lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Brut

ahd. bis spez. · 22 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
27 in 22 Wb.
Sprachstufen
9 von 16
Verweise rein
45
Verweise raus
33

Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Brut Pl.

Bd. 2, Sp. 29
Wossidia Brut Pl. Brüd', Bruten, -s f. Braut; Mi 11b; 'Brutens' (1747) Kohf. Hg. 26, 4; Bri. 5, 86; ursprünglich junge Frau: 'in deme sulven jar hertich Hinrick ... van siner brut unde vorstynne froychen Dorothea ... heft entfangen sinen ersten ghebaren heren' Slagg. 109; heute das verlobte Mädchen und die junge Frau an ihrem Hochzeitstage. 1. in Redewendungen: se is Brut an em RoRostock@TessinTess; noch wit von 't Lachen, säd' de Brut, dor huult se all Klock; rad' mi gaut, seggt de Brut, œwerst rad' mi nich af Raabe Allg. Volksb. 24; wer Glück hett, führt de Brut StaStargard@PrillwitzPrillw; wer 't Glück hett, geiht mit de Brut tau Bedd' LuLudwigslust@GrabowGrab; de Brut treckt mihr as 'n Mastsägel RoRostock@WarnemündeWarn; bei Bauern hieß es häufig: Geld is de Losung, Brut is de Taugift MaMalchin@TarnowTarn; RoRostock@KlockenhagenKlock; aber auch: de riken Brüd' warden dick utseit, œwer se lopen man dünn up GüGüstrow@PassinPass; HaHagenow@BelschBelsch; in Vergleichen: wur lacht se söt! Noch söter as ne junge Brut Hey. Punsch. 224; 235; das Mauerblümchen sitt dor as ne verlawt Brut, dee nüms afhalen will HaHagenow@RedefinRed; WaWaren@MalchowMalch; ähnl.: di geiht dat as de Brut, dee nich to ehr Hochtit afhaalt ward Gü; Regeln im Umgang mit der Braut geben: jung' Brut möt neckt warden, süs ward dat ierst Kind 'n Ap GüGüstrow@BützowBütz; RoRostock@MüritzMür; wer de Brut hett, sall s' ok ketteln RoRostock@KlockenhagenKlock; auch beim Anschneiden eines Kuchens, einer Wurst und ähnl. gesagt StaStargard@RödlinRödl; ümmer äben un sinnig mit de Brut tau Bedd', 't is de ierst Nacht HaHagenow@RedefinRed; öft.; auch beim Einspannen junger Pferde; beim Beginn einer mühsamen Arbeit; im derben Schwank spaßt Ulenspeegel mit sin Brut un tickt ehr mit 'n Hakisen up 'n Kopp StaStargard@MirowMir; zur Vorsicht bei der Brautwahl mahnt: säuk di de Brut in 'n Stall un nich up 'n Ball Wo. Sa.; vor frühzeitiger Eheschließung warnt: ierst ne Snut un denn ne Brut LuLudwigslust@LankLank; ein langer Brautstand ist unerwünscht: ne Brut is man ne halw Diern Lu; een Doden un ne Brut dee möten tau 'n Hus henut PaParchim@SpornitzSporn; ein kleines Mädchen, das sich verletzt hat, erhält den Trost: in dee Tit, dat du Brut stahn deist, is 't all wedder gaut HaHagenow@BelschBelsch; auf die Frage: wo sall ick sitten? bekommt es die Antwort: gah dor up sitten, wo din Mudder (Grossmudder) up säten hett, as se Brut wir LuLudwigslust@ConowCon; PaPlau; RoRostock@MüritzMür; WiWismar@PoelPoel; ähnl.: sitt still, as din Mudder ded', as se Brut wir Wa; weiterhin bei unbeständigem Erntewetter: is 'n Wäder, as wenn Johann Friedrick frigen will un hett keen Brut Ha Hagenow@RammRamm; von einem Knecht, der viel und laut mit der Peitsche knallt: dee hett woll ne Wäwerdiern tau Brut SchöSchönberg@WarnowWarn; wenn ein Mann mit Herbstfäden bedeckt ist, heißt es: wat hett dee Brutens StaStargard@ChemnitzChemn; Brut un Brüjam stahn Kegelruf, wenn zwei Kegel stehen bleiben Schw; Sta; Wi; Brut Kuhname HaHagenow@BelschBelsch; 'Braut in Haaren' Schwarzkümmel, nigella damascena E. Krüg. 55; Syn.: 'Jungfer in Haaren', Jumfer int Gräun. 2. im Volksreim in bezug auf die prächtige Kleidung der Braut: Nahwersch, kik mal eenmal ut, Wat is dat för ne gestickte Brut Wo. V. 2, 1252; Wat kümmt dor her von 'n Mœhlendur? Ne gollen Brut 1671 a; de Brut Kümmt mit Gold un Sülwer rut Tanzreim Gos uppe Däl Wi; wo de blanken Bruten wahnen Wo. V. 3, 29; Baben stünn de Brut, Hadd' n' groten Rock an, Dor hüngen woll dusend Klocken an 2, 1598; im Anruf an den Storch: Wenn de gollen Ringen in de Kirch so klingen, Huch, wo sall de Brut denn springen 1552; Klipper Klapper Adebor, Slah de Brut de Trummel vör. Wurvör? wurvör? Vör de hoge Kamerdör 1667 a; ferner im Tiermärchen: De Kuckuck un de Korock Dee stickten de Brut dat Hoor up, De Sparling, dat lütte Ding, Bröcht de Brut den Truring, De Wädehopp, de Susekopp, Dee bröcht de Brut den Nachtpott 1538; De Schufut up den düüstern Bœhn Dat wir de Brut ehr Süstersœhn, De Heister mit den langen Swanz Dat wir de Brut ehr Vördanz 1534; öft.; Kreih up 'n Tunpahl Kickt de Brut inne Suppenschal 1668; wenn man einer Henne oder Gans Eier zum Ausbrüten unterlegte, sagte man: ick sett di as ne Brut, een Dickkopp (faules Ei) un de annern all ut Schö Schönberg@SchlagsdorfSchlagsd. 3. Brauchtum und Volksglaube. a. in einigen Dörfern in Schö@ war es üblich, daß die Braut einige Tage vor der Hochzeit mit einem Siebe bei den Nachbarn herumging, um von diesen das Sieb mit Bettfedern gefüllt zu erhalten. Diese erbetenen Federn mußte sie zum Stopfen ihrer Betten benutzen, damit sie beim jedesmaligen Gebrauch der Betten dessen eingedenk blieb, daß sie bitten und ihrem Manne gehorsam sein solle Bartsch 2, 59; im sogenannten swarten Uurt trug die Braut drei Röcke übereinander, diese waren von verschiedener Länge, so daß die verschiedenen Säume zu sehen waren Wo. Hocht. 14; am letzten Sonntag vor der Hochzeit ging das Brautpaar zum Abendmahl, die Braut war dann schon im Hochzeitskleid mit der Krone LuLudwigslust@LaupinLaup; diese Sitte wird auch in einer Verordn. von 1780 erwähnt Sa. Land.-Ges. 7, 177; in der Gegend um SchöSchönberg@DassowDass waren die Hochzeiten früher meist in der Woche vor Martini, dann besuchte das Brautpaar am Dienstag danach den dortigen Herbstmarkt im hochzeitlichen Schmuck Wo. Hocht. 15; die Pol.-Ordn. von 1516 bestimmt: 'idt schal ock henvar wedder brut noch brudegam eins des andern frunden ... neynerley ring, hemden, doke, schoe noch andere gaven geven' Jb. 57, 291; wenn der Hochzeitszug zur Kirche ging, bliesen die Musikanten: Rut rut rut, du trurige Brut, Din besten Dag' dee sünd nu ut, Wierst du noch bi Muddern bläben, Hadd'st din besten Dag' noch krägen 20; oder: Nu hett de Brut de Kron up, Se kriggt s' ok wedder raf, Up eenen lustigen Abend Folgt eenen bedräuwten Dag 21; kam man bei der Rückfahrt über die Feldscheide eines anderen Dorfes, wurde die Braut gefragt: Jung' Brut, wer führt di? dann mußte sie antworten: Gott un gaud' Lüd' HaHagenow@LübtheenLübth; Brut Brut Stuwsnut, Smit Äppel un Nœt rut riefen die Kinder ihr dann zu Wo. Hocht. 22; bei der Heimkehr sind besondere Vorsichtsmaßregeln geboten; die Braut darf nicht rückwärts aus dem Wagen steigen, sie muß herunterspringen; beim Eintritt in das Haus muß sie über den Kätelbom, der zu diesem Zweck up de grot Däl gelegt wird, schreiten und dann ein Paar Eimer Wasser aus dem Brunnen holen HaHagenow@BelschBelsch; Wo. Hocht. 28; in einigen Gegenden war es üblich, daß sie auf einen Tisch stieg und sich dort dreimal langsam umdrehte, um sich von allen Gästen bewundern zu lassen, dazu spielte die Musik, und die Brautjungfern mußten sie beleuchten; die nicht geladenen Dorfbewohner (Taukikers) riefen dann: Brut, kumm rut, Din Füer geiht ut, Din Abend geiht an, Du kriggst 'n jungen Mann Wo. Hocht. 28; beim Hochzeitsmahl saßen Braut und Bräutigam an der Spitze der Tafel auf Stühlen, welche mit Kissen belegt waren; auf die Frage der Feinde nach dem Verbleib des Viehs antwortete eine Frau in der Franzosenzeit: As ick Brut was, As ick hoch satt, As mi de Ros' in 'n Nacken kefohlt, Dunn dreben uns' Lüd' mit 't Veeh nah 't Achterholt 29; bei dem auf das Essen folgenden Tanz mußte die Braut zuerst mit de Truleiers, de Brutdeiners und dem Kutscher tanzen, zuletzt mit dem Bräutigam 38; um 12 Uhr wurde der Braut die Krone abgenommen, und man setzte ihr die Frauenhaube (Hüll) mit folgenden Worten auf: Ick hüll de Brut woll unner den Bœhn, Dat anner Johr eenen lütten Sœhn. Hier steiht de Mütz up 'n gräunen Twig', Ut ne jung' Fru ward 'n oll Wif 40; daraufhin mußte die Braut mit allen verheirateten Männern, der Bräutigam mit allen Ehefrauen tanzen 41; zum Schluß bliesen die Musikanten: Trin is min Brut, Schüer den Kätel ut, Jag' den Köster rut, Hochtit dee is ut 42; Weiteres s. Hochtit und die Zss. b. Vorzeichen betreffen baldige Verlobung: wenn vier Menschen sich kreuzweise die Hand geben; wenn das Abwaschwasser kocht; wenn die Hunde heulen Sta Stargard@WulkenzinWulk; wenn Kraniche mit Geschrei ein Haus umkreisen Bartsch 2, 172; wenn drei Lichter in einer Stube brennen öft.; wenn einem Mädchen der Zipfel des Taschentuchs aus der Tasche sieht, ist sie eine heimliche Braut StaStargard@WulkenzinWulk; fanden die Binderinnen beim Binden des Korns Erdrauch, fumaria officinalis, dann pflegten sie zu sagen: Bimmstart is 'n leiwes Krut, Mank uns' Reig' is ok ne Brut WaWaren@Groß KelleGKelle; löst sich das Schürzenband einer Braut von selbst, so verliert sie die Liebe ihres Verlobten, ereignet sich dasselbe jedoch bei einer unverlobten Jungfrau, so wird diese sich bald fürs Leben binden Bartsch 2, 58; geht einem Mann ein Hosenknopf auf, dann heißt es: din Brut straakt sick mit 'n annern; stößt jemand auf: nu denkt din Brut an di HaHagenow@RedefinRed; den Junggesellen warnt man beim Ausfegen: lat di nich de Brut affägen MaMalchin@Groß HelleGHelle; als Vorzeichen für den Verlauf einer Ehe gelten: weint die Braut vor dem Altar nicht, so weint sie in der Ehe Arch. Landesk. 14, 540; stehen Braut und Bräutigam bei der Trauung so weit auseinander, daß man zwischen ihnen hindurch sehen kann, so gibt es eine kühle Ehe ebda; die Braut soll nicht Brautkleid und Schleier zusammen anpassen und damit durch die Wohnung gehen, sonst wird die Ehe unglücklich WaWaren@MalchowMalch; sie darf sich beim Verlassen der Kirche nicht umsehen, sonst wird sie bald Witwe HaHagenow@BesitzBes; wenn die Braut Glück haben will, muß sie sich im Schweinestall anziehen Blüch; Glück bedeutet es auch, wenn 't de Brut in de Kraun rägent Schö; zur Sicherung des Wohlstandes wird der Braut ein Taler in den Rocksaum genäht HaHagenow@Kirch JesarKJes; muß sie sich beim Gang oder der Fahrt zur Trauung ein Stück Geld in jeden Schuh legen Arch. Landesk. 14, 540; um sich die Herrschaft in der Ehe zu sichern, muß die Braut sich Dill in die Schuhe legen und beim Verlassen der Kirche sagen: ick gah un stah up Dill, ick kann daun un laten, wat ick will Wo. Hocht. 15; muß sie vor der Hochzeit die Arme über ein unbenutztes Manneshemd kreuzen; muß sie bei der Trauung zuerst an den Trautisch treten Arch. Landesk. 14, 540; muß sie am ersten Abend beim Zubettgehen ihren Rock fallen lassen, damit der junge Ehemann ihn aufhebt, hat er die Absicht durchschaut und unterläßt es, so steht er am nächsten Morgen zuerst auf, nimmt heimlich ihre Unnerbücks und hängt sie auf den Zaun, damit die Leute sehen, daß er Herr im Hause ist LuLudwigslust@Groß LaaschGLaasch; wenn man der Braut am Hochzeitstage während der Trauung eine aus Zeug verfertigte Puppe ins Bett legt, dann wird sie viele Kinder bekommen, macht man die Puppe aus Stroh, dann bleibt sie kinderlos Bartsch 2, 63; Unfruchtbarkeit in der Ehe erfolgt auch, wenn man während der Trauung, wenn der Prediger dem Brautpaar den Segen erteilt, ein Schloß oder ein Messer zuklappt, oder wenn man ein offenes Messer auf die Türschwelle, die das Brautpaar überschreiten muß, legt 64. 4. Dim. Brüding Hey. Kam. 60. Zss.: Buern-, Jumfern-, Stuwenbrut. FN.: Brutbrügg', -busch, -dannen, -kul, -lock, -stück, -weg, -winkel, -wisch. — Mnd. brût f. — Bl. 55a; Br. Wb. 1, 151; Dä. 57a; Me. 1, 544.
10606 Zeichen · 91 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    brût

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

    brûtAWB, prûtAWB f. i-St.: ‚Braut am Tage der Hochzeit, Neuvermählte, junge Frau, sponsa, 403 brustbinta – brûtS404 pact…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    BRÛTstf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    BRÛT ( gen. briute) stf. mundartlich lautete der nominativ wohl auch briut. vgl. Schmeller 1,270. Graff 3,293. 1. im all…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    brûtf.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    brût , f. , Braut; junge Frau. * hêr b. in Hochzeitsgedichten des 16., 17., 18. Jhd. häufige Anrede an die Braut. brȫde-…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Brut

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Brut , plur. die -en. 1. Die Verrichtung des Brütens, von Vögeln und dem Federviehe, ohne Plural. Die Tauben, die Hü…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Brut

    Goethe-Wörterbuch

    Brut etwa 30 Belege, fast ausschließl im Vers 1 das Ausbrüten [ Faust zum Kaiser: ] Von Tauben hast du ja vernommen, | D…

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Brut

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +2 Parallelbelege

    Brut , einzelne Zellen oder ganze Glieder einer Pflanze (Brutzellen [Konidien der Pilze, Tetrasporen der Florideen, Sore…

  7. modern
    Dialekt
    Brut

    Bayerisches Wörterbuch · +9 Parallelbelege

    Brut Band 3, Spalte 3,610f.

  8. Sprichwörter
    Brut

    Wander (Sprichwörter)

    Brut Aus vielerlei Brut kommen Hühnchen von allerlei Farben.

  9. Spezial
    Brut

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Brut f. (-,-en) 1 (Hühner, Gänse) coada (-des) f. 2 (das Brüten) coé m. ▬ zu derselben Brut gehören (auch ‹fig› ) ester …

Verweisungsnetz

66 Knoten, 61 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 11 Kompositum 39 Sackgasse 16

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit brut

462 Bildungen · 430 Erstglied · 30 Zweitglied · 2 Ableitungen

brut‑ als Erstglied (30 von 430)

Brutbiene

SHW

Brut-biene Band 1, Spalte 1183-1184

Brutnest

SHW

Brut-nest Band 1, Spalte 1183-1184

Brutraum

SHW

Brut-raum Band 1, Spalte 1183-1184

Brutroße

SHW

Brut-roße Band 1, Spalte 1183-1184

Brutwabe

SHW

Brut-wabe Band 1, Spalte 1185-1186

Brutzelle

SHW

Brut-zelle Band 1, Spalte 1185-1186

brutacea

MLW

brutacea sim. v. batrachion . Payr

brutal

DWB

bru·tal

brutal , ferinus, immanis, ein fremdes wort mit betonung der letzten silbe, it. brutale, franz. brutal, wonach es im 18 jh. üblich wurde, St…

brutalis

MLW

brut·alis

* brutalis , -e . 1 adi. : a strictius i. q. animalis irrationalis proprius — einem unvernünftigen Tier eigen, tierisch : Ps. Plato quart. 4…

brutalisieren

Pfeifer_etym

brutalis·ieren

brutal Adj. ‘roh, gewalttätig, rücksichtslos’, aus mlat. brutalis ‘unvernünftig, tierisch’, zu lat. brūtus ‘schwerfällig, gefühllos, unvernü…

Brutalität

Pfeifer_etym

brutal Adj. ‘roh, gewalttätig, rücksichtslos’, aus mlat. brutalis ‘unvernünftig, tierisch’, zu lat. brūtus ‘schwerfällig, gefühllos, unvernü…

brutalitas

MLW

* brutalitas , -atis f. natura vel habitus animali irrationali conveniens vel similis — das für ein unvernünftiges Tier charakteristische We…

brutalité

LDWB1

bruta·lite

brutalité [bru·ta·li·tẹ́] f. (-tés) Brutalität f., Grausamkeit f., Gewalttätigkeit f.

brutaliter

MLW

bruta·liter

adv. * brutaliter . more animalis irrationalis — wie ein unvernünftiges Tier : Alex. Min. apoc. 10 p. 223,16 ‘spiritus iumentorum’, id est -…

brutanstalt

DWB2

bruta·n·stalt

brutanstalt f . einrichtung, in der befruchtete eier zur entwicklung gebracht werden: 1800 oekon. hefte 15,294. 1987 spiegel 50,223 a .

Brutappel

MeckWB

brut·appel

Brutappel m. Brautapfel; ein Mädchen, das imstande war, aus der Mitte und von der Hälfte eines Apfels einen Teil in einem Stück herauszuschn…

brûtâvent

MNWB

bruta·vent

brûtâvent usw., die unmittelbar hier folgenden Komp., sind nicht besonders verzeichnet.

Brutbad

MeckWB

brut·bad

Brutbad n. Brautbad, es fand im 16. Jahrh. am zweiten oder dritten Tage vor der Hochzeit statt Tech. Bürg. 127; öft. in FN.; s. Brutwater . …

brûtbat

MNWB

brut·bat

brûtbat (-d-) , n. , Brautbad, Stovengang als Teil der Hochzeitsbräuche.

Brutbedd'

MeckWB

Brutbedd' n. Brautbett; die zweischläfrige Bettstelle mit Inhalt, die die Braut mit in die Ehe brachte, sie wurde vor der Hochzeit von allen…

brûtbedde

MNWB

brut·bedde

brûtbedde , n. , Brautbett; Sinnbild, Zeichen vollzogener Ehe, bûten sînem êliken b. außer der Ehe.

Brutbeie

RhWB

brut·beie

Brut-beie brūtbęi, –bin (s. S.) Saar; brū:tbę·i. Bitb , Trier , Wittl f.: Drohne.

brut als Zweitglied (30 von 30)

Bastardbrut

Adelung

bastard·brut

Die Bastardbrut , plur. inusit. in der Bienenzucht, die Brut der Drohnenweiser, welche in dem Bienenstocke untauglich ist.

buckelbrut

DWB

buckel·brut

buckelbrut , f. junge oder abgestorbne drohnen, welche die zellen empor drücken und krümmen; auch kappichte brut.

Drohnenbrut

Campe

drohnen·brut

Die Drohnenbrut , o. Mz. in den Bienenstöcken, diejenige Brut, aus welcher Drohnen werden; Thränenbrut.

faulbrut

DWB

faul·brut

faulbrut , f. abgestorbne brut der bienen, fetus corruptus.

froschbrut

DWB

frosch·brut

froschbrut , f. gyrinus, ranunculus, kaul, d. i. kugel, kaulkopf, kaularsch, quappe, schneeblitz, weberknopf, dickkopf; nnl. vorschenpopje, …

karpfenbrut

DWB

karpfen·brut

karpfenbrut , f. die kleinen karpfen unter 3 jahren, darauf heiszen sie karpfensatz.

Königsbrut

MeckWBN

koenig·s·brut

Wossidia Königsbrut f. Königsbraut: ne stolze Königsbrut S. Neum. Volksm. 112.

natterbrut

DWB

natter·brut

natterbrut , natternbrut , f. schlangengezücht: noch schwillet tief von reger natternbrut die flur ( nec intumescit alta viperis humus ). Vo…

Schmeichlerbrut

Wander

schmeichler·brut

Schmeichlerbrut Schmeichler- und Schmarotzerbrut zehrt wie die Laus von fremdem Gut. It. : Adulatori e parassiti sono come i pidocchi. ( Gia…

teufelsbrut

DWB

teufels·brut

teufelsbrut , f. , vgl. höllenbrut : teufelsbrut nur übles thut. Eiselein sprichw. 592 ; die teufelsbrut ( die Hunnen ) kann nicht einmal si…

Thränenbrut

Adelung

thraenen·brut

Die Thränenbrut , plur. car. von 2, Thräne, diejenige Brut in den Bienenstöcken, woraus Thränen werden; richtiger Drohnenbrut.

vogelbrut

DWB

vogel·brut

-brut , f. : im sommer ruinieren die marder viele junge vogelbruth Döbel jäger-practica (1754) 1, 41 . —

weiselbrut

DWB

weisel·brut

weiselbrut , f. : etliche ... verschneiden ihnen ( den bienen ) das gewircke, oder suchen die weiselbrut und thun solche heraus v . Hohberg …

Ableitungen von brut (2 von 2)

brûte

Lexer

brûte stf. s. briute,

unbrut

DWB

unbrut , unbrüt, n., schädliches gethier, wildpret, ungeziefer (das brut Schmeller 1, 374 ; Staub-Tobler 5, 1007 ); Unger-Khull 607 a . unbr…