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Demut

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
14 in 9 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Demut f.

Demut f.

Demut f. ‘Bescheidenheit, Bereitschaft zum Dienen’, ahd. thiomuotī (um 800), mhd. diemuot ist eine Abstraktbildung zu ahd. thiomuoti Adj. ‘dienstwillig’, das in seinem ersten Kompositionsglied germ. *þewa- ‘Sklave, Knecht’ (vgl. got. þius ‘Knecht’) enthält (s. dienen); ahd. -muoti ‘gesinnt’, nur in Komposita bezeugt, ist Ableitung von muot (s. Mut). Subst. und Adj. können im Ahd. entsprechend der Bedeutung von dienen und Dienst, die sich auf die Treue zum Gefolgsherrn beziehen, ursprünglich die ergebene Gesinnung des Gefolgsmannes bezeichnet haben, bevor sie den christlichen Begriff kirchenlat. humilitās ‘Niedrigkeit, Bescheidenheit’ wiedergeben. In dieser Bedeutung ist Demut ein Wort der ältesten Kirchensprache, das sich vom Obd. her gegen gleichbed. ahd. ōtmuotī allmählich durchsetzt, vgl. Frings/M. Germania Romana 1 (1966) 23 ff. Im 12. Jh. begegnet im Obd. die hd. Lautform demut (neben die-), die nach Norden vordringt (vgl. mnd. dēmōt, 15. Jh., woraus nl. deemoed) und sich am ehesten aus der lautlichen und semantischen Undurchsichtigkeit des ersten Kompositionsgliedes erklären läßt. – demütig Adj. ‘von Demut erfüllt, ergeben’, ahd. thiemuotīg (um 1000), mhd. diemüetec, mnd. dēmȫdich. demütigen Vb. ‘demütig machen, erniedrigen, herabsetzen’, mhd. diemüetigen (12. Jh.), mnd. dēmȫdigen; vgl. ahd. thiomuoten ‘demütigen’ (9. Jh.), thiomuotēn ‘demütig werden’ (um 1000).
1390 Zeichen · 48 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    demut

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +7 Parallelbelege

    demut , wie Muot im ahd. als eigenname und häufig in zusammensetzungen von eigennamen erscheint, so kommt es noch heute …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Demut

    Goethe-Wörterbuch

    Demut -th; etwa 70 Belege 1 als innere Haltung a tiefe Bescheidenheit, Dünkellosigkeit, auch als Ausdruck von Hochachtun…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Demut

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Demut , s. Achtung .

  4. modern
    Dialekt
    Demut

    Lothringisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Demut [démut Falk. ] 1. m. Demant. 2. f. Demut.

  5. Spezial
    Demut

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    De|mut f. (-) 1 umilté f. 2 (Unterwürfigkeit) sotmisciun (-s) f. ✒ Demut ist eine Mutter der Ehre l’umilté é na uma dl o…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit demut

37 Bildungen · 37 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

demut‑ als Erstglied (30 von 37)

demutabilis

MLW

[ demutabilis v. indemutabilis : Epist. Wisig. 6. ] Weber

demutatio

MLW

demutatio , -onis f. mutatio — Ver-, Abänderung : Rather. prael. 5,20 l. 642 quod si forsitan assumptus ex abbate aut ... pluribus iam praef…

Demuthpflanze

Campe

demuth·pflanze

Die Demuthpflanze , Mz. die — n, ein Name des Sinnkrautes (Mimosa sensitiva L.). S. Sinnkraut.

Demuthsjacke

Wander

demuth·s·jacke

Demuthsjacke Die Demuthsjacke anziehen. ( Schles. ) Wenn er nicht die Demuthsjacke anzieht (sich sehr anspruchslos, bescheiden, unterwürfig …

Demuthsvoll

Campe

demuth·s·voll

△ Demuthsvoll , adj. u. adv. voll Demuth, sehr demüthig, große Demuth zeigend. » Demuthsvolle Gelübde.« Voß. — und fragt am Orakel des Phöbu…

demutkleid

DWB

demut·kleid

demutkleid , n. bildlich, ich kann vielmehr ohne ironie bekennen dasz mich die kritischen quartal- oder landrichter beim leben gelassen und …

demutsbeugnis

DWB2

demutsbeugnis f. : 1684 Kuhlmann kühlpsalter 1,117.

demutsinn

DWB

demut·sinn

demutsinn , m. 'nicht wolle das gott' rief mit demutsinn der graf Schiller 69 b . aus wahrem christlichen demutsinn ( Knigge ) Reise nach Fr…

demutstand

DWB

demut·stand

demutstand , m. status humilitatis. der demutstand kriegt überhand Henisch 675 .