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schupp

mhd. bis Dial. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
13 in 10 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schupp m.

Bd. 15, Sp. 2004
schupf, schupp, m. schneller, heftiger stosz; nominalbildung zu schapfen, schuppen, s. daselbst. vereinzelt schon mhd. schupf, schuf schwung, schaukelnde bewegung (Lanz. 6365), daneben mitteld. schup (quelle vom j. 1442, s. Lexer handwb. 2, 826); s. auch Weigand 2, 650. Kluge5 338b. Noreen urgerm. lautl. 154. über gelegentliche vermischung mit schub s. daselbst. auch im nhd. stehen die oberd. form schupf und mitteld. schupp neben einander. die ältere schriftsprache bevorzugt die erstere: den fallenden ein schupff oder stosz gäben, impellere praecipitantes Maaler 364c; schupf, ein stosz, ein schub. Frisch 2, 233c; zug, beim spinnen: ain fraw die wol spinnen kan die spint in ainem schupff ainn faden. sy nimpt die spindel zwischen die hend und fert ains mals dort auszhin mit der spindel und spint ainn fadnn. Keisersberg geistl. spinnerin a 5a. — seit dem vorigen jahrh. ist dagegen schupp vorherrschend geworden, so bei Adelung und Campe: ich will nun aber nicht, schrie der bube, indem er seiner mutter einen derben schupp gab. Schummel spitzbart (1779) s. 62; auch als interjection: und mir nichts, dir nichts, eilt er hin wohl über busch und weiden. und schup! giengs rasch an einen stein. der schimmel stürzt', und brach ein bein. Overbeck ged. 154. so auch bei Frischbier 2, 322a angeführt (schupp schupp zur bez. der schnelligkeit). — sonst haben die oberd. mundarten noch heute schupf, plur. schüpf Hunziker 233. Seiler 265a. Birlinger 403b. Schm. 2, 442, neben schupf auch scuf in Davos Bühler 1, 155. in Aachen schöpp Müller-Weitz 221. nd. schupp brem. wb. 4, 714 f. Dähnert 418a. ten Doornkaat Koolman 3, 161b, 'n schüp in 't gat, ein fusztritt in den hintern Frommann 5, 275, 5 (ostfries.), fälschlich auch schub geschrieben. — schupp übertragen für betrug Campe. im nd. bezeichnet schupp auch eine fischart Dähnert 418b.
1877 Zeichen · 54 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    schupp

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    schupp- s. schuop-.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schupp

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Schupp , des -es, plur. die -e, von dem Zeitworte schuppen, ein mit Schieben verbundener Stoß, ein mit einem Stoße b…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schupp

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Schupp , soviel wie Waschbär.

  4. modern
    Dialekt
    Schupp

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Schupp , Schüpp [ʿSyp Hag. H.; ʿSip Bisch. K. Z. Han. Ndrröd. Saarunion Lorenzen Dehli. ; ʿSep Wh. ] f. 1. Schaufel. Rda…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schupp

204 Bildungen · 198 Erstglied · 0 Zweitglied · 6 Ableitungen

Zerlegung von schupp 2 Komponenten

sch+upp

schupp setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schupp‑ als Erstglied (30 von 198)

Schupp(eⁿ)wurz

Idiotikon

Schupp(eⁿ)wurz Band 16, Spalte 1752 Schupp(eⁿ)wurz 16,1752

Schupphaue

SHW

Schupp-haue Band 5, Spalte 825-826

Schuppch

RhWB

Schuppch Wend-Pfeffelb Sg. t. m.: Stoss, Schupp.

Schuppebrok

MeckWB

schuppe·brok

Schuppebrok m. Ökel name eines Fischers: dee schuppte sick ümmer an de Brok ( s. Brauk 2 , Bd. 1, 1122 ) Ro Warn .

schuppec

BMZ

schuppec adj. schuppig. schuppigeʒ houpt arzneib. D. 74.

Schuppe, G

DWBQVZ

Schuppe, G. F. s. taschenbuch, deutsches.

Schuppe I

RhWB

Schuppe I Joppe šup, Pl. -pə Klev f.: 1. Mannsrock. — 2. šøpχən Leibchen mit Ärmeln Malm-Wirtzf .

Schuppe II

RhWB

Schuppe II das Wort ist mit Ausnahme der Geb., wo Schupe, Schüpe, Schülbe, Schülpe gilt, allg. für »Fischschuppe« nach dem Nhd.; für »Kopfsc…

Schuppeleⁿwurzeⁿ

Idiotikon

Schuppeleⁿwurzeⁿ Band 16, Spalte 1752 Schuppeleⁿwurzeⁿ 16,1752

schuppelig

RhWB

schuppelig -op- Altk-Wissen Adj.: holperig, vom Wege.

schuppeln

RhWB

schupp·eln

schuppeln schw.: 1. -ub- absol. den dicksten Wurfklicker werfen, Nachwerfen spielen Trier-Karthaus ; überhaupt rollen, wälzen, z. B. eine Ku…

schuppen

DWB

schup·pen

schuppen , m. 1 1) schutzdach, offener raum mit überdach, vgl. schopf ( sp. 1531 f. ), schoppen (1564 f. ) und schupfen. während das ältere …

Schuppen1

PfWB

Schuppen 1 'Haarbüschel' s. Schupp .

schuppen2

PfWB

schuppen 2 'stoßen, betrügen' s. schuben .

schuppenartig

DWB

schuppen·artig

schuppenartig , adj. nach art von schuppen: schuppenartiger kalkstein, glanzmarmor Jacobsson 5, 681 a ; am schwanze zeigen sich schuppen- un…

schuppenbalg

DWB

schuppen·balg

schuppenbalg , m. ein pelzwerk, das den dachsbälgen an steifheit und farbe der haare ähnlich ist. Jacobsson 4, 63 b . vgl. schuppenpelz und …

schuppenbedeckt

DWB

schuppen·bedeckt

schuppenbedeckt , adj. : schuppenbedeckt, abscheulich! ungeheuer, ich fluche dir! Grillparzer 4 6, 264 ( Melus. 2).

schuppenbein

DWB

schuppen·bein

schuppenbein , n. , in der anatomie, ' der schuppige theil des schlafbeins ' Nemnich. vgl. schuppe 6, f.

Ableitungen von schupp (6 von 6)

beschuppen

DWB

beschuppen , 1 1) squamare, squamis obducere, wovon nur das part. squamatus, beschuppt üblich: das beschuppte heer, squamifera piscium turba…

entschuppen

DWB

entschuppen , desquamare piscem, gewöhnlich blosz schuppen.

geschuppen

RhWB

ge-schuppen: sich g., sich eilen Saarbr .

schuppe

DWB

schuppe , f. tugurium, s. schuppen , m.

verschuppen

DWB

verschuppen , verb. zu schuppe gehörig: seine kopfhaut ist ganz verschuppt; anderes verschuppen, verschüppen s. unter verschupfen.