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stroh

nhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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18 in 17 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Stroh

Bd. 8, Sp. 850
Stroh das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk -ō; Saarl -ō:, dies auch hier u. da im Hochw; n. der lothr.kurpfälz. Grenze im Mosfrk, Rip, Berg, SNfrk mit Umlaut, u. zwar Mosfrk -ē:, –ī: [Merz, Saarbrg -e·i.]; Siegld -ē, –; Rip -ȳ:, –ȳ·ə. [Malm-Amel -ȳ:χ]; OBerg -·ə., –; NBerg -·ə., –; NBerg -ȳ-:, –ȳ·ə., –ȳ·ă., –·ă.; SNfrk -ȳ·ə. [Heinsb-Millen -:; Erk-Elmpt -·ə.], auch Geld-Leuth Leutherheide Hinsbeck; das Klevld wieder ohne Umlaut, u. zwar SMörs -ō:, Geld, Klev, Rees -ōĭ; Dinsl -ō; Ruhr -ō:; MülhRuhr -ū·ă. Sg. t. n.: 1. wie nhd., Korn-, Wēsse-, Haver-, Gerschte-, Erze-, Bunne-, Lense-, Erdäppelstr.; Flegelstr. mit dem Flegel gedroschen (lang, grad Str.); Maschinenstr. aus der Dreschmaschine (kurt Str., Kotz-, Blander-, Worrstr.); Pressstr. die neuzeitl. Strohballen. — Str. dreschen (fluppen) (gedresche Str., Langstr.); et Str. usschüdde gedroschenes Roggenstr. schütteln u. reinigen, um Seile daraus zu machen; Str. benden, opbenden; en Bausch, Büərd, Pungen, Püngel, Schaub Str. (s. d. Wörter). — Verwendung wie allg. bekannt; bes. zum Strohdachdecken (heute untersagt); Beschreibung des Strohdeckens aus dem Siegld u. aus OAltk: Es wurden zunächst die Schenneln (Schindeln) gestrichen, man breitete auf einer alten Tür od. einigen Brettern, die man über zwei Sägeböcke gelegt hatte, das Stroh, ohne die ausgedroschenen Ähren zu entfernen, so zu einer dünnen Lage aus, dass die unteren Halmenden eine ausgerichtete Linie bildeten; dann legte man in ¾-Höhe der Halme einen dünnen Haselstock und klappte die darüber hinausragenden Enden der Halme über den Stock um; das so entstandene [] Strohviereck wurde nun mit einem Lehmbrei bestrichen u. durchtränkt; es ergaben sich so etwa 90 cm hohe, 25-50 cm breite Platten. Da die Sparren mit jeweils 75 cm Zwischenraum auf dem Dach lagen, kamen (so in Hainchen) von Sp. zu Sp. 3 Schenneln nebeneinanderzuliegen, und auf diese 3 ebenso breite Dachschauben. Um ein neues Dach zu decken, begann der Strohdecker damit, am rechten Dachrand unten die Schenneln auf die Lodern (über 2 m lange, 5 bis 6 cm dicke geschälte Tannen-, seltener Eichenstangen in Abständen von etwa 28 cm mit dem First gleichlaufend, mit Drahtnägeln auf den Sparren befestigt) zu legen; er deckte von unten nach oben zunächst die (das) erste Schor, die Fläche zw. den zwei äusseren Sparren rechts mit Schenneln u. gleich darauf, ebenso von unten nach oben fortschreitend, mit Schauben; dann nahm er die (das) Schor zw. der 2. u. 3. Sparre in gleicher Weise vor u. so fort; beim Decken der untersten Schichten stand er auf einer an das Haus angelehnten Leiter, zum Decken der übrigen jeweils links von der Arbeitsfläche auf den Lodern od. auf einer Leiter, die mit einem Haken an einer der oberen Lodern befestigt war; zum Decken des (der) Schor zw. den zwei äusseren Sparren am linken Dachrand wurden vom Ollern (Dachboden) aus 3 bis 4 Rundhölzer unmittelbar unter den Sparren durch die Giebelwand gestossen, so dass sie ca. 1 m weit hervorragten; auf diese Gerüststangen, die an den Sparren festgemacht wurden, hängte der Decker seine Leiter, von der aus er die Randfläche deckte. Schenneln u. Schauben wurden durch die Deckgeărden festgehalten; es waren 3 bis 5 m lange Haselstöcke, die, mit den Loden gleichlaufend, in Abständen von etwa 50 cm auf die Dachschauben gelegt u. mit Deckweddcher an die Lodern festgebunden wurden; über jede zweite L. kam gewöhnl. eine Deckgerte zu liegen; die Wedd (Widde) wurde mit einem Ende an der D. vorbei durch die Schaube u. Schennel durchgestossen, um die L. herumgebogen u. wieder durch Schennel u. Schaube hindurch nach aussen geführt; die Enden wurden auf der D. zusammengebunden. Bevor die D. auf einer zw. zwei Sparren liegenden Schaubenschicht festgebunden wurde, musste diese Sch. durch Klopfen mit dem Deckebrett (Schorbrett) in die richtige Lage gebracht werden. Das Deckebrett war ein 60 cm langes, 15 cm breites, 1,5 cm dickes Brett aus Ahorn- od. Buchenholz, das auf der oberen Seite in der Mitte mit einem aufgesetzten Griff versehen war; die untere Seite war so ausgebildet, dass sie wie eine Fläche von dicht nebeneinanderliegenden, längs verlaufenden halben Rundstäben erschien; durch leichte Schläge gegen die unteren Halmenden der ca. 20 cm dick aufliegenden Schauben verschob der Str.decker mit dem D.brett das Stroh so, dass die Halmenden eine gleichmässig abfallende dachförmige Fläche bildeten, die zuoberst liegenden Halme also am weitesten nach oben kamen; durch diese Verschiebung reichte das Stroh einer Schaube (die Ähren waren abgeschnitten) bis über 4 bis 5 Lodern hinweg; die auf die befestigte [] Schaubenschicht kommende nächst höhere Sch. wurde in der gleichen Weise bearbeitet, so dass sie mit ihren unteren Halmenden die dachförmig abfallende Fläche ohne Treppenbildung fortsetzte. Die an die oberste Loder festgebundene Dachgeărde, welche die oberste Schaubenreihe festzuhalten hatte, wurde durch die über den First gelegten Rasenstücke von 1 m Länge, 0,5 m Breite, 4 bis 6 cm Dicke (Dachbrase, Firschtebrase) verdeckt; um den Dachbrasen einen festeren Halt zu geben, liess man an der obersten Schaubenschicht die Ähren sitzen; die umgebogenen Halmenden wurden mit Lehm bestrichen, damit sie liegen blieben. Die Brasen wurden so über den First gelegt, dass sie nach beiden Seiten 50 cm herabreichten; um einen dichten Abschluss zu erzielen, liess man jede Br. auf einer Seite 3 cm weit auf der benachbarten Br. aufliegen, dabei die seitl. Ränder auf die Hälfte ihrer Dicke abschürfend. Die Brasen wurden durch Brasepälcher, die man durch Dachbrase, Schaiw u. Schenneln hindurchsteckte, mit diesen fest verbunden. Zu Brasepälcher schnitt man Stöcke zurecht, an denen man in der Regel ein Stück eines seitl. herausgewachsenen Ästchens hatte stehen lassen; der glatt unterhalb des Ä.s abgeschnittene Stock wurde mit dem dünnen Ende voran von oben durch die Bras hindurchgestossen; das schräg nach oben gewachsene Ä. hakte sich nun, umgekehrt, als Widerhaken in die Br. fest. — Ausser dem Dach wurde früher vielfach auch die auf der Wetterseite liegende Giebelwand völlig mit Stroh verkleidet, gefiedert Siegld-Johannld FreierGrund. Es wurde mit glattem, 20 bis 25 cm lang gehacktem Stroh von links nach rechts, von unten nach oben gedeckt. Man bestrich zunächst den unteren Teil der Fachwerkwand, des ersten Gefachs, des Feldes zwischen dem Eckpfosten und dem nächsten Balken fingerdick mit Lehm, nahm eine Handvoll Stroh, drückte es in den Lehm ein und breitete es aus. Die unteren Halme der zwei Finger dicken Lage klebten im Lehm fest; damit die äusseren Halme nicht abrutschten, wurden auch sie dünn mit Lehm bestrichen, jedoch so, dass die untersten 4 cm vom Lehm freiblieben. War die unterste Schicht zwischen den beiden Balken gelegt, so wurde eine gespaltene fingerdicke Haselnussgerte, die Gebeănergeărde etwas unter der Mitte der Strohschicht aufgelegt und links und rechts auf die Balken genagelt. Die zweite Schicht Stroh wurde 4 cm höher gelegt und wieder so mit Lehm befestigt, dass ihre 4 untersten cm von Lehm freiblieben; auch sie wurde durch eine Einbindegerte fest angedrückt. So ging es weiter bis man 1 Meter hoch war, dann kam das zweite Gefach rechts davon an die Reihe, dann das dritte usw. bis zum rechten Eckpfosten. Darauf wurden von links nach rechts die Schichten bis zu 2 Meter Höhe vorgenommen usw. bis unter das Dach. Von den sich überdeckenden Strohschichten bildeten jeweils die lehmfreien, unteren, abgetreppten 4-cm-Enden die sichtbare, den Regen ableitende Aussenfläche Siegld. Stroh wird unter Lehm gemengt (Str.lehm), als Füllung zwischen die Gefachstecken geklennt, geschleivert, [] od. über die Spalthölzer der Zimmerdecke Allg. — Gersten- und Haferstroh werden bei Futtermangel zur Streckung unter anderes Futter gemischt, nachdem es vorher zu Häcksel geschnitten worden ist Allg. — Ausgeschütteltes Str. wird zu Str.seilen gedreht (in der Regel nur Roggenstr.). Die Herstellung von Str.seilen, die gewöhnlich in Bunde zu 50 Stück vereinigt werden, ist eine der Winterarbeiten des Landmanns. Sie erfordert eine gewisse Geschicklichkeit; man fasst mit jeder Hand ein genügend grosses Päckchen Halme, die an den oberen Enden (an denen die leeren Ähren sitzen) miteinander verschlungen u. dann verknotet werden. Vor dem Gebrauch taucht man die Seile, bes. bei trockenem Wetter, ins Wasser, damit das Stroh geschmeidig wird u. nicht bricht. Stroh als Bindeseil zum Aufbinden der Reben verwandt; es wird nass gemacht (gewässert), getreten, damit es weich wird, dann mit heissem Wasser begossen (gebrüht) u. in ein Grastuch gebunden; Str. tredde (dämmele, –ere, danze); anschliessend wird es gebögt (gebeugt) Ahr u. so in den Weinbaugeb. — Es, das Str., dient als Streu fürs Vieh, als Bettstr.; ferner als Str.wisch (Verbotszeichen gegen Betreten eines Weges od. Geländes) Allg. — Nach dem Schlachten wird das Schwein mit Str. gesengt Rhfrk, Mosfrk u. sonst vereinz. (statt mit heissem Wasser überbrüht). RA.: Dat es Str. wie Lingk (so biegsam wie Lint, Band) Kref, — bie Red (Riet, so zäh) Kohl, Daun, Rees-Elten, — so lang as en Kerl Emmerich. Der Stoff es su schier (rauh) wie Str. Sieg-Eitorf; et Holz, Bruət, Heu ös esu drüg (trocken) wie Str. Rip, Nfrk. es esu domm wie Str. (meist Bonnestr.) Allg., — on hät en Mull (Maul) för twiə (2) Kemp-Süchteln, — en Bond Str. Birkf, — en Bürd Str. Jül, — en Busch Str. Mörs, — drei Wän (Wagen) Str. Koch-Leienkaul, — et stracke Str. Sinzig; faul wie Str. LRip, Klev-Calcar. hät Geld wie Str., nur net grad esu langk Aden, Verbr. Er hat Hor so gel (gelb) wie Str. Grevbr, Allg. Sönne Kerl woll ek noch niet as Str. in de Klompe (Holzschuhen) häbbe Klevld. Der Puckel voll Schmagge (Schläge), der Kopp vol Plagge (Flecken), et Bett v. Str., der Arsch v. Flüəh! Monsch. es keng Höj on k. Str. nichts Halbes u. nichts Ganzes, ein unzuverlässiger Mensch Siegld-Netphen. Et leit alles durchenanner wie Hei on Str. Bitb, Allg.; wie H. on Str. opwasse (aufwachsen) ungebildet; du bes esu domm, dat de H. on Str. an de Been gebonge (gebunden) han moss Bo; de kaut (so langsam) be of H. on Str. May. Str. em Dorf es besser wie Heu em annere D. eine weniger vermögende Frau aus dem eigenen Dorf ist besser als eine reichere von auswärts Saarl-Niedaltdf. Aus Halme göt et emol Str. alles hat seine natürl. Entwicklung Trier-Mehring. Denne (den Dummen) wiəss (wächst) et Str. am Kopp erus Sieg. Der Bur es nuət (durchaus nicht) kontent (zufrieden): es et Koəre got, dann küəsch (könnte) et Str. beter sen; es et Str. got, dann klagt he üəver schleite Knöpp; send Kn. on Str. got, dann duəg (taugt) siəker de Laf (Streu) net WHeinsb. Mos (Moos) mat et Langk (Land) los, Loof (Laub) m. et L. [] doof (taub), Hed (Heide) m. et L. fried (wrede, zäh), Str. m. et fruh uWupp, Sol, Eif. Hei, Bauer, brav Kor; dat Kor get Str., dat Str. get Mest, dann gahste net verlor! May. Wann Hei on Str. zesammekomme, göt et Feier, dann brennt et, as ke Lesches (Löschen) mih wenn zwei Verliebte zusammenkommen Trier, Allg.; wenn zwei leicht reizbare Menschen z.k., gibt es bald den hellsten Streit LRip; Str. on Kohle göt e Feier Trier-Mehring. Wer alle Lügge (Leuten) de Mul well stoppe, der muss vill Heu un Str. han Köln, Allg. Wann Str. Meis (Mist) wiərd, wellt et gefahre sen vom Emporkömmling Dür-Gürzenich, Elbf. Die hät gen Str. en de Klompe (Holzschuhen) hat kein Vermögen Klev. De hät Str. (en Wesch Str.) em Kopp, de Kopp voll Str., necks als Str. em K. ist sehr dumm Sieg, Allg., — Holz on Str. em K. Neuw-Weroth, — och ken Str. em K. ist klug Rip, Allg.; dau host Str., wo die anner Leit Hire (Hirn) hon Rhfrk, Mosfrk, Ahrw-Remag. Lerig Str. dresche Unsinn schwatzen Rhfrk, Allg. He es drüg (trocken) henger de Uahren on het et Str. vam Arsch geschott er ist konfirmiert worden Elbf. geht e paar Dag Str. bengen ins Gefängnis Heinsb-Erpen. Wo mer Heu hät gelaht (gelegt), kammer kei Str. läge alles gehört an seine richtige Stelle Köln-Stdt. Er kaut (so langsam) wie e Geiss, wann se Str. kaut Ottw-Stennw. Gangk nit ze noh an dat Veh, dat friss dir sos et Str. us em Kopp! zum Dummen Neuw-Asb. Se spenne (trecke) et Str. vom Dach eronner so fleissig sind sie beim Spinnen (Stricken) Birkf. Hei mot och van mech et Geld lehnen, öm en Busch Str. te kaupen, dat hei sine Lüs verbrannen kann so arm ist er Mörs; gei (kein) Str. han, sin Lüs te verbrennen Sol; dat (Mädchen) botscht sich (putzt sich) on et hät nach Str. fir de Leis ze berbrenne Saarbg, Mosfrk, Rhfrk; däht se sich Str. kaafe, fer de Leis se verbr., anplatz de Hor se brennen! Goar-OGondershsn. Now es et Best van Jann af, du hat en op et Str. gelege auf der Totenbahre Mörs-Sonsbeck, Geld. Den helpe sej van et Bett op et Str. machen sie arm; van't Bett op et Str. komme verarmen Klevld, Nfrk, Rip; von den Feddern op et Str. komme Sol; he es vam Heu op et Str. kommen hat nichts Gutes mehr zum Füttern des Viehs, war nicht sparsam, hat schlecht gewirtschaftet Gummb; vom Holt op et Str. kommen Gummb-Stdt. Schlop ek niet op Feərn, schl. ek doch op Str., dann steck mich och ken Feər in de Fott (Gesäss), dann bitt mich och ken Floh! Mörs, Düss-Rath. Wer das gläbt un sei Bett verkäft, der kann mirem (mit dem) Arsch uf em Str. leie Rhfrk, Allg., — der rötscht mem Hengesch (Hintersten) om (en't) Str. Bergh-Ahe, Köln-Pulh, — der kann op dem Str. rötschen Trier-Schleidw. De Knoden aus dem Str. dreschen übermässig dr. Bitb. Halme ut et Str. leəse einen Zeitvertreib suchen Heinsb, — söken (suchen) Sol, Mörs. Der Faulenzer kann net us dem Str. komme Dür, Rip. Ech sein net aus Str. gedreht bin nicht so dumm May-Trimbs. Et Mädche moss e Mann krein, on wenn e aus Str. as Saarbg-NLeuken. Wenn de Märzlōch (-luft) dorch et Heu on et Str. geht, wog (wiegt) et nöcks mih Sieg-ODollend. Et Veh mott em [] Str. versupe es muss ihm viel Str. gestreut werden MGladb-Hockst. hät et (schwer) em Str. ist vermögend kurköln. Neuw, Sieg, Waldbr, Gummb-Wiehl, Schleid-Hellenth. Se retscht en't Str. kommt in die Wochen Ottw-Dirming, — as an't Str. gefall (kun) Bitb, Mosfrk. E laustert (passt of) wie en Sau (Laus), die en't Str. sächt (seicht) Rhfrk, Mosfrk. Den hat mot Str. gedeckt scherzh. trägt einen Str.hut Prüm, Schleid. Dat Perd es met Str. gefodert woode ist eine Schindmähre Köln. Wer kriege Renge (Regen), de Ferkes laupe mit langk Str. scherzh. zu einem, der eine lange Pfeife raucht Heinsb-Millen. Heə sprecht Huhdütsch met Str. dronger (darunter) Hochdeutsch mit Streifen Aach-Stdt. Dat es lo, wu de Honn möm Oarsch bellen on de Bauere möt Str. leschen Trier-Stdt; das wor, wie de Rossel (ein Flüss-chen) gebrannt hat on wie mer se met Str. gelescht hat Saarbr-GrRosseln; wie dat geschāch, du brangkt de Bach, du koəme de Bure va Rüə (Aach-Röhe) on leische de met Str. Aach, LRip. Dat es, as wamme mit Str. bäckt das Brot wird nicht gar; es ist ein grosser Anlauf u. kein Erfolg, grosse Worte u. keine Taten Gummb-Berghsn. Ömmes für Heu on Str. legen loten sich um ihn (den Kranken) nicht kümmern Sol, Heinsb (— bruke). De drischt für et Str. wird für eine Arbeit nicht bezahlt, übt den Beischlaf aus, bekommt aber keine Kinder; et geiht für et Str. Prüm-Burb. — Beim Sammeln für das Jahresfeuer wird auch Stroh geheischt: Str., Str., zur nöjer Burg, die al es verbrannt, die nöj kömmt en't Land; mer han e Kend us Str. gemaht; we wellt et döfe (taufen)? Den Her met de Knöfe (Knäufen, der Pfarrer); we wellt et lovve? De Al honner (hinter) dem Stuvveovve! zum Burgfeuer am 1. Fastensonntag Malm. Str. on Str. on Schanzen, schier Owend john mer danzen; get os jet ze steiern fir de al Scheiern usf. WEif. — Rätsel: Flutsch, flatsch em Denn (Tenne,) schauer de Wänn (Wände); et leit en der Scheier, hoorig beim Feier; of de Erd leit et, en der Loft fleit (fliegt) et? das Str. Wend-Sotzw. Bat werft mer gel (gelb) en't Fauer (Feuer) on kömmt rut eraus? Neuw-Rengsd. — Volksgl.: Liegt Str. kreuzweise übereinander, dann stirbt bald jem. im Hause Allg.; liegt ein Str.halm in der Stube, kommt Besuch Allg.; wenn ein Str.halm im Hof in einer Pfütze umhertreibt, stirbt jem. aus dem Hause Prüm-Wachsw. Man legt der Leiche 3 Kreuzchen von Str.halmen auf Kopf, Brust u. Füsse Monsch-Rötgen. — 2. übertr. a. Strehchen n. Strohmatte; ein gewöhnlich rundes Geflecht aus Str. od. Binsen dient als Unterlage unter Schüsseln udgl. (z. Schutz des Tischtuchs) Mosfrk an der Saar, Mos bis einschl. Bernk. — b. Str. on Leim (Lehm) Sauerkraut mit Kartoffelbrei gemischt, — mit Erbsen gemischt Rhfrk, Siegen. — c. Str. schwätzen verächtl. Unsinn reden Allg. — Abl.: dat Gestrühz.
16641 Zeichen · 349 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stroh

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Das Stroh , des -es, plur. car. ein Collectivum, die Halme des reifen Getreides, besonders die Halme, welche von dem aus…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Stroh

    Goethe-Wörterbuch

    Stroh [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Stroh

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Stroh , die Halme der reisen Cerealien, nachdem die Körner entfernt sind; dient als Futter, zur Streue, in den Gewerben …

  4. modern
    Dialekt
    Strohn.

    Lothringisches Wb. · +6 Parallelbelege

    ElsWB PfWB RhWB Stroh [štró fast allg.; šdró Ri. Ha. ; štréï D. Si. ] n. wie hd. Stroh: um Str. schlofe. Uff um leere St…

  5. Sprichwörter
    Stroh

    Wander (Sprichwörter)

    Stroh 1. Altes Stroh muss man nicht aufwühlen, den schlafenden Löwen nicht wecken. ( Türk. ) 2. Aus leerem Stroh lässt s…

  6. Spezial
    Stroh

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Stroh n. (-[e]s) 1 stran (-s) m. 2 (Stroh nach dem Dreschen) spian m. ▬ ungeschichtetes Stroh puscela f. ; Stroh im Kopf…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stroh

797 Bildungen · 586 Erstglied · 208 Zweitglied · 3 Ableitungen

stroh‑ als Erstglied (30 von 586)

Strohband

SHW

Stroh-band Band 5, Spalte 1553-1554

Strohbank

SHW

Stroh-bank Band 5, Spalte 1553-1554

Strohbart

SHW

Stroh-bart Band 5, Spalte 1553-1554

Strohbesem

SHW

Stroh-besem Band 5, Spalte 1553-1554

Strohbesen

SHW

Stroh-besen Band 5, Spalte 1553-1554

Strohbeunde

SHW

Stroh-beunde Band 5, Spalte 1553-1554

Strohbinder

SHW

Stroh-binder Band 5, Spalte 1553-1554

Strohblume

SHW

Stroh-blume Band 5, Spalte 1553-1554

Strohbock

SHW

Stroh-bock Band 5, Spalte 1555-1556

Strohboden

SHW

Stroh-boden Band 5, Spalte 1555-1556

Strohboz

SHW

Stroh-boz Band 5, Spalte 1555-1556

Strohboßen

SHW

Stroh-boßen Band 5, Spalte 1555-1556

Strohbutzen

SHW

Stroh-butzen Band 5, Spalte 1555-1556

Strohbär

SHW

Stroh-bär Band 5, Spalte 1553-1554

Strohdach

SHW

Stroh-dach Band 5, Spalte 1555-1556

Strohdeckel

SHW

Stroh-deckel Band 5, Spalte 1555-1556

Strohdecker

SHW

Stroh-decker Band 5, Spalte 1555-1556

Strohdieme

SHW

Stroh-dieme Band 5, Spalte 1555-1556

Strohdrache

SHW

Stroh-drache Band 5, Spalte 1555-1556

strohdumm

SHW

stroh-dumm Band 5, Spalte 1555-1556

Strohfaß

SHW

Stroh-faß Band 5, Spalte 1555-1556

Strohfeuer

SHW

Stroh-feuer Band 5, Spalte 1555-1556

Strohgabel

SHW

Stroh-gabel Band 5, Spalte 1555-1556

stroh als Zweitglied (30 von 208)

Bohnenstroh

RDWB1

Bohnenstroh n j-d ist dumm wie ~ idiom. - глуп как пробка идиом.

Üürtstroh

MeckWB

Wossidia Üürtstroh n. wie Üürt 1 : Schill. Kr. 3, 21 a ; Lu Ludwigslust@Laupin Laup ; Üürtstroh ward giern nahmen von dei Daglöhners tau 't …

Armenstroh

RhWB

armen·stroh

Armen-stroh Sol-Pattschd n.: das nach dem Binden der Garben zusammengeharkte Stroh.

Arwtstroh

MeckWB

Wossidia Arwtstroh n. Erbsstroh, wurde gewöhnlich den Schafen zum Durchfressen vorgelegt und dann zu verschiedenen Zwecken gebraucht; auf de…

Aufbindstroh

PfWB

Aufbind-stroh n. : ' Stroh zum Aufbinden der Reben ', Ufbinnstroh [ NW-Kallstdt LU-Assh Fußgh ]; dafür auch PfWB Heftstroh , PfWB Heftwisch …

Bachtstroh

RhWB

bacht·stroh

Bacht-stroh Siegld , Westerw, Waldbr n.: Blauderstroh, Kurzstroh, nach dem Dreschen in Unordnung zusammengebunden.

Bändelstroh

RhWB

baendel·stroh

Bändel-stroh Ahrw-Hepping , May-Collig u. sonst Rip möglich n.: Str. aus Flegeldrusch, geeignet zum Strohbändelknüpfen für Garben.

Bandstroh

RhWB

band·stroh

Band-stroh Bergh , Dür , Aach n.: Bändelstroh, geeignet für Strohbänder zum Garbenbinden. RA.: Wann de Bur fröh drisch, dann git et Bandstrü…

Baukweitenstroh

MeckWB

baukweiten·stroh

Wossidia Baukweitenstroh n. Buchweizenstroh; damit wurde das Vieh am Weihnachtsund Neujahrsabend bei Lampenlicht gefüttert Lu Ludwigslust@La…

Bedd'stroh

MeckWB

Wossidia Bedd'stroh n. das Stroh, das zum Füllen der Bettunterlage dient; im bäuerlichen Haushalt hierzu das Krummstroh benutzt: dee verlüst…

bettstroh

DWB

bett·stroh

bettstroh , n. stramen lecti. unser lieben frauen bettstroh heiszen duftende, blühende kräuter, namentlich galium, labkraut, waldstroh, schw…

Bladderstroh

RhWB

bladder·stroh

Bladder-stroh blędərštrī : Bitb-NWeis n.: Str., das, nachdem es ausgedroschen ist, nicht in Bürden gebunden ist, sondern übrig bleibt.

Blauderstroh

RhWB

Blauder-stroh Rhfrk, Mosfrk [ plaidăštrī: Bitb-Speicher ] n.: dass. Bitb-Rittersd gibt 2 Bed. an: das Stroh der ausgebauschten, d. h. nur le…

Bohnestroh

LothWB

bohne·stroh

Bohne-stroh (Bo u ne-streïh): er isch grob wie B. — Aberglaube: An de dreï Da’ vor Chrischti-Himmelfahrt soll mer de Bohne setze, noh steie …

bohnstroh

DWB

bohn·stroh

bohnstroh , n. was bohnenstroh, engl. beanstraw: er ist gröber denn das ponstro. H. Sachs I, 541 ; ei gröber vil denn das ponstro. I, 540 c …

Boßenstroh

PfWB

bossen·stroh

Boßen-stroh n. : ' Langstroh ', im Gegensatz zu Wickel- oder Wirrstroh, Boßestroh (bōsə- šdrō) [ KU-Kaulb Kreimb ].

Brettstroh

MeckWB

brett·stroh

Wossidia Brettstroh n. eine Pflanze, ähnlich dem Heidekraut Ha Hagenow@Kloddram Kloddr .

dachstroh

DWB

dach·stroh

dachstroh , n. langes stroh womit man häuser deckt. franz. chaume, glui. engl. thatch. man sagt das gras steht wie dachstroh, hoch und dick.…

Dackstroh

MeckWB

Wossidia Dackstroh n. das lange Stroh, das zur Bedachung gebraucht wird: 'dieweil ... öfters bei eynem und andern Mangel an Reth und Dachstr…

deckstroh

DWB2

deck·stroh

deckstroh n. : 1664 Duez dict. 1,135 a . 1950 Holtze/W. landwirte 27.

Dennstroh

MeckWB

denn·stroh

Wossidia Dennstroh n. das Stroh des Schweinelagers Pa Parchim@Dobbertin Dobb .

Ableitungen von stroh (3 von 3)

bestrohen

DWB

bestrohen , stramine tegere: sein bestrohetes dach. Hölty 107 ; wir prunken nicht, wir lieben ein dach nur leicht bestroht, guckfensterlein …

Gestroh

PfWB

 Ge-stroh , Ge-ströh n. : ' verschiedenes Stroh '. a. 1565: 1 ½ gebundt gestro [WerschwSchR]. a. 1767: An Geströh vor 3 fl. [SSp., Kurpf. 9…

strohe

DWB

strohe , auch ströhe, strowe, ströuwe, adj., vermutlich gekürzte form von häufigerem strohen, adj. ( s. d. ); aus stroh: stramineus strOehe …