lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

2. Ding

ahd. bis spez. · 24 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
32 in 24 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
Verweise rein
247
Verweise raus
129

Eintrag · Adelung (1793–1801)

2. Ding

Bd. 1, Sp. 1498
2. Das Ding, des -es, plur. die -e, und in einigen Fällen auch die -er, ein Wort, welches heut zu Tage noch einen weiten Umfang der Bedeutung hat. Es bedeutet, 1. * Eigentlich, Hausrath, Werkzeug, ein körperliches Hülfsmittel, etwas zu verrichten. Daß diese Bedeutung die erste und eigentliche sey, ist indessen nur noch eine bloße Muthmaßung, die Wachter zuerst gewaget, Ihre aber aus dem Isländischen und alten Schwedischen bestätiget hat. Das Latein. res wurde gleichfalls von dem Hausrathe gebraucht. Merkwürdig ist auch, daß im Alt-Französ. Afferi, Affri, Ackerpferde, Affare und Affarium im mittlern Lateinischen eine Meierey bedeutete, wovon hernach Affaire nicht allein die allgemeine Bedeutung eines jeden Eigenthums, sondern auch überhaupt einer jeden Sache bekommen hat, welches Schicksal es mit unserm Deutschen Worte Ding gemein hat. 2. * Eine Arbeit, ein Geschäft. Sven der Bischof heim ist, swes er danne bidarf zu sinem Bade, zu der Kuchinen, zu der Schenken Ding, in dem Straßburg. Stadtrechte bey dem Schilter. Noch jetzt sagt man im Plural im gemeinen Leben, ich will meine Dinge schon machen, was mit mir zu thun oblieget. Sechs Tage sollst du arbeiten, und alle deine Dinge beschicken, 2 Mos. 2, 9. Bey dem Ottfried kommt githingen, das Zeitwort mehrmahls für bestreben, sich bemühen, tendere, contendere, vor. 3. In weiterer Bedeutung, eine Sache, im Gegensatze einer Person. Diese Bedeutung kommt nur noch zuweilen in den Rechten vor, das Latein. Res auszudrucken. S. auch Dinglich. 4. In noch weiterm Verstande, ein Individuum, als die allgemeinste Benennung, wo man dieses Wort häufig gebraucht, wenn man die eigentliche Benennung eines Individui nicht weiß, oder nicht gebrauchen will. Was ist das für ein Ding? Das ist doch ein artiges Ding. Wissen sie nicht wie das Ding heißet? Ja, ja, die Liebe ist nun so ein wunderlich Ding. Weiße. An einigerley Ding, das von Fellen gemacht ist, 3 Mos. 13, 49. Das Salz ist ein gut Ding, Luc. 14, 34. In dieser Bedeutung hat der Plural die Dinger. Es ist in derselben auch das Diminutivum Dingelchen und im Plural Dingerchen üblich. Sie haben von mir wissen wollen, was Anakreontische und Sapphische Oden für Dinger sind, Kästn. Wie heißen die kleinen Dingerchen, die so in den Sonnenstrahlen herumfliegen? Less. Das sind große Weinbeeren; es sind ja Dinger wie Pflaumen. Ich glaube, die Herren Richter werden aus Höflichkeit die Dinger gar eingehen lassen, sagt der Jude bey Lessing von den Galgen. Im Niedersächsischen sagt man in dieser Bedeutung, obgleich mit einiger Verachtung, im Plural gleichfalls Dingerjes. In den gemeinen Mundarten werden die Mitesser an den Kindern auch die bösen Dinger genannt. An andern Orten heißt der Wurm am Finger das böse, und die Rose das heilige Ding. In eben diesem Verstande gebraucht man das Wort Ding im gemeinen Leben und in der vertraulichen Sprechart auch von Personen, und vornehmlich von jungen Personen des andern Geschlechtes, da es denn im Plural gleichfalls Dinger hat. Es ist ein artiges, ein leichtfertiges Ding. Das kleine lose Ding hat Lust mich noch zu schrauben. Hören sie doch, was ihre Minna für ein eingebildetes albernes Ding war, Less. Je nun, meine Tochter ist kein uneben Ding, Weiße. Wenn alle Mädchen so sind, wie ich mich jetzt fühle so sind wir sonderbare Dinger, Less. Ein leichtsinniger Bube, der ein halb Schock arme junge Dinger verführet hat, Weiße. Wenns aufs Heirathen ankommt, wollt ihr[] Dinger immer klüger seyn, als eure Großväter, ebend. Zuweilen auch von Personen männlichen Geschlechtes. Wir haben über unsere Anbether gezankt, ich will die Dinger immer so nennen, Less. Freylich schleicht sich in diese Benennung etwas von Verachtung mit ein; aber in Preußen und einigen Niedersächsischen Gegenden ist sie der herrschende Begriff, denn da gebraucht man das Wort Ding nur von berüchtigten Weibespersonen. Hierher gehöret auch der Oberdeutsche Gebrauch dieses Wortes, eine Person zu bezeichnen, die man nicht zu nennen weiß, und alsdann gebraucht man es so wohl im männlichen, als weiblichen Geschlechte. Wie heißt der Ding? der Mann. Wo wohnet doch die Ding von der wir gestern sprachen? Etwas Ähnliches hat auch die Schwedische Sprache, wo das Wort Ting auch zuweilen im männlichen Geschlechte gebraucht wird. 5. In noch weiterer Bedeutung, alles was wirklich vorhanden ist, ohne es als Individua zu betrachten, in welcher Bedeutung besonders der Plural die Dinge üblich ist. Gott ist der Schöpfer aller Dinge. Das Ende aller Dinge. 6. In der weitesten Bedeutung, alles wovon man einen Begriff haben kann, es sey nun wirklich oder nur bloß möglich, es sey nun eine Substanz, oder nur eine Eigenschaft, eine Beschaffenheit derselben, in welchem Verstande es im Plural gleichfalls Dinge hat, und nicht nur bey den Philosophen üblich ist, das Lat. Ens auszudrucken, sondern auch im gemeinen Leben häufig ist. Er gehet mit großen Dingen schwanger, macht große Entwürfe. Vor allen Dingen. Aller guten Dinge sind drey. Das gehet nicht mit rechten Dingen zu. Besonders in den vertraulichen Sprecharten. Das Ding, die Sache, der Vorschlag u. s. f. gefällt mir. Laß mir das Ding bleiben. Wie gehet das Ding zu? Das Ding siehet sehr bunt aus, die Sache sieht verwirrt aus. Das Ding begreife ich nicht. Ich weiß das Ding lange, die Sache. Ich habe das Ding lange gemerkt. Darüber ward er empfindlich und sagte mir die unverschämtesten Dinge, Gell. Ich habe dem Dinge reiflich nachgedacht. Machen sie dem Dinge ein Ende, wenn wir Freunde bleiben sollen, ebend. In der anständigern Schreibart bedienet man sich in den meisten dieser Fälle lieber des Wortes Sache. Hierher gehören. 7. Auch verschiedene adverbische Redensarten, in welchen diese allgemeine Bedeutung des Wortes Ding zum Grunde lieget. Guter Dinge seyn, aufgeräumt, sorgenlos sehn; welcher Ausdruck doch im Hochdeutschen wenig mehr vorkommt. Die Oberdeutsche Mundart ist vorzüglich reich an solchen adverbischen Ausdrücken. Platter Dingen, platterdings; schlechter Dingen, schlechterdings; befindenden Dingen nach, nach Befinden der Umstände; daß er sich in Ansehung der Miethe billiger Dinge bequeme; bewandten Dingen nach; neuer Dingen, für neulich; gestallten Dingen nach; unmöglichen Dingen, unmöglich; allthunlicher Dingen nach; keiner Dingen, keinesweges; befugter Dingen, mit Recht; wiederhohlter Dingen, nochmahls; er wollte es nicht so leichter Dingen fahren lassen, und hundert andere Ausdrücke mehr, die den Hochdeutschen unbekannt sind. Anm. 1. Obgleich das Wort Ding in den meisten Fällen, besonders aber in der weitesten Bedeutung, nur den gemeinen Sprecharten eigen ist, so lässet es sich doch auch in diesen nicht überall gebrauchen, wo man es wohl ehedem gebrauchen konnte. Ich thue ein Ding in Israel, daß wer das hören wird, u. s. f. 1 Sam. 3, 11. Denn es nutzet nicht weil es ein eitel Ding ist, Kap. 12, 21. Wo Neid und Zank ist, da ist Unordnung und eitel bös Ding, Jac. 3, 16 u. s. f. sind noch Überbleibsel der[] Oberdeutschen Mundart, in welcher dieses Wort häufiger gebraucht wird, als in der Hochdeutschen. Anm. 2. Wachter leitet dieses Wort von thun her; eine Ableitung, die viele Wahrscheinlichkeit hat, aber freylich nur noch eine Muthmaßung ist, und worauf sich die gleichfalls nur muthmaßliche erste Bedeutung eines Werkzeuges gründet. Aber es wird überhaupt schwer fallen, von dem Ursprunge dieses so alten Wortes etwas mehr als Muthmaßungen anzugeben. Eben um deßwillen ist es auch unbekannt, ob Ding, so fern es ein Gespräch und Gericht bedeutet, von Ding, eine Sache verschieden ist, oder ob solches nur verschiedene Bedeutungen eines und eben desselben Wortes sind. So weit wir diese beyden Wörter heut zu Tage kennen, lassen sich ihre Bedeutungen ohne Gewaltthätigkeit nicht wohl mit einander vereinigen. Aber es ist möglich, daß verschiedene Bedeutungen verloren gegangen sind, die die Sprossen einer Leiter ausgemacht haben, von welcher uns jetzt nur noch die zwey äußersten Enden übrig sind. In einigen Gegenden, z. B. der Pfalz, hat dieses Wort, auch wenn es nicht bloß ein Individuum bedeutet, im Plural die Dinger. Als es der Natur der Dinger (der Dinge) eben kommt, d. i. gemäß ist, heißt es auch in dem 1483 zu Augsburg gedruckten Buche der Natur. Als Wolf die Philosophie von den unnützen Grillen der Scholastiker säuberte, und sich dadurch dem Spotte der Thoren aussetzte, nannte Gottfried Zeidler die Ontologie aus Verachtung die Dingerlehre, womit er auf eine schmutzige Bedeutung des Wortes Ding unter dem Pöbel anspielete. Zu verwundern ist es daher, wie ein gewisser Schriftsteller noch vor wenig Jahren die Ontologie in allem Ernste mit diesem längst vergessenen niedrigen Nahmen belegen können.
8647 Zeichen · 117 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    ding

    Althochdeutsches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    ding Gl 4,280,11 s. thingôn.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Ding

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    2. Das Ding , des -es, plur. die -e, und in einigen Fällen auch die -er, ein Wort, welches heut zu Tage noch einen weite…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Ding

    Goethe-Wörterbuch

    Ding Pl ‘Dinger’ selten (s 3 b γ ) — Selten für den einzelnen materiellen Gegenstand, auch in konkr Sachbezügen meist mi…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Ding

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Ding , lat. ens , alles was gedacht werden kann; D. an sich , ens per se , Gedanken-D., logisches oder ideales D. heißt …

  5. modern
    Dialekt
    Ding

    Bayerisches Wörterbuch · +10 Parallelbelege

    Ding Band 3, Spalte 3,1718–1722

  6. Sprichwörter
    Ding

    Wander (Sprichwörter)

    Ding 1. Acht Dinge bringen in die Wirthschaft Weh: Theater, Putzsucht, Ball und Thee, Cigarren, Pfeife, Bierglas und Kaf…

  7. Spezial
    Ding

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ding n. (-[e]s,-e) 1 (Sache) cossa (cosses) f. 2 roba (robes) f. 3 (Gegenstand) cossa (cosses) f. , oget (ogec) m. 4 pl.…

Verweisungsnetz

294 Knoten, 302 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 13 Hub 6 Wurzel 1 Kompositum 261 Sackgasse 13

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ding

649 Bildungen · 349 Erstglied · 279 Zweitglied · 21 Ableitungen

ding‑ als Erstglied (30 von 349)

Ding(s)chauf

Idiotikon

Ding(s)chauf Band 3, Spalte 167 Ding(s)chauf 3,167

Ding(s)da

BWB

Ding(s)da Band 3, Spalte 3,1746

Ding(s)gericht

Idiotikon

Ding(s)gericht Band 6, Spalte 371 Ding(s)gericht 6,371

Ding(s)rodel

Idiotikon

Ding(s)rodel Band 6, Spalte 614 Ding(s)rodel 6,614

Ding(s)tag

Idiotikon

Ding(s)tag Band 12, Spalte 1040 Ding(s)tag 12,1040

Dinggeld

SHW

Ding-geld Band 1, Spalte 1531-1532

Dingsel

SHW

Ding-sel Band 1, Spalte 1531-1532

Dingwein

SHW

Ding-wein Band 1, Spalte 1531-1532

dingære

Lexer

ding·aere

dingære , dinger stm. BMZ richter Amg. ; sachwalter Weist. ;

dingaltôn

EWA

ding·alton

dingaltônAWB sw. v. II, nur Gl. 1, 276, 62 Oxford Jun. 25, Karlsruhe Aug. CCXX (dinc altonte- mu), 1, 665, 8 Karlsruhe Aug. CCXX (dingal- to…

dingaltōn

KöblerAhd

dingaltōn , sw. V. (2) nhd. zögern, verzögern, Zeit gewinnen, Zeit verstreichen lassen ne. hesitate ÜG.: lat. dissimulare Gl, redimere Gl Q.…

dingari

KöblerAhd

ding·ari

dingari , st. M. (ja) Vw.: s. dingāri*

dingauffassung

DWB2

ding·auffassung

dingauffassung f. : 1928 dem in der jeweiligen dingauffassung vorgezeichneten zusammenhang Husserl ges. w. 4,122 B.

dingbäume

DWB

dingbäume , m. pl. repagula et septa judicii, die schranken Haltaus 229 . s. dingstöcke.

dingbank

DWB

ding·bank

dingbank , f. gerichtsbank, sedes judicii, judicium Haltaus 229 . das gericht oder dessen stube, judicium und dicasterium Frisch 1, 198 a . …

dingbuch

DWB2

ding·buch

dingbuch n. gerichtsbuch: 1359 festschr. Ehrenberg ( 1927 ) 194. 1717 Blüting glossa 1,136.

DINGBÜRGER

DWB2

ding·buerger

DINGBÜRGER m. zuss. mit dingen vb. II B 1 oder ding n. A 2 a. im älteren schwäb. bürger mit besonderen, vereinbarten verpflichtungen: 1498 f…

dingbusze

DWB

ding·busze

dingbusze , f. und so einer seiner klage die er anstellt, nicht folge thut, der soll büszen dem herrn ( probst ) ein dingbuese, das sind fun…

Dingchue

Idiotikon

Dingchue Band 3, Spalte 97 Dingchue 3,97

Dingdag

MeckWB

ding·dag

Dingdag m. Gerichtstag: 'dat Eggerd Moltzan ... to allen dingdaghen to rechte vorbodet worden' ( Ro Kröp 1391) UB. 22, 81. Mnd. dincdach m. …

Dingden

Meyers

ding·den

Dingden , Dorf im preuß. Regbez. Münster, Kreis Borken, an der Staatsbahnlinie Wesel-Winterswyk, hat eine kath. Kirche, treibt Bierbrauerei,…

dingderlink

RhWB

ding-der-link: im Anklopfchenssp. Dingderlink, mein Frau ist krank; d., was fehlt ihr dann? d., ein Schöppchen Wein; d., das kann nicht sein…

Dinge an sich

Meyers

Dinge an sich heißen nach Kant die Dinge in ihrer von den subjektiven Anschauungs- und Denkformen unabhängigen Beschaffenheit. Während der t…

dingebeleber

DWB

dingebeleber , m. durch dich erfährt man, dingebeleber, wie u. s. w. Kl. Schmidt.

ding als Zweitglied (30 von 279)

furipfending?

KöblerAhd

*furipfending? , st. M. (a)? Hw.: vgl. as. furpenning*

markatding?

KöblerAhd

*markatding? , st. N. (a) Hw.: vgl. as. markātthing*

standing

KöblerMnd

*standing , N. Vw.: s. under- E.: s. stān (1)

wurdpfending?

KöblerAhd

*wurdpfending? , st. M. (a) Hw.: vgl. as. wurthpenning*

Unding

RDWB1

Unding n безобразие, хулиганство, возмутительно Das finde ich aber wirklich ein ~! - Это безобразие! Это возмутительно! У меня просто нет сл…

A(n)ding

Idiotikon

A(n)ding Band 13, Spalte 510 A(n)ding 13,510

A(n)geding

Idiotikon

A(n)geding Band 13, Spalte 530 A(n)geding 13,530

Abding

DRW

Abding Verhandlung mit ... statfreihaiten ... begnadt und begabt worden: als erstlichen mit iar und wochenmärkten, zum 2. das man alle geric…

Abergeding

DRW

aber·geding

Abergeding Gedinge, Bedingung so soll sollichs ungevarlichen gehalten werden, doch mit dem abergeding ... 1509 FürstenbUB. VII 397 Faksimile

Abschiedteiding

DRW

abschied·teiding

Abschiedteiding ein Echtdingstermin am Montag nach Palmsonntag, bei dem auch die Gemeinderechnung geprüft wurde anno 1672 am abschiedtäding …

afterding

DWB

after·ding

afterding , n. judicium posterius, weisth. 1, 381. 506. vgl. rechtsalterth. 837.

Aftergeding

DRW

after·geding

Aftergeding nachfolgendes Gericht, wie Afterding 1509 RhW. I 1 S. 88 Faksimile 1576 AardenburgRbr. 15 Faksimile 17. Jh. GrW. VI 605 Faksimil…

Afterjahrgeding

DRW

after·jahrgeding

Afterjahrgeding dem ordentlichen Jahrgericht nachfolgendes Gericht 1450 GrW. III 762 Faksimile JbLothrG. 20 (1908) 435

Allemannsding

DRW

allemann·s·ding

Allemannsding up Jonswalle almansdinge 1455 Bergenfahrer 354 verstehe vom land-dinge ... das ist allemanns-dinge, judicium generale sive uni…

Amtsding

DRW

amts·ding

Amtsding ertzbischoff J. die pfänner zu amtedinge genohmen hat 1479 Hondorff,HalleSalzw. Anh. 9 Faksimile

Anbeding

Idiotikon

Anbeding Band 13, Spalte 517 Anbeding 13,517

angeding

DWB

ange·ding

angeding , n. conditio: doch mit diesem angeding. Fischart bienenk. 220 a .

ausbeding

DWB

aus·beding

ausbeding , m. conditio: das musz mit ausbeding ( bedingungsweise ) und exception verstanden werden. bienenkorb 39 a . s. beding.

Ausding

DRW

aus·ding

Ausding vgl. Ausgedinge I Schlußtermin in einem Rechtsstreit daß des allewegen ein ausding werde in zweyen monden des nächsten 1414 Haltaus …

beding

DWB

bed·ing

beding , früher bedinge , n. pactum, conditio, wofür mhd. nur gedinge vorkommt; das nhd. wort erscheint meistentheils in der formel 'mit dem…

Beyding

Adelung

bey·ding

* Das Beyding , des -es, plur. die -e, in einigen, besonders Niedersächsischen Gegenden, ein außerordentliches Gericht welches außer den gew…

botding

DWB

bot·ding

botding , n. placitum solenne, das gebotne gericht. Haltaus 179 . Oberlin 177 . das botinge. weisth. 2, 135.

Bothding

Adelung

both·ding

* Das Bothding , des -es, plur. die -e, in einigen Niedersächsischen Gegenden, wo dieses Wort Bodding lautet, ein jedes Gericht, welches zu …

Ableitungen von ding (21 von 21)

beding

DWB

beding , früher bedinge , n. pactum, conditio, wofür mhd. nur gedinge vorkommt; das nhd. wort erscheint meistentheils in der formel 'mit dem…

bedinge

BMZ

bedinge swv. 1. protestiere, appelliere. Haltaus 112,2. ich bedinge einen schreibe ihm die bedingungen des vertrages vor. ungerne ich iuch b…

bedingen

DWB

bedingen , pacisci, conditionibus circumscribere, was ahd. bloszes dingôn oder gidingôn ausdrückte, auch mhd. erscheint bedingen nur sparsam…

bedinglich

DWB

bedinglich , conditionalis: da er inen bedinglich, cum conditione implendae legis, das land Canaan zusaget. Mathesius 129 a ; bedingliche ab…

bedingung

DWB

bedingung , f. conditio, das bedingende und bedingte, erst in den letzten jahrhunderten üblich geworden, auch nnl. unbekannt: bedingungen ma…

dinge

DWB

dinge , m. hoffnung, vertrauen, mhd. dinge, gedinge mit schwankendem geschlecht Ben. 1, 339 b . so hab ich guten dingen dir zu helfen Steinh…

Erding

Meyers

Erding , Bezirksamtsstadt im bayr. Regbez. Oberbayern, an der Sempt und der Staatsbahnlinie Schwaben-E., hat 3 kath. Kirchen, landwirtschaft…

erdinge

BMZ

erdinge swv. erreiche etwas durch gerichtliche verhandlung, klage ein. Gr. w. 1,599.

erdingen

DWB

erdingen , per litem exigere, impetrare, einklagen, erklagen: so solt und möcht alsdann der obgem. junker die güter indingen ( eindingen ) 3…

Geding

Wander

Geding 1. Alle Gedinge brechen gemeines Recht. – Graf, 24, 260. Dies Sprichwort gibt den Massstab, nach welchem einzelne Rechtsgeschäfte zu …

gedinge

DWB

gedinge , geding , n. subst. verb. zu dingen oder gesteigerte nebenform von ding, ein altes wort, vor zeiten von ausgedehnter bedeutung im g…

gedingen

DWB

gedingen , verstärktes dingen, oder an gedinge angelehnt, mhd. gedingen, ahd. gidingôn und gidingian, ags. geþingian Grein 1, 472 ; hd. noch…

gedinglich

DWB

gedinglich , adj. zu geding, wie dinglich ( s. d. ) zu ding, in der rechtssprache, mhd. und gewiss auch noch nhd.: mit gedinglichen worten. …

unding

DWB

unding , n. , gegenstück zu ding. mhd. undinc; nl. onding; dän. uting; schwed. oting. unding = ungedinge s. d. vgl. unwesen . 1 1) der urspr…

undinge

Lexer

un-dinge stn. = ungedinge. kein undinge in krenken mac Msh. 3,76 a .

urding

DWB

urding , n. : väter endlich wurden sie, wenn sie die geheimnisse der religion kennen lernten (die urdinge αρχην ) Herder 7, 456 S. das licht…

verding

DWB

verding , n. die verdingung, ding, vertrag. mhd. verding wol stark und masc. ( s. unten Tucher 121, 33 ), daneben verding schwach flectiert …

verdinge

Lexer

ver-dinge swm. vertrag, pachtvertrag. der verding der segmül Tuch. 121,33 ; contribution, brandschatzung: aller prantschatz und verdinge sol…

verdingen

DWB

verdingen , verb. durch vertrag binden, festsetzen. ahd. uirdingôn Graff 5, 191 , mhd. verdingen, im ahd. mhd. nur in schwacher flexion nach…

verdingung

DWB

verdingung , f. vertragsmäszige übergabe in fremden dienst: ein solcher vertrag ist nicht der einer bloszen verdingung (locatio, conductio o…