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Muse

mhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
12 in 11 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Muse Die

Bd. 3, Sp. 371a
Die Muse, Mz. — n. 1) Bei den Griechen und Römern, eine der neun Göttinnen welche den Wissenschaften und den schönen Künsten vorstanden und in welchen diese selbst persönlich dargestellt wurden. Die Muse der Geschichte, der Sternkunde, der Dichtkunst, der Tonkunst  Daher bezeichnet die vorstehende Göttinn auch die Wissenschaft selbst welcher sie vorstehet. Urania war seine Muse, d. h. die Sternwissenschaft war die Wissenschaft, welche er liebte und trieb. Unter Muse schlechthin wird gewöhnlich die Muse der Dichtkunst verstanden, und ein glücklicher geistreicher Dichter wird häufig ein Günstling der Musen genannt. Ein Freund der Musen heißt jeder, welcher Künste und Wissenschaften liebt und begünstiget. Dieses die Deutsche Sprachähnlichkeit in nichts beleidigende Wort findet hier eine Stelle, weil es sehr häufig gebraucht wird und auch in mehrern Zusammensetzungen vorkömmt. I der höhern Schreibart sagt man dafür Göttinn mit Hinzufügung der Wissenschaft oder Kunst welcher sie vorstehet, und Logau hat dafür Kunstgöttinn gebraucht, welches doch nur für diejenigen Musen paßt, die den Künsten vorstehen. 2) Uneigentlich, in der Sprache der Beflissenen, auch ein Miethpferd eine Muse. 3) I der Pflanzenlehre, der Name eines Pflanzengeschlechtes, welches mit den Palmen viele Ähnlichkeit hat, von welchen sie aber durch Blüte und Frucht verschieden sind (Musa L.); auch Pisang, welchen Namen wenigstens mehrere Arten führen.
1440 Zeichen · 14 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    mûseswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)

    mûse swv. 1. mäuse fangen. 2. heimlich und listig stehlen, beschleichen, schleichen ( vgl. Schmeller 2,629 ). Jac. Grimm…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    museM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    muse , M. Vw.: s. mōse (2) L.: MndHwb 2, 1042 (muse)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Muse

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    2. Die Muse , plur. die -n, aus dem Griech. und Lat. Musa, Μυσα, eine von den neun Gottheiten oder Vorstehern der schöne…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Muse

    Goethe-Wörterbuch

    Muse ‘Muße’ u ‘Mußen’ B1,45,20u24 ; mehrfach (pl) neben ‘Grazie(n)’ bzw ‘Charitinnen’ 1 Göttin der schönen Künste a als …

  5. Sprichwörter
    Muse

    Wander (Sprichwörter)

    Muse 1. Die Musen lieben die Veränderung. Lat. : Amant alterna Camoena. ( Philippi, I, 23. ) 2. Wollen die Musen fröhlic…

  6. Spezial
    Musef

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Muse , f муза , ж

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit muse

231 Bildungen · 224 Erstglied · 5 Zweitglied · 2 Ableitungen

muse‑ als Erstglied (30 von 224)

museal

LDWB1

museal [mu·se·āl] adj. (-ai, -a) museal.

Musealien

FiloSlov

museal·ien

Musealien , fpl материалы , мн , музейные

musear

AWB

musear Gl 4,31,44 s. mûsaro.

Mūseārn

WWB

muse·arn

Mūse-ārn - ond Mann, der den Mädchen nachläuft (Frbg.) ( Tek Ld) .

mûsebîter

MNWB

muse·biter

mûsebîter , m. , °1. Spottname für die Katze (Liliencron Volksl. 2, 217). 2. s. mü̂ser. —

Mus'eck

MeckWB

mus·eck

Mus'eck f. verschwiegener Winkel, der gern von Liebespaaren aufgesucht wird Ma Gnoi , auch FN.

mūsedō²d

WWB

muse·dod

mūse-dō²d Adj. [verstr.] mausetot, ganz tot. ⟨ ›mūs(e)‹ - ⟩

mūsedrek

WWB

muse·drek

mūse-drek m. [Lippe Hal] Mäusekot. — Ra.: Wenn oist de Miusedreck dotüsken sitt, … wenn sich erst Zwietracht, Hass, Zank, Streit u.a. einges…

Museen

Meyers

Museen , s. Museum . Museenkunde , s. Kunstwissenschaft .

Museensammlung

GWB

muse·en·sammlung

Museensammlung museale Zusammenstellung von Kunstgegenständen u Antiken; mBez auf ein neu zu errichtendes Museum in Berlin; pl Das Meyersche…

mūsefāl

WWB

muse·fal

mūse-fāl Adj. [verstr.] (von Pferden) fahl wie eine Maus. ⟨ ›mūs(e)‹ - ⟩

Mūsefallenkǟrl

WWB

Mūse-fallen-kǟrl m. [verstr.] 1. Person, die mit Mausefallen handelt, hausieren geht; Person mit südländischer Einstellung, die Mausefallen …

mūsefarwig

WWB

mūse-farwig Adj. [verstr.] (von Pferden) mäusefarben. ⟨ ›mūs(e)‹ - ⟩

Mūsegeªrste

WWB

Mūse-geªrste f. Mäusegerste (Hordeum murinum) ( Lst Dr).

Mūsegetandßel

WWB

muse·getandssel

Mūse-ge-tandßel n. - tānßel Mäusefraß, Rückstände vom Fressen der Mäuse (z.B. Papierschnitzel) ( WmWb ).

muse als Zweitglied (5 von 5)

Geschmuse

RDWB1

Geschmuse n abwertend см. RDWB1 Geknutsche

Affen-Muse

Adelung

affen·muse

Die Affen-Muse , plur. inus. der Nahme einer Pflanze auf den Molucken, welche zu den Musen gehöret, eine aufrecht stehende Blumenkolbe und a…

almuse

KöblerMnd

alm·use

almuse , F., N. Vw.: s. ālmisse

Ableitungen von muse (2 von 2)

ermûse

BMZ

ermûse swv. heimlich, schleichend bestehlen. bis das ich ir die preun ermaus Wolkenst. 71,1,9.

gemuse

DWB

gemuse , n. sumpf, s. gemöse 3.