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unsterblich

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

unsterblich adj. adv.

Bd. 24, Sp. 1419
unsterblich, adj. adv. , gth. v. sterblich, immortalis, ἀθάνατος, wird erst im 16. jh. üblicher zum ersatz des veraltenden gemeingerm. untödlich (s. d.). zwar bildete schon Notker (2, 60, 20; 75, 6 P.) unstirbig und im mhd. (unsterbelich, vgl. unsterbende; mnd. unstervelk Diefenbach n. gl. 40a, unsterflik) wie im mnl. (onsterfelijc, -like, nl. onsterfelijk, -like) hat die entwicklung unsers wortes begonnen (s. bed. 1 a, b, e); aber i. a. sind doch die hauptbedeutungen 2 und 3 erst durch die gedankenwelt der renaissance (Burckhardt d. cultur der ren. 210, 284; 379; 110, 152) hindurchgegangen; bed. 4 entstammt fremdsprachlichen stilistischen vorbildern, die auch auf bed. 3 eingewirkt haben. den mundarten ist das wort so gut wie fremd. steigerungsformen erscheinen nur in bed. 3. 11) als auszerwesentliche eigenschaft, nicht im philosophisch-transcendenten sinne. a) wer nicht stirbt, nicht zu sterben braucht: Brun v. Schonebeck hohes lied 5390; der unsterblich (2. Samuel. 12, 14) David ward sterblich im 56. jar Nas antipap. eins u. hundert 1, 52b; so ist es wunder, dasz die Spanier nicht hünerfedern (s.unruhe 4) zur sache gebrauchet haben, wie sie in Indien für u. sind gehalten worden J. Prätorius philosophia colus (1662) 170; winterflucht 115; einerley speise und keine artzney, das macht die kinder u. Christian Weise die d. klügsten leute (1675) 27; von ihrem unsterblichgeglaubten oberpriester allg. d. bibl. 85, 237; dieser unsterbliche greis (d. groszcophta) Göthe 17, 135 W.; auch seine Louise ist nicht u. Schiller 3, 490 (kabale und liebe 5, 5); körperlich u. v. d. Steinen naturvölker Zentralbrasiliens (1894) 6. ebenso: u. war sein (Adams) leben Kehrein kirchenlied 1, 378. b) unsterblicher tod, verdammnis, in der man nicht stirbt: zuo Lucifer und allen sein gesellen in die unsterblichen tods not on all uffhörung frü und spot beichtspiegel bei Dacheux d. ält. schr. Geilers v. Kaysersberg 155; ähnlich: ohne eines oder des andern liebe aber würde mein leben ein unsterblicher tod seyn Lohenstein Arm. 2, 474; unüblich. c) was nicht untergeht, verdirbt, aufhört, sich immer erneuert, fortsetzt u. dgl. attributiv: o gott, du unsterblicher trost aller, die was fodern Luther 12, 43 W.; tugent S. Franck sprichw. (1541) 1, 145a; von dem langwürigen und gleichsam unsterblichen rechtsprocessen Schupp schriften 300; J. Möser 3, 289; thorheit ist es ... nach der unsterblichen schelle laufen Klopstock oden (Hamburg 1771) 166; unsterbliches jauchzen Messias 1, 423, von Schönaich neolog. wb. 203, 21 K. verspottet; folter Jean Paul 1, 300, kirche Raumer Hohenstaufen 4, 57, staat Treitschke d. geschichte 3, 561; bei diesen unsterblichen gerüchten Karol. Bauer komödiantenfahrten (1875) 13; die unsterblichen alten possen Scherer litgesch. 251. prädicativ: dennoch ihr königliche authoritet u. bleibt Kirchhof wendunmuth 2, 100; Zinkgref apophthegmata (1628) 282; Lehmann florilegium 1, 220; warheit ist u. Petri X x 8a; ist sie (d. sprache) nicht u.? Klopstock gramm. gespr. (1794) 113; solch ein körper (die Jenaer universität) wäre freylich lange todt, wenn er nicht u. wäre Göthe IV 28, 52 W.; solls nimmer anders werden? die schmach unsterblich sein? O. Ludwig 1, 105 (vgl. αἰσχύνη ἀθάνατος); bei uns ist frühling, ich kann deinen veilchenstrausz immer ersetzen, er ist u. wie der lama G. Büchner nachgel. schr. 281; etwas unsterbliches ... die eitelkeit Holtei erz. schr. 5, 11 (vgl. unaussterblich). bes. von geschlecht und volk: da nun die nationen u. sind, so hängt es von ihnen ab, immer wieder von vorn anzufangen Göthe 49, 182 W.; schr. d. Götheges. 21, 93; die idee des unsterblichen volkes Immermann 1, 189; hier ist das wohlbehagen erblich, die wange heitert wie der mund, ein jeder ist an seinem platz unsterblich: sie sind zufrieden und gesund Göthe Faust 9552; adv.: verlangen in seinen nachkommen u. zu plühen und zu erscheinen Garg. 96 ndr. zusammenflieszend mit bed. 3: dess ... unsterblichen ... hauss Österreichs Guarinonius dedicatio 7b. d) wie ewig übertreibend und spottend von dem, was sich oft wiederholt, nie fehlt: sie, die man .. immer nur .. mit dem unsterblichen schimmelzug ... sich hatte entfernen sehen François Reckenburgerin 1, 80; die unsterblichen schuster schwarz und grün wie pech und hoffnung G. Keller 2, 178. e) rechtssprachlich; 'was bei jemandes tod auf seine erben übergeht', z. b. von lehen mnl. wb. 5, 948; vgl. immortalia tributa Tacitus hist. 4, 32; immerdauernd: sie wolten sie (die tochter) in das vortreffliche reiche closter B. thun und alle ihr vermögen zu einem unsterblichen reichen gestifte ewigen gedachtnüsses machen Riemer polit. stockfisch 340; vgl. unsterblichkeit 1 e; ähnlich G. Keller 2, 102; guter leute freundschafft sol unsterblich seyn und von den eltern auff die kinder erben Petri h h 2a. 22) als wesenhafte metaphysische eigenschaft; M. Mendelssohn 5, 450. a) von gott und göttern: das ist der grosmächtig und unsterblich got Brixener passion bei Wackernell Tirol. passionssp. 203; gnädiger, unsterblicher, gerechter und heiliger erlöser Göthe 43, 173 W.; aller ehrlichen sachen beginnen ist lobenswert, das vollführen steht bei dem unsterblichen P. Fleming d. ged. 1, 80 L.; ich bete den unsterblichen an d. erzähler des 18. jhs. 40 Fürst; der unsterblichen götter Barth weiberspiegel (1565) p 5b; die unsterbliche nymfe J. H. Voss Odyssee 1, 14; der bettgenosz unsterblich schöner frauen Göthe 10, 101 W.; die unsterblichen Wieland Agathon 1, 314; Herder 3, 69; Göthe 2, 85 W.; unsterbliche heben verlorene kinder mit feurigen armen zum himmel empor 1, 230 W. b) von engeln: wie sie denn auch seind allzusam ... unsterblich, weder jung noch alt Ringwaldt christl. warnung c 1a; des unsterblichen blick Grillparzer 1, 172. c) von teufeln: philosophen ... welche die teuffel theilen in sterbliche und unsterbliche theatrum diabol. (1569) 58a; der unsterbliche Satan C. N. Naumann Nimrod 484; Schönaich neolog. wb. 31, 32 K.; vgl. mein unsterblich wohlsein vom Satan Immermann 15, 100. d) vom menschen: Sirach 17, 28; denn er war u. und ein kind gottes J. Böhme 4, 29; im sterblichen menschen steckt ein unsterblicher mensch, es steckt noch ein kerl in dem kerl Lehmann florileg. 2, 770; schaaren neuer unsterblicher Klopstock Messias 2, 656; oden 1, 40, 34 M.-P. e) von seele und geist: die seel sey u. Luther a. d. adel 36 ndr.; die menschliche seele ist u. zur herrlichkeit oder zur pein Kramer (1702) 2, 964c; sing, unsterbliche seele, der sündigen menschen erlösung Klopstock Messias 1, 1; die unsterbliche oden 1, 72, 41 M.-P.; bei meiner unsterblichen seele H. v. Kleist 2, 247; Faustens unsterbliches Göthe 15, 325 W.; mein unsterblich theil Müllner 1, 41; Geibel nachl. 99; vgl. Raabe hungerpastor 3, 114. unsterbliche geister J. J. Schwabe belustigungen 1, 41; Schupp schriften (1663) 141. f) was den unsterblichen oder der unsterblichkeit eignet; oft in verbindung mit der auferstehungsvorstellung, bisweilen nach griechischlat. vorbildern: Christus leyb sey ym abentmal sterblich gewesen, itzt aber ist er u. Luther 18, 204 W.; Ph. Wackernagel kirchenlied 3, 187; das uberwesenliche, unsterbliche, ewige broth Luther 2, 109 W.; in unsterblichen wesen und ewiger klarheit 34, 2, 482 W.; leben H. Sachs 1, 334, 7 K.; sie (die götter) seind unsterblicher art J. Spreng Ilias (1610) 58b; Dionysos, welcher gott ... die pforte und der wegweiser eines höheren und reinen, unsterblichen daseins ... war Fr. Schlegel 4, 24; die unsterbliche ruhe (ruhe der unsterblichen) Klopstock Messias 2, 788; rührungen 1, 307; glück Cronegk 2 (1766), 23; lohn Lenz gedichte 27 W.; band Schiller 1, 56; vermögen 15, 61; umarmungen Gutzkow 6, 242, rosen Wieland I 3, 49 ak. ausg., trank Herder 26, 39, lächeln Scheffel 1, 227 u. s. w. sie (die liebe) ist selbst einerlei mit dem unsterblichen und ewigen in uns Solger nachgel. schr. 1, 282. g) die vorstellung verallgemeinert sich zu meist dichterischer bezeichnung des erhabenen, göttlichen, vollkommenen u. dgl., oft in anlehnung an literarische vorbilder (unsterblich und göttlich sind wechselbegriffe Erw. Rohde psyche1 296); ambrosius, nectareus Alberus n. dictionarii genus (1540) 21a: an diamantnen unsterblichen pfeilern Wieland I 2, 150 ak. ausg.; dem unsterblichen haupte Herder 3, 120; die ägis unalternd stets und u. J. H. Voss Ilias 2, 447; sterbliche menschen sind die kleinode seiner (Christi) hand, leuchten .. als unsterblich glänzende sterne Herder 9, 112; in den heiligen, unsterblichen himmel Jean Paul Titan (1800) 2, 109; diese meine liebe .. ist mein heiligster, unsterblichster wille Tieck 4, 44; Brentano 5, 333. vgl. 4. h) die metaphysische unsterblichkeitsvorstellung wird auf die materie, bewegung, kraft, selbsterhaltung ausgedehnt: die welt ... ist unerboren und u. Faust volksb. 46 ndr.; der stoff ist u. Büchner kraft u. stoff 11; ob die beweglichkeit in den wesentlichen dingen u. und unaufhörlich und gleichsam das leben sei aller dinge J. Kepler opera omnia 1, 596; die kraft unveränderlicher, unsterblicher selbsterhaltung Hegel 5, 39. 33) mit bezug auf nachruhm, andenken, gedächtnis, vieles im anschlusz an lat. - griech. stilistische verbindungen. a) ich werde ein unsterblich namen durch sie bekomen weish. Sal. 8, 13; sich einen herrlichen, ewigen, unsterblichen namen machen Kramer (1702) 2, 104a; einen unsterblich-groszen nahmen der nachwelt hinterlassen Zesen helikon. rosentahl (1669) 13; dann das ich ewern .. nammen ... in ein eerlich und unsterblich gedächtnüsz stellen ... möchte Eppendorff Plinius (1543) 2; unsterbliche ehren Fr. Wilhelm sprichw. reg. 2a, rhum Reutter von Speir kriegsordnung a 2a, lob Grimmelshausen 2, 356, 20 Keller; unsterbliches verdienst, d. i. anspruch auf den guten namen nach dem todt Kant 5, 99; ein unsterbliches, denckwürdiges exempel Lehmann floril. 2, 687; des unsterblichen Roms Klinger 3, 227 (vgl. 1 c); die ferne Schweiz mit ihren ... unsterblichen schlachtfeldern A. v. Arnim 7, 58; feder Moltke 4, 16; ausdruck G. Freytag 14, 7; das unsterbliche der werke Herders Treitschke hist. u. polit. aufsätze 1, 2; die unsterbliche arbeit Morhof unterricht 1, 334; werk Göthe 44, 351 W.; lied Klopstock oden 1, 28, 274 M.-P.; vom Nibelungenlied: aber ich nenne dich doch unser unsterblichstes lied Hebbel I 6, 450; unternehmen Denis lieder Sineds (1772) 184; Schiller 12, 228. der namen des gerechten wird u. sein Fr. Wilhelm sprichw. reg. 2b; jede zeile soll unsterblich, ewig wie die liebe sein Göthe 6, 56 W.; tapfrer, deines ruhmes schimmer wird unsterblich seyn im lied Schiller 11, 394 (siegesfest); grosz, u. ist das, was sie ... gethan haben Bismarck gedanken u. er. 1, 383 volksausg.; u. bleiben Hoffmannswaldau-Neukirch 2, 188; liebt ihre majestät denn nur der glieder pracht? — noch mehr die hohe zucht, die sie unsterblich macht Gryphius trauersp. 177 Palm; der kiel, der sich mit August schmücket, schreibt sich zugleich unsterblich ein Henrici gedichte (1727 ff.) 3, 21; die gute that, das schöne wort, es strebt unsterblich, wie er sterblich strebte Göthe 16, 160 W.; was unsterblich im gesang soll leben musz im leben untergehn Schiller 11, 7. von personen: wann ich dich (Eulenspiegel) auch unsterblich macht Fischart Eulenspiegel 338 H.; sich zur tugend u. machen Kramer (1702) 2, 964c; u. machen immortalisieren, verunsterblichen Campe verd. wb. (1813) 365b; u. werden H. P. Sturz 1, 118. comparativ Klopstock bei Campe; ein elender, dunkler sterblicher ... ist u. in seiner wirksamkeit H. Grimm Michelangelo 1, 54. unsterblich groszer held J. V. Pietsch geb. schr. (1740) 4; unsers unsterblichen Friedrichs Lessing 7, 121 M.; dichter 7, 4 M.; lehrer Ritter erdkunde 1, 5; Beethovens unsterbliche geliebte. nach Herodot 7, 83, Curtius 3, 3, 13: der Perser unsterbliche kriegsleute Lohenstein Armin. 2, 1202a, die unsterbliche schaar, garde des Kyros, aus immer 10 000 bestehend (vgl. 1 c) Krünitz 199, 278, the immortals Murray 5, 2, 68c; die unsterblichen von mitgliedern einer akademie Hippel lebensläufe (1778) 1, 207; Justi Winckelmann 1, 340; handwb. d. staatswissenschaften 52, 856; Murray a. a. o. 44) nach fremden vorbildern wird u. mehr oder weniger allgemein steigernd verwendet. vgl. göttlich, ewig, selig. a) adverbial (vgl. gaudeo immortaliter Cicero ad Quintum fr. 3, 1, 3, 9; immortale; engl. immortally Murray 5, 2, 69a): der welt unsterblich-reichen pracht Weckherlin 2, 346, 38 F.; u. auszgebreit D. v. d. Werder buszpsalmen (1632) c 4a; ich werde ... mich ... u. verdient machen Liscow (1739) 70 (zu beiden fällen vgl. 3); du, die meine begier stark und unsterblich verlangt! Klopstock oden 1, 32, 24 M.-P.; u. wohlthätige glaubenskraft Göthe 3, 207 W.; es wälzt sich jeder glutgedanke bachantisch und unsterblich fort! Platen 1, 77 Hempel; sich u. lächerlich machen; ich habe nicht lust, mich u. zu blamieren Fontane I 4, 412; vorangegangen ist vielleicht eine unsterbliche lächerlichkeit, blamage (bed. 3 u. 4 c); begünstigt durch den (allerdings ganz verschiedenen) ausdruck sterblich (zum sterben) verlieben (verliebt) ist die verb. u. verliebt, lieben: denn erwehnter printz hat sich in die princessin v. S. u. verliebet Ziegler Banise (1689) 212; Ph. ist u. in mich verliebt Stoppe Parnasz 486; J. Fr. Löwen 3, 171; ich liebe sie u. sammlung von schauspielen (1764) 1, 103. b) hochbeglückt, seelig (s. d. II 2 e) u. dgl. (Propertius 2, 14, 10; 15, 39): die leuthe sind u., so lang sie Moselwein trincken Moscherosch gesichte 2 (1650), 260; heut will ich mich u. saufen Ph. Hafner ges. schr. (1812) 2, 285; es war eine von den unsterblichen stunden Schnitzler Anatol 86; verbunden mit 1 c: der gescheitere giebt nach! ein unsterbliches wort Ebner - Eschenbach 1, 6 (herrlich, unvergeszlich, ewig wahr). c) scherzend und ironisch (nl. wb. 10, 1796; vgl. göttlich): versagte mir meine sterbliche hülle nicht den dienst, mein unsterblicher dummkopf heckte briefe aus, die ... Lichtenberg briefe (1901) 2, 198; die unsterbliche (dazu 1 c und 3) naivität der diplomatie Mommsen m. gesch. 1, 735; unsterbliche lächerlichkeit Justi Winckelmann 2, 1, 207 (vgl. 3 und 4 a, d). d) deren halben ich e. h. unsterblichen pflichtigen danck trag Schaidenreiszer Odyssea (1537) vorr. 2a; Ziegler Banise 164; Lohenstein Arm. 2, 378a; jemand unsterblichen danck sagen, wissen Kramer (1702) 2, 964c; unsterblichen hasz ebda; Bodmer sammlung crit. poet. schriften 1, 8; liebe Kramer a. a. o.; Fr. H. Jacobi 1, 20; sehnsucht Klopstock oden 1, 34, 65 M. - P.; lust Göthe 17, 44 W.; anmuth Geibel 2, 225; schönheit Ebner - Eschenbach 1, 153. nach Ilias 1, 599: das unsterbliche gelächter Börne 10, 61; witzig (vgl. 1 c und 2): und bei solcher nachtluft frieren auch wir, wir ewigen götter, und kriegen wir leicht den göttlichsten schnupfen und einen unsterblichen husten H. Heine 1, 168 Elster.
14956 Zeichen · 398 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    unstërblichadj.

    Findebuch (Mhd. Wortschatz) · +1 Parallelbeleg

    * unstërblich adj. Brun Parad.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Unstêrblich

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Unstêrblich , -er, -ste, adj. et adv. nicht fähig zu sterben, und in weiterm Verstande, nicht fähig aufzuhören, von lebe…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    unsterblich

    Goethe-Wörterbuch

    unsterblich [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    unsterblichAdj.

    Pfälzisches Wb.

    un-sterblich Adj. : 'nicht sterbend, die Zeiten überdauernd', -steʳblich [vereinzelt, Lambert Penns 158].

  5. Spezial
    unsterblich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    un|sterb|lich adj. imortal (-ai, -a).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit unsterblich

6 Bildungen · 4 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von unsterblich 2 Analysen

un- + sterblich

unsterblich leitet sich vom Lemma sterblich ab mit Präfix un-.

Alternativen: un-+sterb+-lich

Zerlegung von unsterblich 2 Komponenten

unst+erblich

unsterblich setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

unsterblich‑ als Erstglied (4 von 4)

unsterblichkeit

DWB

unsterblich·keit

unsterblichkeit , f. , gth. der sterblichkeit, ἀθανασία , immortalitas. mhd. unsterbelîcheit; mnd. unsterflicheit; mnl. onsterfelijcheit; nl…

Ableitungen von unsterblich (2 von 2)

Unsterbliche

GWB

Unsterbliche [bisher nicht publizierter Wortartikel]

Verunsterblichen

Campe

○ Verunsterblichen , v. trs . unsterblich machen, in uneigentlicher Bedeutung, dem Rufe nach (immortalisiren ). D. Verunsterblichen. D. — un…