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Stade

mhd. bis sprichw. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
25 in 12 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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46
Verweise raus
36

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Stade

Bd. 18, Sp. 822
Stade, Hauptstadt des gleichnamigen Regierungsbezirks der preuß. Provinz Hannover, an der schiffbaren Schwinge, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Harburg-Kuxhaven und Geestemünde-S. sowie der Kleinbahn S.-Itzwörden, hat 2 evangelische und eine kath. Kirche, eine Kirche der Baptisten, ein Denkmal des frühern Bürgermeisters Neubourg, ein Gymnasium, Schullehrerseminar, Taubstummenanstalt, einen Historischen Verein (für das Land Hadeln, für Bremen und Verden), ist Sitz eines Generalsuperintendenten, eines Landgerichts, eines Hauptsteueramts, Ritterschaftlichen Kreditvereins, Handelsvereins und hat Eisengießerei, Maschinen-, Schiff- und Mühlenbau, Leder-, Tabak- u. Zigarrenfabrikation, Dampfsägerei, Brennerei, Bierbrauerei, Färberei, Ziegelbrennerei, Schiffahrt (tägliche Dampfschiffverbindung mit Hamburg), lebhaften Handel und (1905) mit der Garnison (ein Infanteriebataillon Nr. 75) 10,837 Einw., davon 362 Katholiken und 30 Juden. In der Nähe viele Ziegeleien sowie ein Gipslager und bei dem Dorf Kampe eine Saline und eine Dachpappenfabrik. Zum Landgerichtsbezirk S. gehören die elf Amtsgerichte zu Bremervörde, Buxtehude, Freiburg, Harburg, Jork, Neuhaus a. O., Osten, Otterndorf, S., Tostedt und Zeven. Der Regierungsbezirk S. (s. Karte »Hannover«) umfaßt 6786 qkm (123,25 QM.), zählt (1905) 403,302 Einw., darunter 387,193 Evangelische, 14,412 Katholiken und 746 Juden (59 Einw. auf 1 qkm), und besteht aus den 14 Kreisen: 400@@break Über die drei Reichstagswahlkreise s. Karte »Reichstagswahlen«. – S. war im Anfang des 10. Jahrh. Stammsitz eines Dynastengeschlechts, das 1056 in den Besitz der sächsischen Nordmark gelangte, sie fast ein Jahrhundert behielt und 1168 ausstarb. Von Kaiser Otto IV. und seinem Bruder, dem Pfalzgrafen Heinrich, ward S. 1202 erobert, fiel um 1204 an Bremen und errang bald danach den später bedeutenden Elbzoll. Als Handelsstadt war S. seit dem 16. Jahrh. wichtig und trat mit Hamburg in ernstlichen Wettbewerb. 1648 im Westfälischen Frieden ward S. schwedisch und zur Hauptstadt des Fürstentums Bremen gemacht, wurde 1676 von den Hannoveranern, 1712 von den Dänen erobert und kam 1719 nebst dem Bistum Bremen an Hannover. 1807 ward es Westfalen einverleibt, 1810 von Napoleon I. besetzt, 1813 an Hannover zurückgegeben und von diesem 1816 neu befestigt. Hannover mußte den Elbzoll durch Vertrag vom 22. Juni 1861 gegen eine Entschädigung von 2,857,338 Tlr. aufheben (s. Elbe, S. 594). Am 18. Juni 1866 wurde die Festung S., die dann aufgehoben wurde, von den Preußen ohne Kampf genommen. Vgl. Cramer, Kleinbesitz und ländliche Arbeiter in Marsch und Geest des Regierungsbezirks S. (Tübing. 1906).
2644 Zeichen · 48 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    STADE

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +7 Parallelbelege

    STADE s. STAT.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    stadesw. M.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +11 Parallelbelege

    stade , sw. M. Vw.: s. stādel L.: Lü 372b (stade)

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Stade

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Stade , Hauptst. der hannöv. Landdrostei S., Festung, liegt an der Schwinge, 1 / 2 St. oberhalb deren Mündung, hat 6400 …

  4. modern
    Dialekt
    Staden.

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Stade n. a. Spr. 1. Gestade, Ufer: 'in deme ... sehe, alse hie licht van over to overen, van staden to staden' (Ma 1374)…

  5. Sprichwörter
    Stade

    Wander (Sprichwörter)

    Stade Wer nahen bey der Staden oder Porten des Reins gon will, der fallt gern darein und ertrinckt. – Geiler, Seelenpara…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stade

118 Bildungen · 106 Erstglied · 9 Zweitglied · 3 Ableitungen

stade‑ als Erstglied (30 von 106)

Stade, Bernh

DWBQVZ

Stade, Bernh. *1848 Arnstadt †1906 Gieszen.

Stade, Bernhard

Meyers

stade·bernhard

Stade, Bernhard , prot. Theolog, geb. 11. Mai 1848 in Arnstadt, gest. 6. Dez. 1906 in Gießen, 1871 Beamter an der Universitätsbibliothek in …

Stade, Diederich v

DWBQVZ

--- erläuter- und erklärung der vornehmsten deutschen wörter, deren sich doct. Martin. Luther, in ubersetzung der bibel in die deutsche spra…

stadegen

KöblerMnd

stad·egen

stadegen , sw. V. Vw.: s. stēdigen L.: Lü 372b (stadegen)

stadel

FWB

1. ›Gestell aus Balken‹; im einzelnen: ›Kreuz‹; ›Lampengehäuse‹; ›Dachstuhl; Firstbalken‹; ütr.: ›Gestalt (der Schöpfung)‹; ›Statur e. P.‹.;…

Stadelabend

RhWB

stadel·abend

Stadel-abend -ādəl·ə.vənt SNfrk in Geilk-Randerath m.: im Fastnachtsheischeld.: Fasteloəvend, St., Waffele welle ver backe, lot dat Metzche…

stadelære

Lexer

stade·laere

stadelære , stadeler stm. BMZ aufseher über den stadel Gr.w. 4,187 ; inhaber eines stadelhoves ib. 1,726. Wernhart der stadelære Urb. B. 1,2…

Stadelamt

DRW

stadel·amt

Stadelamt, n. Posten, Stellung des Fischmarktaufsehers? vgl. Stadelmann de officio dicto stadelambt, gelegen uff dem Rhein an dem fisch-marc…

stadelbauer

DWB

stadel·bauer

stadelbauer , m. wol ein bauer, der nur einen stadel besitzt oder in einem stadel wohnt. vgl. oben stadel , m. unter 1. stadlbauer Petri 53 …

Stadelbei(n)

Idiotikon

Stadelbei(n) Band 4, Spalte 1303 Stadelbei(n) 4,1303

Stadelbier

DRW

stadel·bier

Stadelbier, n. ein lagerfähiges Bier; als Abgabe dimidiam carradam cervisie, que vocatur stadelpier Mitte 13. Jh. QE.² 43 S. 103

Stadelbir(eⁿ)

Idiotikon

Stadelbir(eⁿ) Band 4, Spalte 1497 Stadelbir(eⁿ) 4,1497

Stadelbirer

Idiotikon

Stadelbirer Band 4, Spalte 1497 Stadelbirer 4,1497

stadelbirne

DWB

stadel·birne

stadelbirne , f. kleine, runde, schmackhafte birnenart, wol so genannt, weil sie sich lange im stadel aufbewahren läszt, ohne faul zu werden…

Stadelblatteⁿ

Idiotikon

Stadelblatteⁿ Band 5, Spalte 200 Stadelblatteⁿ 5,200

stadelbritscher

DWB

stadelbritscher , m. in Nürnberg ein mann, der die dreschtenne aus lehm ebnet, Schm. 2 2, 733.

stadele

BMZ

stad·ele

stadele swv. stelle vor gericht. nu her kume vor di benke und stadele sînen gezüc Freiberg. r. 198. vgl. 187. 194. 230.

stadelen

Lexer

stad·elen

stadelen swv. ib. vor gericht stellen Freiberg. vgl. studelen.

stade als Zweitglied (9 von 9)

bachstade

Lexer

bach·stade

bach-stade swm. weg am bachufer der b. sol hân drittenhalb fusz in der breide Gr.w. 5,601.

gestade

DWB

gest·ade

gestade , n. litus, ripa, portus. 1 1) herkunft und formen. 1@a a) gestade, mhd. gestat, ist verstärkung des starkflect. neutr. stat, stad (…

merstade

Lexer

mer·stade

mer-stade swm. meerufer, littus Dief. n. gl. 237 b . vgl. waʒʒerstade, merstede;

¹unstāde

MNWB

unst·ade

1 unstāde , m. , f. ( Pl. -n ) : 1. Schaden, „ so ein juwelk wol merken mag wat unstade und schaden dat inbringed, de lande so gans to vorwo…

Ableitungen von stade (3 von 3)

gestade

DWB

gestade , n. litus, ripa, portus. 1 1) herkunft und formen. 1@a a) gestade, mhd. gestat, ist verstärkung des starkflect. neutr. stat, stad (…

¹unstāde

MNWB

1 unstāde , m. , f. ( Pl. -n ) : 1. Schaden, „ so ein juwelk wol merken mag wat unstade und schaden dat inbringed, de lande so gans to vorwo…

unstadelich

KöblerMhd

unstadelich , Adj. Vw.: s. unstatelich

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APA
Cotta, M. (2026). „stade". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/stade/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „stade". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/stade/meyers. Abgerufen 11. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „stade". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/stade/meyers.
BibTeX
@misc{lautwandel_stade_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„stade"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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  urldate      = {2026-05-11},
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