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wohl

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
18 in 12 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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92
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60

Eintrag · Rheinisches Wb.

wohl

Bd. 9, Sp. 609
wohl das Wort erscheint in dreifacher Ablautsform: α. wol als wūl Rhfrk [Saargeb. -ō-, –-]; Mosfrk an der Saar in Saarl wol [Dilling u. w. Ittersd Bedersd -ǫ-; um Diefflen wø·l.]; Merz, Saarbg wø·l. (mit Enklaven von -o-; WSaarbg -ūə-); sonst WMosfrk -ō-, –ōă-, –ă-; β. wāl, –a- beginnt aber schon im Mosfrk n. einschl. Prüm, Daun u. schliesst das Geb. der uMos von Koch an ein [meist -a-; um Koch-Hambuch -ę-]; rrhn. n. einschl. kurköln. Neuw, Wasserscheide zur Sieg hin [Siegld mit wōl, –ōă-, –ūə-; OBerg in WWaldbr, Gummb, Wippf (nfrk.) mit wōl, wol liegen abseits von diesem wāl-Geb.], so dass also NEif, OEif, uMos, Rip, NBerg, SNfrk wāl, nebenbetont -a-, haben; diese Form reicht linksrhein. bis einschl. Geld-Leuth Issum, Mörs-Repelen Vierbaum Binsh, rrhn. bis einschl. Ruhr [-a- »schon«, -ę- »wohlbefindl.« Dinsl]; γ. n. davon Klevld węl (s. d.), das aber in Zs. noch südl. einige Belege aufweist: 1. in voller Bed. a. vom persönl. Wohlbefinden, in best. Wend.: Dem is et w. vom jmd., der lange leidend oder schwer krank war u. durch den Tod von seinem Leiden erlöst worden ist; jetz is mersch wirre w.; dem Übermütigen is et se w.; sich et w. sin losse sich mit Essen u. Trinken gütl. tun Rhfrk, Allg.; et es em w. lieber als he es w., u. he föhlt sech (net) w. u. he es w. dran gesund, wohlhabend [de Wahldran m. Wohlstand Aach]; de's och net w. dran, möt su en Fraumensch levve ze mosse; he es net w. nicht recht gesund, steckt in der Klemme, — ze w. mutwillig; dem es et (net) ze w.; de Frau hät et net ze w. bei ihrem Mann; bei dem hät mer sech net z. w. wird man schlecht behandelt; e hät sich net w. ist unwohl, es geht ihm nicht gut; de es w. gedohn lebt gut, ist wohl genährt, in guter Laune Rip, Allg. RA.: Wenn et dem Isel zu w. is, gehr e uf et Eis danze (schleife) un bricht de Bän Rhfrk, Allg. Et es em eso w. wei em jonge Hond Birkf, — wie ner frisch gebockde Gäss Wend-Reichw, — em Vol (Vogel) im Hanfsome Rhfrk, Verbr.; he föhlt sech su w. wie en Lus em Plack (Grind) Sieg. Wem et es ze w., dem jöck de Schal er erwartet Hiebe Jül-Linnich. Dem et w. dönkt, dem et w. es Malm-Vith. Bal (bald) äəs noch lang net w. die Hoffnung ist weit entfernt von der Wirklichkeit Malm-Bütgenb. In Baal (Mörs-Baerl) sin se net rech wahl Neckspr. — In Wunschformeln, wie: Leb w.; zum W.sein, w. bekomms! herrscht überall die nhd. Lautung vor; es sind Lehnwörter; nur kann statt wōl auch wol stehen [zum Bōmlsein Kemp-Stdt]. Zum Wohlsein, wann et geniest war; w. et awer geschiss war, sall der de Deiwel en de Maə fahre! zum Niesenden Simm-Horn. — b. wie es gut, gehörig ist, lat. bene, frz. bien; in der Wend.: Dat es alles gott en w., et mütt mär net esu völl Geld koste; dat hät sech w. wäre zu wünschen, es ist dran zu denken, Verneinung, etwas weit von sich weisend Allg. im wahl- Geb.; der wēss w., wat he well Rip, Allg.; ene Machw. der gerne hoch hinaus will MGladb. RA.: Et hat sech w. on kregt sech kollig! »haben« ist w., angenehm; das »Kriegen« ist schwer Prüm, LRip. Et hat sech w., Hase gefange met lamme Honn (Hunden)! May-Trimbs. — Dem is die Sach w. gerot (geraten) Rhfrk, Allg.; do dehste w., wann de dat dehs es ist klug, zu deinem Nutzen; de setzt (kann) w. ist in günstiger Lage Rip, Allg. RA.: Wenn et w. on got geröt, dann git et van drüzehn Eier vierzehn Küche! Neuw-Rheinbreitb, Mettm-Haan. De sett wärm en w. in guten Verhältnissen Eup. W. oder övvel (übel) müssen, gezwungen sein Sol. Wann et w. wellt on got geröt wenn alles zum Guten ausschlägt Sieg, RRip, Berg. Vill gedohn on w. g., die können nit lang zosammengohn Wippf-Engeld; w. gedonn es vill g. Elbf. Weker w. sett, de mag w. siehn, dat hen net fällt Wuppert-Kronenbg. — Uf (et) Gerodwuhl Rhfrk. Dat mach ich uf G. wie de Deiwel de Paffe hihlt (holt) Simm-Horn. — c. verstärkend (w. trägt den Hauptton des Satzes). α. ausgiebig, ziemlich, sehr; der Berg es w. huh; dat Wasser es w. def (tief) od. w. es et W. d.; w. vill zieml. viel; noch w. genog (udgl.) Rip, Allg.; et git nach fei (fein) w. eje Siəster (Sester) wenn der Körnerertrag mit den ausgedroschenen Garben übereinstimmt Prüm-Mürlenb; et sind noch nit te w. siəve Uhr noch nicht ganz 7 Uhr Kemp; w. sihr sehr schnell Eup. — β. mit vollem Recht, wie es erwünscht ist; der es w. fort (udgl.) Allg. — 2. zur Partikel abgeschwächt. a. zur Bekräftigung, Beteuerung. α. der Zusage. A.: Böste noch nit te Hus gewest? B.: W. u. w. dat! doch, sicherlich SNfrk, Allg. Dat soll (noch) w.! Zeichen der Zustimmung Schleid, Monsch; dat sall et w. duəhn! ist ja natürlich, selbstverständl. SNfrk. — Ja woll ja! stets in nhd. Form, also auch im wāl-Geb. Allg.; jawollchin! Saar; jawollja! Köln. — β. der Absage; nä, w. net! a, w.! Gott bewahre! Allg.; eie w.! doch nicht Saarbr; ei(ja) w. u. eio w.! Westerw. — γ. w.? nicht wahr? Allg. — b. dennoch, trotzdem; ich don et w.! Rip, Allg. — c. wahrscheinl., ungefähr; dat sall w. bald e paar Joəhr verliən sin; du bös w. nit wis, b. w. verröckt (udgl.) (auch einfach du bös w., do söllste w.); he hät w. gestoəhle; de hät w. nicks angersch te duən (udgl.) SNfrk, Allg.; der sall w. kommen, Gedold; dat sall w. sin ja, gewiss, ich hab's verstanden OBerg, Allg.; dat soll noch w. mag so vielleicht sein Bitb. Wenn mer ne Hongk (Hund) werpe wellt, dann kann kammer w. ne Sten fenge (finden) Dür. — d. w. ens (einmal), w. es ab u. zu, oft RRip, Berg, Ruhr; w. en Mol of fouf (5) Sol. — e. aber, sondern; Männer woren nich do, w. Jongen (udgl.) Gummb, Allg.; w. — aber; et ging w., ävver et geht net ich könnte schon, aber ich will nicht SNfrk, Allg.
5593 Zeichen · 216 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wohl

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Wohl , eine Partikel, welche auf verschiedene Art gebraucht wird. 1. Als ein Adverbium, oder Beschaffenheitswort, da es …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    wohl

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    wohl [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    wohl

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    wo h l [wòl Gebwt. Su. Ruf. Bf. Bisch. Str. K. Z. Han. Betschd. ; wùl Co. Dü. Katzent. Hattst. Rapp. In Bed. 2 tritt all…

  4. Spezial
    Wohl

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    Wohl n. (-[e]s) 1 (Heil) bëgn (-s) m. 2 (Gesundheit) sanité f. 3 (Wohlergehen) bëgnester m. ▬ zum Wohl ! vives!; bun pro…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wohl

1.238 Bildungen · 1.218 Erstglied · 18 Zweitglied · 2 Ableitungen

wohl‑ als Erstglied (30 von 1.218)

wohlauf

SHW

wohl-auf Band 6, Spalte 631-632

Wohldiener

SHW

Wohl-diener Band 6, Spalte 631-632

Wohlfahrt

SHW

Wohl-fahrt Band 6, Spalte 631-632

wohlfeil

SHW

wohl-feil Band 6, Spalte 631-632

Wohlgemut

SHW

Wohl-gemut Band 6, Spalte 631-632

Wohlleben

SHW

Wohl-leben Band 6, Spalte 631-632

Wohllust

SHW

Wohl-lust Band 6, Spalte 631-632

wohllustig

SHW

wohl-lustig Band 6, Spalte 633-634

Wohlsein

SHW

Wohl-sein Band 6, Spalte 635-636

Wohlstand

SHW

Wohl-stand Band 6, Spalte 635-636

Wohltat

SHW

Wohl-tat Band 6, Spalte 635-636

wohltun

SHW

wohl-tun Band 6, Spalte 635-636

Wohlwollen

SHW

Wohl-wollen Band 6, Spalte 635-636

wohlabgefaszt

DWB

wohlabgefaszt , adj. , zweckmäszig, richtig entworfen, aufgesetzt: wolabgefassete ... bedinge ben progettate Kramer t.-ital. (1700) 1, 344 b…

wohlabgekühlt

DWB

wohl·abgekuehlt

-abgekühlt , adj , gehörig, genügend abgekühlt: man fängt das ... wohlabgekühlte destillat ... auf Liebig hdb. d. chemie (1843) 627 . —

wohlabgemessen

DWB

wohl·abgemessen

-abgemessen , adj. , genau, richtig abgemessen: sie ( die stadt ) ... hat viele wohlabgemässene gassen Dapper Africa (1671) 269 a ; ( er gin…

wohlabgerichtet

DWB

-abgerichtet , adj. , sorgsam ausgebildet, erzogen: ( es ) wurden diese so artige und nach sonderlicher art wolabgerichtete kleine täntzer m…

wohlabgerundet

DWB

-abgerundet , adj. , schön abgerundet: damals besasz sie noch nicht das schöne oval und das wohlabgerundete classische profil Jac. Minor in:…

wohlabgestuft

DWB

wohl·abgestuft

-abgestuft , adj. , zweckmäszig, klug abgestuft: die wohlabgestuften, in drei graden gefeierten ... bacchanalien des Liber Pater ... in Camp…

wohlabgeteilt

DWB

-abgeteilt , adj. , zweckmäszig, richtig, schön angeordnet: dasz sie ( die deutsche sprache ) ... mit ... andern sprachen ... wegen ... der …

wohlabgewogen

DWB

-abgewogen , adj. , richtig ausgewogen, klug geordnet: in einer wohlabgewogenen staatsverfassung A. v. Haller Alfred (1773) 146 ; ein wohlab…

wohl als Zweitglied (18 von 18)

Geratewohl

RDWB1

Geratewohl n aufs ~ idiom. - на авось идиом. ; наобум; наобум святых идиом. ; наудачу; за здорово живёшь идиом. ; как бог на душу положит ид…

Gerathewohl

Adelung

Das Gerathewohl , ein unabänderliches Hauptwort, welches aus der R. A. wohl gerathen zusammen gesetzet ist, und mit dem Vorworte auf nur in …

Getrauwohl

Wander

getrau·wohl

Getrauwohl Getrawwol ritt das Pferdt hinwegk. – Henisch, 1587, 41.

gleichwohl

DWB

gleich·wohl

gleichwohl , gleichwol , adv.; konj. zusammenrückung aus gleich wohl, mhd. gelîche wol ' ebensosehr, ebensowohl, ebenso ', s. gleich II A 3 …

jawohl

Pfeifer_etym

ja Zustimmungspartikel (Gegensatz nein), Konj. ‘doch, sogar’, ahd. (um 800), mhd. jā̌, asächs. mnd. mnl. jā, nl. ja, aengl. gē, gēa, engl. (…

Kannswohl

Wander

kann·s·wohl

Kannswohl Kannswol regiert an allen Ort, vnd wen er sol fort, ist dran kein war Wort. – Mathesy, Syrach, 217 b .

lebewohl

DWB

leb·e·wohl

lebewohl , n. aus der abschiedsformel lebe wohl ( sp. 401) entwickeltes substantiv, in der bedeutung des ältern abschied wol erst nach der m…

obwohl

Pfeifer_etym

2ob Konj., die bis in die Gegenwart indirekte Fragen, in älterer Zeit auch konditionale (‘wenn, falls’) und konzessive (‘wenn auch, obwohl’)…

pudelwohl

DWB

pudel·wohl

pudelwohl , adv. ganz wohl, kerngesund Frommann 5, 22 . vgl. hundewohl.

seelenwohl

DWB

seelen·wohl

seelenwohl , n. wohl der seele. Campe, vgl. seelenheil: doch Englands wohl läszt mich mein seelenwohl vergessen. Körner Rosamunde 5, 5 ; see…

Sowohl

Adelung

Sowohl , richtiger So wohl, Adelung S . Wohl.

unwohl

DWB

unwohl , meist adv. oder undecliniertes prädicativum, sehr selten adj., nicht wohl ( s. d. ). mhd. unwol; mnl. onwelle; nl. onwel; westfläm.…

Werdewohl

Wander

werde·wohl

Werdewohl Der Wir'swohl und der Thua'swohl san ihrer Zwâ. ( Steiermark. ) Der Werdewohl und der Thu'swohl sind Zwei, oder: Versprechen, ich …

wiewohl

DWB

wie·wohl

wiewohl , konzessive konjunktion ' obwohl, obgleich '; ' allein, jedoch, indessen '. literarisch seit dem mhd., lexikalisch seit dem 15. jh.…

Ableitungen von wohl (2 von 2)

unwohl

DWB

unwohl , meist adv. oder undecliniertes prädicativum, sehr selten adj., nicht wohl ( s. d. ). mhd. unwol; mnl. onwelle; nl. onwel; westfläm.…

urwohl

DWB

urwohl , adj. , wohl mit ur- C 4 a: klein und grosz will es sich einen tag im jahre recht u. sein lassen Pröhle Harzbilder 33 . —