lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

kopf

ahd. bis spez. · 22 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
31 in 22 Wb.
Sprachstufen
8 von 16
Verweise rein
384
Verweise raus
796

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

kopf m.

Bd. 11, Sp. 1744
kopf, m. poculum, calix, ahd. choph, einzeln chuph Graff 4, 371, mhd. kopf wb. 1, 860b, ags. cupp, cuppa und copp, altn. koppr, schwed. kopp (kappe), n. kop, nl. nrh. nd. kop, engl. cup. von der verwandtschaft s. am ende. 11) als trinkgefäsz, nach Schmeller 2, 319 'kugel- oder halbkugelförmig', mit fusz, vom becher unterschieden, also wie die heutigen römer. aber auch mit henkeln, griffen: kopf mit ainem or, otha, potatorium ventrosum, mit zwaien oren, diotha, plecta. voc. inc. teut. n iiija. 1@aa) kopf überhaupt, mhd. oft, z. b.: den dûhten becher gar enwiht, er wolde näpf noch kophe niht, er tranc ûʒ grôʒen kannen. weinschwelg im eingang, ich hieʒ in (den rittern) schenken über al, in kopfe, in napfe, in silberschal. Lichtenstein 188, 22; ich hain ducke (oft, s. dicke 2, 1077) horen sagen, vollen kopp sal men even dragen. Hagen köln. reimchr. 3741; köpf und gleser (der bauern) waren krüg. ring 34c, 32. In vocab. des 15. jahrh. chopf, kopf, koph, nd. kop, cyathus, scyphus. Dief. 116c. 518c (nicht unter cupa), bei Maaler 249b ein kopf darausz man trinkt, cupa, diatretum, calix, scaphium, obba, capis, cratera; die voranstellung von cupa deutet schon die heute geltende ableitung an, wie Frisius unter cupa kopf voranstellte, während noch Dasyp. unter cuppa nicht an das deutsche wort dachte. Es war noch im 16. jh. und länger in voller geltung: kopf mit heiszem wein. Steinhöwel 89 (1555); 2 köpfe des besten alten weins. Hohberg 1, 241b; s. weiter unter b. noch Schönsl. f 6d gibt kopf, trinkgeschirr, culullus, irrdin kräuslin, trulla, trinkkopf; das letzte auch noch bei Stieler 1012, Rädlein, nicht mehr bei Kirsch, Ludwig, Steinbach, aber noch beim Schweizer Denzler 2, 175a kopf, cupa, auch bei Aler 1224b. 1@bb) besonders oft ist früher von goldenen u. dgl. köpfen, oder kopfen wie der pl. urspr. war, die rede, die zu den kleinoden des hauses gehörten: wenn (denn) ausz einem krug wer mir dein (des weines) lieber ein süeszer tropf, denn ein ganzer eimer wassers ausz einem guldein kopf. weingrusz, altd. bl. 1, 405; Joseph liesz ein guldinen kopf in seinen sack stoszen und verknüpfen. Keisersberg nd. d. m. 16a; da ist ein hafen, da ist ein güldin kopf, edler dann der hafen. der kopf ist usz gold gemacht und der hafen usz einem leimen clotzen. post. 160; ein guldin kopf mit edlen steinen besetzt. Frank chron. 283a. Die goldene bulle schrieb vor für abhaltung eines kaiserl. hofes: darnach kompt der könig von Böheim, der erzschenk, auf seinem pferd, und soll fren in seiner hand einen silberin kopf, der xij. mark silbers an gewicht hab, der gedeckt sei, und vol weins und wassers durch einander gemischt sei, und sol von dem pferd stehn und denselben kopf reichen einem keiser oder könig zu trinken. reichsordnungen Worms 1539 11b. sie dienten überhaupt in allen ehrenfällen, als ehrengaben u. dgl.; nach einer Münchner polizeiordn. von 1405 soll chain prawtgam chainer prawt chainen kopf geben der mer hab dan drei mark silbers. Westenrieder beitr. 6, 122, das hiesz der gemahelkopf (Schmid schwäb. wb. 321); er liesz den räten allen schenken 12 pfert und 26 bar vergulter kopf. Nürnb. chron. 1, 399, 24, kaiser Friedrich III. der deputation, die ihm die meldung seiner königswahl brachte; unsers herren kunigs rate ein vergulten kopf, wag 3 mark 4 lot. 3, 396, geschenk der Nürnberger; a. 1418 da rait hie ein kung Sigmund ... und die stat schankt im ain guldin kopf, gestuond (kostete) hundert guldin, und tausent darinn. Augsb. chron. 1, 320, 8; a. 1431 kam küng Sigmund aber her und die stat schankt im ain kopf, gestuond 184 guldin, und hundert guldin darinn. 322, 3; 79 guld. (ausgegeben) umb ainen vergülten silbrin kopf .. und die waupen (wâpen) daruf zuo machen und uszuberaiten. 2, 350 anm., dankgeschenk der stadt an einen herzog. Daher oft in schatzverzeichnissen, z. b.: nota minr frauwen von Cleve kleinad ... item 4 ubergult kopfe die nuwe sint, item ein ubergulten (s. sp. 1724) kopfe der alt ist ... item 2 silberin kophe .... item ein barillen kopfel, beslagen, item ein fledrin beslagen kopflin (fledrin von maserholz, s. flader ff.). Mones anz. 6, 248, v. j. 1399; ain silbrein chopf unvergolten, ain chopf mit (aus) ainem strauszenai, beschlagen mit silber innen und auszen und auch vergolt innen und auszen, und ain fladrein chopf, beschlagen mit zwain coron. mon. boica 3, 214, v. j. 1415, beide mal neben kannen, schalen, bechern. in dem brautschatze einer österr. princessin unter fürstl. geschenken (aus Siebenbürgen) 1543: vier vergült köpf sibenbürgerischer arbait. der gröszer hat künig Januschen wappen, die andern haben geschmelzte (in émail) rote erper (erdbeeren). font. rer. austr. I. 1, 357. 359; ain groszen kopf durchaus von getribner arbait, oben mit der Judith auf dem lid (deckel) 360. 1@cc) es gab sogar doppelköpfe (s.doppelbecher 2), deren fusz wieder einen becher darstellte: 143 guld. reinisch umb ainen zwifachen übergülten kopf (als ehrengabe). Augsb. chron. 2, 386, 25, v. j. 1442; dem von Wallsee ein zwifach vergült knorrat kopflein mit eim einfachen ör (nur einem henkel) ... dem österr. kanzler ein zwifach vergült köpflein on ör. Nürnb. chron. 3, 399, von 1444. das wird auch so ausgedrückt: zwen köpf ob einander vergült, zwen vergult kopf ob einander. 3, 347. 30. 34. 348, 4. 26; ein par vergulter köpf obeinander. 2, 10 anm. 5. 1@dd) aber auch von einfachen stoffen. besonders von holz, denn der drechsler machte welche, s. kopfdreher und: tornare, dreen, (z. b.) becher oder köpf. Brack voc. bei Dief. 588c (vgl.baumkanne sp. 165). dasz sich doch auch derer die kunst und prachtliebe bemächtigte, zeigen die fledrin köpfe unter b. nach Schönsleders worten unter a zuletzt müszte es aber auch irdene gegeben haben. gläserne (damals kostbar) werden schon ahd. erwähnt: fiola, clasechoph, glasecopf Graff 4, 371. Haupt 5, 569a, mnd. glasecop Dief. 232c. ein voc. des 15. jh. gibt anaglyphus, gemalt kopf Dief. 33a, Mones anz. 6, 218, von holz, nrh. gemailt cop, ambesi Teuth. 56a, von holz? form und stoff des trinkgefäszes sind nicht gleichgültig für ermittelung seiner herkunft. 1@ee) noch jetzt ist kopf nicht ganz erloschen. Rückert in den makamen nr. 26, 19 braucht es als 'schüssel, becher'. aus Schwaben gibt Birlinger Augsb. wb. 288a schenkkopf, groszer kupferner oder zinnerner schenkkrug, der z. b. bei hochzeiten in dienst kömmt; da weicht denn auch die form des gefäszes von der gewöhnlichen ab (vgl. u. 2, a). Sie stimmt aber noch zu Schmellers angabe u. 1 beim nordd. kopp von der obertasse (eben so schwed. kopp m.,n. nl. kop, engl. cup), die auch in dem dortigen hochdeutsch kopf heiszt, tassenkopf, theekopf u. ä. öfter doch mit demin. köppken, wie hd. köpfchen (s. d.), das auch im md. noch weithin gilt Aus Luxemburg gibt Gangler 249 sogar noch allgemein 'kopp f., pl. koppen, die kuppe, der becher, die trinkschale, la coupe'; aber das ist franz., wie schon das fem. zeigt (doch vgl. 4, b zuletzt). 22) als masz aber, wie kanne und andere trinkgeschirre, gilt es bis jetzt. 2@aa) im 14. jh. war z. b. in Nürnberg ein kopf gleich zwei seidel (s. Lexer zu den Nürnb. chron. 2, 549b): dornach musz man idem menschen (im spital) daʒ mol (bei jedem der zwei hauptmahle) geben ein seidel pirs, macht des tags der person einen kopf vollen pirs. in Regensburg ward 1354 der eimer statt wie bisher in 60, in 64 chopf getheilt, s. Schmeller 2, 319, das. und 1, 633 weitere nachweisungen über das verhältnis des bair. kopfes vom 14.—17. jh. (als bier- und weinmasz) zu masz, vierteil, eimer, er ist ein wenig geringer als die masz. so noch schweiz. kopf, als 'eichenmasz (s. eichmasz) zu flüssigkeiten, d. i. metallener krug von zwei masz' Stalder 2, 122, also mit abgehen von der form, wie u. 1, e. s. auch köpflein, kopfkanne, viertelskopf. auch nl. noch kop, z. b. für milch. merkwürdig kommt schweiz. auch haupt so vor, nur durch umdeutung von kopf? 2@bb) auch als trockenmasz, so schweiz. kopf, nrh. kop für getreide, hannöv. kop der 16. theil eines scheffels Schambach 109a. auch nl. kop, z. b. für salz. hess. köpfchen eine achtelmetze Vilmar 218. Adelung nennt auch eine form köpf (sg.), aus Österreich, Regensburg. 2@cc) endlich selbst als gewicht, schweiz., von 7 pfund. Stalder. ähnlich ist holst. en kopp botter, ein stück von einem bestimmten gewichte, der name daher weil das stück mit einem napfartigen gefäsze, dem botterkopp, abgemessen und geformt wird (vgl. 4, d), s. Schütze 2, 322; ditm. heiszt beides köppken Richey 416. 33) auch als gefäsz überhaupt, wenigstens wird in der Schlierser chronik von 1378 (Schmeller 2, 319) ein groszer kopf pei sechs maszen (6 masz haltend) erwähnt, den wir prauchen an dem antlasztag (gründonnerstag) zu der mandat, d. i. zur fuszwaschung, wol in form einer halbkugeligen schale. auch altn. koppari bötticher Fritzner 362b bezeugt die bed. holzgefäsz überhaupt, koppr m. ist dort als gefäsz (oder vertiefung) etwas zu sammeln oder zu bewahren angegeben, schwed. kópp bei Rietz 346a als holzfasz oder (metallenes) kochgeschirr, norw. kopp bei Aasen 232a als gefäsz von holz und kochgeschirr überhaupt. 44) von ähnlichen dingen zu andern zwecken. 4@aa) so übersetzte Luther 2 Mos. 25, 31. 33. 34 zuerst, bei der schilderung des leuchters im tempel, daran sol der schaft mit röhren, kopfen (var. köpfen), kneufen und blumen sein, ein igliche röhre sol drei kopf (köpf) haben wie die mandelnusse u. s. w., wofür er später schalen setzte; die vulg. hat scyphos, die nd. übers. behielt köppen, köppe bei, und schon ahd. ward diesz scyphos der vulg. mit chophâ gegeben (Graff 4, 371). 4@bb) besonders aber schröpfkopf, bis heute, mhd. lâʒkopf, in vocab. des 15. 16. jh. bei Dief. 611a ventosa, laszkopf, schrepfkopf, badkopf, blutkopf, md. kop, ventosare, köpf (kopf) setzen, nd. koppe setten (dahern. kopsätte, schröpfen); mnd. auch stuokop, stugecop (stube badstube) Dief. n. gl. 378b, nnd. kopp, auch koppglas Richey 134, Schütze 2, 322. undern kopfen sitzen, sich schröpfen lassen Eschenburgs denkm. 418. vgl.köpfeln, kopfen. ebenso engl. cup, nl.n. kop. Hier tritt aber eine nebenform auf: nd. nrh. koppe ventosa Dief. 611a, auch hd. kopfe nach dem pl. 'kopfen im bade, damit man laszt' voc. inc. teut. n 4a; ist diesz koppe fem.? als luxemb. gibt Gangler kopp, pl. koppen f., schröpfkopf. auch schwed. koppa f., it. coppetta. 4@cc) hierher gehört auch der pfeifenkopf, nl. pijpekop, obwol er wirklich franz. tête de pipe, n. pibehoved, schwed. piphufvud heiszt, wol aus misverständnis des nl. (vgl. das haupt u. 2, a a. e.): gott grüsz euch, alter! — schmeckt das pfeifchen? weist her! — ein blumentopf von rothem thon, mit goldnen reifchen? — was wollt ihr für den kopf? Pfeffel 2, 101. meerschaumkopf, porcellankopf, maserkopf, Ulmer kopf (von maser) u. a. 4@dd) auch napf als guszform. so im Teuth. für feines backwerk: cop van posteiden (pasteten) of vladen, arcopta 56a, posteyden of vladen cop 196b. ebenso oberhess. demin. köppel m., käsköppel käseform Vilmar 218, 'köppelkäs, ein viereckender käs, den man im köppel machet' Estor das. 55) die herkunft. 5@aa) man sieht es als lehnwort an, als mutterwort lat. cūpa fasz, tonne (cuparius bötticher), oder vielmehr eine nebenform davon, cuppa (Diez wb. 1, 139), das schon in ahd. glossen und wieder im 16. jh. (s. 1, a) mit dem deutschen worte zusammengestellt wurde. nun lebte auch, wie Diez nachweist, das lat. wort in den rom. sprachen fort, cupa z. b. in span. cuba fasz, franz. cuve kufe (vgl.kübel), cuppa z. b. in ital. coppa, span. copa becher, frz. coupe trinkschale u. ä.; und da diese neue bed. sich auch bei der ersten form z. b. in sp. cubilete würfelbecher, pastetenmodell (vgl. 4, d), frz. gobelet trinkbecher zeigt, so machte auch die lücke zwischen den begriffen fasz und becher keine schwierigkeit, vergl. gr. κύπελλον becher mit lat. cupa fasz, wobei freilich die deminutive form wie bei cubilete den übergang begreiflicher macht. doch erscheint ja auch unser wort als fasz (3). 5@bb) für das deutsche wort ist aber die sache nicht so einfach. aus dem fem. cuppa konnte nicht ein masc. choph werden, nur ein fem. chupha, das in der bed. mütze ahd. vorliegt (mhd. gupfe) und nach Diez 1, 150 auf cuppa zurückgienge (doch vgl. sp. 782 unten). zwar gibt es auch ital. eine masc. form coppo krug (und augenhöhle, ganz wie das altn. koppr u. 3 auch, s. Fritzner 362b), ebenso port. copo m. trinkgefäsz, span. cubo m. kübel, wanne, die auf eine späte lat. nebenform cuppus, cupus hindeuten könnten (vgl. mlat. caupus krug). aber auch dann müszte das masc. bei uns nur als schwesterform, nicht als einzige erscheinen (das luxemb. fem. unter 1, e reicht nicht aus, zumal dort auch kopp caput fem. ist). nimmt man aber die frühe selbständige entwickelung des germ. wortes hinzu, wie sie sich ags. in starker und schwacher bildung nebeneinander zeigt (s. ebenso nd. unter 4, b), vielleicht in schwed. kapp m. becher neben kopp mit ablaut, und dasz altn. koppari böttcher (3) doch aus mlat. cuppa fasz schwerlich zu begreifen ist (aus hd. küfer, nd. küper doch wol auch nicht), so tritt die annahme eines heimischen wortes nahe, das freilich der berührung mit dem romanischen nicht entgehen konnte. 5@cc) überhaupt reicht das lat. wieder einmal nicht aus, alles vorhandene zu erklären (wie man aus jahrhunderte alter gewöhnung gern thut). Diefenbach goth. wb. 2, 257. 532 bringt kelt. wörter bei, die zum theil mehr eigen als lat. oder rom. aussehen, gael. cupa m., cupan, copan m. (letzteres auch grübchen), kymr. cwppan m., breton. kôp, gôp, skôp m., zu letzterm vergl. d. ferner südsl. kupa becher (sloven., kroat., serb.), wie alban. rumän. kup, neugr. κοῦπα, vgl. Miklos. 322b; aber auch russ. kubok'' pokal, litt. kúpka becher Nesselm. 211b, vgl. ehstn. kup napf, ossetisch koppa becher. 5@dd) ferner läszt sich die häufige erscheinung von stämmen mit k- und sk- (p- und sp-, t und st-) nebeneinander hier wiederfinden, z. b. in gr. σκύφος becher neben κῦφος fasz, κύπελλον becher, und auch bei uns in schoppen trinkgefäsz neben kopf, ahd. sciphi phiale, schifelîn cimbia Graff 6, 457, mit ablaut mhd. schaf, ahd. scaph gefäsz. und wie in 'schiff und geschirr' die begriffe schiff und gefäsz zusammentreten (s. sp. 204), so kann hier schiff navis in die verwandtschaft kommen, und damit gr. σκάφος schiffsbauch und schiff, σκαφίς trog und kahn, ohne das s- nordhumbr. cuópel navicula, engl. coble fischerkahn, vgl. lat. caupulus, mlat. gaupolus ein schiff mit caupus gefäsz unter 5, b. da aber bei solchem schwankenden s- die verschiebung gern ausbleibt (s. sp. 1566), so tritt die möglichkeit vor, dasz unser kopf mit lat. cupa wie mit denen unter 5, c urverwandt wäre. und da das alles, schiff wie gefäsz, doch wol urspr. ein aus holz ausgehöhltes ist, so können auch gr. κύπη höhle (hütte), skr. kûpas grube, höhle (auch ölschlauch, vgl. Curtius etym. nr. 83b) herzutreten und die weitere aufklärung andeuten. s. übrigens das folg. kopf und kufe, kübel; auch koben hütte, kober, kiepe korb kommen in frage.
15176 Zeichen · 476 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    kopf

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA) · +1 Parallelbeleg

    kopfAWB auch kupfAWB m. a-St., seit dem Ende des 8. Jh.s in Gl. und in NMC: ‚(Trink-) Gefäß, Becher, Kelch, Schale, Krug…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    KOPFstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    KOPF stm. becher. mlat. cuppa , franz. coupe , engl. cup . ahd. choph Graff 4, 371. vgl. nhd. kopf oberer theil einer ta…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Kopf

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    1. Der Kopf , des -es, plur. die Köpfe, Diminut. Das Köpfchen, Oberd. Köpflein, ein Wort, welches überhaupt, ein vertief…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kopf

    Goethe-Wörterbuch

    Kopf -ff DjG 3 2,247,26 , Pl -o- A(FfA I 27,928,27) u ‘Köpf’ 8,146,8 Götz 2 V A als Körperteil 1 als funktionaler Bestan…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kopf

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Kopf (caput) , der oberste Theil des menschlichen Körpers, mit dem Rumpfe durch den Hals verbunden, enthält das Gehirn u…

  6. modern
    Dialekt
    Kopf

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Kopf [‘ X òpf Fisl. Liebsd. ; Khòpf O. U.; Khòp Wingen b. Weissenbg. W.; Pl. Khèpf; Khèp] m. Gen. schwach in Kopfe n kis…

  7. Sprichwörter
    Kopf

    Wander (Sprichwörter)

    Kopf 1. Abgehauener Kopf braucht keine Sturmhaube mehr. 2. Am Kopf des Narren lernt der Junge scheren. Die Araber in Alg…

  8. Spezial
    Kopfm

    Dt.-Russ. phil. Termini · +5 Parallelbelege

    Kopf , m заголовок , м

Verweisungsnetz

219 Knoten, 393 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 12 Hub 18 Wurzel 4 Kompositum 173 Sackgasse 12

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kopf

793 Bildungen · 590 Erstglied · 199 Zweitglied · 4 Ableitungen

kopf‑ als Erstglied (30 von 590)

kopf, koph

MWB

kopf, koph stM. ahd. und bis in die 2. H. des 12. Jh.s nur in der Bedeutung ‘Trinkgefäß’; der einzige Beleg des AWB in der Bedeutung ‘Kopf’ …

Kopfarbeit

SHW

Kopf-arbeit Band 3, Spalte 1663-1664

Kopfbrett

SHW

Kopf-brett Band 3, Spalte 1663-1664

Kopfdaube

SHW

Kopf-daube Band 3, Spalte 1663-1664

Kopfdauge

SHW

Kopf-dauge Band 3, Spalte 1663-1664

Kopfeisen

SHW

Kopf-eisen Band 3, Spalte 1663-1664

kopfern

SHW

kopf-ern Band 3, Spalte 1663-1664

Kopfert

SHW

Kopf-ert Band 3, Spalte 1663-1664

Kopfet

SHW

Kopf-et Band 3, Spalte 1665-1666

Kopffleisch

SHW

Kopf-fleisch Band 3, Spalte 1665-1666

Kopfgeburt

SHW

Kopf-geburt Band 3, Spalte 1665-1666

Kopfgestell

SHW

Kopf-gestell Band 3, Spalte 1665-1666

Kopfgewann

SHW

Kopf-gewann Band 3, Spalte 1665-1666

Kopfgrind

SHW

Kopf-grind Band 3, Spalte 1665-1666

Kopfgrippe

SHW

Kopf-grippe Band 3, Spalte 1665-1666

Kopfhaare

SHW

Kopf-haare Band 3, Spalte 1665-1666

Kopfhaube

SHW

Kopf-haube Band 3, Spalte 1665-1666

Kopfhaut

SHW

Kopf-haut Band 3, Spalte 1665-1666

Kopfhobel

SHW

Kopf-hobel Band 3, Spalte 1665-1666

Kopfholz

SHW

Kopf-holz Band 3, Spalte 1665-1666

Kopfhänger

SHW

Kopf-hänger Band 3, Spalte 1665-1666

kopfisch

SHW

kopf-isch Band 3, Spalte 1665-1666

Kopfkeil

SHW

Kopf-keil Band 3, Spalte 1665-1666

Kopfkette

SHW

Kopf-kette Band 3, Spalte 1665-1666

Kopfkissen

SHW

Kopf-kissen Band 3, Spalte 1665-1666

Kopfknochen

SHW

Kopf-knochen Band 3, Spalte 1665-1666

kopf als Zweitglied (30 von 199)

skopf?

KöblerAhd

*skopf? , st. M. (a?, i?) nhd. Schopf, Haarschopf ne. tuft of hair Q.: PN E.: vgl. idg. *skeup-?, *keup-?, *skeubʰ-?, *skeub-?, Sb., Büschel…

Briefkopf

RDWB1

Briefkopf m шапка письма (а не "голова письма")

Dickkopf

RDWB1

Dickkopf m упрямец

Grützkopf

RDWB1

Grützkopf m придурок, дурак, болван

Hinterkopf

RDWB1

Hinterkopf m (kein Bezug zu "голова", "затылок") im ~ behalten fest. - иметь в виду, не забывать, заметить про себя etw. im ~ haben fest. - …

Holzkopf

RDWB1

Holzkopf m дубина груб. , дубина стоеросовая идиом. , груб.

Kindskopf

RDWB1

Kindskopf m впадать / впасть в детство устойч. , вести себя как большой ребёнок

Pulverkopf

RDWB1

Pulverkopf m см. RDWB1 Heißsporn

Schwachkopf

RDWB1

Schwachkopf m глупец, дурак бран. , непроходимый дурак идиом. , бран. , дурак набитый идиом. , бран. , дуралей снисх. , дурной, осёл перен. …

Totenkopf

RDWB1

Totenkopf m череп и кости (пиктограмма, символ)

Wuschelkopf

RDWB1

Wuschelkopf m кудрявая голова растрёпанная голова, встрёпанная голова, взлохмаченная голова

Aaskopf

Adelung

aas·kopf

Der Aaskopf , des -es, plur die -köpfe, in der Baukunst, ein Zierath der Dorischen Ordnung, besonders in den Friesen und Zwischentiefen, wel…

Badekopf

Adelung

bade·kopf

Der Badekopf , des -es, plur. die -köpfe, in den gemeinen Mundarten so viel als Schröpfköpfe, Ventosen, weil man sie nach dem Gebrauche des …

Balgenkopf

Adelung

balgen·kopf

Der Balgenkopf , des -es, plur. die -köpfe, an den Blasebälgen ein hohles etwas zugespitztes Stück Holz, welches sich vorn am Blasebalge bef…

bastelkopf

DWB

bastel·kopf

bastelkopf , m. ein schönen bastelkopf druf gesetzet. von guter speise s. 28. 29.

bastëlkopf

MWB

bastëlkopf stM. → pastelkopf MWB 1 450,14;

Bauernkopf

Wander

bauern·kopf

Bauernkopf 1. Bauernköpfe empfinden nichts, man schlag' ihnen denn einen Hacken hinter die Ohren. 2. Bauernköpf' sind Lauernköpf', keine Haf…

berenkopf

KöblerMhd

beren·kopf

berenkopf , st. M. nhd. Bärenkopf Q.: MHDBDB (2. Hälfte 15. Jh.) E.: s. ber (2), kopf W.: nhd. Bärenkopf, M., Bärenkopf, DW- L.: MHDBDB (ber…

blâterkopf

MWB

blâterkopf stM. wohl ‘aufgedunsener Kopf’ (vgl. SchweizId 3,414), hier als Beiname: auch ander sein guot freund / kamen mit mair Betzen dar:…

blāterkopf

KöblerMhd

blāter·kopf

blāterkopf , st. M. nhd. „Blatterkopf“, aufgeblasener Kopf? Q.: Schürebr (blotterkopf) (FB blāterkopf), LS, MeierBetz (um 1300?) E.: s. blāt…

Bōrtkopf

Adelung

bort·kopf

Der Bōrtkopf , des -es, plur. die -köpfe, eben daselbst gediegenes Salz, welches sich zuweilen an den Bort oder die Seiten der Pfanne ansetz…

braunkopf

DWB

braun·kopf

braunkopf , m. braunhaarig, gebildet wie rothkopf, schwarzkopf.

Ableitungen von kopf (4 von 4)

Bekopfen

Campe

◎ Х Bekopfen , v. trs. s. Behaupten.

kopfe

DWB

kopfe , hopfen, in einem voc. des 15. jh. bei Dief. 623 c , wo mlat. vincella mit copfe erklärt wird, wie sumerl. 59, 6 mit hophe; die quell…

unkopf

DWB

unkopf , m. s. kopf th. 5, 1767, Wieland auswahl denkwürd. briefe 1, 274 (leuten ohne kopf, welche man mit einem wort unköpfe nennen könnte)…

urkopf

DWB

urkopf , m. , nicht durchgedrungener verdeutschungsvorschlag Groszmann s für genie und originalgenie ( Heynatz antibarb. 2, 543 ), Campe s f…