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Beutel

nhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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25 in 14 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Beutel

Bd. 1, Sp. 666
Beutel Rhfrk bęirəl; Mosfrk bę·i.dəl; Siegld bī:rəl; WEif in Bitb bęgdəl [Bitb-Mettend -ęd-]; Prüm -egd-; Malm -øgd-; Rip bøgəl [Köln u. Umgebung -y-] durchweg bis zu der u. baden angegebenen -d-Ausfall-L.; n. davon im SNfrk bȳ·ə.l [doch im Selfk w. Heinsb-NBusch Stahe Kreuzr Harzelt Nachbarheid byjəl; innerh. einschl. Birgelen Luchtenbg OBruch Porselen Horst Ütterath Baumen (im O.), Waldenr Pütt Scheiwendahl Heinsb Ophv Steink -ȳj-; zwischen beiden Geb. Schwanken von -ȳj-, –ŷi-, –yj-, –yi-]; n. der u. baden angegebenen -j-L. bȳ:əl; Klevld, n. Ruhr bȳl; NBerg bȳdəl; Pl. -ələ m.: 1. wie nhd. RA.: Su ardig (alert) wie e Böggelche (voll) Flüh Rip. Mer kann besser en Büggelche met Flüh verwahre we en hirotslösteg Mädchen Köln. Lache un schraue sett in en Bültje Klev-Goch. E B che Gef jähzorniger Mensch Köln. Der es met em dumm B. geschlah Saarbr. Den bloə B. kreie den Laufpass kriegen Sieg-ODollend. — Rätsel: Füər en Süll (Säule), metze ene Büll, henge en Schoətgaffel Schwalbe MGladb. — Im Bes. a. Geldbeutel. Ene B. Geld. Dohn der B. op! Treck den B.! Et geht us mengem B. Rip, Allg. Em an der B. welle jmds. Geld haben wollen. Der B. ömschödde viel ausgeben Rip. En den B. gon greifen NBerg, an den B. gohn Aach-Berensbg, — fahre Rip, — greife Mosfrk, — toste Kemp. De B. robbe Hunsr. Du mout den B. lappen Gummb-Lautenb. Singe B. es gespeckt Aach. Met geschlosse B.ə gelde Tauschgeschäfte abschliessen; Schulden gegeneinander verrechnen Aach. De hilt et Geld mir em B. Goar. Do ka'mer der B. en et Knopploch hange zum Geldausgeben stets bereit sein Köln, Eusk-Billig. Du has net e minge B. gesiəh Aach, — gekeke Aach-Berensbg. Dat danken ech Gott un mingem B. Köln. Du kömms mi arg en den B. Duisb. Der hält der Duəm op der B. Selfk. Dem singe B. es va Hongkskonkteleər, deə rötscht net geər Aach. Mer deht lewer de Mull op as we de B. NBerg. De Ogen op oder der B.! Rip, Allg. Var. s. Auge. Dat es (su geht et) su en (op) der Welt (et es onrech verdelt en der Welt; et es wat in de gecke Welt Kevelaer), der ene hät de B., on der andere hät et Geld Rip, Allg.; scherzh. fortgesetzt: Womet häls du et? Antw.: Met de Häng (Fengeren). Der einen hält den B open on den andern steckt et dren Mörs. Ischte Gewönn ös Katzegewönn, der zweide geht no jene B. eren Aach-Walh, Sieg-Scheiderh. Fett Kich maicht mogeren B. Trier-Mehring. E söüt Mülche göt e leəg Bülche Eup. En leigen B. un ne groute Schnute kömmt mi för wie en Fenster ohne Rute Ess. Gevadder stehn un Hochzeit gehn is Ehr un macht de B. leer Saarbr. Glöckselig Neujohr, der Kopp voll Hor, der B. voll Geld, dat rappelt dorch de Welt! Grevbr-Wickrathh. Wer de Schohn net schmert, de schmert dem Ledermann de B. Daun-Neroth. As gej ütfahrt, schont et Perd en den B., dann kommt gej gut wer t'Hüs Rees. Ut dem sidenen Bülschen kallen vornehm sprechen Barm. Mer hirot ne Schöggel bluəs wegen dem B. hässliche Mädchen nur des Geldes wegen Schleid-Hellenth. Nom B. reckt (richtet) sech de Bäbbel MGladb-Rheind. — b. der Klingelbeutel in der Kirche Allg., auch Bez. für den Mann, der mit ihm umging, auch auf dessen Kinder angewandt (veralt.) Kref-Linn. — c. Tabaksbeutel. — d. Klickerbeutel. — e. Schlauch (2—2½ m lang von verschiedener Maschenweite) mit porösem Gewebe, durch welches das Mehl beim Auf- und Abschlagen des B. durchfällt, zur Absonderung des feinen Mehls von der Kleie Allg.; früher auch in den Bäckereien mit Handklappern versehenes Beutelsieb aus Seidenstoff. Man hängt den feinen B. auf. RA.: Bei dem geht et durch de growen B. da geht es nicht fein, exakt, sauber, sondern grob, rauh, schmutzig zu Bitb-Geichl. Wer oberflächlich oder wenig akkurat arbeitet (z. B. beim Pflügen), hot den rauhe B. opgehange Bitb-Dudeld; en hot et durch de rauhe B. gekehrt ebd. Durch den growe B. gemahle seng grob, ungezogen sein Bitb. Der Bäcker N. dasch net mih backe. Woröm net? Antw.: He hät hönge de B. gedresse Rheinb-Meckenh. — 2.a. Hodensack von Tieren und derb auch vom Menschen Allg. Der Ochse hat en dicke B. Wasserbruch Hunsr. RA.: Ech treden dech für den B.; datste quacks Rip, Allg., — dat der de Klickere wih dohn! Westerw. En Lus om B. knappen können mannbar sein Sol. Wenn enem der B. jöckt, es en neu Huər em Dorp MGladb-Rheind. Steck am B. frisch verheiratetes Weib ebd. — b. verächtl. Magen, Bauch. Häschde de B. näs voll? Saar. — c. gebogene Nase Düss. — d. en B. am Og Gerstenkorn Sieg-Bergh. — 3. Beutelähnliches. a. Beule am metallenen Geschirr, am Kopfe Westerw. — b. Erte mei de Bül (Haut) Erbsensuppe Kref. — c. bȳ·ə.l Gewitterwolke Aach-Merkst. — 4. persönl. alter Kerl (gemeines Schimpfw.). Du alen B. blif doch van den jongen Mädchen van! Rip, Allg. Grober, plumper Mensch, dat es ene B. van em Krel Bergh-Hüchelhv. Fis B. penibler Mensch Mettm. Büll altes Weib Sol-Hitdorf. Junger, zu tollen Streichen aufgelegter Bursche Neuw-Asb, Altk-NFischb, Heinsb-Karken. Der klene B. kleiner Junge Geld-Sevelen. Egensennige B. eigensinniger Mensch MGladb-Rheind. De ale B. dickes, altes Pferd Sol. — Gern zu Schimpfw. benutzt als zweites Komp.-glied: Wind-, Knast-, Kneist-, Klungel-, Stink-, Seich-, Dummbeutel u. a. — Abl.: dat Geböggels regellos zusammenhängende Gruppe von B.
5241 Zeichen · 189 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Beutel

    Adelung (1793–1801) · +13 Parallelbelege

    1. Der Beutel , des -s, plur. ut nom. sing. Diminutivum das Beutelchen, ein kleiner Sack, etwas darin zu verwahren, beso…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Beutel

    Goethe-Wörterbuch

    Beutel 1 Geldbeutel, nur für Münzen a Pedro (einen B. aus der Tasche ziehend). In diesem B. | Sind ferner zwanzig Unzen …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Beutel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Beutel , türk. Rechnungsmünze; der B. Silber gilt = 500 türk. Piaster = 28 Thlr., der B. Gold 30000 türk. Piaster = 1680…

  4. modern
    Dialekt
    Beutel

    Bayerisches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    Beutel Band 2, Spalte 2,420–422

  5. Sprichwörter
    Beutel

    Wander (Sprichwörter)

    Beutel 1. Alte beüdel schliessen übel. – Tappius, 8 a ; Lehmann, II, 26, 22; Henisch, 357; Simrock, 1060; Tunn., 20, 1; …

  6. Spezial
    Beutel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Beu|tel m. (-s,-) 1 (Säckchen) scarnüz (-üc) m. , carní (-nis) m. , ‹pop› butla (-les) f. 2 (Geldbeutel) tacuin (-s) m. …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit beutel

251 Bildungen · 118 Erstglied · 133 Zweitglied · 0 Ableitungen

beutel‑ als Erstglied (30 von 118)

Beutel I

SHW

Beutel I Band 1, Spalte 755-756

Beutel II

SHW

Beutel II Band 1, Spalte 757-758

Beutelgeld

SHW

Beutel-geld Band 1, Spalte 757-758

Beutelsack

SHW

Beutel-sack Band 1, Spalte 757-758

beutelarm

DWB

beutel·arm

beutelarm , m. in der müle, ein langer stab zur befestigung des mehlbeutels.

beutelausleerer

DWB

beutelausleerer , m. expilator crumenae. Stieler 1107 .

beutelausleerung

DWB

beutel·ausleerung

beutelausleerung , f. alle eintritte in grosze veränderungen und neue reiche waren von jeher mit beutelausleerungen verknüpft. J. Paul dämm.…

Beutelbilch

Meyers

beutel·bilch

Beutelbilch ( Phascologale v. d. Hoev .), Gattung aus der Familie der Beutelmarder ( Dasyuridae ), kleine Tiere mit gedrungenem Leib, spitze…

Beutelbrod

RhWB

beutel·brod

Beutel-brod bīləlbrōăt Siegld n.: Brot aus gebeuteltem Mehl. — Sonst ‘gebeutelt Brod’.

Beutelbuch

FiloSlov

beutel·buch

Beutelbuch , n переплёт: , м средневековый книжный ~ в виде мешка

beutelchen

DWB

beutel·chen

beutelchen , n. sacculus: in diesem beutelchen sind hundert louisdor. Lessing 1, 551 .

Beutelchesholz

RhWB

Beutelches-holz bøgəlχəsholts Sieg-ODollend Rhönd Ägid n.: Hartriegel; die Beeren stehn zueinander wie Hodensäcke; auch haben sie je ein Kor…

Beuteldachs

Meyers

beutel·dachs

Beuteldachs ( Bandikut , Perameles Geoffr .), Gattung aus der Familie der Beuteldachse ( Peramelidae ), gedrungen gebaute Tiere mit stark zu…

Beuteldachse

Meyers

Beuteldachse ( Peramelidae ), Familie der Beuteltiere (s. d.).

beuteldrescher

DWB

beutel·drescher

beuteldrescher , m. excussor marsupii: da liesz er mit dem ablasz etliche beuteldrescher ausgehen. Luther 8, 245 b ; kein beuteltrescher, ko…

beutelechzend

DWB

beutelechzend , praedam appetens: gefräszige thiere, die beutelechzende rachen aufsperren. Fr. Müller 1, 367 .

beutelein

DWB

beute·lein

beutelein , n. sacculus: des glaubens secklin habe zwei beutlin. Luther 3, 279 b .

Beuteler

RhWB

beute·ler

Beuteler bęidələr Saarbg-Winchering ; begələr Prüm-NPrüm m.: Vielgewinner im Spiel .

Bēutelfáß

Adelung

beutel·fass

Das Bēutelfáß , des -sses, plur. die -fässer, ein oben mit Leder eingefaßtes Faß, welches wie ein Beutel zugezogen werden kann, dergleichen …

beutelfasz

DWB

beutelfasz , n. ein lederner sack, der oben zugezogen werden kann, mhd. biutelvaʒ.

beutelfeger

DWB

beutel·feger

beutelfeger , m. purgator marsupii, crumeniseca, saccularius, was beuteldrescher: man heiszt sie ( die advocaten ) gemeinlich beutelfeger. c…

beutel als Zweitglied (30 von 133)

Kulturbeutel

RDWB1

Kulturbeutel m см. RDWB1 Kulturtasche

Windbeutel

RDWB1

Windbeutel m маленькие пирожные с заварным кремом ветреный человек, у него в голове ветер гуляет, ветрогон, пустомеля, бахвал, краснобай, ве…

Armenbeutel

DRW

armen·beutel

Armenbeutel Armenklingelbeutel in der Kirche armenbüdel 1542 KielKirchenO./Mensing 1670 Hondorff,HalleSalzw. 122 Faksimile Dorpat/Gutzeit,Li…

bocksbeutel

DWB

bocks·beutel

bocksbeutel , m. scrotum capri. Stieler 141 , dann wol auch der name einer parasitischen pflanze, epidendron oder orchis: an unsern eichen h…

brausebeutel

DWB

brause·beutel

brausebeutel , m. was sonst windbeutel, schelte für einen brausenden, windigen mensch. nd. heiszt eine krankheit der schweine brusebüdel.

Buhlerbeutel

Wander

buhler·beutel

Buhlerbeutel Buhlerbeutel ist mit Spinnweben zugeschnürt. – Winckler, XII, 75. (S. Buhler 24.)

Detschbeutel

Wander

Detschbeutel Er ist mit dem Detschbeutel gezuckt. ( Schöningen in Braunschweig. ) Ist sehr dumm.

Dummbeutel

PfWB

dumm·beutel

Dumm-beutel m. : 'ungeschickter, unbeholfener Mensch', Dummbeidel, -beirel, in schneller Aussprache Dummberl [ KL-Wörsb ]; vgl. Dummkopf . S…

flohbeutel

DWB

floh·beutel

flohbeutel , m. vetula plena pulicum. Stieler 521 . Frisch 1, 279 a : ich musz einmal mich sehen umb, dasz nicht mein alter flohbeutel kumm.…

futterbeutel

DWB

futter·beutel

futterbeutel , m. ein dem pferde so vorgehängter beutel mit futter, dasz das maul des pferdes in demselben ist. ein futterbeutel mit schnall…

geldbeutel

DWB

geld·beutel

geldbeutel , m. Schottel 507 a , bourse Rädlein 348 a ; sie führen, auf unkosten ihres geldbeutels, den luxus der vornehmen. Knigge umg. mit…

giftbeutel

DWB

gift·beutel

giftbeutel , m. : ihre ... giftbeutel ... hat sie ( die stachelschlange ) mit andern giftigen schlangen gemein allg. dtsche bibl. 63, 409; g…

haarbeutel

DWB

haar·beutel

haarbeutel , m. beutel in den die hinterhaare des kopfes gesteckt wurden; erst nach dem jahre 1720 als theil der männertoilette aufgekommen.…