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Strō²

mhd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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14 in 8 Wb.
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38

Eintrag · Westfälisches Wb.

Strō² n.

Bd. 5, Sp. 575
Strō² n. [allg.] Stroh, die trockenen Halme des ausgedroschenen Getreides; verwendet z.B. als Stallstreu, für Betten, zum Dachdecken, als Verpackungsmaterial. En Būschen Strau (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). En düftigen Fussen (Handvoll, kleine Menge) Strau (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh). En Schōf (Bund) Strō (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@RhedeRh). Datt Sträoh wärd in Biusken bineinbungen (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@KirchveischedeKv). He ji schon jaue Hach (Heu) un Strau up’m Balken? (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@AvenweddeAv). He schmitt dat Strau dür de Liuken (Kr. LemgoLem Kr. Lemgo@MarksbergMa). De Hitte mochte Strauh freten (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@RixenRi). Dai Funke fläog in’t Sträo (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh). De Roggen is gut in’t Strauh hat lange Halme (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Dät Peard mit Strauh fäoern (Kr. BürenBür Kr. Büren@SalzkottenSk). Mïet Sträo verklett (verkleidet) (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@AfferdeAf). — Ra.: So dumm as Stroo sehr dumm (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt || mehrf.). Heu stellt sik an, oß wenn heu Strauh inn’en Auwern (Ohren) hedde tut aus Ungehorsam oder Ungefälligkeit so, als ob er eine Aufforderung nicht gehört hätte (Kr. LemgoLem Kr. Lemgo@LemgoLg). Hä hïet Strau im Kopp ist dumm (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl || mehrf.): he häff keen Stroh in’n Kopp ist nicht dumm (WmWb || mehrf.), sondern klug (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl). Lïeget (leeres) Strouh diäschen um eine Sache viele Worte machen und doch nicht zum Ziel kommen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@LimburgLb || mehrf.), dummes Zeug faseln (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@HalingenHa); düu kuüers līcheduärsken Ströu machst nichtssagende Äußerungen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). Hai hiät et Ströu noch an de Fūt hangen ist noch nicht ausgewachsen, reif und kann daher noch nicht mitreden (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). Män woit nich, ob m’ met en inn’en Haigge odder Straue es er ist verschlossen und launisch (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Häs te mä’ säo vïel Sträo, datte de Luise verbrennen könnst? zu jmdm., der mit seinem Besitz aufschneidet (Kr. SoestSos WWB-Source:256:SchmBSchmB). Van’t Stroh up’t Spierken kommen von einem Thema zum anderen kommen (WmWb). Mit Griäsen un Strau mal viel, mal wenig (Kr. SteinfurtStf Ms): Dē ett mit Griäsen un Strau isst einmal unmäßig viel und ein andermal wenig (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@MesumMs); mit den gāit ’t auk mit Griäsen un Strau der arbeitet einmal sehr fleißig, ein andermal sehr wenig (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@MesumMs). Hä kann nich öwwer Stroh striden ist wenig leistungsfähig (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WessumWe). Beï iäm es niks opp’m Ströu er hat kein Geld (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs || mehrf.); ... es wuät opp’m Ströu er ist wohlhabend (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). Up’t Stroo kommen arm werden (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). He ligg up’t Strauh wenn der Kranke stirbt (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@WettringenWt || mehrf.). Hei es vam Berre opp’et Strouh geroahen ist gestorben (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü || mehrf.). He süht ut, äs wenn he all drei Dage op’t Strau liägen här hat ein bleiches Gesicht (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@DattelnDa || mehrf.). Sik vam Berre op’t Strau arbǟin zurückkommen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Hai hiät niks iut’em Sträoe hat nichts, kein Geld; ist etwas dumm (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@KellinghausenKh || mehrf.). — Sprichw.: Well alls glöw un ’t Bedde verköff, de föllt mät’t Gatt in’t Stroo (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt || mehrf.). Dä sick stött ann’en Spüer Sträoh, werd süin Lieben lang nich fräoh (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@HeidenoldendorfHd). Wann Fǖe un Strau biǟinkommt, dann gïet ’t wat te breän’n (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl || mehrf.). Wo Strau es, es ok Kōan (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Häid mǟket Land fräit, Läof mǟket Land däof, Sträo mǟket Land fräo Wertung alter Düngemethoden (KkWb). De oine es von Strau, de annere es just sau (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh || mehrf.). ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 8,850: Stroh; HnVwb 3,851: Stroh. Zus.:→ Ålde-frūen-bedde~, Ar~, Ärd-appel~, Bedde~, Besmen~, Bō²nen~, Bǖdel~, Bündel~, Geªrste~, Hāgen~, Hakke~, Hāwer~, Kartūfel~, Krum~, Lang~, Lē¹we-bedde~, Lē¹we-fruᵉ-bedde~, Lē¹we-hǟres-bedde~, Lē¹we-mō¹der-bedde~, Los~, Märīen-bedde~, Maschīnen~, Mō¹der-goªdes-bedde~, Mül~, Musel~, Mutter-goªdes-bedde~, Ōster~, Pluᵉden~, Raps~, Rē²~, Rē²we~, Roggen~, Rǖ~, Rügge~, Schobben~, Schō²f~, Sē²ler~, Ströie~, Tobbel~, Trekke~, Urt~, Wāter~, Wē¹gen~, Weite~.
3556 Zeichen · 60 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    STRÔstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    STRÔ stn. stroh. ahd. strô, strao, strou , wahrscheinlich für strôi ( goth. stravi ) Graff 6,759. Eschmann in H. zeitsch…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    stro

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +7 Parallelbelege

    stro -bedde, Bett, Matratze von Stroh; -belde, Strohmann, -scheuche, -bôt, e. Art Kahn; -dak, Strohdach.

  3. modern
    Dialekt
    stro

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    stro Reimwort in Heischesprüchen s. Sommertag 2.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stro

1.655 Bildungen · 1.635 Erstglied · 17 Zweitglied · 3 Ableitungen

stro‑ als Erstglied (30 von 1.635)

stroªrkelen

WWB

stroªrkelen ‘straucheln’→ strūkelen .

Stroªte

WWB

stro·ate

Stroªte f. [allg.] 1. Gurgel, Schlund, Kehle (vulgär ( Bri Nf )), Luft- und Speiseröhre; weitere vereinzelte Nennungen: Kehlkopf, Hals, Gaum…

Stroªtentrekker

WWB

Stroªten-trekker m. [WMünsterl Mark Sos Isl] 1. saure Apfelsorte; Frucht des wilden Apfelbaumes (Pyrus malus) ( Isl Is ). — 2. (spät reifend…

Strobach

Meyers

stro·bach

Strobach , Joseph , Vizebürgermeister von Wien, geb. 1852 zu Wernstadt in Böhmen, gest. 10. Mai 1905 in Wien, machte eine kaufmännische Lauf…

strobal

KöblerAhd

stro·bal

strobal , Adj. nhd. struppig ne. hirsute ÜG.: lat. hirtus Gl Q.: Gl (11. Jh.) I.: Lbd. lat. hirtus? E.: s. germ. *strub-, V., steif sein (V.…

Strō²balke

WWB

stro·balke

Strō²-balke m. [verstr.] 1. Bodenraum zur Lagerung von Stroh und Korn. — 2. Trockenboden ( WmWb ).

strobalōt

KöblerAhd

strobalōt , st. M. (a?, i?) nhd. Sträuben der Haare, Schrecken, Grauen, Schauder ne. horror ÜG.: lat. horror Gl Q.: Gl (10./11. Jh.) I.: Lsc…

Strō²band

WWB

stro·band

Strō²-band n. [verstr.] 1. aus Stroh geflochtenes Band. — 2. Band zum Binden der Strohgarben, beim Dreschen vom Selbstbinder um das ausgedro…

Strō²banse

WWB

stro·banse

Strō²-banse f. [ Det südl. OWestf] großer Strohhaufen zum Aufbewahren des Strohs außerhalb des Hauses.

Strobe

SHW

Strobe Band 5, Spalte 1553-1554

strôbeddiken

MNWB

strôbeddiken , n. , Strohlager (des Kindes Jesu in der Krippe) (Veghe ? Lect. 460).

strobel

DWB

stro·bel

strobel , m. , tannenzapfen, aus lat. strobilus ' zapfen der zirbel ', griech. στρόβιλος , vgl. strobeldorn : strobel noce ruvida da pino Kr…

Strobel, A. W

DWBQVZ

strobe·law

Strobel, A. W. s. Brant, Sebast. das narrenschiff ... nebst dessen freiheitstafel.

strôbēlde

MNWB

stro·belde

° strôbēlde , n. , Strohpuppe als Vogelscheuche (Veghe ? Wyng. 398). Vgl. auch strô 2 b. —

strobeldorn

DWB

strobel·dorn

strobeldorn , m. , name der artischocke, cynara scolymus L., einer nicht einheimischen pflanze; aus lat. strobilus ' zapfen der zirbel ', da…

strobele

BMZ

stro·bele

strobele swv. bin struppig. ahd. stropalôn lat. inhorrere Graff 6,738. Schmeller 3,677.

strobelen

Lexer

stro·belen

strobelen swv. ib. struppig sein, s. zerstrobelt, unzerstrobelt. — zu stroben. vgl. Schm. Fr. 2,804.

Strobeleⁿ

Idiotikon

Strobeleⁿ Band 11, Spalte 1931 Strobeleⁿ 11,1931

Strobel, G. T

DWBQVZ

Strobel, G. T. s. beiträge, neue, zur litteratur.

strobelhaar

DWB

strobel·haar

strobelhaar , n. , ' wirres, ungekämmtes haar ', zu strobeln ' emporstehen ': ( ein bürgermeister, ) der het ain langs, dicks strobelhar, da…

strobelhaarig

DWB

strobel·haarig

strobelhaarig , adj. , von einem menschen mit unordentlichem haar, s. Höfer etym. wb. (1815) 3, 194 . —

strobelhahn

DWB

strobel·hahn

strobelhahn , m. , hahn mit emporstarrendem gefieder: einen drollichten strobelhahn mit struppichten auswärts gekehrten federn; ein mitteldi…

strobelhenne

DWB

strobel·henne

strobelhenne , f. , ebensolche henne im schwäb. mundartlich, s. Fischer 5, 1872 . —

strobelhirn

DWB

strobel·hirn

strobelhirn , n. , dass. wie strobelkopf: der Medusae strobelhirn Fischart w. 2, 6 Hauffen. —

stro als Zweitglied (17 von 17)

fledaremūstro

KöblerAhd

fledaremūstro , sw. M. (n) nhd. Fledermaus ne. bat (N.) ÜG.: lat. vespertilio Gl Hw.: s. fledaremūstra Q.: Gl (Anfang 9. Jh.) E.: s. mūstro;…

fledarmūstro

KöblerAhd

fledarmūstro , sw. M. (n) Vw.: s. fledaremūstro

hamustro

AWB

hamustro sw. m. , mhd. nhd. hamster ( beide in and. Bed. ); mnd. hāmester. — Graff IV,954. Nur im Nom. Sing. ham-ustro: Gl 2,700,29; -astro:…

kortstrô

MNWB

kort·stro

kortstrô , n. , Stalldünger mit kurzem Stroh der leicht auseinanderzuwerfen ist (SL; Schl.-H.-L. Reg. u. Uk. 6, 521).

mūstro

KöblerAhd

mūstro , sw. M. (n) nhd. Fledermaus ne. bat (N.) (2) ÜG.: lat. (sorex calva) Gl, vespertilio Gl Vw.: s. fledar-, fledare- Q.: Gl (4. Viertel…

pôsestrô

MNWB

pose·stro

° pôsestrô , m. : mit Lehm vermischtes Stroh für Dach- oder Wandkonstruktionen, vȫr p. quam tô twên schüttenwallen up den Klingenberch 3​1⁄2…

rāderstrô

MNWB

rader·stro

° rāderstrô , n. : Stroh zur Verwendung bei der Pferdehaltung? (Livl. Ub. II 2, 465).

registro

LmL

registro -avi , -atum , -are abgreifen, einteilen — to stop, to divide [s.XV] LmL Trad. Holl. VI II 5, 11: Investigator Guido Tubalque regis…

rö̂vestrô

MNWB

roeve·stro

° rö̂vestrô , f. : oberirdische Pflanzenteile der Rüben aus denen der Rübsamen nen gewonnen wird, van dēme r.e dat dit jâr gewassen hebbe ik…

roggenstrô

MNWB

roggen·stro

roggenstrô , rōgen- ( ragen- [J. v. Segen 117]), n. ( Gen. Sg. -s ): trockene ausgedroschene Roggenhalme, Roggenstroh, vȫr ses schok r.s (Ub…

Ableitungen von stro (3 von 3)

gestrôe

Lexer

ge-strôe stn. coll. zu strô Gr.w. 6,87.

stroe

KöblerMnd

stroe , M., N. Vw.: s. strō

Ūrstrō²

WWB

Ūr-strō² n. Iurstrau Abfall, Überbleibsel von Stroh (beim Dreschen mit dem Flegel) ( Hal Bh).