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Gönnen

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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13 in 11 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Gönnen v., trs

Bd. 2, Sp. 424a
Gönnen, v. trs. mit dem dritten Falle der Person und dem vierten der Sache. 1) Den Besitz oder die Erlangung des Besitzes einer Sache durch einen Andern ohne Unzufriedenheit und Mißvergnügen bemerken, einen Andern nicht ungern im Besitz einer Sache sehen. Ih gönne ihm sein Glück von Herzen. Es ist ihm zu gönnen. Х Einem nicht die Luft, nicht das Leben gönnen, einem die Augen im Kopfe nicht gönnen, für, ihm nicht das geringste Gute gönnen, ihm Alles beneiden. So gönnt dann (denn), was dem Weib Natur und Glück beschieden, Gönnt ihm, wie Herkules, die Schönheit und den Putz. Manso. Der vierte Fall der Sache wird oft umschrieben. »Rühmen und freuen müssen sich, die mir gönnen, daß ich Recht behalte.« Ps. 35, 27. I O. D. auch mit dem zweiten Falle der Sache. »Du gonnst mir der ern (Ehren) nicht.« Theuerdank. 2) Erlauben, vergönnen. »Gönne mir, daß ich mich an dir ergetze.« Philemon 10. Die Tage, die uns die Vorsehung noch gönnen wird, zu leben noch verstatten wird. 3) Jene Gesinnung thätlich erweisen, schenken, widerfahren lassen. Gönnen Sie mir die Ehre Ires Besuches, das Glück Irer Freundschaft. Das Gönnen. S. auch die Gunst. I O. D. ist die Umwandlung unregelmäßig und die unl. verg. Z. lautet daselbst gonnte, und das Mittelw. d. verg. Z. gegonnen.
1276 Zeichen · 37 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gönnen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Gönnen , verb. reg. et irreg. act. Imperf. ich gönnete und ich gonnte; Mittelw. gegönnet und gegonnt. Es hat nur noch ei…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    gönnen

    Goethe-Wörterbuch

    gönnen vereinzelt -est 2.SgPräs, -et 3.SgPräs u 2.PlPräs, in Vers u figurensprachl öfter apokopiert ‘gönn(t)(’)’; mehrf …

  3. modern
    Dialekt
    gönnen

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    gönnen s. gunnen .

  4. Sprichwörter
    Gönnen

    Wander (Sprichwörter)

    Gönnen 1. Das man mir nicht gann, dess war ich ein Mann. – Petri, II, 68. 2. Deu mui nicks günnt un nicks gifft, mott lu…

  5. Spezial
    gönnen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    gön|nen I vb.tr. (neidlos zugestehen) consintí (consënt) II vb.refl. sich gönnen se consintí, se vaghé. ▬ jdm. etw. gönn…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit goennen

6 Bildungen · 1 Erstglied · 2 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von goennen 2 Komponenten

gon+nen

goennen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

goennen‑ als Erstglied (1 von 1)

gönnenichts

DWB

goenne·nichts

gönnenichts , m. , eine vereinzelte bildung in der art des erst im 19. jh. nachweisbaren habenichts ( s. d. ): dasz fast alle seine dockelma…

goennen als Zweitglied (2 von 2)

Mißgönnen

Adelung

miss·goennen

Mißgönnen , verb. reg. act. welches der Gegensatz von gönnen ist, einem andern seine Wohlfahrt und Vorzüge nicht gönnen, d. i. sie ungern se…

vergönnen

DWB

ver·goennen

vergönnen , n. , substantivischer infinitiv zum vorigen: invidere, das verghünnen Alb. ee 1 b .

Ableitungen von goennen (3 von 3)

Mißgönnen

Adelung

Mißgönnen , verb. reg. act. welches der Gegensatz von gönnen ist, einem andern seine Wohlfahrt und Vorzüge nicht gönnen, d. i. sie ungern se…

vergönnen

DWB

vergönnen , n. , substantivischer infinitiv zum vorigen: invidere, das verghünnen Alb. ee 1 b .

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „goennen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/goennen/campe
MLA
Cotta, Marcel. „goennen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/goennen/campe. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „goennen". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/goennen/campe.
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