Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
RIBALT stm.
1. raufbold, landstreicher, taugenichts. er gie beteln umbe brôt, unt treip daʒ stæteclîche wol driu jâr oder mêre unz daʒ er alsô sêre von sînes lîbes schoene quam... die schamelîche burde die truoc der werde dan Rûalt, gelîch alsam ein art ribalt, daʒ im dehein sîn armuot, als eʒ doch, weiʒ got, manigem tuot, sînen guoten willen nie benam Trist. 3793. dâ fuor vil ribalde... etslîcher zæm baʒ an der wide, denne er daʒ her dâ mêrte unt werdeʒ volc unêrte Parz. 341,26. man saget in manegen landen wît, daʒ Keie, Artûs seneschalt, mit sitten wære ein ribbalt, ein grobian, des sagent in mîniu mære blôʒ das. 296,18. er sprach: vart hin, ir ribbalt, mûlslege al ungezalt sult ir hie vil enpfâhen das. 360,25. dâ sult ir mich für den boesten undr allen disen rotten zeln, welt ir einen ribalt weln W. Wh. 314,24. sus wuohs an im ein ribalt Marleg. 21,24. ein swachiu (ehrlose) persôn als ein ribald oder ein puob gesta Rom. 23. her ribalt, des bin ich iu gram Helbl. 2,1319. den site hânt ouch liute vil, daʒ in ist alleʒ sagen enwiht, der in von ribalden iht seite Wackern. littgesch. s. 112, 78. ein unstête ribalt Pass. K. 407, 25.
2. eine vorgeschobene belagerungsmaschine. die ebenhœhe hêten die cristen berihtet gegen der stat âne ander werc, die man dâr hât, wâ man die stete sturmen sol, als chocke, katzen, mangen, ribolde ûf rat gehangen, mäntele dar hinder solden gên.. Ludw. kreuzf. 2833. er hieʒ die sîne gar ribalde bouwen, er wolde si bedrouwen, die ûf der burc wâren livl. chron. 2503. nu was diu ebenhœhe komen, als ir hie vor habt vernomen, mit manegem ribalde ûf den graben das. 9603. sie bûweten ribalde grôʒ das. 10031. vil manic ribalt gein dem graben von den heiden wart getriben das. 10059. vgl. das. 1049.