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wē²k

mhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
7 in 5 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
19
Verweise raus
31

Eintrag · Westfälisches Wb.

wē²k Adj.

Bd. 5, Sp. 1228
wē²k Adj. [verbr.] 1.1. nicht hart oder fest, sondern einem Druck leicht nachgebend; so beschaffen, dass ein Verändern der Form leicht, mit geringem Kraftaufwand möglich ist. So wǟik at Bueter (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Wǟik gekoakte Aier (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). ’n weeken Käse (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). En wǟik Küssen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Dat Flǟis es noch nit wǟik (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Wǟik un wām sitten (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Do (auf diesem Bett) kass’e wǟik op liggen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Sagw.: Dei was schöün weik, saggte de Junge, doa harr hei statt ner Prume nen Schnal (Schnecke) eschluoaken (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Dat es en weik Küssen, saggte de Buer, doa har hei siek inn’en Kaudriet esatt (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). — 1.2. überreif (edelfaul) (Frbg.). — 1.3. nicht hart oder rau, sondern geschmeidig, sich schmiegsam, zart, seidig, wollig o.ä. anfühlend. Weyk as Sammet (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@FinnentropFi). Week as en Möllken (Maulwurf) (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@HalverHa). Wäik Fell (die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-Eickel@EickelWe). Dat Fell wöouk schloon verprügeln (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@BrakelsiekBr). — 1.4. vom Wasser: kalkarm. Dat Wāter es to’m Waschen nit wǟik genauch (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 2. nicht entschlossen, nicht energisch, sondern leicht zu beeindrucken, zu bewegen; empfindsam und voller Mitgefühl; nachgiebig. ’n wēk Gemoüte (Gemüt) (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe). Hä hïet en wǟik Heät (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Me matt iehme keine woike Suit giewen darf ihn nicht verzärteln (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm). Dat is so’ne Wēk’n der kann nicht viel Schmerzen ertragen (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WessumWe). — 3. (vom Wetter) mild, schwach, gelind. Wäiket Wier (Kr. BielefeldBie Kr. Bielefeld@GellershagenGh). — Sprichw.: Wäike Winter, fette Kiärkhüewe (Friedhöfe) bei mildem Winterwetter werden die Leute leichtsinnig und daher leichter krank (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr || mehrf.). — 4. (vom Loch im Eis) offen geblieben (Frbg.): Weike Stie (Kr. LübbeckeLüb Ho). ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 9,363: weich; HnVwb 4,584: weich. Zus.:→ appel~, biᵉr~, būk~, buᵉter~, dūnen~, flūm~, knē¹~, leªder~, lid~, mei~, mol~, muᵉde~, mūl~, plunder~, prūmen~, snutten~, winter~.
1818 Zeichen · 50 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    wek

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    wek s. wecke.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    wekAdj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    wek , Adj. nhd. wach, munter Hw.: vgl. mhd. wach (1) E.: s. mhd. wach, Adj., wach, wachsam, munter; s. mhd. wachen, sw. …

  3. modern
    Dialekt
    wek

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    wek -e- s. weich;

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wek

70 Bildungen · 63 Erstglied · 4 Zweitglied · 3 Ableitungen

wek‑ als Erstglied (30 von 63)

wē²kbekkesk

WWB

wē²k-bekkesk Adj. (von Pferden) empfindlich am Maul, Gebiss ( WmWb ).

Weke1

MeckWB

Weke 1 m. a. Spr. Flucht: 'wo he nicht hedde den weke genamen' (1540) Ro; 'vor my den weke hefft nemen moten' (1553) ebda. Vgl. 'Wich' D. Wb…

Weke2

MeckWB

Weke 2 m. a. Spr. Pfropfen aus Leinenfasern zum Offenhalten einer Wunde: linamentum 'ein Weke den men in de wunden steckt' Chytr. 352; 'make…

Wē²kebrō²d

WWB

weke·brod

Wē²ke-brō²d n. a) in Kaffee aufgeweichtes Brot. — b) für Krankheiten anfällige Person ( Hfd Go).

wekedēner

KöblerMnd

wekedēner , M. Vw.: s. wēkedēnære*

wekelinges

KöblerMnd

wekelinges , Adv. Vw.: s. wēkelinges*

wekelken

KöblerMnd

wekelken , Adv. Vw.: s. wēkelīken*

Wekelmekes

RhWB

Wekel-mekes -mēgəs Birkf-Idar m.: verächtl. zappeliger Mensch.

wekeln

RhWB

wek·eln

wekeln Rhfrk wēgələ, ein Intensivum zu wegen, Wend-Steinb , Birkf-Idar , Meis , Bernk-Gonzerath schw.: wackeln, trans. u. intrans.; de Gasch…

Wekelsdorf

Meyers

Wekelsdorf , Marktflecken in Böhmen, Bezirksh. Brannau, an der Mettau und der Linie Chotzen-Halbstadt der Österreichisch-Ungarischen Staatse…

weken

KöblerMnd

weken , st. F. Vw.: s. wēkene*?

weke(n)dêner

LW

weke(n)-dêner, ebdomadarius, septimanarius; -gelt, -lôn, Wochenlohn; -hêre, Priester, w. den Wochendienst hat; -penninge, solidi ebdomadales…

wekendēner

KöblerMnd

wekendēner , M. Vw.: s. wēkenedēnære*?

wekene

KöblerMnd

wek·ene

wekene , st. F. Vw.: s. wēkene*?

wek als Zweitglied (4 von 4)

haylhuwek

MWB

haylhuwek Adj. → hagelhuofic MWB 2 1224,52;

krǖzelwek

KöblerMnd

krǖzelwek , N. Vw.: s. krǖzewerk

mendwek

KöblerMnd

mendwek , N. Vw.: s. mēnedewerk

sāmikwek

KöblerAhd

sāmikwek , Adj. nhd. halblebendig, halbtot, hinfällig ne. half alive ÜG.: lat. semivivus Gl, T Hw.: vgl. as. sāmkwik Q.: Gl (nach 765?), T I…

Ableitungen von wek (3 von 3)

bewē²ken

WWB

be-wē²ken V. erweichen ( Sos SchmB ).

erwē²ken

WWB

er-wē²ken V. [verstr.] erweichen.

weke

DWB

weke , m. , s. weck teil 13, 2784.