei das f. E. die Sau darstellt Ottw-Wiebelsk — β. Kinder stellen sich in einen Kreis u. schauen zu Boden; ein K. läuft um den Kreis herum u. lässt hinter einem K. einen Stein, das f. E., fallen; wird er von dem Betreffenden bemerkt, so muss dieser einmal herumlaufen u. verliert seinen Platz Bitb-Niedersgegen, Aach. — γ. ähnl. wie ‘Fuchs im Loch’ Birkf-Oberst. Koch-Moselkern. — δ. jedes Kind steht in einem auf den Boden gezeichneten eirunden Kreise; ein Kind geht mit dem Malstift herum; in wessen ‘Ei’ dieser Stift gelegt wird, der muss dem Hinleger nachlaufen; wer zuerst das ‘Ei’ erreicht, ist gesichert (ähnl. dem Plumpsacksp.) Dür-Birkesd. — Dat es en dick E. grosse Freundschaft NBerg; dat E. is te d., et barst host Klev; all ze d.ə E.ər barschte Sieg; dat d. E. brecht och naues Waldbr-Wildbg; do ös en d. E. gebarscht Westerw, uWupp; wenn dat d.ə E. mol kabott geht, dann stenkt et von der Freundschaft Neuw-Datzeroth. Drei E.ər ene Stüve, we de Borefott esu d. Köln. En E. üs en E., sag dem Paschtoar, du nohm he et dickste MülhRuhr. E.ər wie welsche Nöss klein Schleid-Hellenth. Morge fröh, dann kacke de Köh, dann kris du e wärm Eiche Dür. — Ausgeblosen E. leere E.schale, die nur oben eine schmale Öffnung hat; aneinandergereiht, werden Girlanden damit gefertigt; auch Ketten von a. E. schmücken den Kirmesbaum. De Kerl is noch ausgeblose E. wert Simm-Laub. Eine arme Braut hott hondert utgeblose E.ər MGladb-Giesenk. Für dat Geld hätte sech nötzer zerbrouche E.ər gelde solle Sieg-ODollend. — In Vergleichen. Den os esu voll wie en E. der Betrunkene Trier, Daun, Prüm, Eusk-Commern, Monsch, Schleid, Aach; de Kerch wor esu voll gewest wie en E. Eup. Ech bön satt wie e Eche Aden-Barw. Se gleichen (arden) sich wie en E. dem annern Mosfrk, Allg. Su kröddelig (gereizt) wie en E. Dür. Sich verwahre (en Ach nemmen) wie en E. Schleid, Dür. E Bützche (Kuss) ohne Bart es wie en E. ohne Salz Rip, Nfrk. Kappessen (Kohl) in de Mai (gepflanzt) werden Denger as en E. Mörs, Kemp. Geld; Kappes em Mai göt nen Kopp wie en E. Sol. De geht wie op E.ər trippelt, sehr vorsichtig, unnatürlich Rip, Allg.; he geht, as wenn he op E.ər geht Mörs-Xanten, — as of hej E.ər onder de Füt hat Klev-Donsbrüggen. Mörs-Vluyn; de hat E.ər en der Bocks Kobl; de hät E ər en de Botz gelet einen tüchtigen Hinterteil in der Hose Eusk. — Sonstige RA.: En Ei hät seve (sieben) Kuraje es ist sehr nahrhaft Kemp. En E. es en E.! Abwehr gegen allzu grosses Lob anderer E. Allg. En E. es en E., sät dem Bur (Pap, Köster, Eilespiegel), mar he grep no et Gosei (Gansei) Geld-Leuth, Kemp, Mörs. Dem sei E.ər hon all zwen Dore der ist auf seine Habe sehr eingebildet Hunsr, Allg. Mädcher on E.ər muss mer nit lang verwahre Köln. Mer muss nit met E.ər no Mösche werfe ebd. Hei kos de E.ər nit wärm halden von einem bankerotten Bauer Mörs-Neuk. Dou wells et so pront häbbe wie drei E.ər op en Schölleke Geld-Walbeck. De ett (isst) och ene halve Dag an en E. ist faul Heinsb. Wenn der Bur en E. ess, dann es he krank Jül-Langend. Do es et got E.ər esse wo es schmutzig ist Sieg. Van kluk sin E.ər gegeten höbben wer sehr klug sein will Mörs. Et es beter en E. in de Hand as en Huhn op et Dack Rees; besser en E. en Frieden als en Oss (Ochse) em Krieg Mos. Geht me (de Frau) bes an de Dür (Fuhrweg), es en E. fort, geht mer bes dröve, send ere zwei fort Schleid-Wollenbg, Neuss-Rosellen. En grot Gedrüss, en E. op en Krüjkar viel Lärm um nichts Klev; en grot Behei on en E. op de Kar Mörs. Liewer den Dojer (Dotter) in de Hand as en E. op de Krüjkar Klev. Wenn eich en E. für dat Rad geloəgt hätt, wär ech net wegder (weiter) kunn sagt der Fuhrmann, wenn er zu schwer geladen hatte u. kaum weiter kann Prüm-Burb. Se sen e Kick (Keid, Korn) on e E. sehr freund Düss, — en E. on en Dei Barm. Dat E. blatzt och emol die Freundschaft hat auch einmal ein Ende Kobl-Bend; as dat E. breckt, dann stenkt et von einer zu intimen Freundschaft Emmerich. De tret ken E. of dem Weg kabot geht zimperlich Trier-Reinsf. Mach numme ke E.! Winkelzüge May-Kottenh. Die mossen iərsch noch e Viərdel E.ər no Rom schecke Dispens einholen zum Heiraten Eusk. Wat för en Appel on E. verkopen (schnappen, kriegen) Nfrk. Wenn en Wann (Getreidewanne) en Korf wär, genge mer E.ər hasche (heischen) May-Trimbs; wemme E.ər wannt, geven et leddige Kogge (Schale. Döpp) zu dem, der immer ‘wenn’ gebraucht Bergh, Jül. Besser en half E. as wie en leddig Schal (Dopp, Pott) Eif, Rip, Berg. Den meckt van E.ər Döpp er verschwendet alles Klev. Der Dumme isst de Schal on schmeiss et E. fort May-Kehrig. — Em Ousteren muss mer en E. on't Koren verberge konnen on em Pengsten e Flad (flachen Kuchen) Prüm-Ihren. St. Valentinus-E.ər sen ömesös ze düər Bo-Dransd. — Das E. im Rätsel. Et is e Fäss-che wuhl gebunn, et is se Lebdag noch ke Ref drim kumm Nahe; et es en Fäss-chen wohl gebonnen; et es kenes Bennersch (Binders) Hand dran kommen, on doch dränken Herren on Ferschten draus Neuw-Harschb; et kömmp e Fätsche ut Holland gerannt, hat kene Rep (Reifen) on och ke Band MGladb; op gön Sit van der Rhin lick (liegt) e Fätsche möt Win, hat ken Eke (Eichen), hat ken Speke (Speichen), hat kene Tapp (Zapfen) on hat ke Gat (Loch) on ös doch ömmer van bönne nat (nass) ebd. Tischig (zwischen) zwen Berg stehr en gel Blum; wer die g. Bl. will breche, muss die zwen Berg verbreche Nahe, Bernk-Stipshsn; an der weissen Bach steht en g. Bl.; wer die g. Bl. well hon, mouss de ganz weiss Bach verschlohn Bernk-Burgen; en em wette Dom lick en g. Bl.; we die g. Bl. wellt han, mott de ganze Dom zerschloəhn MGladb. Tüschen Potsdam un Berlin let (liegt) ne goldene Uhr begrawen; wen de g. U. well höbben, de mott Potsdam un Berlin terschlohn Mörs-Reyen. Wet (weiss) on gel inwendig; wat herüt kömmt, es lebendig Rees-Hamminkeln. En Hüs voll Eten (Essen) on de Dör vergeten Rees-Hamminkeln. Henner meim alde Vadderschhaus steht e alt Haus, kommt e Fra on tonkt's mem Brot aus Bernk-Sulzb. Met groəssem Gekresche wurd ech gebure; als ech gebure wor, wiss (wuchs) ech net mih; do verless mech mei Mudder, un mei Vadder lef annern Weiwern no; kle sein ech, awer deitlech, zwei Buchstabe es mein ganzer Name Siegen. Ut dem Arsch en de Pann Sol. Ek mag Gekotz (Honig) on Gedreten (Ei) Mörs; Gekotz (Honig), Gedrete (Ei) un en Arschgewisch (Kuhzunge), dat kann me sette up en Herrendiss (-tisch) Meiderich. Ik schmit wat Wittes op den Dak, un et kümmp gel wir heraf; wat üs dat? MülhRuhr, Allg. Ich klopp an e wiss Kapellche, da könnt erus e geəl Männche Aach; ich kloppet ens an e wiss Dürche; du koəm e geəl Männche opdonn Aach-Warden; ech kloppt ens an e wiss Kapellchen; do kom e gell Pastürchen erus; wat es dat? Sülzt; ech koəm an e wett Klösterke; du koəm mech e geəl Päterke opduəhn Heinsb-Aphv; ech kloppet an e wett Klösterke; do mak mech e geəl Pastürke de Dür op Erk-Üvekoven. Hart un weich in em Dippe gekocht, war is dat? E. u. Kartoffeln Simm. Höppelche, Pöppelche op der Bank (Trapp), H., P. onge der B , et es kene Schmed en Brombach, de H., P. schmedde (lappe) kann Sülzt; Hoppelepopp op der B., H. onger der B., es ken Mann em ganzen Land, de dat Dengen machen kann Waldbr-Holpe. Dicke, (Icke), D., Dellke loəg op de B.; Dicke, D., Dellke feil von de B.; et ös kene Dokter em ganze Langk (Engelland. Brobant), de Dicke, D., Dellke hele kann MGladb, Verbr. [die Reimworte variieren: Hippke, Häppke MGladb; Höppelche, Pöppelche Jül-Selgersd; Hübbelke, Tübbelke Viersen; Hömpelke, Pömpelke Geld-Kevelaer; Höppelepöpp Aach; Hümmelche, Tümmelche Gummb; Maroll, Maroll Geld-Kevelaer; Äppelche, Bäppelche Verbr.]. Wievöll E.ər kann ne stärke Mann nöttere (nüchtern) eisse? (eins) Aach, Verbr.; — koss Goliath nöüter eəte? MGladb. Wem es dat E., wo e franzesiger Hahn of deitsche Borem let? De let känt Bernk-Allenb. Wie werd dat weisse E., wenn et in't schwarze Meer fällt? nass Bernk-Cleinich. De schwarz Kluck setzt op ruden E.ərn Kessel über dem Feuer Trier-Gilzem. — Im Kinderld. Eia, popeia, kouch dem Kengkchen en Eiche; kouch em en of kouch em zwei; no de Posche könnt der Mai, öm der Mai, da könnt et Lauf, dat dat Kengkche net en daugt Aach. Heijo, bubeche, et Höhnche legt en Eche; et woss net, war et lege soll, do legt et e Backes Garde; do sot (sagte) et, ech soll et net son; do sot ech et, do schlog et mech, do kresch ech, do gof et mir e Weckbottersch, do schweg ech usf. Prüm-Stadtkyll. Nüna, heijo, back dem Kengkche en Eiche, dohn em och jet Zückerche dren, krit dat K. ne gode Senn Dür. Heia, bombeichen, back dem Kind en Eichen, tu em e biss-che Butter drin, dann isst die Mutter mit dem Kinn Merz-Nunk Büschf. Druleridam, dr., druleridameiche, back meim Kind, b. m. K. en Eiche Simm-Laub. Hocke, h., eiche, Hihnche legt dir e Eiche beim Gehenlernen Bernk-Wehlen. Gagga, g., gaichen, Hihnchen lei mer en Eichen! wenn ein Huhn gackert, singen dies die Kinder Trier-Mehring Bum, bam, beier, de Köster mach gen E.ər. Wat mag hei dann? Speck en de Pann. Ba, wat en leckeren Köstersmann! Ruhr-Hünxe, Verbr. Dubbe, d., dann, E.ər en de Pann, Flesch op der Deisch on Botter bei der Feisch! Dür. Meier, häs de Botz voll E.ər, setz dich op ne platte Sten, gohn de E.ər all vanen! Schleid-Hellenth. Drüttsche (Gertrud), Dr., stür dech an nicks, du krisch ne Mann, de koəst dech nicks; du krisch de Schuhn met E.ər gewichst! Heinsb-Erpen. Bim, bam, beier, Körf voll E.ər, Hus voll Kender, Stall voll Render, Hof voll Peərd, den Bur hitt (heisst) Gärd, de Frau hitt Drüttsche, die back en lecker, l. Stüttsche Mörs-Pelden. Männke geng no Tiəvere, wat deng (tat) et do? Eiərkes gele (kaufen). Wat deng et met de E.? Kökskes bocke. Wat deng et met de K.? Kengerkes foəre (füttern). Wat deng et met de K.? Huhch hemmele peija! damit wird das Kind in die Höhe geworfen Heinsb-Erpen. Nemm dech en Eit (Acht), Kappes Kneit hät dis Neit e E. geleit Grevbr-Hochneuk. Op der Hof, do lick e E.; we et iərsch sprech of lach, de moss et sei Abzählr. Aach-Warden. — Brauch. Bis vor dem Kriege zogen Pfingsten die Burschen, über 18 Jahre alt. vor die Häuser, um E.ər opzeheve Rip; je nachdem die Mädchen dann die E. gaben, galten zwei als en Schand, drei als en Erkenntlichket, vier als en Stoot (Staat), fönf als en Freierat, sechs als en Heirat MüEif; im OBerg unter Absingen des Pfingstliedes: Mer stonn he all op ührem Sten, Feierrosen, Blümelein; he kommen jet Nobbeschjongen beien, F., Bl., wacker ist das Mägdelein; get us och en Pengsei, F., Bl., schlommert (schlagen wir es) en der Pann entzwei usf. (15 Strophen); in Daun-Katzwinkel am Abend vor Pfingsten bei den Dorfmädchen singend: Jetzt kommen wir gegangen, die E.ər zu empfangen, heisa, Liebchen, hei, so singen uns die Vögelein! die E. werden vorsichtig aufgeschlagen, u. die Schalen zieren den Pfingstbaum. Herzallerliebste Frau, lot de Mad (Magd) opstohn, mer hant noch weit ze wandere, mer han noch weit ze gohn; göt ongs vierzehn E.ər on domöt lot ongs gohn; göt er ongs de E.ər net, dat sa mer üch fürwahr, goh mer üch en der Garde, zertrödden üch Öllech (Zwiebel) en Schlat en dont üch gruəsse Schad! Monsch-Vossenack; in Bitb gehen die Mädchen im Schaltjahr zu den Jungen die E. aufheben. — Zu Fastnacht. Möhn, geft mech en E. of zwei; zwei sullt ir geəve, lang sullt ir leəve, hongert Johr on ene Dag; ir wesst jo, dat ech E.ər mag Grevbr-Otzenr, MGladb-Holt Odenk, Erk-Keyenbg, — je miəh, dat ehr E.ər get, je länger sollt er leəve MGladb-Liedbg, — on wenn der net en der Himmel kommt, don kommt er doch derneəve Heinsb-Kirchhv. Hubbeldubbel en E., en E. ös gen E., twie E ər ös en E., drei E.er ös e Goəsei (Gans-), vier E.ər ös e Poschei, hubbeldidubbel, dubbeldubbel Kemp-Lobberich. Herchen un e Frächen (Grossvater u. Grossmutter), mer söngen em en Eiche, ent sollt ehr gewen, lang sollt ehr lewen usf. Saarbg-Schoden. — In Wend, Simm zogen die Burschen vor der Musterung im Dorf umher u. sammelten Eier; die Mädchen erhielten dafür Zuckersteine. — In den Tagen vor Ostern oder Ostermorgen sammeln die Klapperjungen u. die Messdiener ihre E. ein, singend: He kumme de Jonge, die geklappert han, die hädden och geərn en Osterei, E. of zwei, E. of drei un ene düchtege Weck dobei! Köln-KlKönigsd. E.ər eraus, de Dof (Taufwasser, das sie überbringen) an (in) et Haus, Speck eraus, oder mer schecken ich der Wolf an et Haus! Bitb-Speicher, — oder de Wiesen (Wiesel) an't H.! Bitb-Ehlenz. De Raspelejongen kommen en't Haus, en half Dotzend E.ər eraus! Trier-Pelling u. so Hunsr, Eif, LRip; dabei gilt en E., ken E.; zwe E.ər, Spotteier; drei E.ər, Ustereier Bitb-NWeis. — Mancherorts besteht noch die Naturalleistung für Pfarrer u. Küster in der Darbietung der sog. Beichteier (s. d.); daher die RA.: En E. es en E., säj de Köster, du nohm hen en Gansei Geld; doə sall ech E.ər für büərə (aufheben)! ich werde mich hüten, das zu tun Heinsb-Lümb. — Die wichtigste Rolle spielt das gefärbte Usterei (Poschei), wobei noch hier u. da natürliche Färbung mit Zwiebelschalen udgl. geübt wird [mei Mudder färbt die E.ər; mei Babbe, der let se in's Gras; do menne die dumme Kinner, es wär der Oschterhas Ottw-Neunk, Zell-Trarb; im übrigen ist die Sitte des Osterhasen erst ganz neueren Datums]; man beschenkt sich gegenseitig mit diesen E.; bes. die Kinder erhalten von ihren Paten die herkömmlichen Ostereier; mit diesen übt man mit Leidenschaft die Sitte des sog. Kippens (auch dippschen, ditzen, dutzen, kippchen, kitschen, kitzen, klotschen, knicken, knippen, knitschen, knitzen, kuben, picken, pitschen, schlippen, stutzen, ticken, tippen, tippsen, titschen, tuckeln, tucken, tuppen genannt (s. d. W.)), d. h. man schlägt Spitze auf Spitze, stumpfes Ende auf stumpfes Ende, ja hier u. da auch Seite auf Seite (huddeln, quuddele, roddele, schuftches keppen, schaddern, scharmatteln, schuppen (s. d. W.)); es herrschen bei der Kepp (Versammlung der Jugend zum K.) bestimmte Regeln: Spetz nur auf Sp., Puh (stumpfes Ende) nur auf P.; wessen E. am ersten zerschlagen war, der hatte verloren u. musste es abgeben; wenn einer de Spetz, der andere de Puh zerschlagen hatte, dann war die Partie verdorben u. resultatlos, die hon verdorwene gemach May-Hatzenport; aber auch hiermit versuchte man noch weiter zu k.; we hät noch en Spetz? noch en Arsch? noch en Huddel? solche Rufe hörte man Sieg-Rhönd; wer deht met mer stömpe? arschen? (s. d. W.); dann der Handel mit diesen gekippten E.: Hei, zwei E.ər vor en ganz E.; die kabottenen sen och deier (teuer), un et es egal, se were jo doch gess emal! Simm-Mörz. — En E. opsette (zu Ostern), auf das mit Dötz auf ca. 10 Schritte Entfernung geworfen wurde Düss-NCassel. — Berühmt ist die Eierlage zu Ostern in Prüm-Schönecken. — Dat Eier-scheiwele zu Ostern; die Kinder lassen auf einer Bitz oder an einem Rech, auf einer mit Sägemehl bedeckten u. mit Moos eingefassten Eierbahn die E. scheiwele herunterrollen; trifft ein E. ein schon unten liegendes, so gehört dies dem Treffer Simm-Laub, Prüm, Gummb, in Bitb schaddern genannt. — Junge Burschen, die von einem Mädchen Ostereier bekommen, müssen es auf Kirmes zur Tanzmusik führen Bitb-Ehlenz. — Setzt das Mädchen dem Freier Eierpfannkuchen mit Speck vor, so ist dies ein Zeichen, dass er genehm ist; setzt sie Käse vor, so gilt dies als Absage: Katche, mei Mädche, die Freier sin do, back en die E.ər, dann bleiwen se lo! Simm-Ravengiersbg, oNahe. — Früher wurden die Schafe in der Elz gewaschen, u. dann mosst der Herr och de E.ər backe May-Collig. — E., die auf den Gründonnerstag gelegt werden, geben prachtvolle, bunte Hühner Waldbr-Wildbg; hat das E. am stumpfen Ende eine Höhlung, dann gibt es einen Hahn, an der Seite, dann ein Huhn Allg. Ein Aus-ei (Augustei) wahrt sich lange auf Rip. Lässt man die Hühner Ostern im Kreise fressen, dann tragen sie die E. nicht in fremde Scheunen Aden-Weibern; legten die Hühner ihre Eier weg, so wurde am Fastnachtdienstag Sauerkraut gekocht, ein Reifen auf den Boden gelegt u. das Sauerkraut den Hühnern zum Futter hingestellt; frassen die Hühner das Sauerkraut, so hörte das Weglegen auf oNahe 1840. Hat ein Huhn ein Urschelenei, ein aussergewöhnlich kleines E., gelegt, so nimmt dies der Bauer u. verbirgt es irgendwo am Eingange seines Hauses; hierdurch ist, was ein- u. ausgeht, vor Hexerei u. Teufelsgespenst geschützt Geld-Leuth 1875; nimmt man Karfreitag ein am Gründonnerstag gelegtes E. mit in die Kirche u. sieht man in der Kirche um, so erblickt man alle die, welche Hexen sind, verkehrt in den Stühlen sitzen oNahe 1870. Der erste Bissen in ein E. ist der Düvelsbuff Heinsb-Höngen. Träumt man von Fischen u. E., so stirbt jemand aus der Verwandtschaft Verbr. Hat ein Kind das ‘Magenfieber’, so misst man Länge u. Umfang des Kranken mit einem Faden u. windet den dann um Länge u. Dicke eines E.; dann legt man das E. auf glühende Kohlen; ist die Krankheit ‘Magenfieber’, dann bleibt der Faden ganz, ob auch das E. berstet; dann nimmt mans u. trägt es in einen Ameisenhaufen in einem fremden Zehne (Zehner = Gemarkung); auf dem Wege dorthin darf man nicht sprechen u. niemanden grüssen; wenn die Ameisen das E. aufgezehrt haben, ist die Krankheit geheilt May-Hatzenport, Hunsr, Meiderich. — b. Vogelei. RA.: In de Mai (den ersten M.) leggt jeder Vogel en E. Klevld, — het jeder V. e Nes of en E. Heinsb, — mär de Quartel (Wachtel) en de Schriet (Rietvogel), die legge noch nit, en de Nachtigal en de Willewal (gelbe Spottdrossel), die sin in de Mai noch kahl Geld-Kevelaer. Der hat der Atzel e E. gestohl etwas Nichtssagendes getan Wend-Kefersh. Weisst de, wo der Üllen et E. sett? hast du den Kern der Sache verstanden Sol. Kuckuck, supp en E. ut, frett de Schale met, wörste dick un fett! rufen die Kinder, wenn sie den K. schreien hören Gummb. Der K. het en E. gelet, en den isere Kessel; on wann de dat nit gelöwen wollt, ech han derbi gesessen Kinderld Gummb-Remperg. Heijo, popeia, de Vugel dräht e E. no ; he wess net, wo et lege sütt (sollte), let et en ene Ginsterstruch, sät, ich sütt et net sage usf. mit vielen Var. Bergh, Nfrk. — c. E. von Krebs, Kröte, Fisch udgl. RA.: Du hest deng Ogen (de Verstand), wo de Kribs de E.ər hät Allg. — Kröten-, Froscheier s. bei Guss (Gegüsse) u. bei Kradden-, Froschenei; Lausei = Nisse. — 2. übertr. a. sachl. α. ein nicht genau runder Klicker Simm; der Einsatz im Käulchen beim Kl.sp. sind die Eijer Aden-Kalenborn. — β. Auswuchs auf dem Kopfe Monsch-Kesternich, MGladb, Neuss-Dormag. — γ. verächtl. Kopf; ech hau dech op din E.! Kref-Lank. — δ. Hoden. Allg. RA.: Do (beim Militär) werde dech de E.ər geschliəpe, dat dech et Stetzke no henge steht! MGladb-Rheind. De hät de E.ər zerbroche ist hart auf das Gesäss gefallen Köln; sek op de E.ər falle Elbf; wat ös dann, wann enem och emol en E. brecht! Merz-Bergen. Enem de E.ər quetsche ihn durch Geschenke günstig stimmen MGladb, MülhRuhr-Oberhsn. — ε. scherzh. en E. lege seine Notdurft verrichten Schleid. De Mai let (legt) och noch ens e kalt E. Sülzt. — ζ. rong Eiche Bohnensorte Bergh-Elsd. — η. Kieferapfel Neuw-ODreis. — b. persönl. schro E. hässliche Person Neuw.
29903 Zeichen · 816 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. * rekonstr.
    Indoeuropäisch
    ei

    Idg. Etym. Wb. (Pokorny) · +2 Parallelbelege

  2. 4.–6. Jh.
    Gotisch
    eiPartikel, Konj.

    Köbler Got. Wörterbuch

    ei , Partikel, Konj. nhd. da, so, in dem Fall, bei dem Umstand, dass, damit, ob, und ne. in that case, under those circu…

  3. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    eist. F. (i)

    Köbler Afries. Wörterbuch

    ei , st. F. (i) nhd. Schaf, Mutterschaf, weibliches Schaf ne. ewe, sheep Hw.: vgl. got. *aus, an. ā (2), ae. éowu, as. ė…

  4. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    ei

    Althochdeutsches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    ei s. êuua.

  5. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    -EI

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +11 Parallelbelege

    -EI endsilbe für substantiva, mhd. in nicht ursprünglich deutschen wörtern. Gr. 2,96. 1 3 , 184.

  6. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    eiInterj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    ei , Interj. nhd. „ei“, ach, oh, ah Hw.: vgl. mhd. ei (2) E.: vgl. mhd. ei(ā), Interj., ach, ach, Kluge s. u. ei W.: s. …

  7. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ei

    Adelung (1793–1801) · +14 Parallelbelege

    Ei , ein Doppellaut, welcher so ausgesprochen werden muß, daß man in dessen ersten Hälfte ein deutliches e höret. Bein, …

  8. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Ei

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Ei 1 das Hühnerei a als landwirtschaftl Erzeugnis, Nahrungsmittel, (einfache) Mahlzeit, Zutat für andere Speisen [ Milch…

  9. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Ei

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Ei , fast bei allen Organismen der Keim, die Grundlage für einen neuen Organismus derselben Gattung, indem sich verhältn…

  10. modern
    Dialekt
    Ei

    Elsässisches Wb. · +20 Parallelbelege

    Ei Name des Buchstaben y M.

  11. Sprichwörter
    Ei

    Wander (Sprichwörter)

    Ei 1. A Ei es schnell gelêt, aber nit schnell ausgebrüt. ( Nassau. ) 2. Aier sind airen gleich. – Gruter, III, 3. 3. Alt…

  12. Latein
    ei

    Mittellateinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    2. ei v. is . Leithe-Jasper

  13. Spezial
    ëi

    Ladinisch-Deutsch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ëi [ëi] pron.pers. (3. pors. pl., azenté) sie. ▬ a d’ ëi ihnen .

Verweisungsnetz

629 Knoten, 656 Kanten

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ei

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Keine Komposita gefunden — ei kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.