Glück auch -k, vereinzelt Kleinschr, Nom/Akk auch (bes im Vers) -cke/-kke; einmal im Eigennamen ‘Altenauer G.’ GWBB3,202,12 ChStein 11.[12.77]
. 3250 Belege. In Anlehnung an die antik-mittelalterl Gestalt der Fortuna erscheint ‘Glück’ noch als ambivalentes, im Guten od Bösen wirkendes Wesen (A1a), wenn auch hier die Festlegung auf das Positive überwiegt (A1b u A2). Diese Personifizierung ist die stärkste Ausprägung von ‘Glück’ als zufällig wirkende, vom menschl Willen u Handeln nicht beeinflußbare Macht. Das zufällig eintretende ‘Glück’ wird in zahlreichen unterschiedl Situationen, auch nur punktuellen, weniger bedeutsamen Erlebnissen u in sehr abgeblaßter Bedeutung als bloße Möglichkeit, Chance zu einem Tun erfahrbar (B). Auch unter Beteiligung einer Bemühung, Arbeit od Unternehmung bleibt das Moment des nicht willentlich Steuer- u Lenkbaren erhalten (C). Als Zustand äußerlichen Wohlbefindens bezeichnet ‘Glück’ einerseits die Wirkung einer wohlwollenden Schicksalsmacht, die als solche aber hier nicht mehr in Erscheinung tritt (D), und leitet andererseits über zum Aspekt der Verinnerlichung (E). Dabei wird der Schwerpunkt auf die seel Befindlichkeit, das Affektive, gefühlsmäßig u subjektiv Wahrgenommene gelegt, ohne daß innere Empfindung u äußerer Zustand in einem widersprüchl Verhältnis gesehen würden. Wahrhaftes Glück heißt bei G im Einklang mit sich selbst und
der Außenwelt zu stehen, da nur so (iGz bloßer Rückbindung an das eigene Gefühl) Dauerhaftigkeit verbürgt u die Flüchtigkeit des Glücksgefühls überwunden wird. Sehr ausgeprägt ist daher die Bedeutung einer Daseinserfüllung (E1 u 2), wobei allerdings explizite Definitionen dessen, was ‘Glück’ ausmachen kann, kaum gegeben werden. ‘Glück’ als Erfüllung tiefsten Verlangens ist Ausdruck der Persönlichkeit des jeweiligen Individuums, kennzeichnet dessen Wesen u äußert sich daher auf vielfältige Weise.1) A Geschick, Schicksal 1 personifiziert in Anlehnung an Fortuna 2 abgeschwächt personifiziert u abstrakt B das Zustandekommen, Eintreten günstiger Umstände 1 unspezif für gute, wünschenswerte Zufälle od Fügungen 2 für ein best Ereignis 3 in abgeblaßter Bedeutung 4 im Höflichkeitsstil C Ausgang einer Unternehmung 1 in neutraler Verwendung 2 Erfolg, Gelingen D (äußeres) Wohl, Wohlergehen 1 Gesamtheit guter Verhältnisse, (Lebens-)Bedingungen 2 in näher bestimmten Zusammenhängen 3 als Inhalt von Wünschen E das Glücklichsein, tiefe seel Zufriedenheit 1 innere Harmonie u Ausgeglichenheit 2 wunschgemäße Gestaltung des Lebenslaufs 3 das augenblickliche Glücksgefühl, Hochgefühl F etwas, das G. bewirkt 1 unbestimmt für etwas Gutes 2ein Lebenswert 3 etwas Erfreuendes, Freude Bewirkendes, Auslösendes A
Geschick, Schicksal 1
in personifizierender Vorstellung, auch in Anlehnung an Fortuna, zT mit traditionellen Attr versehen a
als unberechenbare u wechselhafte Macht, die menschl Wert- u Gerechtigkeitsvorstellungen entzogen u gegenüber Verdiensten gleichgültig ist; mit Attr wie ‘eigensinnig, launisch, wild, unbeständig’; vereinzelt im Topos der Blindheit [
Alba:] Das G. ist eigensinnig, oft das Gemeine, das Nichtswürdige zu adeln und wohlüberlegte Thaten mit einem gemeinen Ausgang zu entehren GWB8,256,26 Egm IV Das G. macht alles gleich, | Den Faulen und den Thät’gen - Arm und Reich GWB16,137 MiedingsTod 115 [
Tasso:] Was eine Gottheit diesem frei gewährt | Und jenem streng versagt .. [
Antonio:] Schreib’ es dem G. vor andern Göttern zu, | So hör’ ich’s gern, denn seine Wahl ist blind Tasso 1306 [
Götz:] Das G. fängt mir an wetterwendisch zu werden [Das G. fängt an launisch mit mir zuwerden GWB39,107,1 Götz
1 III] GWB8,106,13 Götz
2 III Tasso 2507 GWB45,165,5 RamNeffeAnm GWB2,84 Das Göttliche 26
uö in Anspielung auf das Rad der Fortuna [
Narr:] Hebt mich das G.; so bin ich froh, | .. Senckt sich das Rad und quetscht mich nieder, | So denck ich nun es hebt sich wieder GWB13
2,306 Vs 9 Götz
3 V Var [
Rugant:] Mich faßt | Das G. ganz unerwartet an, und hebt | Mich heftig in die Höhe, daß mir schwindelt GWB11,241 Claud
2 847
uö(selten) mit dem Attribut der Waage2) Auf des G-es großer Wage | Steht die Zunge selten ein; | Du mußt steigen oder sinken GWB1,131 Geh! gehorche 4 b
als feindselige, boshafte Macht; idVbdgn ‘das G. ist jdm zuwider, entgegen, erbost’ ua, ‘das G. verletzt, verwirft jdn’, ‘Wut des (bösen) G-s’, ‘Ball des G-s’ [
Reineke:] Ach, wie ist mir das G. in diesen Tagen entgegen! [
Reinke de Vos: my is dat ghelucke | .. seer entyegen] GWBReinF VIII 260 was das G. [
la Fortuna] für mancherlei Wege nimmt, wenn es einen einmal beschädigen und zu Grunde richten will GWB43,344,21 Cell II 12 [
Benvolio:] Flieh’, Romeo! .. | Tybalt ist todt! .. [
Romeo:] Weh mir, ich Ball des G-s! [
Fortune’s fool; Übs Schlegel: Narr des G-s] GWB9,217 RomJul 834 GWB2,233 Sprichw 223 GWB9,99 Mitsch
3 798 [
für: fortuna] GWB44,224,6 Cell IV 7 GWBB30,36,20 Recke 30.5.85
uö c
als eine wohltätige, menschl Wünschen entsprechende Macht α
in verallgemeinernden, oft sentenzartigen, sprichwörtl Aussagen; auch eigene Tätigkeit verlangend; einmal als Mädchen personifiziert; auch ‘Gunstbezeugungen des G-s’, ‘in Gestalt des zufälligen G-s’ Wenn man für’s Künftige was erbaut, | Schief wird’s von vielen angeschaut. | Thust du was für den Augenblick, | Vor allem opfre du dem G. GWB2,225 Sprichw 50 der Ruf ist eine ohnmächtige Gottheit, er gleicht an Willkür dem Winde .. Nur die rohesten Gunstbezeugungen des G-es, nur die strengsten Anfälle des Übels sind seinen zerstreuten Augen bemerkbar GWB52,55,22 ThS IV 11 Das G. ist die Göttin der lebendigen Menschen, und um seine Gunst recht zu fühlen, muß man leben und Menschen sehen, die sich recht lebendig und sinnlich fühlen GWB51,182,20 ThS II 8~GWB21,55,14 Lj 1 10 GWB6,120 Div Wie ungeschickt 2 GWB2,240 Sprichw 384 GWB20,73,22 Wv I 6
uö mit dem Attribut des Füllhorns GWBNatT 658
‘G. hält uns am zarten Faden’, in Anspielung auf den Parzen-Mythos u zugl als Erfüllung einer Liebessehnsucht GWB16,210 Maskenz 30.1.02 Vs 14
‘das gute heilsame G.’ als allegor Figur (neben ‘Genius’ u ‘Terminus’) [
Entwurf zu dem Gedenkstein für die Schweizer Reise 1779] Zuförderst sollte das gute heilsame Glük stehen durch das die Schlachten gewonnen und die Schiffe regiret werden, günstigen Wind im Naken, die launische Freundinn und Belohnerinn keker Unternehmungen mit Steuerruder und Kranz GWBB4,143,7 Lavater [3./5.12.79 Korr SchrGG 16,89] GWBB4,142,7 ebd β
in Bezug zu einem Individuum stehend, als helfende Macht in best Situationen od auf den Werdegang eines ganzen Lebens bezogen; oft mit PossPron; einmal ‘Sohn des G-s’ (von Cäsar); mehrf ‘G. ist jdm hold’, ‘im Arm des G-s’, vereinzelt vorgestellt als Geliebte (auch im Vergl), einmal als Freund, auch in Apostrophe O G., das du dich mir der Liebsten gleich ergeben, | Komm auf der Morgenluft, mich freundlich zu umschweben! GWB53,149 Belsazars Monol 23~GWB51,145,3 ThS II 5 [
eigenes Wohlergehen bei Trauer um Tod der Schwester] Ich muss das G. für meine Liebste erkennen, dafür schiert sie mich auch wieder wie ein geliebtes Weib GWBB3,166,4 Gfin Stolbg 17.7.77 Das G., das unsern Patron wieder anlächelte, ermunterte seinen Geist zu neuen Gedanken GWB18,354,28 Hausball [G/Seidel] Leb wohl! Und wird das G. Dein Freund beständig seyn | Wie ich; so wirst Du steets des schönsten Glücks geniessen GWBB1,177,6 FOeser 6.11.68 GWB37,358,25 PhysiognFragm GWB6,488 Vs 15 Div Plp GWB22,12,19 Lj IV 1 GWB1,102 Hoffnung 2
uö idVbdgn ‘des G-s Gebieterin’, ‘dem G. gebieten’ GWB13
1,177 EpilEssex 14 [
für: fortune] GWB41
1,12,10 Übs:JvMüller,FriedrII [G/ Riemer]
‘des G-es Gaben’ im Hinblick auf erfüllte Liebe GWB6,145 Vs 15 DivSuleika
‘Witterung des G-s’ im Bild vom Wachstum und Gedeihen (einer persönl Entwicklung) [
Tasso üb sich selbst:] O Witterung des G-s, | Begünst’ge diese Pflanze doch einmal! Tasso 1189
idVbdgn ‘sein/das G. versuchen, prüfen’ er [
Herr Cherubin] bat mich, daß ich das G. [
fortuna], das uns bei’m ersten Angriffe [
des Postmeisters] gerettet hätte, nicht wieder versuchen möchte GWB44,21,21 Cell III 2 GWB24,225,10 Wj I 12
uö(selten) idVbdg ‘im frechen Laufe deines/des G-s’ (mit Enallage) Tasso 1377 [
Zit s v frech] GWBB43,240,12 Carlyle 15.1.28 2
in abgeschwächt personifizierender od abstrahierender Vorstellung a
wertneutral iSv Fügung, Zufall; vereinzelt neben ‘Los, Laune, Zufall’, einmal ‘Kann und G.’, mehrf ‘dem G. überlassen’, ‘vom G. abhängen’, ‘wem das G. gut ist’, ‘wenn das G. (jdm) will’ uä (zT im Übergang zu b); einmal idVbdg ‘der Abgeschiedenen G.’ iSv Los [
Basco:] Ich kenne zwei, drei Orte .. dort vertheilen wir | Die Beute, wie es Loos und G. bestimmt GWB11,262 Claud
2 1248 Wenn es heute gut G. ist so bring ich diesen Abend mit dir zu GWBB6,277,10 ChStein 13.5.84 daß ich nie das Handwerk einer Sache .. lernen mochte .. Entweder es war durch die Kraft des Geistes gezwungen, gelang oder mißlang, wie G. und Zufall es wollten GWB32,34,15 ItR [
üb Unzelmann, Schauspielschüler in Weim] kann man bey seinem Talent dem G. und der Routine viel überlassen GWBB16,151,1 FUnzelmann 2.12.02 GWB6,81 Vs 4 DivBetrachtgn GWB17,41,27 Proserp GWB22,22,11 Lj IV 2 GWBB15,21,7 Perthes 30.1.00 K
uö ‘mannigfaltiges G.’ mBez auf Wechselfälle des menschl Lebens GWBFaust II 8843 b
positiv auf eine Situation einwirkend α
mit unterschiedl Verben des Handelns [
die Schöne zu sich selbst:] sollst du dich nun verzehren .. zu der Zeit, da dir das G. einen Jüngling zeigt, völlig nach deinem Sinne GWB18,176,7 Unterhaltungen Auch diesen Tag hat uns das G. wie verdorbne Kinder behandelt, alle unsre Wünsche erfüllt GWBB4,96,14 ChStein 26.10.79 Wegen Sicilien laß ich das Schicksal walten. Vorbereitet bin ich, wenn das G. mich lockt, geh ich GWBB8,194,14 Knebel 19.2.87 A2,630,10 CarlAug an FriedrWilh III [1.7.99] K GWB11,275 Claud
2 1480
uö mehrf ‘G. führt jdn/etw (zu, herbei, zusammen), bringt zusammen’ Hätte doch das G. Albert Dürern über die Alpen geführt GWBT1,306,7 v 19.10.86 möchte uns das G. bald wieder zusammenführen! GWBB25,333,3 Zelter [17.5.15] als mir das G. einen geschnittnen Stein zuführte, davon ein Abdruck beyliegt GWBB5,199,5 ChStein 1.10.81 GWB21,236,5 Lj III 1 GWBB19,322,14 Zelter 7.5.07
uö β
mit Verben des Begünstigens, Begleitens, Helfens, insbes ‘G. begünstigt, steht bei, sorgt für jdn, waltet jdm’, oft ‘G. begleitet’ mBez auf eine Reise, seltener im übertr Sinn, einmal ‘G. verläßt nicht’, auch in Wunschformeln Am Himmel sieht es bunt aus, doch ich denke, das gute G., das uns bisher begleitet .. soll uns .. nicht verlassen GWB19,275,24 BrSchweiz II wenn G. und Witterung begünstigt, mich mit Ihnen einmal wieder in Ihren Gebirgen zu erfreuen GWBB49,279,11 Mahr 15.3.32 [
betr Feier zur Verleihung des Falkenordens] Möge das G. einem gemeinsamen Bestreben günstig bleiben GWB36,378,8 RedeStiftgFalkenorden 1816 GWB2,196 Groß ist die Diana 23 GWB12,183 Zauberfl 6 GWB36,341,18 Zu brüderlAndenkWielands 1813
uö γ
mit Verben des Gebens, Schenkens, insbes ‘G. gibt, schenkt, gewährt, bereitet, verleiht’, vereinzelt in den (formelhaften) Wdgn ‘etw vom G. erwarten, erlangen’, ‘auf sein G. hoffen’ Wir [
G u die Kaufmannsfamilie Gerock] hatten einen schönen Abend zusammen wie Leute denen das G. ein groses geschenck gemacht hat GWBB2,49,19 Kestner [25.12.72] Wenn einst nach überstandnen Lebens Müh- und Schmerzen | Das G. dir Ruh und Wonnetage gibt GWB4,194 Vs 2 Alle meine Wünsche und Hoffnungen übertraf das .. Verhältniß zu Schiller, das ich zu den höchsten zählen kann die mir das G. in späteren Jahren bereitete GWB36,246,24 BiogrEinzh Da .. der höchste Gipfel des Jura nicht weit von dem obern Ende des Thals läge .. und wir hoffen konnten .. heute vom Glük alles zu erlangen, so wurde dahin zu gehen beschlossen GWBB4,105,21 ChStein 28.10.79 GWB16,266 Maskenz 1818 Festz 256 GWBFaust II 10700 GWBB6,367,9 ChStein [5.10.84]
uö vereinzelt ‘dem (freundlichen) G. danken’, ‘dem G. etw verdanken’, einmal ‘das gute G. bitten’ Dankt es dem regen | Wogenden G-e, | Dankt dem Geschicke | Männiglich Gut GWB1,108 Zum neuenJahr 26 Ich .. ermangle .. nicht .. dem freundlichen G. aus der Ferne für die mir schriftlich gegönnten Geschenke den allerschönsten Dank zu sagen GWBB29,40,18 Kanzl Müller 6.2.18 [
für: fortuna] GWB44,285,25 Cell IV 10 GWBB31,305,9 Nees 5.11.18 K
uö B
das Eintreten, Zusammentreffen günstiger Umstände 1
unspezif für gute, wünschenswerte Zufälle od Fügungen; häufig neben ‘Unglück’ uä, mit Attr wie ‘zufällig, unvermutet’; je einmal ‘Gipfel des G-s’, ‘Wechsel des G-s’, ‘Spiel des G-s und Unglücks’; auch im sprichwörtl Anklang Wie man zu sagen pflegt: daß kein Unglück allein komme, so läßt sich auch wohl bemerken, daß es mit dem G. ähnlicher Weise beschaffen sei; ja auch mit andern Umständen, die sich auf eine harmonische Weise um uns versammeln; es sei nun, daß ein Schicksal dergleichen auf uns lege, oder daß der Mensch die Kraft habe, das was zusammen gehört an sich heranzuziehen GWB29,7,3 DuW 16 [
Dor, ihren ehemaligen Verlobten zitierend:] erhalte mein schwebendes Bild vor deinen Gedanken, | Daß du mit gleichem Muthe zu G. und Unglück bereit seist! GWBHermDor IX 282 nicht allein das G. zu genießen, sondern auch das Unglück zu ertragen, waren jene Naturen [
in der Antike] höchlich geschickt GWB46,23,25 Winckelm [
Jarno zu Wilh:] die Zeiten des Krieges, in denen wir leben, können schnelle Wechsel des G-es hervorbringen GWB21,311,22 Lj III 11 GWBFaust II 9129 GWBB22,122,3 CarlAug 27.6.11 GWB25
1,31,13f Wj II 9 GWBB23,275,6 Woltmann 5.2.13 K GWBTgb 2.4.80 GWBB42,168,16 Buttel 3.5.27
uö vereinzelt ‘G. steigt, wird größer’ in Anspielung auf die Waage der Fortuna (vgl A1a) [
Muse:] Und G. und Unglück tragen so sich besser, | Die eine Schale sinkt, die andre steigt, | Das Unglück mindert sich, das G. wird größer, | So auf den Schultern trägt man beide leicht! GWB16,336 Epimen 25u27 GWB16,387 Requiem frohsten Manne 41
‘es kommt auf (das) G. an, ob/wie’, insbes mBez auf eigene dichterische Vorhaben, einmal ‘auf das G. der Witterung ankommen’ Alsdann wird .. das im Ofen geschmolzene Erz in die Form gelassen, wobei es denn sehr viel auf das G. ankommt, ob sie sich gehörig füllt GWB44,330,12 CellAnh IX 1 Mein Divan besteht gegenwärtig schon ohngefähr aus hundert größern Gedichten .. Es kommt nun auf’s G. an, wie er sich vermehren wird GWBB25,416 Cotta 16.5.15 [
betr Ausführung der ‘Achilleis’] Ich sehe mich jetzt nach dem besten Samen um .. das übrige mag denn auf das G. der Witterung ankommen GWBB13,141,3 Schiller 12.5.98 GWBB6,230,12 Knebel 27.12.83
uö ‘etw aufs G. rechnen’ iSv einer günstigen Fügung überlassen, mit einem glücklichen Zufall rechnen GWBB36,149,5 Maria Paulowna 6.9.22 K 2
für ein (best) günstiges, erwünschtes, meist unerwartetes Ereignis od Geschehen; meist ‘ein G.’, mehrf idVbdgn ‘etw (ein) G. nennen, wähnen, preisen, heißen’, vereinzelt ‘G. begegnet, stößt zu’ uä; mit Attr wie ‘selten, unverdient, unverhofft’ so finden wir doch auch, daß manche .. ein seltnes G. mit Gleichmuth und ein hereinbrechendes Unglück mit Gelassenheit auf sich nehmen GWB51,148,20 ThS II 5 [
Vater zu Jery:] Soll ich’s ein Unglück, soll ich’s ein G. nennen? Bätely ist umgewendet, erkennt deine Liebe, ehrt dich, liebt dich, weint um dich GWB12,30,10 JeryBätely Heute hab ich ein G. gehabt, das ich dir erzählen muß. [Eines Glücksfalls muß ich erwähnen GWB30,266,9 ItR] .. Mein Perruckenmacher .. findet .. ein flach Stück gebrannten Thon mit einigen Figuren GWBB8,184,21 ChStein 13.2.87 [
Sebast üb den achtjährigen Bruder Pedros:] er .. sagte mit so ganz lachendem Gesicht: Papa! - Papa! - ich hab’ ein Loch in Kopf gefallen! Eben als wollt’ er uns ein G. notificiren, das ihm zugestoßen wäre GWB38,118,13 Claud
1 [
Egm, allein:] Süßer Schlaf! Du kommst wie ein reines G. ungebeten, unerfleht am willigsten GWB8,303,12 Egm V GWB25
1,289,1 Wj III 16 GWBB6,258,2 Herder [27.3.84] GWBB37,268,19 Schultz 3.12.23
uö ‘von G. sagen’ [
Martin zu Gottfr:] Wenn ihr wiederkehrt, Herr, in eure Mauern .. Da könnt ihr von G. sagen GWB39,13,15 Götz
1 I GWBB5,294,11 ChStein 2.4.[82] GWB27,302,16 DuW 10
uö in Ausrufen wie ‘es ist G!’, ‘welch ein G!’, ‘das ist ein G!’ [
Lucinde:] Amors leichte Pfeile fliegen | .. Mädchen, seid ihr nicht getroffen? | Es ist G.! GWB11,208 Claud
2 199 GWBB2,2,7 Herder [Sept 71 Korr DjG
32,63] GWB17,299,16 Bürggeneral 12
uö als zu eigenem Tun Hinzukommendes idVbdg ‘G. (und Muße, Gunst) gehört zu etw’ Zum Entdecken gehört G., zum Erfinden Geist, und beide können beides nicht entbehren GWBN11,255,6 ErfindenEntdecken GWBB42,57,11 Loos 14.2.27
uö(selten) worin etw seine volle Entfaltung findet, idVbdgn ‘G. des Ausdrucks’, ‘G. des Symbolischen’ (im künstlerischen Werturteil) [
für: bonheur d’expression] GWB40,212,28 Staël,Dichtgn GWB34
2,125,14 ReiseSchweiz 1797 Fasz 3 3
in abgeblaßter Bedeutung a
mit Inf-Konstruktion od daß-Satz, selten wenn-Satz; oft iSv günstige Gelegenheit, Möglichkeit (zT in Überschneidung mit F3a) α
mit Verben insbes des Erlebens u Erfahrens wie ‘das G. ergreifen, erfahren, erleben, genießen’, ‘jdm das G. gönnen, geben, verdanken’, auch ‘das G. schätzen, rühmen, preisen’, ‘jdn um das G. beneiden’; auch im Übergang zum Höflichkeitsstil (vgl 4) Unsere westlichen Nachbarn .. genießen gegenwärtig des G-s, die vorzüglichsten englischen Schauspieler .. vor sich zu sehen GWB40,127,21 EnglSchausp Meinen Sohn beneide ich .. um das G., Berlin zu schauen und Sie zu begrüßen GWBB31,164,25 FAWolf 4.6.19 ein flacher Felsgipfel .. doch haben mächtige Bäume hie und da zu wurzeln G. und Gelegenheit gefunden GWB18,320,7 Nov Luciane .. war nun einmal zu dem G-e gelangt, ein Pferd besteigen zu dürfen GWB20,228,22 Wv II 4 GWB9,29 LauneVerl 394 GWBB21,273,6 ChSchiller 5.5.10 GWB18,37,21 Aufgeregten II 3
uö(häufig) iSv Anlaß, Anreiz Siehst du Farben um dich klingen, | Wirst du deines Augs bewußt. | In das Innere zu dringen | Gibt das Äußre G. und Lust GWB4,50 Hörst du 6
‘sein/das G. (ge)brauchen’ iSv die Möglichkeiten (u Fähigkeiten) ausschöpfen, die Gunst der Stunde nutzen GWBB5,226,4 ChStein 27.11.81 GWBB5,326,17 ChStein 12.5.82
‘des G-es wert sein’ im Übergang zum Höflichkeitsstil (vgl 4) Vetter? sagt’ ich .. glauben Sie [
Lotte], daß ich des Glüks werth sey, mit Ihnen verwandt zu seyn? AA21,21 Werth
1 I~Werth
2 β
‘(das) G. haben zu/daß .. ’, ‘jdm wird das G. (zuteil)’, auch neben ‘Freude, Recht, Verstand’, ‘G. oder Unglück haben’, einmal ‘das G. wünschen’ iSv die Gelegenheit wünschen; vereinzelt negiert Auf meiner Reise hatte ich das G. Herrn Dr. Seebeck zu begegnen GWBB26,111,25 Schopenhauer 23.10.15 ward ihm [
Jan vEyck] das G., in der Zeit einer technisch hochgebildeten .. Kunst zu leben GWB34
1, 181,5 KuARheinMain ich sollte das G. mich ihr [
Gretchen] zu nähern nicht lange entbehren GWB26,267,23 DuW 5 Durch ein unfertiges Betragen hatte sich Günther das G. verscherzt, an dem Hofe Augusts des Zweiten angestellt zu werden GWB27,81,27 DuW 7 GWB24,267,17 Wj II 3 GWBB33,203,19 CarlAug [6.9.20] K GWB25
1,190,13 Wj III 9
uö(häufig) iron ‘G. haben zu .. ’ GWBB1,124,25 Behrisch 24.10.67
mit dem Nebensinn von Fähigkeit, Geschicklichkeit (mBez auf künstlerische Tätigkeiten) so finden wir, daß der Deutsche, um drollig zu sein, einige Jahrhunderte zurückschreitet und nur in Knittelreimen eigentlich naiv und anmuthig zu werden das G. hat GWB41
1,248,14 Üb:Byron,DonJuan wenn der [
bildende] Künstler einmal das G. [Geschick GWBB24,243,17 R] gehabt hat, etwas Gutes zu machen GWBB24,380 Zelter 4.5.14 K GWB49
1,116,13 Philostrat
uö mit dem Nebensinn von Vorzug, Gewinn Da wir nicht mehr das G. haben, zu dem unschätzbaren goldenen Zeitalter der Deutschen zu gehören; so wollen wir wenigstens aufrichtig gegen einander seyn GWBB19,64,1 Körte 13.9.05 [
Clav:] da ich das G. habe, daß die besten Köpfe in Spanien mit mir zusammenhängen GWB11,64,5 Clav II [
für: having the fortune] GWB49
1,276,5 Mantegna,Triumphzug GWBB31,238,4 Welden [17.?7.19] K
uö γ
‘es ist jds G.’, ‘(es ist) ein G. (für jdn)’, ‘etw ist jds G.’ iSv es ist (nur) gut (für jdn); selten mit Attr wie ‘groß, schön, recht’, auch ‘jds G. ist, daß’, vereinzelt ‘es ist schon G. genug’, ‘das ist (schon) viel/das größte G., wenn’ Es war ein G. daß wir trocknes Wetter hatten GWBB16,221,15 Christiane 5.5.03 Ein schönes G. wär’s wenn mir in Ilmenau noch ein Stück des epischen Gedichts [
‘Hermann und Dorothea’] gelänge GWBB11,245,8 Schiller 29.10.96 [
Söller zum Parterr:] Es ist mein groses G., dass ihr daunten seyd DjG
31,321 Mitsch
1 134 [
Bernardo zu Elm:] Daß Sie es [
ein zärtliches liebes Herz] unter dieser gleichgültigen manchmal spottenden Außenseite verbergen können, das ist Ihr G.; denn dieß hat Sie doch von manchem Windbeutel gerettet GWB38,85,2 ErwElm
1 GWBB16,201,1 FUnzelmann 14.3.03 GWB17,276,3 Bürggeneral 8 GWB23,61,22 Lj VII 6
uö(häufig) b
in präp Wdgn α
‘mit G.’ zur Bezeichnung wünschenswerter Umstände, häufig iZshg mit einer Reise; auch mit Attr wie ‘gut, schön, unsäglich, preiswürdig, abwechselnd’, einmal ‘mit G-s Gewalt’ Mit unsäglichem G. haben wir die Reise bis hierher [
Zürich] gemacht GWBB51,52 Einsiedel 29.11.79 [
Technik:] Den Eisenstab ergreife, der .. den harten Stein verhöhnt, | Und so mit Fleiß, Genauigkeit und G. | Erbohre dir ein reichliches Geschick GWB4,287 Die erstenErzeugn dStotternhSaline 83 [
Leutnant vFritsch hat einen Orden erhalten] mit Recht, wegen einer braven That, und mit G. GWB33,149,25 Camp GWB16,386 Requiem frohstenManne 22 GWBB26,45,11 Peucer [18.7.15]
uö β
‘durch (ein) G.’ zur Bezeichnung günstiger Begleitumstände, auch iSv Zufall, glückliche Fügung, vereinzelt mit PossPron Jakob flieht mit allen den Seinigen .. und entkommt dem nachsetzenden Laban theils durch G., theils durch List GWB26,221,1 DuW 4 [
bei einem milit Angriff] Erhaltung unseres Hauses durch Standhaftigkeit und G. GWBTgb 14.10.06 Durch ein sonderbares G. wohnen in meinem Hause nur Frauenzimmer, die still und verträglich sind GWBB37,125,15 Knebel 11.7.23 GWBB17,33,13 CHumboldt [25.1.04] K GWB22,53,11 Lj IV 8~GWB52,208,9 ThS VI 3 GWB2,194 Künstlers Fug u Recht 55
uö γ
‘zum G.’ iSv glücklicherweise, vereinzelt ‘zu besonderem, gutem G.’, ‘zu jds G.’, ‘jdm zum G.’, einmal ‘zum G., daß .. ’ Zum G. ist es noch trocken Wetter GWBB5,291,4 ChStein 29.3.[82] Fester zog die Schlinge sich zu, sie [
Schlange] hätte das Leben | Dort gelassen, da kam ihr zum G. ein Wandrer gegangen GWBReinF IX 229 [
Rheinfall] Bisher war Nebel, zu besonderm G-e und Bemerkung des Details; die Sonne trat hervor und beleuchtete .. das Ganze GWBT2,145,15 v 18.9.97 A2,911,12 Votum 26.1.16 GWB24,336,7 Wj II 5 GWBB37,10,6 Boisserée 10.4.23
uö δ
‘auf (gut) G.’, einmal (im Vers) ‘auf gutes G.’, je einmal ‘auf G. und Zufall’, ‘auf G. und Unglück’, ‘auf G. und Wahl’ iSv in der Hoffnung auf einen guten Ausgang Und so war mir .. der Weg zu zwei Künsten [
Zeichnen u Musizieren] früh genug eröffnet, bloß auf gut G., ohne Überzeugung, daß ein angebornes Talent mich darin weiter fördern könne GWB26,186,17 DuW 4 Möchten Sie doch Ihre Herreise mit Ihrem werthen Begleiter auf gut G. unternommen haben! GWBB33,151,2 Schultz 12.8.20 wenn die Güter ohne zu hoffenden Remiß auf G. und Unglück verpachtet werden A1,85,16 Votum [Jun 79] GWB11,293 ErwElm
2 137 GWBHermDor VII 180 GWBB25,239,21 Cotta 27.3.15
uö 4
im Höflichkeitsstil iSv Ehre, Vorzug, Freude; fast ausschließl in Br; insbes in Wdgn wie ‘das G. haben jdm aufzuwarten, jdn zu besitzen, zu verehren, jdm anzugehören’, ‘jdm wird das G. (zuteil)’, ‘des G-s teilhaft(ig) werden’, ‘des G-s genießen’, ‘etwas als G. schätzen’, ‘sich des G-s schmeicheln’ uä; vereinzelt ellipt; auch mit Attr wie ‘unschätzbar, wünschenswert, hoch, ernst’ Die ausgezeichnet schönen Tage welche mir zu wiederholtenmalen das G. brachten in Ew. Hochfürstlichen Durchlaucht Nähe zu verweilen erscheinen mir immer in leuchtender Erinnerung GWBB39,80,4 Metternich 11.1.25 Auf die Gesammtacademie Jena im Allgemeinen habe ich keinen Geschäftseinfluß, aber das G., in Verbindung mit Herrn Geheimdenrath von Voigt Excellenz den Museen und anderen wissenschaftlichen Anstalten .. vorzustehen GWBB22,307,2 Müffling 31.3.12 K Da mir das hohe G. zu Theil geworden, daß Ihro des Königs von Bayern Majestät mir das Großkreuz des Civil-Verdienst-Ordens der Bayerischen Krone allergnädigst verliehen, so finde mich verpflichtet, Ew. Königlichen Hoheit hievon schuldigste Anzeige zu thun GWBB43,42,21 CarlAug 30.8.27 K Möge ich bald des lange entbehrten G-s genießen Ew. Durchl. mit einiger Unterhaltung aufwarten zu können GWBB25,255,5 Hzgin Louise [7.4.15] K Nachschriftlich vermelde noch daß Gestern das G. hatte der Grosfürstinn Katharina aufzuwarten GWBB23,395,6 Reinhard 1.7.13 Besonderes G. ereignete sich mir auch zu Bibrich, indem des Herrn Erzherzogs Karl K. H. die Gnade hatte .. mir die Beschreibung Ihrer Feldzüge .. zu verehren GWB36,98,11 TuJ 1815 GWBB40,246,23 Stadt Frankf 13.1.26 GWBB24,69,2 SZiegesar 22.12.13 GWBB40,319,8 Friedr Wilh III 15.3.26 GWBB32,63,20 LeseGes Mainz 10.10.19 GWBB27,301,20 CarlAug 1.1.17 K
uö(häufig) selten mit Sachsubj Ew. Durchl. zum Geburtstage aufzuwarten wird dieses Blat das G. haben GWBB19,47,18 CarlAug 28.8.05 Mein höchster Wunsch ist daß meine Vaterstadt möge das G. haben zum endlichen Besitz Ihrer unvergleichlichen Sammlung zu gelangen GWBB40,235,9 Boisserée 8.1.26 GWBB23,94,22 Lindenau 17.9.12 GWB49
2,181,5 Üb:Moller, KölnerDomriß
uö formelhaft am Briefschluß, insbes ‘das G. haben/empfinden sich zu unterzeichnen’, ‘es für ein G. rechnen/schätzen zu unterzeichnen’, ‘zum G. rechnen zu .. ’ meinem höchsten Fürstenpaare zu ferneren Hulden und Gnaden angelegentlichst empfehlend das G. empfinde mich unterzeichnen zu dürfen GWBB40,3,5 CarlAug 3.8.25 Der ich mir es zum G. und zur Ehre rechne mich unterzeichnen zu dürfen GWBB22,39,13 Hzgin vKurld 21.2.11 K A(Salomon 1990,106) Bericht 20.4.30 [Oberaufs]
uö mit GenAttr in Wdgn wie ‘G. Ihrer (persönlichen) Bekanntschaft, Gegenwart’, ‘G. des (persönlichen) Umgangs’ daß ich das G. Ihrer persönlichen Gegenwart zu empfinden und zu genießen erst nach dem Abschiede recht fähig geworden GWBB36,131,10 Sternbg 26.8.22 Eberwein hält sich recht brav; ich wünschte ihm .. das G. Ihres Umgangs und Unterrichts GWBB22,69,1 Zelter 18.3.11 GWBB22,82,1 Beroldingen 3.5.11 GWBB26,77,20 Hzgin vCumberld 10.9.15 K
uö C
der Ausgang einer Unternehmung 1
in neutraler Verwendung iSv Ergebnis, Resultat; nur in indirekten Fragesätzen Die Thierfabel sollte eigentlich dem Auge nicht dargestellt werden, und doch ist es geschehen; untersuchen wir an einigen Beispielen, mit welchem G. GWB49
1,351,21 Skizzen zuCastisFabelged Wie die Abschrift des Romans [‘
Wilhelm Meisters Lehrjahre’] vorrückt habe ich die verschiedenen desiderata zu erledigen gesucht, mit welchem G. werden Sie beurtheilen GWBB11,134,17 Schiller 23.7.96 GWBB10,172,9 Sömmerring 16.7.94 GWB40,133,5 FrzHaupttheat 2
Erfolg, Gelingen; oft ‘mit (viel, wenig, gutem) G.’, auch ‘mit mehr oder minder/weniger G.’, mehrf ‘G. haben’, ‘jds G.’ a
allgemein od hinsichtl spezifischer (prakt, berufl) Tätigkeiten, Arbeiten, Vorhaben; idVbdgn ‘G. wird zu etw’, ‘vom G. gekrönt’, ‘G. weissagen, beschleunen’, ‘des Frevels G.’; auch neben ‘Gedeihen, Segen, Fördernis’ Je mehr ich die Vergangenheit überschaue .. desto mehr habe ich mich zu fassen und das G. anzuerkennen, das meinem unablässigen Streben geworden ist GWBB40,189,5 FFHKüstner 24.12.25 [
Napoleon] der durch seine Unternehmungen, seine Thaten, sein G. die Welt in Erstaunen und Verwirrung setzt GWB40,260,11 Üb:Napoleon u frzVolk [
Montan:] Auf Blei und Silber ist man erpicht .. ich weiß es zu entdecken .. Auf mein Wort unternimmt man’s versuchsweise, es gelingt, und man sagt, ich habe G. GWB25
1,31,22 Wj II 9 Ich habe Glük und Gedeyhen bey meiner Administration GWBB6,154,8 Knebel 21.4.83 GWBNatT 172 GWB25
1,198,16 Wj III 10 GWBB25,234,10 Gf Brühl 12.3.15 GWBB8,333,23 CarlAug 25.1.88
uö vereinzelt ‘G. und Unglück/Übel’ iSv Gelingen und Mißlingen GWBT1,89,6 v 14.7.79 GWBNatT 835
‘mit/ohne ( .. ) G.’ iSv erfolgreich bzw erfolglos [
betr Privilegierungsgesuch für die Ausg.l.H. an den Bundestag] Fälle wo Einsiedler aus ihrer Klause nicht ohne G. vor Fürsten und Herren getreten sind GWBB39,126,18 Reinhard 27.2.25 er [
Mahmud vGasna] .. dringt sodann auf Indien los, mit großer Kraft und besonderm G. GWB7,42,11 DivNot wie wohl ein Fürst handelt, wenn er das was Einzelne, mit leidenschaftlicher Mühe, mit G., bei Gelegenheit, gesammelt, zusammenhält GWB49
2,110,27 Notice sur le Cabinet des Médailles Tasso 1710 GWBNatT 2354
uö im sprichwörtl Anklang ‘dem Blöden wird das G. nicht zuteil’ GWBReinF IX 9
3) ‘sein G. versuchen, probieren (bei jdm, in etw)’ iSv etw in Hoffnung auf Gelingen unternehmen [
der ‘plastische Anatom’ zu Wilh:] Hier ist biegsame Masse, Stäbchen und was sonst nöthig sein möchte; nun versuchen Sie Ihr G. GWB25
1,89,21 Wj III 3 GWBB13,317,10 CarlAug [23.11.98] K GWB3,334 ZXen V 1418
uö(selten) als Wesensmerkmal einer Person, einmal ‘tätiges G.’ [
Weisl:] Mährchen von Verwegenheit, Gewalt, G., werden mit Lust erzählt, und ihm [
Götz] wird allein zugeschrieben, was hundert andere gethan haben GWB13
1,253,26 Götz
3 III GWB39,51,14 Götz
1 I b
bezogen auf künstlerische, seltener geistige, (nat)wiss Tätigkeiten od Produkte, auch auf G-s eigene (dichterische) Unternehmungen α
das gewünschte erzielte Ergebnis, mehrf ‘G. eines (Kunst-)Werks, Stückes, einer Szene’, einmal ‘G. der Fabel’ iSv glückliche, gelungene Wahl der Fabel, auch ‘jdm/etw sein G. schuldig sein, verdanken’, ‘mit G. behandeln’ (im künstlerischen Werturteil) Ich habe ein Sujet [
wohl der Plan zur romant Oper ‘Der Löwenstuhl’], dem ich einiges G. verspreche GWBB25,293,7 Gf Brühl 1.5.15 Diesem allerliebsten Gegenstande [
Hl Drei Könige] sind die niederländischen Mahler ihr G. schuldig GWB34
1,177,20 KuARheinMain [
Zeichnung der Ruinen von Palmyra] Eine Caravane, die eben quer durchzieht, ist mit vielem G. angebracht GWB32,88,7 ItR~GWBB8,259,1 Weim Freunde 17.9.87 In Dessau hat man ein Kupferstecher Institut unternommen .. Pickler .. behandelt die schwarze Kunst mit viel Naturell und G. GWBB12,19,18 Meyer 19.1.97 [
Tasso:] Mir wird zu keinem Unternehmen G.! | Verändern werd’ ich es [
das ‘Gedicht’], vollenden nie Tasso 3131 GWBN4,98,26 FlH VI GWBB12,83,12 Schiller 5.4.97 GWB49
1,92,2 Philostrat GWB33,240,5 Camp GWB40,420 FrzHaupttheat Plp
uö ‘jds G. machen’ iSv jds Erfolg bewirken [
Merlina:] tönet aus der Menge | Mir .. | Der größte Beifall zu, | .. Dann dank’ ich Ihnen .. | Daß Sie mein G. gemacht GWB53,107 TheatrAbenteuer 117 GWBFaust I 546
‘an etw G. haben’ GWBB9,80,18 Knebel [5.2.89]
‘freundlich G.’ für den Ertrag eines dichtersprachl Bemühens Ist reich vergrabner Urne Bauch? | .. Greif milde drein, und freundlich G. | Fließt, Gottheit, von dir aus! GWB2,256 Sprache 4 β
spezieller iSv Beifall, Zustimmung; idVbdgn ‘(viel/großes) G. machen (bei etw/jdm)’ uä, auch ‘G. finden’, ‘auf G. rechnen’, ‘G. versprechen’ Ist Herr Hübsch kein komischer Sänger, so wird er hier sein G. nicht machen, denn das hiesige Publikum siehet mehr auf die Possen als auf den Gesang GWBB15,12,7 Kirms 7.1.00 Die theoretischen Werke Rameau’s haben das sonderbare Schicksal, daß sie ein großes G. [
fortune] machten, ohne daß man sie gelesen hatte GWB45,201,22 RamNeffeAnm wie jeder, der das Publikum zum besten haben mag, indem er mit dem Strome schwimmt, auf G. rechnen kann GWBB13,5,6 Schiller 3.1.98 GWBN4,161,28 FlH VI GWBB23,334,5 Josephine O’Donell 27.4.13 GWBB20,296,13 NMeyer 10.2.09
uö iSv Ansehen, Beachtung Père Noël .. ungeachtet seines G-s [
succès] bei Hofe GWB45,68,2 RamNeffe GWBB42,39,20 Schmidmer 2.2.27 K c
bezogen auf Kriegshandlungen, auch idVbdg ‘G. der Waffen, der Schlacht’; vereinzelt ‘jds G.’, mehrf ‘G. gesellt sich zu jdm, wendet sich auf jds Seite’, ‘an dem G. von etw teilnehmen’, ‘mit ( .. ) G.’, auch ‘wechselndes G.’ [
Richter:] Und es wendete sich das G. auf die Seite der Deutschen, | Und der Franke floh mit eiligen Märschen zurücke GWBHermDor VI 52 [
Orest zu Thoas:] Dieß [
Schwert] nahm ich seinem [
Agamemnons] Mörder ab und bat die Götter um .. das G. seiner Waffen [und bat | .. das G. | Des großen Königes mir zu verleihn GWBIph
2 2038] GWB39,399,21 Iph
1 V 6 GWBB11,88,7 Meyer 13.6.96 GWBFaust II 10485 GWBB11,102,16 Meyer 20.6.96 Achilleis 308
uö ‘G. lodert zu Flammen’ im Bild für den Sieg u zugl den Untergang der Besiegten GWB6,14 Div Elemente 15
4) d
im Spiel, auch im übertr Sinn, je einmal ‘Ungeschicklichkeit des G-s’, ‘G. der Ungewißheit’, ‘G. ist jdm zuwider’ [
Gesellschaftsspiel] so behielt .. meine Schwester ihren Engländer, welches sie beiderseits dem Gott der Liebe und des G-s sehr gut aufnahmen GWB27,33,2 DuW 6 [
Egm zu Ferdinand üb Alba:] als wir .. mit Würfeln spielten, und die Haufen Goldes .. von seiner Seite zu mir herübereilten .. verzehrte ihn die Ärgerniß, mehr über mein G. als über seinen Verlust GWB8,294,5 Egm V [
Spielende:] Und wenn er [
der Besitz hat] wagend nun das G. befraget, | Fällt ihm vielleicht sogar ein doppelt Loos GWB16,221 Maskenz RomantPoesie 75 GWBFaust II 7761 GWBB4,164,4 ChStein 19.1.80 GWBB2,80,12 Kestner [15.4.73 Korr DjG
33,31]
uö idVbdg ‘das/mein G. versuchen’ GWBB49,384,12 Haydon 1.12.31 K GWB32,122,2 ItR
uö(selten) e
in der Liebe, auch ‘G. bei Frauen’, einmal ‘sein G. versuchen’ (bei Männern); idVbdg ‘mit schlechtem, ungewogenem G-e’ (zugl im Hinblick auf die Umsetzung des Liebeswerbens in Dichtung) Cardano hatte G. bei den Weibern, Ferrand im Spiel GWB18,288,17 GutWeiber [
Rugant:] Ich locke sie [
Lucinde] | Mit meiner Saiten Ton an’s Fenster. Dann | Geb’ Amor G. und Heil GWB11,228 Claud
2 610 GWBB1,176,3u20 FOeser 6.11.68 GWB12,270 VereitelteRänke 396 [G/Vulpius?] GWB22,103,28 Lj IV 16
uö(selten) D
(äußeres) Wohl, Wohlergehen 1
Gesamtheit wünschenswerter, guter Verhältnisse, (Lebens-)Bedingungen a
allgemein, oft in abstrahierenden u sentenzartigen Aussagen, auch neben (verwandten) Begriffen wie ‘Ehre, Heil, Reichtum, Gunst, Hoheit, Leben, Lohn, Besitz, Recht’, gelegentl iGz ‘Unglück, Übel, Not’ ua, mehrf ‘alles G.’, ‘bei allem G.’; mit Attr wie ‘irdisch, menschlich, fest, rein’, auch ‘G. der Welt, der Menschen’, idVbdgn ‘G. geben, schaffen, gönnen’ ua; einmal (in Übs) ‘zum G. gedeihen’ Das G. deiner Tage | Wäge nicht mit der Goldwage GWB2,234 Sprichw 239 [
Götz:] Ich war schon mehr im Unglück, schon einmal gefangen, und so wie mir’s jetzt ist war mir’s niemals. [
Sick:] Glück macht Muth GWB8,130,26 Götz
2 IV [
Iph:] Will dem Mann das Glück, so herrscht er und erficht im Felde Ruhm .. Allein des Weibes G. ist eng gebunden, sie dankt ihr Wohl stets andern, öfters Fremden GWB39,324,7 Iph
1 I 1 [
Altoum, aus Schillers ‘Turandot’:] welches Wort sie [
Turandot] immer sucht .. | In Redeknoten listig zu verstricken: | Zum Beispiel Majestät, und Häuslich Wohl, | Thron und Verdienst und rein verbreitet Glück, | Das alles findet sie vor Augen klar GWB16,296 Maskenz 1818 Festz 849 [
Epikur:] Den Zufall bändige zum G., | Ergetz’ am Augentrug den Blick; | Hast Nutz und Spaß von beiden GWB3,110 Die Weisen u die Leute 59 GWB2,147 Ilmenau 175 GWBFaust II 5061 [
für: be happy or prosperous] GWB7,88,19 DivNot GWB41
2,61,13 Eurip,PhaethonNachtr
uö idWdgn ‘im G. (und Unglück)’, einmal ‘in des G-es Sonnenschein’ [
Pfarrer:] Haltet am Glauben fest, und fest an dieser Gesinnung; | Denn sie macht im G-e verständig und sicher, im Unglück | Reicht sie den schönsten Trost GWBHermDor I 187 GWB1,123 Tischlied 55
uö im Maillespiel GWB7,85,7 DivNot
‘G. und Stern’ als Hendiadyoin, zugl in Anspielung auf den Schicksalsbegriff GWB6,88 Div Höchste Gunst 13
im sprichwörtl Anklang Nicht ist alles Gold was gleißt, | G. nicht alles was so heißt GWB4,67 Vs 2 die Tugend steht fest, aber das G. [
le bonheur] schwebt im Weiten GWB40,205,6 Staël,Dichtgn GWB16,325 DemKaiser vÖsterr 49
uö(selten) b
bezogen auf einen persönl Erlebnis- u Erfahrungshorizont, selten als Gedeihen einer Sache, oft mit PossPron; idVbdgn ‘G. genießen’, ‘jds G. bedenken’, ‘jds G. (be)fördern, befestigen, begründen’, einmal ‘auf dem Weg des G-s fördern’ (in Übs), ‘jds G. stören, verscherzen, verwüsten, hinderlich sein’ uä, einmal ‘verschlagen weg vom G.’, einmal ‘um unseres G-es willen’ Galilei .. genoß die erste Zeit seines Lebens des wünschenswerthesten G-es GWBN3,247,8 FlH V daß seit dem 15. Sept. 1815 [
G-s letzter Besuch auf der Gerbermühle] mir von außen viel G., von innen wenig Heil widerfahren ist GWBB34,50,14 Willemer 22.12.20 so werden wir diesen merkwürdigen Mann [
JGZimmermann] .. noch weniger rechtfertigen können, weil das G. anderer dadurch [
schlechte Behandlung seiner Kinder] gestört, ja vernichtet worden GWB28,336,20 DuW 15 das G. des Lebens liegt dunckel auf mir GWBB3,140,23 ChStein 10.[3.77] [
Neffe:] Kein G. [
félicité] hält
an. Mir ging es zu gut, das konnte nicht dauern GWB45,81,16 RamNeffe GWB2,73 Seefahrt 38 Tasso 679 [
für: prospérité] GWB40,228,9 Staël, Dichtgn [
für: fortune] GWB45,129,19 RamNeffe GWBB10,341,10 AVoß [3.12.95] K
uö idVbdg ‘(mitten) im G.’ uä Er [
Gott] geb Euch das Geleit in Widerwärtigkeit | Sowohl als in dem G. GWB37,3 Neujahrswunsch 1762 Vs 16 GWBB6,14,16 Plessing 26.7.82 Tasso 510
uö in Wdgn wie ‘zu jds/jdm zum G. gereichen, gedeihen, dienen, (aus)schlagen’ iSv zu einem guten Ende kommen, ‘sich etw zum G. zählen’, ‘sich etw zu G. und Ehre rechnen’ (im Höflichkeitsstil), einmal (in Übs) ‘für jds G.’; auch in Wünschen [
Iph zu Thoas:] Du wähnest .. | Ein näher Band werd’ uns zum G. vereinen GWBIph
2 487 Möge auch Ihnen alles zu G. und Gunst gereichen GWBB38,232,2 Rauch 25.8.24 Möge alles auch zu Ihrem G. und Freude ausschlagen GWBB8,221,5 CarlAug 27.5.87 GWBFaust II 7448 [
für: pour vous plaire] GWB9,442 Tancred 1753 GWB18,145,10 Unterhaltungen GWBB27,197,13 Boisserée 13.10.16 GWBB28,208,21 Münchow 1.8.17 K
uö ‘sich nach dem G. bilden’ iSv sich zum Vorteil entwickeln GWBB1,191,2 FOeser 13.2.69
in Gelegenheitsdichtung od panegyr Dichtung Gott, der die Zeit erneut, erneure auch Ihr G., | Und cröne Sie dies Jahr mit stetem Wohlergehen GWB37,1 Neujahrswunsch 1757 Vs 16 Nach vierzehn hundert Jahren wird | Zwar mancher von uns fehlen; | Doch soll man dann Carl Friedrichs G. | Und Güte noch erzählen GWB4,222 Feier dGeburtsstunde CarlFriedr 15 [
Nacht zur russ Kaiserin Maria Feodorowna:] Wir .. Zeugen Eures G-s | Und hochgetrost für ew’ge Zeiten GWB16,255 Maskenz 1818 Prol 121 GWB16,306 Maskenz 1818 Epil 1001 GWB13
1,162 Epil 11.6.92 Vs 27f
uö im Höflichkeitsstil (fast nur in Br) Erhalten Sie mir .. ein gnädiges huldvolles Andencken, das vor wie nach die Base meines G-s ausmacht GWBB20,123,3 CarlAug [31.7.08] Es ruht ein großer Theil meines G-s auf der Gnade, die mir Ew. Durchl. schenken GWBB9,50,10 Ernst II [8.]11.88 GWBB15,44,15 JFFritsch [Apr 00] K
uö(selten) 2
in näher bestimmten Zusammenhängen a
bezogen auf die familiäre Lebenslage, mehrf ‘häusliches G.’, auch ‘G. des Hauses, der Wohnung’ Edle deutsche Häuslichkeit | .. Wo sich still in Thätigkeit | Häuslich G. vollendet GWB4,280 Vs 4 Gemahlin, Söhne, Töchter bilden | Den schönsten Kranz, ein häuslich G. GWB4,246 Willkommen dem Grhzg CarlAug 1814 Vs 26 GWBB23,37,8 Przin CarolLouise 22.6.12 K GWB3,392 Vs 3 Wanderlied Plp GWB26,162,28 DuW 3
uö speziell für Wohlergehen in der Ehe, auch im Hinblick auf eine Eheschließung, wiederholt ‘künftiges G.’, auch iSv Heiratschance, Partie (auch in personifizierender Vorstellung) Weibchen, o sieh den Segen, | Der unsre Flur durchweht. | .. Hier wandelt noch die Liebe, | Hier hauset noch das G. GWB1,113 Die glücklGatten 8 Charlotte .. war des G-s ihrer Tochter gewiß, wenn bei dieser der erste Braut- und Jugendtaumel sich würde gelegt haben GWB20,256,13 Wv II 5 nichts kann deinen Entschluß [
zur Verbindung mit Louise Rudorff] besser rechtfertigen als dein künftiges G. GWBB13,16,25 Knebel 12.1.98 [
Caroline zu Breme:] Sie riethen mir .. ein G., wenn es mich aufsuchen sollte, nicht von mir zu stoßen GWB18,13,5 Aufgeregten I 4 GWB28,169,16 DuW 12 GWBB27,444 Willemer 7.1.17 GWB13
1,253,12 Götz
3 III
uö mit stärkerer Akzentuierung des Standesunterschieds [
Burgherr zu seiner Frau:] du vom Bettlergeschlecht! | .. Schon lange verflucht’ ich mein ehliches G. GWB3,5 Ballade 76
uö(selten) b
bezogen auf die soziale Lebenslage α
für eine gesicherte, angesehene gesellschaftl Stellung, auch ‘G. des bürgerlichen Lebens’, ‘zu ( .. ) G. geboren sein’ [
Carlos zu Clav:] Sieh .. das G. und die Größe die dich erwarten GWB11,103,21 Clav IV Sie haben, verehrtester .. Fürst, von Jugend an .. Sich Vorzüge zu erwerben gewußt, welche .. von Geburt und G., als von Folien, nicht Wesenheit, sondern nur einen lebhafteren Glanz gewinnen GWBB25,276,2 CarlAug [22.4.15] K das Ideal, das ihm [
Wilh] sein Schwager vom G. des bürgerlichen Lebens vorzeichnete, reizte ihn keineswegs GWB22,146,24 Lj V 2 GWBNatT 1224 GWB45,165,20 RamNeffeAnm
uö idVbdgn ‘ein/sein G. (in der Welt) machen’ iSv eine gute Lebensstellung finden, auch mit dem Nebensinn zu Reichtum kommen, ‘jds/jdm G. machen’ iSv jdm eine erstrebenswerte Lebensstellung verschaffen (auch in Überschneidung mit β); einmal ‘jdm sein G. absprechen’ iSv bestreiten, daß jd sein Glück macht [
Werner zu Wilh:] so bist du doch indessen ein Persönchen geworden, das sein G. machen kann GWB23,132,28 Lj VIII 1 jeder dünkte sich etwas, wenn er sich .. vorstellte, daß in ihm selbst so viel vorhanden sei, nicht nur um in der Welt fortzukommen, sondern sogar ein außerordentliches G. zu machen GWB26,275,27 DuW 5 GWBN9,401 Üb:JMüller GWBB4,29,16 Scholley 26.4.79 K GWBB24,70,9 Knebel 23.12.13
uö ‘ein/sein/das G. suchen, finden’, ‘sein G. (bei jdm/etw) versuchen’, einmal ‘das ( .. ) G. erreichen’; auch im Übergang zu β Da der Papst mich nicht .. mit günstigen Augen ansah .. so wollte ich .. mit Gottes Hülfe ein besseres G. [
fortuna] suchen GWB43,278,3 Cell II 8 Sein [
Behrischs] gutes Äußere, seine Kenntnisse und Talente .. hatten ihm die Neigung und Achtung vorzüglicher Personen erworben, auf deren Empfehlung er .. an dem Hofe eines .. trefflichen Fürsten ein solides G. fand GWB27,144,28 DuW 7 [
üb ChAVulpius] Er hat Fähigkeiten, ist fleißig gewesen, und nur ein Zusammenfluß von Umständen hat verursacht daß er weder in seinem Vaterland noch auswärts bisher hat sein G. finden können GWBB9,62,13 Hufnagel 26.11.88 er [
Wilh] sei bei ausgebrochenem Kriege unter die Soldaten gegangen, um auf diesem Wege sein G. zu versuchen GWB52,275,19 ThS VI 13 Jakob entflieht [
Esau], um in dem Lande seiner Vorfahren sein G. zu versuchen GWB26,218,5 DuW 4 GWB12,66,23 Lila II GWB46,125,5 Hackert GWBN6,144,24 MetamPfl Nachtr GWBB41,97,2 UPogwisch 22.7.26
uö speziell für eine berufl Stellung; auch ‘ein G. (ver)schaffen, (be)gründen’, ‘jdm das G. des Lebens verdanken’ Ich möchte .. nicht versäumen einem guten jungen Menschen [
ChA Vulpius] ein G. zu verschaffen .. wenn du ihn auch nur mäßig bezahlst, wenn du ihn auch nur einige Jahre behältst GWBB9,46,3 Jacobi 31.10.88 GWBB22,245,7 CWolzogen 28.1.12 GWBB13,351,13 FStein 21.12.98
uö β
für materiellen Wohlstand, Reichtum, finanzielle Versorgung; mehrf ‘Genuß des G-s’, ‘G. genießen’, einmal ‘sich um ein G. bringen’, auch neben ‘Prunk, Reichtum’; einmal ‘frevles G.’ [
Sekretär zur Hofmstrin:] Wobei | Noch manche Rente gar bequem vergönnt | Durch Sparsamkeit ein sichres G. zu steigern GWBNatT 683 einem guten Wirthe [
kann] nichts angenehmer sein, als sich alle Tage die Summe seines wachsenden G-es zu ziehen GWB21,51,27 Lj I 10 [
Erzbischof zum Kaiser:] gib, vom frevlen G., | Ein mäßig Schärflein gleich dem Heiligthum zurück GWBFaust II 10991 GWB18,198,10 Unterhaltungen GWBB3,13,7 Herder 2.[1.]76
uö mBez auf einen Geldbeutel GWB12,173 ScherzLR 1181 c
für Ehre, Ruhm, Ansehen; mehrf neben ‘Gunst, Ehre’, auch iSv Ehrung, Gunstbezeugung; mehrf ‘G. genießen’, mit Attr wie ‘hoch, unschätzbar, groß, unverdient’ [
Iph zu Thoas:] Mit königlichen Gütern segne dich | Die Göttin! .. | Daß, der du über viele sorgend herrschest, | Du auch vor vielen seltnes G. genießest [daß .. du auch vor vielen glücklich seist und herrlich! GWB39,331,21f Iph
1 I 3] GWBIph
2 225 [
Marquise zum Domherrn:] wenn .. Sie mit dem völligen Glanze des vorigen G-es .. da stehn, neben einem Fürsten, der Sie wieder erkennt GWB17,124,17 GrCoph I 1 als er [
Enweri] .. einen, mit Gefolge und Prunk, vorbeireitenden Großen erblickt, zu seiner großen Verwunderung aber hört, daß es ein Hofdichter sei, entschließt er sich zu gleicher Höhe des G-s zu gelangen GWB7,53,9 DivNot [
G-s Anwesenheitsjubiläum in Weim] Das unerwartete G., welches mich am siebenten November von so manchen Seiten her überraschte GWBB40,160,1 PhilFak Jena 24.11.25 GWB7,85,19 DivNot GWB13
1,31 Vorsp EröffnWeimTheat 1807 Vs 152 [
für: fortuna] GWB44,162,28 Cell IV 3
uö d
bezogen auf öffentliches, politisches, staatliches Wohl; mehrf ‘(all)gemeines G.’, oft in panegyr Dichtung (mit Lichtmetaphorik), mit Attr wie ‘frisch, neu, künftig’ dieses Standbild [
das Rostocker Blücherdenkmal] .. das erste, welches den Morgen des vaterländischen G-es begrüßt GWBB32,61,3 RitterLandsch Mecklenb 7.10.19 Ihre Regentschaft brachte dem Lande mannichfaltiges G. GWB36,306,6 AndenkAnnaAm 1807 [
Evadne üb Elpenor:] Laßt mich ihn segnen, ihn, der Tausenden | Ein neues Licht des G-s aufgehend scheint GWB11,7 Elp
2 115 [G/Riemer] GWB16,242,17 Maskenz 1818 Progr GWB49
2,154,9 Ausgrabgn GWBIph
2 141
uö als Ergebnis eines Kriegsendes bzw Friedensschlusses [
Muse:] so genießt das höchste G. hienieden, | Nach hartem äußerm Kampf [
Befreiung von napoleonischer Bedrückung] den innern Frieden GWB16,337 Epimen 39 Die Empfindung .. daß, durch das allgemeine G. die Herzen mehr geöffnet, sich freyer gegen einander bewegen GWBB26,49,7 CarlAug 20.7.15 GWB16,208 Maskenz 30.1.98 Vs 5
uö für kulturelle Blüte [
betr Pompeji u Herculaneum] daß soviel G. durch ein einzelnes Naturereigniß zu Grunde gehen mußte GWBB49,275,13 CBCotta 15.3.32 GWBB46,111,3 Zelter 19.10.29 3
in Wünschen; mehrf neben ‘Heil, Segen, Gedeihen’ (zT auch in Überschneidung mit C) a
in unterschiedl Vbdgn wie ‘G. (und .. )’, ‘jdm (viel/alles) G. (und .. )’, ‘möge das G. .. ’ [
Pfarrer zu Herm:] dein treues | Herz hat richtig gewählt! G. dir und dem Weibe der Jugend! GWBHermDor VI 229 Megaprazon an seine Söhne. G. und Wohlfahrt, guten Muth und frohen Gebrauch eurer Kräfte! GWB18,363,1 ReiseMegapr Möge Dauer und G. Höchstjhro Familie durchaus verliehen .. seyn! GWBB51,541 CarlAug 1.11.27 Im neuen Jahre G. und Heil GWB2,223 Sprichw 11 GWBB2,28,22 Kestner [Anf Okt 72] GWB12,26,17 Jery Bätely GWBB32,158,7 Hzgin Louise 30.1.20 K
uö vereinzelt ‘(jdm) G. (zu-, herab)rufen, erflehen, singen’ [
zum Geburtstag der Hzgin] Wünsche knieen an den goldnen Stufen, | Dir tausendfält’ges G. herabzurufen GWB13
1,167 AnAnnaAm 28.10.00 Vs 16 [
Epimen:] Laßt von sternenreichen Höhen | Unserm König [
FriedrWilh III] G. erflehen GWB16,551,24 Epimen Var GWB13
1,21 PaläophronNeoterpe [1819] Vs 258 GWB4,56 Toast zum akademMittagsmahl 7
uö(selten) idWdgn ‘(viel, bestes, alles) G. zu etw’, auch ‘G. sprechen zu etw’ Viel G. zu 84 GWBB6,230,15 Knebel 27.12.83 G. zu allem Thun! GWBB49,247,20 Marianne 23.2.32 Viel G. zur Vollendung Ihres Werkes GWBB15,216,13 Schiller 15.4.01 GWBB27,80,6 Boisserée 10.7.16 GWBB11,126,10 Schiller [13.7.96]
uö ‘(viel) G. auf die Reise, den Weg’ uä Viel G. auf Ihren Weegen und Steegen GWBB6,374,10 CarlAug 18.10.84 [
Bauer:] G. auf’en Weeg GWB39,6,8 Götz
1 I GWBB34,216,8 Frommann 3.5.21
uö ‘G. schlag ins Haus’, im Anklang an einen Kinderreim GWB42
2,458,3 Üb Volks- uKinderlieder b
‘jdm (alles) G. wünschen’, selten mit Dat der Sache; auch formelhafter u abgeblaßter als Freudenbekundung iSv beglückwünschen, gratulieren, häufig anläßl eines Geburtstags, einer Hochzeit, einer Genesung uä Ich wünsch .. | Euch alles G. und Heyl von Gottes Hand und Güte GWB37,3 Neujahrswunsch 1762 Vs 13 Zum neuen Jahr will ich dir nur mit wenig Worten ausdrücklich G. wünschen GWBB24,81,6 Knebel 2.1.14 Ein Gedicht: Amor als Landschaftsmahler schick’ ich dir eh’stens und wünsche ihm gut G. GWB32,277,17 ItR Ich wünsche G. zu der Acquisition des Poussins GWBB10,363,4 Meyer 30.12.95/3.1.96 [
Aufführung von Bachs Matthäus- Passion] wünsch ich G. zu so vollendetem Gelingen des fast Undarstellbaren GWBB45,218,16 Zelter 28.3.29 Ew. Wohlgeb. wünsche G., daß Sie das Lager [
nach gebrochenem Fuß] wieder haben verlassen können GWBB23,293,20 JGLenz 10.3.13 GWB18,108,6 Unterhaltungen GWBB41,25,25 NMeyer 7.5.26 GWBN1,300,7 FlD 746 GWBTgb 16.2.32 GWBB1,25,28 Cornelia 7.12.65
uö(häufig) ‘sich G. wünschen (zu etw)’ iSv sich beglückwünschen, sich freuen (üb etw), zufrieden sein mit etw, sich glücklich schätzen Jung [
Jung-Stilling] kam .. und wir wünschten uns G. zu einem so wackern .. Tischgenossen GWB29,25,23 DuW 16 Wie wünsche ich mir und meinen Lesern G., daß er [
Wilh] sich einer Laufbahn nähert, die er mit Freude und Ehre betreten wird! GWB52,101,6 ThS V 1 Daß meine neuen Gedichte zur guten Stunde bey Ihnen ankamen und heilsame Wirkung thaten dazu wünsche ich mir G. GWBB27,154,6 Boisserée 29.8.16 GWBB17,212,16 Succow 5.11.04 GWB42
2,190,17 MuR(659)
uö c
in festen Wunsch- u Grußformeln α
‘G. zu (denn)!’, mBez auf etwas Bevorstehendes od als Gratulation mBez auf etwas Erreichtes, Gelungenes; auch iron [
Selbitz bei einer Bauernhochzeit:] G. zu! Braut und Bräutigam! G. zu! Brautvater! GWB13
2,306,34 Götz
3 V Var [
Selbiz:] G. zu! Gottfried. Sieg! Sieg! GWB39,102,16 Götz
1 III [
zur Berufung der Brüder Boisserée nach Berlin] G. zu denn! daß alles auf’s beste gelungen ist GWBB27,153,6 Boisserée 29.8.16 GWBB2,105,10 Kestner 15.9.[73] GWBB7,68,3 Kayser 20.6.85
uö als Begrüßung [
Gottfr:] G. zu, brave Jäger GWB39,136,24 Götz
1 IV GWB8,23,15 Götz
2 I β
‘G. auf’5), auch am Briefschluß Hinze der Kater .. | Einen Martins-Vogel erblickt’ er von weiten, da rief er: | Edler Vogel! G. auf! [
Reinke de Vos: gud heyl] GWBReinF III 3 G. auf zu allen Epigrammen GWBB7,122,19 Herder uFrau 11.11.[85] GWBB37,66,6 FStein 11.6.23 K GWBB22,36,10 Trebra [16.2.11] K
uö bergm Alles Gute sey mit Ihnen und den Ihrigen. G. auf! So muß es jetzt zwischen uns in der Bergmannssprache immerfort heißen GWBB37,206,24 Grüner 4.9.23 [
Gnomen:] Metalle stürzen wir zu Hauf, | Mit Gruß getrost: G. auf! G. auf! GWBFaust II 5853 GWBB41,110,1u2u28 AHerder 3.8.26 K GWBB49,98,1 AHerder 30.9.31
uö E
das Glücklichsein, tiefe seel Zufriedenheit 1
innere Harmonie u Ausgeglichenheit, Gefühl des Einsseins mit sich selbst, starker Gemeinsamkeit, enger Verbundenheit a
bezogen auf die gesamte persönl Erwartungshaltung u -erfüllung, auch in verallgemeinernden Aussagen u neben verwandten Begriffen wie ‘Freude, Ruhe, Zufriedenheit’, auch iGz ‘Jammer, Pein, Schmerz(en)’; mehrf ‘G. fühlen, empfinden’, auch ‘jds/sein G. machen’, ‘jdm G. bringen’, ‘in etw sein G. finden’; einmal im ausgeführten Vergl mit einer Kugel So schöne Umstände vereinigen sich nicht leicht zusammen, eines Menschen Herz zu ergözzen, als die sind, in denen ich mich jezt befinde. Ach so gewiß ist’s, daß unser Herz allein sein Glük macht! AA50,15 Werth
1 I~Werth
2 [
Ritter zum Grafen:] In jedes gute Herz ist das edle Gefühl von der Natur gelegt, daß es für sich allein nicht glücklich sein kann, daß es sein G. in dem Wohl der andern suchen muß GWB17,179,2 GrCoph III 5 [
Herm zur Mutter:] Aber, ach! nicht das Sparen allein, um spät zu genießen, | Macht das G., es macht nicht das G. der Haufe bei’m Haufen GWBHermDor IV 182 GWB42
1,124,8 Einl:Mämpel, Feldjäger II GWB16,365 Epimen 620 GWB21,128,11 Lj II 2 GWB6,88 Div Höchste Gunst 10
uö mit Akzentuierung der Vergänglichkeit, Begrenztheit, auch neben ‘Jugend, Schönheit’ ua (auch im Übergang zu b) [
Epimeleia:] Ach! warum, ihr Götter, ist unendlich | Alles, alles, endlich unser G. nur! GWBPand 499 [
Helena zu Faust:] Ein altes Wort bewährt sich leider auch an mir: | Daß G. und Schönheit dauerhaft sich nicht vereint GWBFaust II 9940 GWBPand 679 [
Zit s v Gipfel 3a] GWB16,387 Requiem frohstenManne 50 GWB32,140,6 ItR
uö iZshg mit (Selbst-)Beschränkung und Bescheidung gesehen, einmal ‘kleines Reich anmutigen G-s’ sich .. in den Gesinnungen [
der Toleranz u Humanität] befestigen, in welchen ganz allein der Mensch auf seinem eigenen Montserrat G. und Ruhe finden kann GWB41
1,105,21 Üb:Geheimnisse [
Gerichtsrat zu Eugenie:] Ein Mittel gibt es, dich im Vaterland | Zurück zu halten .. Jedem, | Der’s anerkennt .. | Verschafft es G. und Ruhe .... Der Ehstand ist es! GWBNatT 2089 GWBNatT 1640 GWB51,103,16 ThS II 1 GWBB43,187,13 Sternbg 27.11.27
uö iSv Wesensentfaltung, Daseinserfüllung, in Vbdgn wie ‘G. des .. Menschen’, ‘des Reichen G.’ ua Das schönste G. des denkenden Menschen ist, das Erforschliche erforscht zu haben und das Unerforschliche ruhig zu verehren GWBN11,159,7 MuR(1207) GWBNatT 776
uö (selten) b
als aus dem Erlebnis erfüllter Liebe erwachsen, mehrf charakterisiert als Vorrecht der Jugend; vereinzelt mBez auf ein verwandtschaftl Verhältnis; mit Attr wie ‘wahr, voll, rein’, idVbdg ‘G. fühlen’, auch im bildl Zshg ‘des G-es flatternd Gewand’ wenn ich, Lili, dich nicht liebte, | Fänd’ ich hier und fänd’ ich dort mein G.? [Wär’, was wär’ mein G.? GWB29,112,19 DuW 18] GWB1,79 Vom Berge 4 Wilhelm [
hatte] seine Geliebte noch nicht ganz verloren; seine Schmerzen waren unermüdet erneuerte Versuche, das G., das ihm aus der Seele entfloh, noch fest zu halten GWB21,118,22 Lj II 1 Jugendfreuden zu erhalten | Zeig’ ich leis das wahre G. GWB16,199 Maskenz Amor 30 Wahlheim .. Von dort hab ich nur eine halbe Stunde zu Lotten, dort fühl ich mich selbst und alles Glük, das dem Menschen gegeben ist AA30,2 Werth
1 I~Werth
2 das G. und die Frauens [
ist] für die Jugend, sie bedarf keiner Hülfe und ist Hülfe reich GWBB6,310,20 ChStein 23.6.84 Tasso 1069 GWBNatT 1281 GWB11,387,30 Elp
1 I 6~GWB11,31 Elp
2 686 [G/Riemer] [
Zit s v Gewand 4a]
uö in Br an ChStein, idVbdgn ‘schweres G.’, ‘Inbegriff, Quelle, Versicherung, Gegenwart meines G-s’, auch neben ‘Wohlsein, Zufriedenheit, Bestimmung, Hoffnung’ Liebe mich denn das ist der Grund von allem meinem G. GWBB7,114,17 ChStein 5.11.85 Lebe wohl du beste, du Innbegriff meines G-s GWBB6,116,16 ChStein 5.1.83 Ich bin und bleibe dein und bitte dich um mein G. das ich ganz allein in dir hoffe GWBB6,215,3 ChStein 20.11.83 GWBB5,78,16 ChStein 11.3.[81] GWBB5,118,16 ChStein 28.4.81 GWBB6,158,11 ChStein 4.5.83
uö c
als Erfüllung künstlerischer Erwartungen, Verwirklichung künstlerischer Interessen, auch als Kunstgenuß u -erfahrung [
Wilh:] Der Bühne wollte ich meine ganze Thätigkeit widmen, auf ihr mein G. und meine Zufriedenheit finden GWB21,41,26 Lj I 8 Mein eigentliches G. war mein poetisches Sinnen und Schaffen Gespr Eckerm 27.1.24 GWBB8,174,1 Ernst II 6.2.87 GWB28,87,26 DuW 11
uö(selten) 2
mBez auf einen wunschgemäßen Lebenslauf od Lebensabschnitt a
als (umfassende) Verwirklichung von Plänen u Vorstellungen (auch in Übereinstimmung mit äußeren Gegebenheiten); in (metaphor) Vbdgn ‘Gebäude meines G-s’, ‘Grab meines G-s’, ‘höchste Stufe des G-s’, mehrf neben ‘Leben’, auch ‘G. des Lebens’ [
Iph:] Es mangelte dem G. der Eltern [
Iphigenies u Elektras] noch | Ein Sohn GWBIph
2 408 [
Tasso:] Hat nicht .. dieser [
Antonio] das Gebäude meines G-s | Von seinem tiefsten Grund aus umgestürzt? Tasso 2782 [
Eduard:] jedes Jahrzehnt des Menschen hat sein eigenes G., seine eigenen Hoffnungen und Aussichten GWB20,346,23 Wv II 12 [
Faust, allein:] Wenn Phantasie sich sonst .. zum Ewigen erweitert, | So ist ein kleiner Raum ihr nun genug, | Wenn G. auf G. im Zeitenstrudel scheitert GWBFaust I 643 GWBB41,52,14 Blumenbach 3.6.26 K Tasso 1594
uö in (redensartl, sprichwörtl) Wdgn wie ‘sein/am G. schmieden, schaffen’, ‘des eigenen G-es Schmied sein’, ‘Schöpfer seines G-es sein’; einmal ‘unbedingtes G.’ iSv kein eigenes Bemühen voraussetzendes G. [
der Unbekannte zu Wilh:] Jeder hat sein eigen G. unter den Händen, wie der Künstler eine rohe Materie GWB21,109,9 Lj I 17 Was gibt uns wohl den schönsten Frieden, | Als frei am eignen G. zu schmieden GWB2,234 Sprichw 252 GWB12,66,25 Lila II GWB13
1,30 Vorsp EröffnWeim Theat 1807 Vs 127 GWB11,103,14 Clav IV
uö als Entfaltung einer persönl Veranlagung [
in Gegenüberstellung zur versagt gebliebenen ‘Gunst des Schicksals’] in ihm selbst lagen die Keime eines wünschenswerthen und möglichen G-s GWB46,21,7 Winckelm
iZshg mit Fausts Tod für seine Lebensleistung, auch visionär ausgeweitet [
Faust:] Solch ein Gewimmel möcht’ ich sehn, | Auf freiem Grund mit freiem Volke stehn. | .. Im Vorgefühl von solchem hohen G. | Genieß’ ich jetzt den höchsten Augenblick GWBFaust II 11585
6) GWBFaust II 11150 u 11220
uö b
in der Liebe u/od Ehe, oft mit PossPron, auch ‘jds G. vollenden, erneuern, versichern, befestigen’, ‘sein G. beginnen’, einmal ‘sein G. auf jdn setzen’ iSv Hoffnung auf eine Liebesverbindung, auch mit Attr wie ‘schön, erwünscht’, einmal personifiziert; idWdg ‘das ist nun .. mein .. G.!’ sarkastisch-iron [
Herm zu Dor:] ich kam, um deine Liebe zu werben. | .. Dich in’s Haus nur zu führen, es war schon die Hälfte des G-es GWBHermDor IX 220 ich war [
im Traum] bey Ihnen .. Sie waren verheurahtet .. wenn es wahr ist, o so möge das der Anfang Ihres G-es seyn GWBB1,219,25 KSchönkopf 12.12.69 [
Eduard] sah diesen Fall [
Tod seines Kindes] .. als eine Fügung an, wodurch jedes Hinderniß an seinem G. auf Einmal beseitigt wäre GWB20,369,1 Wv II 14 [
Epimeleia:] Als er todt lag | Jener Hirt, stürzt’ | Auch mein G. hin GWBPand 843 [
Sophie üb Söller:] Er macht beym Spiele Schulden. | Er bringt noch alles durch .. | Dies ist nun alle Lust, und mein geträumtes G.! | So eines Menschen Frau DjG
31,366 Mitsch
2 165~GWB9,51 Mitsch
3 173 GWBFaust II 6361 GWB25
1,57,16 Wj II 11 GWB20,149,4 Wv I 13
uö idVbdg ‘G. (od Unglück) des Lebens machen, auf etw gründen’ uä [
Adelbert:] Meine sanfte Marie wird das G. meines Lebens machen GWB39,50,28 Götz
1 I Sie [
Lotte] sah sich nun mit dem Mann auf ewig verbunden .. dessen Zuverlässigkeit .. dazu bestimmt zu seyn schien, daß eine wackere Frau das G. ihres Lebens darauf gründen sollte AA135,2 Werth
2 II GWB25
1,256,18 Wj III 13 GWBB2,143,15 EJacobi [Anf Feb 74]
uö bezogen auf einen Lebensabschnitt mit Attr wie ‘künftig, vergangen, verloren’ Umarmung und Kuß .. | [
sind] Liebenden .. Versichrung | Künftigen G-s im Leben GWBHermDor IX 225 brachte er [
Wilh] vor sein Andenken alle Scenen des vergangenen G-s [
Liebe zu Mariane] GWB21,120,16 Lj II 1 GWB12,403 Vs 8 Ungl Hausgenossen Plp GWB27,6,13 DuW 6
uö 3
das augenblickliche Glücksgefühl, Hochgefühl a
allg für eine freudige, gehobene, auch ausgelassene Gestimmtheit, auch iSv Entzücken, lustvolles Vergnügen, Genuß; idVbdg ‘jds G. teilen’ iSv sich mit jdm freuen, mehrf ‘Gipfel des G-s’, ‘G. der Empfindung’, ‘Gefühl von G.’, auch ‘Nähe des höchsten G-s’ Albert, der durch keine launische Unart mein Glük stört AA50,19 Werth
1 I~Werth
2 [
Hofmstrin zu Eugenie:] ich .. | .. freue mich der Freude, | Die reich aus Lebensfülle dir entquillt. | .. Welches G. | Drängt aus bewegtem Busen sich hervor! GWBNatT 909 ihre [
Lilis] Freude über sich selbst und das G. das sie verbreitet GWB29,115,9 DuW 18 [
Vögel, zu viert:] Würmchen zu lesen! | Preisliches G.! GWB17,109,14 Vögel GWBFaust II 8613f GWB29,161,6 DuW 19 GWB17,376,29 GrCoph I 1 Plp
uö bei einer Geistererscheinung [
Faust beim Anklopfen Wagners:] Es wird mein schönstes G. zu nichte! | Daß diese Fülle der Gesichte | Der trockne Schleicher stören muß! GWBFaust I 519
‘dumpfes G.’ für (verzweifeltes) G. der Benommenheit Tasso 3368
‘G. der Freiheit’ (von einem Tier) GWB13
1,321,16 Götz
3 V b
in der freundschaftl, familiären, verwandtschaftl Gemeinschaft, insbes mit (eigenen) Kindern; auch ‘seliges, reinstes G.’, ‘Gefühl des G-s’ [
Hofmstrin:] Wann soll wie sonst vertrauter Stunden Reihe | Mit reichlichen Gesprächen uns erquicken? .. [
Eugenie:] Auch jene Stunden werden wiederkehren, | Von deren stillem G. man mit Vertrauen, | .. gerne spricht GWBNatT 938 [
Iph:] Fasse dich, Orest! erkenne mich! .. O nehmt den Wahn ihm von dem starren Aug’ und macht uns nicht im Augenblick des höchsten G-es [der höchsten Freude GWBIph
2 1216] elend GWB39,367,24 Iph
1 III 1 [
Iph üb die Aussicht auf Heimkehr:] Wie die hereinströmende Fluth .. die Felsen überspült .. kam die unerwartete Freude, und das rasche G. über mich [bedeckte ganz | Ein Freudenstrom mein Innerstes GWBIph
2 1509] GWB39,378,19 Iph
1 IV 3 [
nach Ps 85,11] (Majestät.) Gerechtigkeit und Friede küssen sich, o G.! (Friede.) O längst erflehter Augenblick, o Wonnetag! GWB13
1, 31 Vorsp EröffnWeimTheat 1807 Vs 157 GWBB11,91,21 AKauffmann [13.6.96] K GWB36,295,27 BiogrEinzh GWBFaust I 3136
uö c
als Liebesseligkeit, -wonne α
im Zusammensein der Liebenden, bei ihrer überraschenden Wiederbegegnung, auch als durch Entfernung steigerbar; selten in der Erinnerung, gelegentl iGz ‘Jammer, Pein’, öfter mit Attr wie ‘innig, süß, beneidenswürdig, einzig, gegenwärtig, leidenschaftlich’, auch mit PossPron, mehrf ‘G. der Liebe, Zärtlichkeit’, ‘G. um G.’ zur Bezeichnung der Wechselseitigkeit, des Gebens u Nehmens; einmal mit Lichtmetaphorik Mariane lernte das G. der Liebe .. in seinen [
Wilhelms] Armen erst kennen GWB51,64,9 ThS I 17 [
Lila zum Baron:] Ich habe dich, Geliebter, wieder, | .. Es beben alle mir die Glieder | Vom G., das ich nicht fassen kann GWB12,86,17 Lila IV Trink’, o Jüngling! heil’ges G-e | Taglang aus der Liebsten Blicke; | .. Doch das G. bleibt immer größer, | Fern von der Geliebten sein GWB1,48 Glück dEntfernung 1u5 Das reinste G., das wir empfunden, | Die Wollust mancher reichen Stunden | Floh wie die Zeit mit dem Genuß GWB1,45 Glück u Traum 7 Lieb’ um Liebe, Stund’ um Stunde, | Wort um Wort und Blick um Blick; | .. Hauch um Hauch und G. um G. GWB6,161 Vs 4 Div Suleika GWB1,268 Alexis u Dora 98 Tasso 3278 GWB11,120,5 Clav V GWB6,157 Nur wenig ist’s 40 GWB9,31 LauneVerl 425
uö ‘G. der Entfernung’ als Wiederfinden der inneren Ruhe durch Trennung von der Geliebten GWB1,48 Titel
mit Schnurmetaphorik ‘bunte Schnur meines G-es’ für eine Folge von Glückserlebnissen GWB6,160 Div Die schön geschriebenen 27
in Ausrufen wie ‘o (das) G.!’, ‘welches G.!’, ‘o des G-s’ welch G. geliebt zu werden! | Und lieben, Götter, welch ein G.! GWB1,69 Willk u Abschied 31f GWB1,202 Wirkung in dFerne 21 GWB11,247 Claud
2 962
uö leicht negativ akzentuiert als schwärmerisches Empfinden [
Lothario:] Welchen Himmel hatte ich mir mit Theresen geträumt! nicht den Himmel eines schwärmerischen G-s, sondern eines sichern Lebens auf der Erde GWB23,78,5 Lj VII 7 GWBB1,251,1 Fabricius? 14.10.[70] K β
mit stärkerer Betonung des sinnl-erot Genusses, mit Attr wie ‘hold, süß’, auch neben ‘Lust’ Süß voll Blüthen zu sehn die neulebendigen Zweige, | .. Aber süßer, mit Blumen dem Busen der Schäferin schmeicheln; | Und dieß vielfache G. läßt mich entbehren der Mai GWB1,310 Vs 78 VenEpigr 13 Der Athem will nicht mehr zurück, | .. Gerüche winden sich durch’s G. | Unsichtbar wolkig ziehend GWB6,44 Div AnHafis 31 Lyde brannt’ von einem Blikke | Für Aminen, er für sie; | Doch ein wiedriges Geschikke | Hinderte noch beyder Glükke, | Ihre Ältern schliefen nie GWB37,18 Annette Lyde 14 GWBB1,103,9 Behrisch [7. od 9.10.67] GWB1,49 An Luna 17 GWBFaust I 4531
uö mBez auf einen natürlichen Trieb iGz ‘Gesetz’ (als legitime Eheschließung) GWBNatT 255 γ
für die geliebte Person selbst, auch in Vbdgn wie ‘seinem G. nahen, entgegengehen’, ‘(sein) G. im Arm (halten)’ [
Satyros, Psyche umfassend:] Hab’ alles G. der Welt im Arm | So Liebe-Himmels-Wonne-warm! GWB16,88 Satyros 196 [
Epimeth:] Wieder versucht sei’s, dich heran, | Gattin, zu ziehn! Hasch’ ich sie? Bleibt’s | Wieder, mein G.? GWBPand 811 [
Jüngling:] Hier muß ich sie finden! | .. Ihr Felsen, ihr Bäume, | Entdeckt mir die Liebste, | Entdeckt mir mein G.! GWB1,39 VerschEmpfindungen 20 Die übrige Woche will ich fleisig seyn und Sonntags mein G. aufsuchen GWBB6,60,21 ChStein 23.9.82 GWB51,57,27 ThS I 16
uö(selten) Gretchen mBez auf den geliebten Faust u wohl zugl in Anspielung auf die Bedeutung des Namens ‘Faust’7) GWBFaust II 12072 δ
mit der Erfahrung der Zerrissenheit, Unerfüllbarkeit, des Liebesschmerzes u der Unruhe verbunden, als Oxymora ‘schmerzenvolles G.’, ‘unglückseliges G.’ [
Dichter zur Lustigen Person:] Gib ungebändigt jene Triebe, | Das tiefe schmerzenvolle G., | Des Hasses Kraft, die Macht der Liebe, | Gib meine Jugend mir zurück! GWBFaust I 195 Krone des Lebens, | G. ohne Ruh, | Liebe, bist du! GWB1,84 RastloseLiebe 19 GWB6,190 Div Vollmondnacht 17
uö(selten) d
in der Naturerfahrung, auch im Ausruf, einmal ‘freies G.’ [
Rosenknospen:] Wenn der Sommer sich verkündet, | Rosenknospe sich entzündet, | Wer mag solches G. entbehren? GWBFaust II 5154 O Erd’, o Sonne! | O G., o Lust! GWB1,72 Wie herrlich leuchtet 12 Mit Botanik gibst du dich ab? mit Optik? .. | Ist es nicht schönrer Gewinn, rühren ein zärtliches Herz? | .. Sei es mein einziges G., dich zu berühren, Natur! GWB1,325 Vs 356 VenEpigr 77 GWBFaust I 780
uö(selten) 4
‘ewiges G.’ als himmlische Seligkeit GWB39,19,17 Götz
1 I F
etwas, das das menschl Dasein u Miteinander erleichtert u bereichert, dem Leben Wert, Inhalt gibt, oft metonym für das, was ‘G.’ bewirkt; häufig objektiviert in der Perspektive Dritter 1
unbestimmt: etwas Gutes, Wünschens- u Erstrebenswertes; mehrf ‘ein/kein, irgendein G.’, auch neben ‘Gutes, Wert’, idVbdgn ‘(ein) G. bereiten, gönnen’, ‘G. widerfährt’, ‘eines jeden G-s wert sein’ Du [
die Wahrheit] schenktest mir der Erde beste Gaben, | Und jedes G. will ich durch dich nur haben! GWB1,5 Zueignung [1784] 48 er [
Narziß] verlange kein G., wenn er es nicht mit mir theilen sollte GWB22,277,13 Lj VI SchöneSeele [
Herm:] Sollte nicht auch ein G. aus diesem Unglück hervorgehn Herm Dor V 105 [
Iph:] Weh dem, der fern von Eltern und Geschwistern | Ein einsam Leben führt! Ihm zehrt der Gram | Das nächste G. vor seinen Lippen weg GWBIph
2 17 GWB17,123,11 GrCoph I 1 GWB16,352 Epimen 373 GWBB23,62,12 Voigt 14.8.12 K
uö 2
ein Lebenswert, ein das Dasein bereicherndes Gut a
für eine persönl, freundschaftl, verwandtschaftl od ehel Beziehung, auch für eine Person selbst (Nachkomme, Geschwister ua), vereinzelt für ein bedeutsames familiäres Ereignis (zB Taufe); oft ‘dieses G.’ od mit PossPron, einmal ‘Stätte meines G-s’ im Hinblick auf einen Todesfall, auch mit Inf; mit Attr wie ‘gewünscht, unerwünscht, unermeßlich, unendlich, schön’ Zieht ihn [
Albert] nicht jedes elende Geschäft mehr an als die theure, köstliche Frau? Weiß er sein G. zu schätzen? AA118,17 Werth
2 II sie [
Mariane] fühlte, daß ihr das unerwünschte G., Mutter zu werden, bevorstehe GWB51,75,21 ThS I 20 [
Charlotte zu Eduard:] Kannst du mir zumuthen, daß ich auf mein wohlerworbenes G. [
Ehe mit ihm], auf die schönsten Rechte, auf dich so geradehin Verzicht leisten soll? GWB20,168,7 Wv I 16 GWBNatT 1269 GWBIph
2 1392 GWB9,93 Mitsch
3 709
uö in der ‘Natürlichen Tochter’ speziell mBez auf die Anerkennung Eugenies als Fürstentochter GWBNatT 1111 GWBNatT 1093
uö b
für eine Liebe, häufig idealisierend, idVbdgn ‘G. verlangen, begehren, verkennen, verscherzen’, auch mit Inf, vereinzelt neben ‘Unglück’, einmal personifiziert ‘das gewünschteste G.’, mit Attr wie ‘einzig, bestes, schön, groß’ [
Epimeth zu Pand:] Kein andres G. verlang’ ich, weder wirkliches | Noch vorgespiegeltes im Luftwahn. Bleibe mein! GWBPand 118 [
Wilh:] ich weiß, daß ich ein G. [
in Natalie] erlangt habe, das ich nicht verdiene, und das ich mit nichts in der Welt vertauschen möchte GWB23,310,4 Lj VIII 10 uns armen liebevollen Beiden | Ist das wechselseit’ge G. versagt, | Uns zu lieben, ohn’ uns zu verstehen GWB4,97 Warum gabst du uns 16 Er [
Eduard] sollte auf irgend eine Weise dem G., ja dem Unglück, Ottilien zu lieben, entsagen! GWB20,171,6 Wv I 16 GWB24,149,16 Wj I 8 GWB2,10 Sonette VIII 13 GWB3,19 TrilogLeid An Werth 20
uö in verstärkter personaler Vorstellung (vgl d), idVbdgn ‘G. begegnet, G. verlieren, G. verschwindet, sich von seinem G. trennen’ ua dem Liebenden gönnt, daß ihm begegne sein G. GWB2,126 Einsamkeit 4 [
Chor zu Lila:] Nimm ihn [
den Gemahl] zurück! | Die guten Geister geben | .. Dir dein G. GWB12,85,18 Lila IV Erkanntes G. GWB2,126 Titel GWB20,169,18 Wv I 16
uö(selten) c
für einen ideellen Wert α
mBez auf Sittlich-Ethisches, insbes im Hinblick auf zwischenmenschl Beziehungen od auf das Verhältnis des einzelnen zum Staat, Gemeinwohl, für Werte wie Vertrauen, Treue, Recht, Freiheit, Wahrheit ua, auch ‘erprobtes, anerkanntes G.’ [
Wilh:] von jenem G., das wir als das höchste erkennen, das aus dem innern Reichthum der Natur fließt, haben sie [
die Vornehmen] selten eine erhöhte Empfindung. Nur uns Armen, die wir wenig oder nichts besitzen, ist es gegönnt, das G. der Freundschaft in reichem Maße zu genießen GWB22,18,1u5 Lj IV 2~GWB52,177,2u7 ThS V 13 Töchterchen! .. | Zu der Eltern Lust erschienen, | Hast so jung das G. gefunden | Den Geliebtesten zu dienen GWB4,45 An Gfin Einsiedel 3 Ich habe kein größeres G. gekannt als das Vertrauen gegen dich GWBB9,126,21 ChStein 8.6.89 [
Tasso zur Prinzessin:] für den Edlen ist kein schöner G., | Als einem Fürsten, den er ehrt, zu dienen Tasso 931 Wohlwollen unsrer Zeitgenossen | Das bleibt zuletzt erprobtes G. GWB4,274 Des Menschen Tage 18 GWB37,190,14 Zwo biblFragen GWB3,44 Für ewig 2 GWBPand 682 GWBB8,47,18 ChStein 7./11.11.86
uö mit Gen wie ‘G. des Rechts, der Freiheit, der Unschuld, des Wohltuns’ uä [
Hofmstrin zum Sekretär:] Und gönnt ihr dieser köstlichen Natur [
Eugenie] | Vom Fürstenblute nicht das G. des Rechts? GWBNatT 755 [
Alba:] Des Königs Absicht ist .. wenn’s sein muß .. die schädlichen Bürger aufzuopfern, damit die übrigen Ruhe finden, des G-s einer weisen Regierung genießen können GWB8,270,12 Egm IV GWB22,346,22 Lj VI SchöneSeele GWBB42,101,20 DZelter [27.3.27] K
uö definitorisch, mehrf ‘höchstes G.’, einmal ‘Persönlichkeit’ als ‘höchstes G. der Erdenkinder’ [
Lothario:] Was ist das höchste G. des Menschen, als daß wir das ausführen, was wir als recht und gut einsehen? GWB23,55,2 Lj VII 6 GWB6,162 Vs 3 DivSuleika GWB2,75 Adler u Taube 47 GWB1,38 Antworten bei gesellschaftlFragespiel 26
uö(selten) β
mBez auf eine (Selbst-)Erkenntnis, Überzeugung, Anschauung; auch für eine (geistige) Errungenschaft; vereinzelt iSv Vorzug, Lobenswertes wie idVbdg ‘G. der griechischen Ausbildung’ Gesundes Hineinblicken in sich selbst .. ist eine seltene Gabe, aber auch die Resultate solcher Forschung für Welt und Wissenschaft ein seltenes G. GWBN11,271,13 Purkinje,Sehen subj aber wer kommt früh zu dem G-e, sich seines eignen Selbsts, ohne fremde Formen, in reinem Zusammenhang bewußt zu sein? GWB22,306,8 Lj VI SchöneSeele Es steht noch nicht so ganz schlimm mit ihnen [
den Menschen], versetzte Wilhelm lächelnd. - Ich will dir dein G. nicht absprechen, sagte Montan GWB24,45,9 Wj I 3 Es ist ein G. des Alters, daß man größere Lust hat, sich in die Vorstellungen anderer zu finden als sich selbst etwas auszudenken GWBB36,167,23 Nees 20.9.22 GWBN3,120,12 FlH II
uö(selten) γ
mBez auf die Entfaltung einer künstlerischen Begabung, auf eine (prakt) künstlerische Tätigkeit bzw deren Produkt, auf einen Kunstgenuß; mehrf im ‘Tasso’ für die Anerkennung als Dichterpersönlichkeit (einmal auch leicht personifiziert) so läugne ich nicht, daß wenn ich an ein wünschenswerthes G. dachte, dieses mir am reizendsten in der Gestalt des Lorbeerkranzes erschien GWB26,257,17 DuW 4 [
Tasso, bekränzt:] Laßt mich mein G. im tiefen Hain verbergen, | .. dort erinnert | Kein Auge mich an’s unverdiente G. Tasso 528u531 Der hohe Werth der Kupferstecherkunst in diesem historischen Sinne ward zugleich hervorgehoben und sie für ein G. gehalten GWB36,205,3 TuJ 1821 GWB40,202,2 LiterarSansculottism Tasso 1117 GWBB10,330,18 Meyer 16.11.95 GWBB8,357,12 CarlAug 17.3.88
uö iSv das Vorzügliche, der Wert (der Kunst) GWB34
2,27,16 KuARheinMain Plp δ
mBez auf eine Glaubenserfahrung danke ich Gott für nichts mehr, als die Gewißheit meines Glaubens; denn darauf sterb’ ich, daß ich kein G. besitze, und keine Seligkeit zu hoffen habe, als die mir von der ewigen Liebe Gottes mitgetheilt wird GWB37,157,16 BriefPastors GWB22,309,12 Lj VI SchöneSeele ε
mBez auf persönl (Wesens-)Eigenschaften, auf die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit, auch des Empfindungsvermögens es ist ein Trieb, der mich leitet und mich immer recht führet .. Gott sei Dank, daß ich erkenne, wem ich dieses G. schuldig bin GWB22,356,19 Lj VI SchöneSeele [
Leonore:] nach hundert Jahren klingt | Sein [
eines guten Menschen] Wort und seine That dem Enkel wieder. [
Prinzessin:] Dem Enkel, wenn er lebhaft fühlt wie du; | Gar oft beneid’ ich dich um dieses G. Tasso 84 GWB8,218,13 Egm II d
für eine Person, einmal für einen Geist (der ewigen Jugend) [
Epimeth zu Phileros:] So nenne mir den Namen deines holden G-s GWBPand 66 [
Monost:] Pamina und Tamino weinen; | Ihr höchstes G. [
ihr Kind] ruht in des Grabes Nacht GWB12,186 Zauberfl 67 GWB16,446,16 u 447,11 PantomimBallett I
uö(selten) in Anrede, überwiegend in Br an ChStein, idVbdgn ‘(du) mein (süßes, liebes) G.’ Leb wohl mein süses G. GWBB5,227,15 ChStein 3.12.81 du mein einziges, eingebohrnes, und angewöhntes G. GWBB5,310,20 ChStein 14.4.82 [
Erw zu Elm:] Ich habe dich wieder, Mein Leben, mein G.! GWB38,476 ErwElm
1 Var GWBB6,94,14 ChStein 19.11.82 GWB3,45 Zw beiden Welten 4
uö 3
etwas Erfreuendes, Freude Auslösendes, Wohlergehen Bewirkendes a
für Ereignisse unterschiedl Art, seltener für eine Sache, mehrf ‘(dieses) G. genießen, erfahren, verkünden, bereiten’ ua, auch für ein zufälliges Geschehen (zT in Überschneidung mit B2), öfter mit Gen wie ‘G. des Tages, der Stunden’ uä, auch mit Inf, ‘etw ist ein/kein großes G.’ iSv ist ein/kein Grund zur Freude Wie mancher Arme, dem Jung [
Jung-Stilling] dieses G. [
gelungene Staroperation] verschafft, hatte dem Wohlthäter Gottes Segen .. gewünscht GWB29,26,16 DuW 16 Versicherung daß wir an dem G. eures Berliner Aufenthalts den aufrichtigsten Antheil nehmen GWBB31,155,23 August 26.5.19 Geselligkeit lag in meiner [
G-s] Natur, deßwegen ich bei vielfachem Unternehmen mir Mitarbeiter gewann .. und so das G. erreichte, mich in ihnen und sie in mir fortleben zu sehn GWB42
2,153,16 MuR(327) Hebe mich an deine Seite! | Gib der Schwärmerei dieß G. GWB1,49 An Luna 12 GWB20,400,20 u 404, 19 Wv II 18 GWBFaust II 6038 GWB12,271 VereitelteRänke 411 [G/Vulpius?]
uö idVbdgn ‘etw für ein/das ( .. )/als G. schätzen, achten, halten, anerkennen (daß)’ (zT in Überschneidung mit B2) Das Wetter .. ward in der Nacht so arg, daß man es für das höchste G. schätzen mußte sie unter der Decke des Regiments-Wagens zuzubringen GWB33,51,5 Camp man es für ein G. achten mußte, sie [
Abguß der Juno Ludovici] immerwährend vor Augen zu haben GWB32,322,18 ItR GWBB51,235 Sartorius 13.4.08 GWBB49,101,14 Zelter 4.10.31
uö iron GWB9,5 LauneVerl 45
vereinzelt neben ‘Unglück’ Das ist, rief Friedrich, eben das G. und das Unglück: Philine darf sich nicht sehen lassen .. sie ist guter Hoffnung GWB23,227,27 Lj VIII 6 GWB24,280,20 Wj II 3
uö(selten) für ein Fest GWB2,127 LändlGlück Titel u 4
‘Schauspiel einfachen natürlichen G-s’ für ein glückliches Leben in freier Natur GWB38,86,6 ErwElm
1 b
für eine Ehrung, einen Gunsterweis, ein Geschenk, eine Wohltat, oft im Höflichkeitsstil da .. ich auf jenes G. [
Anwesenheit beim Reformationsfest] Verzicht zu leisten habe, gedenke ich meiner Untergebenen, welche, mir zunächst, einen ehrenvollen Schritt allerdings hätten zu hoffen gehabt GWBB47,108,13 Staatsminist Weim 26.6.30 wage noch schließlich die geziemende Bitte .. das mir gegönnte G. [
Privilegierung der Ausg.l.H.] auf gesetzliche Weise zur Kenntniß des Publicums und der Behörde gelangen zu lassen GWBB40,325,8 Schuckmann 15.3.26 K Man thut mir sehr artig, man gefällt sich sogar mich zu lieben, nur schade daß ich dieses G. sehr unvollkommen geniesen kann B6, 323,23 ChStein 9.7.[84] GWB16,321 DerKaiserin vÖsterr 43 GWBB40,194,6 Ludw I vBayern Nov 25 K GWBB23,95,1 Lindenau 17.9.12
uö → GWB
Dichterglück GWB
Doppelglück GWB
Erdenglück GWB
Familienglück GWB
Heimatsglück GWB
Hoffnungsglück GWB
Jagdglück GWB
Jugendglück GWB
Kriegsglück GWB
Lebensglück GWB
Liebe(s)Glück GWB
Menschen- Musen- GWB
Mutter- GWB
Reise- GWB
Sammler- GWB
Sammlungs- GWB
Sieges- GWB
Stufen- GWB
Tochter- GWB
Traum- GWB
Un- GWB
Untertanen- GWB
Vater- GWB
Wunder- Syn zu A
GWB
Geschick GWB
Schicksal zu A1
GWB
Fortuna GWB
Tyche zu A1cα
GWB
ἀγαθός (ἀγαθὴ τύχη) zu A1cβ
GWB
Genius zu A2
GWB
Fügung zu A2a
GWB
Chance GWB
Zufall zu B1 und 2
GWB
Fügung zu B2
GWB
Glücksereignis GWB
Glücksfall zu B3
GWB
Gelegenheit GWB
Möglichkeit zu B4
GWB
Ehre GWB
Freude GWB
Vorzug zu C
GWB
Erfolg GWB
Gelingen zu C1
GWB
Ausgang GWB
Ergebnis GWB
Resultat zu D
GWB
Glückseligkeit GWB
Heil GWB
Segen GWB
Wohl GWB
Wohlergehen GWB
Wohlfahrt GWB
Wohlstand zu D2bβ GWB
Reichtum zu D2c
GWB
Ansehen GWB
Ehre GWB
Ruhm zu E
GWB
Befriedigung GWB
Behagen GWB
Freude GWB
Glückseligkeit GWB
Seligkeit GWB
Zufriedenheit zu E2
GWB
Lebensfreude GWB
Lebensglück zu E3
GWB
Entzücken GWB
Entzückung GWB
Freude GWB
Hochgefühl GWB
Lust GWB
Vergnügen GWB
Wonne zu E4
GWB
Seligkeit zu F
GWB
gut(das G.) zu F3
GWB
Freude GWB
Vergnügung zu F3b
GWB
Gunst 1) vgl GHb1 1,724f; PLorentz, G-s Auffassung vom Wesen des Glücks, ZfdU 19, 1905,145—162 u 300—314 2) wie das Rad ein gängiges Attribut der Fortuna, aber kaum in bildl Darstellung, dafür in der Literatur belegt; vgl Roscher, Ausführl Lex der griech u röm Mythologie V, 1964,Sp 1343 u RE VII A7,Sp 1654ff 3) vgl “Dem Blöden ist das Glück teuer”, Wander 1,Sp 407 4) Deutung umstritten, vgl DivWb 164 5) zur sprachl Entwicklung vgl HFRosenfeld, Glück auf!, Annales Academiae Scientiarum Fennicae 50, 1942, 469—489; GHeilfurth, Glückauf!, 1958,bes 13 u 162f 6) nach Arens II,946 nicht auf die “unvergängliche Erdenspur”, sondern die Freiheitsvision (Vs 11579) zu beziehen 7) vgl AWhite, Names and Nomenclature in Goethe’s ‘Faust’, 1980,47; LAWilloughby, Namen u Namengeben bei G. In: G u die Tradition, hg v HReiss, 1972,276f Elke DreisbachE.D.