Geld
Rhfrk
gęlt [Ottw
-ęă-]; Mosfrk
-ę- [
-ęə- n. Saarl-Diefflen Nalb Bilsd Aussen Gresaub]; Rip, Nfrk
-ę- [mErft, uErft, Mörs, Geld
-E-; Eup-Stdt
-ęi-; Eup-Ld
-E-; Monsch-Witzerath
-ę- u.
-ęiə-; NBerg
-ęi-; Selfk
xęld]; Dat. Sg.
gęl, im Geb. der Schärfung
ję·l. [Saarbg, Trier, Bitb
-E:-, –ē:-; mErft, uErft
-E:-, NBerg
-ę·i.-];
s. im übrigen Feld Sg. t.
n.: 1. wie
nhd.; im bes.
Hand-, Miet-, Maul-, Sterzg. (
s. d. W.); man unterscheidet
Koffer-, Selver-, Gold-, Papierg. oder
rut (Kupfer-),
wiss G. (Silber-); dann unterscheidet man
klen u.
gruss (deck, schwer) G. Scheidemünzen u. die höheren Einheiten, auch wohl
Dalerg. genannt; gefälschtes G. ist
falsch (
kodd Rip, Nfrk,
schlech Köln, Rees,
ondünig Elbf,
scheəl Rip)
G.; bereitliegendes G. ist
bar G.; frei G. ohne Unkosten, so dass nur der Preis zu zahlen ist Allg.;
ek kann ok G. schlohn! machen Geld. RA.:
Koffer G., k.ə Sielemess wenn man mit Kupfergeld zahlt, erhält man auch nur eine einfache Seelenmesse, darnach das G., darnach die Ware Köln;
kopperen G., k.ə Missen Geld-Nieukerk;
schelegge (Schilling)
G., sch. Meisse Aach.
Wer op wissen Sonndag sure Kappes iss, hät et ganze Johr wiss G. Sieg-Rhö
nd. Kornbrut (Roggenbrot),
Becheholz (Buchen-)
on Selwerg., do gaht neist driwer May-Trimbs. A.:
Ech hon ken klen G. B.: Dann loss der en Daler wechsele Westerw.
Dann häste äver kl. G. ze winnig deine Mittel reichen nicht aus;
et kl. G. es em opgegange Rip, Allg.
Klei G., gehauen Holz un geschnedden Brut hält nit lang beim ärme Mann Köln-Stdt.
Du hengersch (hinderst)
mech mih wie meng kl. G. Sieg.
Wenn ich dich begucke on mei kl. G., dann wiərd et mer noch lang net besser Kobl. Findet man kl. G., muss man bald zum Opfer beim Begräbnis gehen MGladb-Korschenbr.
Do ös ne Grosche gruss G. kein Wohlstand Schleid.
Su döckes (oft)
wiərkommen as falsch (schlech, kodd) G. Rip, Nfrk;
de es üverall we kodd G. Köln; dem Wirte sagt man, damit er von einem Gaste, den man freihalten will, kein G. annimmt:
Der do hät falsch G. Gummb-Berghsn; vom falschen G. heisst es:
wer et hennt, de hält et net, un wer et hält, de kennt et net Bernk-Wederath, Rees.
Bar G. lacht Kreuzn;
der es so gut wie b. G. beim Spiel von einem gesagt, der es nicht gut kann, also verlieren wird Gummb-Berghsn;
dat ärgert mich meh wie all mei b. G.; dat es esu got wie b. G. (
s. bar) Allg.
Hej kömmp ehr wer äs hundert Daler G. Meiderich, Rees.
Dat es glike G. eine glatte Summe MGladb.
Den ka mer üver ungezallt (ungezählt)
G. gonn losse so zuverlässig ist er Köln, Rees.
Jong Weiwer on alt G. fend mer an (in)
der ganzen Welt Wittl-Meerf. — Die Münzseite des G. heisst
Mönz, die Adlerseite
Aar, Kron, Kreuz; Spiele mit G.
s. bei
d. W.;
G. klätschen G. wird mit der Kronenseite nach oben gelegt u. durch geschicktes Aufwerfen mit einem dicken Klicker herumgeworfen; kommt die Zahlenseite nach oben, so hat der Werfer gewonnen Sol. RA.:
Dor köj (kannst du)
gen Krüss of Mönt drop siehn es ist abgeschliffenes G. Rees.
Er drickt dem G. de Minz aus er ist geizig Simm-Laub. — Einzelne Münznamen
s. bei
Pfennig, Groschen Mark, Daler, Krone, Kuräntchen (5 Groschen),
Stückelchen, (dass.),
en half Stückelchen (2½ Groschen),
Petermännchen, Kassenmännchen (25 Pfg.),
e half Preusschen (dass.),
Filzläus-chen u.
Flimmerchen (20-Pfg-Stück),
Nickelchen (5 Pfg.),
en Fuss (Fuchs). — RA. allgemeiner Art über G. (als Subj.)
G. kömmt bi G. Barm. Mörs, Rees.
G. regiert de Welt Allg.
Wenn dat lief G. nöt wer! ja, die Habgier Mos.
G., G., schreit de ganze Welt MGladb, Allg.
G. deckt alles tou Ess.
Et G. es singe Herrgott Köln, Elbf.
G. verdörft nicks Kref.
G. geht durch all Diren, nummen (nur)
net durch de Himmelsdir Mos.
G., wat rond ös, mäck (macht)
grad, wat krommp (krumm)
ös Nfrk, Prüm-Mürlenb;
G., wat stomm es, mät (macht)
grad, wat kromm es Köln.
G. es rongk, et hält nit op de Huhkant (Hochkante) Dür-Birkesd.
G. es rongk (rund),
et mott rollen Wermelsk.
G. es Dreck; mar, dij et nit hät, sett te kiken (schauen)
as en Geck Mörs, Klev, Rees;
G. es mar Dr., Dr. es gen G. Mörs, Geld, Köln.
G. stenkt net Wermeslk.
Luthersch Geld es mer lever als Kapezinerschdreck Dür.
We et G., su de Predig Köln-Stdt;
dono et G., dono de War (de Silmess) oder
dono de War, dono et G. was du billig einkaufst, hat auch geringen Wert Rip, Allg.
Danz de War (geht die Ware gut ab),
danz et G. Mörs-Xanten;
wo et G. wend (wendet),
do w. de War Ahrw.
Et G. es gedöllig on lösst sech verwahre uWupp.
Et G. well nen kargen Her han man soll sparen Sol, Dür-Golzh, Jül-Tetz, Grevbr-Wickr, Mettm-Cronenbg.
G. on Got (Gut)
welle ene knüverege Hiər han Bergh.
Et G. leat op der Strote, set de Padskütteleschräpper (Pferdekot-);
me mutt et mär optenehme witen MülhRuhr.
Et G. reck (reicht)
bei dem (mir) net Rip, Allg.
Et G.:
spellt bei dem ken Roll Rip, Allg.
Dem sei G. es mih wert wie annerleits gesagt, wenn md. Aufwand treibt, von dem man glaubt, dass er sich's nicht leisten kann Kobl.
Et G. schleht af gesagt, wenn jmd. G. fallen lässt Bo.
Wo G. es, do es der Düvel; wo es gent (keins)
es, do es e zweimol (dubbel) Rip, Allg.
Wo G. et grosse Wort föhrt, hört alles Redden op Köln.
Da's G., wuvan de Frau nicks weit aussergewöhnlich verdient MülhRuhr, Rip, Eup, Bitb, Bernk, Trier.
Dat es et G. van de Kouh, sat der Mann, du brat heə sing Frau drei Pennege no heəm als er den Erlös einer Kuh zum grössten Teil im Spiel verloren hatte; man muss sich ins Unabänderliche finden, bes. hinsichtl. des Erwerbens u. Verlierens Aach;
et os, wat et os, et os G. van der Kuh Prüm-Ihren.
Dat es G., för kicke ze losse um den Anschein zu erwecken, als verfüge man über erhebliche Mittel Aach.
Dat as G., dat eich of der Leter (Leiter)
fond hon es ist leicht erworben Trier-Mehring.
Dat as sauer G. mühsam erworben
ebd., Allg.
G. genug, we me mär wüss, wu et söăt (sässe)
! MülhRuhr.
Stenke (stinketech) Fellche, klenke (klenketich) G.che Spruch des Gerbers Aach, Eup;
Heitche (Haut),
wie stinksde; G.che, wie klönksde! Trier.
Ne hate (harter)
Dalles (Bankerott)
es och G. MGladb.
Inhaltenden Märt es G. wert Mörs-Rheinbg.
Klafen (Schwätzen, Kallen, Prohlen) es gen G. Aach, Eup, Monsch, Mörs, Rees, Prüm, Bitb, mit der Forts.
sos hätten de Fraən (Frauen)
es ömmer Bitb.
Mi G. es esu got, wie dat va riche Lü sagt der, den man darauf aufmerksam macht, dass die Ware, die er zu kaufen beabsichtigt, seinem Stande nicht entspreche Aach, Allg.
Du plogs (hudelst, vexiərsch) mich mih wie meng G. (
des en han ich geə Aach) Rip, Prüm, Trier.
Dat es esu got wie Geld e jen Teisch; ne goue Frönd es beisster wie G. e jen T. Aach.
Gesongd (gesund)
sen on en fruhen Mot es besser we völl G. on Got Wermelsk, Rees.
Wie et G., su de Welt Köln. —
Dat G. bleht (blüht) vom Geldfeuer, in Schatzsagen Bitb-Bollend. — G.
haben. De hat e gut Stickelche G. Goar-Boppard.
We G. hat, hat alles Mos, Allg.
G. is et wenigst, wat ich hon, et G. is rar Simm-Schlierschd.
Das konnschde mache, wie du G. hascht Saarbr.
De hot doch G.; ist diese Annahme unzutreffend, so sagt der besser Unterrichtete spöttisch;
Jo, do sitzt's un hot Hitcher (Hut)
uf Simm-Laub.
Der hät et G. en de Kes legge on let (lässt)
et gris (schimmelig) werde Erk, Allg.
Häste G.? Ech han es miəh äs genog Heinsb, Allg.
Beste Schelm of Def (Dieb),
häste G., han ech dech lef Dür, Aach, Eup.
Häste G., dann trett herför, häste keint, blif för de Dör! Köln.
We G. hät, well och Zinse han Köln.
We G. hät, kann den Düwel (de Apen) danze loten Ess, Rees.
Esu geht et en der (verröckten) Welt; der ene hät der Büggel (
Beutel),
der andere hät et G.;
womet hälts du? Met der Hangk Rip, Allg. (
s. Beutel).
Hät de Bur G., dann hät es de ganze Welt; hät er es kent, de ganze Welt sich Gott erbarm Eusk-Ülpenich.
Bauer, haste G., ich habb Kneid (Kreide) sagt der Knecht beim Dienstwechsel MGladb-Giesenk.
Wann de Kanner (Kinder)
G. hon, lisen (lösen)
de Krämer Bitb.
Wenn de Oss (Ochse)
G. het, kann er bröllen NBerg, Rees.
De knönglegste Juden häbben et meiste G. Rees, Mörs, Geld, Mettm.
De hant och mih Flüh als G. Bergh-Blatzh. —
Viel G.
haben, reich sein. RA.:
De hät G. wie Bach (wann et nore fliesse däht; et laft bloss net) Rhfrk, Mosfrk, —
Dreck Allg. (
on Lüs wie Dobbelsten NRip, SNfrk, NBerg), —
Matsch Kobl-Weissenthurm, —
Heu (mar grad net su langk) Allg., —
Hei (awer et roppt sech nure net su gut wie H., — ner eso lang) Hunsr, —
Grum Hunsr, —
Strüh (nur net su lang) Aden, —
Drit (Scheisse)
(mar nit so schmärig) Ruhr, —
Mest em Stall Goar-Halsenb, —
Sten Schleid, —
Stener Gummb-Kleinenbg, —
Schirwelsten Bitb, Prüm, —
Water en den Rhin Mörs, —
Hor om Hund Ottw-Wiebelsk, —
Hor om Kopp Sieg, —
e Krott Hor (hat) Birkf-Oberst, —
Hor in der Hand ebd., —
e Sauhändler Bernk-Rhaunen;
den os esou voll G. wie en Hond voll Fləih. — voller Fest (Fürze) Prüm-Ihren;
de Lett (Leute)
stechen esu voll G., dat se sich bal net mih gebigt (gebeugt)
krigen Bitb-Seimerich;
en hot G. esu völlig wie de Bedelmann de Laus Bitb-Mettend;
de hät esu vill G., als e schwer es Köln;
de hät su vill G., dat e käch (keucht) (
kümt, bök, bölk, schreit usf.) Rip, Allg., —
dat e G. hät Rip, —
dat e't net all töscher (zwischen)
de Päuste (Pfosten)
halen kann Sieg-Leuschd.
Hej bölkt (bökt, keich, schreit, bröllt) va G. Nfrk, Rip;
de stink va G. Rip, Allg.
De hät en Hofen (
Guppen, Klompen, Küvel, Massa usf.)
G. Allg.;
de hat en Dotze G. Kobl;
de hät nen goden Stüver G. Sol, Prüm;
de het net en Täsch voll, de het en Sack voll G. Sieg;
de hät der Balg voll G. Rip, Nfrk;
de hät ongezallt (ongemesse, schwer) G. Rip, Allg.;
de hät G. stif (satt, üver on tüver) Rip, Allg.;
de hät G. ze fresse Rhfrk, Mosfrk;
de kann et G. aus em Sten schleihn Merz;
de hät G. bet onder de Panne Rees.
De kann et G. möt Leffele scheppe Sieg, —
met de Korschöpp ömsetze Bergh-Blatzh, —
möt der Schöpp herömwerfe Sieg-Rhönd, — —
speizen (speien) Bitb-Bollend;
der muss sei G. eremschöppe Ottw-Uchtelfang.
De wöhlt (wälzt sech, schwemmp, geht onner, versüff, verküt) em G. Rip, Allg.;
de kann sech e ge G. mölle Eup;
de wöhlt em G. wie de Sau em Dreck; de rappelt met G. Hunsr;
de stinkt no G. wie de Deiwel no Weihrach Kobl.
Dem rent (regnet)
et G. (de Schorschte) ren Hunsr, Allg.;
mer mant grad, et G. kem vun de Bäm gefal Bitb-NWeis.
Die wesse, wo G. ös Bergh, Allg.
De hät miəh G., as ne Bur no et Finster erutschmitt (schmeisst) MGladb.
Wenn du ken G. has, hat de Musel (Mosel)
kan Wasser Trier.
Wer ze viel G. hät on well arm were, der kift (käuft)
ale Heiser un baut die Kobl-Winning.
Wej baue well, mott ongetällt (ungezählt)
G. en Nägels häwwe Klev-Warbeyen, Rees;
wen baue well, mott drij Dele (Teile)
häbbe: ene Sack voll Nägel, ene S. voll G. on ene S. voll Gedöld Mörs-Rheinbg, Rees.
Dem Grussvatter (Papp)
sei G. weisen ein Kind mit dem Kopfe in die Höhe heben Rhfrk, Mosfrk;
weisen, wie schwer eier G. ass Bitb, —
wieviel G. dei Vatter hot Nahe.
Ek häbb G. satt, säj Harrij, lennt (leih)
mej es ene Daler! Geld-Schravelen. —
Kein G. haben. RA.:
Er hot G. ze brauche Rhfrk.
Koppein (Kopfschmerzen)
on gei G. sind twei grute Plogen en der Welt Sol.
Ke G. on ke Kredit on ken ihrlech Gesit (Gesicht)
on ken Stonn vam Deiwel frei! Stosseufzer eines vielgeplagten Menschen Prüm-Ihren.
Wu ke G. as, do as den Deiwel emol; wu G. es, do as den D. zwemol Prüm-Ringhuschd, Trier.
Gen Knop (Knauf, Knopf)
mehr an de Bocks, gen G. mehr in de Sack, et sall nit lang mehr düre bis er ein Lump ist Emmerich.
Ärm Dörp, ge G., rögge Wecke, dönn Bier! Nachahmung des Glockengeläutes eines Nachbardorfes MGladb.
Domme Lüj, die ge G. häbbe, sät der Köster Geld-Straelen, Rees.
Et es ke G. onger de Löck (Leuten) sagt man zu Zeiten grosser Geschäftsflaue Rip, Allg.
Ech well ke G. statt ich will nicht G. Allg.
Wen van achtere (hinten)
kömmt, den hät ken G. Mörs-Rheinbg.
Weə geə G. hat för ene Hott (Hut),
gelt sich e Käppche, weə geə G. hät för ene Hott, gelt sich e K., en dat steəht got! Spottvers Aach.
Et git kei Mädche un kei Perdche, of et hät en Ditchen un en Dätche, zo winnig G. of gar e Schädche Köln-Stdt.
Wammer G. brauch, kann mer sich de Bän (Beine)
stump läfen un krigt känt Saarl-Berus.
Hopp, h. h., min G. is op, fall in den Dreck un stangk wir op! uWupp. — G.
verdienen (verdenen, ennemmen, lüsen, krigen);
dat G. han ech dürlich (möhsam, hart, schwerlech) verdent Rip, Allg. RA.:
G. te verdienen, dat üs kein Kuns; äwer et G. tesamenhaulen (nit utgewen), dat üs en Kuns MülhRuhr, Allg.;
G. es lechter zo gewenne als zo verspare Köln.
G. verdienen wie e Schwengskefer (Schweinehändler) Bitb-Bollend.
Schottele G. verdene Schleid.
Dat es e (ein)
G. on e Verdens Nfrk.
Dat ös all so in de Welt; wenn mer nit ärbeit, verdinnt mer ken G. Mörs-Orsoy.
De Ale mossen et G. verdene, de Jonge verjuckeln (
verschlampchen, versillen, verjöcken usf.)
et Siegld, Allg.
Wenn me Kender no de Mart scheckt, dann verdenen (lüsen, krigen) de Krämer et G. Rip, Allg.
Der Pastor on de Hong (Hunde),
die verdienen et G. mem Mong (Munde) Gummb-Marienbgh, Rip, Nfrk.
Möt der Plog mott der Bur et G. verdene MGladb-Viersen.
Gou (gute)
War lüəst Feindsg. Aach.
Ech moss bal widder
G. schmedde goh arbeiten, um G. zu verdienen Aden-Liers.
Et G. muss mer vun de Lück (Leuten)
nemme, sät der Avekat, van de Bäum schödde kann ich et nit Köln.
He löt (lässt)
kene dra ruche (riechen),
wo e dat G. krege hat MüEif.
Wat muss mer sich lang plogen, ih mer e Sister G. beiəne (beieinander)
krögt! Prüm-Mürlenb.
Et krawwelt mer in de Hand, eich kriə sicher G. Hunsr, Allg.;
mech jöck de H., da krig ech G. Rip, Allg.;
beisst ene die Maus (Ballen)
an der linken Hand, so krit mer G., an der rechten H., so git mer G. aus Simm-Laub; wenn man von Mäusen (Brand Aden-Weibern, Läusen Trier) träumt, kriegt man G. Saarbr-Güding. — Geld
finden. RA.:
Menste, ech föng et G. op der Stross! Antw. bei Zumutung, etwas durchaus Entbehrlichen zu kaufen Rip, Allg.;
mer fend et G. net op der Stross on kann et och net van de Böm schüdde Sieg, Köln;
mer ment (meint),
der däht et G. of der Leiterspross fenne Bernk;
dat kris dau, wenn ich G. op er Leder (Leiter)
fennen Bitb, Mosfrk.
Et G. geht mer net en de Bach scheppe Schleid;
du mens wahl, et G. köm enem de Bach erafgedrive Rip.
Mer schütt et G. net us der Mauen (Ärmel) Rip.
Ech kann mer doch ke G. aus der Haut schneide Aden, —
ut de Wain (Wand)
schniə MülhRuhr, —
ut den Rebben schniden Elbf, Allg., —
aus em Sten schleihn Merz;
ech kann doch ken G. hexen Allg.
Et muss en (einer)
et G. vun de Leckt (Leuten)
hole, vun de Bäm kan en et net erofreseln Bitb-Geichl.
We schümmelig Brot ett (isst),
fend G. Mörs;
wemmer dicks (oft)
G. fend, stirft enen aus der Familig Saarbg, Klev. — G.
zählen. RA.:
Ver bruke jo ke G. te tälle wenn die Lampe zu spät angezündet wird MGladb, Allg.
Den hot e G., dat as net ze zällen Trier-Gutw, Allg.
Het tällt et G. all (schon) von einem Tier, das am Verenden ist MGladb, Kref-Osterath, Klev-Warbeyen.
He süht lever ete as G. tälle ist hungrig u. möchte gern zum Essen eingeladen sein
ebd., Rees.
En Lepp (so breit),
do kamme G. drop zälle Jül.
Getällt G. on geschnene Brot nömmp gau (schnell)
en Eng (Ende) SNfrk, —
is rif (verschwenderisch, rasch)
eten Ruhr.
Den kammer op ongezallt G. setze so ehrlich ist er Schleid-Hellenth. — G.
ausgeben; G. usgen, bezahle, fürstrecke; he brengt et G. onger (unter)
de Löck (Leute) usf. Rip, Allg. RA.:
Et G. geht fort wie Dreck Allg.
Mer driht et G. iərsch zehnmol eröm, ih mer et usgit Rip, Allg.
De löt (lässt)
lefter et G. gris (gr. on gro, schemmelig) werde, ih e't usgit Rip, Allg.
G. usgeve un Zäng (Zähne)
usrisse (-trecke, –breche), dat es en hart Peng (Pein) Köln, —
deəht me net geər Aach, Rip, Nfrk.
De (Geizige)
lit (lässt)
sech noch ehder en Brim (Dorn)
dur de Fott trecke, äs G. utgeəve Heinsb, Allg.
Lott (lass)
dech stuppe, lott dech schlonn, lott dech en et Mesloək (Mistloch)
werpe, äver gef ge G. ut! Erk-Baal.
Et es geng Kons, G. uszegeven, besongesch wenn mer es völl hät; mär Kons es, va wennig got ze leəve en jedderenge et singt (das Seine)
ze geəve Aach.
Wo mer se G. verzehrt, dasch (darf)
me och es juze (jauchzen) Schleid-Glehn.
Ech mott dem ein betahlen on dem anger G. geəven nirgendwo erhält man etwas umsonst; es ist gleich, wo man einkauft Kref, Köln.
Et G.che get sech aus on et Scheisel (de Sau, de Narr) bleift eam Haus wenn einer eine reiche, aber hässliche Frau heiratet May, Kobl, Hunsr, Nahe.
Et G. geht fort wie geschnedde Brut, — flüg an Dür on Finster erus Rip, Allg.
Heə let et G. danze gibt gehörig aus;
et G. danzt höm e jen Teisch sobald er G. hat, muss er es ausgeben Aach;
den jöckt et G. er kann es nicht verwahren NBerg, Rees.
Et G. hät de Klenk geschlage ist ausgegeben MGladb-Rheind.
We geər si G. süch (sieht)
flege (stuve), de leəgt et a Duven of a Bejə Aach, Ruhr, NBerg, —
an Immen (Vöugel, Enten), an Duwen Ruhr.
Lot et G. mär stuwen; wenn et längste lef (lebt),
krig doch alles Mülh Ruhr, Rees.
Besser sei G. no dem Bäcker gedrohn (getragen)
bie no de Apethek Neuw, Allg.
Bie kreie mir et (das Geld)
op (2 mal),
dat sall nit lang mih duren, un wann de Äschermettwoch küt, da kratze mer os hännt (hinter)
de Uhren Trutzld. Neuw-Asb, Verbr.
Hopp, h., h., dat G. es op midsen (mitten)
in der Weke (Woche)
! Gummb.
Hopp, dir Bouwen (Buben),
et G. is rar; wer kä G. hat, kriegt kän Fra! Saarl-Berus. — G.
verschwenden (
dropmachen, verjücken, verjuckeln, verkimmeln usf.), verkehrt anlegen, verlieren Allg.;
et G. verdohn unnütze Ausgaben machen Kref, Nfrk, Rip. RA.:
Wij sin G. well vermalle (vernarren),
köppt Postelein en lett (lässt)
et falle Klev.
Dat G. häste en de Apefott (Affenarsch)
verkiəke Unsinniges eingekauft Kref, Grevbr, Aach, Köln, Ess.
Et G. verfreten em Magen es beter äs nom Aftiker gedragen Düss.
We spelt en de Lotterie, de verspellt sing G. on wess net, wie Bo.
Et G. en de Dreck werfe (schmisse) Rip, Allg.;
dat es G. en de Bach geworfe Allg.;
dat G. hätt ech nötzer en de Rhing geschmesse Sieg;
de wirf mem G. öm sich, als wenn Botter Dreck wär Bergh-Elsd, —
schmitt sin G. tom Finster rut NBerg, Allg., —
schmiss et G. nur su fort Rip, Allg., —
wess och net et G. zesammezehalen Allg., —
net ze schätzen Allg., —
brengt sei G. an den Mann Merz, Allg., —
hot ke Plaz vor sei G. Kreuzn, —
kann ka G. im Säckel leire Westerw, —
mach all seng G. kapot Rip, Allg., —
hät G. en en zebrouche Teisch gedohn in eine Sache gesteckt, die nichts einbringt Sieg-ODollend, —
hät si G. dregebrock eingebüsst Rip, Allg.
Bat, ech soll dem Kerl G. gewe! Dat wär jo et G. ren fortgeworf; dann schmeiss ich et doch lewer en de Rhein! Kobl-Bend, Allg.
Dem get et G. net roschtig (rostig)
an der Kast (Kiste) Saarbg.
Wammer G. wär, geng mer möt fort! Seufzer über viele Ausgaben Westerw.
G. en de Wach (Weiche)
lege bei verfehlter Unternehmung May-Collig.
En Schöper (Schäfer)
better hunnert Schope höuen (hüten)
kann as de Lü et G. Ess.
Hätt ech dat G. nouch es en em bedresse Lömpche, ech wöll et gern drus weische (waschen) wo es sich um verlorenes oder schlecht angelegtes G. handelt Sieg-ODollend;
dat G. däht der och bester en e bedresse L. drihe wenn eine Frau unnötig G. ausgibt MülhRh-Ensen.
Nu semmer et G. quitt! Allg. —
G. en de Gribbelgrapp (Griwesgrawes, e jen Rull, ze Grusele;
s. d. W.)
werfen zum Aufraffen unter die Kinder. — G.
zusetzen. RA.:
Gənacht (gute Nacht),
Hämbach, an dir hon ich G. zougesetzt sagt der Bettler, der im Dorfe Heimbach nichts bekommen hatte Birkf. — G.
sparen, anlegen; G. spare, op de Kass dohn, op de huh Kant lege, vill G. zesammeschrappe, — kratze, et G. op de Höf lege; et G. (got, richtig, schlech, verkihrt) anlege;
G. an enen (jet) lege Rip, Allg.;
got G. an Schlett lege unsicheren Prozess anfangen Malm-Weywertz. — G.
verleihen, leihen; G. ver-, uslihnen, usdohn auf Hypothek Rip, Allg. — G.
wechseln; G. wessele, klen mache, herusgen Rip, Allg.;
G. wechsele sechzehnte Tour im Fangsteinchensp. Simm-Laub. — G.
stehlen. RA.:
Beter et G. gestoəhlen as de Ihr verloəren Kemp-SPeter.
Dat gestolle G. deht ke gut an dem N. Prü
m. Die Kinder rupfen die Samenkapseln des Hirtentäschelkrautes ab u. sagen:
Vader on Moder G. afgestohlen! Barm.
G. of de Schwanz schlahn unterschlagen Simm. —
Verschiedenes. Wen et G. net kennt on de Weg net wess, de soll dehem bleiwen Prüm-Ringhuschd.
Mudder, schick Budder, Vadder, schick G., damit dei Suhn kann bestehn of der Welt! Bitte der Rekruten an die Eltern Hunsr;
alle Saldotebriewe danken in Beginn on frogen an't End öm G. Rees.
Do musste awer dererscht dat Iselche bestelle, dat dat G. micht Zell-Sohren.
Et G. met en't Graf holle vom Geizigen Rip, Allg.
Ne gode Ren (Regen)
brengk G. wie Sten Schleid-Hellenth.
Wie et Wedder fällt, mät de Burschmann G. ebd. G. hirode (traue) eine Frau ihres G. wegen heiraten Allg.
Enem et G. us der Täsch schwätze (erusschwätze) ablocken Rip, Allg. Verwünschtes G. verschwindet, wenn der Finder sich umdreht, ohne vorher ein Messer oder einen Feuerstahl oder sonst etwas von Metall darauf gelegt zu haben MGladb-Korschenbr. — G.
kosten. Et hät seng G. gekos;
dat hät mich och e schün Stöck G. gekos; dat hät mech allerhand G. gekos; dat kos ongezallt G. Rip, Allg. RA.:
Dat hät et G. gekos, sei de Frau, du schödde se de Koffidratz in't Köppke Emmerich, Verbr.
Meng Nas (menge Buch) hät mech meng G. gekos sagt der Trinker (der Dickleibige) Rip, Allg.;
dem sin Gorgel kost viel G. Kobl-Bend, Allg.
Die geweisst (weiss gemachte)
Riemen kosten et G. man gibt mehr auf den Schein als auf das Sein Bitb, Prü
m. De iərschte Kiərsche kosten (gelden) et G. Aach.
Kluk spreken kos ken G. Mörs, Rees.
Dem sing Ehrlichkeit un dem Düwel sing Barmherzigkeit gelden ein G. Köln. — Mit
Präp. RA.:
Dat diaht ik ni för ke G. in der Welt Ruhr, Allg.;
dat es geschenk für dat G. Allg.;
för G. es alles feil Köln;
för G. en gou (gut)
Wöərt es alles ze krige Aach, Allg.;
för G. kann me den Düvel loten danze Mörs, Rees, Kref, NBerg, Köln, —
köj den D. d. siehn Ruhr, Emmerich;
für G. kammer Zucker han (kaufe) Sieg, Köln, —
krit mer Z. un e Tittche Simm-Horn, —
kregt mer weissen Z., on och noch on (in)
de Tut gedohn Prüm, Trier, —
krit mer Z. en de Arsch geblose Rip, Mayf, —
danzen de Apen on tuten de Papen Geld-Leuth, —
kann me enen Hond afgetrocken kriən Mörs, Geld, Klev.
Fer mei G. bockt mei Gass (Geiss) kann ich alles kriegen Wittg, Siegld.
Der Pastur predig net zweimol für en G. Rip, Nfrk. Der Mann, der eine üppige Frau hat,
hot War vor sei G. Simm, Rees.
Alles fir G., eckersch der Dud es ömmesös Sieg, Köln.
Alles fir de G.ər, nicks fir de Gott! Prüm-Habschd.
Für dat G. hätte sech nötzer zebrouche Eier gelde solle so hätte er wenigstens etwas davon gehabt Sieg-ODollend.
De schnid für G. ene de Haus (Hals)
aəf so geizig ist er Heinsb, Allg.
Bat doch net fer et G. gemach werd, sot de Frau, da hatt se en Esel gesehn Koch-Urschmitt, Allg., —
säj den Bur, duw soəhch (sah)
hen Ape danze Geld, Verbr. mit Var.
Am G. hange Allg.;
nur an et G. denke;
he es op et G. as der Düvel op en ärm Sil Rip, Allg., —
äs Mortschen (Markus, ein Jude)
op de Hippen MülhRuhr.
De setz met sengem Hengersch om G. Rip, Allg.
Dat schleiht en et G. kostet viel G. Rip, Allg.;
dat löp en et G. summiert sich Nfrk, Allg.;
dat ritt (reisst)
te völ in et G. Ruhr, NBerg.
Möt et G. öm sech schmite Nfrk, Allg.;
de wess (weiss)
net, woher mem G. Rip, Allg.
Met dem G. kannschte alles Rhfrk, Allg.;
met G. ka mer der Düvel banne Köln, —
den D. op dem Dösch dangsen loten Wermelsk, Sol, Rees.
Met G. löt (lässt)
sech G. verdene Jül.
Met G. en de Hangk (Hand)
kömmp mer dur et ganze Langk Kref.
He geiht mim G. üm äs et Ferke mim Stroah MülhRuhr.
Wenn de Jonge wäre wie de Ale, wären se met G. net ze bezahle Eusk-Billig.
Met G. un Goddes Wort muss mer keine Spott driwe Köln.
Wer nom (nach dem)
G. gefreit, hät et zomehrsch (zumeist)
bereut Köln.
Ohne G. springk mer net fern Sieg, Allg.
Et finste Mädje ohne G. rümmt et schrottste (hässlichste)
deck (oft)
et Feild Eup.
Et geht alles öm et G. Rip, Allg.;
öm et G. driht sech de ganze Welt Köln.
Va sengem G. leve Rentner sein Rip, Allg.
All, die mi van G. spreken, möut ikliən (leiden),
dat se Hals on Bein terbreken; all, die mi mahnen, sollen verkrommen on verlahmen Mettm-Langenbg
Redd mer nit vun G.; de Säu mügen et nit! Köln.
Alles ze G. mache Rip, Allg. — 2.a.
gęlχə, –ęə- Saar bis Merz; dann
-ē:-, –E:- WMosfrk bis Prüm [
-ī:- Saarbg-Nittel;
gødəlχən Saarbg-Freudenbg] Medaillon, Denkmünze, bes. Heiligenmedaille;
en gillen G. goldene
M. RA.:
De viel G. machen net de Himelsdir (-türe)
op Bitb-Wiersd. — b.
onse liewen Herrs G. Samenkapsel des Hirtentäschelkrautes, capsella pastoris Klev.