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G

got. bis spez. · 23 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
49 in 23 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

G m., f., f., f., f., f., f., f., f.

Bd. 3, Sp. 1
Wossidia G der siebente Buchstabe des ABC, bezeichnet nicht weniger als vier verschiedene Laute: 1. den stimmhaften Verschlußlaut im Wortanlaut, vgl. gahn, geiht, giern, Goorn, Gör, glatt, grot; doch bezeugen die j-Aussprache des Wortes güüst im O (s. Karte bei güüst) und von gäw in der Lautform jeiw im SW sowie das Nebeneinander von Gör und Jör, Ganten und Jannen das Nachleben der spirantischen Artikulation, welche den westund ostfäl. Siedlern eigen war. Dieselbe Entwicklung nimmt das inlautende -g- zwischen Vokalen, für welches Jac. 1, 130 alleinigen Verschluß, wie in zǖgər m. Saugfüllen, Holst 155 überwiegenden, wie in hogä höher, woneben der Reibelaut (s. 2) zurücktritt, angeben. 2. den stimmhaften Reibelaut als geschichtliche Aussprache, wovon nur noch Reste übrig sind (s. 1); anlautend kommt der palatale, inlautend nahezu ausschließlich der gutturale Laut vor, vgl. Jannen und hoƷä, fƷl Vogel Holst 155; regelmäßig schließt Reibelaut den Wortstamm, nachdem dieser durch Abfall des Endungs-e verkürzt ist, er ist wenig oder gar nicht mehr stimmhaft und geht im letzten Falle in x (s. 3) über: blƷ blaue, dƷ Tage, bārƷ Berge Holst 158; hierzu treten die Wörter rƷ Rücken, mƷ Mücke, brƷ Brücke u. a. 3. den stimmlosen Reibelaut im alten Wortschluß, wobei sich die Artikulationsstelle den vorhergehenden Lauten anpaßt: dax Tag, däiχ Teig, bārx Berg, talχ Talg; auch bei Abfall des -e wird dieser bereits bevorzugt: mx f. Magen, smīχ f. Neigungswinkel, boχt biegt Jac. 1, 130; zχ f. Sau, zoəx f. Sorge Kolz 124; überall wird trx (trχ) zurück gesprochen, Jac. 1, 131 verzeichnet auch e·əχ f. Egge, m·əx, br·əx, pǫ·əx f. Frosch; allgemein ist zęχt sagt. 4. den stimmlosen Verschlußlaut in der Lautfolge -ng, wenn diese das Wort abschließt: laŋk lang, maŋk unter, zwischen, rŋk Ring, pęnŋk Pfennig, jŋk jung, auch nach norddeutscher Aussprache bei -ung -unge -inge, z. B. hålŋk f. scharfer Zugwind Jac. 1, 107; līnŋk f. Leine 115. 5. vor der Endung -en ist g zunächst Verschlußlaut, kann aber auch mit dieser zu bloßem gutturalem n (ŋ) verschmelzen: zęgŋ und zęŋ sagen; dieser Laut tritt vor -en und vor älterem -e gelängt auf: spr springen, la langen und lange, ba bange, j der Junge; das ing-Dim. hat einfaches -ŋ: znŋ Söhnchen. Geschichtlich ist g- aus k- in einigen Fällen vor -n entstanden, vgl.: Gnirrband und Knirrband, gnirschen und knirschen, gnippeln und knippeln, gnätern und mnd. kneteren; anderseits geht aber auch gn- und gl- in kn- und kl- über, vgl.: Knick Genick, Glanner und Klanner. In vortoniger Stellung beobachtet man dieselbe Doppelheit: Getüffel neben Ketüffel Kartoffel, Gestüm Kostüm, anderseits Kamaschen Gamaschen. Dissimilation unter den Zahnlauten macht aus Distrikt ein Gestrick.
2746 Zeichen · 41 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 4.–6. Jh.
    Gotisch
    gBuchstabe

    Köbler Got. Wörterbuch

    g , Buchstabe nhd. g, Abkürzung für 3 ne. g, abbreviation for 3 Q.: Bi (340-380), Kal (dritter Nov.); B.: g Neh 7,38 D; …

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    g

    Althochdeutsches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    g- s. auch j- und k-.

  3. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    G

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    G Das mhd. g entspricht dem strenge ahd. k . im auslaute wird es durch c ersetzt der tac des tages — er mac wir mugen. s…

  4. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +21 Parallelbelege

    g , F. nhd. gepachtetes Gehöft E.: s. gārt, toft L.: MndHwb 3, 1060 (gārtsedetoft)

  5. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    G

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    G , der siebente Buchstab des Deutschen Alphabetes, welcher mit dem Gaumen ausgesprochen wird, und gemeiniglich härter l…

  6. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    G

    Goethe-Wörterbuch

    g , G 1 als Buchstabe a zur Abkürzung von Wörtern (auch Titeln) mit anlautendem g,G: ‘g.’ für: Groschen sd ‘G.’ (mit Fam…

  7. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    G

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    G , der 3. Buchstabe in dem hebr. u. griech., der 7. in dem latein. und den von diesem abstammenden Alphabeten; als Zahl…

  8. modern
    Dialekt
    Gm., f., f., f., f., f., f., f., f.

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    G der siebente Buchstabe des ABC, bezeichnet nicht weniger als vier verschiedene Laute: 1. den stimmhaften Verschlußlaut…

  9. Sprichwörter
    G

    Wander (Sprichwörter)

    G 1. Drei G bringen viel Weh in der Welt: Gunst, Gewalt und Geld. 2. Drei G sind die angenehmsten in der Welt: Glück, gu…

  10. Latein
    g

    Mittellateinisches Wb.

    g littera septima alphabeti Latini. 1 gener.: Carm. Ratisb. 35,1 G pro H posita. Wibald. epist. 167 p. 287,31 Germanici …

  11. Spezial
    g

    Ladinisch-Deutsch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    g m.inv. ‹mus› G-Dur (Ton der absoluten Tonleiter).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit g

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Keine Komposita gefunden — g kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

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Cotta, M. (2026). „g". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/g/meckwb
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Cotta, Marcel. „g". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/g/meckwb. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „g". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/g/meckwb.
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