lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

schneiden

nhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
16 in 15 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
101
Verweise raus
171

Eintrag · Rheinisches Wb.

schneiden

Bd. 7, Sp. 1587
schneiden das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk -airə, –ęi- [Birkf-Idar -ēr-; Saarbr im Monophthonggeb. -īr-], Part. gəšnit, –īt; Mosfrk -ęid-, –eid [WBitb -ęd-; OBitb -ęgd-; Prüm -egd-; ONeuw, SOAltk -ęil-], Prät. fehlt (doch Bitb-Wilsecker, Prüm -ū:t], Part. gəšnīd(ən); Rip, im berg. Mouillierungsgeb. -egə (Köln-Stdt -i-), Prät. -et, Pl. -edə u. -etə, Part. gəšnidə, –ed- [Neuw-Rheinbreitb -egə]; OBerg im nicht mouillierenden Geb. -īə, du –its, hE –it, Prät. -et, Pl. -ēən, Part. jəšnēən; NBerg -īd-, –its, hE –it, Prät. -ēt, Part. xəšnēdən [Wermelsk -egə, Part. jəšnīdən]; Eup -ijə; Aach, SNfrk -ī·ə., -its, hE –it, Prät. -īət (-īədə), Part. jəšnīə, –iəjə, –īənə; Klevld -eə, –īə, Prät. -edə, –enə, –īdə, Part. jəšnet, –ēə, –īə st. (Klevld vielfach schw.): 1. wie nhd. a. absol. mit persönl. Subj. u. Subj. das Schneidewerkzeug; du schnecks got (net richtig); dat Metz (udgl., doch mehr Beil, Axt) hat goden (kenen) Schnitt, schneck wie Gef (Gift) Rip, Allg., — Zitz Bitb-Ehlenz, — en Flimm (Aderlassmesser) Mörs, — Fett Heinsb-Haaren, — der (richtige) Deiwel Mosfrk, Allg., — rosen (rasend) sehr gut Saarbg, Allg., — wie e hölze Walz sehr schlecht Aach-Broichweiden, — as ene doje (toter) Hond (Jud) bitt (beisst) Klevld, Nfrk, — wie (kalt) Wasser brennt Rip, — breht Neuw-Niederhsn, — wärmp Kurtschd, — ging (würde) schn., wenn et kinnt Saarbg (s. weiter bei Messer); der Gegenstand schneid sech wie Speck lässt sich gut, zart schn. May, Allg.; wär et Gras gout nass, gäng et sich g. schn. Saar, Allg.; et Gras schneid net lässt sich nicht gut schn., da es zu dünn steht Koch, Allg. — Auch an etwas schn. u. mit Obj.; dat (stumpfe) Metz schneck Botter, wann se wech (weich) ös Sieg, Allg., — Wasser bes of de Grond Mosfrk, Allg., — Botter bes of de Telder on W. b. of de Gr. May, — B. e jen Sonn Aach-Vaelserquartier, — warm Wasser un weiche Käs Rhfrk, Allg. (s. weiter bei Messer). RA.: Blo on rut (geschmiedet) schneck wie de schwer Nut Sieg-ODollend. Zo scharf schnick nit, zo spetz stich nit Köln-Stdt, Rip, Mosfrk, Rhfrk; allze sch. schneid nöt Mosfrk, Allg. En kodde (böse) Zung schnick schärfer als et beste Metz Köln-Stdt. Dreimol geschnedde (den Stoff) on noch ze kuərt (kurz) Dür. Dat es net gesteəke on net geschniə taugt nicht SNfrk. Wen öm Sommer nöt wöll schn. (Getreide), muss öm Wönter Honger leiden Trier-Stdt. Der schnitt op et Glöck an wenn einer das Brot schief anschneidet SNfrk. — b. etwas schn., einen Schnitt in etwas machen, es abschneiden; doch immer mit Schneidwerkzeugen, die mit der Hand nahe an den Gegenstand herangeführt werden, also nicht erst geschwungen werden, für dieses gilt hauen, schlagen; man schneidet Brot, Fleisch, Gemüse mit dem Messer, Stoff, die Haare mit der Schere, den Baum, die Hecke (s. auch schnauen), den Weinstock mit dem Baummesser, mit der Schere, Holz mit der Säge; Stroh mit der Häckselmaschine; man schneidet etwas kaput, fort, weg, heraus, in etwas herin, das geschlachtete Schwein auseinander, schn. die Kartoffeln in Stücker (Scheiben, Dalern), die Bohnen in Döbbelcher; man schneidet eine Kerbe ins Holz; Gras, Getreide wird mit der Sichel, Krumme geschnitten, aber auch gehauen, mit der Mähmaschine wird geschnitten u. gemäht, abgemacht; Getreide wird mit der halblangen Sichte gehauen (gesichtet), da sie geschwungen wird; Gras, Getreide wird mit der langen Sense gemäht u. geschnitten (s. Korn) [im SNfrk, Klevld wird Getreide gemäht, Gras geschnitten]. RA.: Et geiht fort es geschniəm Brot verkauft sich gut MülhRuhr, Nfrk, Rip. Getällt (gezähltes) Geld on geschniə Bruət es rif (leicht weggehendes) Eəte Heinsb (s. weiter bei Brot). Dönn geschnidden on decke geschmert es der schluchigen Schnauze jet wert Altk-Birken. Stell die Ledder (Leiter) an de Wand, holl dat Metzer an de Hand, schnegg en decken Gref (Griebe), dat de Korf iwerläft (überläuft) aus einem Heischelied Prüm-Philippsw. Wenn de Strotumer (Kref-Stratum) Schinke schn., modde de Gellper (Gellep) Honger liən Kref. Speck schn. einen flachen Stein so über eine Wasserfläche werfen, dass er mehrfach aufhüpft Lennep-Elbringhsn (s. auch Brot, Wasser schn.). Eich han dem emol de Bire geschnit die Wahrheit gesagt Trier. Du häs widder (das Gemüse) geschnedde, dat en Koh et der andere recke (reichen) kann MülhRh-Heumar. Et (der Stoff) as eso geschniden, et muss och eso geneht gön wie vorbereitet, so auch durchgeführt Trier-Mehring, Wermelsk. Us dem Werrer (stürmischen Wetter) ka mer zwei schn. Siegld. Dem han ich es (einmal) de Hor (de Bart) geschnidde ihm die Wahrheit gesagt Sieg, Allg. (s. Haar, Bart). Enge der Stutz schn. ihn übervorteilen Aach. Dem han se Trappe (Treppe) geschnedden die Haare ungleichmässig geschnitten Rip, Nfrk. Wann duht de Kaiser de Kapp ab? Wann e de Hor geschnid kriet Simm-Reich. Dem mott mer de Flügele (Nägel) schn. ihn kurz halten MGladb, Allg. Schnit mech wie ene Steck, da waəss (wachse) ich wie ene Geck sagt die Dornhecke Eup. De geht Widdsen (Weiden) schn. macht sich aus dem Staube Geld-Nieukerk. An de nächste Hegge schneid mer de beste Stecke bei der Wahl der Frau soll man in der Heimat bleiben Kreuzn. Mer geh schn. im Frühjahr die alten Reben am Weinstock entfernen; der Weinstock of Aue, of Käpp (Köpfe) schn.; es werden Zappe (Zapfen) mit 1—2 Augen oder Käpp mit 3—4 A. oder Bogreben (Biglicker) geschnitten; mer gehn kohl (kahl) schn. Mos, Allg. im Weinbaugeb. Einen Baumstamm en Träve schn.; die Fassdauben rumschn. deren Köpfe abschn. Mos, Allg.; Leisten in Verstek schn. winkelig schn. Klev. Der schnitt et Brett, wo et am dönnsten es drückt sich vor der Arbeit Gummb. Dat es nit et rechte Holz, för Bilder drus zo schn. der Kerl taugt zu der Aufgabe nicht Köln-Stdt. An dem Holz möch (möchte) ich nüs (nichts) ze schn. han mit dem Menschen möchte ich nichts zu tun haben Schleid-Udenbreth. Die sen ut et selve Hot (Holz) geschniə von derselben Art SNfrk, Allg. Ech ben och net ut en dänne Boərd geschniə nicht gefühllos Kemp-STönis. Sech en Kerf (Kerbe) en't Uahr (Ohr) schn. sich etwas merken Elbf. Van anger Löcks (Leuten) Ledder es got Reme schn. Rip, Allg. Dat (Mädchen) moss Tubak schn. es bleibt beim Tanze zurück Zell-Briedel. Esu kalt wie geschniəden Eis Prüm. Esu rut (rot) wie geschnedde Blot (Blut) MüEif. Ich kann et mir doch net us de Rebbe (Rippen) schn. ich habe das Geld nicht Rip, Allg. Der Newel (Luft) es sud eck, mer kann en schn.; dat es en Kaffi (so stark), den kammer schn. Mosfrk, Allg. — Eich hon em de Gerscht (Gerste) geschnit ihm die Wahrheit gesagt; haschte schonn de G. g.? beim Geschäft gut abgeschnitten Rhfrk. Wann et Kor (Korn, Roggen) zeidig es, muss mer et schn man soll nicht die Gelegenheit verpassen Saarl. Se Elzert (Bernk-Elzerath) schn. se grein (grün) de Wäss (Weizen), en Meərtsched (Merschd) weren de Katze gefress Neckspr. Sech et Gras enner de Fiss (Füssen) ewegschn. lossen seinen Vorteil nicht zu wahren wissen Bitb. — Sonst technisch; absol. Bleche auf Länge schn., in der Sägenschmiederei Remschd; absol. u. den Mühlstein schn., die sogen. Schneckkant, die Rippen auf der Fläche des Steines, mit der Bille hauen, schärfen Sieg. Schiefer schn., in Einzelplatten zerlegen; de Gongk es geschniden die Seiten- u. die Deckenwand des Schieferstollens ist gleichmässig bearbeitet Mayf; die Grawe (Entwässerungsgräben in der Wiese) were geschnid (ausgestochen) Hunsr (sonst stechen), Trier-Conz, Wittl-Reil, Zell; dran schn. am Zeug, dranlassen, wenn daraus etwas (Ärmel-, Rockschnitte) zum Nähen geschnitten wird; den Kleərrock an de Talje dr. Gummb-Berghsn. — c. einen Menschen, ein Tier schn. α. von (aus) etwas losschn.; ech schn. mech los gesagt von dem, der bei einer Schlägerei ins Gedränge gerät, ich steche so lange um mich, bis ich herauskomme Altk-Birken; übertr. ene losschn. für jemand Schulden bezahlen, Bürgschaft leisten Rip, Allg. RA.: Du behangelst (-handelst) mek, äs wenn de mek vam Streck (Galgen) geschniəden hätts Elbf, Verbr. He es sinem Vader wie ut dem Geseit (Gesicht) geschniə er gleicht ihm MGladb, Allg.; et ös sei V. wie aus den Awe (Augen) geschniden Mosfrk, Rhfrk, Berg. — β. einen, sich schn., mit einem Schneidwerkzeuge verletzen; he hät mech geschnidde; ech han mech möt (an) dem Metz g., su scharf ös et; sech en de Fenger schn Rip, Allg. Soss en Frau em Keller, wor am Eərpel (Kartoffeln) schelle, schnick sech en de Domme (Daumen), do fängk der an ze bromme Sieg-Meind. So geht et en der Welt, wenn mer E. sch., dann schnitt me sek en den Dumen, dann krit me leckere Prumen (Pflaumen) Berg, — Fenger, dann geht men nor Frauw Denger, en Läppke öm de Fenger. Summ, s., s., schniə dech net en der Dumm, schn. dech net en der klene Fenger, dat donnt bloss de klene Kenger (Kinder), s., s., s., schn. dech net en der D.! Kemp-Breyell. Wenn ich mich en de Fenger schneck, dann schreie ich »au wih«, dann drieh (drehe) ich mich e Läppche dröm, dann deht et net mih wih! Dür-Girbelsr. Die Mau (Ärmel) schneck mich en de Ärm sie ist zu enge Rip, Allg. — γ. einen u. an einem schn., operieren; der Dokter schneck gern; de Döktersch han an em erömgeschnidde Rip, Allg.; einem Kinde de Pocken schn. es impfen (s. Pocke). — δ. ein Tier kastrieren, einen entmannen Allg. RA.: E micht e Gesicht (so finster) wie e geschnidene Bock Mosfrk. He löppt as en geschnienen Hund Berg. Dat geht net, als we mer en Katz schneck, mer blös (bläst) er en et Louch (Loch) on löt (lässt) se lofe das ist keine Kleinigkeit Rheinb-Meckenh. Der unsittliche Mann muss geschnid were Hunsr. — 2. übertr. a. etwas schn. α. in bestimmten Wend.: Gesechter (Fratze, Grimasse) schn. Grimassen schn.; en Gesech schn. das Gesicht verziehen; au (alte) Ape (en alde Ratt) kann me geng Gesechter schn. liəhre einem Alten kann man nichts vormachen, da er es schon besser kann Rip, Allg. En paar Auen schn. wie en Kalf grosse Augen machen; Knäf (Knäufe) schn. dass.; e Poor Kleckerten schn. dass.; äm e Poar Ogen schn. ihn warnend oder strafend ansehen Mosfrk; et Kend schneid e Scheppche verzieht schmollend den Mund Birkf; der schneck er ävver en dass. Dür-Nothbg. Plän schn. dumme Pläne vortragen Rheinb-Kirchh; kahl (kahle) Pl. schn. Neuw-Breitschd. He hät der Fompert geschniə aufgeschnitten, gelogen Kemp-Boish. Ener (enem) de Kur schn. wie nhd. Rip, Eup. Änem de Flabbes schn. einen Verweis erteilen Koch-Lutzerath, — de Topert schn. Trier, Bitb, Wittl; äm de Fast (Furz) schn. ihm den Übermut austreiben Bitb-Geichl; he het de Schnobben (Schnupfen) geschniən kreən ist für seinen Vorwitz bestraft Gummb-Nümbrecht. — β. de Kiəhr (Wegebiegung) tu scharp schn. mit einem Fahrzeuge nehmen Gummb. — γ. Wengd schn. prahlen Gummb-Lobschd. — δ. in der Wend.: Dem hät et ävver geschnedde er hat viel im Spiel gewonnen Rheinb-Wald. — ε. sich romschn. wie e Bret (Brett) sich sehr gut umwenden lassen, vom Pfluge Bitb-NWeis. — b. einen schn. α. einen schmerzen; dat schniət mich (mir) dor et Lif tat mir sehr weh (seelisch) Kemp, Allg.; der Wengk (Wind) schneck enem en et Gesech Rip, Allg.; wie schnitt et mich! ich habe Ekel davor Geld. — β. einen nicht beachten, nicht grüssen Allg. nach dem Nhd. — γ. einen übervorteilen, betrügen, ihm zuviel abfordern; der schneid se och, wo er kann; den as geschnide gen Mosfrk, Allg.; die hong (haben) geschnidd krien Wend. RA.: Den hant se geschniəden ohne Metz (Messer) Elbf; de schnitt se oəhne Schiər (Schere) Erk-Bellinghv; Börg bliwe, dat es nit schlemm, sät de Frau, mär dat Schn. düht so weh Mörs-Rheinbg. — Lügen; de het et Schn. erüs; dat elo es geschnidde Daun-Auel, Merz-Erbring. — δ. einen, sich auffällig kleiden; der schneck ävver wedder; wat der en schneid! Altk-Herdrf, Sieg-Lohmar; kik ens, wat de öhm schnitt Kemp-Bistard, Mörs. RA.: Van buten (aussen) schnitt hei öhm on van bennen (innen) hät hei nit en ganz Hemd an! Mörs. — De Feger schn. sich gross aufspielen Sieg-ODollend. — Schnire ha Bauchgrimmen Siegld. — ε. sich schn., sich täuschen, irren; de wirscht dich schen schn.!; do hott eich mech ebbes geschnide Rhfrk, Allg.; do han ech mech ävver fies geschnidde; schneck dech eckersch (nur) net!, auch du wiərsch dech noch en de Fenger schn. Rip, Allg., — en de Zong (Zunge) schn. Aach-Breinig. Sich a (in) sein eige Flesch schn. sich selbst schädigen Bitb, Allg. — De es geschnidde verlegen, zahm, ruhig Kobl-Güls, Dür-Grevbr. RA.: Wenn de gehirot es, es he geschniə on hel (heil) Grevbr-Jackerath. — ζ. sich schn., Winde ablassen, furzen Altk, Siegld. — Abl.: die Schneiderei, dat Geschneid(s).
12539 Zeichen · 291 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schneiden

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Schneiden , verb. irreg. Imperf. ich schnitt; Mittelw. geschnitten; Imper. schneide. Es kommt in doppelter Gestalt vor. …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    schneiden

    Goethe-Wörterbuch

    schneiden häufig PartPrät (einmal abgekürzt ‘geschnitt.’ FfA I 17,630 ), gelegentl subst Inf u PartPräs 1 (an einem Gege…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schneiden

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Schneiden , verschneiden, den Wein mit geringeren Sorten mischen; wohl auch mit Spiritus etc. versetzen (schmieren).

  4. modern
    Dialekt
    schneiden

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    schneiden , Schneider s. schnide n , Schnider.

  5. Sprichwörter
    Schneiden

    Wander (Sprichwörter)

    Schneiden 1. Er schneidet aus einem Tage zwei Stunden mehr als andere Leute. 2. Et is nu enmoal snien, et maut ok nu nai…

  6. Spezial
    schneiden

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    schnei|den (schnitt, geschnitten) I vb.tr. 1 (mit einem Schneidegerät zerteilen) taié (taia) 2 (in Scheiben schneiden) t…

Verweisungsnetz

227 Knoten, 233 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 5 Hub 3 Kompositum 211 Sackgasse 8

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schneiden

39 Bildungen · 2 Erstglied · 32 Zweitglied · 5 Ableitungen

Zerlegung von schneiden 2 Komponenten

sch+neiden

schneiden setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schneiden‑ als Erstglied (2 von 2)

schneidenvogel

DWB

schneiden·vogel

schneidenvogel , m. crotophaga, madenfresser Leunis synopsis der naturgesch. des thierreichs 2 § 164, 9.

schneiden als Zweitglied (30 von 32)

abschneiden

DWB

abschneiden , amputare, davon schneiden, nnl. afsnijden, mhd. abe snîden. sinnlich: das korn vom acker, die blume vom strauch, die traube vo…

alplohnschneiden

DRW

alplohnschneiden den Lohn in die Teßle einschneiden SchweizArchVk. 11 (1907) 192

anschneiden

DWB

anschneiden , incidere, admordere, delibare: brot, fleisch, käse, kuchen anschneiden; auf dem kerbholz anschneiden. das korn, das getraide i…

aufschneiden

DWB

auf·schneiden

aufschneiden , dissecare, nnl. opsnijden. 1 1) aufkerben, dem holz einschneiden; der bank, der rinde des baums den namen aufschneiden. 2 2) …

ausschneiden

DWB

aus·schneiden

ausschneiden , exsecare, exscindere, ahd. arsnîdan, ûʒarsnîdan ( Graff 6, 841 ), nnl. uitsnijden. 1 1) einem die zunge ausschneiden: man sol…

außereinanderschneiden

DRW

außereinanderschneiden auseinanderschneiden vgl. A-B-C deser zedulen synt zwa gelych sprechende ... oevermitz boichstaven ABCD etc. uysser e…

Bandschneiden

Wander

band·schneiden

Bandschneiden Er geht Bandschneiden. Band zum Binden der Garben. Da die Weidenbäume meist in der Nähe von Flüssen wachsen, so ist mit dem Sc…

beschneiden

DWB

beschneiden , circumcidere, amputare, mit der bedeutung von be = um, umbi, wie die angegebnen lat. wörter circum und am, amb ἀμφί enthalten;…

durchschneiden

DWB

durch·schneiden

durchschneiden , perscindere persecare, mhd. durchsnîden, niederd. dôrsnîen Schambach 46 a , niederl. doorsnijden. 1 1. untrennbar. 1@a a. e…

einschneiden

DWB

ein·schneiden

einschneiden , incidere, nnl. insnijden. 1 1) einen schnitt in etwas machen: der diamant schneidet in glas ein; seinen namen in den baum, in…

Hineinschneiden

Wander

hinein·schneiden

Hineinschneiden Er schneidet hinein 1 wie der Gärtner in den Buchsbaum. 1 ) Der Schneider in den Zeug, der Wundarzt ins Fleisch u.s.w.; rück…

Krabbenschneiden

Wander

krabben·schneiden

Krabbenschneiden Krabbenschneiden gehen. So nannte man im 18. Jahrhundert das Verfahren der Soldaten in Deutschland, namentlich in der Mark,…

leibschneiden

DWB

leib·schneiden

leibschneiden , n. schneidendes weh im unterleib: wer so sich stopft wie du dich gestopft, — und den magen pfropft wie du ihn gepfropft, — d…

nachschneiden

DWB

nach·schneiden

nachschneiden , verb. 1 1) scalpturam imitari Stieler 1899 . 2 2) schneidend nachbessern: mit einer nachgeschnittenen feder ist, wie erfahrn…

Ohrenabschneiden

DRW

ohren·abschneiden

Ohrenabschneiden, n. eine Leibesstrafe Sachhinweis: HRG.¹ III 1227 die merklich scheden mit stocken, blochen, orenabschneiden und dergleiche…

Pfennigbeschneiden

DRW

pfennig·beschneiden

Pfennigbeschneiden, n. Verkleinerung und damit Wertminderung von Münzen durch Abschneiden der Ränder vgl. kippen, Münzverfälschung d[arumbe]…

Riemenschneiden

DRW

riemen·schneiden

Riemenschneiden, n. Strafe und Folter, wobei ¹Riemen (II) aus der Haut eines Delinquenten geschnitten werden bdv.: Riemenschnitt kombt aber …

Schweinschneiden

DRW

schwein·schneiden

Schweinschneiden, n. (privilegierte) Tätigkeit, Gewerbe des Kastrierens von ¹Schweinen (I); auch das Privileg hierzu sowie die Einnahmen dar…

Strohschneiden

DRW

stroh·schneiden

Strohschneiden, n. Zerkleinern von Strohhalmen zu Häcksel daß die jenigen personen, so sich deß stroschneidens ernehren, hin vnd wider bey d…

Traubenschneiden

DRW

trauben·schneiden

Traubenschneiden, n. Abschneiden von Trauben; Traubenlese im weingart ... druben schniden ... ist dye eynung 1 diepschilling 1491 Hunsrück/G…

umschneiden

DWB

umschneiden , vb. 1 1) untrennbar. um — herum schneiden, ringsum beschneiden, ringsum abschneiden; circumscindere umbsnyden Diefenbach 122 b…

verschneiden

DWB

versch·neiden

verschneiden , verb. durch schneiden kürzen, verletzen, vernichten, hinwegnehmen, ahd. farsnîdan Graff 6, 842 , mhd. versnîden Lexer handwb.…

vorschneiden

DWB

vorsch·neiden

vorschneiden , verb. , vgl. fürschneiden th. 4, 1, 1, sp. 801 ( dort die lexik. belege für für- und vor-); mhd. vürsnîden Lexer 3, 609 ; pre…

Wégschneiden

Adelung

weg·schneiden

Wégschneiden , verb. irregul. act. (S. Adelung Schneiden ,) schneidend, durch einen oder mehrere Schnitte wegschaffen.

Ableitungen von schneiden (5 von 5)

beschneiden

DWB

beschneiden , circumcidere, amputare, mit der bedeutung von be = um, umbi, wie die angegebnen lat. wörter circum und am, amb ἀμφί enthalten;…

erschneiden

DWB

erschneiden , emetere Maaler 116 d , succidere Stieler 1899 : man kanns nicht erschneiden, falci repugnat.

geschneiden

DWB

geschneiden , verb. schneiden, übertragen auf innere empfindung, kümmern: hei! was geschneids dann auch mich? Simpl. 2, 30.

verschneiden

DWB

verschneiden , verb. durch schneiden kürzen, verletzen, vernichten, hinwegnehmen, ahd. farsnîdan Graff 6, 842 , mhd. versnîden Lexer handwb.…

zerschneiden

DWB

zerschneiden , verb. , zu schneiden ( th. 9, 1252); ahd. zasnîdan, mhd. zersnîden, mnd. to-, mnld. tesnîden; Diefenbach gl. 138 c ; Alberus …