Eintrag · Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)
arbeiten
arbeiten
- allgemein: ›sich in körperlicher und psychischer Hinsicht anstrengen, abmühen‹, oft im aktiven Sinne zur Erreichung eines Zieles; bei Überwiegen dieser Nuance auch: ›zielbewußt auf etw. hinarbeiten, n
- ›etw. (z. B. eine Stadt), seltener: jn. (Personen als Herrschaftsträger, Personengruppen) militärisch bedrängen‹; im einzelnen: ›etw. / jn. belagern, beschießen, angreifen, stürmen‹
- ›Enthaltsamkeit, Andacht, Askese üben, sich kasteien‹; vereinzelt mit Übergang zu: ›den Todeskampf durchstehen‹
- ›jn. (auch: sich) quälen, plagen‹, mit offenem Übergang zu: ›jn. hinrichten‹.
- ›Wehen erleiden; gebären (von Menschen und Tieren gesagt)‹; mit ei als Obj.: ›(Eier) legen; (Eier) ausbrüten‹.
- allg.: ›zur Sicherung des Lebensunterhaltes tätig sein, einem Beruf nachgehen, arbeiten‹, meist für schwere körperliche Tätigkeiten (z. B. Bau-, Feld-, Handwerks-, Gruben-, Waldarbeit, auch die häusli
- ›etw. (z. B. ein Gut) erwerben, in Besitz nehmen; etw. (Waren) produzieren‹
- ›etw. bewirtschaften, nutzen‹; je nach Obj.: ›(ein Gut o. ä.) bearbeiten‹; ›etw. (z. B. eine Grube) betreiben, in Betrieb halten‹; ›etw. (z. B. Vieh) verwenden, gebrauchen‹; ›etw. (Materialien o. ä.)
- ›etw. in die Hand nehmen, behandeln, erledigen, ausüben‹; anzuschließen an 6; 7; 8.
- ›auf etw. einwirken, eine treibende Wirkung auf etw. haben‹, z. B. von Kräften oder von Medizin gesagt; ›aufgehen‹ (von Teig)