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hauen

nhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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16 in 15 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

hauen

Bd. 3, Sp. 311
hauen Rhfrk uNahe ö. u. südl. Kreuzn-Boos Nussbaum Auen, ö. u. südl. Soonwald hāə, –- [Kreuzn-Niederhsn -E-]; n. davon bis ausschl. Simm-Schlierschd, einschl. Gehlw, ausschl. Gemünden -āu-, dann -au- [im -āu-Geb. auch Übergänge > -āw-, –w-, dau haibšt], dau haišt (hēšt), e hait (hēt), Part. gəhau; Mosfrk hǫ·u.ə(n), hā·ə.n (s. Frau) [Saarl hāuən, –ā-; doch innerh. einschl. Felsbg Altforw Berus -āw-; NOSaarl wie angrenzend Ottw hEən; Merz-Haustdt Honzr Reimsb Oppen -Ew-; dǫu hāušt u. in einem grösseren Teil haišt]; -ā- geht bis einschl. Saarl-GrHemmersd Siersd Fremersd, Merz-Ficking (ausschl.) Erbring Hargarten, dann n. davon hā·ə.n, dǫu hE:št [Bitb veralt. dou hā·i.χs, jetzt hE:χs, hEn hE:χt]; Wittl hā:wən; Kobl, May -ā:γ-; Prät. im Mosfrk (Rhfrk fehlend) hū:x, –ō:-, Conj. -ī:-, –ē:-, Part. gəhǫ·u.ən (usf.); Rip hǫ·u.ə, h·y.s, hE h·y.t [NWWesterw bis Sieg-Ägid hχs, hχ; Monsch hkt]; Imperat. hǫu (hǫx), Prät. hē:χ u. hō:x, Conj. -:- [Sieg-Fussh Indik. hē:f; OBerg -ī-, –ei-], Part. jəhǫ·u.ə; Eup ho·u.ə; Aach hǫ·u.wə, Prät. Eup he·i.f, Aach hǫ·u.wət; SNfrk hǫ·u.ə, h·y.ts, hE h·y.t, Prät. hē:f, –e·i.-, –ę·i.-, Part. jəhǫ·u.ə; Klevld hǫuə, Prät. hīf, Part. γəhǫuə st.: 1. in eigentl. Bed. a. mit einem schneidenden Instrument einen Hieb führen; sech en et Bein h. Allg.; im bes. α. Holz h.; mer gohn en de Bösch (Holz) h. Rip, Allg.; do, wo em Bösch gehauen es Lichtung Berg. RA.: Wo Hoult gehauen weard, göft et Spön (Späne) wie man in den Wald ruft, so schallt es wieder heraus; jede Rederei hat ihren Grund; man hüte sich, von Dingen zu reden, die nicht allg. bekannt werden sollen; Streitende gehen leicht zu Tätlichkeiten über; bleibe dort weg; wo gehauen weard, fallen Sp. Elbf, Allg. Ome us jen Spine (Spänen) h. jmd. in der Unterhaltung deckeln; in der Diskussion mundtot machen; einem Vorwürfe machen, ihn schelten Aach-Walh; ene en de Spän h. verleumden Rheinb-Meckenh. Hat (haut) net ze huh, da sprengt eich ke Spon an et Og! seid nicht hochmütig Bitb. E lett (lässt) sich ken Holt om Kopp h. lässt sich nicht alles gefallen MGladb. En Hauindatholt ein Grobian Ess. Wie gehaue, so geschanzt (Schanzen gebunden) wie verdient, so durchgebracht MGladb. Hean hot Holz h. gehurt er ahnt, dass er bald sterben werde Bitb-Geichl. He haut möt et gruəte Bil dren prahlt Kemp. Ija, Jung, nu mosste met an die long Heck h.! Sorgen des Ehestandes Kemp. Üver de Schnur h. die Gesetze übertreten (wie der Zimmermann beim Behauen der Balken) Allg. — β. den Mühlenstein h., schärfen, inwendig de Schneckkant (Schneidekante), auswendig de Höngerk. (Hinter-) Rip; de Leien (Schiefer) weren gehau mom Hommer behauen Mayf; der Bergmann haut hackt Allg. — γ. Getreide h., mit dem Sicht mähen Rip, Nfrk; im Rhfrk, Mosfrk mähen, aber Getreide mit der Korbsense beihauen; Gras, Klee wird allg. gemäht, aber in Rheinb, Eusk, Köln, Bergh, Grevbr, Jül auch gehaue (das Wort mähen fehlt hier); mer sen am Korn h. RA.: He häut Korn torkelt in seiner Bezechtheit Sieg-Menden. Wer net häut (ackert) em Mai, der häut och net em Bäu (Ernte) Köln-Poulh. — δ. Fleisch h., zerlegen, vom Metzger; ech moss bei dem Bur noch et Flesch h., aber mehr usenen h. Rip, Allg. — ε. mit einer schneidenden Waffe draufschlagen, verwunden; de hät mem Beil (met der Axt) (dren)gehaue, drop- Rip, Allg. RA.: De es mem Matheis Beil (mem Bömmel, Lappe, Sack) gehaue närrisch Rip, SNfrk. Dat es net gehaue on net gestoche (gesteiche, gesteəke) unklar, verschwommen in Wort u. Tat, weder gut noch schlecht, weder kalt noch warm; dat es gehaue wie gestoche kommt auf eins heraus Rip, Allg.; dat es got für gehauen on für gestouche zu vielen Dingen nütze MüEif; et es gehaue of geschlage es passt zwar nicht, aber es muss unbedingt sein; et mot do sen, et es geschl. of geh. Aach-Merkst, SNfrk. — ζ. mit der Haue, der Hacke h.; ech moss em Garde noch en bess-chen h. gohn; he dat Stöck moss ech noch h. aufhacken; mer gont Erdäppel h. Rip, Allg.; Erdäppel op Furre (Furchen) h. behäufeln Sieg-Sieglar Spich, MülhRh-Ensen Zünd. — η. von Tieren, das Wildschwein hat en gehaue die Hauzähne in ihn hineingehauen; de Katz häut mit der Kralle Allg. — b. von Instrumenten als Subj.; en Beil (Axt, Häp, Haue) haut got (net got, schlech), also nur von Hauinstrumenten Rip, Allg.; dat hächt be Matheis Beil Koch-Weiler. — c. (ohne schneidende Waffe) zuschlagen, dreinschl.; strafend schl. Allg. α. einen Gegenstand h.; beim Schmiede wird bei schwerer Arbeit över de Mau (Ärmel) gehaue, um dem Schlage mehr Schwung zu geben; en de Schrott h. ins Abfalleisen werfen Sieg-ODollend; die Sense h., dängeln, schärfen Düss-Buchholz, Lennep-Bliedinghsn Remschd. RA.: De Nagel op de Kopp h. die Wahrheit schlagend aussprechen Allg. Den Sack h. aufhören mit der Arbeit Neuw-Leubsd (s. Sack). Der Arwet än (eine) h. kräftig arbeiten Merz-Saarhölzb. Wej häwwen ons de Pröll (Gedärme) op de Lest (Schuhleisten) gehaue viel gegessen Emmerich. Op de Heck (Zapp) h. einen ausforschen Rip. Er heit in de Streich drischt nicht taktmässig Simm; en de Bredder h. lärmen, ordentlich schimpfen Dür-Gürzenich; en de Paun h. Lärm schlagen Schleid; dat es en de P. gehauen gebraucht Sol; en de Tromm (Trommel) h. das Heft in Händen haben Schleid (u. viele a.). — β. einen h., schlagen, prügeln; wart, ech h. dech; ech h. dir en; du kris se gehaue; die sen net vanenander ze h.; sich h.; se sen sech am h. bei einer Schlägerei; se h. sech em dubbele Dagluhn; enen schwarz on blo h.; enem blo Flecke (Ström) h. Rip, Allg.; enen mürf h. Kobl; mir nicks, dir nicks hot en gehau grundlos Koch, Allg. RA.: Irsch lecken, dann schmatzen, dann h. on kratzen in der Ehe Sol. Se woəren op h. en schloəhn aneine (aneinander) Eup. De heit wie en Ochs Trier. Hei krig (se) gehauen wie ene lere (lederner) Paiass Mörs; die han sech gehaue wie zwin Drescher, de Kesselläpper Rip, Allg. Et hat sech eine gehaue scherzh. es läutet zum Angelus May-Collig. Enen en et Salz h. verleumden Simm-Buch, Kobl, Ahrw-Bodend. Der Aprilsnarr holt in der Apotheke Haumichblau Allg. Kindersp.: Haumich on Petschmich gengen en de Garde; P. geng drus; wer blef dren? Antw. H. (oder umgekehrt); der Sprechende führt je nach der Antwort die in der Aufforderung liegende Exekution aus Rip, Allg. — Enem de (bläcke) Arsch h. Allg., — der Jack h. Monsch, — de Hucke voll h. Kref-Fischeln, Mörs; dem häwwe se örndlech dat Döppen voll gehauen Duisb. — Enen en de Fress (Schnüss, Plack, Kieve, Krente; s. d. W.) h.; enen op de Mul (de Arsch, et Brett, de Kopp, et Krütz, de Nöll, et Dach, Döppe, de Lüs Läuse; s. d. W.) h.; enen ower dat Jack (et Lif) h. Mörs, Neuss; enen en paar onger de Grane h.; enen öm de Uhre (de Löffele, de Lüs, de Sack) h.; enen für de Plat (de Kappeskopp, de Rüb, de Plümm, dat Maske) h. Allg. (s. d. W.). RA.: Ech h. der an (eine) uf de Speicher, dass der Keller wackelt! Westerw. Ich h. der of's Bläss, dass de dich streckscht! Kreuzn-Langenlonsh, — of de Kopp, dass de Plattfiess kriest wie e Gansert! Birkf-Idar, — in't Gesicht, dat de et Feier im Schweizerland gesiehscht! Saarl-Berus, — änt of de Schniss, dat der de Zänn korporalschaftsweis zum Ärsch rauskommen! ebd. Ek hau dech för dat Zifferblatt, dat dech de Wisers op half elf schnappen! Mörs, Rees. Ich hau der uf die Nas, dass die rot Brih spritzt! Kreuzn. Ech h. der en of de Backe, dat de se of der annere Seit greife kannst! Neuw. Di Vader het dech och ze vell op de Kopp gehaue, datste su wennig gewasse bös Sieg, Allg. E haischt et of de Kopp verschwendet das Geld Kobl-Niederbg. De sät nöcks (nichts), on wammer en met em Rifkoche op de Mul höch Sieg-ODollend; dem kammer met ene Klomp op de Mul h., da lach e noch net Jül-Linnich. Ech h. dech en de Nacke, we mer e Kneng (Kanin) häut! Bergh-Blatzh. Enen en de Dreck h. Allg. Me kann em met em Klomp droph., äs e dat de Mul opdeht Jül-Röding. Schläh misse mir Weibsleit han; awer die Mannskerl brauche net grad drof se h. wie e Vieh Hunsr. Hau mär drop, et es ene Jüdd! Aach. De häut dren wie en alt Iser Schleid. — Ech h. dech jetz, datste de Lappe verliersch! Rip, Allg., — de Lennen (Lenden) verlerst! Wittl-Binsf, — sprengst! Allg., — dech üverschlehs! Rip, Allg., — dech schibbels (scheiws, drolls, kegels, knöngels, korwels, kugels, porzelst, rollst, dummels, tirvels, turvels, wenzelst, zwirwelst! usf., s. d. W.), — gej tümmelt Klevld, — de dech sackst! Saarl-Dilling, — dech kuəls on wänzels! Kobl-Rübenach, — iwer Kapp (Kopf) on Orsch drolls! Trier-Waldrach, — äppeldänzig gescht! Saar, Mosfrk, — e Rad schlehst! Siegen, Verbr., — trunken un termelich gis! Trier-Heidenbg, — doll on torwelig wersch! Kobl-Bend, — doll on dof (taub) wiərsch! Rip, Allg., — hermedig (hirnmütig) gest! Wittl-Binsf, — dech dreimol öm dech selver drihs (drehst)! Neuss, Allg., — acht Do (Tage) rond läfs (läufst)! Saarbg-Greimerath, — drei Da Galopp läfst! Bernk, Verbr., — de Wäng (Wände) heroplöfs (-krabbels)! Rip, Allg., — en de anner Woch fihrscht! Merz, — de Ben en de Loch (Luft) stipps (kiəhrsch, stecks)! Rip, Nfrk, — möt de Ben en de Noberschaf hange blis (bleibst)! Neuss, — dörch de Rutten (Rauten, Fensterscheiben) flögs! NBerg, — hanner (hinter) de Dir (Türe) fliegs! Wittl, — en ene Huck (Hött) flügs! Geilk-Übch, Allg., — en de Lot (Luft) flügs! MGladb, Allg., — söwen Stond flögs! Dinsl-Hiesf, — in de Dreck fihrscht! Saar, — de Kränk (Krauz, et Leid) kris! Rip, Allg., — gej scheel kickt! Geld-Wetten, — de hilligen drei Könnige för drei Spetzbuwe ansühs! Ess-Rotthsn, — net wess (weisst), wohin du gehürsch! Rip, Allg., — wohin on wo naus! Kobl, — de Feier (Feuer) in Holland (im Schwowen-, Schweizerland) siehscht! Saar, — gej böckt (rülpst)! Geld, — de quacks! Rip, Nfrk, — gej Für schitt (scheisst)! Geld, — ow beschitt! Klevld, — de dech besecks (bepisst)! Rip, Allg., — scheisscht! Saar, — furzscht! Saar, — dech bekotz! Rip, Allg., — de Kotzkränk kris! Mörs, — de Lappen kotz! Mörs, — rotz! Sieg, Jül, — dech gewäsche hälts! Koch, Heinsb, Grevbr, — Bomolich sechs (seichst)! Wittl, Bitb, — Lompen kotzt! Wittl-Binsf, — Fackele kotzscht! Merz-Büschf, — drei Dag Bottermelch secks (pisst)! Malm, — schwetz! Geld-Nieukerk, — no Branndewein stinkscht! Kreuzn, Goar, — des Deiwels gescht! Saar, — din Knochen op de angere Sitt weddersöke kannst! Düss, Neuss, — se of de anner Seit (hinne) greife kanns! Westerw, — net mehr op dem Arsch setten kanns! Elbf, Allg., — den Arsch nit mih en de Botze kris! Sol-Burschd, — in kenen Sarg me passt! Gummb, — Plattfiss kriescht! Kreuzn-Simm, — e Maul kreis wie e Kösse! Ahrw-Sinzig, — de Motte kris! Verbr., — et Salz kris! Bernk, — den Himmel für en Dudelsack (Bassgei, bloə Kiddel, Zigarekestchen) ansühs! Rip, Allg., — de Mond fir en Kouh (Kuh) onseihs! Wittl-Dreis, — fir en Hondkäs! Saarbr-Luisenth, — fir Pingste ka Dorf mih seihs! May-Polch, — die Gäns in Paris gackere hersch! Kreuzn, — de in de ander Woche guckst! Siegld, — no Gott verlangers (schreist, kreischt)! Mosfrk, Rhfrk, — des Herrn nüdeg hast! Malm-Montenau, — mens (meinst), de Kapp (Kopf) fiel dir vum Rump! Trier-Cordel, — de Sterne fele vum Himmel! Rip, — et lef der rongk (rund) för de Ogen! Wippf, Allg., — du flögs en de sibbende Himmel! Neuss-Strabg, — dorch de Wand! Allg., — du dähts de Engele em Himmel peife (senge, danze) hire! Mosfrk, Allg., — der Deuwel hiel dech! Remschd, — Ustern on Pengsten felen op enen Dag! Rip, Allg., — din Kopp wör en Dreihörgel! Lennep-Hückeswg, — du söss (sässest) drei Dag henger'm Mond! Sieg-Eitorf, — de gängs durch Sonn en Mond! Eup, — Sonn on Mond däht vergehn! Goar-NGondershsn, — de Stere (Sterne) danze! Viersen, — de Welt geng önner! Schleid, Allg., — du hätts er zwei setten! MGladb, Barm, Maif, — morge wär deine Namensdag! May-Hatzenport, Bernk-Lieser, — de Kerchtore wär e Schuschterbub! Kreuzn-Eckw, — de Deiwel käm op Stelzen! Merz-Schweml, Allg., — de Zähn wöchse dir durch de Backen! Prüm-Ormont, — de Hor stoften der vom Kopp! Sieg-Süchterschd, — de Musik käm (ging)! Koch, May, — de hürts de Klocke ze Kölle lügge (läuten)! Dür, Aach, Jül, — et löck (läutet) en allen Klocken Mettag! Sülzt, — et wär dei letzt! Mosfrk, — du möts (müsstest)! Rip, — geck ze werde! Rip, Allg., — an de Erd de senke! Geilk, — en de Loft ze gonn! Mettm, Allg., — no Kölle ze flege! Köln-Niehl, — dat de net wess, de Kihr ze krige! Rip, — dat dich der Verstangk stell steht! Jüll, Allg., — dech de Kopp op en Sitt steht! Dinsl, — der de K. brommt wie en Brommbsäg Kobl-Capellen, — de Täng (Zähne) Klavier spelen! Elbf, — der de Zänn en den Hals flege! Rip, Allg., — dich de Z. no jen Hals erafrappele! Aach, — der de Z. zom Arsch herenflege (-fahren)! Rip, Allg., — der de Z. kompanieweis (bataljonsweis) in de Hals flieə! Saarbr, Verbr., — de Z. em Arsch rappele! Altk, NBerg, — de Backzäng scheisst! Düss-Kaiserswerth, — de Z. wackeln (rappeln)! Allg., — de Z. zum Orsch herauskommen! Merz, — de Knök (Knochen) krake! Mörs, Rees, — der Schwort kracht (wech wiərd)! Bernk, Allg., — der et Blot den Arsch erobläft (läuft)! Merz, — der et Kaffewasser em Arsch kouch! Sieg-Rhönd, — der de Schnotter an de Wäng (Wände) erömflüg! Bergh-NEmbt, — dir de Leie rappele! Mosfrk, — die Leis därre (dörren)! Kreuzn, — de Lappe (Fatze) flege (stuve, fahre)! Allg., — der's Feier erausfehrt! Kreuzn, — dech et Für üt de Oge spöt! Mörs-Camp, — dich et Gedärm ut de rechte Absatz herutkömmt! Kemp-Lobberich, — der de Kopp an der Wand hänke bleibt! Ottw-Stennw, — de Zinse rappele! Birkf-OTiefenb, — der de Stremp on Schuh ausfalle! Boppard, — der verzeh Dag ke Stehkrage meh basst! Kreuzn, — de Mauer dir de zwatt (zweite) geft! Merz-Bergen, — et dir bes op et sibbente Fell geht! Dür, — de Sunn dorch dich scheint! Bernk-Neumag, — et knallt! Allg., — et rappelt on dämp! Rip, — es klingelt un rappelt! Kreuzn, — et su klengk (klatsch)! Rip. Mach, da h. ich dich zwesche Hals on Nacke! Rheinb-Heimerzh, Neuss. Ech h. der et Maul su platt wie e ABC-Boch! May-Hatzenport. Der hat den widder de Wand gehaue, äs em die Schuh am Himmel gedanzt han Ottw-Wiesb. Eich h. dech dorch Sunn un Mond! Bernk, Zell. De werd aus vier Nehre (Nähten) erausgehau Simm. Ech h. dech a (in) Grotzkrimmeln Bitb, — zo Gressmehl (Griess-) Bergh-Pütz, — knidder enenen! Sieg, — appelweik, fahnenflöchteg! Mörs. — d. absol. mit dem Schnellklicker, der zwischen den in der Hand gekrümmten Daumen auf dem vorstehenden Knöchel u. den Zeigefinger genommen wird, schnellen; im allg. Sinne Klicker spielen; einen h., den Kl. des andern treffen; sölle mer jet h.; Pängkche (Pfand, Einsatzkl.) h.; Külche (Kaule) h.; Krez (Kreis) h.; Hecksen h.; Knuwe h.; Mull h.; us dem Krez (de Kul) h.; futh. (s. d. W.) Neuw, Rip, Berg, Klev-Stdt. — Ball h. Laufball spielen; Stöckske h. Ess. — Absol. Ostereier kippen Neuw. — e. Bahn (Isbahn h.) auf der Eisbabn Bahn schlagen OSieg, MülhRh, Sülzt, Wippf, Gummb. — 2. in mehr oder weniger übertr. Bed. a. einen üver't (öm, op et) Uhr (Ohr) (de Nas) h. betrügen; den Schlauen häut kener op et Uhr; de Arbet es üver et Uhr gehaue Pfuscharbeit Rip, Allg.; der kann der e Del (Teil) öm de Uhre h. viele Schnitten verzehren Bo-Mehlem; enen üwer et Mul h. zum Schweigen bringen Elbf, Allg.; enen op de Kopp h. verleumden Rheinb-NCastenholz; änen en et Salz h. dass. Zell-Briedel; üver de Schnur h. Ungehöriges treiben Allg. — b. drenh. gehörig einhauen, essen Allg.; de kann ävel jet drenh. Kemp, — heronderh. Duisb. RA.: Den hächt alles eren, äs wenn et Päschhei (Päschheu, bestes Heu) wer Prüm-Leidenborn. Der höt dren wie en Schüredreischer Monsch, Allg. Saure Kappes on Speck haicht de Häcker (Holzhauer) weg, net de Wassersopp May-Collig. Bei schnellem Essen geng et hau ve hau, schnapp ve schnapp Koch-Lutzerath. — c. döchteg (schwer) dernevenh. bei Versuchen irren, fehlen; eine falsche Antwort geben, fehl schiessen Rip, Allg.; ein Schiff haut herum, wenn es eine Wendung, z. B. beim Aufdrehen eines Schleppzuges, rasch vollführt Rheinschiff. — d. em sich h. widersprechen Merz-Wadern; en hot mer datnen’ (Nein) esu dorgehauen barsch hingeworfen Bitb; he häut em örndlech en den Bart sagt ihm die Meinung, macht Vorwürfe; h. on schnauen streiten, zanken Klevld; Krach h. lärmen, streiten Kobl-Weissenthurm, Ahrw-Sinzig, MGladb-Rheydt. — e. darh. rasch u. unleserlich schreiben; su jet darh. Rip. — f. jet forth. durch Verkauf auf einen Schlag losschlagen Sieg. — g. sech h. beim Gehen die Knöchel aneinanderreiben Saarbr, Birkf, Prüm, Neuw-Datzeroth, MülhRh; de Knökel anenanderh. Duisb; de Schohn wiərschte bal schef gehaue han Sieg-Rhönd. — h. iwer de Sträng h. die Gesetze übertreten (wie das Pferd no hinnen heraushait) Rhfrk, Allg. — i. in de Knie h. torkeln, bei Betrunkenheit Mörs-Gerdt. — k. imperat. Wortformen; Haudebotz (hau die Hose) scherzh. Klappe der Jungenhose Rheinb; ene Haumardrop (hau nur drauf) streitsüchtiger Mensch, Schläger Kemp; en Häudrop MülhRuhr. — Abl.: die Hauerei, dat Gehaus, en Hauer, sech zerh.
17087 Zeichen · 372 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Hauen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Hauen , verb. irreg. act. Präs. ich haue, du hauest, er hauet, (nicht häuest, häuet;) Imperf. ich hieb, du hiebest oder …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    hauen

    Goethe-Wörterbuch

    hauen 1. u 3.SgPrät fast ausschließl ‘hieb’, 3.PlPrät nur ‘hieben’; einmal PartPrät ‘gehaun’ 1 schlagen, Schläge führen,…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Hauen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Hauen , s. Ernte , S. 68.

  4. modern
    Dialekt
    hauentr. v.

    Lothringisches Wb. · +6 Parallelbelege

    haue n [haùə n fast allg.; hauwən Bo. ; hoïwən Falk. Ersd. ; hawə Sbg. ; háən D. Si. — Ptc. gəhaùt, gəhau, gəhoïw, gəhá]…

  5. Sprichwörter
    Hauen

    Wander (Sprichwörter)

    Hauen 1. Bo net gehauwe ward getts a ke Spö. ( Schwalmgegend in Kurhessen. ) – Für Düren: Firmenich, I, 482, 5. Wo nicht…

  6. Spezial
    hauen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    hau|en (haut, hieb, gehauen) vb.tr. 1 (graben) ciavé (-va) 2 (meißeln) scarpelé (-lëia), intaié (-ia) 3 (Holz) stlapé (-…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit hauen

86 Bildungen · 16 Erstglied · 64 Zweitglied · 6 Ableitungen

hauen‑ als Erstglied (16 von 16)

Hauenbart

RhWB

hauen·bart

Hauen-bart Sieg-ODollend m.: der aufstehende Zapfen zum Schutze des Stieles.

Hauener

PfWB

haue·ner

 Hauener m. : ' wer mit der Haue (nicht mit dem Pflug) den Acker baut ', vgl. Hauer 1 a. a. 1581: Wan ein hausgeses ... abstirbe, es sey gl…

hauenhelm

DWB

hauen·helm

hauenhelm , m. , aus hau den helm, imperatives compositum für schwert: o het ich jetzt mein hawenhelm, ich sollt dich lehren dautzen mich, u…

Hau(en)öhr

PfWB

hauen·oehr

Hau(en)-öhr n. : 'Öhr der Hacke', Haueehʳ [ WD-Niedkch ]. Südhess. III 166 . —

hauenschild

DWB

hauen·schild

hauenschild , m. , aus hau den schild, schelte für streitsüchtige: ey schweig du wüster hauenschilt, oder ich schlag dich zu eim krüppel. H.…

hauenschlag

DWB

hauen·schlag

hauenschlag , m. , schlag mit der haue: so manche fahr, eggenzänt, stecken- und hauenschlag, so manchen viertenhalben albus ( als strafe ). …

Hau(en)schneide

PfWB

hauen·schneide

Hau(en)-schneide f. : 'Schneide der Hacke', Hauschneid [ WD-Niedkch ]; vgl. Hackenschneide , Haue 2. Südhess. III 166 .

Hauenstein

Wander

hauen·stein

Hauenstein Chum Hail Hauenstein. Als Sprichwort angeführt in O. von Hornek's Chronik, S. 683 b .

hauenstiel

DWB

hauen·stiel

hauenstiel , m. , stiel an einer haue: wenn sie eine viertelstunde an ihren hauenstielen geklappert hatten. J. Gotthelf 2, 42 ( Uli d. knech…

hauen als Zweitglied (30 von 64)

abhauen

DWB

abhauen , praecidere, weghauen. einen kopf, arm, fusz abhauen, amputare. den baum, das getraide, gras, heu abhauen, secare, und heu heiszt s…

abschauen

DWB

abschauen , deorsum spectare, herab schauen: sobald im vollsten glanze als ein gediegenes rund auf die erd abschauete Luna. Voss; meistenthe…

anhauen

DWB

anhauen , incipere caedere, forstmäszig, signare arbores plaga ( s. anhau ), das gehölz, den schlag anhauen, die bäume anhauen zur bezeichnu…

anschauen

DWB

anschauen , n. aspectus: ich war ganz in ihrem anschauen ( anblick ) versunken; raum und zeit, ich empfind es, sind blosze formen des anscha…

Arbeitschauen

DRW

arbeit·schauen

Arbeitschauen bericht der örtenmaister ... von wegen deß arbeitschauens 1575 Nürnberg/Wissell,Hdw. II 163

aufhauen

DWB

auf·hauen

aufhauen , caedendo, feriendo aperire, nnl. ophouwen: thor, thür mit der axt aufhauen; etliche hieben die thür auf, das der ganze hauf hinei…

aufschauen

DWB

auf·schauen

aufschauen , contemplari, suspicere: wenn wir nur die augen recht aufthun und unsern schaden recht aufschawen und beherzigen wolten. V. Diet…

aufthauen

DWB

auf·thauen

aufthauen , in doppeltem sinn, 1 1) intransitiv regelari, liquefieri, nnl. opdooijen, ( vgl. aufleunen): das eis, der schnee thaut auf; es t…

aushauen

DWB

aus·hauen

aushauen , excidere, exscindere, in vielfachem sinn. 1 1) virgis caedere, fustigare, verberare, flagellare, mit ruthen streichen, wofür die …

ausschauen

DWB

aus·schauen

ausschauen , prospicere, aussehen, ausblicken: mit starrendem blicke schauet er in die finsternis aus. Klopstock Mess. 4, 1208 ; mein hin ge…

behauen

DWB

behauen , dolare, concidere, 1 1) holz, steine behauen, zurichten: altar von ganzen steinen, die mit keinem eisen behawen waren. Jos. 8, 31 …

beschauen

DWB

beschauen , inspicere, visere, besehen, besichtigen, ahd. piscawôn, biscouwôn, mhd. beschouwen, nnl. beschouwen. anschauen ist innerlicher: …

bethauen

DWB

bet·hauen

bethauen , irrorari, irrorare, humectare, mhd. betouwen. 1 1) intransitiv, mhd. wie mac in den ouwen iemer bluot betouwen. MSH. 2, 317 b ; h…

Brautschauen

Adelung

braut·schauen

Das Brautschauen , des -s, plur. inus. in einigen Gegenden, z. B. in Meißen, auf dem Lande, die feyerliche Besichtigung, welche die Eltern o…

Dreinschauen

Wander

drein·schauen

Dreinschauen 1. Der schaugt drein wiera Feld voll Unglück. ( Innsbruck. ) – Frommann, VI, 37, 81. 2. Der schaut drein wie a Eierhändler, wen…

durchhauen

DWB

durch·hauen

durchhauen , zerspalten, zerreiszen, zertheilen, entzwei schneiden, discindere, dissecare Maaler 94 b . Henisch 773 , mhd. durchhouwen Ben. …

durchschauen

DWB

durch·schauen

durchschauen , perspicere, transpicere, ahd. duruhscauwôn Graff 6, 555 , mhd. durchschouwen. 1 1. untrennbar. 1@a a. völlig, im einzelnen, b…

durchthauen

DWB

durch·thauen

durchthauen , 1 1. das gefrorene völlig durch wärme auflösen, flüssig machen, wie das transitive aufthauen. unpersönlich, es hat noch nicht …

einhauen

DWB

ein·hauen

einhauen , incidere, schw. inhugga, dän. indhugge: 1 1) ein zeichen in einen baum, ein bild in einen fels einhauen; buchstaben, runen einbau…

gehauen

DWB

gehauen , part. zu hauen, in der wendung gehauen oder gestochen u. ä. ( s. u. hauen 8): niemand weisz zu erkennen, wie man spricht, wo kopf …

Herausschauen

Wander

heraus·schauen

Herausschauen Da schaut etwas (oder nichts) heraus. ( Steiermark. ) Dabei ist etwas (nichts) zu gewinnen.

herschauen

DWB

her·schauen

herschauen , verb. : horet ir tauben, und schawet her, ir blinden, das ir sehet. Jes. 42, 18 ; doch nicht konnt herschauen die königin, noch…

Herunterhauen

Wander

herunter·hauen

Herunterhauen Ich haue dir eins runter, dass dir zehn Tage vom Teufel träumt. ( Breslau. )

Hineinhauen

Wander

hinein·hauen

Hineinhauen 1. Dem will ich eine hineinhauen, dass er die Engel singen hört. ( Oberösterreich. ) 2. Hau di rön ön Sanssouci, kröggst ver e F…

Hineinschauen

Wander

hinein·schauen

Hineinschauen Was 'nei schaut, schaut 'raus. ( Franken. ) Der Ertrag entspricht der aufgewandten Mühe.

hinhauen

DWB

hin·hauen

hinhauen , verb. 1 1) eum locum caedendo petere. Stieler 790 ; mit dem schwerte nach einem hinhauen. 2 2) nach hauen 13 sp. 580, hineilen, f…

hinschauen

DWB

hin·schauen

hinschauen , verb. : man schaute von westen nach osten an dem felslager hin, auf welchem die lückenhaften stadtmauern .. zu sehen waren. Göt…

Hintenumschauen

Wander

hintenum·schauen

Hintenumschauen Er hat sie hintumi schaun lassen. ( Rott-Thal bei Passau. ) Er hat ihr die Ehe in Aussicht gestellt und sie nicht geheirathe…

Holzhauen

Wander

holz·hauen

Holzhauen 1. Wär Holzhauen ein Orden, man würde wenig Brüder darin finden. – Winckler, IV, 17; Körte, 2945. 2. Wer holtzhawen vnd dreschen e…

Ableitungen von hauen (6 von 6)

behauen

DWB

behauen , dolare, concidere, 1 1) holz, steine behauen, zurichten: altar von ganzen steinen, die mit keinem eisen behawen waren. Jos. 8, 31 …

enthauen

DWB

enthauen , abscindere, avellere, loshauen, weghauen, mhd. enthouwen ( wb. 1, 721 b ): enthieb er das haupt. Voss.

erhauen

DWB

erhauen , praet. erhaute, part. erhaut, im sinne des vorigen, es läszt aber manchen der dort angeführten inf. nicht ansehen, ob ihr praet. e…

gehauen

DWB

gehauen , part. zu hauen, in der wendung gehauen oder gestochen u. ä. ( s. u. hauen 8): niemand weisz zu erkennen, wie man spricht, wo kopf …

verhauen

DWB

verhauen , verb. durch hauen beseitigen, beschädigen, mhd. verhouwen, ahd. farhauwan ( aus den formen er firhouuit, forheo, firhouuan erschl…

zerhauen

DWB

zerhauen , verb. , entzwei, in stücke hauen; mhd. ze(r)houwen, mnd. tohouwen, mnld. tehouwen; zur flexion vgl. die angaben th. 4, 2, 1, 574,…

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APA
Cotta, M. (2026). „hauen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/hauen/rhwb
MLA
Cotta, Marcel. „hauen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/hauen/rhwb. Abgerufen 13. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „hauen". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/hauen/rhwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_hauen_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
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  urldate      = {2026-05-13},
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