Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
mantal
Gl.: ‚Mantel, Überwurf; amphibalum, chlamys,
cyclas, pallium‘ <〈Var.: -nd-; -el, -il>〉. Das Wort
ist aus mlat. (= lat.) mantellum n. ‚Hülle, De-
cke‘ entlehnt (oder wegen des Genus eher
aus dessen Nebenform mantellus m.; weniger
wahrscheinlich ist die Annahme, dass ein ent-
lehntes Neutr. durch Einfluss von ahd. hachul
‚Überwurf‘ [s. d.] zu einem Mask. umgestaltet
wurde, „was dann wieder auf die umformung
des lat. mantellum in mittellat. mantellus ein-
flusz hatte“ [Dt. Wb. 12, 1607]). Die Formen
auf -al und -il weisen Suffixersatz mit dem
produktiven germ. Suffix *-a/ila- (s. -il) auf. –
Mhd. mantel, mandel st.m. ‚Mantel als Klei-
dungsstück der Männer wie Frauen‘, frühnhd.
mantel m. ‚Mantel, mantelähnlicher Umhang
als Bekleidungsstück für Männer und Frauen,
Hülle, Bemäntelung, bewegliche Schutzvor-
richtung zur Deckung der Angreifenden‘, nhd.
Mantel m. ‚längeres Kleidungsstück mit langen
Ärmeln, das über der sonstigen Kleidung ge-
tragen wird, (besonders fachspr.) äußere Hülle,
[zum Schutz] um etw. gelegte Umhüllung, um
den Schlauch eines Reifens gelegte feste Um-
hüllung aus einem Gewebe, auf das eine dicke
Gummischicht mit eingeschnittenen Profilen
aufgetragen ist‘.