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webeln

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

webeln verb.

Bd. 27, Sp. 2619
webeln, verb. ableitung von weben 'sich hin und her bewegen', als vorauszusetzendes *webalôn neben wiebeln 'wimmeln', *wibilôn stehend, auch dem ablautenden wabeln (sp. 5 f.), das aber weiter verbreitet und reicher entwickelt ist, in der bedeutung verwandt. entsprechend wfries. wevelje 'hin und her bewegen' Dijkstra 3, 435. im mhd. einmal als 'schwanken' vorkommend: als eʒ (das pferd) wolte gên, so began eʒ webeln hin und her. H. v. d. Türlin Crone 19841. später besonders im thür.-obersächs. üblich 'in unruhiger (schneller, schwankender) bewegung sein' Hertel 254. Regel 285 (wäwel). Kleemann 25 (webbeln). Schultze 46. Müller - Fraureuth 2, 644, bei Leipzig als 'flott tanzen' Albrecht 234 (der webelt was zusammen). aus dem thür. hat es Stieler 2448 aufgenommen und ins wörterbuch eingeführt als 'motari, agitari, versari, negotiosum esse, suscipere res, opus facere' etc., er webelt so immer im hause herüm, man musz ja was zu webeln haben, darnach Ludwig 2399 und Rondeau (mit händen und füszen webeln), von Adelung und Campe unter weben erwähnt. Kramer - Moerbeek (1768) 408c faszt webeln enger als 'stampvoeten'. von Schnabel gebraucht: bemerckten wir ... dasz sich figuren wie menschen in demselben (dem nebel) regten, so theils gingen, theils stille stunden, theils auf dem boden herum webelten Felsenb. 3, 325; (er) hätte feuer auf das unthier gegeben, als welches er bey dem glanze der sterne nur in etwas vor sich weblen gesehen 4, 254; endlich am dritten tage, nachdem sie (zu schiffe) lange genug vergeblich herum gewebelt, thaten sie drey kanonenschüsse 4, 256. auf die entwicklung der bedeutung 'lebendig, lebenskräftig sein' weisen webelhaft und webelich 3 hin. in der neueren zeit nur ganz vereinzelt: alles schwebeln und webeln ist meiner natur durchaus zuwider fürst Pückler briefw. u. tageb. 1, 209. wie wiebeln: sieh her! es (das würmchen) regt sich, jetzt hebt es seine fühlhörner auf; wie es nun webelt und wimmelt mit den unzähligen füszen! gaben der milde 3, 76. ein anderes webeln hess. wewiln Crecelius 893 'wedeln' geht auf wehen zurück, vgl. weben III B 2: als der hund gewar wirt, das sein herr uff dem wasser ist, da hatte er keyn ruog, lieff am uffer uff und ab, und webelt mit dem schwantz Alberus ehbüchlin G 4a; mit 'n taschentüchel wabeln Müller-Fraureuth a. a. o. vogtländ. wæbeln 'hin und her schwingen' (s.webelabend). dasselbe liegt vielleicht auch der wendung zu grunde: es webelt alles vor hitze Albrecht 234, vgl.wächeln und wedeln. s. auch webern.
2551 Zeichen · 46 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Webelnv., intrs

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Webeln , v. intrs . s. Weben .

  2. modern
    Dialekt
    webeln

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    webeln schw.: 1. -Ew- mit Garn weiten, reichen Prüm-Stdt . — 2. -ēə- hin- u. hergehen Heinsb-Karken .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit webeln

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Zerlegung von webeln 2 Komponenten

web+eln

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Cotta, M. (2026). „webeln". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/webeln/dwb
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Cotta, Marcel. „webeln". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/webeln/dwb. Abgerufen 18. May 2026.
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Cotta, Marcel. „webeln". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/webeln/dwb.
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