Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
decke stf.
1. die decke. ich kann nur stellen anführen, wo decken erwähnt werden zur bedeckung von
a. menschen. wider an sîn bette er gienc. der meide mantel übervienc in: daʒ was sîn decke Parz. 553,23. swaʒ er gesehen kunde, daʒ in diu decke sehen lie, daʒ für daʒ deckelachen gie Trist. 18205. swâ man diu beide under einer decke funde daʒ arm mit arme sich beslüʒʒe MS. 2,127. a.
b. von rossen. Diese hatten doppelte decken, erst eine zum schutze, dann über dieser eine zweite zur pracht. sîn (des herz. Orilus) decke was ze Tenabroc geworht ûʒ ringen herte: sîn stolzheit in lêrte, der îserînen decke dach was ein pfellel Parz. 261,10. sîn ors von îser truoc ein dach: daʒ was für slege des gemach. dar ûf ein ander decke lac, ringe, diu niht swære wac: daʒ was ein grüener samît Parz. 36,25. man sach dâ zuo dem mâle von pfelle und von zendâle manic ors bedact ze flîʒe, manige decke snêwîʒe, gel, brûn, rôt, grüene, unde blâ, sô sach man ander anderswâ von edeler sîden wol gebriten, jene ander manige wîs zersniten, gevêhet und geparrieret, sus und sô gefeitieret Trist. 661. auf dem roß ein wîʒiu decke lac, lieht unde lûter als der tac, den andern ringen (dem andern îsengewant vgl. z. 6612) gelîch; und was diu lang und alsô rîch daʒ si von oben nider gie dem orse vaste für diu knie Trist. 6680. der rîter ors wârn bereit, ûf iegelîchʒ zwô decke geleit von îsen, und von pfelle Wigal. 10896. swaʒ man guoter decken und covertiuren vant, die versuohten ûf ir rossen ritter unde knehte Gudr. 1148,2.
c. von schilden, deren wapen nicht erkannt werden soll. rôter samît, der ouch den schilden decke bôt, daʒ si dâ bî iht wærn bekant swâ si riten durch diu lant Wigal. 9595.
2. das zudecken, warmhalten. Gawan ist verwundet, die königin Arnîve wil sîn mit decke pflegn Parz. 640,18.