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Reisen

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Wander
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Reisen

Bd. 3, Sp. 1646
Reisen 1. Bei dem Reisen müssen sein: Sorg', Geld, Witz und starke Bein'. n.: Hvo styrke, rigdom og langt levnet haver kiert, han lade reysen staae, og blive der han er. (Prov. dan., 276.) 2. De weit reysst, verendert wol das gstirn, aber nit das hirn. – Franck, II, 184a; Gruter, I, 18. 3. Der reist frey in alle landt, der nichts im beutel, nichts in der handt. – Zinkgref, IV, 391. 4. Jung gereist, früh geweist. 5. Man reist nicht mehr, man kommt an. Aus Kieferstädtel schrieb man unter dem 23. Juli 1860: »Hinsichtlich unserer unmenschlich schlechten Wege müssen wir im Gegensatze zu diesem in Bezug auf Eisenbahnen erfundenen Sprichworte sagen: Man reist immer, kommt aber nie an.« (Schles. Zeitung, 1860, Nr. 347.) 6. Manche reisen wie dess Müllers karch, der kommet alle nacht wieder vors hauss. – Lehmann, 687, 13. 7. Mancher reist gesund hinaus und kommt krank nach Haus. Das Reisen ist mit Gefahren verbunden; daher sagt ein anderes deutsches Sprichwort: Der grösste Schritt ist der über die Schwelle. Und ein arabisches lautet: Reisen ist Siegen, indem es die Bedrohungen, denen das Menschenleben namentlich dort in der gluthauchenden Wüste ausgesetzt ist, den Gefahren eines Heerzugs gleichstellt. 8. Mancher reist gesund ins Bad und kommt zurück malad. 9. Mancher reist um das Vergnügen, nachher derb zu lügen. 10. Reisen kostet Geld. n.: Reisen spilder penge og tijd. (Prov. dan., 472.) 11. Reisen kostet Geld, doch siehet man die Welt. – Gaal, 1313; Simrock, 8404; Dove, 679. »Es gibt«, sagt Lamartine, »keinen vollendeten Mann als den, der viel gereist ist und ein dutzendmal die Form seines Gemüths und seiner Lebensart geändert hat.« (Lamartine's Reisen in den Orient, III, 77.) Engl.: Travelling is useful, but changeable. 12. Reisen macht nicht gelehrt. n.: Reisen gjør ei lærde. (Prov. dan., 472.) Schwed.: Wandra gjör ingen lärd. (Grubb, 844.) 13. Reisen schärft den Verstand. Böhm.: Cizina rozum ostří. (Čelakovsky, 287.) Poln.: Kto obcych krajów co zwiedzi, domaki w rozum uprzedzi. (Čelakovsky, 287.) 14. Reisen wechselt das Gestirn, aber weder Kopf noch Hirn. – Eiselein, 527; Simrock, 8401. Die Osmanen scheinen anderer Ansicht zu sein, denn sie behaupten: Nicht langes Leben macht klug, aber langes Reisen. (Schlechta, 209.) Lat.: Peregrinatio non facit medicum, non oratorem. (Seneca.) (Binder II, 2547.) 15. Reiset eine Katze, so kommt ein Mausfänger wieder. – Körte, 5051. 16. Viel reisen und lange ausbleiben macht nicht immer klug. – Simrock, 8402. Die Russen behaupten: Reisen macht viel mehr Gecke als Weise. (Altmann VI, 411.) 17. Vom Reisen kommt man schlimmer, aber nicht frömmer. 18. Wann du reisest vber feldt, zieh nicht herauss, noch zel dein gelt, dass dir kein vnfall komm daraus vnd dir das gelt ward abgelausst. – Zinkgref, IV, 398; Chaos, 772. 19. Wenn man reiset, dann suit man äuk, dat de Welt keine Bükse (Hose) is. (Sauerland.) 20. Wenn viel Reisen und Langausbleiben weise machte, so sässen Schneegänse auf dem Katheder. 21. Wer barfuss reist, reist unbequem, aber sicher. 22. Wer fern will reisen mit seinem Pferd, der muss es halten werth. Frz.: Qui veut voyager loin, ménage sa monture. (Bohn I, 54; Cahier, 1862.) Span.: Por oir misa, y dar cebada, nunca se perdió jornada. (Bohn I, 241.) 23. Wer glücklich reisen will, muss vier Säckel mitnehmen: den ersten gefüllt mit Gesundheit, den zweiten mit Gold, den dritten mit einem guten Gefährten, den vierten mit Geduld. – Sailer, 91. 24. Wer reisen wil, der vergesse des Regenmantels nicht. – Petri, II, 748. 25. Wer reisen will, muss Geld im Beutel haben. – Seybold, 224. 26. Wer reiset, der weiss wol sein aussfart, aber nit seine wiederfart. – Lehmann, 687, 12; Körte, 5062. Frz.: Aller et revenir fait Dieu. (Masson, 290.) 27. Wer reiset durch viel Leut vnd land, der wird an vilen orten bekand. – Lehmann, 687, 16. »Wer reiset durch viel Leut' und Land, sieht Unbekanntes, wird bekannt.« (Witzfunken, VIIIb, 210.) In Asien hat man aber das Sprichwort: Nur ein Narr oder ein Europäer kann reisen. Engl.: He that travels far, knows much. (Bohn II, 137.) 28. Wer reiset, endert dass gestirn, aber nicht dass hirn. – Henisch, 1438, 32; Petri, II, 113; Lehmann, 686, 2; Blum, 497; Chaos, 767; Körte, 5050; Gaal, 1314. »Wer reiset, verändert das Gestirn und oft wol auch mit ihm das Hirn.« (Witzfunken, VIIIb, 210.) n.: De vidt reisende forandre stjernen og hjernen. (Prov. dan., 472.) It.: Col far viaggi longhi si muta ben paese, ma non cervello. (Pazzaglia, 406, 1.) Lat.: Coelum, non animum mutant, qui trans mare currunt. (Gaal, 1314.) Poln.: Ani w Paryżu z owsianéj kaszy niezrobią ryżu. – Bydło było, bydło będzie. – Lelek poszedł, lelek przyszedł. – Poslesz-li do Pařyża osiełka głupiego, jeśli tu był osłem tam niebędzie kon z niego. (Masson, 13.) 29. Wer reiset nach Italien, lernt in Mailand betrügen, in Bononien lügen, in Venetien heucheln, verliert in Rom den Glauben, in Florenz die Ehr vnd versinkt in Neapel in die Kloake der Unzucht. – Zinkgref, IV, 485. 30. Wer reist, findet viel Herbergen, aber wenig Freunde. n.: De reisende have mange herberger og faa venner. (Prov. dan., 472.) 31. Wer reist im Flug, der wird nicht klug. Die Finnen: Laufend reist man nicht. 32. Wer reist in fremde Lande, der muss den Beutel offen und das Maul zu haben. – Eiselein, 527; Simrock, 8403. 33. Wer reist, muss den Beutel aufthun und den Mund zuhalten. n.: Hvo som vil reise, skal holde munden til og pungen aaben. (Prov. dan., 472.) 34. Wer reist nach Rom hinaus, sucht einen Schelm und find't ihn draus, und bringt ihn meist auch mit nach Haus. 35. Wer reist, trägt ein Teutsch kleid hinaus vnnd bringt ein Wälsches herauss. – Lehmann, 687, 2. 36. Wer reist und wieder heimkehrt, hat eine gute Reise gethan. Frz.: Qui va et retourne fait bon voyage. (Kritzinger, 21b.) 37. Wer reyset, dem seyndt die Meylen gemacht, man kan sie nicht länger noch kürtzer machen. – Lehmann, 746, 4. 38. Wer viel reist, erfährt viel. 39. Wer viel reist, hat wenig Ruhe und zerreisst viel Schuhe. Holl.: Wie veel reist, verslijt veel schoenen. (Harrebomée, II, 255b.) 40. Wer will ferrn mit nutzen raisen, der muss haben Falcken Augen, Esels Ohren, Schweinsrüssel, Eselsrucken vnd eins Hirschen fuss. – Lehmann, 688, 18. 41. Er ist so weit gereist, dass er immer noch gerochen, ob seine Mutter Kuchen buk. (S. Gesell 67.) – Eiselein, 527; Simrock, 8407. n.: Han er vel forreist, engang til marked, to gange til smede, tre gange til mølle. – Som har ei været længere, end ved sin gjerde-ende. – Thi hvo der ellers ikke veed vey til bye han følge gjerdet, som man siger Siellandsfaren. (Prov. dan., 182.) 42. Er ist weit gereist, drei Meilen hinter der Mutter Kachelofen. Frz.: Il a été nourri dans une bouteille. – Il n'a jamais vu que par le trou d'une bouteille. (Kritzinger, 88a.) 43. Er reist auf die Gemeinweide. lst auf dem Wege nach dem Kirchhof. 44. Er reist auf Schusters Rappen. Zu Fuss. Denselben Sinn hat auch die jüdisch- deutsche Redensart: Ojle Regel sein. Die drei jüdischen Hauptfeiertage: Ostern, Pfingsten und Laubhütten heissen die drei Wallfahrten (Regulim), und das Wallfahren nach Jerusalem zur Zeit dieser Feiertage hiess »Olje Regel«. Da aber »Regel« auch Fuss bedeutet, so bezeichnet diese Redensart eine Reise per pedes Apostolorum. 45. Er reist auf seine Güter. – Frischbier2, 3118. Er muss ins Gefängniss. 46. Er reist durchs Land wie eine Katze durch den Regen. 47. Er reist über Konstantinopel nach Königsberg. – Frischbier2, 3119. Macht einen lächerlichen Umweg. 48. Er reist wie der Esel in der Mühle. 49. Er reist wie ein Mühlkarren, der kommt alle Nacht wieder vors Haus. – Simrock, 8408. 50. Hei reist nau Mockerau. Er stirbt. (S. Fuss 235.) 51. Lat em reise, ön de wide Welt öss beter as em enge Bûk. (Danzig.) – Frischbier2, 3121. 52. Reis' möt Gott on bekläter di nich. – Frischbier2, 3122. 53. Reis' to, Hans Kasper, gröt de Höner, vergitt den Hân nig, auch vergitt din Bündel nig. (Holst.) – Schütze, III, 287. 54. Reise mit Hiob und schmier' dir's Maul mit Syrop. 55. Sie reist gern nach Danzig und bleibt in Leipzig über Nacht. – Parömiakon, 221. Im lasciven Sinne gebrauchen die Russen die von ihrer rohen Naturkraft Zeugniss ablegende Redensart: Täglich dreimal durch die rothe Pforte gehen und des Nachts siebenmal. (Altmann VI, 518.) [Zusätze und Ergänzungen] 56. Wer reist, muss nicht alles beurtheilen, was er siehet, nicht alles glauben, was er höret, nicht alles thun, was er kann, nicht alles sagen, was er weiss, nicht alles anzeigen, was er hat. – Wirth, I, 416. 57. Wer reist, muss sich nach der Tasche strecken.
8676 Zeichen · 264 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    reisen

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +8 Parallelbelege

    reisen s. reiʒen.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    reisensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    reisen , sw. V. Vw.: s. rēsen (2)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Reisen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Reisen , verb. reg. dessen heutiger Gebrauch nur noch ein kleiner Überrest seines ehemahligen Umfanges ist. Es kommt noc…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    reisen

    Goethe-Wörterbuch

    reisen gelegentl, bes in frühen Briefen -ss- (zB B2,288,19 ), häufiger -ß-; vereinzelt noch in der ausgeschriebenen Lang…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Reisen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Reisen (Rydzyna) , Stadt im preuß. Regbez. Posen, Kreis Lissa, an der Staatsbahnlinie Breslau-Posen der Preußischen Staa…

  6. modern
    Dialekt
    reisen

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    reise n [raisə O. Str. W.; rǽsə Barr Saarunion ; ræìsə K. Z. Betschd. ] reisen, eine Reise machen. Reiseregel: ‘Wer reys…

  7. Sprichwörter
    Reisen

    Wander (Sprichwörter)

    Reisen 1. Bei dem Reisen müssen sein: Sorg', Geld, Witz und starke Bein'. Dän. : Hvo styrke, rigdom og langt levnet have…

  8. Spezial
    reisen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    rei|sen vb.intr. 1 (herumfahren) viagé (-gëia) 2 (eine Reise machen) fá n iade 3 (die Welt bereisen) rodé le monn.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit reisen

107 Bildungen · 26 Erstglied · 77 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von reisen 2 Komponenten

rei+sen

reisen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

reisen‑ als Erstglied (26 von 26)

Reisenachricht

GWB

reise·nachricht

Reisenachricht mehrf Getrenntschr, abgekürzt ‘Reise Nachr.’ T5,121,8 (schriftliche) Mitteilung, Meldung, (kurzer) aktueller Lagebericht von …

Reisenatur

GWB

reise·natur

Reisenatur auch Bindestrichschr für eine aus Imitaten, künstlichen Kulissen bestehende Natur-Staffage, die auf Reisen mitgeführt wird; in Pe…

Reisenauer

Meyers

reisen·auer

Reisenauer , Alfred , Klavierspieler, geb. 1. Nov. 1863 in Königsberg, Schüler von Louis Köhler daselbst und einige Zeit noch von Liszt, kon…

Reisende

DRW

reis·ende

Reisende, m., f. Person, die eine Reise (I) unternimmt bdv.: Reisemann (III) das kuͤnftig jeder reisende außer seinem gewoͤhnlichen reise-pa…

Reisender

Wander

reis·ender

Reisender 1. Ein Reisender braucht vier Säckel: den ersten mit Patienz, den andern mit Geld, den dritten mit Gesundheit, den vierten mit Gef…

reisenecessär

DWB

reisenecessär , n. kleines, zu einer reise notwendige geräthschaften enthaltendes kästchen.

reisener

DWB

reis·ener

reisener , m. caballus, sonipes, ein hengest oder reyszener. Trochus G 6 b . vgl. unten reisner.

reiseneuling

DWB

reise·neuling

reiseneuling , m. ein im reisen unerfahrener: forderte der notar nach art der reiseneulinge schnell einen trunk. J. Paul flegelj. 1, 97 .

Reisenfuhr

MeckWB

reisen·fuhr

Reisenfuhr Reis'- f. das Fahren einer Wagenladung zur Stadt: sine Reisenfuhr nah Demmin Reut. 2, 446; Reisenfuhren güngen üm (unter den Knec…

reisen II

RhWB

reisen II das Wort, mhd. rîsen entsprechend, ist im Mosfrk in Saarbg , Trier , WBitb u. an der uMos von Zell-Liesenich an (u. Goar-Mermuth )…

Reisenknecht

MeckWB

reisen·knecht

Reisenknecht m. Dienstbote, der oft die Stelle wechselt Wa; übertr. sich herumtreibendes Frauenzimmer Wa; Schnaps Ro Ribn .

Reisenmann

MeckWB

reisen·mann

Reisenmann m. jem., der gern reist: ick wir keinen Reisenmann (1895) Wa Jab .

reisenot

DWB

reise·not

reisenot , f. not, die man auf reisen zu ertragen hat.

reisenote

DWB

reise·note

reisenote , f. , mhd. reisenote eine marschweise, vgl. das mhd. wb. 2, 1, 418 a : si fidelten hô ein reisenot, diu tet mich vrô. Ulrich v. L…

Reisenotiz

GWB

reise·notiz

Reisenotiz Bindestrich- od Getrenntschr Aufzeichnung zu od im Zshg mit einer Reise; nur im Pl Reise Notizen [ der Exkursion in die Rhein-Mai…

reisenotwendigkeit

DWB

reisenot·wendigkeit

reisenotwendigkeit , f. 1) die notwendigkeit, eine reise zu unternehmen. 2) was zum reisen notwendig ist, reisebedürfnisse, gewöhnlich im pl…

Reisenpierd

MeckWB

reisen·pierd

Reisenpierd n. Pferd, das zu Stadtfahrten gebraucht wird: in Basedow ( Ma Bas ) wiren 16 Spann Reisenpir un 8 Spann Hakenpir Ma Liep ; vgl. …

Reisenschriwer

MeckWB

reisen·schriwer

Reisenschriwer m. Gutswirtschafter, der die Knechte bei Kornfuhren in die Stadt begleitet: de Reisenschriwer ut Ivenack Reut. 3, 428; in der…

Reisenspann

MeckWB

reisen·spann

Reisenspann n. Pferdegespann, das zu Reisenfuhren ( s. d. ) benutzt wird Sta Glienke , vgl. Reisenpierd ; Gegensatz: Hakenspann.

rêisent, nâch

MNWB

° ~rêisent, nâch-, inf., Aufsuchen , Besuch (Ub. Hildesh. 8, 671). —

Reisentour

MeckWB

reisen·tour

Reisentour f. Fahrt in die Stadt, z. B. mit dem Wullwagen: wenn wi Reisentouren maken deden Wi.

reisen als Zweitglied (30 von 77)

kirchenreisen?

KöblerMhd

*kirchenreisen? , V. nhd. eine Kirchenreise machen E.: s. kirche, resien W.: nhd. DW-

abreisen

DWB

abreisen , proficisci, mhd. reisen, proficisci: der gesandte reiset morgen ab von Berlin; über hals und kopf abreisen. auch, wie abgehn, abf…

afrêⁱsen

MNWB

afrêⁱsen , swv. , aufbrechen, fortziehen.

anpreisen

DWB

anpreisen , allaudare, franz. apprécier, nnl. aanprijzen: die waare anpreisen; ein oft angepriesenes mittel; sich als treuen, redlichen dien…

anreisen

DWB

anreisen , anlangen, ankommen, heran reisen, gegensatz von abreisen , Stieler 1589 : die allmählich angereisten abgeordneten. Dahlmann fr. r…

aufreisen

DWB

auf·reisen

aufreisen , scandere, surgere: nachdem Messias war zum vater aufgereist. Opitz 342 .

auspreisen

DWB

aus·preisen

auspreisen , plene laudare, vollpreisen, ausloben: gott kann keine menschliche zunge auspreisen.

ausreisen

DWB

aus·reisen

ausreisen , peregrinari, proficisci, abreisen, nnl. uitreizen ( eigentlich ausreisen, exire, aus der stadt, dem lande; abreisen, abire, von …

Bếchereisen

Adelung

becher·eisen

Das Bếchereisen , des -s, plur. ut nom. sing. bey den Goldschmieden, ein tragbarer Ambos, der aus einem Cylinder bestehet, dessen beyde Ende…

Begreisen

Wander

beg·reisen

Begreisen 1. Wat nich begrîst, begraut ôk nich. – Frischbier, II, 312. Begrauen = einwurzeln, feste Stellung einnehmen. 2. Worin einer begre…

bekreisen

DWB

bek·reisen

bekreisen , circumire, umkreisen: fette ochsen haben mich umbkreiset. Henisch 271 ; die jäger bekreisen das gehölz.

Benedictīner-Eisen

Adelung

benedictiner·eisen

Das Benedictīner-Eisen , des -s, plur. inus. ein ausgeschmiedetes Stabeisen, welches aus starken Stangen bestehet, und von einem Hammerwerke…

bereisen

DWB

bere·isen

bereisen , befallen, vom mhd. rîsen fallen: blümlein, mit süszem tau beriesen. Spee trutzn. 37 (39).

Bohreisen

Adelung

bohr·eisen

Das Bohreisen , des -s, plur. ut nom. sing. das Eisen eines Drill- oder Bogenbohrers; die Bohrspitze.

durchreisen

DWB

durch·reisen

durchreisen , 1 1. untrennbar, durchwandern, peragrare Henisch 774 . Stieler 1589 . niederl. doorreizen. vergl. durchfahren. welcher ein lan…

einbreisen

DWB

ein·breisen

einbreisen , nodis constringere. belege wurden schon 2, 356 beigebracht. Maaler führt es 123 b auf.

einkreisen

DWB

ein·kreisen

einkreisen , cogere, includere in circum, dän. indkredse: das wild einkreisen, das gebüsch umgehen, in dem es sich aufhält. mhd. în kreiʒen.…

einpreisen

DWB

ein·preisen

einpreisen , einschnüren, s. breisen und einbreisen: ein dutzet roter nestel dir, darmit soltu dein leib einpreisen. H. Sachs II. 4, 30 d ; …

entreisen

DWB

ent·reisen

entreisen , elabi, excidere, ahd. intrîsan ( Graff 2, 537 ), nnl. ontrijzen, praet. ontrees: wie im sîn wort wêre entrisen mit luge ûʒ aller…

ent|reisen

MWB

ent|reisen swV. ‘eine Schnur lösen’ (zur Übers. von afrz. descorder) oder ‘unbrauchbar machen’ (zu 1reisen ‘herrichten’): ich det machen ein…

envrêⁱsen

MNWB

envrêⁱsen , swv. , schrecken, s. ent-.

erreisen

DWB

erre·isen

erreisen , emetiri: ein land erreisen, itinere assequi.

ervreisen

Lexer

er-vreisen swv. in schrecken versetzen. daʒ leit mich ervreiset hât Wh. v. Öst. 17 a .

fenstereisen

DWB

fenster·eisen

fenstereisen , n. fensterstäbe, eisengitter vor dem fenster: ich sach ze einem vënster în, dâ von het ër dës tages schîn, daʒ was verîset al…

feuereisen

DWB

feuer·eisen

feuereisen , n. ignis suscitabulum, feuerstahl, fiurîsen. Diefenbach voc. 1470 p. 133: so ein funken fewr vom fewreisen fellt und trift den …

Ableitungen von reisen (4 von 4)

bereisen

DWB

bereisen , befallen, vom mhd. rîsen fallen: blümlein, mit süszem tau beriesen. Spee trutzn. 37 (39).

entreisen

DWB

entreisen , elabi, excidere, ahd. intrîsan ( Graff 2, 537 ), nnl. ontrijzen, praet. ontrees: wie im sîn wort wêre entrisen mit luge ûʒ aller…

erreisen

DWB

erreisen , emetiri: ein land erreisen, itinere assequi.

verreisen

DWB

verreisen , substant. infin. des vorigen: kamen wir gon Chamberg, dohin die Teutschen von Monpelier pflegen einander im verreisen das gleidt…