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Weit

ahd. bis spez. · 22 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Weit adj, adv

Bd. 5, Sp. 660b
Weit, — er, — este, adj. u. adv. ein Wort, wodurch man ausdruckt, daß ein Ding von dem andern durch einen Zwischenraum getrennt sei. Diesen Begriff druckt es mit fern am allergemeinsten aus, von welchem es sich aber dadurch unterscheidet, daß es einen größern Zwischenraum nach allen Ausdehnungen und also einen größern Zwischenraum überhaupt, ohne Bestimmung der Art der Ausdehnung bezeichnet, fern aber nur den Zwischenraum nach Einer Ausdehnung, nämlich der Länge. Wie weit ist es von hier bis nach der Stadt? Es ist für sie zu weit, um zu Fuße hinzugehen. Es ist von hier nach dem einen Orte nicht weiter, als nach dem andern Der größte ist am weitesten zurückgeblieben. Einen weiter gehen heißen. Die Waaren weiter schicken, weiter senden, in engerer Bedeutung, die zur fernern Besorgung empfangenen Waaren weiter an die Behörde senden (spediren). Ih kann nicht weit sehen. Sein Blick reicht nicht weit, uneigentlich, der Blick seines geistigen Auges gleichsam, sein Verstand, dringt nicht über das Nächste und in die Augen Fallendste hinaus. Besonders von einem großen oder doch beträchtlichen Zwischenraume. Sich weit wegbegeben. Einen weit wegwünschen. Weit von der Stadt wohnen. Weit und breit, in einem großem Raume umher; edler weit umher. »Sie schlief, und weit und breit erschallten keine Nachtigallen.« Lessing. »Ir Name ist schon weit und breit bekannt.« Weiße. »Unser Gesang tönet dann weit umher.« Geßner. Eine weit ausgebreitete Gegend. Ein weit aussehender Handel, ein Handel, dessen Ende und dessen Folgen nicht abzusehen sind. Etwas weit herholen. Uneigentlich eine Vergleichung, Unähnlichkeit, Gründe, die nicht aus der Sache selbst fließen, sondern sehr gesucht sind, machen, anführen. Das ist nicht weit her, sagt man im gemeinen Leben uneigentlich für, das ist nicht vorzüglich, nicht viel werth, weil, wie C. bemerkt, der Deutsche gewohnt ist, das einheimische Gute gering zu schätzen und nur das Fremde zu bewundern und anzustaunen. Einen weiten Weg zu machen haben. Mein Weg ist der weiteste, ich habe den weitesten Weg zu machen. Eine weite Reise unternehmen. Die Sache steht noch in weitem Felde, uneigentlich, ist noch gar nicht ausgemacht, ist noch sehr ungewiß. Von weiten stehen, von weiten zusehen, beträchtlich von der Sache entfernt. Einen von weiten beobachten, aus der Ferne. So will ich doch von weiten O Holde, wie dein Schatten dich begleiten. Blumauer. Hell glänzt der Fels von weiten her. Crome. Ih sehe schon von weiten wie es kommen wird, uneigentlich, schon voraus. Ih habe von weiten etwas davon gehört, dunkel, noch ungewiß, auch wol durch den Dritten oder Vierten Weit her oder weither, aus einer großen Entfernung her. »Auf einmahl traf mein Ohr weither tönende kräftige Musik der anrückenden Regimenter.« Lafontaine (R.). »Daß der Sturm von einem freien Meere das Gewässer weither hineintreiben könnte.« Popowitsch. (R.) Weit hin, oder weithin, in eine große Entfernung hin. Weithin geschleuderte Steine. »Wo ihr Andenken weithin stinkend, Jedem zur Warnung dient, sich diesem Schindanger nicht zu nahen.« Wächter. Oder Gerüche des Heues, das — Weithin die Luft durchwürzt — Voß. — die weithin schattende Lanze. Ders. Wird das Maß der Entfernung ausgedruckt, so geschieht dies durch den vierten Fall. Zehn Meilen weit. Nicht zehn Schritte weit von hier. I weiterer und uneigentlicher Bedeutung gebraucht man weit 1) von der Zeit, eine beträchtliche Entfernung, der Zeit nach, zu bezeichnen. Die Zeit ist nicht mehr weit, in der es geschehen soll, sie wird bald da sein. Es ist nicht mehr weit bis zur Vollendung des Werkes. Der Winter ist noch weit. Ih glaubte es wäre schon weiter als vier Uhr, es wäre schon mehr Zeit verstrichen. 2) Von dem innern Raume eines Dinges, sowol überhaupt, als auch von einem großen, beträchtlichen innern Raume. Weite Kleider tragen. Ein Schuh darf nicht weiter sein, als der andere. Ein zu weiter Hut fällt ins Gesicht. Gestrickte Sachen lassen sich sehr weit ausdehnen. Weit offen stehen. Die Thür weit aufmachen. Ein weites Gefäß. Ein zwei Fuß weites Gefäß. Eine weite Höhle. Eine weite Ebene, welche sich nach allen Seiten hin weit erstreckt. I die weite Welt gehen. Ein weiter Zwischenraum, zwischen zwei in großer oder beträchtlicher Entfernung von einander befindlichen Dingen. Ein weiter Kamm, dessen Zähne verhältnißmaßig weit von einander abstehen. Ein weites Sieb, welches große Zwischenräume hat. Ein weites Loch. Ein weites Maul. Einen weiten Magen haben. Ein weites Gewissen haben, uneigentlich, in sein Gewissen gleichsam viel aufnehmen können, viel, wobei sich das Gewissen rühren sollte, zu thun in Stande sein; in Gegensatz eines engen Gewissens. Ein weiter Begriff, welcher nur die allgemeinen Merkmahle, keine besondere, in sich enthält, folglich viel umfaßt. Ein Begriff ist zu weit, wenn er auf mehr Gegenstände paßt, als er soll. Die weitere Bedeutung eines Wortes, auf mehrere Fälle und Begriffe ausgedehnt, der weitere Verstand; in Gegensatz der engern Bedeutung, oder des engern Verstandes. I der weitesten Bedeutung des Wortes 3) Von einem gewissen Grade, sowol des Fortganges einer Sache, als auch der innern Stärke und des Umfanges. So weit will ich es nicht kommen lassen, bis zu dem Grade. It es so weit mit ihm gekommen? bis auf diesen Grad, wobei man gewöhnlich an einen schlimmen Zustand denkt. Die Sache ist schon zu weit gekommen. It die Sache noch nicht Weiter gediehen? So weit darfst du dich nun nicht vergessen, bis zu einem solchen Grade. »Wie weit hast du sie durch deine Gründe gebracht?« Gellert. So weit hat der Herr geholfen, er wird auch weiter helfen. So weit gebe ich dir Recht, bis zu oder bis auf diesen Punkt. So weit ist mirs gelungen. So weit Sie es für gut finden. Weiter geht es nicht, weiter läßt sich die Sache nicht bringen, bis auf einen fernern höhern Grad. Hier heißt es: nicht weiter! hier muß man es dabei beruhen lassen. Das Nicht=weiter oder das Weiternicht, ◎ das Weiter=gehts=nicht C., der höchste Grad, über welchen hinaus man nicht gehen kann (das non plus ultra). »Und doch stehts als zweite Säule Herkules da, über die nichts weiter!« Herder. Mit diesem Mittel komme ich weiter, bewirke ich mehr, richte ich mehr aus. »Man kömmt jetzt mit Betrügern weiter als mit ehrlichen Leuten.« Lessing. Ih bin mit allen meinen Bemühungen nicht weit gekommen, habe nicht viel damit ausgerichtet. Das geht zu weit, das übersteigt den rechten, erlaubten Grad, die nöthigen Grenzen. Das geht mir zu weit, sowol, das übersteigt alle Grenzen, so daß ich es nicht langer gestatten kann und darf, als auch, das geht über meine Begriffe. En weiter Stoff, Gegenstand, von weitem, d. h. großem Umfange. »Der vierte Theil soll von Ästhetik, Geschichte und Weltweisheit reden, wenn diese weite Materie nicht das Maß eines Theiles übergeht,« übersteigt. Herder. Der Mittelgrad weiter wird oft auch gebraucht ein Fortfahren, eine Fortsetzung zu bezeichnen. Ih kann nicht weiter lesen. Einem weiter helfen, ihm zu Erreichung seines Zweckes beförderlich sein. Ih kann in der Sache nichts weiter thun. Das hilft zu weiter nichts, das bringt die Sache nicht weiter. Ih will nichts weiter mit dir zu thun haben. »Nun lacht ihm weiter keine Flur,« keine Flur mehr. Gellert. Ein anderes Mahl wollen wir weiter darüber sprechen. Eine Sache bis auf weiter aussetzen, bis man sie von neuem vornimmt und fortsetzt. Bis auf weiter! Bis auf weitern Befehl warten, auf neuen Befehl wegen dessen, was noch geschehen soll. Alle weitere Verhandlungen wurden abgebrochen. Verlangen Sie keine weitere Erklärungen von mir. Ohne weiters, ohne weitere Umstände, wie auch, ohne weitere Verfügung. »Doch zeige mir ohne weiters den Weg.« Wieland. »Der Fürst schickte die Bittschrift ohne weiters an den Minister zurück.« Bei Heynatz. Was weiter daraus werden soll und kann, weiß ich nicht. Wir brauchen einander weiter, brauchen einander künftig wieder. Hieher gehört auch das im Schreiben und Sprechen übliche und so weiter, für, und so auch das Andere, was sich noch sagen, hinzufügen ließe, aber aus Mangel an Zeit oder Raum oder weil es nicht nöthig ist, und der Andere es sich denken kann, nicht gesagt oder geschrieben wird. Gewöhnlich druckt man dies in der Schrift durch die Anfangsbuchstaben u. s. w. oder auch u. s. f. und so ferner, aus, welches dasselbe bezeichnet. Das Und=so=weiter, diese Worte oder das Zeichen u. s. w. Mancher setzt noch ein Und=so=weiter, wenn er nichts mehr zu sagen weiß. Hieher kann man auch den O. D. Gebrauch ziehen, nach welchem weiter für mehr gebraucht wird. »— und (daß) er auf diesem Wege einen Verdienst weiter machen könnte.« Bei Heynatz. Mit diesem weiter setzt man auch eine Menge Grundwörter aus Aussagewörtern zusammen, z. B. das Weitergehen, Weiterlaufen, Weiterfahren, Weiterreisen, Weiterlesen, Weitersagen, Weiterspielen  sowol für das Gehen, Laufen  nach einem weitern, entferntern Orte, also im Raume, als auch für fortgesetztes Gehen, Laufen  in der Zeit; welche Art Wörter sich aber nach dem Gesagten leicht von selbst erklären läßt, daher sie im Folgenden nicht besonders angeführt werden. 4) Als ein verstärkendes Wort, sowol mit einigen Aussagewörtern, als auch und besonders mit Beilege= und Umstandwörtern im Mittelgrade, um ihren Begriff zu verstärken. Einen weit übertreffen, überreichen. Er übersieht ihn weit. Ih ziehe ihn seinem Bruder weit vor. Weit gefehlt, sehr gefehlt, es fehlt sehr viel. Weit gefehlt, daß er den rechten Sinn getroffen hätte. Weit größer, weit stärker, weit klüger, weit älter  sein. Er hat weit mehr Verstand, als die Andern. Ih wollte gern noch weit mehr leisten, wenn ich nur könnte. Ih habe dich doch weit lieber, als du mich. I diesen Fällen muß weit immer vor dem Worte stehen, welches es verstärkt; es darf also z. B. nicht heißen: »Die Dichtkunst ist weit was Edlers,« für, etwas weit Edleres. Gottsched. Auf ähnliche Art gebraucht man auch bei weiten, einen folgenden Ausspruch zu verstärken. Das ist bei weiten gefehlt. Die Erde ist bei weiten größer, als der Mond. Das ist bei weiten mehr, als ich gedacht habe. Besonders vor Verneinungen. Das sind sie bei weiten noch nicht alle. Er kömmt ihm bei weiten noch nicht gleich. Das rührt mich bei weiten noch nicht so, als  Für dieses bei weiten sagt man im O. D. auch nur weit. »Diese Bemerkung klärt weit das nicht auf, was man damit aufklären zu können geglaubt hat.« Götting. Anzeigen. »O sonst war sie weit nicht so lebhaft und ernst, und rührbar und weich.« I P. Richter. Manche sagen und schreiben, aber ungut, bei weitem. 5) I wie weit, für, in wie fern. »Ih will es nicht ausmitteln, in wie weit es gut sei, Kinder der Natur in diesem Stück anheim zu geben.« Hippel.
10668 Zeichen · 183 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    weitst. M. (a?, i?)

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    weit , st. M. (a?, i?) nhd. Waid (M.), Färberwaid ne. woad ÜG.: lat. (hyacinthus) Gl, (isia) Gl, (sandyx) Gl, lat.-ahd.?…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    WEITstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +8 Parallelbelege

    WEIT ? stn. angel? Schmeller 4,200 führt aus einer handschrift an: pern, weiter und taubel und mit weu der fisch gevange…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    weitM.?

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    weit , M.? Vw.: s. wēt L.: Lü 569b (weit)

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Weit

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Weit , -er, -este, adj. & adv. einen Abstand zweyer Dinge, eine Entfernung zu bezeichnen. 1. Eigentlich. (1) Von dem Abs…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    weit

    Goethe-Wörterbuch

    weit [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  6. modern
    Dialekt
    Weitn.

    Mecklenburgisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Weit n. Wissen: dor heff ick kein Weit von Pa Suck .

  7. Sprichwörter
    Weit

    Wander (Sprichwörter)

    Weit 1. Der kommt am weitesten, der nicht weiss, wohin er will. Man sagt, dass diese Redensart der berühmt gewordene Bau…

  8. Spezial
    weitadj

    Dt.-Russ. phil. Termini · +2 Parallelbelege

    weit , adj широкий , п

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit weit

1.034 Bildungen · 989 Erstglied · 32 Zweitglied · 13 Ableitungen

weit‑ als Erstglied (30 von 989)

weither

SHW

weit-her Band 6, Spalte 435-436

weithin

SHW

weit-hin Band 6, Spalte 435-436

weitlaufig

SHW

weit-laufig Band 6, Spalte 435-436

Weitmaul

SHW

Weit-maul Band 6, Spalte 435-436

Weitsprung

SHW

Weit-sprung Band 6, Spalte 435-436

Weitwurf

SHW

Weit-wurf Band 6, Spalte 435-436

weitöhrig

SHW

weit-öhrig Band 6, Spalte 435-436

weitab

DWB

weitab , adv. , fern: weitab aus der einsamkeit Eichendorff werke 3, 538 ; nachbarn, die weitab wohnten H. Zillich zw. grenzen u. zeiten (19…

weitabgelegen

DWB

weitab·gelegen

weitabgelegen , partiz.-adj. , räumlich: von fernen weitabgelegenen landen bibel ( Nürnb. 1662) zu Luk. 11, 31 ; in einen weitabgelegenen hi…

weitabgelegenheit

DWB

weitab·gelegenheit

weitabgelegenheit , f. : der weithabgelegenheit halber auch di negst gesessenen benachbarten hern und stetten zuersuchen (1558) bei Bieneman…

weitabstehend

DWB

weitab·stehend

weitabstehend , partiz.-adj. : mit den ... weitabstehenden rockschöszen Gaudy werke (1844) 4, 123 . weitabstehende ohren u. ä. —

weitære

Lexer

weit·aere

weitære stm. BMZ der mit dem weit fischt Schm. Fr. 2,1053.

weitärmelig

DWB

wei·taermelig

weitärmelig , adj. : auf den weitermlichen kietlichen und schürtzen sächs. policei- u. kleiderordn. (1612) 38. —

weitärschen

RhWB

weit·aerschen

weit-ärschen -ēəšən Waldbr-Eckenhg schw.: weite Sprünge machen, über seine Verhältnisse leben; wann de w. kannst, dann kann ech et och.

weitästig

DWB

weit·aestig

weitästig , adj. : wit estick palmula Diefenbach 407 c ; eine sperrige, weitästige birke Jean Paul werke 38, 128 Hempel. —

weitäugig

DWB

weit·aeugig

weitäugig , adj. : ' grosze augen habend, machend ' Heinsius wb. 4, 1582 a .

weitanhaltend

DWB

weit·anhaltend

weitanhaltend , partiz.-adj. : von da trabte man rasch weitanhaltende wiesen hindurch voll gras und blühender kräuter Ritter erdkde. 11, 477…

weitarbeiten

DWB

weit·arbeiten

weitarbeiten , vb. : ' auf dem felde arbeiten im gegensatz zu daheim ' Unger-Khull 624 b .

weitarsch

DWB

weit·arsch

weitarsch , m. : ... er nennt weitärsche die Jaonier ( χαυνοπρώκτους ) Voss Aristophanes 1, 11 . 'wickaasch jem., der häufig durch eine tür …

weitartig

RhWB

weit·artig

weit-artig -ātəχ Sieg-Ägid Adj.: grossartig, ins Weite gehend; w.ə Ture konne mer net mache; dofür hammer ken Geld.

weitasche

Lexer

weit·asche

weit-asche , weid-asche f. waidasche, sandix Dfg. 510 c , n. gl. 326 a . Fasn. 1218. S.Gall. stb. 2, 78. Np. 262 f. Chr. 2. 89,22. Erf. wass…

weit als Zweitglied (30 von 32)

faírweit?

KöblerGot

*faírweit? , st. N. (a) nhd. Hinblick, Aufmerken, Neugier ne. view (N.), attentiveness, inquisitiveness Hw.: s. fairweitjan Q.: Regan 30, Sc…

anderweit

DWB

ander·weit

anderweit , adv. altera vice, iterum, entstellt aus mhd. anderweide, man nahm es aber für weit, weiter ( porro ) und gab ihm den sinn von an…

angelweit

DWB

angel·weit

angelweit , adj. und adv. latissime patens, sperrweit, sperrangelweit, so weit es der thürangel gestattet: sie sperren zu mir angelweit das …

beweit

Lexer

be-weit part. s. bewegen.

drēweit

KöblerMnd

drēweit , Adj. Vw.: s. drēwēide*(1)

fernerweit

DWB

ferner·weit

fernerweit , porro, amplius, gebildet wie anderweit, das 1, 314 aus mhd. anderweide gedeutet wurde, doch leicht verband man ferner noch zum …

fraweit

KöblerGot

fra·weit

fraweit , st. N. (a) nhd. Strafe, Rache ne. punishment, revenge (N.), vengeance, retribution ÜG.: gr. δίκη, ἐκδίκησις; ÜE.: lat. poena, vind…

himmelweit

DWB

himmel·weit

himmelweit , adj. und adv. weit wie der himmel: die sonne musz stets gehen, der himmel walzet sich, die see kan nimmer stehen: so, könig, bi…

idweit

KöblerGot

idweit , st. N. (a) nhd. Schmach, Schimpf ne. ignominy, reproach (N.), disgrace (N.) ÜG.: gr. ὀνειδισμός, ὄνειδος (= idweit mein); ÜE.: lat.…

jȫdenswêⁱt

MNWB

joden·sweit

jȫdenswêⁱt (juͦdenschweit) schimpfliche Bezeichnung der von dem Lübecker Kaufmann H. Israhel gebrauten Biersorte. Vgl. îsrahelbêr.

jûdasswêⁱt

MNWB

judas·sweit

jûdasswêⁱt , j. swê(i)ten aus Angst vor der Entdeckung begangenen Verrates schwitzen.

jǖdenschweit

KöblerMnd

jǖdenschweit , N. Vw.: s. jȫdenswēt

meilenweit

DWB

meilen·weit

meilenweit , adj. und adv. milliaris longitudinem habens. Stieler 2490 : aber ich musz ihm weisen, dasz er meilenweit geirret habe. causenm.…

pflugsräderweit

DRW

pflugsräderweit, adj. breit wie der Radabstand der Pflugräder wo ainer ainen newfang pei den ackern machet, so sol er phluegsrederweit ainen…

Reisspießweit

DRW

reisspieß·weit

Reisspießweit, n. Länge eines Reisspießes ob ein persohn flichtigen fueß sözt umb todtschlag ... und daß perkrecht erraicht, der solle drei …

rutenweit

DRW

ruten·weit

rutenweit, adj. mit dem Abstand von einer Rute (XIII 1) vgl. rutenbreit, rutelang ob etlicher burger het hecken wider die mark zihen, soll e…

sperrangelweit

DWB

sperrangel·weit

sperrangelweit , adv. so weit als es der thürangel gestattet, verstärkende vereinigung von sperrweit und angelweit, als wort der täglichen u…

sperrweit

DWB

sperr·weit

sperrweit , adj. , angelweit, patentibus foris. Stieler 2490 , spalancato, aperto alla spalancata. Kramer deutsch-ital. dict. 2 (1702) , 859…

sëlbzweit

Idiotikon

sëlbzweit Band 7, Spalte 825 sëlbzweit 7,825 M.

ungezweit

KöblerMhd

ung·e·zweit

ungezweit , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. ungezweiet

Ableitungen von weit (13 von 13)

beweit

Lexer

be-weit part. s. bewegen.

beweiten

MeckWB

beweiten wissen bei etwas 1. um eine Sache wissen, Mitwisser sein: 'dat wy mede beweten scolden rof edder brant' ( Wi Sternb 1351) UB. 13, 1…

erweit

Lexer

er-weit , er-weite s. erwegen.

erweiten

DWB

erweiten , dilatare, amplificare, ahd. nur giwîtan. wie viel hab ich derer gesehen, welche krägen tragen, die vielmehr für karrenräder zu ha…

erweitung

DWB

erweitung , f. was erweiterung.

geweit

DWB

geweit , adjectiv und adverb , mundartliche verbreiterung zu quitt, quît, queit, vgl. oben th. 7, sp. 2378. Kehrein volksspr. in Nassau 1, 1…

geweite

DWB

geweite , n. , mundartliche bildung zum fem. weite ( s. d. ), die in der bergwerkssprache der bedeutungsverengerung unterliegt: geweite ... …

unweit

DWB

unweit , adj. adv. , mit un IV B und C zusammengesetztes weit ( s. d. ). vgl. älteres unfern. mhd. unwît, mnl. onwijt sind nur adj., das adv…

urweit

DWB

urweit , adv. , sehr weit (ur- C 4 a): u. aus den wolken S. v. Birken Guelfis (1669) 243 .

Verweit

Wander

Verweit Verweit 1 as ên Judensêl. ( Holst. ) – Schütze, IV, 355. 1 ) In Gedanken versunken, abwesend, nicht aufmerkend, und, wie oben, verlo…

verweiten

DWB

verweiten , v. , westfäl. verwidden, weit machen Woeste 297 ; ostfries. Stürenburg 317 ; nun hat sich die sach nach des hertzogen tod verwei…

verweitung

DWB

verweitung , f. : verwydynge, uxesis Schueren Teuthonista, s. Diefenbach glossar 633 b .

weite

DWB

weite , f. , ahd. wîtî, wîtîn, mhd. wîte, wîtin, wîten, nhd. weite mit mundartl. entsprechungen, daneben weitin, weiten: weytin Herold-Forer…