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C

mhd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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24 in 18 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

C

Bd. 1, Sp. 661a
C, der dritte durch das Herkommen für deutsch geachtete Buchstabe des Abeze. Ohne hier die Frage zu untersuchen, ob und in wie fern dieser Buchstabe ein Deutscher genannt werden könne, oder nicht? — eine Frage, die ohne nähere Bestimmung weder bejahet noch verneint werden kann, soll nur bemerkt werden, in wie fern er uns jetzt völlig entbehrlich und in wie fern er uns noch nöthig zu sein scheint. Völlig entbehrlich scheint er zu sein: 1) Bei allen ursprünglich Deutschen Wörtern, sie mögen Eigennamen oder Gattungsnamen sein, z. B. Kanstadt, Köthen, Kreis, Kurfürst  Diese werden, da wir einmahl ein besonderes Zeichen für den Laut k haben, der Einförmigkeit wegen besser mit K als mit C geschrieben, und Ad. hat Unrecht, dem Eigensinne Einiger, die lieber Carl, Cöthen, Cöslin, Cüstrin , als Karl, Köthen, Köslin, Küstrin  schreiben wollen, nachzugeben. 2) Bei allen zwar ursprünglich fremden, jetzt aber völlig bei uns eingebürgerten Wörtern, z. B. Kiste, Klasse, Kloster, Körper, Zeder, Zimmet, Zins, Ziffer  3) Bei allen aus dem Griechischen oder Hebräischen unmittelbar zu uns gekommenen Wörtern, die in diesen Sprachen mit einem κ oder #H+Q#H- geschrieben werden, und in welchen die allgemeine Aussprache noch jetzt ein k hören läßt, z. B. Kain, Kaiphas, Ktesiphon, Sokrates  4) Bei dem zusammengesetzten Schriftzeichen ck, wofür ohne Unbequemlichkeit kk gesetzt werden kann, so lange die Verdoppelung der Bestimmungslauter noch für nöthig erachtet wird, um vorhergehende Grundlauter kurz zu machen. — Welcher vernünftige Grund könnte uns bewegen, die Wörter dieser vier Klassen noch immer mit C zu schreiben, da selbst der Gebrauch seit geraumer Zeit sich in Ansehung ihrer, wo nicht mehr, doch gewiß eben so sehr für als wider das Deutsche K und in andern Fällen für das Z erklärt hat? Beibehalten hingegen scheint dieser Fremdling werden zu müssen: 1) I den beiden schlecht gebildeten, aber nun einmahl jetzt noch unentbehrlichen Schriftzeichen ch und sch, so lange, bis es einem glücklichen Neuerer gelingen wird, zwei einfache, den einfachen Tönen, die dadurch bezeichnet werden sollen, angemessene Zeichen dafür einzuführen. 2) I solchen fremden Wörtern aus den alten Sprachen, die zwar ursprünglich ein K hatten, oder doch ein K hören ließen, welchen aber die neuere Aussprache den Laut C verliehen hat, z. B. Thucydides, Alcibiades, Cicero, Cäsar , in welchem Falle doch auch diejenigen nicht zu tadeln sind, die der jetzigen Aussprache gemäß lieber Thuzidides, Alzibiades, Zizero  schreiben wollen. 3) I solchen Wörtern aus neuern fremden Sprachen, die in der unsrigen noch nicht eingebürgert sind, auch nicht eingebürgert werden sollen. Dies aus folgenden Gründen: 1) Weil es gut ist, daß diese Wörter, welche unserer Sprache immer fremd bleiben sollen, auch das fremde Äußere behalten, woran sie, als solche, sogleich erkannt werden können. 2) Weil, wenn wir aus diesen Wörtern das c verbannen, und gleichwol andere fremde Schriftzeichen x, y, ph, u. s. w. beibehalten wollten, wir die Zahl der Folgewidrigkeiten, deren sich die Deutschen bisher in ihrer Sprache schuldig machten, nur noch vermehren würden, statt sie zu vermindern. Wollten wir hingegen, um folgerecht zu sein, alle fremde Lautzeichen ausschließen, und Deutsche an ihre Stelle setzen; so würden wir dies, ohne daß wir ganz neue uns noch fehlende Zeichen dafür erfänden und einführten, theils unthunlich finden, theils aber auch die äußere Gestalt jener Wörter so entstellen, daß selbst der geübteste und sprachkundigste Leser oft stutzen und nicht sogleich wissen würde, wie er sie zu lesen hätte und was damit gemeint würde. Man denke z. B. an Tschitschisbeo, Prowangße, Mongmorangßi, Roschfukoh, Sähngtevermong, Koänji, Tschiwitawekkia, Plimmos, Wetschwuht  Wer würde nicht erst Besinnungszeit nöthig haben, um zu errathen, daß damit Cicisbeo, Provence, Montmorenci, Rochefoucauld, Saint-Evremont, Coigny, Civitavecchia, Plymmouth, Wedgewood etc. gemeint werden? Auch müßte man in diesem Falle alle fremde Aussprachen kennen, um jedes Wort richtig und ganz genau zu bezeichnen, und z. B. wissen, daß Kaminiec, Plock, Chodowiecki, Vespucci  nicht Kaminieck, Plock, Chodowiecki, Vespukzi  sondern Kaminiez, Plozk, Kodowiezki, Wesputtschi ausgesprochen werden. Und wie viele giebt es, selbst unter den Gelehrten, die sich einer so ausgebreiteten Sprachkenntniß rühmen könnten? S. Beiträge zur weitern Ausb. d. Deutschen Spr. III. S. 48 ff. IV. S. 140 ff. V. S. 104 ff. Noch ist in Ansehung der Aussprache des C in fremden Wörtern zu merken, daß, wenn dieselben zwei c in der Mitte neben einander haben, das erste wie ein k, das zweite wie ein z ausgesprochen wird, z. B. Speccius. I fremden Wörtern oder solchen, die aus fremden Sprachen in die Deutsche übergegangen sind, wird das C vor dem e und i wie z ausgesprochen, und in den im Deutschen aufgenommenen Wörtern auch besser mit dem Z im Schreiben vertauscht, z. B. Zeder, Zither, Zitrone. I dem Worte Scepter wird es auch wie z ausgesprochen, besser aber, wie schon gewöhnlich ist, Zepter geschrieben. Es werden also alle Deutsche Wörter, oder die als solche zu betrachten sind, unter K und Z aufzusuchen sein, wenn auch einige derselben von Vielen noch mit C geschrieben werden. — I der Tonkunst bezeichnet C einen Ton und bei manchen Tonwerkzeugen den Anschläger oder das Griffbrettchen, wodurch dieser Ton angeschlagen wird; bei der Glockenwalze diejenige Glocke, welche diesen Ton angiebt  Auch dient es beim Zählen häufig zur Bezeichnung statt des Zahlzeichens 3.
5522 Zeichen · 50 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    C

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    C Was hier über den buchstaben c bemerkt werden soll, betrifft nur das einfache c; ch, so wie sch werden bequemer bei h …

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    C

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther)

    C s. K u. S

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    C

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    C , der dritte Buchstab des Deutschen Alphabetes, von welchem verschiedenes zu bemerken ist, welches sich am füglichsten…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    c

    Goethe-Wörterbuch

    c , C 1 als Laut: in dem frz Rebus ‘M. 100 C. C.’ (= aime sans cesser) 1) B8,374,24 CarlAug 23.5.88 2 als (dritter) Buch…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    C

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    C , der 3. Buchstabe des röm. Alphabets und aus diesem in alle neueren Alphabete übergegangen; als Zahlzeichen C = centu…

  6. modern
    Dialekt
    C

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    C s. K oder Z .

  7. Latein
    C

    Lex. musicum Latinum · +2 Parallelbelege

    B , b C (♮) ,   () I. Markierungspunkt in Mensuren II. Tonbezeichnung III. Vortragsbezeichnung IV. Kennbuchstabe für …

  8. Spezial
    c

    Ladinisch-Deutsch (Mischí) · +3 Parallelbelege

    c m.inv. ‹mus› C n. (Ton der absoluten Tonleiter).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit c

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Keine Komposita gefunden — c kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.