Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Weber
Weber
weben Vb. ‘durch Verkreuzen von Längs- und Querfäden textiles Gewebe herstellen’. Das ursprünglich stark flektierende Verb ahd. weban ‘weben, flechten’ (um 800), mhd. weben, auch ‘sich hin und her bewegen, wirken, spinnen’, mnd. mnl. wēven, nl. weven, afries. weva, aengl. wefan, engl. to weave, anord. vefa, schwed. väva (germ. *weban) hat neben sich ein schwach flektierendes Verb mhd. weben ‘weben’, mnd. weffen ‘weben, flechten, knüpfen’, aengl. webbian ‘ersinnen, ausdenken’, anord. vefja ‘(ein)wickeln’, vefjask ‘hin und her fahren’; vgl. auch die unter Gewebe (s. d.) und wabbeln (s. d.) angegebenen Formen. Außergerm. sind vergleichbar aind. ubhnā́ti, umbháti, unápti ‘schnürt zusammen, bedeckt’, ūrṇa-vā́bhiḥ ‘Spinne’, griech. hyphá͞inein (ὑφαίνειν) ‘weben, anzetteln, ersinnen, verfertigen’, hyphḗ (ὑφή) ‘Gewebe’. Für alle Formen läßt sich eine Wurzel ie. *u̯ebʰ- ‘weben, flechten, knüpfen, sich hin und her bewegen, wimmeln’ erschließen. Hierzu gehören auch die unter Wabe, Waffel und Wespe (s. d.) behandelten Substantive. – Weber m. ‘wer webt’, ahd. webāri, weberi (Hs. 12. Jh.), mhd. webære, weber. Webstuhl m. ‘Gerät zum Weben’ (Anfang 16. Jh.), Weberstuhl (15. Jh.).