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ae. bis spez. · 21 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Bild

Bd. 1, Sp. 1014
Das Bild, des -es, plur. die -er, Diminutivum Bildchen, plur. Bildchen und Bilderchen, die Gestalt eines Körpers und deren Vorstellung oder Nachahmung. 1. So fern dieses Wort die Gestalt einer Sache bedeutet, ist dasselbe größten Theils veraltet. Ehedem aber war es in dieser Bedeutung sehr häufig. S. die Anm. Doch sagt man auch noch: im Winter fällt die Natur unter einem drohenden, schrecklichen Bilde in die Augen. 2. Die klare Vorstellung eines sichtbaren oder als sichtbar gedachten Gegenstandes. 1) In der weitesten Bedeutung, eine jede klare oder sinnliche Vorstellung. Der Traurige liebt alle die Bilder, die seine Leidenschaft nähren. Die fürchterlichsten Bilder schreckten seine Einbildungskraft. Homers Werke sind die Quelle geworden, woraus so viel nachfolgende Dichter Bilder und Ideen geschöpft haben. Sich ein dunkles Bild von etwas machen. 2) In engerer Bedeutung, die sichtbare Vorstellung eines Gegenstandes, und zwar so wohl die Vorstellung desselben durch Linien und Züge, als auf einer erhabenen Fläche. Ein gemahltes, ein geschnitztes Bild. Ein wohlgetroffenes Bild. Bilder anbethen. Im gemeinen Leben gebraucht man dieses Wort sehr häufig von einer jeden gezeichneten, gemahlten und in Kupfer gestochenen Vorstellung einer Sache. In der edlern Schreibart sind dafür Zeichnung, Gemählde u. s. f. üblich. Doch sagt man auch in dem höhern Style. Das Bild der Freyheit. Die Ehrfurcht drückt sein Bild mit Thränen an die Brust. S. auch Bildniß. In der Wapenkunst werden die gemeinen Figuren eines Wapens, welche entweder aus der Natur oder aus der Kunst hergenommen sind, Bilder genannt, im Gegensatze der Heroldsfiguren. Bey den Webern heißt ein jedes Gewebe, das eine Figur hat, und nicht gerade durch in Kette und Einschlag wie[] Tuch geht, ein Bild. Daher, in das Bild wirken, solche Figuren in ein Gewebe wirken. Von der Vorstellung einer Sache auf einer erhabenen Fläche, d. i. von gegossenen, geschnitzten, gebauenen Bildern u. s. f. wird Bild heut zu Tage wenig mehr gebraucht; obgleich diese Bedeutung noch in Bildhauer, Bildgießer, Bildner, Bildstuhl u. s. f. geblieben ist. 3) Die Ähnlichkeit, und diejenige Sache, welche der andern ähnlich ist, nicht nur an der äußern Gestalt, sondern auch an innern Eigenschaften; das Ebenbild. Lasset uns Menschen machen, ein Bild das uns gleich sey, 1 Mos. 1, 26. Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn, V. 27. Adam zeugete einen Sohn, der seinem Bilde ähnlich war, 1 Mos. 5, 3. Sie ist das leibhafte Bild ihrer Mutter. Du blaue Viole, du Bild des Weisen, du stehest bescheiden im niedrigen Grase, Geßn. S. Ebenbild. 3. Eine Person oder Sache selbst, besonders in Rücksicht auf ihre Gestalt. So sagt man zuweilen im gemeinen Leben, ein schönes, ein häßliches Bild, für eine schöne, eine häßliche Gestalt oder Person. Noch mehr in den Zusammensetzungen. Hierher gehören auch die, ein Mannsbild, Frauenbild, Weibsbild, für Mannsperson, Frauensperson, Weibsperson. S. diese Wörter. Einige Neuere haben auch Urbild für Original einführen wollen; allein das scheinet der eigentlichen Bedeutung des Wortes Bild völlig zuwider zu seyn. S. Urbild. Anm. Bild, Nieders. Beld, bey dem Isidor Bilidu, bey dem Ottfried Bilid, bey dem Kero Pilid, Piladi, bey dem Willeram Bilide, bey dem Notker Pild, im Angels. Bilith, im Holländischen Beeld, im Dänischen Billede, und im Schwedischen Belaette, bedeutete ehedem, 1) eine jede Gestalt. Sin bilide ist alse des berges Libani, Willer. 2) Ein Beyspiel, Exempel, S. Beyspiel. 3) Ein Muster, Vorbild, oder Fürbild. 4) Ein Gleichniß. 5) Eine Nachahmung. 6) Den Schatten. Von welchen Bedeutungen bey dem Schilter Beyspiele vorkommen. Die ältesten Schreibarten dieses Wortes, so wohl in der Deutschen, als den verwandten Sprachen zeigen, daß dieses Wort ein zusammen gesetztes ist; vermuthlich von bey und dem alten Lete, das Gesicht, die Gestalt, so daß Bilete, oder Bild, eigentlich faciem adscitiam, wie es Ihre erkläret, bedeuten würde. S. Antlitz und Blitz. Wachter leitet die letzte Hälfte dieses Wortes von lassen, gleich machen, gleich sehen, andere von dem alten Lid, ein Glied, her. Im Oberdeutschen lautete der Plural ehedem auch Bilde, und an einigen Orten ist er noch üblich.
4234 Zeichen · 80 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    bildst. N. (a)

    Köbler Afries. Wörterbuch

    bild , st. N. (a) Vw.: s. bilethe*

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bild

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Das Bild , des -es, plur. die -er, Diminutivum Bildchen, plur. Bildchen und Bilderchen, die Gestalt eines Körpers und de…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Bild

    Goethe-Wörterbuch

    Bild Die hohe Gebrauchsfrequenz des Wortes (rund 3200 Belege) hat für die am stärksten belegte Bed, Bild als (vornehmlic…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Bild

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Bild . Es ist zunächst das individuelle und das allgemeine B. zu unterscheiden. Das individuelle B. ist die sinnliche Er…

  5. modern
    Dialekt
    Bild

    Bayerisches Wörterbuch · +8 Parallelbelege

    Bild Band 2, Spalte 2,802–805

  6. Sprichwörter
    Bild

    Wander (Sprichwörter)

    Bild 1. Aus den Bildern erkennt man den Maler. It. : Dal quadro si conosce il pittore. 2. Bilder sind der Laien Schrift …

  7. Spezial
    Bildn

    Dt.-Russ. phil. Termini · +4 Parallelbelege

    Bild , n изображение , ср [Darstellung]

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bild

810 Bildungen · 687 Erstglied · 100 Zweitglied · 23 Ableitungen

bild‑ als Erstglied (30 von 687)

Bildacker

SHW

Bild-acker Band 1, Spalte 841-842

Bildhauer

SHW

Bild-hauer Band 1, Spalte 841-842

bildsauber

SHW

bild-sauber Band 1, Spalte 841-842

bildschön

SHW

bild-schön Band 1, Spalte 841-842

Bildstock

SHW

Bild-stock Band 1, Spalte 841-842

Bildacker

PfWB

bild·acker

Bild-acker m. : FlN in NW-Lambr, urspr. wohl ein Acker bei einem Bildstock. Südhess. I 842 ; Schwäb. I 1111 .

bildære

BMZ

bild·aere

bildære , bildær stm. bildner, der sich zum ebenbilde von etwas macht, vorbild. N. 68,37. der innere bildær Trist. 6645. du bildær und exemp…

bildærinne

Lexer

bildærinne stf. diu unvernünftig pilderinne (virtus imaginaria), diu ze latein æstimativa haiʒt Mgb. 134,21. vgl. bildenærinne;

bildan

KöblerAe

bil·dan

bildan , sw. V. (1) Vw.: s. bieldan

Bildanbeter

Campe

bild·anbeter

○ Der Bildanbeter , des — s, d. Mz. w. d. Ez. der Anbeter eines Bildes, der das Bild der Maria, Jesu, eines Heiligen  abgöttisch verehrt (I…

Bildanbetung

Campe

bild·anbetung

○ Die Bildanbetung , o. Mz. die Anbetung, abgöttische Verehrung heilig gehaltener Bilder, (Iconolatrie); s. Bildanbeter auch Bilderdienst, B…

Bildausschnitt

LDWB2

bild·ausschnitt

Bild|aus|schnitt m. (-[e]s,-e) incadratöra (-res) f. ▬ den Bildausschnitt bestimmen incadré; definí l’incadratöra.

Bildband

FiloSlov

bild·band

Bildband , m альбом , м с репродукциями

bildbar

DWB

bild·bar

bildbar , quod fingi pingive potest, was gebildet werden kann.

bildbarkeit

DWB

bildbar·keit

bildbarkeit , f. die bildbarkeit neuer wörter hängt nicht von einer nüchternen regel, sondern davon ab, dasz sie zur rechten stunde in gebra…

Bildbeilage

FiloSlov

bild·beilage

Bildbeilage , f приложение , ср , иллюстрированное

Bildbericht

LDWB2

bild·bericht

Bild|be|richt m. (-[e]s,-e) documentar fotografich m. , sorvisc fotografich m.

bildchen

DWB

bild·chen

bildchen , n. imaguncula: ein metallenes bildchen. Lessing 8, 215 ; ein schönes zartes bildchen von siebenzehen jahren. ungr. Simplicissimus…

Bildchenverfertiger

GWB

bildchen·verfertiger

Bildchenverfertiger abfällig Leute, die den Künstler als Bildgensverfertiger zur Chronik ansehen, werden immer eine große Menge seyn AAJw 3,…

bild als Zweitglied (30 von 100)

Abbild

RDWB1

Abbild n копия, полное подобие, отражение, отображение

Mannsbild

RDWB1

Mannsbild n abwertend мужчина, мужик разг.

Trugbild

RDWB1

Trugbild n (kein Bezug zu "обман") мираж, фантазия

Weibsbild

RDWB1

Weibsbild n (kein Bezug zu "картина") (обычно) злая, сварливая баба

abbild

DWB

abbild , n. effigies, ein von etwas genommenes bild, das erfundne bild ist kein abbild, abbild verlangt ein vorbild, das vor dem bildenden s…

Afbild

MeckWBN

Wossidia Afbild n. Abbild Müll. Reut. 3 b .

altarbild

DWB

altar·bild

altarbild , n. effigies ante, pone aram: wie altarbilder stehen hohe unglückliche da. Herder.

anbild

DWB

anbild , n. imago, nnl. aanbeeld, schwächer als abbild, gleichsam erst das angelegte bild, das schwebende vorbild: verstand, wie der lyblich…

denkbild

DWB

denk·bild

denkbild , n. sinnbild, symbolum, signum. so dasz auf so kostbaren arbeiten ( porzellangefäszen ) noch kein würdiges und belehrendes denkbil…

ebenbild

DWB

eben·bild

ebenbild , n. effigies, ahd. ëpanpilidi, mhd. ëbenbilde, nnl. evenbeeld, von dem einfachen bild (2, 8. 9) dadurch verschieden, dasz das vorg…

ehrenbild

DWB

ehren·bild

ehrenbild , n. statua in alicujus honorem statuta: wormit hätte sonst Cloelia und Valeria ein zu pferde sitzendes ehrenbild erworben? Lohens…

Eßbild

BWB

Eßbild Band 2, Spalte 2,806

Fleißbild

BWB

Fleißbild Band 2, Spalte 2,806f.

Frau(w)e(n)bild

Idiotikon

Frau(w)e(n)bild Band 4, Spalte 1198 Frau(w)e(n)bild 4,1198

frauenbild

DWB

frau·n·bild

frauenbild , n. femina, wie weibsbild und wie mannsbild mas, nnl. vrouwebeeld. frawenbild femella. Dasypodius 330 b . schon das einfache 'bi…

Frugensbild

MeckWBN

Wossidia Frugensbild n. wie Frugensminsch Müll. Reut. 40 b .

fürbild

DWB

fuer·bild

fürbild , n. , s. vorbild. noch bei Nieremberger Ccc 4 d . bei Luther ursprünglicher, ohne abwerfung des auslautenden e, furbilde: wie ich d…

Fürbild

Idiotikon

Fürbild Band 4, Spalte 1198 Fürbild 4,1198

gegenbild

DWB

gegen·bild

gegenbild , n. bild im verhältnis zu einem andern bilde, und zwar in verschiednem verhältnis; seit dem 16. jh., ob von Luther gebildet? nl. …

Ableitungen von bild (23 von 23)

bebilden

MNWB

bebilden , swv. , trans. , mit bildlicher Verzierung versehen.

bilde

DWB

bilde , f. pl. bilden, jus, aequitas, gleichviel mit bill, was man sehe. häufiger erscheint das verneinende unbilde und unbill: dasz diese h…

entbilden

DWB

entbilden , deformare, wie das lat. wort doppelsinnig, 1 1) formare, gestalten: wo sich des vatern geist im sohn entbilden kann. Dan. v. Cze…

erbilde

BMZ

erbilde swv. 1. stelle mich als das abbild eines dinges dar. alsus soltu mit getultigeme lîdende und mit aller lîdender demuetikeit dich in …

erbilden

DWB

erbilden , effingere, exprimere, darstellen, bilden: ahd. ni ward si io in giburti, thiu io sulih wurti, in ërdu noh in himile, thiu iamer s…

Er=bildung

Campe

○ Die Er=bildung , Mz. die — en. 1) Die Handlung des Erbildens; ohne Mehrzahl. 2) Etwas Erbildetes oder Gebildetes, ein Gebilde. »Neue (Wort…

Gebild

Meyers

Gebild ( Gebildleinen ), gemustertes Leinengewebe (Jacquard) zu Tisch- und Tafeltüchern.

gebilde

DWB

gebilde , gebild , n. alte nebenform zu bild ( mhd. bilde), schon bei Williram kebilide imago Graff 3, 199 , alts. gebilithe imago gl. Lips.…

gebilden

Lexer

ge-bilden swv. BMZ sich als abbild eines dinges ( acc. ) darstellen Rul. ; ein bild hervorbringen ( Antichr. ), bilden, ûʒ den gebilde ich s…

Mißbild

Campe

Das Mißbild , — es, Mz. — er , ein verfehltes, sowol ein von der Schönheit als von der Ähnlichkeit abweichendes oder sich entfernendes Bild.…

Mißbilden

Campe

Mißbilden , v. trs . Mittelw. d. verg. Z. mißgebildet , fehlerhaft, sowol von der Schönheit als auch von der Ähnlichkeit abweichend bilden. …

Mißbildung

Meyers

Mißbildung ( Vitium primae formationis ), jede Abweichung von dem normalen Entwickelungsgang eines Keims zum reisen Individuum. Im Tierreich…

unbild

DWB

unbild , unbill , n. f. m. da bild und unbild, billich und unbillich, unbillen, unbillichen in vielfachen übergängen und zwischenstufen, vom…

Unbilde

Adelung

* Die Unbilde , plur. die -n, ein gleichfalls nur im Oberdeutschen übliches, im Hochdeutschen aber ganz fremdes Wort, Unbilligkeit, Unrecht …

Unbilden

Pfeifer_etym

Unbilden Plur. ‘Unannehmlichkeiten, Beschwernisse’. Zugrunde liegt der heute nicht mehr gebräuchliche, aber noch im 19. Jh. belegte Sing. Un…

unbildlich

DWB

unbildlich , adj. adv. , mhd. unbildelich, unbiltlich bei myst. ( mnl. onbeeldelijc, -heit; vgl. bildlos, auch überbildlich): unbildelîche d…

unbildung

DWB

unbildung , f. , mangel an bildung ( th. 2, 23, 3; Kluge 54 a ) und deren gegentheil. noch nicht bei Campe, der nichtbildung bietet. as. unb…

urbild

DWB

urbild , n. , aus bild und ur- C 4 zusammengesetzt, im 17. jh. für archetypus, im ersten drittel des 18. jhs. für original, dann auch für id…

urbilden

DWB

urbilden , v. zum vorigen subst.; sequi exemplar, ex quo simile faciamus, aliquid primum fabricare, ut exemplum reliquis sit Stieler 150 . e…

urbildlich

DWB

urbildlich , adj. adv. zu urbild, m.; seit Campe verzeichnet a) zu urbild 1: man könnte jene ( natur ) die urbildliche (natura archetypa), d…

urbildung

DWB

urbildung , f. , ursprüngliche bildung. a) zu bildung 2: in der u. unsrer erde hat sie ( die meinung, unsre erde sei ein überbleibsel eines …

verbilden

DWB

verbilden , n. , substantivierter infinitiv zum vorigen ( nach nr. 3): so sammelte ich beispiele des bildens, umbildens und verbildens, womi…

verbildung

DWB

verbildung , f. umänderung, umformung, ursprünglich ohne tadelnde nebenbedeutung, commutatio speciei Stieler 150 . Steinbach (1734) 1, 107 ,…