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Welt

mhd. bis spez. · 21 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
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33 in 21 Wb.
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8 von 16
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Welt

Bd. 4, Sp. 1478
Die Welt, plur. doch nur in einigen Bedeutungen, die -en, ein altes Wort von mehrern schwankenden Bedeutungen, und da zugleich die Abstammung dunkel und ungewiß ist, so bleibt dem Wortforscher nichts weiter übrig, als die verschiedenen Arten des Gebrauches[] nach wahrscheinlichen Gründen unter einander zu ordnen. Es bedeutet: 1. * Die Zeit und ein Theil derselben, ein Zeitalter, wie das Lat. saeculum; wo nicht die erste doch eine der ältesten Bedeutungen, in welcher es bey dem Ottfried, Notker u. s. f. häufig vorkommt. Worolt, worolti, saecula saeculorum Ottfr. Allo worolti, zu allen Zeiten. Da es denn auch wohl das Lebensalter eines Menschen bedeutete. Mina worolt nuzzo cinluzzo, ich werde mein Leben einsam zubringen, Ottfr. Doch in dieser ganzen Bedeutung ist es jetzt veraltet. 2. Die zu gleicher Zeit lebenden Menschen, und in weiterer Bedeutung, der Inbegriff aller zu einer und eben derselben Zeit existirenden zufälligen Dinge; eine eben so alte, noch jetzt gangbare Bedeutung, in welcher aber der Plural ungewöhnlich ist. Alt worolti ist dem Ottfried die Zeit des alten Testaments, und jungera worolti, die Nachwelt. Die heutige, die jetzige Welt. Die Vorwelt, die Nachwelt. Ein Mann aus der alten, oder nach der alten Welt. Er redet und denkt noch nach der alten Welt. Sich zum Dienst der Welt geschickt machen. Sie hat eben so geblühet, wie du; die vorige Welt sagt es uns, die nun schon der unsrigen Platz macht. Dahin auch die R. A. gehören: auf die Welt kommen, in die Reihe der zugleich existirenden endlichen Dinge wirklich werden. Ein Kind zur Welt gebähren. Jemanden in die andere Welt schicken, ihn des Lebens berauben. Sich mit Ehren durch die Welt bringen. 3. Eine Menge Menschen, und in weiterer Bedeutung, eine Menge von Dingen Einer Art, besonders von lebendigen Geschöpfen. Kaiser Albrecht sammelte eine große Welt zu einer großen Heerfahrt, der Pirnaische Mönch in Menkens Scriptor. Es folgte ihnen nach aufs Veld eine merkliche Welt, Tschudi. Eine Bedeutung, welche jetzt selten ist. Eine Welt von Geschäften und Bestimmungen liegt um den Menschen her. Die Körperwelt, der Inbegriff aller körperlichen Dinge. Die Geisterwelt. Die Oberwelt, die Unterwelt u. s. f. 4. Menschen überhaupt, besonders die Menge Menschen und Dinge um uns her; als ein Collectivum und ohne Plural. Was wird die Welt dazu sagen? Von sich weg in die Welt fliehen, aus der Einsamkeit in die menschliche Gesellschaft. Etwas öffentlich, vor den Augen aller Welt thun. Wer getrauet sich das vor dem Richterstuhle der Welt zu verantworten? Wenn das die Welt erfahren sollte. Werde ich nicht eigennützig und leichtsinnig in den Augen einer Welt seyn, die auf unsere kleinsten Handlungen Acht gibt? Weisse. Der Stolze würde trostlos seyn, wenn die Welt nur Einen Theil seiner Mängel sähe, Gell. Alle Welt, jedermann. Alle Welt weiß es, spricht davon. Das macht bey aller Welt gelitten. In alle Welt gehen, in die Ferne. 5. Menschen von einer gewissen Classe; auch als ein Collectivum und ohne Plural. Die gelehrte Welt, der Inbegriff der Gelehrten. Die junge Welt, junge Personen überhaupt. Die große Welt, die obersten Classen der bürgerlichen Gesellschaft. Wo die schöne Welt beym Spieltische sich sammelt, Gesn. Die schöne Welt fing an, die Ruhe zu verlassen, Zach. das schöne Geschlecht. Deine Bestimmung ist die große, die geschäftige Welt. 6. Practische Kenntniß der feinern Welt und ihrer Sitten, als ein Abstractum und ohne Plural und Artikel; eine der neuesten, nach dem Französischen monde geformte Bedeutung. Er hat Welt, gute Lebensart. Wenn sie nur mehr Welt hätte. 7. Die bürgerliche Gesellschaft, im Gegensatze der kirchlichen; auch ohne Plural. In der Welt bleiben, im Gegensatze des Klosterlebens. Aus der Welt gehen,[] die Welt verlassen, in ein Kloster gehen. 8. Der Inbegriff der mit einander verbundenen irdischen und sinnlichen Dinge, im Gegensatze der geistlichen und ewigen; besonders in der Bibel und Theologie, auch ohne Plural. Die Welt lieben. Die Welt hassen. Der Welt absterben. 9. Irdisch oder sinnlich gesinnte Menschen: eine gleichfalls biblische Bedeutung, wo es als ein Collectivum gleichfalls keinen Plural leidet. Die Welt liegt im Argen. Die blinde Welt, verblendete sinnliche Menschen. 10. Der Erdkörper und die darauf befindlichen Dinge. Die vier Theile der Welt. Bis an das Ende der Welt reisen. Die Welt umsegeln. Eine Reise um die Welt. Ingleichen eine Hälfte desselben. So pflegt man die drey von Alters her bekannten großen festen Länder der einen Halbkugel die alte, Amerika aber die neue Welt zu nennen. Du führst in deinen Schiffen einen Feuerfunken, Der beyde Welten frißt, Raml. Ingleichen eines dieser großen festen Länder, ein Welttheil. Ein Prinz aus einer andern Welt, der unsere Europäische Welt will kennen lernen. Da er sich mit entschloßner Seele zweyen Welten Allein entgegen warf, Raml. 11. Ein Himmelskörper, und in weiterer Bedeutung, ein System in einander gegründeter Himmelskörper; mit dem Plural. Die Mehrheit der Welten, d. i. solcher in einander gegründeter und von Wesen bewohnter Systeme. Der Raum zwischen den Welten. Ernsthaft schauet auf uns der majestätische Himmel Mit seinen zahllosen Welten herab, Giesecke. 12. Der ganze Inbegriff aller vorhandenen endlichen Dinge. In diesem Verstande ist Welt eines der allgemeinsten Collectiven, welches alles endliche, was ist oder gewesen ist, in sich begreift. Gott, die Seele der Welt, der Schöpfer der Welt. Die beste Welt. Bis an der Welt Ende. 13. Endlich wird dieses Wort im gemeinen Leben auch häufig als ein verstärkender Ausdruck gebraucht. Das geschiehet in der Welt, in aller Welt nicht, schlechterdings nicht. Unsere Sache ist auf dem besten Wege von der Welt. Womit kann ich ihnen dienen? Antw. Mit nichts auf der Welt, mit gar nichts. Ich lasse mir alles von der Welt gefallen, schlechterdings alles, alles ohne Ausnahme. Das begreife ich doch in aller Welt nicht, auf keine Weise. Aller Welt Reichthum, aller Welt Schande, der höchste Grad. Ich habe hier auf der Gottes Welt nichts zu thun, gar nichts. So wie in aller Welt ein gewöhnlicher Ausdruck der Verwunderung ist. Anm. Das Wort lautet von den frühesten Zeiten an, sowohl im Deutschen als den verwandten Sprachen, Werolt, Worolt, Weralt, daher noch das Schwed. und Holländische Werld und Engl. World. Aus dieser alten Form erhellet, daß dieses Wort entweder ein abgeleitetes oder ein zusammen gesetztes ist, dessen beyde Bestandtheile wer und olt oder alt lauten. Auf diesem Wege haben denn auch die meisten Etymologen die Abstammung dieses Wortes gesucht. Wachter hält die erste Sylbe für das alte Wer, Vir, ein Mann, Mensch, und die zweyte für Old, das Alter, und siehet folglich die Bedeutung des menschlichen Alters als den Stammbegriff an; aus welchem sich aber die übrigen nicht anders, als sehr gezwungen und unanalogisch, herleiten lassen. Leibnitzen war die Bedeutung des Erdkörpers der Stammbegriff, daher leitete er es von wiren, Wirbel, Lat. gyrare, umdrehen her. Nur Schade, daß das Wort zu einer Zeit und bey Menschen üblich geworden, da man von der Bewegung der Erdkugel um ihre Achse[] sich gewiß noch nichts träumen ließ. Frischen ist der Begriff der Zeitdauer der ursprüngliche, daher er es von währen, durare, abstammen läßt. Allein für einen Stammbegriff ist dieser Begriff zu abstract, ist auch bey weitem nicht der herrschende. Wenn man alle Bedeutungen dieses Wortes aufmerksam betrachtet, so siehet man bald, daß der Begriff der Menge der herrschende ist, der in allen hervor sticht, nur daß er immer auf andere Art modificiret ist. Dieß scheinet mir daher auch der Stammbegriff zu seyn, daher ich die erste Hälfte von wiren, weren, wirren ableiten würde, so fern es der nachgeahmte Laut einer beweglichen Menge ist, welcher Begriff auch in verwirren hervor sticht. Die letzte Sylbe ist entweder eine veraltete Ableitungssylbe, wie in Herold, oder auch ein eigenes längst veraltetes und folglich unbekanntes Wort. Wenn aber Werelt in das heutige Welt zusammen gezogen worden, läßt sich nicht genau bestimmen. Vermuthlich ist es aus dem dunkeln Bewußtseyn geschehen, daß die neuern Bedeutungen dem Wurzelbegriffe nicht mehr angemessen sind, daher man die Abstammung durch die Zusammenziehung mit Fleiß unkenntlich gemacht, welches auch der Fall mit Beicht, Braut u. a. m. ist. In dem Lat. mundus, die Welt, dessen Gleichlaut mit mundus, rein, gewiß nur zufällig ist, und zwar eben so zufällig, als zwischen dem Griech. κοσμος, die Welt, und κόσμος, Schönheit, Schmuck, scheinet die Menge gleichfalls der herrschende Begriff zu seyn, indem es von der Wurzel mein, in gemein, und selbst in Menge abzustammen scheinet. Ulphilas verwechselte die gleichlautenden Griechischen Wörter, und übersetzte daher κοσμος, die Welt, durch Fairghus, gleichsam schöne Wohnung. Übrigens ist dieses Wort in den neun ersten Bedeutungen am ältesten, besonders so fern sie mit dem Lat. Saeculum überein kommen, welches die alten Schriftsteller allemahl durch worold übersetzen. In der Bedeutung des Erdkörpers ist es neuer, indem man dafür andere Wörter hatte, z. B. das im Isidor befindliche Mittingard, im Tatian Mittiligart, in dem alten Gedichte auf den h. Anno Merigarten, bey dem Ulphilas Midjuogard, im Angels. Middanarde; vermuthlich, weil man die Erdkugel für den Mittelpunct des Weltgebäudes hielt.
9295 Zeichen · 143 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    WËLT

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    WËLT s. WËRLT unter WËR.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    weltf.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    ~welt, f. , disse s. (ebd. 2, N 1 v).

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Welt

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Welt , plur. doch nur in einigen Bedeutungen, die -en, ein altes Wort von mehrern schwankenden Bedeutungen, und da z…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Welt

    Goethe-Wörterbuch

    Welt [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Welt

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Welt (vom altdeutschen Weralt, ursprünglich das Menschenalter, saeculum ), bezeichnet alles Seiende, od. das Weltall, da…

  6. modern
    Dialekt
    Wëlt

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Wëlt [Walt fast allg.; Wælt Str. W. ] f. 1. Welt. Uf ( in Co. ) d W. kumme n geboren werden U. Uf d W. setze n meist ver…

  7. Sprichwörter
    Welt

    Wander (Sprichwörter)

    Welt 1. A Wearelt as trinj üsch'n Hingsthaad, man egh üschen Pankuuk. – Johansen, 29. Die Welt ist rund wie ein Pferdeko…

  8. Spezial
    Welt, äußeref

    Dt.-Russ. phil. Termini · +10 Parallelbelege

    Welt , f , äußere мир , м , внешний

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit welt

850 Bildungen · 810 Erstglied · 30 Zweitglied · 10 Ableitungen

welt‑ als Erstglied (30 von 810)

Weltekel

SHW

Welt-ekel Band 6, Spalte 449-450

weltfremd

SHW

welt-fremd Band 6, Spalte 449-450

Weltgeist

SHW

Welt-geist Band 6, Spalte 449-450

Weltgrisel

SHW

Welt-grisel Band 6, Spalte 449-450

Weltholz

SHW

Welt-holz Band 6, Spalte 449-450

Weltkarte

SHW

Welt-karte Band 6, Spalte 449-450

Weltkrieg

SHW

Welt-krieg Band 6, Spalte 449-450

Weltkugel

SHW

Welt-kugel Band 6, Spalte 449-450

Weltlauf

SHW

Welt-lauf Band 6, Spalte 449-450

Weltteil

SHW

Welt-teil Band 6, Spalte 451-452

welt

KöblerMhd

welt... , . Vw.: s. werlt...

weltabgelegen

DWB

welt·abgelegen

weltabgelegen , adj. , wie weltabgeschieden (2): das weltabgelegene waldumschattete liebliche Kniebisbad Rippoldsau im Schwarzwald Joh. Proe…

weltabgeschieden

DWB

welt·abgeschieden

weltabgeschieden , adj. , verdeutlichend zu abgeschieden ( s. teil 1, 47) gebildet. 1 1) ' weltfern ' ( zu welt II A 2 c): die klausner wohn…

weltabgewandt

LDWB2

welt|ab|ge|wandt adj. dalunc dal monn, destaché dal mon, dalunc dala realté.

Weltabgrund

Campe

welt·abgrund

◬ Der Weltabgrund , — es , o. Mz . der unermeßliche Raum, in welchem die Welten schweben, als ein unergründlicher Abgrund gedacht. »Der eine…

weltabrüstung

DWB

welt·abruestung

weltabrüstung : deutsche ... abrüstung als ausgangspunkt für die weltabrüstung Stegemann weltwende (1934) 258 ;

weltachse

DWB

welt·achse

weltachse , f. , ndl. wereldas, dän. verdensakse, norw. -axe, schwed. världsaxel, ' eine linie, welche man sich durch den mittelpunct der er…

weltacker

DWB

welt·acker

weltacker : der von diesem welt-acker abgeschelte ( gestorbene ) mensch E. Francisci letzte rechenschafft (1681) 820 ;

Weltadel

Wander

welt·adel

Weltadel Weltadel ist Geldadel. – Dietrich, I, 862.

weltaffe

DWB

welt·affe

weltaffe , m. 1 1) ' weltling ' ( s. welt II A 2 sowie unter den kompos.-typen A 1 b α ββ ); so vereinzelt im älteren dt.: sît pêbste, bisch…

weltall

DWB

welt·all

weltall , n. , verdeutlichende bildung zu all ( s. teil 1, 214), die um die mitte des 18. jhs. üblich wird und — unter dt. einflusz ( s. Hel…

weltalt

DWB

welt·alt

weltalt : den weltalten benebelten morast Hermes Sophiens reise (1769) 4, 182 ; die philosophie leidet unter dem weltalten wahn K. Bonus v. …

weltalter

DWB

welt·alter

weltalter , n. , dän. verdensalder, schwed. världslder; zu vergleichen ist ferner engl. world-age, das wohl dem dt. kompositum nachgebildet…

weltanders

DWB

welt·anders

-anders : das war so fremd und neu, war so weltanders Eb. König Thedel v. Walmoden (1926) 112 ;

welt als Zweitglied (30 von 30)

Fachwelt

RDWB1

Fachwelt f (kein Bezug zu "мир") специалисты, учёные, эксперты

Úmwelt

Campe

◎ Die Úmwelt , Mz . u. die umgebende Welt, die Welt um uns her. Fern von den begegnenden Blicken der Umwelt . C.

Unterwelt

RDWB1

Unterwelt f загробный мир übertr. уголовный мир, преступный мир

afterwelt

DWB

after·welt

afterwelt , f. nachwelt. es wird die afterwelt nur meinen fall beschreiben, und was ich guts gethan schaut nicht das tagelicht. Hoffmannswal…

drētwelt

KöblerMnd

drētwelt , Adj. Vw.: s. drētwelet*

erwelt

MWB

erwelt Part.-Adj., zu erweln. 1 ‘ausgesucht, auserlesen, besonders hervorstechend’ 2 ‘(vor anderen) ausgezeichnet, auserwählt’ , vor allem i…

geisterwelt

DWB

geist·erwelt

geisterwelt , f. die welt der geister ( vgl. geist 29, f. g ): ein wesen fehlte noch, dem gott sich zeigen kan. gott blies, und ein begrif (…

gewelt

KöblerMnd

gewelt , N., F. Vw.: s. gewelde (2)

Guckindiewelt

Pfeifer_etym

gucken Vb. ‘sehen, blicken, hervorsehen’, umgangssprachlich gegenüber gehobenem schauen, das allerdings im Südd. normalsprachlich verwendet …

Kickindiewelt

Wander

Kickindiewelt Ein Kîkindiewelt. – Dähnert, 295 b . Ein junger Mensch ohne Erfahrung, der aber doch mitreden will.

körperwelt

DWB

koerper·welt

körperwelt , f. die welt der körper, die sinnliche welt, im gegensatz zur geister- oder geisteswelt. Adelung : doch die unversöhnte göttin, …

mî grûwelt

MNWB

mî grûwelt ( vȫr, auch mit abhäng. Infinitiv und tô ) mir graut, ich empfinde Grauen.

nachwelt

DWB

nach·welt

nachwelt , f. 1 1) in zukünftiger zeit lebende menschheit, überhaupt ein kommendes geschlecht oder zeitalter; gegensatz zu welt, vor- und mi…

oberwelt

DWB

ober·welt

oberwelt , f. die obere welt, die erde, im gegensatze zur unterwelt Stieler 2493 : bis sie der oberwelt töne faszte. Ramler 1, 35 ; drum hab…

sündenwelt

KöblerMnd

sünden·welt

sündenwelt , F. nhd. „Sündenwelt“ E.: s. sünde, welt W.: s. nhd. Sündenwelt, F., Sündenwelt, DW 20, 1157? L.: MndHwb 3, 608 (sündenvlôt/sünd…

ungetwēlt

MNWB

ung·e·twelt

° ungetwēlt , adj. : nicht mit Zwillich gefüttert , „ noch iij witte ornaet, ij ghetwelt vnd 1 vnghetwelt ” (Rost. Beitr. 5, 391).

unterwelt

DWB

unter·welt

unterwelt , f. : nl. onderwereld; dän. underverden; schwed. underverlden; engl. underworld. im 16. jahrh. ( Hutten ) vereinzelt vorkommend, …

vertwelt

KöblerMhd

vert·welt

vertwelt , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. vertwelet

verwelt

Idiotikon

ver·welt

verwelt Band 15, Spalte 1138 verwelt 15,1138

vorwelt

DWB

vor·welt

vorwelt , f. , vgl. nachwelt teil 7, sp. 230 und mitwelt teil 6, sp. 2430, alle drei bildungen der neueren sprache, von denen mitwelt die jü…

ūserwelt

Idiotikon

ūserwelt Band 15, Spalte 1137 ūserwelt 15,1137

ūtvorwelt

KöblerMnd

ūtvorwelt , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. ūtvörwēlet*

ūzerwelt

KöblerMhd

ūzerwelt , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. ūzerwelet*

Ableitungen von welt (10 von 10)

erwelt

MWB

erwelt Part.-Adj., zu erweln. 1 ‘ausgesucht, auserlesen, besonders hervorstechend’ 2 ‘(vor anderen) ausgezeichnet, auserwählt’ , vor allem i…

erwelte

KöblerMhd

erwelte , sw. M. Vw.: s. erwelete*

gewelt

KöblerMnd

gewelt , N., F. Vw.: s. gewelde (2)

geweltlich

KöblerMhd

geweltlich , Adj. nhd. imstande seiend, Gewalt habend Hw.: vgl. mnl. geweldelijc E.: s. ge, weltlich W.: nhd. DW- L.: Hennig (geweltlich)

unwelt

DWB

unwelt , f. , ungeordnete, schlimme welt (un IV B); vgl. miszwelt, beides gelegenheitsbildungen: daraus entsteht die verwirrung, die u. und …

unweltlich

DWB

unweltlich , adj. , nicht weltlich. überirdisch: der natur unweltlicher zauber Baggesen 1, 5 . unweltläufig: Fr. Creuzer an K. v. Günderode …

urwelt

DWB

urwelt , f. , welt mit ur- C 4 c. von Campe als neubildung verzeichnet, doch schon von Kramer (1702) 2, 1315 b als syn. mit vorwelt angeführ…

urweltlich

DWB

urweltlich , adj. adv. , der urwelt angehörig, nach art der urwelt. noch nicht bei Campe. vgl. urvorweltlich. nach urwelt 1: ein urweltliche…

verwelt

Idiotikon

verwelt Band 15, Spalte 1138 verwelt 15,1138

WELTE

BMZ

WELTE ? swv. man mac mit ir (der welte) wol tûschen unde welten MS. 2,122. a. gehört wohl zu ich walte.