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Weber

mhd. bis sprichw. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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27 in 15 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Weber

Bd. 9, Sp. 323
Weber Sg. u. Pl. [Pl. SNfrk auch -ərš, Klevld rs] m.: 1.a. wie nhd.; die Bauern webten ihr Leinen selbst, es gab aber auch Linew. von Beruf; sogen. Gebildw. handwerkl. geschult; Samt-, Sidw. RA.: Die Öllampe brennt so trüb, as wenn en W. freijt Rees-Ringenbg. Ne W. on en Get (Geiss), dat sind allebeds e Paar ärm Dieres MGladb. Der W. es en ärm Dier: stif spanne, heəl (hart) schloəhn, Gott en alle Mensche schöldeg; weə mich doran ermahnt, dat deə verkröppelt en verlahmt; weə mich dova sprecht, dat dem der Düvel der Hals zerbrecht! Abzählr. Aach. Et sall sech wahl doke (tuchen, Tuch werden), sät de W., do sprong e met de Föt (Füssen) en et Gare, do hong he met de Ben en et G., do schlog he de Klompe dren SNfrk. Klevld. Wat de schlemme Gewennde (Gewohnheit) nit deiht, sat der W., do stohl he sich sin eige Gaan Köln-Stdt. Der W. sät: o wih, min Fott (Gesäss), wenn ich spole mott; o w., min Enkel, ich mott no de Wenkel (Webstuhl)! Kref. De Schnider sät: dor hängt et Speck; de Schuster s.: dor let den Dreck; de W.s.: hatt ek et, hatt ek et! Rees-Ringenbg. Öm letzte Lefrau (Liebfrauentag) krit de W. de Lomp (Lampe) an et Getau Geld-Leuth. Wann de W. net böng (bände, knüpfte) on net brüək (bräche), dann wüər he gau (rasch) rik; möt dem Knöppen on Bengen kömmt der W. derhenge (dahinten) nicht vorwärts MGladb-Korschenbr. De mäk e W.sch Gescheck ist ungeschickt bei Bauernarbeit ebd. Dem W. es en Katt en de Kett komme es reissen ihm zu viele Fäden Heinsb. Wer em W. et Scheffche ofrafft, kreit en Usterei Neuw-Dierd. Deck on glik (grob u. gleich gesponnenes Garn) mäk der W. rik SNfrk. Me süht selden ne rike W. ebd. Dat Lämpken borrt (brennt), as wenn de Mad ene W. frejet Geld-Leuth. Glich on Gl. hürt zosamme, sat der Düvel, do hott he ene Advokat on ne Schnider, ene W. on ne Möller em Sack Jül-Linnich. Dat Mingscheleəven glickt der Spol vam W. läuft allmählich ab MGladb-Korschenbr. Folgende Wocheneinteilung för den W.: Mondag, Lieferdag; Densdag, Lieferdagsschwoger; Mettwoch, Stelljustig; Donnerschdag, Pöngelsd.; da bleiben Freitag u. Samstag zur eigentl. Arbeit MGladb. — Neckverse: Möller met de Moldersack, W. met dat Spolrad, Schnider met sin Schnippelschiər, wo komme de drei Diere her! Jül-Linnich. De W. hat e Brick gebaut von laurer Speck un Sauerkraut! Wend-Dörrenb. Klene W., hopp, h., h.; kl. W. hät et Haus gebocht mot Bottermelch on Sauerkraut! Prüm-Duppach. De Lewer ös fir de kranke W.! Trier-Stdt. W., lott weəeve, dann hant wer te leəve; koflitter, koflätter; je länger, je beəter Kref, Kemp (ech han all min Leəve gedoəhn et Weəve; dröm bön ech och noə suə lengelahm! Kref). Dor satt ene W. op et Tau, woss nit, wat hen wewe soll; hen wewde det, hen w. dat, hen w. sin Frau en Hemd ant Gatt! Geld, Rees, — woss nij, wat hej frete soll; alldag Kernmelk (Buttermilch) on geharsde Brot; Düwel, schloht de W. dot! Geld-Schravelen. On de W. hät en Fehler an de Tong, an de Long, an der Lewer! Ess-Schuir. W., W., Hackeket, Speck on Eier kriste net; Bruət on Kiəs, dät frettste net! Heinsb-Breberen. Komickes, komackes, suə sät min Katau; wat ech verdēn, verfrett min Frau! ebd. W., W., Klitschkatäuke, watste verdenns, dat frett di Fräuke! Heinsb-Dremmen, — W., W., Wicketau ... Kref, — Wippgezau Grevbr-Otzenr. Bimmele, bammele, buse; achter unsen Huse steht en groten Nöttenbom; dor satt en W. in dat Tau un woss net, wat he eten soll, sure, s. Kärnmelk met Garstenbrot (Gersten-); schloh den lusegen W. dot; lot öm noch et bettschen Lewen, he mag wall better wewen; sett öm en de Kamer un hau öm met den Hamer; sett öm en de Kellder un hau öm met den Tellder; hau öm met de Pann vör et Gatt; heissa, Bur, wat rappelt dat! Rees. Türelüre, Lenkepuət, schlag den fule W. duət; lott em noch jet leəve, dann kann he noch jet weəwe! Kemp-Brüggen. Ne fule W. möt en staatse Frau, de hät partu en Kett op et Tau; wer angere häbbe lang nicks miəhr, on frogt mer dann: wovan kömmt dat? Hüt öch, h. ö., de Rupe, die krupe; h. ö. dat se öch neit de Bocks ropkrupe! Kref. Ach Hott, a. H., de Holdmann geht kapott! Wat fangen dann de W. an? Die fangen dann dat Supen an! Kemp-Brüggen. Trüj (Gertrud) Paraplüj, wat sägge de Lüj? Dat Moder sinne Vader ene W. es! Dat liege (lügen) de Lüj, sät Tr. P. Klev, — dat minne Mann ene W. es; he weft dit, he w. dat, he w. Tr. en Hemd ant Gatt Klev-Hülm, Geld-Kevelaer. — We wett, wo W. Wölm wuəhnt; W. Wölm w. wit; we wett, wat W. W. weəft. W. W. w. wette Woll Schnellsprechübung Heinsb, Kemp. — b. verbr. FN. RA.: He spreckt fresch van de Lewer wie Hendrek W. Mörs. — 2. übertr. a. verächtl. fule W. Nichtstuer Kemp-Hüls. — b. Tiere α. Wasserjungfer, Libelle MGladb-Mülfort, Geld-Straelen; fule W. Kemp-SHubert. — β. die Spinne W.knecht Jül-Tetz.
4763 Zeichen · 148 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    wëber

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    wëber s. wëbære ( composs. s. auch unter wëbe- );

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wêber

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Wêber , des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Weberinn, von der letzten Bedeutung des vorigen Verbi, eine Person, w…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Weber

    Goethe-Wörterbuch

    Weber [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Weber

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +12 Parallelbelege

    Weber , Mich., prot. Theolog der supranaturalistischen Richtung, geb. 1754 zu Gröben, einem Dorfe zwischen Weißenfels un…

  5. modern
    Dialekt
    Weber

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Weber , Wëber [Wápər Fisl. Pfetterhsn. Roppenzw. ; Wáwər Heidw. Felleri. Mü. ; Wêwər Su. M. ; Wéwər Ruf. ; Wèwər Co. Dü.…

  6. Sprichwörter
    Weber

    Wander (Sprichwörter)

    Weber 1. Auch ein alter Weber verwirrt sich zuweilen das Garn. Böhm. : I starý tkalec nĕkdy přízi zmate. ( Čelakovsky, 2…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit weber

252 Bildungen · 220 Erstglied · 27 Zweitglied · 5 Ableitungen

weber‑ als Erstglied (30 von 220)

Weberarsch

SHW

Weber-arsch Band 6, Spalte 319-320

Weberbock

SHW

Weber-bock Band 6, Spalte 319-320

Weberkarde

SHW

Weber-karde Band 6, Spalte 319-320

Weberkatze

SHW

Weber-katze Band 6, Spalte 319-320

Weberstube

SHW

Weber-stube Band 6, Spalte 321-322

Weberacker

PfWB

weber·acker

Weber-acker m. : FlN, amtl. Weberacker [ KU-Gumbsw ]. a. 1571: ein morgen genant der weber acker [Lam 1 A. 80]. —

weberad

DWB

webe·rad

weberad , n. haspel: weil sie sich nicht nach flachs, nach spinn- noch web-rad bücken. Heräus ged. u. l. inschr. 245 .

Weber, Adolf Dietr

DWBQVZ

--- dass. dritte ausg. mit anm. u. zusätzen v. A. W. Heffter. Leipzig 1845 . — QV III: Halle 1845 —. ---

weberahmen

DWB

weber·ahmen

weberahmen , m. rahmen, in den das weberblatt eingesetzt wird, weberlade: wepram, girillum ut habent textores. voc. inc. teut. C 5 a ; die w…

weberamiant

DWB

weber·amiant

weberamiant , m. bergflachs, eine art asbest, der gewebt werden kann Nemnich 5, 635 . —

weberarbeit

DWB

weber·arbeit

weberarbeit , f. : textura, textum Steinbach 1, 31 ; die weberarbeit ist noch je ... in groszem ... lob gewest Abr. a S. Clara etwas für all…

weberbank

DWB

weber·bank

weberbank , f. bank, auf welcher der weber sitzt: er ( spielte ) mit würfeln auf ... weberbänken Lichtenberg Hogarthische kupferstiche 5, 16…

Wèberbaum

Adelung

weber·baum

Der Wèberbaum , des -es, plur. die -bäume, ein starker, runder Baum quer über dem Weberstuhle, um welchen der Aufzug gewunden wird, und welc…

Weber, Beda

DWBQVZ

weber·beda

--- Meran und seine umgebungen. oder: das burggrafenamt von Tirol. für einheimische und fremde. Innsbruck 1845 . ---

weberbein

DWB

weber·bein

weberbein , n. 1) das strahlbein, weberschiffchenförmiger, dem hufbein anliegender knochen, auch weberschiffchen encyclop. der ges. thierhei…

weberblatt

DWB

weber·blatt

weberblatt , n. das in den weberahmen eingesetzte, aus parallelen senkrechten rohr- oder drahtstäben bestehende gestell, durch das die kette…

weberbock

DWB

weber·bock

weberbock , m. ein käfer, lamia textor L. Leunis zool. 3 2, 192. vgl. weber 3 b. —

weberbogen

DWB

weber·bogen

weberbogen , m. : er ( der wagen ) weynet, seufftzet, knirrt und knarrt, gleich wie ein weberbogen schnarrt. Waldis Esopus 1, 404 (3, 95, 8)…

weberbruch

DWB

weber·bruch

weberbruch , m. dasselbe wie webebruch: zureiszet der wefelfaden, so kan der meister einen künstlichen weberknoten knüpffen, dasz man des we…

weber als Zweitglied (27 von 27)

decwëber

Lexer

dec-wëber stm. deckenmacher Tuch. 158,35. 159,20.

garnweber

DWB

garn·weber

garnweber , m. leinweber. Adelung, im gegensatz zum wollenweber.

geweber

DWB

gewe·ber

geweber , n. , verbalsubstantiv zu weberen ( s. d. ), vgl. auch geweberen. wie in der iterativbildung zu weben (weberen) die ursprüngliche b…

Leinweber

Pfeifer_etym

lein·weber

Lein m. ‘Leinpflanze, Flachs’, ahd. (9. Jh.), mhd. mnd. aengl. anord. līn ‘Flachs’ (auch ‘Leinen, leinenes Gewand’), asächs. līn ‘Leintuch’,…

lodweber

DWB

lod·weber

lodweber , m. wie lodenweber: die ketzer waren all lodweber, wann gar lützel was lüt under in von andern hantwerken. d. städtechron. 4, 97, …

Posamentweber

DRW

posament·weber

Posamentweber, m. wie Posamentmacher der erbare N. P., der passement und barchetweber 1604 Koelner,BaselSchlüssel 366

sammetweber

DWB

sammet·weber

sammetweber , m. einer, der berufsmäszig sammet verfertigt. s. sammetmacher .

Sarrocksweber

DRW

sarrock·s·weber

Sarrocksweber, m. wie Sartuchweber so solen die sarrockswever mit dage up- ind afgain 1420 KölnZftUrk. I 149

Sartuchsweber

DRW

sartuch·s·weber

Sartuchsweber, m. (zunftgebundener) Weber, der Sartuch herstellt bdv.: Sarrocksweber J.v.B. sardoichswever 1432 KölnZftUrk. II 365 Faksimile…

Scharzenweber

DRW

scharzen·weber

Scharzenweber, m. in Köln: zusammen mit den Decklakenwebern zünftig organisierter Weber von Wolldecken P. war ein scharzenwever und handlet …

schwabenweber

DWB

schwaben·weber

schwabenweber , m. Nürnberger barchentweber, deren seit 1488 viele aus Augsburg einwanderten. Schm. 2, 618 . Jacobsson 4, 74 a verweist unte…

schweber

DWB

sch·weber

schweber , m. einer der schwebt. 1 1) allgemein: schweber, der, et schweberinn, die, mas, et foemina pendens, fluctuans, imminens, pandans, …

seidenweber

DWB

seiden·weber

seidenweber , m. weber seidener stoffe: bombicinator sidenweber Dief. 78 b ; seydenweber nov. gloss. 57 a ; seydenwäber Maaler 371 c ; seide…

sergenweber

DWB

serge·n·weber

sergenweber , m. , schon 1497 bezeugt, s. Lexer handwb. 2, 891 : ein sergen weber het einem ein serg gemacht, die was in alle weg zuo klein.…

strumpfweber

DWB

strumpf·weber

strumpfweber , m. , 1 1) nomen agentis Kramer (1702) 2, 1016 c , 1270 b ; Krünitz 176, 157 : ... verbot, dasz die churpfälzischen strumpfweb…

Táffetwēber

Adelung

taffet·weber

Der Táffetwēber , des -s, plur. ut nom. sing. ein Seidenweber, welcher allerley Arten Taffet webet.

Tapetenweber

DRW

tapeten·weber

Tapetenweber, m. Handwerker, der Tapeten herstellt; zT. zunftgebunden, zT. in höfischen Diensten bdv.: Tapetenmacher, Tapetenwebe den hoftma…

teppichweber

DWB

teppich·weber

teppichweber , m. einer der teppiche webt Rädlein 871 b ; teppichweberei Schedel waarenlex. 2, 577 b .

tuchweber

DWB

tuch·weber

tuchweber , m. , mhd. tuochwebe ( sw. ) m., s. tuch II A 3 a, ' der handwerksmäszig wollgewebe herstellt ', s. auch tuchmacher, vgl. tuchweb…

Wollenwêber

Adelung

wollen·weber

Der Wollenwêber , des -s, plur. ut nom. sing. ein Weber, welcher wollene Zeuge verfertiget, in Wolle arbeitet; zum Unterschiede von einem Le…

Ableitungen von weber (5 von 5)

Beweberung

PfWB

Be-weberung f. : ' Rührigkeit ', Bewewwerung [ LU-Friesh ].

geweber

DWB

geweber , n. , verbalsubstantiv zu weberen ( s. d. ), vgl. auch geweberen. wie in der iterativbildung zu weben (weberen) die ursprüngliche b…

Gewebere

GWB

Gewebere Iterativbildung zu webern, wohl dialektal (frankf) das Gewimmel, Durcheinander, die lebhafte Unruhe, Geschäftigkeit (ohne Sinn u Zw…

geweberen

KöblerMhd

geweberen , sw. V. nhd. „gewebern“, sich hin und her bewegen Q.: Lanc (1240-1250), Urk E.: s. ge, weberen W.: nhd. (ält.) gewebern, sw. V., …

wëbere

BMZ

wëbere swv. bewege mich hin und her, wandere Frisch 2,426. b. Schmeller 2,7. vagatur vefert oder wandelt gl. Mone 5,87.