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Schatten

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Wander
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Schatten

Bd. 3, Sp. 106
Schatten 1. Der Schatten der Alten macht mehr als der jungen Leute Gewehr. 2. Der Schatten des Lahmen ist krumm. – Gryphius, 39. 3. Der Schatten des Sommers ist angenehmer als des Winters Sonne. Lat.: Solibus hybernis aestiva est gratior umbra. (Chaos, 991.) 4. Der Schatten eines Thurms ist bisweilen grösser als der Thurm. – Lehmann, 940, 30. 5. Der Schatten ist ein gering Ding vnnd weicht doch der Sonne nicht. – Lehmann, 717, 13. 6. Der Schatten längt sich nach dem Leibe; und der Schmeichler redet, wie es sein Herr gern hört. – Törning, 138. 7. Der Schatten vom eigenen Baume ist besser als von einem fremden Walde. – Altmann VI, 395. 8. Die nach Schatten haschen, haben nichts in den Taschen. 9. Es macht auch der Schatten von eim Closter fruchtbar. – Gruter, III, 35; Lehmann, II, 157, 170; Fischart, Gesch., in Kloster, VIII, 490. An der grossen Fruchtbarkeit und Befruchtungskraft der Klöster zweifelt wol niemand, der die geheime Geschichte derselben etwas kennt. Der blosse Mönchsschatten konnte für einen Mann schon bedenklich werden, wenn er sich dem Hause näherte. Dass das Sprichwort von Mönchen erfunden worden ist, um die leichtgläubige Menge von dem grossen Segen der Klöster zu überzeugen, leuchtet sogleich ein, wenn auch gar nicht bestritten wird, dass viele der ersten Anstalten dieser Art einen wohlthätigen Einfluss auf den Anbau des Landes ausübten. 10. Man muss dem eigenen Schatten nicht trauen, wenn er sich auch noch so gross macht. n.: Tro ikke din egen skygge om den end viiser dig stor. (Prov. dan., 510.) 11. Man muss seinen eigenen Schatten messen. Holl.: Men moet zijne eigene schaduw meten. (Harrebomée, II, 242a.) 12. Niemand kan vber seinen eigenen Schatten springen. – Lehmann, 835, 2; Schrader, 56. n.: Ingen kand springe over sin egen skygge. (Prov. dan., 527.) 13. Ohne Schatten, ohne Seele. – Germania, V, 70. Der Mythus vom Körperschatten und Schattengeist. In Bezug hierauf gibt der Aelpler und Senne dem Schatten gern die Ehre, wenn die Rede auf scheinbar geringe, in ihren Folgen jedoch wesentliche Umstände kommt, und sagt sprichwörtlich: Die Sache (s.d.) freilich ist klein, aber ihr Schatten ist lang. Erinnert auch an A. von Chamisso's Mann, der seinen Schatten verloren hat, wie damit an den Schattengeist. (Vgl. Rochholz, I, 92.) Der Skandinavier nannte diesen Schatten und Geleitsgeist die Fylgja und unterschied diese als eine Forynja, die dem Menschen vorausschritt, seine personificirte Vorsicht, und als eine Hamingja, die seinem Körper schattengleich nachschwebte. Wer am Sylvesterabend seinen Schatten ohne Kopf sieht, stirbt im nächsten Jahre. (Kuhn, Nordd. Sagen, 408, 148.) Während des Essens am Weihnachtsabend erblickt mancher beim Umschauen seinen Schatten doppelt, ein solcher stirbt dann im nächsten Jahre. (Schönwerth, Oberpfälz. Sagen, 1, 265.) Wer sich in der Sanct-Markusnacht (25. April) an die Kirchthür stellt, kann die Schatten derjenigen erblicken, welche dieses Jahr über am Orte sterben werden. (Bechstein, Mythen, Sagen und Märchen, 1854, I, 161.) Im Orient soll es jetzt noch die Redeweise des Feldarbeiters sein: Mein Schatten ist sehr langsam, ich erwarte meinen Schatten; gleichwie es schon im Buche Hiob 7, 2 heisst, dass der Dienstknecht sich sehnt nach seinem Schatten. »Möge dein Schatten sich nie verkleinern, sich nie von dir entfernen«, ist noch die übliche Begrüssungsformel der Türken. Die Lanze, welche bei Homer die weithinschattende heisst, ist bei den arabischen Wüstenstämmen wirklich noch das Werkzeug, aus dessen Schatten man sich die Tageszeit bestimmt. (Vgl. Rochholz, I, 84.) 14. Schatten, leg dich nieder, Sunn, Sunn, komm' bald wieder. So sagen die Kinder in Gerlachsheim, im fränkischen Taubergrunde, indem sie gegen regenschwere Abendwolken mit dem offenen Taschenmesser »ducksen« (zucken.) (Rochholz, I, 82.) 15. Schatten macht nicht grösser, Lob nicht besser. 16. So weit der Schatten eines Mönchs fällt, wird selbst das Paradies versengt. – Klosterspiegel, 7, 19. 17. Vom Schatten und vom Lobe wird man weder grösser noch kleiner. – Simrock, 8896; Körte, 5265. 18. Von dem, was Schatten essen, wird kein Lebender satt. 19. Wenn der schatten am grösten ist, so geht die Sonn bald vnter. – Lehmann, 155, 51; Chaos, 362. 20. Wer den Schatten berechnen will, muss auch die Sonne bemessen. 21. Wer den Schatten des Birkenwaldes geniessen will, muss die Reiser früh pflanzen. 22. Wer den Schatten ehrt, dem wird nur Schattenglück beschert. 23. Wer den Schatten fürcht, der kriegt den Baum nicht. – Lehmann, 227, 29; Schrader, 74. 24. Wer des schattens geniessen will, der muss sich vnter den baum ducken vnd jhn in ehren halten. – Henisch, 762, 8; Petri, II, 694. 25. Wer im Schatten schwimbt, der hat gern, das andere mit jhm baden. – Petri, II, 722. 26. Wer im Schatten steht, den blendet die Sonne nicht. – Altmann VI, 508. 27. Wer in Schatten sitten will, muss Böhm planten. (Rendsburg.) 28. Wer nach dem Schatten greift, hat nichts in der Hand. – Laus. Magazin, XXX, 251. Böhm.: Kdo stín lapá práednou hrst' mívá. (Čelakovsky, 200.) Wend.: Chtož za scenju psima, ten njama nic garsci. – Štóž za wotsien pšima, ničo w horsči nima. 29. Wer Schatten sucht, muss nicht in die Sonne treten. Die Russen: Wer Schatten liebt, muss nicht zu hoch auf den Balkon steigen. (Altmann.) 30. Wo viel Schatten, da ist auch viel Licht. Lat.: Lumina inter umbras clariora sunt. (Quinctilian.) (Binder II, 1710.) 31. Dä mag der Schatten van im net sen. (Bedburg.) 32. Dem Schatten gleichen an der Wand. »Dem schatten gleich ich an der wand.« (Hätzlerin, II, 29, 15.) 33. Den Schatten fangen. Statt einer werthvollen Sache eine nutzlose gewinnen. Nach Barclay in seinem Werke über Sklaverei in Ostindien gibt es dort unter den Negern eine Art Zauberei, Schattenfanger, welche, wenn sie jemand bezaubern, einen Sarg aufstellen, ihm den Schatten wegfangen, worauf er dann stirbt. Barclay versichert, dass alle, deren Schatten ein solcher Zauberer gefangen hatte, gestorben waren, aber er wusste nicht, wie. 34. Den Schatten fliehen. 35. Den Schatten für den Körper nehmen. Den Schein für das Wesen, die Idee für die Wirklichkeit. Frz.: Prendre l'ombre pour le corps. (Lendroy, 502.) 36. Den Schatten unter sich haben. – Körte, 5265b. 37. Der Schatten will mit der Sonne kriegen. – Winckler, XVI, 81. 38. Einem folgen wie sein eigener Schatten. – Braun, I, 8803. Holl.: Hij volgt hem als zijne schaduw. (Harrebomée, II, 242a.) Lat.: Quasi umbra persequi. (Plautus.) (Binder II, 2743.) 39. Einen unter die Schatten seiner Flügel nehmen. – Ps. 17, 8 u. 57, 2. Holl.: Iemand onder de schaduw zijner vleugelen nemen. (Harrebomée, II, 242b.) 40. Er greift nach dem Schatten und lässt das Fleisch fallen. Holl.: Hij grijpt naar de schaduw, en laat zich het vleesch ontvallen. (Harrebomée, II, 241b.) 41. Er ist wie ein Schatten an der Wand. – Eiselein, 545; Braun, I, 3807. 42. Er springt über de Schatte. – Sutermeister, 65. Von einem Trunkenen. Zur Bezeichnung eines solchen finden sich a.a.O. noch folgende schweizer Redensarten, die hier zur Ergänzung von Mass 94 u.a. folgen: Er lauft gege de Wind. Er gaht wie wenn er d' Strass wett mässe. Er misst de Stross überwindlige. Er brûcht die ganz Stross. Er halbet wie en Heuwage. Er treit si Huet schärbis. Er rüeft de Chrehe. Er rucht dem Ueli. Er jagt dem Weih keis Huen meh ab. Er luegt e Paar Stiefel für e Mässerbesteck und e Fueder Heu für e Pelzchappe-n a. Er weiss nimme gäb er e Bueb oder es Meitschi isch. Er cha nimme Babi säge. 43. Es ist kein Schatten dagegen. – Eiselein, 545. 44. Etwas in Schatten stellen. 45. Geh in den Schatten, dass dich die Sonne nicht anzünde. Von einem sehr hagern Menschen. 46. He hefft em in'n Schatten sett. Man hat ihn ins Gefängniss gebracht. 47. He sitt in'n Schatten. 48. Man muss ihn an Schatten legen (einsperren). – Eiselein, 545. 49. Mit einem Schatten fechten. – Braun, I, 3804. Einen eingebildeten Feind bekämpfen, sich vergeblich bemühen. Holl.: Hij vecht met (tegen) zijne eigene schaduw. (Harrebomée, II, 242a.) 50. Mit seinem eigenen Schatten fechten. Engl.: To fight with one's own shadow. (Bohn II, 159.) Frz.: Combattre son ombre. (Kritzinger, 157d.) 51. Nach dem Schatten greifen. – Henisch, 1736, 38. Holl.: Eene schaduw omhelzen. (Harrebomée, II, 241b.) 52. Nach seinem eigenen Schatten springen. »Mit solchen Frechen vnd Frölichen Geberden dasselbe verrichtet, als wenn er von keinen Trawren wüste, vnd nach seinem eignen Schatten springen wollte.« (Friedeberg, II, 25.) 53. Schatten suchen unter einem Baume. 54. Seinem eigenen Schatten nachlauffen (ihn fahen wollen). – Lehmann, 776, 2. Frz.: Battre lumbre. – Pour suyure lhumbre. It.: Pazzo è ben, chi pretende abbracciar l'ombra. (Pazzaglia, 252, 3.) Lat.: Caedere vmbram persequi vmbram. (Bovill, II, 11.) 55. Seinen eigenen Schatten fliehen. Holl.: Hij vlugt voor zijne schaduw. (Harrebomée, II, 242a.) 56. Seinn Schatten förchten. – Franck, I, 51a; Eyering, III, 299; Eiselein, 545; Braun, I, 3802; Körte, 5265. Lat.: Umbram suam metuere. (Eiselein, 545.) 57. Sich hinter jemandes Schatten verbergen. Holl.: Hij vreest zijne eigene schim. (Harrebomée, II, 249a.) – Zich achter iemands schaduws verbergen. (Harrebomée, II, 242a.) 58. Sich mit seinem eigenen Schatten zanken. – Altmann VI, 513. 59. Sich vor dem Schatten an der Wand fürchten. Lat.: Umbram suam metuit. (Philippi, II, 232.) 60. Sich vor seinem eigenen Schatten fürchten. – Altmann VI, 514. Auch sagen die Russen: Den Schatten eines Riesen fürchten. (Altmann VI, 516.) Böhm.: Najdeš časem i takého, jenž se bojí stinu svého. (Čelakovsky, 371.) Holl.: Hij is bang voor zijne schaduw. (Harrebomée, II, 242a.) Lat.: Metum inanem metuisti. (Philippi, I, 249.) Poln.: Najdziesz czasem i ta kiego, co się boji cienia swego. (Čelakovsky, 371.) 61. Ueber seinen eigenen Schatten springen wollen. – Sailer, 89. 62. Um den Schatten eines Esels streiten. Frz.: Faire une procès, une querelle sur un pied de mouche. (Lendroy, 1036.) 63. Wie ein Schatten hinschwinden (vergehen). – Braun, I, 3805. [Zusätze und Ergänzungen] 64. Wenn's keinen Schatten in der Welt gäbe, gäb's auch kein Licht. 65. Wie unser Schatten ist so mancher Freund, er bleibt, so lang die Sonne scheint. – E.M. Kuh, Hinterlassene Stücke.
10350 Zeichen · 324 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    schatten

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    schatten , schattigen s. schüten, schetigen.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    schattensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    schatten , sw. V. nhd. schätzen, nach Zahl bzw. Maß bestimmen, nach Wert veranschlagen, bewerten, beurteilen, Geldstrafe…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schatten

    Adelung (1793–1801) · +10 Parallelbelege

    Schatten , ein Wort, welches ursprünglich eine Nachahmung eines gewissen Lautes ist, und hernach die mit solchem Laute v…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    schatten

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    schatten 1 Schatten geben, spenden; auch PartPräs; einmal im bildh Vergl [ König: ] Laß dieser Bäume hochgewölbtes Dach,…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schatten

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Schatten nennt man in der Physik den in geringerem oder höherem Grade stattfindenden Mangel an Licht in einem Raume, wel…

  6. modern
    Dialekt
    schatten

    Pfälzisches Wb. · +5 Parallelbelege

    schatten s. abschatten .

  7. Sprichwörter
    Schatten

    Wander (Sprichwörter)

    Schatten 1. Der Schatten der Alten macht mehr als der jungen Leute Gewehr. 2. Der Schatten des Lahmen ist krumm. – Gryph…

  8. Spezial
    Schatten

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schat|ten m. (-s,-) 1 ambria (-ies) f. 2 (undeutliche Erscheinung) ambria (-ies) f. 3 (Dunkelheit) scür m. , ambria (-ie…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schatten

332 Bildungen · 289 Erstglied · 39 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von schatten 2 Komponenten

schat+ten

schatten setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schatten‑ als Erstglied (30 von 289)

schattenähnlich

GWB

schatten·aehnlich

schattenähnlich zu ‘Schatten’ 1aα [ Adelheid, eine kaum sichtbare Gestalt wahrnehmend: ] dort, ein S-es! — was ist's? Was zieht ein Dunkles …

schattenarm

DWB

schatten·arm

schattenarm , m. : er kam durch das alte schlosz in einen abgesägten baumgarten, gleichsam einen baumkirchhof, dann in einen bleichen wald v…

schattenasche

DWB

schatte·nasche

schattenasche , f. : der in schattenasche zerfallende tag und die wehmütige freude .. warfen, wenn keinen schleier, doch den schatten eines …

schattenast

DWB

schatte·nast

schattenast , m. ein schatten gebender ast: hört der wald dich allein, deine gespielinnen flattern horchend nur sie dir um den schattenast; …

schattenbach

DWB

schatten·bach

schattenbach , m. : bekränzt mein haar, o blumen des hains, die am schattenbach des bardischen quells Rossa's hand sorgsam erzog. Klopstock …

schattenband

DWB

schatten·band

schattenband , n. : und kalt und fühllos konntest du dich zeigen, entwinden dich dem arm, der dich umfangen! nicht fühltest du des haines he…

Schattenbarg

MeckWB

schatten·barg

Schattenbarg m. im Spielreim Wilegäuschen, kaamt to Hus: de Wulf sitt achter 'n Schattenbarg.

schattenbaum

DWB

schatten·baum

schattenbaum , m. ein schatten gebender baum: also berait unser herre ainen boum der haiʒet in der latine hedera und entüzschon haiʒeter ain…

schattenbecher

DWB

schatten·becher

schattenbecher , m. schattenbild des bechers: mein schatten! komm, stosz an, du wesenloser zecher! auf, schwinge, mein kumpan, den vollen sc…

schattenbeet

DWB

schatten·beet

schattenbeet , n. : die sonne, dieses erwählte drehkreuz der begleitung, gosz aus ihrer vertiefung über die schattenbeete der thäler ihre go…

schattenbegriff

DWB

schatten·begriff

schattenbegriff , m. : weil er bey ihr alles dasjenige gefunden, wovon er sich vorher nur in der höchsten begeisterung seiner einbildungskra…

schattenbehausung

DWB

schatten·behausung

schattenbehausung , f. 1) schattige behausung Campe. 2) schattenreich, ort der abgeschiedenen seelen: könnt' ich nur so sicher der lebenskra…

schattenbein

DWB

schatten·bein

schattenbein , n. : doch der schöne tag verflittert; wie mit langen schattenbeinen kommt geschritten der verwünschung böse stund'. H. Heine …

schattenbelebung

DWB

schatten·belebung

schattenbelebung , f. : ihn zu vergleichen mit dir, ehrwürdiger pfarrer von Grünau, dient zum ruhme dir selbst, so wie zur schande nicht ihm…

schattenbild

DWB

schatten·bild

schattenbild , n. 1 1) das dunkle abbild, das ein körper durch lichthemmung bewirkt, adumbratio. Stieler 148 : der neid verfolgt als schatte…

schattenblatt

DWB

schatten·blatt

schattenblatt , n. : und dasz die sanffte dunckelheit der farben glantz, der lichter lieblichkeit, noch durch die schatten-blüht' und schatt…

schattenbühne

DWB

schatten·buehne

schattenbühne , f. : jetzt darf die kunst auf ihrer schattenbühne auch höhern flug versuchen, ja sie musz, soll nicht des lebens bühne sie b…

schatten als Zweitglied (30 von 39)

bōlschatten

KöblerMnd

*bōlschatten , sw. V. nhd. Brautschatz übergeben (V.) Vw.: s. ūt- E.: s. bōlschat

geltschatten

KöblerMnd

*geltschatten , sw. V. nhd. schatzen Hw.: s. geltschattinge E.: s. gelt, schatten

schāpschatten

KöblerMnd

*schāpschatten , sw. V. nhd. Schafe besteuern Hw.: s. schāpschattinge E.: s. schāp, schatten

Halbschatten

RDWB1

Halbschatten m (Lakune) тень, полутьма Seine Augen blieben im ~ - его глаза оставались в тени wir saßen im ~ - мы сидели в полутьме

Windschatten

RDWB1

Windschatten m im ~ einer Angelegenheit, eines Ereignisses idiom. под шумок идиом. , под сурдинку идиом. , между делом, под предлогом, под п…

abschatten

DWB

abs·chatten

abschatten , adumbrare, durch hinzugethanen schatten genauer abbilden, als es im umrisz geschehn kann, bei den mahlern, die gestalt, die lan…

af-(āve-)brantschatten

MNWB

af-(āve-)brantschatten , swv. , trans. brandschatzen , durch Brandschatzung vernichten.

afbrantschatten

KöblerMnd

afbrant·schatten

afbrantschatten , sw. V. nhd. brandschatzen, durch Brandschatzung vernichten E.: s. af, brantschatten L.: MndHwb 1, 18 (af-[āve-]brantschatt…

afschatten

MNWB

afschatten , swv. , besteuern, Abgabe, Schatzung, Lösegeld auferlegen; als Steuer, Schatzung abnehmen; eine Summe durch Zwang, Gewalt, Raub …

beschatten

DWB

beschat·ten

beschatten , obumbrare, obscurare, ahd. piscatawan ( Graff 6, 424 ), mhd. beschatewen, nnl. beschaduwen: da war die wolke und beschattet das…

brūtschatten

KöblerMnd

brūtschat·ten

brūtschatten , sw. V. nhd. Mitgift auszahlen, Töchter durch Mitgift abfinden E.: s. brūtschat, brūt, schatten L.: MndHwb 1, 362 (brûtschatte…

Bīschatten

Idiotikon

Bīschatten Band 8, Spalte 1494 Bīschatten 8,1494

halbschatten

DWB

halb·schatten

halbschatten , m. , franz. demi-teinte, die schattierung zwischen licht und schatten, oder der übergang der eigentlichen lichter in die scha…

klosterschatten

DWB

klosters·chatten

klosterschatten , m. umbra monasterii: hoho, sprach Gurgelstrosz, haben die klösterschatten solche kraft ( fruchtbar zu machen? ) Garg. 259 …

Küeschatten

Idiotikon

Küeschatten Band 8, Spalte 1493 Küeschatten 8,1493

Meerschatten

Adelung

meer·schatten

Der Meerschatten , des -s, plur. ut nom. sing. eine Art der Seerappen, welche sehr mager ist, und um Rochelle häufig gefangen wird; Sciaena …

Morgenschatten

Wander

morgens·chatten

Morgenschatten Wer den Morgenschatten hat, soll den Zaun machen. – Pistor., I, 67; Graf, 85, 119. Für die Bestimmung, dass derjenige, auf de…

Nachtschatten

Pfeifer_etym

nachts·chatten

Nacht f. ‘Zeit zwischen Abend- und Morgendämmerung, Dunkelheit’, ahd. (8. Jh.), mhd. asächs. naht, mnd. mnl. nl. afries. nacht, aengl. nieht…

1ȫverschatten

MNWB

oever·schatten

1° ȫverschatten , ōver- , swv. : mit zu hohen Abgaben belasten, dat sê unse jȫden ... bōven de ōlden wōntlĩken plicht ... gröflĩken und swâr…

riesenschatten

DWB

riesen·schatten

riesenschatten , m. : über seine seele war der riesenschatten des väterlichen bildes geworfen. J. Paul Tit. 1, 6 ; was heiszt die zukunft, d…

schlagschatten

DWB

schlag·schatten

schlagschatten , m. der scharf umrissene schatten, den ein hell erleuchteter gegenstand nach der dem lichte abgewandten seite wirft; kunstau…

twēschatten

KöblerMnd

twēschat·ten

twēschatten , sw. V. nhd. doppelt rechnen, doppelt zahlen, verdoppeln Hw.: s. twēschetten E.: s. twē, schatten (1) L.: Lü 422a (twêschetten/…

Uberschátten

Adelung

uber·schatten

Uberschátten , verb. reg. act. überschattet, zu überschatten, ganz mit seinem Schatten bedecken, welches mehr ist, als beschatten. Eine Wolk…

überschatten

DWB

ueber·schatten

überschatten , v. , untrennb. verb. 1 1) beschatten: obumbrare Bas. Faber thes. (1587) 955 b ; mit schatten bedecken Hulsius-Ravellus (1616)…

umschatten

DWB

umschatten , in älterer zeit auch -schettigen, -schattigen, -schetwen, -schatwen, vb., untrennbar, ringsum beschatten; obumbrare umschatten …

verschatten

DWB

vers·chatten

verschatten , subst. infinitiv des vorigen: jede vergangenheit ist schon dichtkunst; .. jedes beispiel sowohl das glänzende, weil es ohne tr…

vorschatten

DWB

vors·chatten

vorschatten , m. , vorausgehender, ankündender schatten: schaue doch auch einen in letzten zügen begriffenen menschen an, wie ihn der vorsch…

Ableitungen von schatten (4 von 4)

beschatten

DWB

beschatten , obumbrare, obscurare, ahd. piscatawan ( Graff 6, 424 ), mhd. beschatewen, nnl. beschaduwen: da war die wolke und beschattet das…

entschatten

DWB

entschatten , obumbrare, beschatten, adumbrare. Stieler 1740 : heil! dies ist die letzte zähre, die der müden aug entfällt, schon entschatte…

urschatten

DWB

urschatten , m. , ( desgl.; persönlich ) Fechner kl. schr. 164 . —

verschatten

DWB

verschatten , subst. infinitiv des vorigen: jede vergangenheit ist schon dichtkunst; .. jedes beispiel sowohl das glänzende, weil es ohne tr…