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grot

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MeckWB
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

grot Subst., Adj., Subst., Subst., Adv.

Bd. 3, Sp. 298
Wossidia grot groß: grot Mi 29b; in Ro früher graut; gesteigert: grötter, gröttst I. räumlich 1. von Umfang und Masse a. von Gegenständen und Lebewesen aller Art: dat grot Stiern die Sonne Wa; 'n groten Hupen Gold Wo. Ünn. 8; 'n grot Hop ein großer Heuhaufe StaStargard@WatzkendorfWatzk; 'n groten Bülten eine große, ertragreiche Kartoffelstaude öft.; de grot Trummel die Pauke; de grot Hark die von Pferden gezogene Kornharke Gü; hei hett de grot Fahn rutstäken ihm hängt das Hemd zur Hose heraus Pa Parchim@DobbertinDobb; 'großes Leibes' schwanger Bey. Hp. 95; ebenso: dee hett von 't grot Brot nascht Wa; ... ut de grot Buttel drunken GüGüstrow@GülzowGülz. b. von Behältnissen mit großem Fassungsvermögen: grot Schäpel der große 80 Pfund fassende Scheffel, im Gegensatz zum lütten Schäpel, der nur 60 Pfund hielt; Söß Schäpel Arwten groote Maat Reut. 1, 202; hüt ward int grot Fack afstaakt das Korn in die Miete gefahren HaHagenow@RedefinRed; bildl.: dee hett ut 't grot Spundlock sapen ist betrunken Wa; Überlegenheit drückt aus: denn' stäk ick in min lütt Tasch, denn heff ick in min grot noch nicks RoRostock@GresenhorstGres; Geschirr, das im Freien herumliegt, hat der Betreffende in 'n groten Bankkasten (s. Bankkasten 1, 613) liggen laten SchöSchönberg@SchlagsdorfSchlagsd; dat is woll in Blüchern sin grot Kleederschapp liegt wohl auf der Erde herum RoRostock@RibnitzRibn; de grot Seekist, de grot Keller die Meerestiefe Wo. Seem. 2, 51. 2. von der Ausdehnung von Räumen und Wegstrecken: Mudder, Mudder, wat is de Welt doch grot, säd' de Jung', hinner Krakow liggen ok noch wedder Hüser Wo. V. 3, 878; übertr.: de grot Wisch Kirchhof RoRostock@RibnitzRibn; auch Aufenthaltsort verstorbener unverheirateter Frauen: de ollen Jumfern kamen nah de grot Wisch WaWaren@VipperowVipp; der Redegewandte räd't de grönen Hiring' ut de grot See rut Wa; de grot Heinerich das Meer: denn geiht 't rin nah 'n groten Heinerich Wo. Seem. 2, 36; 169; de grot Däl die große Diele, s. Däl1 (2,222); dei hett de grot Reis' anträden ist gestorben MaMalchin@LelkendorfLelk. 3. von der Körpergröße a. von Menschen: ne grot Fru is ne lütt Ledder in 'n Hus' Ro; de grot lütt Broder der ältere PaParchim@PlauPlau; häufig von Körperteilen: dor kickt de grot Herr ut 't Finster der große Zeh aus dem Strumpf WaWaren@Groß GievitzGGiev; auch: lütt grot Jochen kickt ut Wa; Stillfr. Sl. 75; grot Johann der Mittelfinger Wo. V. 3, 291; Nd. Kbl. 10, 41; häufig übertr.: 'n grotes Mul hebben viel und prahlerisch reden allgem.; dee hett dat Mul noch grötter apen schimpft noch mehr RoRostock@RibnitzRibn; de Ogen sünd grötter as de Mag' er legt sich mehr auf den Teller, als er bewältigen kann HaHagenow@RedefinRed; dee hebben grot Ogen in 'n Kopp fordern hohe Preise RoRostock@GresenhorstGres; in ne grote Bücks hüürt ok 'n groten Noors zu großen Geschäften gehören große Mittel Wi; zum hechelnden Hund: is di de Lung' all wedder so grot? RoRostock@KörkwitzKörkw; iron. vom Faulpelz: em is de Lung' so grot HaHagenow@RedefinRed. b. von Tieren; derb abfertigend: di sall de grot Hund wat dresseln Ro; häufig übertr.: dat is wat för 'n groten Hund sagen die Seeleute, wenn der Koch Speisereste über Bord schüttet Wo. Seem. 2, 169; de grot Sœg' die große Baßgeige RoRostock@KlockenhagenKlock; HaHagenow@ToddinTodd; SchöSchönberg@SabowSab; vom Prahler: dee ritt up 't grot Pierd HaHagenow@RedefinRed; ähnl. vom Hochfahrenden: dee sett't sick glik up 't grot Pierd un kann 't lütt noch nicht riden Gamm; grot Jochen Zaunkönig, s. Grotjochen; grote Hahns, lütt Geld von einem Geschäft, das nichts einbringt WaWaren@Groß GievitzGGiev; ova decumana 'grote Eyer' Chytr. 448. c. Subst.: sall wat Groots wääst sin von Wulf ein gewaltiger Wolf Sta; dat 's wat Groots, hadd' dat Kalf seggt, hadd' 'n Ossen weig't Wo. V. 2, 200. d. häufig als Gattungsbezeichnung: Grot Specht großer Buntspecht Monschr. 3, 633; Grot Kliben große Kletten, lappa maior Niem. Idiot. 10; Siemss. Nat. 2, 291; Grot Schörling gefleckter Schierling, conium maculatum Wred. Flora 1, 531. 4. grot erwachsen a. Adj.: wat grot warrn schall, möt lütt anfangen Bri. Volkssp. 28; in dat Hus stürben drei grot Lüd' GüGüstrow@GülzowGülz; hei will ümmer daun as 'n grot Minsch, un denn geiht em 't Lif ut SchwSchwerin@VietlübbeVietl; twee Kinner sünd mi grot dot bläben als Erwachsene StaStargard@MirowdorfMirowd; wi hebben noch grot nich rutgahn sind noch als Erwachsene während der Zwölften des Abends nicht ins Freie gegangen LuLudwigslust@KarenzKar. b. Subst.: früher hebben dat de Groten dan, nu bloß de Kinner RoRostock@RibnitzRibn; de Groten sünd de Lütten ehr Narr die zu nachgiebigen Eltern Wa; wenn jem. sich den Kopf kratzt, sagt man: so recht, stöt de Groten (nämlich Läuse) üm, dat de Lütten Platz krigen PaParchim@PlauPlau; wenn de Groten sick slahn, möten de Lütten Hoor laten RoRostock@KlockenhagenKlock. 5. in fester Verbindung mit Verben: grot maken aufziehen allgem.: wur hei grotmakt wir Luk. 4, 16; Ap. 7, 21; der Erzgauner is mit Leegenlœgen grot maakt RoRostock@RibnitzRibn; der Bettelarme is mit 'n Snurrerbüdel grot maakt Wa; ick heff sœben Kinner grot wohrt Ma Malchin@BarlinBarl; grot quälen mühsam aufziehen Rempl; em krigen s' nich mihr grot er wird sterben Sta; warnend: treckst di ne Katt grot, kratzt s' di de Ogen ut Bri. Volkssp. 28; dee stählt sick grot von einem Lamm, das bei fremden Müttern saugt GüGüstrow@GülzowGülz; sick grot maken sich rühmen, prahlen Röm. 4, 3; HaHagenow@RedefinRed; LuLudwigslust@EldenaEld; WaWaren@BlücherhofBlüch; aber auch: sick grot maken sich erheben, aufstehen RoRostock@BartelshagenBart; grot daun prahlen, s. daun; dee kann woll grot prahlen groß tun SchöSchönberg@SchlagsdorfSchlagsd. 6. mit Mengen- und Zahlbegriffen viel, zahlreich, hoch a. Adj.: 'wer, dat use kost groter were, so scal malk mer dartů leghen' (1341) UB. 9, 351; 'mith aller bede luttick edder groth' (1380) 19, 489; 'allen zehenden, den großen, nomlich des Korns, und den kleinen, alss der Hüner, Flachses ... und Lammer' (Abschrift; Gü Güstrow@BützowBütz 1340) 9, 294; 'wyle by erer Sake nicht groth Gelt ys, so kOennen se offt nicht groth recht erlangen' Gry. Wed. H 7a; dee Farken sünd grötter. Ja, kosten ok grötter Geld HaHagenow@RedefinRed; stœhnten grot un lütt Stücken SchwSchwerin@Groß RogahnGRog; dei ok nich tau den groten Hupen hollen Wagtsm. Mart. 29; dee geiht ok bald nah de grot Armee stirbt bald RoRostock@RibnitzRibn; grot acht ein vielseitiger, figurenreicher Tanz, der vor etwa 20 Jahren noch in GüGüstrow@VorbeckVorb und Zep getanzt wurde; s. acht (1, 46). b. Subst.: He hett jo Grot makt in de Büx Tarn. Burrk. 2, 71; is wat Groots dor ein großes Gewese mit zahlreichen Bedienten Wa; abgeschwächt viel, sehr und so auch adv. gebraucht: un wat was 't denn Grots Reut. 2, 316; wat kann dor Grots nah kamen 4, 330; wat brukt hei denn ok Grots? Stillfr. Köst. 2, 75; wat künn ick groots dorför Pa Parchim@SpornitzSporn; ick heff nich groots deent annerwärts StaStargard@WanzkaWanzka. II. Adv. sehr, viel 1. in verschiedener Verwendung: 'dar passede he nicht grodt up, unde missede datslve so grodt nicht' Gry. Wed. P 4b; 'se (die Bauern) fragen nicht grodt na dem spethstaken' Lb. 2, H 2a; se billen sick dat grot in glauben fest daran Wa; dor is mi gor nich grot üm tau daun daran liegt mir nicht viel MaMalchin@RemplinRempl; dat wunnert mi grot RoRostock@BlankenhagenBlank; grot nödig sehr nötig Klock; PaParchim@SpornitzSporn; Reut. 6, 281; Bri. 5, 111; wull noch grot den Dummen an den Hals slagen Reut. 3, 153; Wat sei denn grot noch anners wull 1, 248; bei Zeitangaben gut, reichlich: dat is grot acht Johr her Ro Rostock@TessinTess; nah grot acht Dag' Reut. 6, 194; ein geringes Maß von Möglichkeiten, wie z. B. hd. schließlich, endlich, drückt aus: un wer süll denn nu ok woll Dürten Holzen grot frigen? Reut. 6, 208; Un wur sall hei denn ok noch grot hen Bri. 2, 242; wat sall dat ok grot herdaun? (viel nützen) 5, 108; auch von Entfernungen und Kosten: wur väl Seemilen künnen dat grot sin 2, 249; wat kann sonn Brigg' von twintig Lasten grot kamen (schon viel kosten) 6, 136. 2. formelhaft in Verbindung mit lütt: he schüll lütt un grot heftig RoRostock@TessinTess; schriegt lütt un grot laut Wa; he söcht ümmer lütt un grot unaufhörlich WaWaren@Groß FlotowGFlot; Un wüß van di nich Grot un Kleen (gar nichts) H. Schröd. Garw 86. III. die Bedeutung des Umfangs und der Menge wird von der des Wertes und der Beschaffenheit stark zurückgedrängt 1. in Verbindung mit Abstrakten, z. B. in rechtlichen Bekräftigungsformeln: 'to groterme loven' (1396) UB. 23, 101; 'to mererme loven unde grotererme bewarynge' (Ro 1398) 475; mit anderen Begriffen: 'ikk will damit noch graute Eer inleggen' (Ro 1715) Kohf. Hg. 16, 3; makten s' groten Larm Luk. 4, 41; as de Schell so grot ward als die Schelte so heftig wird RoRostock@GraalGraal; dunn güng dat mit grot Wunner los Reut. 7, 199; häufig im Verwunderungslied: As he in Travemünn' kamm, Seg' he dat grote Wunner an Wo. V. 2, 1534 u. öft.; he harr en grot Labens doröwer Dolb. Küst. 159; he hett den gröttsten Willen den besten Willen LuLudwigslust@EldenaEld; sin Spruch is nich grot nog wääst die Bannformel des Schlangenbanners war nicht stark genug StaStargard@WulkenzinWulk. 2. als Bezeichnung wichtiger Tage und festlicher Begebenheiten: de grot Dag der erste Erntetag, an welchem der Roggen angeschnitten wurde StaStargard@BargensdorfBarg; 'tho der grotesten kost' (Festmahl; Schw 1513) Jb. 57, 175; ne grote Köst Luk. 5, 29; de grot Mahltit das eigentliche Hochzeitsmahl LuLudwigslust@ConowCon. 3. von Personen von hohem Rang, einflußreicher Stellung oder hervorragenden Eigenschaften: de grot Waur treckt die Wilde Jagd SchwZep; 'etlyke grothe Hanße' Slagg. 151; de grot Lihrer der erste Hauptlehrer in der Dorfschule HaHagenow@BesitzBes; 'n groten Wirtschafter ein selbständiger Inspektor MaMalchin@RemplinRempl; de grot Jung' der dritte Knecht des Bauern WaWaren@FalkenhagenFalk; s. Grotjung'; dat is 'n groten Rädner von einer Frau, die viel von alten Zeiten zu erzählen weiß RoRostock@BlankenhagenBlank; de grot Dam die Kreuzdame im Solospiel HaHagenow@GranzinGranz; de Groten die Vornehmen MaMalchin@RemplinRempl; die Rostocker wegen der bevorzugten Stellung, die sie in RoRostock@WarnemündeWarn in Recht, Verwaltung und Handel einnahmen, s. Gewedd'; häufig iron.: de Rostocker heiten de Groten, wil dat 't man luter lütt Kierls sünd Wi; wi seggen grot, de Rostocker seggen graut, dorüm heiten de Rostocker de Grauten Ro Rostock@KörkwitzKörkw; auch die hohen Karten im Spiel: ümmer gegen de Groten, seggt Prestin Sta Stargard@GrammertinGramm; de Grot der Kreuzbube HaHagenow@GranzinGranz; der erste Steuermann Wo. Seem. 1, 107; weiterhin: he wir grot an bi 'n Herrn stand bei ihm in hoher Gunst HaHagenow@LübtheenLübth. 4. hochfahrend, stolz, prahlerisch: er ist so gros stolz N. Monschr. 3, 29; In Pastow sünd de Herrn so grot im Dorfreim RoRostock@ThulendorfThul; denn sünd sei grot prahlen HaHagenow@DobbertinDobb; donn säd' hei grot prahlerisch Gamm; auch im Komp.: dee wir grötter, as he wir war sehr eingebildet Wa; ebenso von stolzer Haltung: he würd' ümmer grötter gahn Ro Rostock@KühlungsbornKühl. IV. Einzelfälle; grot verstärkt den Superlativ: de groten Neugierigsten gahn dorhen die Allerneugierigsten Wi; Superl.: denn' deit 't am gröttsten nödig der hat es am nötigsten RoRostock@RibnitzRibn; ein wohl durch die flektierte Form (s. III, 1) beeinflußter Komp. grötterer begegnet häufig in der Mda.: dee is noch grötterer; dat Stück is grötterer u. ähnl. V. Zss.: œwer-, wunnergrot; vergröttern; FN.: de Groten Dannen, Grotkalkuttenäuwer; PN.: 'Hans Grotebrod' (1389) UB. 21, 294; 'Matthias Grotekort' (Wi 1505) Tech. Bürg. 137. — Mnd. grôt. — Br. Wb. 2, 549; Dä. 162b; Kü. 1, 620; Me. 2, 486; Schu. 87.
10760 Zeichen · 179 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    grotst. N. (a)

    Köbler Ae. Wörterbuch

    grot , st. N. (a) nhd. Grütze (F.) (1), grobes Mehl, Körnchen, Körnlein, Teilchen ÜG.: lat. pollen Gl Vw.: s. mėre-, san…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    grôtadv.

    Mittelniederdeutsches Wb. · +3 Parallelbelege

    grôt, ° grôte , adv. , groß, sehr viel, bedeutend , ênen g. bedanken jem. vielmals danken; sik selven tô g. vorachten si…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Grot

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Grot , des -es, plur. die -e, ein nur in einigen Niedersächsischen Gegenden, besonders im Bremischen und Ostfrieslän…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Grot

    Goethe-Wörterbuch

    Grot in Bremen gängige Silbermünze (im Wert von 1/72 Taler) 125 Thlr. 49 G-e gut Geld .. welches nach unserm Cours ohnge…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Grot

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Grot , 1) Jakow Karlowitsch , russ. Sprachforscher, geb. 27. (15.) Dez. 1812 in Petersburg, gest. daselbst 5. Juni (24. …

  6. modern
    Dialekt
    grotSubst., Adj., Subst., Subst., Adv.

    Mecklenburgisches Wb. · +4 Parallelbelege

    grot groß: grot Mi 29 b ; in Ro früher graut; gesteigert: grötter, gröttst I. räumlich 1. von Umfang und Masse a. von Ge…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit grot

396 Bildungen · 388 Erstglied · 6 Zweitglied · 2 Ableitungen

grot‑ als Erstglied (30 von 388)

grotadú

LDWB1

grotadú [gro·ta·dú] m. (-dus) Nager m. , Nagetier n .

grō²tǟrsed

WWB

grō²t-ǟrsed Adj. greodäst großtuerisch (Frbg.) ( Min Nb).

Grō²tålde

WWB

grot·alde

Grō²t-ålde [ Hal Bie Det] 1.1. m. Großvater. — 1.2. f. Großmutter ( Hal Vm ). — 2. Pl. Großeltern [Hal].

grō²tārdig

WWB

grot·ardig

grō²t-ārdig Adj. [verstr.] „großartig“. ⟨ ›grō²t‹- [ Det Höx], ›grō²s‹- ( Mes Br) ⟩

Grotbierbruger

MeckWB

Grotbierbruger m. Großbierbrauer, auf dessen Haus die Berechtigung ruht, alle Biersorten zu brauen Nolde 1, 155.

Grō²tbiᵉre

WWB

grot·biere

Grō²t-biᵉre f. Grootbiän Birnensorte (Frbg.) ( Isl Ös ). ~bō²ne → Grō²te Bō²ne .

grotböstig

MeckWB

grotböstig stolz: so recht grotböstig Gü.

Grotbohnentit

MeckWB

Grotbohnentit f. die Zeit, wenn die großen Bohnen blühen und in welcher der Geschlechtstrieb stark ist: wi sünd nu in de Grotbohnentit Ro. M…

Grotbraß

MeckWB

grot·brass

Grotbraß f. Tau vom Deck zur großen Rahe, um diese zu drehen Egg. Trems. 126; s. Brass 1 (1, 1112) .

grotbretaansch

MeckWB

grotbretaansch und zahlreiche Abwandlungen 'großbritannisch', nur in dem groben Sinn von großsprecherisch, ruhmredig, prahlerisch, über-, ho…

Grotbuer

MeckWB

grot·buer

Grotbuer m. Großbauer, iron.: dat is 'n Grotbuer, hett twei Zägen un 'n Schap Ha Red . Kü. 1, 620.

grôtbûket

MNWB

grot·buket

grôtbûket , adj. , Tonne mit weitem Reifenband , Mittelreifen von größerem Durchmesser , daher große Tonne, dikbûket, s. bûket , grofbant.

grôtdâdich

MNWB

grot·dadich

grôtdâdich , -dêdich , adj. , Großes verrichtend , tatkräftig, mächtig, herrlich, Anrede an Gott: g.-ge hêre, an hochstehende Personen : de …

Grotdäl

MeckWB

Grotdäl f. die große Diele, welche beim alten Bauernhause von einer Giebelwand zur anderen reichte Festschr. Wo. 119; s. Däl 1 (2, 221 ff.).…

Grotdedicheit

MeckWB

Grotdedicheit f. a. Spr. Herrlichkeit, Erhabenheit: 'se vruchteden ... de segafftigen grotededecheit synes entspringendes stammes' (1394) UB…

Grotdiern

MeckWB

Grotdiern f. die erste Magd im bäuerlichen Haushalt, wo sie eine Vertrauensstellung einnahm und für die anderen Mägde als Respektsperson gal…

Grotdöns

MeckWB

grot·doens

Grotdöns f. die große bäuerliche Wohnstube: de Grotdönz H. Schröd. Buerh. 1, 113; s. Döns (2, 372) .

Grotdörenn'

MeckWBN

grotdoer·enn

Wossidia Grotdörenn' n. die Schmalseite des Niederdeutschen Hallenhauses, wo sich die große Einfahrtstür befindet: von 'n Grotdörenn' ut Ha …

Grō²tdō¹erīe

WWB

Grō²t-dō¹erīe f. Chräatdeoerigge „Großtuerei“ (Frbg.) ( Bür Sc).

grot als Zweitglied (6 von 6)

mėregrot

KöblerAe

mėregrot , st. N. (a) Vw.: s. mėregréot

ȫvergrôt

MNWB

oever·grot

ȫvergrôt , ōver- (auer-) , adj. : sehr groß, übergroß , von großem Ausmaß, dô plâgede got düsse ûtlande mit ȫ.em hunger unde dü̂er tît (Staa…

pogrot

Lexer

pogrot f. ib. ceptale Voc. vrat., antela, ceptale, pergula (pogret, pigrot, bopgerot, pograten) Dfg. 37 b . 113 b . 426 b , n. gl. 287 b . i…

sandgrot

KöblerAe

sand·grot

sandgrot , st. N. (a) nhd. Sandkorn E.: s. sand (2), grot L.: Hall/Meritt 289b

Ableitungen von grot (2 von 2)

begr¹ten

WWB

be-gro¹ten V. [verstr.] 1.1. jmdn. übel empfangen (Ravensbg WEDDIGEN), „(hart) verprügeln“ ( Hal Bh ). — 1.2. „(stark) beschneiden (von eine…

³grôte

MNWB

3 grôte , m. , Grote, Groschen, ên punt g., êne mark g. = 32 gr. (im N. W., Wfalen, Bremen, Oldenburg, Friesland, Groningen, auch flämischer…