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Acker

mhd. bis spez. · 25 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
28 in 25 Wb.
Sprachstufen
8 von 16
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Acker

Bd. 1, Sp. 157
Der Acker, des -s, plur. die Äcker, Diminutivum Äckerchen, Oberdeutsch Äckerlein. 1) Ein gebauetes, zum Feldbaue urbar gemachtes Feld, wenn es gleich dieses Jahr nicht bestellet wird. Den Acker bestellen, zur Hervorbringung der Feldfrüchte geschickt machen. Den Acker düngen, pflügen, egen, zusäen oder besäen. Einen Acker aussaugen, ausmärgeln, durch Unterlassung des Düngens, oder durch Versagung der nöthigen Ruhe, entkräften. Figürlich, auch wohl zuweilen, was auf dem Acker wächst. Der ganze Acker ist verhagelt. Einen Acker abbrennen, die Stoppeln oder das Unkraut auf demselben anzünden. 2) Das Erdreich, der Boden eines solchen Ackers in Betrachtung seiner natürlichen Beschaffenheit; ohne Plural. Ein schwarzer Acker, fetter Acker, sandiger Acker, Lehmacker, Thonacker, guter Weizenacker u. s. f. Ich glaube, daß Herr Stosch in den Krit. Anm. S. 36 Recht hat, wenn er versichert, daß man das Wort in dieser Bedeutung von dem Boden eines Waldes, eines Gartens oder einer Wiese nie gebraucht. 3) Ein Flächenmaß, welches in einigen Gegenden nicht bloß von dem tragbaren Lände, sondern auch von Holzungen, Wiesen, Weinbergen und Teichen gebraucht wird, und überhaupt so viel Land begreift, als mit einem Pfluge in einem Tage umgepflüget werden kann, sonst aber von sehr verschiedener Größe ist. In Sachsen, wo man alles Land, es mag tragbares Feld, oder Wiese oder Waldung seyn, nach Äckern mißt, hält ein Acker 300 Quadrat-Ruthen, jede von # 1/2 Ellen und 2 Zoll Leipziger Maß. In Oberdeutschland bestimmt man nur das Maß der Felder und Wälder nach Äckern, das Maß der Wiesen aber nach Tagewerken. Allein in Österreich ist für Acker auch das Wort Joch, und Bifang,[] und in der Schweiz die Benennung Juchart üblich. An manchen Orten ist Morgen und Acker einerley; in den meisten Gegenden aber sind sie verschieden. In Sachsen ist ein Morgen nur ein halber Acker. Anm. 1. Dieses Wort ist sich in den meisten Europäischen und in vielen Morgenländischen Sprachen ähnlich geblieben. Zu den von Frisch und Wachter gesammelten Beyspielen kann man noch das Persische ackar setzen. Was dessen Abstammung betrifft, so könnte man theils auf das Morgenländische und besonders Arabische יכר, er hat gegraben, rathen, wovon auch das Hebräische אכר einer der die Erde umgräbt, herkommt, theils auf das alte Nordische und Isländische aka, fahren, davon akare, ein Fuhrmann. Beyde Begriffe werden sich zu dem Ackerbaue nicht übel schicken. 2. Feld und Acker werden im gemeinen Leben oft als gleich bedeutend angesehen, gemeiniglich aber genau unterschieden. Feld bedeutet ein tragbares Land, es mag gebauet werden oder nicht. Acker aber nur ein wirklich gebauetes Feld, wenn es gleich nicht alle Jahr bestellet wird. Auf diese Art sind die zusammen gesetzten Wörter Brachacker und Brachfeld, Sommerfeld und Sommeracker, Winterfeld und Winteracker, Weitzenfeld und Weitzenacker u. s. f. völlig gleich bedeutend. 3. Wenn Acker ein Feldmaß ist und ein bestimmtes Zahlwort vor sich hat, so wird Statt des Plurals der Singular gesetzt; z. B. zehen Acker Wiesen, funfzig Acker Feld, hundert Acker Wiesewachs. Man hat dieses tadeln wollen; aber nicht bedacht, daß mir sehr viele andere Nahmen haben, welche ein Maß, Gewicht und oft auch nur Zeit bedeuten, und mit bestimmten Zahlwörtern keinen Plural leiden, ohne Zweifel, weil Zahl, Maß, und Gewicht hier als bloße Materialia betrachtet werden, welche als solche niehmals eines Plurals fähig sind. S. mein Lehrgeb. Th 1, S. 377, 383. 4. Wenn Acker mit den Nahmen der Pflanzen zusammen gesetzet wird, so bezeichnet es theils solche Pflanzen, welche wild wachsen, im Gegensatze derjenigen Pflanzen gleiches Nahmens, welche nur in den Gärten fortkommen, theils solche, welche auf den Äckern angetroffen werden, im Gegensatze der Wasser-Wiesen- und Waldpflanzen gleicher Art. Andere Zusammensetzungen, z. B. Ackerarbeit, Ackerbestellung, Ackergeräth, Ackergeschirr, Äckerreich, u. s. f. sind leicht zu verstehen, daher sie im folgenden übergangen worden.
3983 Zeichen · 54 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ackerstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +6 Parallelbelege

    acker plur. die acker ( Gr. 1, 669. 2,122. ahd. achar Graff 1, 133 ) stm. 1. das feld, im weitern sinn sowohl als im eng…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ackerM., N.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    acker , M., N. nhd. Acker, Ackerland, beackertes Land, gesamte Anbaufläche, anbaufähiges Land eines Besitzers, Ackerstüc…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Acker

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Der Acker , des -s, plur. die Äcker, Diminutivum Äckerchen, Oberdeutsch Äckerlein. 1) Ein gebauetes, zum Feldbaue urbar …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Acker

    Goethe-Wörterbuch

    Acker unumgelauteter Pl in 1 a A(JbGG6,277) Bericht Wegebau 9.6.86 [G?] ; in 2 T5,402 sonst in 2 (nach Zahlenangaben) st…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Acker

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Acker , früheres Feldmaß in Mitteldeutschland und noch gebräuchlich in Surinam. Vgl. Flächenmaße.

  6. modern
    Dialekt
    Acker

    Bayerisches Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    Acker Band 1, Spalte 1,84–89

  7. Sprichwörter
    Acker

    Wander (Sprichwörter)

    Acker 1. Aecker, die ausser der Landwehr liegen, sind schwer zu hüten. 2. Acker um Acker, chuet an Stab. ( Appenzell. ) …

  8. Spezial
    Acker

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Acker (-s, Äcker) ciamp (-s) m. ▬ den Acker bestellen lauré le ciamp. ✒ Lug und Trug ist der Welt Acker und Pflug l’ingi…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit acker

1.143 Bildungen · 688 Erstglied · 453 Zweitglied · 2 Ableitungen

acker‑ als Erstglied (30 von 688)

Ackerbau

SHW

Acker-bau Band 1, Spalte 135-136

Ackerboden

SHW

Acker-boden Band 1, Spalte 135-136

Ackerboz

SHW

Acker-boz Band 1, Spalte 135-136

Ackerbrot

SHW

Acker-brot Band 1, Spalte 135-136

Ackeregge

SHW

Acker-egge Band 1, Spalte 135-136

Ackererde

SHW

Acker-erde Band 1, Spalte 135-136

Ackerfeld

SHW

Acker-feld Band 1, Spalte 135-136

Ackergalle

SHW

Acker-galle Band 1, Spalte 135-136

Ackergaul

SHW

Acker-gaul Band 1, Spalte 135-136

Ackergrund

SHW

Acker-grund Band 1, Spalte 135-136

Ackerkette

SHW

Acker-kette Band 1, Spalte 137-138

Ackerland

SHW

Acker-land Band 1, Spalte 137-138

Ackerleine

SHW

Acker-leine Band 1, Spalte 137-138

Ackernuß

SHW

Acker-nuß Band 1, Spalte 137-138

Ackerpacht

SHW

Acker-pacht Band 1, Spalte 137-138

Ackerrain

SHW

Acker-rain Band 1, Spalte 137-138

Ackerrand

SHW

Acker-rand Band 1, Spalte 137-138

acker als Zweitglied (30 von 453)

hacker

KöblerMhd

*hacker , st. M. Vw.: s. *hackære?

sacker

KöblerMhd

*sacker , st. M. Vw.: s. *sackære?

unwacker?

KöblerMnd

*unwacker? , Adj. Hw.: s. unwacker (2); vgl. mhd. unwacker E.: s. un… (1), wacker (2)

wacker?

KöblerMnd

*wacker? , M. nhd. Held Vw.: s. prīs- E.: s. wacker (2)

Absacker

RDWB1

Absacker m umg. einen ~ nehmen - выпить на посошок идиом. , клюкнуть на дорожку разг. , выпить по последней

Gottesacker

RDWB1

Gottesacker m poet. кладбище

Knacker

RDWB1

Knacker m übertr. ein alter ~ idiom. - старикан фам. , старикашка презр. , старый чудак

Korinthenkacker

RDWB1

Korinthenkacker m derb , abwertend , umg. педант; зануда; мелочный человек, поучающий других

Allmendacker

DRW

Allmendacker Gemeindeacker BadWB. I 33 Gierke,GenR. II 223

Altacker

DRW

altac·ker

Altacker alter Dorfacker, alte Flureinteilung Swart,FriesAgr. 119

ambehtacker

KöblerMhd

ambeht·acker

ambehtacker , st. M. nhd. Amtsacker, Acker als Besoldungsteil des Amtsmanns Q.: Urk (1294) E.: s. ambeht, acker W.: nhd. DW2- L.: WMU (ambet…

ambetacker

MWB

ambet·acker

ambetacker stM. ‘Amtsacker (Acker als Besoldungsteil des Amtmanns)’ der amtaker, der widmaker, svͥmlich wingartaker vnd svͥmliche hofstete U…

Amtsacker

DRW

amts·acker

Amtsacker Acker als Besoldungsteil des Amtmanns 1563 NÖsterr./ÖW. VIII 1059 Faksimile 16. Jh. Nassau/Diefenb.-Wülcker 53 Faksimile

Anacker

BWB

Anacker Band 1, Spalte 1,90

Anpacker

BWB

Anpacker Band 1, Spalte 1,857f.

Aracker

DRW

Aracker Pflugland ahracker 1654 Eberstein² II 148

Arwtacker

MeckWBN

Wossidia Arwtacker m. Erbsenacker Müll. Reut. 7 b .

Aushacker

Adelung

aus·hacker

Der Aushacker , des -s, plur. ut nom. sing. der etwas aushacket. Z. B. bey den Böttchern, ein Arbeiter, der die Faßdauben im Walde aus dem G…

Ableitungen von acker (2 von 2)

Geacker

Campe

Geacker , des — s , o. Mz. s. Ge — 2. 2).

geackeren

KöblerMhd

geackeren , sw. V. nhd. ackern Q.: HB (15. Jh.) E.: s. ge, ackeren* W.: nhd. DW- L.: LexerN 3, 174 (geackern)