mein meist attr, seltener präd, vereinzelt unflekt in Fügungen wie ‘m. sein’ od ‘m. gehören’; auch (mit Artikel) mit Rückbezug auf Vorhergenanntes; öfter auch subst; als Attr auch unflekt nachgestellt, zB GWBDjG
32,40 ElsässVolksl Lied HermMagd 19
(uö ebd), unflekt vor weiterem Attr, zB GWB8,47,1
; mundartl ‘mei’ GWB3,57 Freibeuter 5
(uö ebd), Flexionsendung unvollständig aus Reimzwang GWB14,86 Vs 1825
, auch abgekürzt, zB GWBT1,44,20
, auch subst Kleinschr, zB GWB11,145,10
, vereinzelt Großschr in alleinstehend-rückbezüglicher Stellung mit Artikel, zB GWBB40,174,9
; zu ‘mein’ als Gen des PersPron ‘ich’ kanzleisprachl vor Apposition (GWBDjG
32,61,6
, GWBDjG6,325,3
, GWBDjG3,365,31
) vgl s v ich 3a 1
Besitz von mir anzeigend a
mir als Eigentum gehörend, mir eigen; auch verstärkt durch ‘eigen’; mit konkr-gegenständlichem Bezug [
Adelheid zum Mörder:] Willst du
m. Gold? M-e Juwelen? nimm sie, lass mir das Leben GWB39,183,6 Götz
1 V [
Gretchen:] Ein Schmuck!..|Wem mag die Herrlichkeit gehören?..|Wenn nur die Ohrring' m-e wären! GWB14,137 Faust I 2796 Auch bitt ich Sie mir zu melden: was von dieser [
Geld-]Summe für Götz ist? denn das ist alleine
m., wie das übrige allein Mercken gehört GWBB30,4,16 Boie 4.6.74 der Herzog hat das Büchelchen..das
m. gehört GWBB8,18,11 Seidel 2.9.86 Sollten die fünf [
Majolika-]Schalen für 50 bis 60 Gulden zu erhalten seyn, so würde sie gern dafür
m. eigen nennen GWBB44,33,20 Schmidmer 18.3.28 K 39,111,7 Götz
1 III 33,20,9 Camp DjG
33,373,10 RAnw [24.7.73]
uö iSv von mir angeboten [
Milchmädchen:] Kauft m-e Milch!|Kauft m-e Eier! GWB16,29 JahrmPlund
2 434f
uö(ebd selten) ‘das M-e’: mein Eigentum, alles mir Gehörende; mehrfach ‘(das) M. und Dein’ [
Faust zu Helena:] Was bleibt mir übrig als mich selbst und alles,|Im Wahn das M-e, dir anheim zu geben?|..laß mich..|Dich Herrin anerkennen, die..sich Besitz und Thron erwarb GWB15
1,210 Faust II 9269 [
Gouverneur:] Um Gut und Erbe wird sogleich ein Streit,|..Gehässig aufgeregt, und wenn Verwandte|Um's
M. und Dein gefühllos hadern, trifft|Den Fremden, der sich eingemischt, der Haß|Von beiden Theilen GWB10,362 NatT 2469 wenn es Lebenshandlungen, Parteiungen, Meinungen, Vortheile des
M. und Dein, Neigungen gilt, so sind..Verkettungen unauflöslich GWBN11,309,19 Induktion [
Prometheus:] Das was ich habe, können sie [
die Götter] nicht rauben,|Und was sie haben, mögen sie beschützen.|Hier
M. und Dein,|Und so sind wir geschieden GWB39,198 PromethFragm 1773 Vs 74 50,111 ReinF VIII 235 B15,223,3 Schiller 28.4.01
uö im Übergang zum geistigen/seelischen Besitz, auch zum kreativen Vermögen; einmal im Polyptoton komp in Analogie zum Adj Wir [
Schiller u Goethe] haben viele Distichen gemeinschaftlich gemacht..Wie kann nun da von
M. und Dein die Rede sein! GWBGespr(FfA II 12,293,17) Eckerm 16.12.28 eine schöne Silberarbeit für einen Cardinal zu machen. Es war ein Kästchen nach dem porphyrnen Sarg vor der Thüre der Rotonde. Was ich [
Cellini] von dem M-en dazu that, und womit ich die Arbeit bereicherte..erfreuten meinen Meister höchlich GWB43,42,16 Cell I 3 [
Hermann zu Dorothea:] Du bist mein; und nun ist das M-e m-er als jemals GWB50,267 HermDor IX 311
uö subst iSv das mir Mögliche [
Wirt in Sorge um seinen Ruf zu dem bestohlenen Alcest:] Doch bitt' ich, vor der Hand es gütigst zu verschweigen;|Ich will das M-e thun. Ich hoff', es wird sich zeigen GWB9,85 Mitsch
3 632 B8,62,6 Wieland 17.11.[86]
uö(selten) b
(zeitweilig) von mir in Besitz, in Beschlag genommen; auch: mir zur Nutzung zur Verfügung stehend zum Zeichnen ein sehr bequemes Plätzchen [
in Malcesine]..neben einer drei, vier Stufen erhöhten verschlossenen Thüre..Ich stand auf m-en Stufen..und überschaute das immer sich vermehrende Publicum GWB30,44,28 ItR Tobacks-Pfeifen Köpfe, die in m-en Schubladen liegen GWBB51,490 JMFärber 23.6.22 Beatrix war..in m-e [
Cellinis] Kammer gelaufen GWB43,248,6 Cell II 5 in dem verfallnen Cabinetgen..das sein [
des Grafen von M..] Lieblingspläzgen war, und auch m-'s [m-es GWBWerth
2] ist GWBAA5,2 Werth
1 I 33,106,10 Camp 8,279,19 Egm V
uö c
mir (zu)gehörig; ein besitzähnliches Verhältnis bezeichnend; meist von Immateriellem; oft abgeblaßt Während der vielen Jahre in denen ich einem bedeutenden Theater vorstand hab ich die Stücke niemals anders als in Bezug auf die Bühne und ganz eigentlich meine Bühne betrachtet GWBB49,236,3 Schubarth 14.2.32 [
Xanthe:] Bedeutend fand ich steets|die sanften Träume die der Morgen uns|ums Haupt bewegt. [
Arete:] So war der m-e GWB10,416 Nausikaa Plp DjG
32,241,8 RAnw [3.2.72]
uö d
emphatisch, mein Selbst bezeichnend; einmal iSv sich unter Kontrolle habend; auch subst: das meine Individualität, mich selbst Ausmachende, einmal ‘M., Dein und Sein’ vgl s v dein; auch abgeblaßter ‘für m-e Person’ iSv für mich u ‘in m-em Namen’ iSv stellvertretend für mich als Mariane..ausrief:..Wenn Norberg zurückkehrt, bin ich wieder sein..aber bis dahin will ich
m. sein GWB21,5,4 Lj I 1 [
betr Zustimmung Carl Augusts zum weiteren Verbleib Goethes in Italien] Sie geben mir Raum daß ich erst recht
m. werden kann GWBB8,240,2 CarlAug 11.8.87 Sie [
die Flasche Wein] ist leer und ich nicht
m. GWB4,171 Hab' ich tausendmal 8 Dieses ganze
M. will ich [
Mariane] dem geben, der mich liebt und den ich liebe GWB21,5,6 Lj I 1 Ich habe..für m-e Person nichts gemäßer gefunden, als..die Werke der griechischen Dichter und Bildner GWBB25,76,15 Knebel 9.11.14 9,283 Mahomet 155 15
1,230 Faust II 9734 [
Zit s v dein] GWBB42,184,11 Ottilie 16.5.27
uö 2
mir wesensmäßig zugehörig a
eine (durative) Wesenseigenschaft, auch: ein Körperteil von mir bildend; auch in bildl od metaphor bzw metonym Zshg, einmal ‘mich m-er Haut wehren’ [
Faust zu Gretchen:] Mein schönes Fräulein, darf ich wagen,|M-en [
M. GWB39,252 Urfaust 458] Arm und Geleit Ihr anzutragen? GWB14,128 Faust I 2606 [
Brief von Schreiberhand] Verzeihung der fremden Hand! Die m-e will nicht mehr fördern GWBB44,309,6 Georg vMecklenbg 3.9.28 [
Einsiedler:] Und sing' ich dann im Herzen
m.|Lob Gott mit allen Würmelein GWB16,78 Satyros 38 Auch schätzt er [
Fürst] m-en Verstand und m-e Talente mehr als dieß Herz GWBAA89,6 Werth
2 II
M. ganzes inneres Wirken erwies sich als eine lebendige Heuristik GWB42
2,153,18 MuR(328) 14,39 Faust I 665 AA3,7 Werth
1 I [meinige GWBWerth
2] GWB8,125,16 Götz
2 IV
uö iSv den Kern, die Substanz des eigenen Wesens ausmachend; auch ‘für m. Leben gern’ Die Individualität eines Menschen ist ein wunderlich Ding, die m-e hab' ich jetzt recht kennen lernen GWB32,118,12 ItR Hier sitz' ich, forme Menschen|Nach m-em Bilde GWB2,78 Prometh Vs 52 [
Iphigenie:] Ein unnütz Leben ist ein früher Tod;|Dieß Frauenschicksal ist vor allen m-s GWB10,7 Iph
2 116 Da ich in den Annalen m-es Lebens auf 1804 gelange GWBB39,201,14 Meyer 23.5.25 B25,22,15 ABrentano 28.8.14 B2,160,2 Kestner 11.5.[74] B44,261,3 Zelter 9.8.28
uö mich darstellend; mich repräsentierend Tischbein..Mahlt
m. Portrait GWB30,303,25 ItR Plp Kügelgen..mahlte Wielands Porträt und m-s nach der Person GWB36,50,22 TuJ 1809 einzelne Päckchen sind mit Inschriften versehen, andere ohne dieselben, alle jedoch mit m-em Ringe versiegelt, wenn du irgend ein Exemplar in meinem Namen verschenken wolltest GWBB42,149,21 Zelter 22.4.27 B45,44,7 Rauch 4.11.28 11,157,19 Stella III
uö b
eine (momentane, situative) Ausrichtung, Befindlichkeit, auch Empfindung von mir kennzeichnend; auch iSv aufgrund einer seelischen Befindlichkeit, auch geistigen Fähigkeit mir zugehörig in m-em jetzigen unruhigen Zustande GWBB12,167,1 Schiller 22.6.97 [
Amine zu Eridon:] bist Du nicht Schuld an mein- und deiner Pein? GWB9,23 LauneVerl 303 m-e Theilnahme wegen der eingefallenen Krankheit..bezeugen GWBA(Knittermeyer 7) JMFärber 10.5.15 Hierbey ein Liedgen von Mignon [
‘Nur wer die Sehnsucht kennt’] aus dem sechsten Buche [
von ‘Wilhelm Meisters theatralische Sendung’]. Ein Lied das nun auch
m. ist GWBB7,67,21 ChStein 20.6.85
m. weniges Hebräisch GWB28,100,17 DuW 12 B12,152,13u15 CarlAug 12.6.97 53,156,8 iNamLavaters [1774]
uö mBez auf eine geistige od seelische Haltung, Vorstellung hier habt Ihr
m. und meiner ganzen Gemeine Glaubensbekenntniß GWB37,170,16 BriefPastors wenn ich diesen m-en Gründen soviel Gewicht gebe GWBB22,163,25 Rochlitz 11.9.11 [
Sickingen:] M-e Meynung ist, sie sollen.. GWB39,131,6 Götz
1 IV [
in Rom] es ist alles wie ich mir's dachte und alles neu. Eben so kann ich..von m-en Ideen sagen GWB30,199,10 ItR Ihr Entschluß wird den m-en bestimmen GWBB15,54,3 Schiller 5.4.00 B3,50,7 Gfin Stolbg [10.4.]76 B51,194 Voigt 16.6.06 24,37,7 Wj I 3
uö 3
in einer bestimmten, festen Beziehung zu mir stehend a
von verwandtschaftlichen u/od engen persönlichen Beziehungen, Liebesbeziehungen; vereinzelt von Gott; häufig ‘m. sein’; einmal liebessymbolisch mBez auf das Verhältnis zwischen Künstler u Kunstprodukt [
Reineke zu Nobel:] Krank lag euer Vater, sein Leben rettete m-er GWB50,144 ReinF X 267 [
Gemahlin zum revoltierenden Bauerntrupp:] Gebt mir m-en Mann, ihr Männer GWB39,150,21 Götz
1 V [
Lucidor im Gedankengespräch zu Lucinde:] kannst du mich lieben, willst du
m. sein GWB24,128,3 Wj I 8 Ich [
Schöne Seele] flehte zu m-em Gott GWB22,311,15 Lj VI [
Künstler zum lebensgroßen Bild der Venus Urania:] Wo mein Pinsel dich berührt, bist du
m.:|Du bist ich, bist mehr als ich, ich bin dein GWB16,143 KünstlersErdew 13 B51,239 Cotta 8.7.08 39,315 Urfaust Kerker 44 11,168,16u18 Stella III
uö ‘der/die M-e’ für: der/die mir innigst Verbundene, Geliebte; vereinzelt auch zugleich im rechtlichen Sinn für: Ehefrau [
Nichte:] Ich vergaß, daß er [
Marquis] nie der m-e werden konnte - daß er Ihnen [
Marquise] angehört GWB17,167,2 GrCoph II 6 ich will meine kleine Freundinn [
Christiane]..völlig und bürgerlich anerkennen, als die M-e GWBB19,197,17 WChGünther [17.10.06] 12,109,20 Fischerin
uö ‘die M-en’ für: meine Verwandten, meine Familie, meine Angehörigen [
Reineke:] Soll ich nach Rom? Wie werden indeß zu Hause die M-en|In Verlegenheit sein! GWB50,113 ReinF VIII 275 [
in Jena] Abends kamen die m-en [
Christiane u August] GWBT2,48,11 v 19.9.96 10,392 Iph
2 Var [meiner Vielgeliebten GWB39,323,13 Iph
1 I 1] GWB10,361 NatT 2462
uö b
von allg, standesbezogenen, beruflichen Beziehungen zwischen Personen [
Götz über Weislingen:] wenn er..nur..m-e Freunde fördert, m-en Feinden nicht beisteht GWB13
1,236,12f Götz
3 II m-es Nachbars Grund und Boden GWB13
1,321,17 Götz
3 V [
Knecht:] Ich und
m. Kamerad GWB39,22,11 Götz
1 I~8,23,20 Götz
2 I Wenn der Herzog kommt so soll
m. [
Diener JGP]Götze gleich herspringen und es mir sagen GWBB6,102,5 ChStein [Anfang Dez 82 Korr Fränkel
2 1,441] [
Gottfried:] M-e Leute wo sind die!..Sie waren m-e Gesellen GWB39,125,7u11 Götz
1 IV~8,123,12u16 Götz
2 IV A1,119,13 Votum 14.12.80 39,154,17 Götz
1 V 39,89,15 Götz
1 III~8,87,24 Götz
2 IV
uö ‘die M-en’ für: meine Untergebenen, meine Anhänger, auch: die mir Gleichgesinnten [
Thoas zu Arkas:] Geh und gebiete den M-en [meinem Volke GWB10,89 Iph
2 2022] Stillstand, es harr' jeder ohne Schwertstreich auf mein Wort! GWB39,398,18 Iph
1 V [
Mahomet:] Von mir geht eine rasche Wirkung aus,|Die auch den M-en hohes Glück verspricht GWB9,303 Mahomet 631 14,79 Faust I 1628 10,365 NatT 2530
uö(selten) c
von (Lebens-)Räumen; auch hyperbolisch Menschen, die von allerley Enden m-es Vaterlands..in m-e Gegend, zu mir kommen GWBB2,234,20u22 Gfin Stolbg 13.2.75 [
Homunkulus:] Ich..möchte gern im besten Sinn entstehn,|Voll Ungeduld
m. Glas entzwei zu schlagen GWB15
1,146 Faust II 7832 [
Satyros:]
M. ist die ganze weite Welt,|Ich wohne wo mir's wohl gefällt GWB16,86 Satyros 169 15
1,145 Faust II 7811 12,133 ScherzLR 309
uö 4
ein Verhältnis von mir zu jdm/etw bezeichnend a
(emotionale) Zugewandtheit, (innere) Beteiligung von mir kennzeichnend Ich habe nun erst die zwei italiänischen Städte gesehen..aber ich kenne m-e Italiäner schon gut GWB30,85,15 ItR Die größte Kunst..besteht darin, das Problem in ein Postulat zu verwandeln..
m. alter Jungius in seiner Logica hamburgensi hat darüber Auskunft gegeben GWBB44,261,14 Zelter 9.8.28 [
Frosch:]
M. Leipzig lob' ich mir! GWB14,103 Faust I 2171 Ich weiß m-e Osteologie auf den Fingern auswendig herzusagen GWBB6,75,22 Merck 27.10.82 [
Faust:] Mich drängt'
s..|Das heilige Original [
Bibel]|In
m. geliebtes Deutsch zu übertragen GWB14,62 Faust I 1223 26,255,15 DuW 4 T1,160,4 v 8.9.86 B3,180,13 ChStein 10.10.[77]
uö von Zeitabschnitten iSv von mir erlebt, durchlebt Mannichfaltigkeit, die mir doch nicht viel hilft, indem in m-en Jahren die Resultate sich immer mehr in's Enge ziehen müssen GWBB44,50,23 Nees 2.4.28 Racine, der Abgott der zu m-er Zeit lebenden Franzosen GWB26,170,15 DuW 3 Ich wollt die Geschichte m-er vier letzten Monate lies sich schreiben GWBB3,30,16 Fahlmer 19.2.76 Ich..brachte m-en Abend vergnügt..hin GWB27,248,4 DuW 9 B22,140,6 Grotthuß 6.8.11 B6,225,2 ChStein [8.12.83]
uö zur Kennzeichnung einer von mir als Erzähler im Text zuvor eingeführten Figur Ach, sprach
m. Mann: hier ist der Ort,|Aller Wünsche sichrer Friedensport GWB38,62 EwJude 221
uö(selten) iSv mein Werk, das von mir Dargebotene rezipierend; von einer Öffentlichkeit Da ich..gerne schreibe,|Mögen's m-e Leser tragen! GWB3,351 ZXen VI 1610 ich..fing..einige Verse aus dem Heldengedichte herzusagen
an..unter großem Gelächter m-er Zuschauer GWB21,37,7 Lj I 7 30,47,1 ItR B50,88,17 ChStein [Dez 05 Korr Fränkel
2 2,410]
uö(selten) b
mir passend, genehm, gefällig; auch iSv von mir erwünscht [
Georg:] Da er [
Weislingen] des andern Tags in die Messe ging, passt ich m-e Zeit ab GWB39,76,27 Götz
1 II [
Weislingen:] Ich gebe Bamberg gute Nacht! Hier steigt
m. Tag auf. Marie wird das Glück meines Lebens machen GWB13
1,229,11 Götz
3 II [
betr 21. Juni als Geburtstag SZiegesars] Nennet mir bei Zeiten gleich den schönsten Tag,|..Keiner ist der m-e der sich rücken läßt;|Einer ist's, der eine, dieser steht so fest GWB4,236 Nicht am Susquehanna 19 14,100 Faust I 2109 c
mir ein Anliegen seiend, mir wichtig, auch: notwendig ich..eröffne m-en Wunsch ein Mittagsbrod bey Ihnen einzunehmen GWBB51,446 JMFärber 7.11.18 es mag nun diese m-e Aufnahme [
in den Illuminatenorden] zu Stande kommen oder nicht GWBB(GJb111,319) Loge Gotha 11.2.83 [
Georg:] damit ich..
m. Essen und Trincken verdiente, geleitete ich Reineckische Bauern nach Bamberg GWB39,76,9 Götz
1 II~8,70,9 Götz
2 II 33,32,25 Camp N7,217,16 AllgVergleichungslehre B44,251,1 Kanzl Müller [7.8.28]
uö d
von mir gewohnt, gepflegt; regelmäßig bei mir auftretend; auch ‘nach m-er Art/Weise’ Die lateinische einladende Inschrift [
über dem Haupteingang des Dornburger Schlößchens] hatte ich mir nach m-er Art einstweilen..übersetzt GWBB44,213,6 Kanzl Müller [18.7.28] So vertraulich..hab ich nicht leicht ein Pläzchen gefunden..und trinke m-en Caffee da, und lese m-en Homer GWBAA12,21u22 Werth
1 I~Werth
2 [
Ottilie zur Vorsteherin:] ich habe gerade heute wieder
m. Kopfweh GWB20,61,16 Wv I 5 30,224,24 ItR
uö e
mir aufgegeben, mir obliegend, in meine Zuständigkeit fallend [
Bologna im Streit mit Cellini um den königlichen Auftrag einer künstlerischen Arbeit:] die Arbeit ist mir einmal aufgetragen und sie ist
m. GWB44,98,15 Cell III 8 [
Adelheid:] Franz, du rechenst deine Dienste hoch
an. [
Franz:] M-e Dienste für nichts, gnädge Frau GWB39,169,11 Götz
1 V [
Oberster:] ich kenne nur m-e Ordre und werde sie vollziehn GWB17,236,9 GrCoph V 6 [
Georg:] Ich..sagte m-e Commission GWB39,77,17 Götz
1 II In so hohen Jahren..vermehren sich m-e Verpflichtungen auf mancherlei Weise GWBB40,216,3 Oldendorp 30.12.25 K 50,282 Achilleis 318 B20,40,7 Zelter [Anf Apr 08]
uö iSv unter meiner Beteiligung durchgeführt das auf m-em [
JCMämpels] spanischen Feldzuge niedergeschriebene Tagebuch GWBB39,313 Cotta [14.2.25] K f
mir zustehend, gebührend [
Wanderer zur ihn trotz seiner Hilfeleistung aus Hunger angreifenden Schlange:] Das ist
m. Dank? Das hab' ich verdient? GWB50,127 ReinF IX 239 DjG
34,304,11 RAnw [3.10.74] g
mich betreffend, auf mich bezüglich; auch in Fügungen wie ‘auf/von m-er Seite’, ‘(für) m./an m-em Teil’ [
Götz über Weislingen:] Er wird..sich in m-e Händel nicht mischen GWB13
1,236,14 Götz
3 II Sonst gehn m-e Sachen gut GWBB6,57,3 ChStein 12.[9.82] Ich hoffe vor m-em Abscheiden aus diesen Gegenden Ihre Schätze in Heidelberg zu bewundern GWBB25,16,13 Boisserée 13.8.14 [
Götz:] ich glaubte das Recht auf m-er Seite zu haben GWB13
2,309,5 Götz
3 Var B44,218,13 August 18.7.28 39,114,24 Götz
1 III~8,113,12 Götz
2 III B45,184,27 WHumboldt 1.3.29 K
uö 5
in Anrede als Ehr-, Höflichkeits-, Vertrautheits-, Liebesbezeugung; einmal im Bibelzitat nach Matth 27,46 [
Herzog zum König:] Was ich zu sagen habe, könnt' es wohl|Ein andrer besser hören als
m. König GWB10,249 NatT 49 [
Faust zu Gretchen:]
M. schönes Fräulein, darf ich wagen,|Meinen Arm und Geleit ihr anzutragen? GWB14,128 Faust I 2605
M. Vater,
m. Vater, und hörest du nicht,|Was Erlenkönig mir leise verspricht? GWB1,167 Erlkönig 13 Lebe nun wohl m-e Geliebteste GWBB7,238,22 ChStein 6.7.86 [
Werther in Verzweiflung:]
M. Gott!
M. Gott! warum hast du mich verlassen? GWBAA106,2 Werth
1 II 28,9,28 DuW 11 B45,21,7 Soret 11.10.28
uö in Ausrufen (der Verwunderung od Ergriffenheit) [
Nymphe der Saale:] Seht, da kommt was [
die Schauspielkunst] gefahren|..Bei m-er Treu! bei m-er Sechse!|Die ist just so von meinem Gewächse,|Eine Nixe wie ich GWB13
1,108 Was wir bringen Halle [1814] Vs 305 [G/Riemer] [
Adelheid:] Ich fühle deine Lieb' und Treu', und werde nie unerkenntlich sein. [
Franz:] Wenn ihr das fähig wärt, ich müßte vergehn.
M. Gott, ich habe keinen Blutstropfen in mir der nicht euer wäre GWB8,134,11 Götz
2 IV 6
von mir stammend, ausgehend, bewirkt a
von mir hergestellt, produziert; auch: durch mich zustande gekommen; meist von Werken; einmal ‘das M-e’ für: mein Werk [
Tasso zum Herzog:] Sah ich die Züge meiner Feder an;|So konnt' ich sagen: Dieses Werk ist
m. GWB10,121 Tasso 401 dann befahl ihm [
Tobias] der Papst, er solle einen Kelch, nach der Weise des m-en [
Cellinis]..sogleich anfangen GWB43,180,4 Cell I 12 M-e Farbenlehre war bis etwa in den 10. Bogen abgedruckt GWBB48,4,14 Zelter 6.11.30 [
betr Vorgehen gegen unrechtmäßigen Nachdruck von Goethes Ausg letzter Hand] Einem geprüften Wohlwollen und anerkannter Thätigkeit mich und das M-e auch fernerhin angelegentlichst empfehlend GWBB47,223,16 FFHKüstner 14.9.30~B42,143,4 FJFrommann 15.4.27 [
Omar:] Seide klagt sich [
wegen der Ermordung Sopirs] an:
M. ist die That! GWB9,356 Mahomet 1700
M. Peitschen Hieb übers Aug GWBB3,16,17 ChStein [etwa 8.1.76] B5,29,5 ChStein 31.12.80 11,187,19 Stella V [meinigem
Var] GWB8,162,20 Götz
2 V
uö ‘etw m. machen’: etw wie das eigene Werk aussehen lassen [
betr JFReichardts Verfahren, in seiner Zs ‘Deutschland’ Auszüge aus Schriften anderer zu publizieren] Auszuziehen versteh' ich und zu beschmutzen die Schriften,|Dadurch mach' ich sie
m., und ihr bezahlet sie mir GWB5
1,237 Xen 225(47)
abgeblaßter iSv von mir geäußert/zu äußernd daß Sie mich durch ihr Billet recht tief beleidigen, indem Sie m-e redlichen, treuen, heiligen Worte von heute früh so grad an der Quelle parodiren und trüben GWBB50,90,3 ChStein [Ende 15/Anf 16 Korr Fränkel
2 2,468] Beiliegendes wäre Bergrath Lenz, mit m-en besten Grüßen zu übergeben GWBB51,466 JMFärber 23.1.20 für die so mannichfaltigen..Sendungen m-en schuldigen Dank abstatten GWBB39,193,16 CarlAug 18.5.25 K B36,245,17 Grüner 25.12.22 A(SchrGG6,317) Aufzeichng nach Theaterkrise [nach Nov 08]
uö b
von mir erteilt; auch iSv von mir angeordnet Oft wiederhohlt' ich m-en Kuß GWB37,23,1 Annette Kunst Spröden zu fangen I [
Bischof zu Weislingen:] Ich geb dir m-en Seegen GWB39,62,24 Götz
1 II~8,63,20 Götz
2 II [
Götz zu Georg:] Richte m-en Befehl aus GWB13
1,244,7 Götz
3 II gegen diese m-e Anweisung an Herrn Freyherrn von Odeleben..funfzig Thaler Sächsisch gefällig auszahlen zu lassen GWBB34,287,5 Odeleben 16.6.21 K 39,173,2 Götz
1 V 13
1,244,4 Götz
3 II B50,36,17 Frege [4.5.11] K
uö 7
als Interj [
Altmayer in Auerbachs Keller:]
M.! Sollte wohl der Wein noch fließen? GWB14,113 Faust I 2332
uö(selten) 8
metasprachl a
in Hinblick auf die Bedeutung (vgl Pkt 4a); einmal mBez auf die Art der Anrede (vgl Pkt 5) vor dem Hintergrund des Gleichheitsgrundsatzes der Frz Revolution Man bedient sich des Wortes mein um ein Verhältniß zu Personen und Sachen anzuzeigen, mit denen man aus Neigung oder Pflicht verbunden ist, ohne sich darüber eine Herrschaft oder Eigenthum anzumasen. Ein Cassier sagt meine Casse, man sagt unsre Finanzen u.
s. w. obgleich alles des Fürsten oder des Landes ist. Meine Herrn Cameralen konnte also wohl nichts weiter heisen, als: die Herrn von der fürstlichen Cammer, die durch Serenissimi Willen, in gewissen Sachen an mich gewiesen sind, mit denen ich öffters zu thun habe GWBB6,159,28 u 160,4u6 JFFritsch 6.5.83 [
Schnaps:] Man sagt nicht: Herr General. Man sagt:
m. General! Bürger-General! - Es ist kein Mensch ein Herr GWB17,272,5 Bürggeneral 6
uö(ebd selten) b
in Hinblick auf die Laut- bzw Buchstabenähnlichkeit mit bedeutungsverwandten bzw wortartgleichen Wörtern Wenn Worte, die sich auf einander beziehen, gleichen Klang haben, wie mein, dein, sein GWBN11,168,26 Symbolik Die Memnonik, bringt die Gegenstände durch vergleichung andrer zum Ausdruck. In dein, Sein,
m., liegt derselbe Begriff; nur durch die vorgesezten Buchstaben, erhält es die anwendbare Beziehung GWBGespr(Gr5,662) ChSchiller 30.10.05 Rüdiger Nutt-KofothR.
N.-K.