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Gönnen

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Wander
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13 in 11 Wb.
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Gönnen

Bd. 1, Sp. 1800
Gönnen 1. Das man mir nicht gann, dess war ich ein Mann. – Petri, II, 68. 2. Deu mui nicks günnt un nicks gifft, mott luien1 dat mui dat Lieven2 blifft. (Lippe.) – Firmenich, I, 269; Simrock, 7536; für Waldeck: Curtze, 363, 583. 1) Muss leiden. 2) Leben. 3. Ein jeder gönt jhm selber am meisten. – Petri, II, 200. 4. Es gönt keiner mehr dem andern Ehr. – Petri, II, 249. 5. Es gönt niemand dem andern was guts. – Petri, II, 249. 6. Gönnen, Lassen und Geben- wie man selbst sich's wünscht, das ist goldene Zeit. 7. Was du nicht gönnst deinem Mund, das frisst Katz' und Hund. – Frischbier2, 1332. 8. Was einer ihm selber gönnet, das sol er auch einem andern gönnen. – Colerus, 526a. 9. Was man uns gönnt, ist nicht immer das Beste. Böhm.: Čeho se nám přeje to ménĕ chutná. (Čelakovský, 148.) Poln.: Co się godzi, to niesmakuje. Cowolno, to nie smaczno. (Čelakovský, 148.) 10. Wat nich gegunnt war, schmeckt am besten. (Gerdauen.) – Frischbier2, 1333. 11. Wei dem anderen nix gann, de was selwer en ârmen Mann. (Waldeck.) – Curtze, 349, 437. 12. Wei miy nicks günnt un nicks giwt, mot liyen, dat mi dat Laawen bliwt. (Büren.) 13. Wer andern nicht gönnt, der hat selber auch selten etwas. – Henisch, 1682, 46. 14. Wie man's einem gönnt, so gibt man's ihm. – Simrock, 3342; Eiselein, 246; Braun, I, 898. 15. A ginnt ehme weders kalte nochs warme. – Gomolcke, 32. 16. A ginnt enem nicht die Luft. – Gomolcke, 37. Holl.: Hij gunt niemand iets goeds dan zich zelven. (Harrebomée, I, 250.) 17. A ginnt kenem Menschen nischte. – Gomolcke, 36. 18. A günnt em olss vun Hünern, ock de Eere nich. – Robinson, 721; Gomolcke, 1129. 19. Einem nicht gönnen, was man selbst nicht mag. – Eyering, II, 39. 20. Er gönnt dir's, als hätt's ihm ein Dieb gestohlen. – Eiselein, 246. 21. Er gönnt einem nicht die Augen im Kopf. – Frischbier2, 1331. 22. Er gönnt ihm das Licht in die Augen nicht. 23. Hê günnt êm dat witt in d' Ôg nich. (Altmark.) – Danneil, 149. Vom Neidischen. 24. Hei günnet me nit dat Swarte vam Nagel. (Büren.) Schwäbisch bei Nefflen (456): Ear gonnt oam es Schwarz am Nagel net. D.h. auch das nicht, was wenig oder gar keinen Werth hat. 25. Es günnt keiner dem andern nicht, dass jhn der Tag anscheint. – Aventin, IIa. 26. Wer sich selbst nex gönnt, gont au ander Leut nex. Lat.: Qui sibi malus, nulli bonus. 27. Dä gönnt net un mag ah selvs net. (Bedburg.)
2390 Zeichen · 100 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gönnen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Gönnen , verb. reg. et irreg. act. Imperf. ich gönnete und ich gonnte; Mittelw. gegönnet und gegonnt. Es hat nur noch ei…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    gönnen

    Goethe-Wörterbuch

    gönnen vereinzelt -est 2.SgPräs, -et 3.SgPräs u 2.PlPräs, in Vers u figurensprachl öfter apokopiert ‘gönn(t)(’)’; mehrf …

  3. modern
    Dialekt
    gönnen

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    gönnen s. gunnen .

  4. Sprichwörter
    Gönnen

    Wander (Sprichwörter)

    Gönnen 1. Das man mir nicht gann, dess war ich ein Mann. – Petri, II, 68. 2. Deu mui nicks günnt un nicks gifft, mott lu…

  5. Spezial
    gönnen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    gön|nen I vb.tr. (neidlos zugestehen) consintí (consënt) II vb.refl. sich gönnen se consintí, se vaghé. ▬ jdm. etw. gönn…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit goennen

6 Bildungen · 1 Erstglied · 2 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von goennen 2 Komponenten

gon+nen

goennen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

goennen‑ als Erstglied (1 von 1)

gönnenichts

DWB

goenne·nichts

gönnenichts , m. , eine vereinzelte bildung in der art des erst im 19. jh. nachweisbaren habenichts ( s. d. ): dasz fast alle seine dockelma…

goennen als Zweitglied (2 von 2)

Mißgönnen

Adelung

miss·goennen

Mißgönnen , verb. reg. act. welches der Gegensatz von gönnen ist, einem andern seine Wohlfahrt und Vorzüge nicht gönnen, d. i. sie ungern se…

vergönnen

DWB

ver·goennen

vergönnen , n. , substantivischer infinitiv zum vorigen: invidere, das verghünnen Alb. ee 1 b .

Ableitungen von goennen (3 von 3)

Mißgönnen

Adelung

Mißgönnen , verb. reg. act. welches der Gegensatz von gönnen ist, einem andern seine Wohlfahrt und Vorzüge nicht gönnen, d. i. sie ungern se…

vergönnen

DWB

vergönnen , n. , substantivischer infinitiv zum vorigen: invidere, das verghünnen Alb. ee 1 b .

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „goennen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/goennen/wander?formid=G01176
MLA
Cotta, Marcel. „goennen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/goennen/wander?formid=G01176. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „goennen". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/goennen/wander?formid=G01176.
BibTeX
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  title        = {„goennen"},
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