lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

gunnen

mhd. bis Dial. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
12 in 11 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
32
Verweise raus
27

Eintrag · Rheinisches Wb.

gunnen

Bd. 2, Sp. 1491
gunnen Rhfrk -u-, –o- [Birkf -o- (älter) u. -e- (jünger), Part. gəgont u. -e-]; Mosfrk -u-, –o-, seltener auch -i-, –e- [Trier-Stdt -e-], Part. gəgunt, –o- [Trier-Stdt gegent u. gent]; doch zieht das Mosfrk fər- vor; Eup γ·n.ə, Part. γeγǫunt; Rip, Nfrk -ø-, Part. jəjont [Mülh-Ruhr, Selfk w. Heinsb-Süsterseel Saeffelen -y-, Part. xəxunt; Selfk daneben auch Prät. xos, Part. xəxosə; Sol jəjoŋkt] schw.: 1. einem etwas g., gern zugestehen; enem jet van Herzen g.; nett (nehmt) üch doch, et ös üch (gern) gegonnt! Zuspruch zum Zugreifen beim Essen; dem es äver och nüs gegonnt er hat auch gar kein Glück; dat wor em gegonnt! Ausdruck der Schadenfreude Rip, Allg.; dat wör dem ze g. Gutes u. Schlechtes; ich genne em kei gut Wort ich bitte ihn nicht eindringlich darum, ermuntere, tröste ihn nicht Bernk, Allg.; der soll mer, scheint's, net gegennt sen wenn einem z. B. ein Apfel mehrere Male aus der Hand fällt Birkf, Allg. RA.: Wer net gönnt, hät och net Bergh-Blatzh. De mag net on gönnt net er mag den betreffenden Gegenstand nicht, gönnt ihn aber auch keinem andern MGladb-Rheind. De mer nicks g. un och nicks geve, müsse doch ligge (leiden), dat ich leve Köln. Lang gehopt (gehofft) en stell geschwege, nit gegönnt on doch gekrege Rees. De (Missgünstige) gönnt enem et Brut em Lif net Rip, — noch gen drög Br. Klev, — nit et Br. inne Kas Mörs, — de Botter om Br. net Mülh-Rh, Neuss, Birkf, — net et Salt op de Botter MGladb, Neuss, — et Wasser net Kobl, — net der Moffel e jene Mongk Aach, — de Aue em Kopp net Mosfrk, Allg., — et Wete (Wiss) e jen Og Selfk, Allg., — et Lecht in de Oge nit Mörs, Klev, MülhRuhr, Rees, — de Botter en de Oge net MüEif, — et Schwart onder den Nagel nit Klev, Allg., — net emol dat Klent (Kleine) voam N. Bitb-Rittersd, — net et Hemb am Lif MGladb, Neuss. De Neidvul (-vogel), de kann enem noch net suvill g., als mer em Au verdrinn (vertragen) kann Kobl, Verbr. De kann enem alles vam Huhn g., äwer nemmen net et Ei Prüm-Ihren. Et geht di grade we dem Hungk, der am Heuhop log, et selwer nich frot un dem Ossen nich gunnte Wippf. Gönn de Bur dat Ferke, heə hat mär dat eə! sei nicht neidisch Aach, Köln; gönn dem Kengk (Kind) dat Schockelpeərd, et hät jo mar dat ent! Neuss. Dat es so lecker, dat soll den Hond si Moder nit g. von einer guten Speise Geld, Bergh-Blatzh. Ech g. öm en got Stell, äver witt hedann dem unbeliebten Beamten Rheinb-Queckenbg. Ech g. mengem Nober (Nachbar) nüs Kodds (Böses); äver ech wöll, dat he bärsch (berstet)! ebd. Wat e (der Selbstsüchtige) selver net mag, dat kann e andere got g. Sieg; wat hej eiges niet löst, gönnt hej andere Rees. Wat enge net gegönnt es, deəht engen et beiste got Aach. — Ene Beddeler gönnt dem andere net, dat he an der Dür steht Bergh. — He gönnt sech nüs er ist äusserst bescheiden in den Lebensansprüchen, sehr sparsam, fast geizig Rip, Allg.; he gönnt sech selfs et Leəve net MGladb, Erk; de gönnt sech net de Schum van de Bottermelk Erk-NCrüchten. — Dem gönnt ech de Plaz (Platz, Stelle) net dem Baume, der nichts einbringt; der Koh gönnt ech et Foder net Rip, Allg. Die (Schmerzen) gönn ech kene koə (bösem) Hongk MGladb, Allg.; dat (Beschwerde, Schmerzen) ginnen ich kem Hunn, viel winniger em Minsch Bitb. — 2. sich nicht g., sich nicht glücklich, heimisch fühlen, Heimweh haben; he gönnt sech net on dem Haus (on dat H.) Prüm, Malm. — 3. wünschen, nur in der Form des Conj. Prät. ech gönnt ich möchte wünschen, z. B. ech gönnt, ech wör rich, ech läg em Bett, et wör Ovend, et göf Ren, dat ich dat och hätt, du wärsch, wo de wahl wärsch! Rip. — Gönn dich en eng Hangk jet en kack ens en die anger, da sisde ens, woətsde (wo du) et meəzde (meiste) dre has! zu dem, dessen Pläne aussichtlos sind (diese Form des Imperat. vereinzelt) Aach. — 4. ungegönnt, in der RA.: Ongegönnt Brot ward ok gegeten in der Not braucht man nicht empfindlich zu sein Mörs, Nfrk, Rip.
3933 Zeichen · 73 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    GUNNEN

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    GUNNEN s. ich AN .

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gunnen

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther)

    gunnen, unr. gönnen; wol g., wol wollen (auch ohne wol).

  3. modern
    Dialekt
    gunnen

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    gunne n , günne n [kènə Fisl. Bisch. ; kænə M. ; kùnə Su. u. nö. davon fast allg.; kenə K. Ingenh. Furchhsn. ; Part. kùn…

Verweisungsnetz

47 Knoten, 46 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 5 Hub 1 Wurzel 2 Kompositum 33 Sackgasse 6

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gunnen

14 Bildungen · 0 Erstglied · 11 Zweitglied · 3 Ableitungen

gunnen als Zweitglied (11 von 11)

begunnen?

KöblerMhd

*begunnen? , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. un- E.: s. beginnen W.: nhd. DW-

abegunnen

KöblerMhd

abe·gunnen

abegunnen , anom. V. nhd. missgönnen E.: s. abe, gunnen W.: nhd. DW2- L.: Lexer 356b (abegunnen)

Ausgunnen

DRW

aus·gunnen

Ausgunnen Genehmigung up denstlick ausgunen des bescheden munsters 1528 RigaLibr.red. III 214

begünde; begunnen

MNWB

anbeginnen , ambeginnen (-began und -begunde , -begünde; -begunnen und -begunt; -begint und -begünt im Prs. ; s. beginnen) beginnen. Refl. s…

begunnen

Lexer

beg·unnen

be-gunnen v. an. aus be-ge-unnen präs. began, einem etw. od. eines ding. beg. es ihm gewähren Tuch. 38,3. 244,6 ; refl. sich ernähren Laur. …

gegunnen

Lexer

ge-gunnen an. v. BMZ gewähren mit dat. Trist.

missegunnen

KöblerMhd

misse·gunnen

missegunnen , anom. V. nhd. missgönnen Hw.: vgl. mnl. misgonnen, mnd. *missegünnen? Q.: LancII (um 1470) E.: s. misse…, gunnen (1) W.: nhd. …

unbegunnen

KöblerMhd

unbe·gunnen

unbegunnen , (Part. Prät.=)Adj. nhd. „unbegonnen“, unendlich Q.: Ren (nach 1243) E.: s. un, begunnen W.: nhd. unbegonnen, Adj., unbegonnen, …

vergunnen

Lexer

ver·gunnen

ver-gunnen an. v. BMZ vergünden Leseb. 1056,27. Tuch. 110,23 —: misgönnen mit dat. d. p. und gen. od. acc. d. s. Kchr. Lampr. Iw. Renn. Pred…

ūtgunnen

KöblerMnd

ūtgunnen , sw. V. Vw.: s. ūtgünnen*

Ableitungen von gunnen (3 von 3)

begunnen

Lexer

be-gunnen v. an. aus be-ge-unnen präs. began, einem etw. od. eines ding. beg. es ihm gewähren Tuch. 38,3. 244,6 ; refl. sich ernähren Laur. …

gegunnen

Lexer

ge-gunnen an. v. BMZ gewähren mit dat. Trist.

vergunnen

Lexer

ver-gunnen an. v. BMZ vergünden Leseb. 1056,27. Tuch. 110,23 —: misgönnen mit dat. d. p. und gen. od. acc. d. s. Kchr. Lampr. Iw. Renn. Pred…