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arbeiten

ahd. bis spez. · 27 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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31 in 27 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

arbeiten

Bd. 1, Sp. 234
arbeiten Rhfrk, Mosfrk dafür šafən; nur OMosfrk arwədə Kobl, May, Neuw; ārwə (E-) Siegld. [Vereinzelt ęrwədə May-Ochtend, Kobl-Rübenach; ęrfədə May-Gallenbg; arwətə Altk, Goar-Pfalzf, May-Saffig; ęrwətə Kobl-Kettig; rbədə Goar-Salzig; rwətən Trier-Beschd; arəwə Simm-Buch]. Dann im WMosfrk (Bitb) ōrbĭχtən (ar- Trier-Thomm). — Ausser dem Rip w. der Roer u. SNfrk, wo ‘wirken’ a. ersetzt (MGladb, Kemp hat a. selten, Geilk, Grevbr, Erk, Heinsb fast gar nicht) arbe·i.də uAhr, Linz, Köln, Düss-Gerresh Unterb, Waldbr, Wippf; arbē:də u. ęrbē:də (auch are-, erə-) sonst Rip, wobei die dem Rhein zunächst liegenden Kreise des LRip meist ę-, RRip und Berg a- (nur Sieg meist ę-) aufweisen. [Malm arbətən; Malm-Dürler arbĭχtən; Wippf-Offermannsh Rendenb ęrbĭjən; Lennep, Mettm arbī:də; Gummb-BNeustadt arwən; Gummb-Berghsn Mettm-Langenbg arbē·ə.n.] — Das Nfrk, wo nicht ‘wirken’ herrscht, arbe·i.ən Ruhr; ę- MGladb, Kref, SGeld, SMörs; Klevld ęrbāiə, –ē- schw.: I. intrans. 1. sich Mühe geben, abmühen, dahin wirken. a. allg. Die zwei a. op enen Hof. Er hät an mir gearbet ist in mich gedrungen, bes. bei Wahlen. Alles arbet für en Rip, Allg. Und so auch mit sachl. Subj. De Bom arbet wenn er beim Fällen schnell bis auf den Boden schlägt Rheinb-Wald. Der Deg ärbet gährt. Et Geld moss a. Zinsen tragen. Et ärbet mir em Lif, als wann ech 100 Deuvel em Buch hätt bei Kolik. Et arbet in mir Zorn, Groll steigt auf Rip, Allg. — b. beim Vieh, in Geburtsnöten sein Se ärbeit flott, de Koh fängt an te a. nur noch vereinzelt, Düss-OCassel, Mörs-Wallach, Rees-Brünen. — 2. eine angestrengte Tätigkeit üben mit bestimmtem Ziele. a. allg. Gelihrte on Osse a. mem Kopp Rip. He hät en geschlage Stond gearbet Rip. Wenn dat ken a. es, dann möch ech awer es wessen, wat dann a. es wenn diese meine Leistung nicht tüchtig ist Rip. Enem am Fell a. durchprügeln Grevbr-Wickr. Werke ohne ze a. Hauswart sein, der nur Aufsicht führt; betteln MGladb-Rheind. — b. Berufsarbeiten ausführen. Für enen, bei enem, an jet, op jet an a. Rip, Allg. Op der Bri a. bei den Kunden im Hause mit Beköstigung und Tagelohn, bes. vom Schuster und Schneider Eup. De ärbet met de Perd macht ländliche Arbeit. De ärbet ze Kölle am Rheng ist Sackträger, Rheinschürger Rip, Allg. — c. Sprichw. u. RA. zu I 1 a, 2: Dat ös all so in de Welt; wenn mer nit ärbeit, verdint mer ken Geld Mörs-Orsoy. Wen et Ä. opgebroch hät, hät et rösten nit verbo'n Mörs-Neuk. Well mer de Sing (Seinigen) met den Hängen ernähren, dann muss mer vill a. un wennig verzehren Köln. Wer nit ärbeit, soll och net esse Köln. We sech te Dösch sette well, mott geärbet han Nfrk. Wie ene ess, esu arbet e och Rip. We flöck iss, deiht och fl. a. Köln. Wenn de Sonn senkt no Weste. ärbeien de et meste Klev. Die Mensse, die et hardste ä., die wohne in de kleinste Hüskes Emmerich. Me soll bedde, als of mer all Dag störf, on a., als of me onse Herrgott net nüdeg hätt Dür-Gürzenich. Wen sech en Frau holt, für ze a. on en Gess för Melch ze gen, den os schif geweckelt Malm-Weywertz. Wer arbeit, es singes Luhnes wert. Wer arbeit met freschem Mot, de es rich met kleinem Got. Wer a. on gar nit fert (feiert), Loss un Kräfte bal verlert. Wer gern a. un winnig verzehrt, sich got en aller Welt ernährt Köln. Got Gescherr es half gearbet Sieg-ODollend. — Der Faule arbeit, dat e früs (kalt word Nfrk), on friss, dat e schweiss Köln, Verbr. De kann leter en der Schottel ä. Eusk-Eschw. Der hät sech ze Lebtag ken Bloder gearbet Rip. De arweit och en zwei Dag mih bi en enem Kobl-Bend. De werd alt möd, wann e ander Lück a. süht Köln. De mag net a., he kann sinne ege Schwet net rüke Nfrk, — de mag net dran plöcke MGladb. De arbet net geren, bloss des Morges un des Nummendäs nit, un des Näəts well he och noch sing Roh han Gummb-Drabenderh. Den on ä., dat sind er twe Nfrk. De hät je Gestell zom a. Wippf. De lött och de Domme a. Düss. Den kann gut sehn, wenn andere ä. Klev. De arbet twei Pause em Dag net gern Düss-Rating. Er arbet wie en agebonnen Oss Rip. Er spricht: Och, wat a.! Vam A. gont de (beste) Peerd kapot Nfrk, Allg. A. es wat för de Dummen un de Perd MülhRuhr. Vam Ä. es si Leve kene rich wuərde Rip. — Der Fleissige arbet as en Gewidder Gummb, — en Peərd Allg., — Möhlenperd Nfrk. Wer a. we en P., es och des Havers wert Köln. Die a., dat et so en Art hät. Er kann aber sich zuviel zumuten. De a wie e Perd hengerm Plog Rip, — en Dier am Pötz Sieg-Ruppicht, — wie doll, verröck, geck, well (wild) Allg. De a. sech noch kapot, sech zerbasch (zo baschten), sech dut on lebendeg, sech noch ze dut Rip, Allg. Wer sich dut arbeit, werd unger de Galge begrave Köln, Dür. Beter dot liggen as d. ä. Klev. De a. sech de Zong für de Mul Rip. Hei ä. sech noch et Fell van de Fengers Nfrk. De a. sech noch op de Hongk Rip. Er a., dat de Schwort kracht Trier. Bes. bei einer beschwerlichen A. kammer sich zum Schänzche dran a. Köln. Von einer Frau, die nie fertig wird: De ä. sech dut en em Mossedöppe Rheinb-Meckenh, — en er Nosschal Köln. Ironisch: De arbeits wie en Dier, äver en Gess deht jo net vell Sütztal. — Wer unter grossem Getue sich zur A. anstellt: Du hes vill geschaff on winnig gearbet Sieg-Ägid. — Wer vergeblich a., de a. für de Katz, de Stutz, de hellige Crispinus, de Kaiser, de Preuss, de Köttele, de Mon, nüs on widder nüs (s. d. W.). Er a. sich zur Porz erus geht in s. Geschäft zurück Köln-Widdersd. Er a. sech noch us Hus on Hof MüEif. — Ohne Überlegung a. Ohne Överleg (Bedrag, Nobedat) a. Wer a. ohnen Overleg, blif allzick ander Lügge Knech Köln. We nit met dem Kopp a., de kann och sing Füss enpacken Waldbr-Wildbg. De a. zom Dollen eren Westerw, — in den Dollen drop Mörs, — dropan, droplos Allg., — en et Weld Aach, — in de Dag Mosfrk, — ent Honnert (bes et 1000 voll es), us dem 100 en et 1000 Schleid, — en et Bloe eren Allg., — vom Schlomp Kemp, — op gliche vill Aden, — blos mit de Knök Klev. De a. blöngk (blind) Kemp, — nit half on nit ganz Düss, — Hals üver Kopp Allg., — wie ne Geck Rip. Daher a. er ovenöver, brosselig, holwerig, ruddeleg usf. (s. d. W.). — II. trans. 1. mit sachl. Obj. Man kann Rip (u. allg.) sagen: Dat Feld han ech gearbet (meist be-); die Schohn hät der gearbet (meist gemach), aber selten; dagegen mit Adv. geläufig. Ech moss die Schohn noch rasch op Sick (Seite) a. zu Ende a. Dat Kled häste got gearbet. Auch, wenn das Pron. Neutr. Obj. ist: Wat arbetste do? Dat han ech gearbet (doch tritt auch hier meist ‘tun, machen, schaffen, wirken’ ein). — Im Bes. Den Deg a. on wirke kneten und formen Neuw-Notschd. — 2. mit persönl. Obj., z. B. mit der Grundbedeutung I 1. Enen an de Bröhd a. in schwierige Lage bringen Eusk-Dirmerzh. Enen vom Flesch a. töten ebd. Enen us dem Verdens a. bringen Rip. De hät den an de Boddem (dernidder) geärwet zu Boden gerungen Altk-Birken. — Obj. ist das Pron. pers. (reflex). Er hät sech derdurchgearbet die Schwierigkeiten überwunden, derlangs gearbet vorbeigefuscht, — eren gearbet in Schwierigkeiten, — henger widder g. sich erschöpft, — durch de Mur g. die Mauer durchbrochen zur Flucht Rip, Allg. Eich were mich doch net selwer en Jucht a. in Angst Kobl-Bend.
7183 Zeichen · 219 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    arbeitensw. v.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    arbeiten sw. v. , mhd. nhd. arbeiten; mnd. arbe i den, mnl. arbeiden; afries. arbeida; an. erfiđa; got. arbaidjan. — Gra…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    arbeitenstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +7 Parallelbelege

    arbeiten stn. anstrengung. des wart ir arbeiten verre dester mê Nib. 334,2. var. ir starkeʒ arbeiten Nib. 370,4. der fro…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Árbeiten

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Árbeiten , verb. reg. I. Neutrum, mit haben, seine Kräfte anstrengen, lebhaften Gebrauch von seinen Kräften machen. 1. I…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    arbeiten

    Goethe-Wörterbuch

    arbeiten PartPrät ‘gearbeit’ Tgb 7.2.77 T1,68,9 v Jul 78 B3,66,16 A tätig, beschäftigt, produktiv sein 1 allg, im Rahmen…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Arbeiten

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Arbeiten des Schiffes , das heftige Stampfen und Schlingern eines Schiffes. A. des Holzes , Ausdehnung und Zusammenziehu…

  6. modern
    Dialekt
    arbeiten

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    arbeiten Band 1, Spalte 1,519–524

  7. Sprichwörter
    Arbeiten

    Wander (Sprichwörter)

    Arbeiten 1. Arbeite, als wolltest du ewig leben, und sei fromm, als solltest du diese Stunde sterben. – Egenolff, 76 b ;…

  8. Spezial
    Arbeiten, selbstständigesn

    Dt.-Russ. phil. Termini · +4 Parallelbelege

    Arbeiten , n , selbstständiges работа , ж , самостоятельная (учебная) → FiloSlov Arbeiten, eigenständiges, n → FiloSlov …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit arbeiten

80 Bildungen · 4 Erstglied · 71 Zweitglied · 5 Ableitungen

arbeiten‑ als Erstglied (4 von 4)

arbeitende

KöblerMhd

arbeit·ende

arbeitende , (Part. Präs.=)Adj. nhd. „arbeitend“ Q.: SGPr (1250-1300) (FB arbeitende), Mechth E.: s. arbeiten (1) W.: s. nhd. arbeitend, Adj…

arbeiten als Zweitglied (30 von 71)

abarbeiten

DWB

abar·beiten

abarbeiten , laborando consumere, durch arbeit wegschaffen: das grobe, einen ast abarbeiten. eine schuld mit seiner arbeit bezahlen: einen v…

anarbeiten

DWB

anarbeiten , adjungere, den schustern, die sohlen ans oberleder anarbeiten.

aufarbeiten

DWB

auf·arbeiten

aufarbeiten , conficere, fertig arbeiten: bis ich aufgearbeitet hatte. Luther 5, 528 b . dann für aufbrauchen: der hungrige ruhte nicht, eh …

ausarbeiten

DWB

aus·arbeiten

ausarbeiten , elaborare, conficere, exercere, 1 1) weidmännisch, einen jagdhund ausarbeiten, jagdgerecht machen. 2 2) den fleischern, einen …

bearbeiten

DWB

bearbeiten , operam dare, elaborare, nnl. bearbeiden, 1 1) früher nur sich bearbeiten, sich mühen, befleiszigen, id agere: dasz i. maj. geru…

durcharbeiten

DWB

durch·arbeiten

durcharbeiten , 1 1. mit leiblicher oder geistiger anstrengung. etwas eifrig bearbeiten, laborando aliquid penetrare, conficere, diligenter …

einarbeiten

DWB

ein·arbeiten

einarbeiten , 1 1) labore compensare, durch arbeit beschaffen, einbringen: das läszt sich einarbeiten. ein vergessenes stück in den aufsatz …

erarbeiten

DWB

erarbeiten , labore acquirere, elaborare. 1 1) mhd. und irʒ dan kûme erarbeitent mit iuwerm sweiʒe. Berth. 131 . 2 2) nhd. wo mit hast du so…

fortarbeiten

DWB

fort·arbeiten

fortarbeiten , n. geringscheinende bemühungen, die aber durch anhaltsamkeit und beharrliches fortarbeiten bedeutende wirkungen hervorbringen…

gearbeiten

Lexer

ge-arbeiten swv. BMZ intr. in arbeit sein Rul. Mgb. 290,12. Chr. 1. 171,31 ; tr. durch arbeiten erwerben Gen. , mühe verwenden auf a.Heinr.

Ableitungen von arbeiten (5 von 5)

bearbeiten

DWB

bearbeiten , operam dare, elaborare, nnl. bearbeiden, 1 1) früher nur sich bearbeiten, sich mühen, befleiszigen, id agere: dasz i. maj. geru…

erarbeiten

DWB

erarbeiten , labore acquirere, elaborare. 1 1) mhd. und irʒ dan kûme erarbeitent mit iuwerm sweiʒe. Berth. 131 . 2 2) nhd. wo mit hast du so…

gearbeiten

Lexer

ge-arbeiten swv. BMZ intr. in arbeit sein Rul. Mgb. 290,12. Chr. 1. 171,31 ; tr. durch arbeiten erwerben Gen. , mühe verwenden auf a.Heinr.

verarbeiten

DWB

verarbeiten , n. , subst. inf.: wie man gold schlecht, zeuhet, spinnet, wircket, preget und was mehr zum goldreinigen und verarbeiten gehöre…

zerarbeiten

DWB

zerarbeiten , verb. , 1) trans. ( jünger als 2) durch arbeit entstellen, zerfurchen: ein nervöses, zerarbeitetes gesicht G. Hirschfeld mütte…