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urbildlich

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

urbildlich adj. adv.

Bd. 24, Sp. 2390
urbildlich, adj. adv. zu urbild, m.; seit Campe verzeichnet a) zu urbild 1: man könnte jene (natur) die urbildliche (natura archetypa), die wir blos in der vernunft erkennen, diese aber ... die nachgebildete (natura ectypa) nennen Kant 5, 43 ak. ausg.; darum sagte ich dir eben, deine angebliche urbildliche welt scheine mir vielmehr nur die abbilder unserer wirklichen zu enthalten Solger Erwin 1, 139; Schelling I 4, 223; zuerst der mundus archetypus, die urbildliche welt in der göttlichen weisheit Windelband gesch. d. n. philosophie 12, 83; von Plato stammen die urbildlichen reinen formen Fr. A. Lange gesch. d. materialismus 95; vgl. K. Chr. Fr. Krause unter urbildgeschichtlich; dasz kein nachahmender strahl der urbildlichen schönheit des schöpfers unaufgefaszt sey ..., bewohnen sie thäler oder marmorne wasserkammern Wieland I 1, 431 ak. ausg.; Christus sei als geschichtliches einzelwesen zugleich u. gewesen D. Fr. Strausz 6, 29, 3, 22; 3, 49; Jesus, der vollkommene, urbildliche mensch K. v. Hase ges. w. 4, 126; beim urbildlichen ἱερὸς γάμος des Zeus C. A. Böttiger kl. schr. 1, 70; die urbildliche gattung der familie (urbild 1 f) Brehm thierl. (1890 ff.) 8, 223. hatte ich doch erst unbewuszt und aus innerm trieb auf jenes urbildliche, typische rastlos gedrungen Göthe II 11, 55 W.; das in ihm (Christus) das urbildliche vollkommen geschichtlich, jeder geschichtliche moment ... u. gewesen sei D. Fr. Strausz ges. w. 5, 22. b) zu urbild 2; originalität, urbildliche eigenschaft Kinderling (1795) 307. c) zu urbild 3/4 (vgl. urbildlich idealisch unter urbild 3): jenen dem Platon eigenthümlichen urbildlichen staat (idealstaat) Schleiermacher Platon 6, 31; die urbildliche tonsprache K. Chr. Fr. Krause briefe 1, 353; die fabellehre enthält die geschichte der urbildlichen welt (idealwelt) Novalis 2, 136 M.; nachdem wir nun die hellenische dichtkunst in ihrer urbildlichen vortrefflichkeit ... betrachtet haben Fr. Schlegel 5, 109 (vgl. 1); Schopenhauer 1, 78 Gr.; Schreyvogel II 2, 185. aber diese wahrheit ist bei uns mit scheine, das urbildliche ist mit dem perspectiven verbunden M. Mendelssohn 2, 339; liebe zur kunst, zum urbildlichen selbst Fr. Schlegel 3, 11; die freie region des urbildlichen de Wette Theodor 1, 156. adv.: im beschaulichen (wissen) ist dasselbe sein ausgedrükkt u., im betrachtenden abbildlich Schleiermacher III 5, 33. dazu urbildlichkeit, f. zu urbildlich a: Schleiermacher rettet ... die gottmenschlichkeit Christi durch den begriff der u. Vischer altes u. neues 3, 272; D. Fr. Strausz 5, 22. zu urbildlich c: alle poesie, welche sich durch allgemeinheit des geistes ... bis zur u. erhebt Fr. Schlegel jugendschr. 1, 311 M.; Solger Erwin 1, 109; die u. des klassischen alterthums (vgl. 1) Schelling I 7, 529. —
2791 Zeichen · 86 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Urbildlichadj, adv

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Urbildlich , adj . u. adv . 1) Dem Urbilde ähnlich, gemäß. 2) Gleich einem Urbilde, als ein Urbild.

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    urbildlich

    Goethe-Wörterbuch

    urbildlich [bisher nicht publizierter Wortartikel]

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Wortbildung

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Ableitung von urbildlich 3 Analysen

ur- + bildlich

urbildlich leitet sich vom Lemma bildlich ab mit Präfix ur-.

Alternativen: ur-+bild+-lich urbild+-lich

Keine Komposita gefunden — urbildlich kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

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Cotta, M. (2026). „urbildlich". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/urbildlich/dwb?formid=U13673
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Cotta, Marcel. „urbildlich". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/urbildlich/dwb?formid=U13673. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „urbildlich". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/urbildlich/dwb?formid=U13673.
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