Stroh das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk
-ō; Saarl
-ō:, dies auch hier u. da im Hochw;
n. der lothr.kurpfälz. Grenze im Mosfrk, Rip, Berg, SNfrk mit Umlaut, u. zwar Mosfrk
-ē:, –ī: [Merz, Saarbrg
-e·i.]; Siegld
-ē, –; Rip
-ȳ:, –ȳ·ə. [Malm-Amel
-ȳ:χ]; OBerg
-·ə., –; NBerg
-·ə., –; NBerg
-ȳ-:, –ȳ·ə., –ȳ·ă., –·ă.; SNfrk
-ȳ·ə. [Heinsb-Millen
-:; Erk-Elmpt
-·ə.], auch Geld-Leuth Leutherheide Hinsbeck; das Klevld wieder ohne Umlaut, u. zwar SMörs
-ō:, Geld, Klev, Rees
-ōĭ; Dinsl
-ō; Ruhr
-ō:; MülhRuhr
-ū·ă. Sg. t.
n.: 1. wie
nhd.,
Korn-, Wēsse-, Haver-, Gerschte-, Erze-, Bunne-, Lense-, Erdäppelstr.; Flegelstr. mit dem Flegel gedroschen (
lang, grad Str.);
Maschinenstr. aus der Dreschmaschine
(kurt Str., Kotz-, Blander-, Worrstr.); Pressstr. die neuzeitl. Strohballen. —
Str. dreschen (fluppen) (gedresche Str., Langstr.)
; et Str. usschüdde gedroschenes Roggenstr. schütteln u. reinigen, um Seile daraus zu machen;
Str. benden, — opbenden; en Bausch, Büərd, Pungen, Püngel, Schaub Str. (
s. d. Wörter). — Verwendung wie allg. bekannt; bes. zum Strohdachdecken (heute untersagt); Beschreibung des Strohdeckens aus dem Siegld u. aus OAltk: Es wurden zunächst die
Schenneln (Schindeln)
gestrichen, man breitete auf einer alten Tür od. einigen Brettern, die man über zwei Sägeböcke gelegt hatte, das Stroh, ohne die ausgedroschenen Ähren zu entfernen, so zu einer dünnen Lage aus, dass die unteren Halmenden eine ausgerichtete Linie bildeten; dann legte man in ¾-Höhe der Halme einen dünnen Haselstock und klappte die darüber hinausragenden Enden der Halme über den Stock um; das so entstandene
[] Strohviereck wurde nun mit einem Lehmbrei bestrichen u. durchtränkt; es ergaben sich so etwa 90 cm hohe, 25-50 cm breite Platten. Da die Sparren mit jeweils 75 cm Zwischenraum auf dem Dach lagen, kamen (so in Hainchen) von
Sp. zu
Sp. 3
Schenneln nebeneinanderzuliegen, und auf diese 3 ebenso breite Dachschauben. Um ein neues Dach zu decken, begann der Strohdecker damit, am rechten Dachrand unten die
Schenneln auf die
Lodern (über 2 m lange, 5 bis 6 cm dicke geschälte Tannen-, seltener Eichenstangen in Abständen von etwa 28 cm mit dem First gleichlaufend, mit Drahtnägeln auf den Sparren befestigt) zu legen; er deckte von unten nach oben zunächst die (das) erste
Schor, die Fläche zw. den zwei äusseren Sparren rechts mit
Schenneln u. gleich darauf, ebenso von unten nach oben fortschreitend, mit
Schauben; dann nahm er die (das)
Schor zw. der 2. u. 3. Sparre in gleicher Weise vor u. so fort; beim Decken der untersten Schichten stand er auf einer an das Haus angelehnten Leiter, zum Decken der übrigen jeweils links von der Arbeitsfläche auf den
Lodern od. auf einer Leiter, die mit einem Haken an einer der oberen
Lodern befestigt war; zum Decken des (der)
Schor zw. den zwei äusseren Sparren am linken Dachrand wurden vom
Ollern (Dachboden) aus 3 bis 4 Rundhölzer unmittelbar unter den Sparren durch die Giebelwand gestossen, so dass sie
ca. 1 m weit hervorragten; auf diese Gerüststangen, die an den Sparren festgemacht wurden, hängte der Decker seine Leiter, von der aus er die Randfläche deckte.
Schenneln u.
Schauben wurden durch die
Deckgeărden festgehalten; es waren 3 bis 5 m lange Haselstöcke, die, mit den
Loden gleichlaufend, in Abständen von etwa 50 cm auf die
Dachschauben gelegt u. mit
Deckweddcher an die
Lodern festgebunden wurden; über jede zweite
L. kam gewöhnl. eine
Deckgerte zu liegen; die
Wedd (Widde) wurde mit einem Ende an der
D. vorbei durch die
Schaube u.
Schennel durchgestossen, um die
L. herumgebogen u. wieder durch
Schennel u.
Schaube hindurch nach aussen geführt; die Enden wurden auf der
D. zusammengebunden. Bevor die
D. auf einer zw. zwei Sparren liegenden
Schaubenschicht festgebunden wurde, musste diese Sch. durch Klopfen mit dem
Deckebrett (Schorbrett) in die richtige Lage gebracht werden. Das
Deckebrett war ein 60 cm langes, 15 cm breites, 1,5 cm dickes Brett aus Ahorn- od. Buchenholz, das auf der oberen Seite in der Mitte mit einem aufgesetzten Griff versehen war; die untere Seite war so ausgebildet, dass sie wie eine Fläche von dicht nebeneinanderliegenden, längs verlaufenden halben Rundstäben erschien; durch leichte Schläge gegen die unteren Halmenden der
ca. 20 cm dick aufliegenden
Schauben verschob der
Str.decker mit dem
D.brett das Stroh so, dass die Halmenden eine gleichmässig abfallende dachförmige Fläche bildeten, die zuoberst liegenden Halme also am weitesten nach oben kamen; durch diese Verschiebung reichte das Stroh einer
Schaube (die Ähren waren abgeschnitten) bis über 4 bis 5
Lodern hinweg; die auf die befestigte
[] Schaubenschicht kommende nächst höhere
Sch. wurde in der gleichen Weise bearbeitet, so dass sie mit ihren unteren Halmenden die dachförmig abfallende Fläche ohne Treppenbildung fortsetzte. Die an die oberste
Loder festgebundene
Dachgeărde, welche die oberste
Schaubenreihe festzuhalten hatte, wurde durch die über den First gelegten Rasenstücke von 1 m Länge, 0,5 m Breite, 4 bis 6 cm Dicke
(Dachbrase, Firschtebrase) verdeckt; um den
Dachbrasen einen festeren Halt zu geben, liess man an der obersten
Schaubenschicht die Ähren sitzen; die umgebogenen Halmenden wurden mit Lehm bestrichen, damit sie liegen blieben. Die
Brasen wurden so über den First gelegt, dass sie nach beiden Seiten 50 cm herabreichten; um einen dichten Abschluss zu erzielen, liess man jede
Br. auf einer Seite 3 cm weit auf der benachbarten
Br. aufliegen, dabei die seitl. Ränder auf die Hälfte ihrer Dicke abschürfend. Die
Brasen wurden durch
Brasepälcher, die man durch
Dachbrase, Schaiw u.
Schenneln hindurchsteckte, mit diesen fest verbunden. Zu
Brasepälcher schnitt man Stöcke zurecht, an denen man in der Regel ein Stück eines seitl. herausgewachsenen Ästchens hatte stehen lassen; der glatt unterhalb des Ä.s abgeschnittene Stock wurde mit dem dünnen Ende voran von oben durch die
Bras hindurchgestossen; das schräg nach oben gewachsene Ä. hakte sich nun, umgekehrt, als Widerhaken in die
Br. fest. — Ausser dem Dach wurde früher vielfach auch die auf der Wetterseite liegende Giebelwand völlig mit Stroh verkleidet,
gefiedert Siegld-Johannld FreierGrund. Es wurde mit glattem, 20 bis 25 cm lang gehacktem Stroh von links nach rechts, von unten nach oben gedeckt. Man bestrich zunächst den unteren Teil der Fachwerkwand, des ersten
Gefachs, des Feldes zwischen dem Eckpfosten und dem nächsten Balken fingerdick mit Lehm, nahm eine Handvoll Stroh, drückte es in den Lehm ein und breitete es aus. Die unteren Halme der zwei Finger dicken Lage klebten im Lehm fest; damit die äusseren Halme nicht abrutschten, wurden auch sie dünn mit Lehm bestrichen, jedoch so, dass die untersten 4 cm vom Lehm freiblieben. War die unterste Schicht zwischen den beiden Balken gelegt, so wurde eine gespaltene fingerdicke Haselnussgerte, die
Gebeănergeărde etwas unter der Mitte der Strohschicht aufgelegt und links und rechts auf die Balken genagelt. Die zweite Schicht Stroh wurde 4 cm höher gelegt und wieder so mit Lehm befestigt, dass ihre 4 untersten cm von Lehm freiblieben; auch sie wurde durch eine Einbindegerte fest angedrückt. So ging es weiter bis man 1 Meter hoch war, dann kam das zweite
Gefach rechts davon an die Reihe, dann das dritte usw. bis zum rechten Eckpfosten. Darauf wurden von links nach rechts die Schichten bis zu 2 Meter Höhe vorgenommen usw. bis unter das Dach. Von den sich überdeckenden Strohschichten bildeten jeweils die lehmfreien, unteren, abgetreppten 4-cm-Enden die sichtbare, den Regen ableitende Aussenfläche Siegld. Stroh wird unter Lehm gemengt (
Str.lehm), als Füllung zwischen die Gefachstecken
geklennt, geschleivert, [] od. über die Spalthölzer der Zimmerdecke Allg. — Gersten- und Haferstroh werden bei Futtermangel zur Streckung unter anderes Futter gemischt, nachdem es vorher zu Häcksel geschnitten worden ist Allg. — Ausgeschütteltes Str. wird zu Str.seilen gedreht (in der Regel nur Roggenstr.). Die Herstellung von Str.seilen, die gewöhnlich in Bunde zu 50 Stück vereinigt werden, ist eine der Winterarbeiten des Landmanns. Sie erfordert eine gewisse Geschicklichkeit; man fasst mit jeder Hand ein genügend grosses Päckchen Halme, die an den oberen Enden (an denen die leeren Ähren sitzen) miteinander verschlungen u. dann verknotet werden. Vor dem Gebrauch taucht man die Seile, bes. bei trockenem Wetter, ins Wasser, damit das Stroh geschmeidig wird u. nicht bricht. Stroh als Bindeseil zum Aufbinden der Reben verwandt; es wird nass gemacht
(gewässert), getreten, damit es weich wird, dann mit heissem Wasser begossen
(gebrüht) u. in ein Grastuch gebunden;
Str. tredde (dämmele, –ere, danze); anschliessend wird es
gebögt (gebeugt) Ahr u. so in den Weinbaugeb. — Es, das Str., dient als Streu fürs Vieh, als Bettstr.; ferner als Str.wisch (Verbotszeichen gegen Betreten eines Weges od. Geländes) Allg. — Nach dem Schlachten wird das Schwein mit Str. gesengt Rhfrk, Mosfrk u. sonst vereinz. (statt mit heissem Wasser überbrüht). RA.:
Dat es Str. wie Lingk (so biegsam wie Lint, Band) Kref, —
bie Red (Riet, so zäh) Kohl, Daun, Rees-Elten, —
so lang as en Kerl Emmerich.
Der Stoff es su schier (rauh)
wie Str. Sieg-Eitorf;
et Holz, Bruət, Heu ös esu drüg (trocken)
wie Str. Rip, Nfrk.
Dä es esu domm wie Str. (meist
Bonnestr.) Allg., —
on hät en Mull (Maul)
för twiə (2) Kemp-Süchteln, —
en Bond Str. Birkf, —
en Bürd Str. Jül, —
en Busch Str. Mörs, —
drei Wän (Wagen)
Str. Koch-Leienkaul, —
et stracke Str. Sinzig;
faul wie Str. LRip, Klev-Calcar.
Hä hät Geld wie Str., nur net grad esu langk Aden, Verbr.
Er hat Hor so gel (gelb)
wie Str. Grevbr, Allg.
Sönne Kerl woll ek noch niet as Str. in de Klompe (Holzschuhen)
häbbe Klevld.
Der Puckel voll Schmagge (Schläge),
der Kopp vol Plagge (Flecken),
et Bett v. Str., der Arsch v. Flüəh! Monsch.
Dä es keng Höj on k. Str. nichts Halbes u. nichts Ganzes, ein unzuverlässiger Mensch Siegld-Netphen.
Et leit alles durchenanner wie Hei on Str. Bitb, Allg.;
wie H. on Str. opwasse (aufwachsen) ungebildet;
du bes esu domm, dat de H. on Str. an de Been gebonge (gebunden)
han moss Bo;
de kaut (so langsam)
be of H. on Str. May.
Str. em Dorf es besser wie Heu em annere D. eine weniger vermögende Frau aus dem eigenen Dorf ist besser als eine reichere von auswärts Saarl-Niedaltdf.
Aus Halme göt et emol Str. alles hat seine natürl. Entwicklung Trier-Mehring.
Denne (den Dummen)
wiəss (wächst)
et Str. am Kopp erus Sieg.
Der Bur es nuət (durchaus nicht)
kontent (zufrieden):
es et Koəre got, dann küəsch (könnte)
et Str. beter sen; es et Str. got, dann klagt he üəver schleite Knöpp; send Kn. on Str. got, dann duəg (taugt)
siəker de Laf (Streu)
net WHeinsb.
Mos (Moos)
mat et Langk (Land)
los, Loof (Laub)
m. et L. [] doof (taub),
Hed (Heide)
m. et L. fried (wrede, zäh),
Str. m. et fruh uWupp, Sol, Eif.
Hei, Bauer, sä brav Kor; dat Kor get Str., dat Str. get Mest, dann gahste net verlor! May.
Wann Hei on Str. zesammekomme, göt et Feier, — dann brennt et, — as ke Lesches (Löschen)
mih wenn zwei Verliebte zusammenkommen Trier, Allg.; wenn zwei leicht reizbare Menschen z.k., gibt es bald den hellsten Streit LRip;
Str. on Kohle göt e Feier Trier-Mehring.
Wer alle Lügge (Leuten)
de Mul well stoppe, der muss vill Heu un Str. han Köln, Allg.
Wann Str. Meis (Mist)
wiərd, wellt et gefahre sen vom Emporkömmling Dür-Gürzenich, Elbf.
Die hät gen Str. en de Klompe (Holzschuhen) hat kein Vermögen Klev.
De hät Str. (en Wesch Str.) em Kopp, — de Kopp voll Str., — necks als Str. em K. ist sehr dumm Sieg, Allg., —
Holz on Str. em K. Neuw-Weroth, —
och ken Str. em K. ist klug Rip, Allg.;
dau host Str., wo die anner Leit Hire (Hirn)
hon Rhfrk, Mosfrk, Ahrw-Remag.
Lerig Str. dresche Unsinn schwatzen Rhfrk, Allg.
He es drüg (trocken)
henger de Uahren on het et Str. vam Arsch geschott er ist konfirmiert worden Elbf.
Dä geht e paar Dag Str. bengen ins Gefängnis Heinsb-Erpen.
Wo mer Heu hät gelaht (gelegt),
kammer kei Str. läge alles gehört an seine richtige Stelle Köln-Stdt.
Er kaut (so langsam)
wie e Geiss, wann se Str. kaut Ottw-Stennw.
Gangk nit ze noh an dat Veh, dat friss dir sos et Str. us em Kopp! zum Dummen Neuw-Asb.
Se spenne (trecke) et Str. vom Dach eronner so fleissig sind sie beim Spinnen (Stricken) Birkf.
Hei mot och van mech et Geld lehnen, öm en Busch Str. te kaupen, dat hei sine Lüs verbrannen kann so arm ist er Mörs;
gei (kein)
Str. han, sin Lüs te verbrennen Sol;
dat (Mädchen)
botscht sich (putzt sich)
on et hät nach kä Str. fir de Leis ze berbrenne Saarbg, Mosfrk, Rhfrk;
däht se sich Str. kaafe, fer de Leis se verbr., anplatz de Hor se brennen! Goar-OGondershsn.
Now es et Best van Jann af, du hat en op et Str. gelege auf der Totenbahre Mörs-Sonsbeck, Geld.
Den helpe sej van et Bett op et Str. machen sie arm;
van't Bett op et Str. komme verarmen Klevld, Nfrk, Rip;
von den Feddern op et Str. komme Sol;
he es vam Heu op et Str. kommen hat nichts Gutes mehr zum Füttern des Viehs, war nicht sparsam, hat schlecht gewirtschaftet Gummb;
vom Holt op et Str. kommen Gummb-Stdt.
Schlop ek niet op Feərn, schl. ek doch op Str., dann steck mich och ken Feər in de Fott (Gesäss),
dann bitt mich och ken Floh! Mörs, Düss-Rath.
Wer das gläbt un sei Bett verkäft, der kann mirem (mit dem)
Arsch uf em Str. leie Rhfrk, Allg., —
der rötscht mem Hengesch (Hintersten)
om (en't) Str. Bergh-Ahe, Köln-Pulh, —
der kann op dem Str. rötschen Trier-Schleidw.
De Knoden aus dem Str. dreschen übermässig dr. Bitb.
Halme ut et Str. leəse einen Zeitvertreib suchen Heinsb, —
söken (suchen) Sol, Mörs. Der Faulenzer
kann net us dem Str. komme Dür, Rip.
Ech sein net aus Str. gedreht bin nicht so dumm May-Trimbs.
Et Mädche moss e Mann krein, on wenn e aus Str. as Saarbg-NLeuken.
Wenn de Märzlōch (-luft)
dorch et Heu on et Str. geht, wog (wiegt)
et nöcks mih Sieg-ODollend.
Et Veh mott em [] Str. versupe es muss ihm viel Str. gestreut werden MGladb-Hockst.
Dä hät et (schwer) em Str. ist vermögend kurköln. Neuw, Sieg, Waldbr, Gummb-Wiehl, Schleid-Hellenth.
Se retscht en't Str. kommt in die Wochen Ottw-Dirming, —
as an't Str. gefall (kun) Bitb, Mosfrk.
E laustert (passt of) wie en Sau (Laus), die en't Str. sächt (seicht) Rhfrk, Mosfrk.
Den hat mot Str. gedeckt scherzh. trägt einen Str.hut Prüm, Schleid.
Dat Perd es met Str. gefodert woode ist eine Schindmähre Köln.
Wer kriege Renge (Regen),
de Ferkes laupe mit langk Str. scherzh. zu einem, der eine lange Pfeife raucht Heinsb-Millen.
Heə sprecht Huhdütsch met Str. dronger (darunter) Hochdeutsch mit Streifen Aach-Stdt.
Dat es lo, wu de Honn möm Oarsch bellen on de Bauere möt Str. leschen Trier-Stdt;
das wor, wie de Rossel (ein Flüss-chen)
gebrannt hat on wie mer se met Str. gelescht hat Saarbr-GrRosseln;
wie dat geschāch, du brangkt de Bach, du koəme de Bure va Rüə (Aach-Röhe)
on leische de met Str. Aach, LRip.
Dat es, as wamme mit Str. bäckt das Brot wird nicht gar; es ist ein grosser Anlauf u. kein Erfolg, grosse Worte u. keine Taten Gummb-Berghsn.
Ömmes für Heu on Str. legen loten sich um ihn (den Kranken) nicht kümmern Sol, Heinsb
(— bruke). De drischt für et Str. wird für eine Arbeit nicht bezahlt, übt den Beischlaf aus, bekommt aber keine Kinder;
et geiht für et Str. Prüm-Burb. — Beim Sammeln für das Jahresfeuer wird auch Stroh geheischt:
Str., Str., zur nöjer Burg, die al es verbrannt, die nöj kömmt en't Land; mer han e Kend us Str. gemaht; we wellt et döfe (taufen)?
Den Her met de Knöfe (Knäufen, der Pfarrer);
we wellt et lovve? De Al honner (hinter)
dem Stuvveovve! zum Burgfeuer am 1. Fastensonntag Malm.
Str. on Str. on Schanzen, schier Owend john mer danzen; get os jet ze steiern fir de al Scheiern usf. WEif. —
Rätsel: Flutsch, flatsch em Denn (Tenne,)
schauer de Wänn (Wände);
et leit en der Scheier, hoorig beim Feier; of de Erd leit et, en der Loft fleit (fliegt)
et? das Str. Wend-Sotzw.
Bat werft mer gel (gelb)
en't Fauer (Feuer)
on kömmt rut eraus? Neuw-Rengsd. —
Volksgl.: Liegt Str. kreuzweise übereinander, dann stirbt bald jem. im Hause Allg.; liegt ein Str.halm in der Stube, kommt Besuch Allg.; wenn ein Str.halm im Hof in einer Pfütze umhertreibt, stirbt jem. aus dem Hause Prüm-Wachsw. Man legt der Leiche 3 Kreuzchen von Str.halmen auf Kopf, Brust u. Füsse Monsch-Rötgen. — 2. übertr. a.
Strehchen n. Strohmatte; ein gewöhnlich rundes Geflecht aus Str. od. Binsen dient als Unterlage unter Schüsseln udgl. (z. Schutz des Tischtuchs) Mosfrk an der Saar, Mos bis einschl. Bernk. — b.
Str. on Leim (Lehm) Sauerkraut mit Kartoffelbrei gemischt, — mit Erbsen gemischt Rhfrk, Siegen. — c.
Str. schwätzen verächtl. Unsinn reden Allg. — Abl.:
dat Gestrühz.