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Acker

mhd. bis spez. · 25 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
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28 in 25 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Acker m.

Bd. 1, Sp. 60
Wossidia Acker m., selten wie Land, Feld n.: 'das Hofacker' (1748) SchwSchwerin@GottesgabeGott; dat Acker Wa Waren@LexowLex; WaWaren@SpeckSpeck; HaHagenow@RedefinRed; dor kem 'n lütten Packer Oewer dat Kiever Acker Wo. V. 1, 108g; der zum Anbau von Feldfrüchten genutzte Erdboden, in der Gemarkung gehören Weide, Wiese und Wald nicht dazu; 'zu bringen ... in das erste (Kapitel der Feldregister) der Acker inclusive der Koppeln und WOerte, auch alles desjenigen, was sonst als Acker bestAendig oder zuweilen gebrauchet wird' (1755) Bär. Gr. Ges. 1067; anfangs in drei 'Felder' oder 'Schläge' geteilt, vgl.: 'solcher Acker ist in drei Felder oder schlege geleget und getheilet worden' (1563) Nützl. Beitr. 25, 302; in der Regel wurde ein Schlag mit Winter-, der andere mit Sommerkorn bestellt, und der dritte blieb zur Brache liegen; aus der zu Anfang des 18. Jahrh. versuchten holsteinischen Koppelwirtschaft mit 11 (oder 12) Koppeln entwickelte sich seit dem letzten Viertel des 18. Jahrh. die Einteilung in 7 Schläge (vordem bis zu 14 Schlägen); vgl. hierzu noch: 'der Acker liegt jetzt seine gewissen Jahre und zwar ebensoviel in der Ruhe, als er Früchte trägt, nemlich von zwölfen vier im Dreesch und zwei zur Braach, in welchem er neue Kräfte sammelt' Eng. Landw. 3, 371; der Landesgrundgesetzliche Erbvergleich von 1755 setzte sechs Ackerklassen nach der Bodengüte und der Saatstärke fest Bär. Gr. Ges. 1074. 1. Gebrauch: Das Wort Acker wird sowohl in der landwirtschaftlichen Fachsprache wie in der reinen Mda. durch Land, Feld, Boden und durch Ersatzausdrücke wie Brak-, Wennfohr eingeengt (s. u.), vgl.: '3 Morgen Acker' (1510) Lisch Maltz. UB. 4, 402; 'von einem Morgen besäeten Acker' (1755) Bär. Gr. Ges. 809; aber schon 1643 'fr begatung einer Morgen Landes' Ges.-Ord. v. 1643 A 4b; ebenso 1766: 'der größte Theil des Pfarrlandes liegt in Communion mit dem Bauernfelde' Horn Selmsd. 1, 426, doch ebenda noch 'den Pfarracker'; 'im fetten, ... im mageren Land' (1717) ebda 2, 54, wogegen in der amtlichen Sprache: 'in mrbem Acker, ... in ... steinigtem Acker' (1784) Sa. Land. Ges. 5, 73; in der Fachsprache behauptet: 'Bestellung des Bodens': '... des Ackers' Leng. Landw. 2, 65: '... unserer Felder' 2, 4; aber eben deren Einwirkung auf die Mda. verrät das in seiner Lautform unverändert in sie eingehende Fachwort Boden; auch literar. Belege mögen z. T. von der Fachsprache abhängen, doch zeugen sichere Fälle noch vom Fortleben des Wortes Acker auch im Volksmund, s. das Folg. 2. Bedeutung: a. die Bodenart bezeichnend; Belege bei dem plattdeutsch schreibenden Ökonom Loep.: natt A., koll A. 9; 'n lichten A. 67; liter. up slichten A. ... tau wirtschaften H. Schröd. Buerh. 3, 108; aber auch reichliche dem Volk abgelauschte Fälle: de A. is so slipig HaHagenow@RedefinRed; dat is galligen A. WiWismar@PoelPoel; de A. is so döstig RoRostock@BörgerendeBörg; is so einbömig schlecht zu behandeln HaHagenow@RedefinRed; u. a.; Syn.: Boden und dessen Zss., seltener Land und Ierd, Drachtierd (s. d.). b. eine bestimmte Menge bestellten oder bestellbaren Landes: 'ein ortt ackers' (keilförmiges Stück; 1553) UB. 9, 538; 'en vlach ackers' UB. 5, 362; s. auch ob.; dat lütt Stripp A. WaWaren@PenzlinPenzl; dor liggt 'n Placken, 'ne Platt A. ebda; 'n Packen A. viel Acker Gü; dee hett hier 'n groten Hümpel A. WaWaren@WredenhagenWred; 'n lütten Ecken A. LuLudwigslust@HornkatenHornk; he hett ok 'n bäten eigen Acker. Ja, in 'n Blaumenpott WiWismar@WendorfWend; min Öllern wahnten in 'n A. das Gehöft lag mitten im Acker MaMalchin@DargunDarg; vom weit und rasch schreitenden Landmann: dei nimmt väl ('n gaud Stück) A. mank de Bein SchöSchönberg@KlützKlütz; Schö Schönberg@WarnowWarn; aber regelmäßig durch Feld ersetzt in der Verbindung den Acker besichtigen od. ä.: ick will eens tau Fell' kiken MaMalchin@BarlinBarl; so auch E. Voss Matth. 22, 5 dei ein güng tau Fell'; für den Besitz wählt er Matth. 19, 29 das treffende Wort Hauw, Mark. 10, 29 Land. c. den Kulturzustand betreffend; liter.: de A. was drög taum Bestellen Reut. 2, 42; 53; de Saat was ... rin in 'n A. Bri. 3, 19; in den hakten A. 20; bet an dei Enkel sackt dei Bur in den weiken A. in Zier. Irdg. 10; oft in Volksreimen: dor löppt 'n lütten Racker Oewer 'n Herrn sinen Acker Wo. V. 1, 109b u. öft.; in dieser Bedeutung noch durchaus lebendig: wi sünd œwer den hakten A. lopen WiWismar@DabelDab; Martini möt dat Winterkuurn seit sin un dei A. rüm Ro; den A. haken, pläugen, ägen u. ä.; häufig: de A. dreggt Blaumen (Unkraut), is verquäkt, wofür gleichbedeutend is verluust, hett Lüs' StaStargard@FriedlandFriedl; is nätig Ro; de A. is gaut in Flur (Flor) PaParchim@DobbertinDobb; is wrausig RoRostock@BörgerendeBörg; is brettig hart wie ein Brett SchöSchönberg@WarnowWarn; is taudält wie eine Diele ebda; de A. is gor saatbereit WiWismar@PoelPoel; den A. flott upluckern: Loep. 96; ok möt de A. ... nich holl liggen 63; to A. is dat (Moor) nich ist nicht als Ackerland geeignet 17, wo die Mda. auch bereits Land zuläßt, vgl.: nu is dat (Wiese) all tau Land RoRostock@AltheideAHeide; bisweilen scheint der Acker als lebendes Wesen aufgefaßt zu werden: de A. hett gaut wat unner de Bein ist gut gedüngt RoRostock@RibnitzRibn; dee stött den A. so vör 'n Noors bebaut ihn schlecht RoRostock@NeuendorfNeuend; gewiß ist das der Fall, wenn das Fürwort hei für das Wort A. eintritt, wo vom Düngen, Pflügen, Eggen usw. die Rede ist, der Acker also als ein Wesen, dem Gaben dargebracht werden oder Pflege zuteil wird, erscheint; vgl. für das Düngen: dee ward em woll begaben, uppe Bein helpen allg.; hee gifft em bloß Rükrük; für das Eggen: hüt hebben wi em mal wiest, wat ne Hark is den Acker stark geeggt; für das Pflügen: hee ritt em bloß de Narw af. Zss.: Brak-, Brink-, Buten-, Doden-, Gasten-, Gotts-, Gottshus-, Inlegger-, Lupinen-, Pastor-, Roggen-, Saat-, Sand-, Sträk-, Weiten-, Wend-, Wuurdacker u. a. FN.: Neum. bietet 44 für -acker eine kürzere Liste als 47 für -feld und 55 für -land; aus der meckl. FN.-Sammlung: Bi den Acker, alter A., Amts-, Armen-, Bäuner- (Büdner-), Bleik-, Breiden-, Buer-, Bullen-, Buten-, Büttel-, Dannen-, Düwels-, Forst-, Förster-, Forstmeister-, Franzosen-, Frühmessen-, Fülgen-, Gemeinde-, Grenz-, Hals-, Heir- (Hirten-), Hof-, Hus-, Kapellen-, Klingenbüdel-, Kompetenz-, Kop-, Koppel-, Köster-, Kräuger-, Lott-, Mœhlen-, Möller-, Ollendeiler-, Pastor-, Pfarr-, Scheid-, Wild-, Witwen-, Wulfs-, Wuurdacker. — Mnd. acker m., auch n.; Dä. 7a; Me. 1,39.
6132 Zeichen · 164 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ackerstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +6 Parallelbelege

    acker plur. die acker ( Gr. 1, 669. 2,122. ahd. achar Graff 1, 133 ) stm. 1. das feld, im weitern sinn sowohl als im eng…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ackerM., N.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    acker , M., N. nhd. Acker, Ackerland, beackertes Land, gesamte Anbaufläche, anbaufähiges Land eines Besitzers, Ackerstüc…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Acker

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Der Acker , des -s, plur. die Äcker, Diminutivum Äckerchen, Oberdeutsch Äckerlein. 1) Ein gebauetes, zum Feldbaue urbar …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Acker

    Goethe-Wörterbuch

    Acker unumgelauteter Pl in 1 a A(JbGG6,277) Bericht Wegebau 9.6.86 [G?] ; in 2 T5,402 sonst in 2 (nach Zahlenangaben) st…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Acker

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Acker , früheres Feldmaß in Mitteldeutschland und noch gebräuchlich in Surinam. Vgl. Flächenmaße.

  6. modern
    Dialekt
    Acker

    Bayerisches Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    Acker Band 1, Spalte 1,84–89

  7. Sprichwörter
    Acker

    Wander (Sprichwörter)

    Acker 1. Aecker, die ausser der Landwehr liegen, sind schwer zu hüten. 2. Acker um Acker, chuet an Stab. ( Appenzell. ) …

  8. Spezial
    Acker

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Acker (-s, Äcker) ciamp (-s) m. ▬ den Acker bestellen lauré le ciamp. ✒ Lug und Trug ist der Welt Acker und Pflug l’ingi…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit acker

1.143 Bildungen · 688 Erstglied · 453 Zweitglied · 2 Ableitungen

acker‑ als Erstglied (30 von 688)

Ackerbau

SHW

Acker-bau Band 1, Spalte 135-136

Ackerboden

SHW

Acker-boden Band 1, Spalte 135-136

Ackerboz

SHW

Acker-boz Band 1, Spalte 135-136

Ackerbrot

SHW

Acker-brot Band 1, Spalte 135-136

Ackeregge

SHW

Acker-egge Band 1, Spalte 135-136

Ackererde

SHW

Acker-erde Band 1, Spalte 135-136

Ackerfeld

SHW

Acker-feld Band 1, Spalte 135-136

Ackergalle

SHW

Acker-galle Band 1, Spalte 135-136

Ackergaul

SHW

Acker-gaul Band 1, Spalte 135-136

Ackergrund

SHW

Acker-grund Band 1, Spalte 135-136

Ackerkette

SHW

Acker-kette Band 1, Spalte 137-138

Ackerland

SHW

Acker-land Band 1, Spalte 137-138

Ackerleine

SHW

Acker-leine Band 1, Spalte 137-138

Ackernuß

SHW

Acker-nuß Band 1, Spalte 137-138

Ackerpacht

SHW

Acker-pacht Band 1, Spalte 137-138

Ackerrain

SHW

Acker-rain Band 1, Spalte 137-138

Ackerrand

SHW

Acker-rand Band 1, Spalte 137-138

acker als Zweitglied (30 von 453)

hacker

KöblerMhd

*hacker , st. M. Vw.: s. *hackære?

sacker

KöblerMhd

*sacker , st. M. Vw.: s. *sackære?

unwacker?

KöblerMnd

*unwacker? , Adj. Hw.: s. unwacker (2); vgl. mhd. unwacker E.: s. un… (1), wacker (2)

wacker?

KöblerMnd

*wacker? , M. nhd. Held Vw.: s. prīs- E.: s. wacker (2)

Absacker

RDWB1

Absacker m umg. einen ~ nehmen - выпить на посошок идиом. , клюкнуть на дорожку разг. , выпить по последней

Gottesacker

RDWB1

Gottesacker m poet. кладбище

Knacker

RDWB1

Knacker m übertr. ein alter ~ idiom. - старикан фам. , старикашка презр. , старый чудак

Korinthenkacker

RDWB1

Korinthenkacker m derb , abwertend , umg. педант; зануда; мелочный человек, поучающий других

Allmendacker

DRW

Allmendacker Gemeindeacker BadWB. I 33 Gierke,GenR. II 223

Altacker

DRW

altac·ker

Altacker alter Dorfacker, alte Flureinteilung Swart,FriesAgr. 119

ambehtacker

KöblerMhd

ambeht·acker

ambehtacker , st. M. nhd. Amtsacker, Acker als Besoldungsteil des Amtsmanns Q.: Urk (1294) E.: s. ambeht, acker W.: nhd. DW2- L.: WMU (ambet…

ambetacker

MWB

ambet·acker

ambetacker stM. ‘Amtsacker (Acker als Besoldungsteil des Amtmanns)’ der amtaker, der widmaker, svͥmlich wingartaker vnd svͥmliche hofstete U…

Amtsacker

DRW

amts·acker

Amtsacker Acker als Besoldungsteil des Amtmanns 1563 NÖsterr./ÖW. VIII 1059 Faksimile 16. Jh. Nassau/Diefenb.-Wülcker 53 Faksimile

Anacker

BWB

Anacker Band 1, Spalte 1,90

Anpacker

BWB

Anpacker Band 1, Spalte 1,857f.

Aracker

DRW

Aracker Pflugland ahracker 1654 Eberstein² II 148

Arwtacker

MeckWBN

Wossidia Arwtacker m. Erbsenacker Müll. Reut. 7 b .

Aushacker

Adelung

aus·hacker

Der Aushacker , des -s, plur. ut nom. sing. der etwas aushacket. Z. B. bey den Böttchern, ein Arbeiter, der die Faßdauben im Walde aus dem G…

Ableitungen von acker (2 von 2)

Geacker

Campe

Geacker , des — s , o. Mz. s. Ge — 2. 2).

geackeren

KöblerMhd

geackeren , sw. V. nhd. ackern Q.: HB (15. Jh.) E.: s. ge, ackeren* W.: nhd. DW- L.: LexerN 3, 174 (geackern)