Hauptquelle · Adelung (1793–1801)
Dēmuth
Die Dēmuth , plur. car. derjenige Zustand des Gemüthes, da man aus Kenntniß seiner Unwürdigkeit in Vergleichung mit der Würdigkeit anderer, von sich geringe denket, und solches durch die That an den Tag leget. Sich der Demuth befleißigen. Etwas aus wahrer Demuth thun. Anm. 1. Bey dem Notker lautet dieses Wort Diumuot, und bey dem Kero nach einer andern Form Deoheit; im Österreichischen Dienmuth, und in andern Oberdeutschen Gegenden Diemuth. Es kann seyn, daß die erste Sylbe dieses Wortes von dienen, im Fränkischen und Alemannischen ehedem deonan, ist. Aber da Kero das Zeitwort theonan, dienen,…