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Jagen

mhd. bis spez. · 23 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Wander
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Jagen

Bd. 2, Sp. 977
Jagen 1. Beim Jagen und beim Lieben weiss man wol, wo man anfängt, aber nicht, wohin man kommt (wo man aufhört). 2. De 'n andern jâgen will, môt sülfst mit lopen. (Ostfries.) – Frommann, IV, 141, 309; Bueren, 1517; Eichwald, 889; Hauskalender, I. 3. Denen, die viel jagen und finken (Finken fangen), wird das Fleisch im Topfe nicht stinken. 4. Der hat wohl gejagt, der etwas gefangen hat. Frz.: Il a bien chassé qui a pris. (Kritzinger, 127.) 5. Die jagen und fischen, sitzen oft an leeren Tischen. Frz.: Chasseurs, pêcheurs, preneurs de taupes, feraient beaucoup n'étaient les fautes. (Cahier, 305.) 6. Die mit Jagen viel gehen vmb, werden gemeiniglich wild und thumb. – Oec. rur., 569. 7. Einer jagt den andern und der letzte verjagt sie alle. – Opel, 372. 8. Einer jagt vnd fangt den Hasen, ein ander jsst jhn. – Lehmann, 37, 17. n.: Den eene jager, den anden æder haren. (Prov. dan., 322.) 9. Es ist bös Jagen, wenn man den faulen Hund muss tragen. 10. Es jagen nit alle Hasen, die Hörner blasen. – Gruter, III, 31; Lehmann, II, 153, 109. 11. Es jagt keiner mehr nach Ehre, als der seine Schande damit bedecken will. 12. Es jagt vns doch niemand (was sollten wir eilen). – Tappius, 176b. Lat.: Nemo nos insequitur. (Erasm., 899a; Tappius, 176b.) 13. Ich habe gejagt, das mir behagt. – Petri, II, 397. 14. Jage mit den Hunden, die vorhanden sind. – Petri, II, 409; Sutor, 276. 15. Jage nur mit eigenen Hunden. 16. Jagen ist ein blutdürstige lust. – Lehmann, 403, 19. n.: For meget jagen er en blodtørstig lyst. (Prov. dan., 322.) 17. Jagen ist gut vnd nutz, wenn der gut vnd nutz ist, der es thut. 18. Jagen ist selten ohne Klagen. – Parömiakon, 2034. Von den Bedrückungen, die das Volk in frühern Zeiten, zum Theil an manchen Orten noch jetzt zu tragen hatte, sowol durch das Wild und die Jagden selbst als die grausamen Jagdgesetze. »Die Landleute werden durch grosse Jagden meist sehr bedrückt. Die Jägerei ist den Bauern keine kleine Gaunerei. Philipp II. von Spanien hat auf seinem Todtenbette nichts mehr bedauert, als seine schädlichen Jagden. Der Herzog Barnabas zu Mailand hat 2000 Hunde gehabt, die er in die Dörfer vertheilt und von Bauern hat unterhalten lassen. Eine ganze Familie hat er lassen aufhängen, weil sie ein Wildschwein gefällt.« (Abraham a Sancta Clara, Etwas für alle.) 19. Jagen ist wol ein Vergnügen, aber man kann nicht immer was kriegen. Frz.: La vénerie a plus de plaisir que de profit. (Kritzinger, 545a.) 20. Jagen macht müde Bein' und bringt wenig ein. 21. Jagen und nichts fangen, Lesen und nichts verstehen ist ein Müssiggehen. Frz.: Autant vault celui qui chasse, et rien ne prend comme celui qui lit, et rien n'entend. (Leroux, II, 59.) – Tant vaut qui oit et rien n'entend, com cil qui chasse et rien ne prend. (Cahier, 952.) 22. Jagen vnd nichts fangen macht vnlustige (verdrossene) Jäger. – Lehmann, 402, 10; Körte, 3108; Simrock, 5173; Braun, I, 1613. Engl.: Great pain and little gain make a man soon weary. (Gaal, 955.) Lat.: In steriles campos nolunt juga ferre juvenci. (Gaal, 955.) 23. Jagen zur Lust und zu Armen Leid, darüber hat der Teufel Freud'. 24. Jagest, so fahest! – Petri, II, 409; Lehmann, 22, 23; Körte, 3110; Braun, I, 1621. 25. Jagestu nicht, so fahestu nicht. – Petri, II, 409. 26. Jagstu, so fahstu. – Schottel, 1123a; Eiselein, 345; Simrock, 5169; Körte, 3110. 27. Man jaget oft und fahet nichts. n.: Man faaer ey alt det man jager efter. (Prov. dan., 322.) 28. Man jagt alle Tag, aber man fängt nicht alle Tag. – Eyering, I, 25. 29. Man kann nicht zugleich jagen und das Horn blasen. – Reinsberg IV, 115. 30. Man sol jagen ohne Armer Leut schaden. – Lehmann, 402, 4. 31. Man soll jagen, dass die Bauern nicht klagen. n.: Man skal jage uden armes klage. (Prov. dan., 321.) 32. Nicht jeder, der jagt, hat Weidmanns Glück (Heil). – Simrock, 5170; Körte, 3167. In Estland: Nicht alle Hühner kommen auf die Stange. (Reinsberg IV, 19.) 33. Viel gejagt, wenig gefangen; viel gehört, wenig verstanden; viel gesehen, viel gemerkt, sind drei vergebliche Werk. 34. Viel jagen den Bern, es mag jhn aber niemand stechen. – Lehmann, 227, 38. 35. Vill gejagt und nichts gefangen; vil gelesen, nichts verstanden; vil gehort vnd nichts gemerkt, das seindt eyttel vnnutze wergk. – Latendorf, Jahrb., 265. Mit unerheblichen Abweichungen auch in Herder's Stimmen der Völker und bei W. Grimm über Freidank (S.23) aus einer innsbrucker Handschrift vom Jahre 1430. 36. Vor lauter Jagen in die Küch' und in den Kragen thun die Herrn fürs Land keine Sorge tragen. 37. Was man jagt, das fangt man nicht allzeit. – Lehmann, 66, 5. It.: Il più da noi desiderato, più ci viene negato. (Pazzaglia, 84, 8.) 38. Wen man nicht jagt, der soll nicht eylen (laufen). – Lehmann, 802, 1; Venedey, 73; Körte, 6697; Simrock, 6217. 39. Wer andere jagt, muss selbst mitlaufen. – Simrock, 5180; Braun, I, 78; Reinsberg II, 33. Böhm.: Kdo jiného honí, sám se uhoní. (Čelakovský, 368.) n.: Hvo der vil jage en anden over tre gierder, maae selv over de to. (Prov. dan., 321.) Holl.: Die een ander jaagt, zit zelfs niet stil. (Bohn I, 308.) Kroat.: Koj drugoga naganja, zatrudi se kak i on, koga naganja. (Čelakovský, 368.) Lat.: Currens lassatur, quo praecurrens agitatur. (Gaal, 956; Sutor, 35; Fallersleben, 269.) 40. Wer den andern jaget, der kan nit gemach gehen noch ruhen. – Henisch, 1482, 18. 41. Wer den andern jagt, der wird selb auch müde. – Petri, II, 691; Luther's Ms., S. 5; Eiselein, 345; Simrock, 5179; Körte, 3111; Braun, I, 1614; Reinsberg II, 33; für Altmark: Danneil, 277. Er muss vielmehr »so sehr lauffen, als der gejagt wird«. – »Wer ein ander jagen will, der ruhet auch selber nicht viel.« (Froschm., Ss. VII.) 42. Wer ein andern jagt, der ruhet selbst nicht. – Lehmann, 195, 7; Lehmann, II, 840, 259; Bücking, 6; Mayer, II, 185; Sailer, 153; Friedborn, II, 89. Holl.: Die den anderen jaghet, is selden wael gherust. (Tunn., 10, 9.) It.: Chi altri tribola se non posa. (Gaal, 956.) Lat.: Consultum male consultori pessima res est. (Binder II, 567; Buchler, 80.) – Sibi parat malum, qui alteri parat. (Seybold, 556; Sutor, 157.) 43. Wer einen andern jagt, der wird so müth, als der den Mann jagt. – Lehmann, 82, 53. 44. Wer gern jagt, dem begegnet bald ein Hase. »Wer gern jagt, mag leicht ergreiffen ein Hasen oder sonst ein wildt, damit er seinen Vorwitz stillt.« (Waldis, IV, 37.) 45. Wer gut jagen will, muss gute Hunde haben. Um die Geschäfte wohl in Gang zu bringen, muss man geschickte und willige Leute anstellen. 46. Wer jagen, stechen, schiessen will, der hat klein Nutz vnd Kosten vil. – Petri, II, 720; Brandt, Nsch., 759, in Kloster, I, 631. 47. Wer jagen will, der muss nicht für allen Stauden erschrecken. – Petri, II, 720. 48. Wer jagen will, soll früh aufstehn. Lat.: Ad possessa venis praereptaque gaudia serus, spes tua lenta fuit, quod retis alter habet. (Philippi, I, 10.) 49. Wer jagen will in Wald und Hecken, muss nicht vor jeder Staud' erschrecken. »Denn die Jagd ist ein Gleichniss der Schlachten, des ernsten Kriegsgotts lustige Braut; man ist auf mit dem Morgenstrahl, wenn die schmetternden Hörner laden lustig hinaus in das dampfende Thal, über Berge, über Klüfte, die ermatteten Glieder zu baden in den erfrischenden Strömen der Lüfte.« (Schiller.) Lat.: Ramum quemque timens, malus est venator et amens. (Sutor, 992.) 50. Wer jaget, der haget. (Luzern.) – Schweiz, II, 243, 11. 51. Wer jagt nach Lust mit armer leyd, das ist von art dess Teuffels freud. – Hans zu Schwartzenburg im Theatrum Diabolorum, 255b. 52. Wer jagt zu armer Menschen Leid, macht dem Teufel eine Freud'. 53. Wer mag (darf) jagen, der darf auch hagen. – Eisenhart, 201; Pistor., V, 55; Blum, 749; Hertius, II, 17; Estor, I, 1015; Hillebrand, 64, 92; Eiselein, 275; Graf, 131, 396; Simrock, 4208. Die Ausübung des Jagdrechts enthält zwei Seiten; die eine besteht in der Befugniss, das Wild weidmännisch zu verfolgen und zu erlegen; die andere in dem Recht, dasselbe jagdmässig zu hegen, aber auch die Pflicht, die Nachbarn so weit als möglich gegen dasselbe zu schützen. Wer also das Recht zu jagen besitzt, hat nach dem Sprichworte auch das Recht, einen Hag zu ziehen, d.h. den Wald mit einem Zaune (Gehege), neben dem in der Regel ein Graben läuft, zu umgeben. 54. Wer nicht gejagt wird, braucht auch nicht zu laufen. 55. Wer nit jagt, der fahet nicht. – Petri, II, 741; Gruter, I, 81; Henisch, 970, 43; Eiselein, 345; Simrock, 5171; Körte, 6725. Lat.: Omnia homini exspectanda sunt. (Sutor, 273.) 56. Wer offt jaget vnd nichts fahet, was hilfft dem jagen das. – Petri, II, 747. 57. Wer offt jagt, der fahet je zuweilen etwas. – Henisch, 970, 44; Petri, II, 747. 58. Wer sich dem Jagen gar ergeit, wird gleich den Thieren mit der Zeit. – Pistor., IV, 80; Blum, 744; Körte, 3109. »Sie bringen es so weit, dass sie einen armen Unterthanen viel geringer achten als einen räudigen Hund und daher auch weit mehr plagen als diesen, und diesen mehr lieben und besser versorgen als jenen.« 59. Wer viel jagt, selten1 klagt; wer viel angelt, dem's selten mangelt, wer Frucht2 zeugt, verdirbt nicht leicht3. (Nassau.) 1) Immer. 2) Wein. 3) Verdirbt leicht. – Der Volksmund hat eine zweite Lesart für die Schattenseite der obigen Anschauung, wie die vorstehenden Noten zeigen. 60. Wie jagen, so fahen. – Henisch, 790, 52; Petri, II, 790. 61. Einen jagen, dass die Lappen fliegen. Holl.: Iemand jagen, dat hem de lappen ontfallen. (Harrebomée, II, 10.) 62. Er jagt ihn, dass ihm die Schuhe abfallen. – Coler, 389a. 63. Er jugt (fliegt) wie a Fâl aus'm Bogen. (d.-deutsch. Brody.) 64. Er weiss, was er jagt, wenn er hinter den Kühen herläuft. Holl.: Hij weet wel, wat hij jaagt, als hij achter de kooijen loopt. (Harrebomée, I, 424b.) 65. Er wird gejagt wie eine Henne, die ein Ei legen will. 66. He jögt, dat et stöwet. – Dähnert, 203a. Fährt sehr geschwind. 67. He wêt nicht vun Jag'n noch vun Fang'n. Eichwald, 888. 68. Ich will dich jä (jagen), dass de di Schüh verlierscht. (Henneberg.) 69. Jagen, dass die Schu entfallen. – Schottel, 1116b. 70. Jagen, wenn die Hunde nicht Lust haben. Da geht es schwer mit einer Sache, wenn man sie andern wider Willen abnöthigen muss, oder da steht es mit der Erreichung eines Zwecks übel, wenn die Personen, deren Unterstützung man dabei nicht entbehren kann, der Sache abgeneigt sind. 71. Jugen dorch die Brand. (d.-deutsch. Brody.) Einen schrecklich martern. 72. Uns jogt jo Nüms. (Ostfries.) – Bueren, 1179; Hauskalender, III. 73. Hast du mit helfen jagen, musst du auch helfen tragen. Nach der Sage von der wilden Jagd wurde der, welcher sie neckte oder verspottete, erwürgt oder ein Pferdeschinken sauste herab, zerquetschte den Unglücklichen wie ein Meteorstein, oder blieb an ihm kleben, und eine Donnerstimme rief den obigen Spruch. 74. Wer jagen will im Wasser, und fischen auf dem Land, dess Hirn ist wol verbrannt. Die Russen: Wenn der Narr sich einen Weiher kauft, so thut er es der Jagd wegen. (Altmann V, 113.)
11047 Zeichen · 337 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    jagenstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +7 Parallelbelege

    jagen stn. 1. das jagen, verfolgen. ellenthafteʒ jagen Parz. 415,3. 2. verfolgen des wildes. lât iwer jagen sîn Nib. 864…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    jagen

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +2 Parallelbelege

    jagen, sw. v. 1. intr. jagen, eilen. 2. tr. jagen, verfolgen, Jagd machen auf.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Jagen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Jagen , verb. reg. (also du jagst, er jagt, Imperf. ich jagte; nicht jägst, jägt, jug,) welches auf doppelte Art gebrauc…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    jagen

    Goethe-Wörterbuch

    jagen 1.SgPrät apokopiert B1,175,16 13 2 ,287,11 ; auch ia-, Zusammenschr ‘Zobeljagen’ DjG 3 1,390 ; mehrf subst Inf, je…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Jagen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Jagen , forsttechnischer Ausdruck für eine Wirtschaftsfigur von der Gestalt eines Quadrats oder Rechteckes. Eingestellte…

  6. modern
    Dialekt
    jagen

    Elsässisches Wb. · +8 Parallelbelege

    jage n [jâkə S. O. bis sü. v. Co. ; jâjə Co. Dü. ; jjə Geisp. K. Z. ; jáùə Str. Han. ; jáwə Lützelstn. Lohr ; jǽjə fort…

  7. Sprichwörter
    Jagen

    Wander (Sprichwörter)

    Jagen 1. Beim Jagen und beim Lieben weiss man wol, wo man anfängt, aber nicht, wohin man kommt (wo man aufhört). 2. De '…

  8. Spezial
    jagen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ja|gen vb.tr. 1 (Wild fangen oder erlegen) ciacé (-cia), jí a ciacia 2 (verfolgen) ciacé (-cia ), dé la ciacia 3 (fortja…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit jagen

105 Bildungen · 7 Erstglied · 92 Zweitglied · 6 Ableitungen

jagen‑ als Erstglied (7 von 7)

jagende

KöblerMhd

jagende , (Part. Präs.=)Adj. nhd. jagend Q.: BdN, Herb (1190-1200), HTrist, JTit, Loheng, Mechth, PrWack, Reinfr, UvEtzAlexAnh, UvEtzWh E.: …

jāgenet

MNWB

jage·net

jāgenet , n. , Netz in das die Fische durch Schlagen des Wassers hineingejagt werden; s. noch jāgehāme.

jāgenetten

MNWB

jagen·etten

° jāgenetten , swv. , mit dem jāgenet (s. das vorige) fischen (Riedel I 16, 199).

jagenfeind

DWB

jagen·feind

jagenfeind , m. imperative bildung; als eigenname Nicolutzo Jagenfeindt begegnend Bocc. 2, 177 b .

jagensrundung

DWB

jagen·s·rundung

jagensrundung , f. der hinten im jagen gestellte bogen des zeuges. Jacobsson 2, 303 a .

jagenteufel

DWB

jagen·teufel

jagenteufel , m. , vgl. jagdenteufel sp. 2207; Hans Jagenteufel heiszt der wilde jäger in einer meisznischen sage. Grimm mythol. 883 ; jagen…

jagen als Zweitglied (30 von 92)

hetzjagen

KöblerMhd

*hetzjagen , V. nhd. „hetzend jagen“ E.: s. hetzen (1), jagen W.: nhd. DW-

prīsbejagen?

KöblerMhd

*prīsbejagen? , sw. V. nhd. Ruhm erwerben E.: s. prīs, be, jagen W.: nhd. DW-

zesamenejagen

KöblerMhd

*zesamenejagen , V. nhd. voll pressen Hw.: s. zesamenegejaget E.: s. zesamene, jagen W.: nhd. DW-, nhd. zusammenjagen, V., zusammenjagen

abe jagen

MWB

abe jagen swV. 1 ‘jmdm. etw. durch Verfolgung abnehmen’ 2 Jägerspr. 2.1 (von Jagdhunden) ‘ losjagen’ , 2.2 ‘(ein Wild) aufspüren’    1 ‘jmdm…

abejagen

KöblerMhd

abe·jagen

abejagen , sw. V. nhd. abjagen Hw.: vgl. mnl. afjagen, mnd. afjāgen Q.: Hiob (FB abe jagen), Hadam, PleierMel, SSp (1221-1224) E.: s. abe, j…

abjagen

DWB

abjagen , venando auferre, jagend nehmen. dem fuchse das huhn, dem feinde den raub, dem hunde den knochen abjagen. jagten ihm alle gefangene…

afjāgen

MNWB

afjāgen , swv. , ( c. D. ) abjagen (einen Raub, eine Beute); fortjagen, davonjagen.

ane jagen

MWB

ane jagen swV. ‘antreiben’ nu jage ich mîne hunde / froelîche an mit schalle Hadam 480,1. 449,4. 553,5 MWB 1 249,26; Bearbeiterin: Baumgarte

anejagen

KöblerMhd

ane·jagen

anejagen , sw. V. nhd. antreiben Hw.: vgl. mnl. aenjagen Q.: Hadam (14. Jh.) E.: s. ane jagen (1) W.: nhd. (ält.) anjagen, sw. V., Jagdhunde…

anjagen

DWB

anjagen , feram, canes incitare, was anhetzen. nnl. aanjagen.

aufjagen

DWB

auf·jagen

aufjagen , venando excitare, nnl. opjagen, aufsprengen: mein lieber weidmann, sag mir an, was hast du dem edeln hirsch zu leid gethan? das w…

ausjagen

DWB

aus·jagen

ausjagen , expellere, ejicere, nnl. uitjagen: mhd. daʒ man in ( den siechen ) ûʒ jagete von den andern hin. Barl. 23, 36 . ich wil hornissen…

b(e)jagen

Idiotikon

b(e)jagen Band 3, Spalte 18 b(e)jagen 3,18

bejagen

DWB

beja·gen

bejagen , venando assequi, erjagen, nnl. bejagen, mhd. sagte man auch bebirsen: si bebirsent swaʒ si mugen bejagen. todes gehugde 267 ; dann…

Beyjagen

Adelung

bey·jagen

Das Beyjagen , des -s, plur. ut nom. sing. ein Jagen, oder eine Jagd zu außerordentlicher Zeit, ein Nebenjagen, im Gegensatze des Hauptjagen…

bî jagen

MWB

bî jagen swV. ‘neben jmdm. jagen’ dem jagete dô aller næheste bî / des alten Heimrîches vane Wh 440,10 MWB 1 796,43; Bearbeiter: Tao

bījagen

KöblerMhd

bījagen , sw. V. nhd. hinterherstürmen, nach jemandem jagen Q.: Wh (um 1210) E.: s. bī, jagen W.: nhd. DW- L.: Hennig 37a (bījagen), MWB 1, …

Dahinjagen

Wander

dahin·jagen

Dahinjagen Ich will dich dahinjagen, wo die Kuh einen halben Batzen gilt. – Simplic. II, 101.

darjagen

DWB

dar·jagen

darjagen , dahintreiben, eo abigere, pellere aliquo, fugare, stehe still, ich will dirs darjagen stabis, eo pellam Henisch 654 .

durchjagen

DWB

durch·jagen

durchjagen , schnell durch einen ort sich bewegen, durchreiten, niederl. doorjagen. 1 1. untrennbar. er durchjagte die straszen der stadt, d…

dāvonjagen

KöblerMhd

dāvon·jagen

dāvonjagen , sw. V. nhd. davonjagen Q.: BDan (um 1331) (FB dâvon jagen) E.: s. dāvon, jagen (1) W.: nhd. davonjagen, V., davonjagen, DW2 6, …

einjagen

DWB

ein·jagen

einjagen , subito inferre, nnl. injagen, schw. injaga, dän. indjage: so jage dis gebein dir, der du sterblich bist, ein ernstes schrecken ei…

erjagen

DWB

erjagen , ahd. irjagôn, mhd. erjagen, ereilen. 1 1) venando, currendo nancisci, capere: mhd. dô nam ein alter jägere einen spürhunt, ër brâh…

Feistjagen

Adelung

feist·jagen

Das Feistjagen , des -s, plur. ut nom. sing. bey den Jägern, ein Jagen, oder eine Jagd, welche zur Feistzeit der Hirsche angestellet wird.

fortjagen

DWB

fort·jagen

fortjagen , nnl. voortjagen, 1 1) pergere venari. 2 2) abigere foras, ejicere, schw. bortjaga, it. scacciare: einen bedienten wegen seines …

Gasse(n)jagen

Idiotikon

Gasse(n)jagen Band 3, Spalte 17 Gasse(n)jagen 3,17

gejagen

Lexer

ge-jagen swv. BMZ jagen, treiben Iw. Trist. ;

Genießjagen

Adelung

geniess·jagen

Das Genießjagen , des -s, plur. inus. im Jagdwesen, das erste Jagen, oder die erste Jagd im Jahre, welche zur Zeit der Hirschfeiste oder Sch…

Ableitungen von jagen (6 von 6)

bejagen

DWB

bejagen , venando assequi, erjagen, nnl. bejagen, mhd. sagte man auch bebirsen: si bebirsent swaʒ si mugen bejagen. todes gehugde 267 ; dann…

entjagen

DWB

entjagen , equo avolare, davonjagen, nnl. ontjagen.

erjagen

DWB

erjagen , ahd. irjagôn, mhd. erjagen, ereilen. 1 1) venando, currendo nancisci, capere: mhd. dô nam ein alter jägere einen spürhunt, ër brâh…

gejagen

Lexer

ge-jagen swv. BMZ jagen, treiben Iw. Trist. ;

verjagen

DWB

verjagen , substantivischer infinitiv des vorigen, in activer bedeutung, das wegtreiben, dann auch passivisch, die austreibung: und ist leic…

zerjagen

DWB

zerjagen , verb. , auseinander jagen, zerstreuen: zerjagent die tierlin, die under dem baum sint Haupts zs. 7, 153; das die fürsten zu Niniv…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „jagen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/jagen/wander?formid=J00019
MLA
Cotta, Marcel. „jagen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/jagen/wander?formid=J00019. Abgerufen 18. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „jagen". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/jagen/wander?formid=J00019.
BibTeX
@misc{lautwandel_jagen_2026,
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  urldate      = {2026-05-18},
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