Die
Hand, Mz. die Hände, O. D. Hande; Verkleinungsw. das Händchen, O. D. Händlein, des — s,
d. Mz. w.
d. Ez. überhaupt dasjenige Gliedmaß der Menschen und Thiere, womit sie etwas ergreifen und halten, in welcher weitesten Bedeutung von den Jägern die Füße der Falken und uneigentlich von den Schlossern auch die Eisen, welche ein Gehäuse bilden und die Hangeriemen einer Kutsche halten, Hände genannt werden. I engerer und gewöhnlicher Bedeutung sind die Hände am menschlichen Körper die äußersten Theile der Arme vom Knöchel an bis zu den Fingerspitzen. Die flache Hand, der Theil der Hand von der Handwurzel bis zu den Fingern; besonders die innere Fläche derselben, welche auch die hohle Hand, der Handteller heißt; in Gegensatz der äußern flachen Hand, oder des Rückens der Hand, der umgewandten oder verwandten auch wol verkehrten Hand. Die Höhlung, welche entsteht wenn man die Hand schließt wird auch die hohle Hand genannt. Wasser mit der hohlen Hand schöpfen. Eine Hand voll oder Handvoll, so viel als man mit der ganzen Hand fassen kann. Die rechte, die linke Hand. Einem die Hand reichen oder bieten, zur Bewillkommung , uneigentlich, einem behülflich sein, einem seine Hülfe, seinen Beistand anbieten. Uneigentlich sagt man auch von Sachen, die keine Hände haben,
z. B. von zwei verschiedenen Entwürfen, sie bieten sich die Hand,
d. h. sie begünstigen gegenseitig ihre Ausführung. Einem die Hand geben, sich die Hände geben, zur Bewillkommung, beim Tanze, zum Zeichen der Vereinigung, der Versöhnung, des Friedens Einem die Hand auf etwas geben, zur Befestigung und Beglaubigung eines geschlossenen Vertrages. Daher, einem etwas mit Hand und Mund versprechen, es ihm nicht bloß versprechen, sondern auch die Hand darauf geben. I ganz andrer und außer in O. S. ungewöhnlicher und verwerflicher Bedeutung, heißt einem Kinde die Händchen geben, ihm vom achten Tage nach der Geburt an die Hände und Arme beim Windeln frei lassen. Die Hände falten, sie in einander verschränken, beim Beten und bei andern Gelegenheiten. »Sage ihm, daß diese ohnmächtigen Hände sich für ihn zum letzten Mahle falten,« daß ich zum letzten Mahle für ihn bete. Ad. ○ Einem die Hände falten, sie einem zu Ehren falten, zu ihm zu beten. Falten die Engelreich' ihm auch Händ' und knien ihm nieder. Sonnenberg. Die Hände gen Himmel heben, in der Andacht beim Gebete, in großer Verwunderung. Die Hände zusammenschlagen, vor Verwunderung, Erstaunen, Verzweiflung oder großer Betrübniß; so auch die Hände über dem Kopfe zusammenschlagen. I die Hände klatschen, mit den Händen klatschen, mit den flachen Händen zusammenschlagen, besonders um seinen Beifall zu bezeigen. Einem Kinde die Hand führen, die Hand desselben beim Schreiben leiten. An der Hand halten. An der Hand gehen, indem man die Hand eines Andern gefaßt hat. Hand in Hand gehen, von zwei Personen die sich an die Hand gefaßt oder ihre Hände in einander geschlossen haben. »Hand in Hand gedrückt kamen sie in das Gebüsche.« Geßner. An der Hand oder bei der Hand führen. Einen bei der Hand fassen, nehmen, halten. Mit der Hand ergreifen, mit der Hand halten. I die Hand nehmen, in der Hand halten. Einem etwas aus den Händen nehmen. Aus den Händen legen, was man in Händen hielt, ablegen, weglegen. I diesen Fällen ist sowol die Einzahl als die Mehrzahl gebräuchlich. Mit den Händen arbeiten, Handarbeiten verrichten; in Gegensatz von mit dem Kopfe arbeiten. Mit den Händen fechten, sowol eigentlich, als uneigentlich mit den Händen beim Sprechen heftige und häufige Bewegungen machen (gesticuliren). Mit den Händen um sich schlagen. I der rechten Hand mehr Stärke haben als in der linken. Von dem Umstande, daß die rechte Hand gewöhnlich mehr gebraucht, geübt und gestärkt wird, daß man die rechte Hand zum Handschlage reicht, hat dieselbe vor der linken gewissermaßen einen Vorzug bekommen, daher man eine Person, die man ehren will, zur rechten Hand gehen und sitzen läßt Hieher gehört der Ausdruck, sich eine Person zur linken Hand oder an die linke Hand antrauen lassen, eine Art ehelicher Verbindung vornehmer Personen zu bezeichnen, die außer der rechtmäßigen zur rechten Hand angetrauten Frau sich noch eine Person geringeren Standes antrauen lassen, die aber mit der rechtmäßigen Frau nicht gleiche Rechte hat und deren Kinder von dem völligen Erbe und der Nachfolge ausgeschlossen sind. Eine auf solche Art geschlossene eheliche Verbindung heißt die Ehe zur linken Hand. Eine feine, zierliche Hand, zum Unterschiede von einer großen, plumpen. Eine harte, rauhe Hand, mit einer harten, rauhen Haut, entgegengesetzt einer weichen, glatten, sammtnen, zarten Eine leichte Hand haben, mit Leichtigkeit etwas thun können, mit Leichtigkeit und Flüchtigkeit und doch gefällig zeichnen, mahlen, schreiben können; in Gegensatz von der schweren Hand, von einem Menschen der nur mit Mühe und unbehülflich etwas macht. Auch sagt man von einem Menschen, dessen Hand beim Schlagen gleichsam schwer auffällt, der stark und grob zuschlägt, er habe eine schwere Hand. Einem seine schwere Hand fühlen lassen. I ähnlichem Verstande sagt man auch uneigentlich die eiserne Hand. Die eiserne Hand des Krieges schlug Tausende zu Boden. Eine geschickte, geübte Hand — Wie fast mit allen Wörtern, welche vorzügliche Theile des menschlichen Körpers bezeichnen, eine Menge bildlicher und uneigentlicher Ausdrücke und Redensarten gebildet werden, so ist dies auch besonders der Fall mit dem Worte Hand oder Hände, wo in den damit gebildeten Redensarten zwar die eigentliche Bedeutung mehr oder weniger bleibt, aber doch meist in eine bildliche und uneigentliche übergeht. Mit beiden Händen zugreifen, sowol eigentlich, als auch uneigentlich, etwas begierig annehmen, hinnehmen. Die Hände sind ihm gebunden, er hat keinen freien Willen, er kann oder darf nicht, wie er will. Freie Hände haben, freie Gewalt haben, nach freien Willen handeln können. Einem freie Hände lassen. Mit vollen Händen geben, reichlich geben. Ein Gewerbe mit leeren Händen anfangen, ohne eignes Vermögen, ohne Geld und Mittel. Х Er muß die Hand immer in der Tasche oder im Beutel haben, er muß beständig Geld ausgeben, hat viele Ausgaben. Einem die Hände bieten, ihm seine Hülfe anbieten, ihn unterstützen. So auch, einem hülfreiche Hand leisten. Hand anlegen, die Hand an das Werk legen, ein Werk anfangen, etwas thätig angreifen. Die letzte Hand an etwas legen, es zum letzten Mahle bearbeiten, es vollenden. Hand an jemand legen, ihn gewaltthätig behandeln, sich thätlich an ihm vergreifen, ihn schlagen Hand an sich selbst legen, sich ermorden. Die Hand oder die Hände von jemand abziehen, ihn sich selbst überlassen, aufhören ihm zu helfen, zu unterstützen. Die Hand oder die Hände mit im Spiele haben, bei einer Sache mit Andern thätig sein, mitwirken, oft mit dem Nebenbegriffe, daß dies heimlich geschehe. Gott hat die Hand in jedem Spiel, Bald giebt er wenig und bald viel. Canitz. Х Alle Hände voll zu thun haben, viel zu thun haben. Die Hände in den Schooß legen; auch Х die Hände in den Sack, in die Tasche stecken, müßig, unthätig sein, nichts thun, wo man etwas thun sollte. Seine milde Hand aufthun, mildthätig sein. Einem die Hände versilbern, einem die Hände füllen, etwas in die Hand drücken, Х einem die Hände schmieren, ihn bestechen. Reine Hände haben, keiner Veruntreuung, keiner Bestechlichkeit schuldig sein, auch an einem Verbrechen keinen Theil haben. Seine Hände in Unschuld waschen, sich für unschuldig erklären, sich von aller Schuld lossagen. Mit ungewaschenen Händen, ohne gehörige Vorbereitung, und ohne die erfoderliche Geschicklichkeit zu haben. Х Eine Hand wäscht die andre, eins wiegt das andre auf, eins hält dem andern das Gleichgewicht, die unerlaubte Handlung des Einen bleibt durch die unerlaubte Handlung des Andern unverrathen, ungerügt und ungestraft, indem keiner den Andern verräth u.
s. w. Einer Person die Hand geben, sich mit ihr verehlichen. Ire Hand ist schon vergeben, sie ist schon versprochen, verlobt. Auf ihre Hand darf er nicht hoffen. Die Hand oder die Hände auflegen, auf den Kopf eines Andern ihn zu segnen. Die Hand auf etwas legen, es in Beschlag nehmen, besonders um sich schadlos zu halten. »Weil das Gebäude das Hauptwerk ist, auf welches der Gläubiger die Hand legen kann.« Büsch. Die Hand über etwas halten, es bewahren, beschützen, in gutem Stande zu erhalten suchen. Die Hand auf den Mund legen, aus Achtung schweigen oder auch überhaupt nur schweigen. Krumme Hände machen, diebisch sein, etwas entwenden. Einem auf die Hände sehen, auf das, was er thut achten, oder auch, damit er nichts entwende. † Die Hand verbrechen oder verwirken, in den Rechten, ein Verbrechen begehen, welches mit Abhauung des Hand bestraft wird. Х Es hat weder Hand noch Fuß, es hat kein Geschick, ist schlecht gemacht. Ein Brief, ein Bericht der Hände und Füße hat. An die Hand gehen, im O. D. an Handen gehen, ihm Handreichung thun, ihm helfen, behülflich sein. Einem Mittel und Wege an die Hand geben, ihm solche vorschlagen, zuweisen. Einem etwas auf die Hand geben, ihm zur Sicherheit eines geschlossenen Vertrages etwas von der bedungenen Summe geben. S. Handgeld. I gemeinen Leben versteht man darunter auch, einem auf die Hand schlagen, ihm auf die Hand, auf die Finger klopfen. Er hat schon funfzig Thaler auf die Hand genommen, er hat sie sich schon auf den geschlossenen Vertrag geben lassen. Auf seine eigne Hand etwas unternehmen, allein, auf seine eigne Rechnung, Gefahr Х Sich auf seine eigne Hand setzen, selbst zu ernähren anfangen, sein Ge= werbe auf seine Rechnung nicht unter der Leitung oder den Befehlen eines Andern treiben und sich davon nähren (sich etabliren). Auf seiner eignen Hand sitzen oder liegen, sich selbst ernähren. Einen auf den Händen tragen, ihm alle mögliche Achtung, Liebe und Freundschaft erweisen. Etwas nicht aus den Händen lassen, es nicht aus seiner Gewalt geben, nicht von sich lassen; auch, nicht unbenützt lassen; im O. D. aus Handen lassen,
z. B. eine Gelegenheit aus Handen lassen, für, sie vorbeigehen lassen, versäumen. Einem etwas aus den Händen winden, es ihm mit Gewalt entreißen. Х Nicht mehr haben als aus der Hand in den Mund, nur gerade so viel haben und erwerben als man braucht und verzehrt, nichts übrig behalten. Etwas aus freier Hand thun, bloß mit den Händen, ohne Hülfe von Werkzeugen. Aus freier Hand essen, aus der Hand, ohne sich eines Tellers, Messers dabei zu bedienen. Aus freier Hand oder aus der Hand verkaufen, aus freiem Willen und in eigner Person oder durch Bevollmächtigte, in Gegensatz des gerichtlichen Verkaufs. Etwas nach der Hand verkaufen, nach muthmaßlicher Schätzung des Maßes und Gewichtes, indem man es gleichsam mit der Hand wägt, mißt. Bei der Hand sein, gegenwärtig und bereit sein, zu helfen, zu dienen ; auch bloß da sein, gegenwärtig sein. So sagt man im
N. D. der Herr ist nicht bei der Hand, er ist nicht zu sprechen. Etwas bei der Hand oder zur Hand haben, es in der Nähe haben, es sogleich bekommen können, wenn man es verlangt. Im geht viel durch die Hände, es kömmt Vieles in seine Hände, er hat mit Vielem zu thun. »Dem schon viel durch die Hände gegangen ist.« Lavater. Х Der Glaube wird ihm wol in die Hände kommen, seine eigne Erfahrung wird ihn wol davon überzengen. Etwas in den Händen haben, in seiner Gewalt. Bekomme ich es nur erst in meine Hände. Einem etwas in die Hände spielen. Die kräftigsten Beweise in Händen haben. Es wächst ihm in die Hand, er bauet es selbst an, erzeuget es selbst und braucht es nicht zu kaufen. † Einem in die Hände sehen, seinen Unterhalt oder Wohlthaten von ihm erwarten. Sir. 33, 22. Man kann es mit Händen greifen, es ist ganz augenscheinlich, begreiflich Х Über Eine Hand arbeiten, von einer Gesellschaft Arbeiter, wenn sie alle entweder rechts oder links sind. Eine Arbeit unter den Händen haben, über derselben begriffen sein, mit derselben beschäftigt sein. Es ist mir unter den Händen weggekommen, während ich mich noch damit beschäftigte, da ich es eben erst noch hatte. Unter der Hand, heimlich. Sie gab ihm dies unter der Hand zu verstehen. † Von oder ab Handen kommen, O. D. wegkommen. Die Arbeit geht ihm gut von der Hand, geht gut und schnell von Statten. Etwas vor die Hand nehmen, mit etwas den Anfang machen, anfangen sich mit etwas zu beschäftigen. Zur Hand sein, gegenwärtig, zum Gebrauch bereit sein. Es liegt mir nicht zur Hand, es liegt nicht in der Nähe, nicht in Bereitschaft, so daß ich es sogleich haben könnte. Einem zur Hand gehen, ihm Hülfe leisten, behülflich sein. † Zu Handen gehen, im O. D. widerfahren. Wenn ihm was Widriges zu Handen möchte geh'
n. Opitz. † Zu Handen kommen, im O. D. gelangen, empfangen. Einem etwas zu treuen Händen übergeben, eines Treue anvertrauen. I Kartenspiele heißt vor der Hand sein, den Vorgang vor den übrigen Spielern haben, zuerst ein Spiel ansagen und spielen dürfen, wenn einer hinter ihm nicht etwa ein höheres Spiel hat. S. Vorhand. Vor der Hand zuwerfen, eher zuwerfen, als der Vorgänger seine Karte zugegeben hat. Hinter der Hand sein, oder sitzen, erst hinter den übrigen Spielern folgen, der letzte im Zuwerfen sein, welches immer denjenigen trifft, welcher die Karten giebt. S. Hinterhand. Zuweilen wird Hand auch des größern Nachdrucks wegen gesetzt, wo es sonst nicht nöthig wäre. Einem etwas mit eignen Händen geben. Ih empfing es aus seinen eignen Händen. Er hat es mit eigner Hand unterschrieben. S. Eigenhändig. I Bergbaue heißt die rechte Hand vorzugsweise bloß die Hand. Zur Hand arbeiten, zur rechten Hand. Uneigentlich wird Hand gebraucht: 1) Für, die Seite. Einem rechter Hand gehen, ihm zur rechten Seite. Linker Hand gehen, sich zur linken Hand wenden, nach der linken Seite gehen, sich links wenden. Bei den
N. D. Fuhrleuten bedeutet zur Hand die linke, und von der Hand, die rechte Seite. S.
Handpferd. 2) Für Macht, Gewalt, Besitz. Die Sache stehet in Gottes Hand, oder in Gottes Händen. Seinen Feinden in die Hände fallen, gerathen. Unter den Händen des Arztes sein. Hieher gehören auch die schon angeführten Ausdrücke: Etwas in Händen haben, in seine Hände bekommen Dann auch △ für Kraft. »Wir sind Staub, durch eine allmächtige Hand beseelt.« Gellert. 3) Die besitzende oder wirkende Person selbst. Viele Hände machen kurze Arbeit, viele Personen endigen bald eine Arbeit. Der Brief ist schon in der dritten Hand, eine dritte Person hat ihn in Besitz. Etwas aus der ersten Hand bekommen, unmittelbar von der Person, von der es herrührt. Aus der zweiten, dritten Hand bekommen,
d. h. von der zweiten, dritten Person. Von guter Hand wissen, erfahren, von einer zuverläßigen Person. Mit gesammter Hand, alle zusammen, insgesammt. I Lehnswesen ist die gesammte Hand, wenn alle Verwandte mit einem Lehne zugleich belehnt werden. Es kömmt von hoher Hand, oder von hohen Händen, von einer hohen Person. Er ist schlechten Händen anvertrauet, schlechten Personen. Es kann viel aus ihm werden, wenn er in gute Hände kömmt. Dieser Zusatz ist von späterer Hand, hat jemand später gemacht. Der Kopf an diesem Steinbilde ist von späterer Hand, (ist modern). »— so tritt hier wenigstens die Frage nicht ein, ob dieser oder jener Theil von einer späteren Hand ergänzt sei.« Schlichtegroll. I Lehnswesen einiger Gegenden ist die obere Hand, der Lehnsherr; die untere Hand, der Lehnsmann. Die todte Hand, ehemahls ein Verstorbener. I anderm Sinne heißt die todte Hand auch, eine fromme Stiftung. Ein Gut kömmt in die todte Hand. I alten Urkunden kömmt auch die gebrochene Hand für getrennte Ehe vor. Arnoldi. 4) Die Art und Weise zu schreiben. Eine gute, schlechte, deutliche, leserliche Hand schreiben. Eine schöne, eine schlechte Hand. Er kann alle Hände lesen, alle Handschriften. Unter seiner Hand und Siegel, mit seiner eigenhändigen Unterschrift und seinem Siegel. 5) * * Die ärgere Hand, die geringere, schlechtere Beschaffenheit. Ehemahls auch für Art, Geschlecht. »Von drier Hand frien luten,« von dreier Art freien Leuten. Schwabenspiegel. Vieler Hand, vielerlei. Vermehren ihren Glanz mit Wassern vieler Hand. Opitz. Jetzt gebraucht man dafür — lei. Dreierlei, vielerlei. Allerhand ist in diesem Verstande nur allein noch gebräuchlich. 6) † I
N. D. der Gebrauch, Genuß, Nutzen, Vortheil. 7) † Die gegenwärtige Zeit. Zu Hand, sogleich, schnell. Zu Handt der jung ward vderütz (überdrüssig) Der weldt — — H. Sachs. I Bergbaue sagt man noch zur Hand arbeiten, für, fleißig, schnell. Vor der Hand, für jetzt, für diesen Augenblick Nach der Hand, nachher, in Zukunft. I den Zusammensetzungen bezeichnet Hand oft diejenige Eigenschaft einer Sache, da sie handlich eingerichtet ist, bequem und leicht gehandhabt werden kann.