Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
manne swv.
1. intransitiv.
a. nehme einen mann. wer das ein kind mannoti oder wiboti oder sus houbtunêrlich sachen tæti Gr. w. 1,16. mait of wif die da mannent buoyssen ere genoissen das. 2,490. in der urstend wirt man weder wîben noch mannen Scherz 987.
b. als lehnsmann dienen, mit dat. der pers., sunder mannes helfe dîn lîp den gebar, den (l. dem) alle künege müezen mannen; ouch dient im der engel schar MS. 2,170. b.
2. transitiv.
a. versehe mit einem ehemanne. nu hât si sich gemannet die schœne magedein Haugdietr. 210,3. zeitschr. 4, 425. gemannet verheirathet, Scherz 987. Ssp. 1,13,1.
b. geselle als mann bei. unt wære dan gemannet manger trûten ir gebûr Msh. 3,283a.
c. versehe mit männern, mit kriegern zum schutze, bemanne. di selbin vestin beidirsît mannetin si in der zît mit vil wêpenêrin stark Jerosch. Pf. 36. b. vil stark gemannit dise herrn hîldin ire hove das. 67. d. er nante si Starkinberc, manninde si swinde mit brûdrin und gesinde das. 97. b. di burc von den dîtin gemannit was zu grôzir wer das. 90. c. 157. a. vgl. Scherz 988.
d. versehe mit einem manne. nu was daʒ ors gemannet baʒ wenne georset was der man Heinr. Trist. 1649. Ziemann führt noch an: als lehnsmann in pflicht nehmen, und reflexiv: sich zum lehnsträger jemandes machen.