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ge

ae. bis Dial. · 23 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
54 in 23 Wb.
Sprachstufen
8 von 16
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133

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

ge

ge

ge- gemeingerm. unbetontes Präfix *ga-, ahd. ga- (8. Jh.), gi- (9. Jh.), abgeschwächt ge- (im 11. Jh. vorherrschend), mhd. ge-, asächs. gi-, mnl. ghe-, nl. ge-, aengl. ge-, älter gi-, später (als Folge von Palatalisierung, vgl. afries. je-) i-, engl. i- (in handicraft ‘Handwerk’), y- (in everywhere ‘überall’), e- (in enough ‘genug’), anord. g- (in granni ‘Nachbar’), got. ga- (in garazna ‘Nachbar’). Die Bedeutung geht im Germ. von dem Begriff des Zusammenseins, der Zusammengehörigkeit, der Vereinigung aus, am deutlichsten erkennbar in Substantiven, die teilnehmende Personen bezeichnen (Gefährte, Genosse, Geselle, Gespiele, Gevatter), seltener in Adjektiven (gemein) und Verben (gefrieren, gerinnen, eigentlich ‘zusammenfrieren’, ‘zusammenrinnen’). Zusammengehörigkeit führt zu der Verwendung von ge- in neutralen Kollektivbildungen (Gebilde, Gebirge, Geflügel, Gerippe, Gestirn, Getier, Gezweig), teils auch mit Anlehnung an Verben (Gebäck, Gedeck, Gedicht, Geflecht, Gestell, Getöse); ferner drückt ge- das Ergebnis des im zugehörigen Verb bezeichneten Vorgangs aus (Gebinde, Gefüge, Gespinst, Gewölbe) oder bildet Vorgangsbezeichnungen (Gebrüll, Geflüster, Geschrei, Geschwätz, Gewühl). Oft ist ge- wohl bloßes (gelegentlich verstärkendes) Ableitungsmittel. In verbalen Zusammensetzungen wird durch ge- das momentane Geschehen ausgedrückt, das entweder den Beginn oder den Abschluß eines Vorgangs bezeichnet (gebären, gebühren, gedeihen, gefallen, gehören, gelingen, genesen, geschehen, gestehen, gewähren, gewinnen, gewöhnen). Simplex und Präfixverb können auch nebeneinanderstehen, wobei sich meist ein Bedeutungsunterschied herausgebildet hat wie bei bietengebieten, brechengebrechen, horchengehorchen, hörengehören, ratengeraten, reichengereichen, stehengestehen. Aus der perfektivierenden Funktion von ge- entwickelt sich der Gebrauch beim Part. Prät., der Vollendungsform des infiniten Verbs (gearbeitet, gefunden, gegeben, gekommen), wie auch die Verwendung bei der Bildung von Adjektiven (gelaunt, gestirnt, gewitzt). Die Herkunft des Präfixes ist nicht geklärt. Semantische Berührung besteht mit dem Präfix lat. com- (s. kon-) und der Präposition lat. cum ‘mit, zusammen mit, zugleich mit’ sowie mit damit verwandtem griech. koinós (κοινός) ‘gemeinsam’ (aus *κομι̯όϛ ‘miteinander gehend’), der Präposition air. con- ‘mit’, dem Präfix air. gall. com- ‘(zusammen) mit’. Diese führen auf ie. *kom (Adv. Präfix und Präp.) ‘neben, bei, mit’, das germ. *ham- ergeben müßte, so daß germ. *ga- lautlich nicht hierher zu gehören scheint; es sei denn, man führt germ. g- im unbetonten Präfix über χ auf ie. k- zurück und nimmt Nasalschwund an.
2672 Zeichen · 45 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    geKonj.

    Köbler Ae. Wörterbuch

    ge , Konj. nhd. und, auch ÜG.: lat. et GlArPr Hw.: s. géa Q.: GlArPr E.: germ. *ja, Adv., Konj., ja, und L.: Hh 141, Hal…

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    ge

    Althochdeutsches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    ge- für gi- als Präfix s. unter dem Grundwort.

  3. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    GEuntrennbare partikel.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    GE- untrennbare partikel. goth. ga ; ahd. ga , ka , gi , ki , chi, ge , ke , auch, obgleich selten, ahd. ha, hi, he ; vg…

  4. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gePers.-Pron.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +9 Parallelbelege

    ge , Pers.-Pron. Vw.: s. gī (2) L.: MndHwb 1/2, 26 (gê)

  5. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ge

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Ge- , eine Sylbe, welche verschiedenen Redetheilen vorgesetzet wird, und bald eine gewisse bestimmte Bedeutung, bald abe…

  6. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    ge

    Goethe-Wörterbuch

    ge- kollektivbildendes Präfix, in metaspr Sicht Augustens und Riemers Späße mit der Bildung von lauter collectiven Subst…

  7. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    GE

    Hederich (Mythologie, 1770) · +3 Parallelbelege

    GE , sieh Titæa .

  8. modern
    Dialekt
    g(e)

    Elsässisches Wb. · +23 Parallelbelege

    g(e)- [k- O. ; in U. kə- und k-: k- vor Vokalen, f, h, k, s,  Str. K. Z. , auch vor den übrigen Kons. ausser d, t Betsc…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ge

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Keine Komposita gefunden — ge kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.